Bistum Regensburg bietet Handreichung zu wiederverheirateten Geschiedenen

Priestersegen statt Kommunionempfang

Mit einer „Handreichung für die Seelsorge mit wiederverheirateten Geschiedenen“ wendet sich Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) an die Geistlichen und an betroffene Paare und konkretisiert damit das Nachsynodale Schreiben „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus.

Wiederverheiratete gehörten als getaufte und gefirmte Christen zur Kirche und es sei der Auftrag der Seelsorger, im gemeinsamen Gespräch Zugangswege zur Pfarrei zu öffnen und im Glauben zu bestärken.

Kirchliche Gerichte prüfen auf Antrag die Gültigkeit einer ersten Eheschließung. Hindern Verfahrensprobleme – etwa weil Zeugen verstorben sind – das Gericht daran, die Ungültigkeit festzustellen, kann ein Seelsorger in Grenzfällen weiterhelfen.

Ist er nämlich überzeugt, dass bei der ersten Eheschließung eine wesentliche Voraussetzung gefehlt hat, dann kann er den Betroffenen die Sakramente der Versöhnung und der Kommunion eröffnen. Dazu ist es nötig, im Gespräch die Situation und die Motivlagen zu klären sowie mit einem Mitarbeiter des Kirchengerichts Rücksprache zu halten.

Bischof Rudolf Voderholzer knüpft mit dieser Regelung an ein Hirtenwort Bischof Gerhard Müllers an, das bereits 2003 auf diese Möglichkeit hinwies. Das Erzbistum Rom betont in seiner aktuellen Handreichung zu „Amoris laetitia“ ebenso diesen Weg.

Die Handreichung lädt darüber hinaus all jene zur „aktiven und tätigen Teilnahme“ in Liturgie, Glaubensweitergabe und Dienst für die Gemeinschaft ein, die nicht zu den Sakramenten gehen können, weil das erste Eheband weiterbestehe und ein Zusammenleben „wie Bruder und Schwester“ nicht möglich sei. In der Messe sei ein ausdrückliches Segenszeichen möglich.

Niemand werde beim konkreten Empfang der Kommunion zurückgewiesen, so die Handreichung. Der Seelsorger solle jedoch in Zweifelsfällen das Gespräch mit den Betroffenen suchen und auf die anderen Möglichkeiten der Glaubenshilfe hinweisen.

Dazu heißt es in der Handreichung beispielsweise:

„Ein schöner Brauch ist es auch, wenn Gläubige, die aus verschiedenen Gründen nicht das Sakrament empfangen können, bei der Kommunion nach vorne gehen, durch ein Zeichen – etwa durch gekreuzte Arme vor der Brust – um den Segen bitten und dann vom Kommunionspender den Segen in Zeichen und Wort empfangen. Es spricht einiges dafür, diesem Brauch – der beispielsweise in unserem Dom gut angenommen wird – in unseren Pfarreien mehr Raum zu geben und ihn auch für geschiedene Wiederverheiratete offen anzubieten.“

Ein Gesprächsleitfaden für Seelsorger und eine Liste von geistlichen Ansprechpartnern, die in der Diözese in besonderer Weise zur Verfügung stehen, werde in Kürze veröffentlicht.

Lesen Sie hier die bischöfliche Handreichung im Wortlaut: http://www.bistum-regensburg.de/typo3conf/ext/mediathek_main/uploads/3/170313_HandreichungSeelsorgewiederverhGeschiedene.pdf


Bischof Voderholzer erinnert an Papst Silvester und die Bedeutung des Sonntags

Voller Wortlaut der Silvester-Predigt des Regensburger Bischofs Dr. Rudolf Voderholzer im Dom St. Peter am 31.12.2016:

Liebe Mitbrüder im Bischofs-, Priester- und Diakonenamt!
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben an den Mensch gewordenen Gottessohn!

Der letzte Tag des Jahres trägt den Namen Silvester. Wohl den wenigsten, die mit diesem Tag vor allem Feuerwerk, ausgelassenes Feiern und Party bis in die frühen 141225_Dom erster Weihnachtsfeiertag 5Morgenstunden des 1. Januar verbinden, wird bewusst sein, dass sie damit den Namen eines Bischofs von Rom, den Namen eines Papstes im Munde führen. Es ist der Name des Papstes, der am 31. Dezember des Jahres 335 nach einer 19-jährigen Amtszeit in Rom starb und seit dem 5. Jahrhundert als Heiliger verehrt wird.

