Kitas und Kortisol: Vom inneren und äußeren Streß vieler Kleinkinder

Die CPÖ (Christliche Partei Österreichs) veröffentlichte folgenden Text von Prof. Steve Biddulph über die psychologischen Nachteile von Kinderkrippen:

Um herauszufinden, welche Art von Interaktion Kindern durch Betreuer/innen in Kitas zuteil wird, hat man in Betreuungszentren weltweit genaue Beobachtungsstudien durchgeführt: Mithilfe von Videokameras und Einwegspiegeln haben geschulte Beobachter die Qualität der Interaktion zwischen Betreuern und Kindern bewertet. Bedauerlicherweise sind die Ergebnisse nicht gut.  Mutter-Kind

Selbst wenn Betreuer/innen wissen, dass sie bei der Arbeit beobachtet werden (wenn sie also vermutlich ihr Bestes geben), machen sie ihre Sache nicht so gut wie die Eltern. Es gibt weniger vertraulichen Austausch zwischen Betreuern und Kindern als zwischen Kindern und ihren Eltern, und die Interaktionen sind mechanischer, brüsker und kürzer.

In Krippen stellen die Beobachter fest, dass mehr als 50% der Kontaktversuche durch die Kinder von den Betreuern nicht wahrgenommen werden. Folglich gibt das Kind auf, starrt lustlos vor sich hin oder spielt stattdessen stur mit seinem Löffel oder einem Spielzeug. Bald versucht das Kind gar nicht mehr, einen sozialen Kontakt herzustellen. Ein geschulter Beobachter würde ein solches Kind als »deprimiert« bezeichnen.

Die Situation in der Kinderkrippe ist niemals ein 1:1-Verhältnis von Betreuern zu Babys. Das verbietet sich aus Kostengründen. Häufig ist das Verhältnis 1:5 oder 1:6.

Steigende Streßhormone durch Krippen

So bekommt das Kind nur einen Bruchteil der Zeit und Energie, die es idealerweise braucht. Die Umgebung einer Krippe ist belastend für Babys und Kleinkinder. Wir wissen das, weil es sich durch Kortisoltests messen lässt. Ein Baby, das den Tag in der Krippe verbringt, zeigt häufig deutlich höhere Kortisolwerte, als wenn es zu Hause bleibt:

Babys können nicht verstehen, dass ihre Mutter »in acht Stunden« wiederkommt. Sie sind so programmiert, dass sie annehmen, sie sind in Gefahr, wenn ihre geliebte Betreuungsperson sie verlässt. Ihr Körper steigert sich in eine Panik hinein. Baby

Eine empfängliche und aufmerksame Betreuungsperson kann das Baby beruhigen und dafür sorgen, dass der Kortisolspiegel wieder sinkt, aber das setzt eine gute Beziehung und reichlich Zeit voraus.

Kleinkinder, die neu in die Krippe kommen, erleben in den ersten Wochen nach der Trennung von ihren Eltern vermehrten Stress. Der Spiegel sinkt mit der Zeit, aber nach fünf Monaten ist er immer noch deutlich höher als bei einem Kleinkind gleichen Alters, das zu Hause geblieben war.

Eine wichtige Erkenntnis dieser Studie bestand darin, dass man nach fünf Monaten das Gefühl hatte, die Kinder hätten sich gut eingelebt, weil sie äußerlich keine Anzeichen von Stress erkennen ließen. Die Kortisolwerte aber zeigten, dass sie innerlich verängstigt waren und sich nicht wohlfühlten. 

Professor Michael Lamb wies warnend darauf hin, dass Kinder, die den Tag in der Krippe verbringen, am Ende des Tages mehr Zeit zur Beruhigung und Rückversicherung brauchen, um ihr Stressniveau wieder zu normalisieren. Ohne den entsprechenden Trost durch einen Elternteil kann es passieren, dass sie den nächsten Tag völlig überdreht beginnen.