Im kirchlichen Bereich und Sprachgebrauch greifen wir schon öfter einmal auf die Heiligennamen zurück, wenn wir bestimmte Tage bezeichnen: Stefani für den 26. Dezember, Josefi für den 19. März oder Michaeli für den 29. September. Aber außerhalb von kirchlichen Kreisen muss man dann meistens schon erklären, dass wir mit dem Peter und Pauls-Tag den 29. Juni meinen.

Bei Silvester aber, so scheint mir, haben wir den einmaligen Fall, dass sich der Name des an diesem Tag verehrten Heiligen bis in die säkularste Welt hinein eingebürgert hat, mit der Folge freilich, dass es den allermeisten gar nicht bewusst ist, wo diese Bezeichnung herstammt. Allein dies ist schon bemerkenswert.

Silvester: Papst nach dem Ende der römischen Christenverfolgung

Darüber hinaus führt uns das Leben und Wirken des heiligen Silvester in eine für die Kirchengeschichte außerordentlich wichtige Zeitspanne. Silvester wurde Papst genau ein Jahr nach dem Erlass des Mailänder Edikts 313.

Mit ihm hatte Kaiser Konstantin, der gerade durch Ausschaltung seines letzten Konkurrenten die Macht an sich gerissen hatte und auf dem Wege war, das römische Reich noch einmal zu einen, dem Christentum den Status einer „erlaubten Religion“ zugesprochen und damit die Christenverfolgung im römischen Reich beendet.papst_letzter_tag_01

Auf die politische Entwicklung dürfte Papst Silvester, der noch die Zeiten der Verfolgung miterlebt hatte, wenig Einfluss genommen haben. Jedenfalls haben wir keine historischen Zeugnisse dafür. Zu unbedeutend und zu gering im Vergleich zum mächtigen Kaiser war der Bischof von Rom in dieser Zeit noch.

Aber Silvester wird Zeuge und Nutznießer verschiedenster Maßnahmen von Kaiser Konstantin zugunsten der Kirche. Er erlebt nicht nur den Bau der ersten päpstlichen Basilika auf dem Gelände der Laterani, sondern auch über dem Petrusgrab im Vatikan.

Der Sonntag als Ruhetag und Feiertag zugleich

Papst Silvester wird vor allem Zeuge der Einführung des Sonntags als staatlich geschützter Ruhetag. Im Jahr 321, es war das siebte Jahr des Pontifikates von Papst Silvester, hat Kaiser Konstantin die Sieben-Tage-Woche gesetzlich eingeführt und damit dem Abendland die vom jüdisch-christlichen Offenbarungsglauben her als göttlich begründete Zeitstruktur geschenkt.

Evangelische Kirche in Augsburg Eine Zeitstruktur, die, gleichermaßen am Rhythmus der Sonne und des Mondes Maß nehmend, der Ruhe und der Muße ihr Recht gibt und den Menschen schützt vor der Versklavung an die Arbeit. Ja, es ist Kaiser Konstantin in den Jahren des Pontifikats von Papst Silvester, der den Sonntag gesetzlich befreit von Lohn-Arbeit und Gerichtsterminen und ihn so positiv frei macht für die gottesdienstliche Versammlung am helllichten Tag und die Feier der Eucharistie nicht nur am Abend oder vor Sonnenaufgang.

Der Sonntag als erster Tag der Woche, der Tag der Auferstehung Jesu Christi, der bereits in neutestamentlicher Zeit die Vorzüge und Würden des Sabbats an sich gezogen hatte, wird somit der Urfeiertag des Abendlandes.

Das Konzil von Nizäa bestätigte die Gottheit Christi

In Silvesters Amtszeit fällt auch das erste Konzil von Nizäa 325. Der Bischof von Rom nahm nicht persönlich daran teil, war aber durch zwei Delegaten vertreten und unterstützte das Anliegen, gegen die Lehre des Arius von der wesenhaften Unterordnung des Logos unter den Vater die Gleichewigkeit und Göttlichkeit des Sohnes als Glauben der Kirche feierlich festzuhalten.krippe_weihnachten - Kopie

Konstantin, der die Reichseinheit durch die Uneinigkeit der Christen in Gefahr sah, war sehr an einer Einigung gelegen, und so dürfte er den Konzilsbeschluss durch die Einführung eines Festes bekräftigt haben – Weihnachten am 25. Dezember als Fest der Geburt, als Fest der Menschwerdung, Fest des „homoousios“.

Die angebliche Überformung eines heidnischen Festes des „Sol invictus“ als Ursprung des christlichen Weihnachtsfestes wird in der historischen Literatur mittlerweile längst als eine – wenn auch hartnäckig sich haltende – „Forschungslegende“ bezeichnet (vgl. die Studien von Martin Wallraff, Christus verus sol  –   und Hans Förster, Die Anfänge von Weihnachten und Epiphanias).

Es spricht vieles dafür, dass Kaiser Konstantin bald nach 325 das Weihnachtsfest am 25. Dezember neu eingeführt hat als Reaktion auf den Konzilsbeschluss von der Gleichwesentlichkeit des menschgewordenen Sohnes mit dem ewigen Vater. Möglicherweise hat er gleichzeitig, um dem nach wie vor ja auch zahlenmäßig starken Heidentum entgegenzukommen, gleichzeitig auch ein heidnisches Fest für den unbesiegbaren Sonnengott gestattet. Dass wir den 25. Dezember als genuin christliches Fest und den neben dem schon älteren 6. Januar als Weihnachtstag dem Kaiser Konstantin verdanken, scheint historisch ziemlich gesichert.

Kreuzigung als Todesstrafe verboten

Papst Silvester wird schließlich auch Zeuge des Verbotes der Kreuzigung als Todesstrafe. Diese bis dahin ja für die Menschen oft zu erlebende Grausamkeit wird – nicht zuletzt im Hinblick auf den Kreuzestod des von den Christen verehrten und als Erlöser bekannten Christus – geächtet.

Der berühmten Legende gemäß schrieb Konstantin auch seinen Sieg in der entscheidenden Schlacht an der Milvischen Brücke 312 schon dem Kreuz als Segensbringer zu. „In hoc signo vinces – in diesem Zeichen wirst Du siegen“, soll ihm am Vorabend der Schlacht in einer Vision verheißen worden sein. Die Ächtung der Kreuzigung als Vollzugsform der Todesstrafe war nun aber die Voraussetzung dafür, dass das Kreuz fortan als Erkennungszeichen der Christen, als Segenszeichen und Zeichen des Glaubens mehr und mehr in den öffentlichen Raum dringen konnte und das Fischsymbol in den Hintergrund drängte. Kreuzkuppel

Zusammen mit dem Glauben an den Mensch gewordenen Gottessohn steht das Kreuz auch für das sozial-caritative Engagement der Kirche. Als Kaiser Julian (den die Nachwelt den „Apostaten“ nannte), ein Neffe Konstantins, eine Generation später im Jahr 361 kurzzeitig das Rad der Geschichte noch einmal zurückdrehen und das Heidentum noch einmal beleben wollte, forderte er in einem Brief den Oberpriester Arsacios von Galatien auf, sich die Christen mit ihrem sozial-caritativen Tun zum Vorbild zu nehmen.

„Denn“, so der abtrünnige Nachfahre Konstantins als wahrhaft unverdächtiger Zeuge, „es ist eine Schmach, wenn von den Juden nicht ein einziger um Unterstützung nachsuchen muss, während die gottlosen Galiläer [gemeint sind die, die an den Galiläer Jesus den Christus glauben] neben den ihren auch noch die unsrigen ernähren, die unsrigen aber der Hilfe von unserer Seite offenbar entbehren müssen.“

Kaiser Julian, der die Christen zurückdrängen und das Heidentum wieder stark machen wollte – nach eineinhalb Jahren wurde sein Vorhaben durch seinen plötzlichen Tod bekanntlich jäh beendet – muss einräumen, dass sich die Christen um alle bedürftigen Menschen sorgen, unabhängig von Religion und Herkunft.