Vollständiger Artikel hier: http://www.cpoe.or.at/Inhalt/de/2017-02-17-1487323242/Home

 


10 Jahre Elterngeld: kein Grund zum Jubeln

Zum 10-jährigen „Jubiläum“ des Elterngeldes lobt das Familienministerium diese Leistung als „vollen Erfolg“, der einen „Richtungswechsel“ markiere (Pressemitteilung des BMFSFJ vom 30.12.2016). Vom gleichen Ministerium wurde bei Einführung eine Zielvorgabe gemacht, nach der eine Erhöhung der Geburtenrate auf 1,7 bis 2015 erreicht werden sollte (vgl. „Perspektiven für eine nachhaltige Familienpolitik“, BMFSFJ, 2005, S. 3).

Foto: M. Löhr, CDLDazu stellt Dr. Johannes Resch, stellv. Vorsitzender des Verband Familienarbeit e.V., fest:

„Ein behaupteter Erfolg ist zu messen an den Zielvorgaben, die anfangs formuliert wurden. Das Ergebnis ist ernüchternd.

In den ersten 6 Geltungsjahren erfolgte kein Anstieg der Geburtenrate. Erst zwischen 2012 und 2015 gab es einen merklicher Anstieg von 1,38 auf 1,5. Das fällt aber in den Zeitraum, in dem das inzwischen wieder abgeschaffte Betreuungsgeld für von den Eltern selbst betreute ein- und zweijährige Kinder gewährt wurde.

Damit stellt sich die Frage, ob das Betreuungsgeld nicht einen größeren Effekt auf die Geburtenrate hatte als das Elterngeld.

Angesichts des geringen Betreuungsgeld-Betrages mag dieser Gedanke zunächst abwegig erscheinen. Aber dieses Geld brachte für die meisten Eltern einen zwar kleinen aber echten Gewinn mit Erhöhung ihrer Wahlfreiheit.

Beim Elterngeld war das anders. Davon hatte nur die Minderheit der gutverdienenden Eltern mit erstem Kind einen Vorteil. Die Mehrheit (junge Eltern, Mehr-Kind-Eltern) profitierten dagegen nicht oder hatten sogar erhebliche Nachteile gegenüber dem zuvor gezahlten Erziehungsgeld. Denn das Elterngeld wird nur ein Jahr gezahlt, während es das frühere Erziehungsgeld zwei Jahre gab.

Da dem Vorteil für einen Teil der Eltern erhebliche Nachteile für andere gegenüberstehen, war von vornherein vom Elterngeld kein positiver Effekt auf die Geburtenrate zu erwarten – entgegen den vollmundigen Erklärungen aus dem Familienministerium.

Sollte der geringe Geburtenanstieg zwischen 2012 und 2015 ein Effekt des Betreuungsgeldes gewesen sein, wäre ab 2016 oder 2017 wegen dessen Wegfalls wieder ein Rückgang zu erwarten. Das wäre dann ein Hinweis dafür, dass selbst eine kleine Leistung, die den Eltern direkt zugute kommt, mehr bewirkt als ein teuer finanzierter „Richtungswechsel“, der die Eltern in die vorgegebene Richtung einer außerhäuslichen Betreuung drängt und sie damit bevormundet.

Wir haben also allen Grund, die künftige Entwicklung aufmerksam zu beobachten. – Da das Betreuungsgeld in Bayern als einzigem Bundesland weitergezahlt wird, müsste der günstige Effekt dort erhalten bleiben. Sollten sich also die Zahlen in Bayern anders entwickeln als im Rest des Bundesgebietes, wäre das ein weiterer Hinweis auf Erfolg und Misserfolg verschiedener familienpolitischer Maßnahmen.“


Bayern kämpft für eine höhere Mütter-Rente

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat sich in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse zu den Rentenplänen im Bund geäußert und seine Forderungen nach einer Verbesserung der Mütterrente erneuert. seehofer_interview_01_4ddb78858c

Seehofer zeigte sich über den Gesprächsausgang des Koalitionsausschusses zum Thema Rente sehr zufrieden:

„Wir haben jetzt eine deutliche Verbesserung der betrieblichen und der privaten Vorsorge. Es gibt spürbare Verbesserungen für Beschäftigte, die wegen Erwerbsunfähigkeit früher in Rente gehen müssen.“

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung erkennt Seehofer sogar eine gewisse Entspannung beim Rentenniveau. Daher könnten Parteien nun weitere Vorschläge für das Wahlprogramm machen. Seehofer machte in diesem Zusammenhang klar: „Für die CSU geht es dabei vor allem um die Mütterrente.“

Eine Anpassung der Mütterrente ist ihn eine essentielle Forderung der CSU: „Es ist eine Frage der Gerechtigkeit. Mir kann keiner erzählen, warum die Geburt eines Kindes vor 1992 bei der Rente weniger zählt als nach 1992. Kinder sind die Garantie für die Renten der Zukunft. Wir wollen Gleichbehandlung für alle Mütter. Einen ersten Schritt haben wir bereits gemacht. Der nächste kommt nach der Bundestagswahl. Wer uns kennt, weiß, dass wir das auch durchsetzen“.