Ob überhaupt und wie stark Papst Silvester auf diese Entwicklungen Einfluss nehmen konnte, ist historisch schwer zu sagen. Kein Wunder ist es freilich, dass man in späterer Zeit den Einfluss des zeitgleich zu Kaiser Konstantin amtierenden Bischofs von Rom rückschauend zu vergrößern versuchte. Diesem Anliegen verdankt sich die Legende, die oft – nicht nur – aber besonders in Rom auf Bildern dargestellt ist, vor allem im alten Baptisterium neben der Lateranbasilika.

Die Fälschung „Konstantinische Schenkung“ markiert unselige Geschichte

Die frühmittelalterliche Legende besagt, dass Papst Silvester den Kaiser Konstantin durch das Bad der Taufe vom Aussatz „gereinigt“, also geheilt, habe. Somit käme Silvester entscheidender Anteil am Verhalten Konstantins zu. Als Zeichen der Dankbarkeit habe ihm der Kaiser das „Patrimonium Petri“ geschenkt, also den Grundstock für den Kirchenstaat.

Damit wurde zugleich die weltliche Herrschaft des Papstes legitimiert. Die später als Fälschung erkannte „Konstantinische Schenkung“ markiert freilich eine unselige Geschichte, die erst mit dem Ende des Kirchenstaates im 19. Jahrhundert ein Ende nahm. Radio Vatikan

Davon unabhängig, unabhängig auch von der Frage nach dem persönlichen Glauben Kaiser Konstantins und unabhängig von dem teils fürchterlichen machtpolitischen Gehabe dieses Mannes bleiben als die großen Gaben jener Jahre, in denen Kaiser Konstantin als mächtiger Kaiser, und Papst Silvester als noch kleiner Bischof von Rom amtierten:

1. der Sonntag als staatlich geschützter Ruhetag und wöchentliches Osterfest mit der Freiheit zur gottesdienstlichen Versammlung, dann
2. das Weihnachtsfest am 25. Dezember als Fest der Menschwerdung des mit dem Vater gleichwesentlichen Sohnes, und schließlich
3. das Kreuz in seiner verklärten Form als öffentlich nicht mehr nur toleriertes, sondern anerkanntes und verehrtes Zeichen des Segens und des zur Barmherzigkeit verpflichtenden Glaubens.

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Es wird seit geraumer Zeit viel vom christlichen Abendland gesprochen, und dies wird sich vermutlich im Zusammenhang der Wahlen im nächsten und übernächsten Jahr noch verstärken. Nicht alles, was gelegentlich als bedroht angesehen wird, ist wirklich Inbegriff, Gabe oder Frucht des christlichen Abendlandes.

Christentum durch innere Aushöhlung gefährdet

Die Lesung aus dem Ersten Johannesbrief, in der von der letzten Stunde die Rede ist, warnt vor dem Auftreten des Antichrist (1 Joh 2,18f.) und erinnert zugleich daran, dass der Glauben weniger von äußeren Angriffen her gefährdet ist als vielmehr durch innere Aushöhlung und Umdeutung aus den eigenen Reihen. Dies gilt auch für das christliche Abendland, das weniger durch die Überfremdung durch Zuwanderung, sondern durch die innere Schwachheit und geistige Auswanderung bedroht ist.  bild-jesus-oben

Bei den drei großen Erbstücken aus der Silvestrinisch-konstantinischen Zeit aber sind wir auf sicherem Boden, haben wir Kriterien an der Hand, die uns helfen bei der Unterscheidung der Geister. Dafür Licht und Orientierung zu geben, ist Aufgabe der amtlichen Vertreter der Kirche, nicht die Einmischung in die tagespolitische Debatte.

Das politische Tagesgeschäft ist Aufgabe der getauften und gefirmten Weltchristen in den Parteien und Verbänden, und ich möchte sie ausdrücklich dazu ermutigen. Die Bischöfe und Priester sollten nicht zu schnell bestimmte politische Positionen in den Rang von Glaubenssätzen erheben und andere zu Häresien erklären.

Vielfalt der Meinungen nicht verwerflich

Gerade in der gegenwärtigen Debatte bezüglich der Herausforderungen durch die großen Migrationsbewegungen ist eine Pluralität von Positionen nicht von vorneherein verwerflich. Diejenigen, die sie dann auch öffentlich verantworten müssen, sollten sie gut begründen können. Und wer sich dem christlichen Abendland verpflichtet fühlt, hat – nicht nur, aber doch vornehmlich – in den drei genannten Punkten sichere Anhaltspunkte:

Foto: IGFMDer Sonntag und seine Heiligung vor allem durch die gemeinsame Eucharistie als Feier von Tod und Auferstehung Jesu Christi. – Wo man sich um den Schutz des Sonntags vor weiterer Aushöhlung und vor seinem Verrat an Kommerz und Freizeitindustrie bemüht, und gleichzeitig mit aller Phantasie und Kreativität auch neue Formen der Sonntagskultur zur Einbettung der Eucharistie erkundet, darf man den Würdetitel des christlichen Abendlandes für sich in Anspruch nehmen.

Das Abendland lebt ferner von Weihnachten als Fest der Menschwerdung Gottes mit all seinen weitreichenden Konsequenzen:

Tief begründete Einheit aller Menschen, der einen Menschheitsfamilie mit der Verpflichtung weltweiter Solidarität; gesunde Skepsis gegenüber allen übertriebenen Formen von Nationalismus; andererseits Sensibilität für das kleine, bedrohte, hilfsbedürftige Leben; des ungeborenen und des hinfällig gewordenen; und ehrfurchtsvolle Zurückhaltung hinsichtlich von wissenschaftlichen Experimenten mit dem Erbgut des Menschen und bewusster Verzicht auf alle Verzwecklichung – das macht verantwortlich christlich-abendländisches Verhalten aus.

Kreuz als Zeichen des himmlischen Erbarmens

Zum Abendland gehört nicht zuletzt das Kreuz als das Erkennungszeichen der Christen, das Kreuz, das der Herr aus einem Zeichen der Grausamkeit in ein Zeichen der kreuz1erbarmenden Liebe Gottes verwandelt hat.

Wir sollten alles unternehmen, es in seiner Heilsbedeutung und den Glauben begründenden Kraft zur Geltung zu bringen; es nicht festlegen lassen auf die Instrumentalisierung zur kriegerischen Befreiung und Rückeroberung der heiligen Stätten in den Kreuzzügen; ihm in den Häusern und Wohnungen und in der Öffentlichkeit einen würdigen Ort geben; es demütig und gläubig tragen und zeigen als den einzigen Grund, dessen wir uns rühmen dürfen, wie der Apostel Paulus sagt (vgl. Gal 6,14); in seiner Kraft schließlich das Erbarmen weitertragen, das wir selbst im Kreuz empfangen haben.

Im Zeichen des Kreuzes, liebe Schwestern und Brüder, segnen wir am Schluss dieser Feier am Silvestertag 2016 das nun zu Ende gehende Jahr und erbitten wir den Segen für alle Tage und Wege des neuen Jahres 2017 nach Christi Geburt. Amen.

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de/typo3conf/ext/mediathek_main/uploads/3/161231_Predigt_Silvester_2016.pdf


Christmette und Weihnachtsmesse in Regensburg: Christus ist das Urgeschenk

Während der großen Weihnachtsmesse am Sonntag um 10 Uhr im Regensburger Dom wurden die hauptsächlichen Gebete und Texte in der lateinischen Sprache vorgetragen. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer erklärte dies mit der Verbindung zum Papst in Rom: „Somit sind wir mit der Kirche an allen Orten und Zeiten verbunden.“ Die Lesung trug Frau Jitka Bonk in der tschechischen Sprache vor. Außerdem gab es Fürbitten auf Spanisch und Polnisch, Deutsch und Lateinisch. 161224_christmette-stille-nacht-domspatzen

Unter den Zelebranten am Hauptaltar war auch Pfarrer Mayas Abboud. Er kommt aus Damaskus in Syrien und gehört der griechisch-katholischen Kirche dort an. In der Diözese Regensburg und darüber hinaus kümmert er sich um Menschen, die von dort geflohen sind.