Quelle und weiterer Text hier: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/november-2016/eine-frage-der-gerechtigkeit/


Bayern: Betreuungsgeld ein großer Erfolg

Das bayerische Betreuungsgeld ist ein Mega-Erfolg! Vor nicht einmal fünf Monaten, am 22. Juni, ist das Bayerische Betreuungsgeldgesetz in Kraft getreten. Jetzt konnte Bayerns Familienministerin Emilia Müller den 100.000sten Bescheid an eine Familie aus Landshut übergeben. bayern

Müller: „Verlässlichkeit ist für uns in der Familienpolitik einer der wichtigsten Werte. Wir haben den bayerischen Eltern das Betreuungsgeld versprochen und wir haben Wort gehalten. Jetzt bestätigt uns die hohe Zahl der Anträge, dass wir mit der Einführung die Wünsche und Vorstellungen der Eltern genau getroffen haben.“

Über rund 89 Prozent der Anträge wurde bereits entschieden. Der Weg zum Bayerischen Betreuungsgeld ist einfach und unbürokratisch. Das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) verschickt den Antrag auf Betreuungsgeld automatisch.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/november-2016/100000-antraege-bewilligt/


Trotz guter Wirtschaftslage nimmt die Kinderarmut in Deutschland weiter zu

Die Bertelsmann-Studie vom 12.9.2016 stellt nüchtern fest, dass die Kinderarmut seit 2011 auf Bundesebene weiter zugenommen hat. Fast 15 % der Kinder wachsen in Familien auf, die auf Hartz IV angewiesen sind. Zu 86 % handelt es sich dabei um Kinder aus Familien mit mehr als zwei Kindern oder von Alleinerziehenden. – Die Studie bestätigt: „Die Armutsfolgen werden bisher nur lückenhaft erforscht.“

Der stellv. Vorsitzende des „Verband Familienarbeit“, Dr. Johannes Resch, meint dazu:

„Die Kritik an der mangelhaften Erforschung der Folgen von Kinderarmut ist berechtigt. Es spricht vieles dafür, dass Probleme, die sich im Jugendalter zeigen, wie fehlender Leistungswille oder Neigung zu Drogenkonsum, durch die gesetzlich geförderte Familienarmut infolge geringerer Entfaltungsmöglichkeiten in der Kindheit. wesentlich begünstigt werden.“

Dr. Resch gibt weiter zu bedenken:

“Schon eine Familie mit zwei Kindern liegt bei einem Durchschnittsverdienst trotz Kindergeld unter dem steuerrechtlichen Existenzminimum. Bei drei Kindern gerät sie an die Hartz IV-Schwelle.

So lässt unsere Gesellschaft ihren eigentlichen Leistungsträgern keinen Entfaltungsspielraum. Ohne funktionierende Familien hat sie aber keine Zukunft. Hartz IV ist kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung der Kinderarmut, weil es die Ursachen nur verschleiert. Nur eine finanzielle Anerkennung der im Dienste der Allgemeinheit erfolgten Erziehungsleistung kann Gleichberechtigung für Eltern herstellen.

Der Verband Familienarbeit weist schon seit Jahrzehnten daraufhin, dass im Rahmen unseres Sozialsystems der Gewinn aus der Kindererziehung vergesellschaftet wurde, während die Kosten ganz überwiegend weiter den Eltern überlassen blieben. Diese Enteignung der Eltern betrachtet unser Verband als den Hauptgrund für die zunehmende Familienarmut, die sich eben dort am deutlichsten zeigt, wo die Elternarbeit am stärksten ins Gewicht fällt.“

Daraus zieht Resch das folgende Fazit: 

„Solange die gesamte gesetzliche Alterssicherung einer Generation allein von den Kindern dieser Generation getragen werden muss wie in unserem Sozialsystem, ist zu fordern, dass sich auch alle Erwerbstätigen an der Finanzierung der Kindererziehung beteiligen. Das ist nur durch eine angemessene Honorierung der elterlichen Erziehungsleistung einschließlich eines entsprechenden Rentenanspruchs und angemessener Vergütung der Sachkosten der Kinder möglich.