BILD: Regensburger Domspatzen singen in der Christmette

Bischof Voderholzer erinnerte daran, dass Pfarrer Abboud sowie viele Menschen in Syrien die Muttersprache Jesu sprechen – und forderte auf, für die „Wiege des Christentums“ und die Menschen dort zu beten.

In seiner Christmette-Predigt am Abend zuvor sprach der Bischof darüber, warum wir uns gerade an Weihnachten – seit geraumer Zeit auch die Erwachsenen – beschenken. Das Schenken sei zwar vielen Gefahren ausgesetzt. Es gehe allerdings um das Wesen des Geschenks, nicht um sein „Unwesen“ – sein Abgleiten in Materialismus (Konsum) oder den falschen Glauben, sich dafür „revanchieren“ zu müssen. 

Der Bischof erklärte weiter, das Urgeschenk zu Weihnachten sei nicht in Papier und Schleifen gewickelt, sondern liege in Windeln in einer Krippe: in Christus hat sich Gott selbst den Menschen geschenkt.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg

 

 


Regensburg: Bischof Voderholzer hat die Heilige Pforte der Barmherzigkeit geschlossen

Am heutigen Christkönigssonntag endete das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Bischof Rudolf Voderholzer schloss die Heilige Pforte bei der Kirche St. Joseph des Karmelitenklosters in der Regensburger Altstadt und feierte im Anschluss mit den Gläubigen im Dom St. Peter ein Pontifikalamt. 161120_pforte-1

Im Laufe der Liturgie ließ der Bischof die Heiligen Pforten Roms in Erinnerung an die Bistumswallfahrt nach Rom vor dem geistigen Auge der Gläubigen Revue passieren:

  • Die Heilige Pforte an der Lateranbasilika mit der ältesten Taufkapelle der Welt. Sie stelle uns die Taufe als Eintrittspforte in die Gemeinschaft der Kirche vor Augen.
  • Die Heilige Pforte der Basilika St. Paul vor den Mauern führe in die Kirche, in der sich das Grab des großen Völkerapostels Paulus befinde. Er habe sein Leben ganz in den Dienst des Evangeliums gestellt.
  • Die Heilige Pforte am Petersdom lasse die Gläubigen auf den heiligen Petrus schauen.
  • Die Heilige Pforte der Basilika Maria Maggiore habe den Blick dabei in besonderer Weise auf die Gottesmutter gelenkt. Durch sie konnte Jesus Christus, die Barmherzigkeit Gottes, unter den Mensch werden, erklärte der Regensburger Oberhirte

Heilige Jahre, wie das nun zu Ende gehende seien wichtige Zeichen, Höhepunkte im Fluss der Geschichte, hob Bischof Rudolf in seiner Predigt hervor. Das zu Ende gehende Jahr der Barmherzigkeit wollte den Gläubigen erneut die Gewissheit einpflanzen, dass die Türen des Herzens Gottes immer offen stünden, auch wenn die symbolische Pforte wieder geschlossen wurde.

Dankbar habe der Bischof auch die Rückmeldungen aus den Pfarreien vernommen, dass das Thema Barmherzigkeit das Leben und Beten in den Pfarreien geprägt habe. Die leiblichen und die geistlichen Werke der Barmherzigkeit hätten wir ein roter Faden die geistlichen Worte und Ansprachen durchzogen.  Mancherorts wurden die 14 Stationen der Kreuzwegandacht mit den 14 Werken der Barmherzigkeit in Verbindung gebracht. Ob das Jahr der Barmherzigkeit auch die Beichtpraxis belebt habe, lasse sich noch nicht abschließend sagen.

Heilige Pforten erstmals auch in den Bistümern

Im Dezember 2015 eröffnete Papst Franziskus das außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit, das weltweit, und so auch im Bistum Regensburg, gefeiert wurde.  Mehr als 450 Gläubige aus dem Bistum pilgerten Ende März zusammen mit Bischof Rudolf nach Rom, um dort durch die Heiligen Pforten zu gehen und die heilige Messe zu feiern.