Die demütigende Behandlung von Alleinerziehenden und Mehr-Kind-Eltern durch Hartz IV würde dann überflüssig. – Leider geht die aktuelle Familienpolitik genau den entgegengesetzten Weg, wie z. B. die gezielte Diskriminierung von Mehr-Kind-Familien durch das Elterngeldgesetz zeigt.“

Quelle: Verband Familienarbeit –  Foto: Dr. Edith Breburda


Elterngeld: Bayerische Väter starten voll durch

Bayern ist das TOP-Familienland. Besonders erfreulich: Immer mehr bayerische Väter übernehmen noch mehr Verantwortung für ihre Kleinsten, denn: Bayernweit nut100_2301zt deutlich mehr als jeder dritte Vater die Partnermonate beim Elterngeld.

Bayerns Familienministerin Emilia Müller: „Ich freue mich sehr, dass neben den Müttern auch Bayerns Väter immer häufiger Familienverantwortung übernehmen und sich um den Nachwuchs kümmern. Denn unsere Väter sehen zunehmend, wie wichtig sie für die gute Entwicklung ihrer Kinder sind. Bayerische Väter wollen das Leben ihres Kindes aktiv begleiten und zwar von Anfang an. Väter von heute wollen nicht nur im Beruf, sondern auch als Familienvater voll durchstarten.“

Laut Statistischem Bundesamt lag der Anteil der im Jahr 2014 geborenen Kinder, deren Vater Elterngeld bezogen hat, in Bayern bei 41,7 Prozent. Damit liegt Bayern bei der Väterbeteiligung bundesweit an zweiter Stelle hinter Sachsen mit 44,2 Prozent und deutlich über dem Bundesschnitt von 34,2 Prozent.

Der durchschnittliche Elterngeldanspruch für Väter und Mütter, deren Kind im Jahr 2014 geboren wurde, lag bundesweit bei monatlich 857 Euro. Den höchsten Anspruch aller Flächenländer hatten Mütter und Väter in Bayern mit monatlich 940 Euro.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/oktober-2016/bayerns-vaeter-vorbildlich/

Foto: Cordula Mohr


TOP: Familien in Bayern gut aufgestellt

Bayern bietet jungen Familien optimale Lebensbedingungen. Mit nur ca. 7 Prozent sind im Freistaat deutschlandweit am wenigsten Kinder unter 15 Jahren auf Sozialgeld angewiesen. Die Quote ist um mehr als die Hälfte niedriger als im Bundesdurchschnitt mit 15,48 Prozent. Vermutlich von Odilia bekommen

Bayerns Familienministerin Emilia Müller erkärt: „Bayern ist Familienland. Wir tun alles, damit Eltern mit ihren Kindern im Freistaat das bestmögliche Leben führen können.“

Schwerpunkte legt der Freistaat auf die finanzielle Entlastung der Familien durch Familien- und Sozialleistungen; er ist das einzige Bundesland, das junge Familien mit gleich zwei Landesleistungen unterstützt, dem Bayerischen Landeserziehungsgeld und dem Bayerischen Betreuungsgeld.

„Seit 22. Juni 2016 ist das Bayerische Betreuungsgeldgesetz in Kraft. Seitdem gibt es im Freistaat wieder die Wahlfreiheit für Eltern, ob sie ihre ein- und zweijährigen Kinder selbst betreuen oder in eine Kita geben wollen. Die hohe Nachfrage unterstreicht, dass Eltern in Bayern dieses Angebot zu schätzen wissen,“ erläutert Müller.

Zudem investiert die Landesregierung vermehrt in die Bildung von Kindern. „Bildung ist der Weg aus der Armutsfalle. Wir beginnen damit bereits im Elternhaus, denn nach wie vor ist die Familie der Bildungsort Nummer eins“, so die Ministerin.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/september-2016/optimale-lebensbedingungen-fuer-familien/