Erstmals in der Geschichte der Heiligen Jahre durften nach Weisung des Papstes auch in den einzelnen Diözesen Heilige Pforten geöffnet werden. In Regensburg gab es neben der Pforte des Karmelitenklosters und in der Gnadenkapelle des Schönstattzentrums in Kösching acht weitere Hl. Pforten, die von Ostern bis Pfingsten geöffnet hatten. Diese waren in Amberg, Aufhausen, auf dem Bogenberg, in Cham, Mindelstetten, Neustadt a. d. Waldnaab, Tirschenreuth und Vilsbiburg.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Papst Benedikts „Regensburger Rede“ und der kritische Dialog mit dem Islam

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Papst Franziskus hat auf dem Flug von Rom nach Krakau am 27. Juli 2016 gesagt: „Wenn ich von Krieg spreche, spreche ich ernsthaft von Krieg. Nicht von Religionskrieg. Nein. Es herrscht Krieg der Interessen, um Geld, um die Ressourcen der Natur, um Herrschaft über die Völker“ (vgl. Tagespost 30.7.16). 0000009699_3

Papst Franziskus hat wiederholt über Christenverfolgung, auch in islamischen Ländern, gesprochen, nicht aber von einem Religionskrieg. Das haben auch seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. nicht getan.

FOTO: Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Blättern wir 10 Jahre zurück. Am 12. September 2006 hat Benedikt XVI. in seiner „Regensburger Rede“ die Aussage eines oströmischen Kaisers über Mohammed zitiert und damit einen Aufschrei in der islamischen Welt ausgelöst. In einigen Ländern kam es zu Protesten und gewalttätigen Ausschreitungen gegen Christen. Tatsächlich hatte der Papst in einem wissenschaftlichen Vortrag sein Lebensthema „Glaube und Vernunft“ (Fides et ratio) aufgegriffen.

Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto unten) nahm in einem KNA-Interview dazu Stellung: „Benedikts große Einsicht besteht darin, dass Glaube und Vernunft aufeinander angewiesen sind. Ich finde, sie wird von Jahr zu Jahr aktueller“ (vgl. Konradsblatt 33-34.2006, S.4).

Papst Benedikt XVI. wurde bei seinem Zitat unterstellt, er habe das Thema „Islam und Gewalt“ ansprechen wollen. Dazu der Regensburger Bischof: Benedikt „hat es (Zitat) sich in keiner Weise zu Eigen gemacht… wer sein Gesamtwerk kennt, weiß auch, dass Joseph Ratzinger mit Blick auf die geistige Identität Europas eine Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen formulieren konnte, nämlich den Respekt vor dem Heiligen“.

In der Auseinandersetzung um die „Regensburger Rede“ meldeten sich 138 muslimische Gelehrte zu Wort. So führte die „Regensburger Rede“ zu einer neuen katholisch-islamischen Gesprächsinitiative. Die Schwierigkeiten dieses Dialogs sieht Voderholzer in der Frage „Nach repräsentativen Gesprächspartnern“, in der Einbeziehung der „geistlichen Autoritäten der Universitäten“ und im „innerislamischen Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten“. borMedia1847901

Für die Zukunft wünscht sich Voderholzer, „dass islamische Autoritäten sich noch deutlicher distanzieren und eine spirituelle Deutung der entsprechenden Koranverse als verbindlich vortragen, die häufig zur Legitimation terroristischer Gewalt benutzt werden. Für mich stellt sich die Frage, wie sich der Koran selber versteht, woher er seine Autorität bezieht“.

Es gibt die Distanzierung von Moslemführern von Gewalt und auch Solidarität mit Christen. Deutlich wurde das nach der Ermordung des Priesters Jacques Hamel, als an den Gedenkgottesdiensten in Frankreich und Italien eine große Zahl von Moslems teilnahm.

Der Passauer Bischof Stefan Oster hat nach dem LKW-Attentat in Nizza alle friedliebenden Moslems aufgefordert, gegen die Gewalt im Namen Allahs aufzustehen:

„Wann endlich kommt der kollektive, der große gemeinsame Aufschrei aller friedliebenden und wirklich ihrem Gott ergebenen Muslime der Welt, dass sie ihren Glauben nicht länger im Namen von Terroristen missbrauchen lassen wollen? Wann endlich tun sich die religiösen und politischen Führer der islamischen Welt zusammen, um der Welt zu erklären und zu demonstrieren, dass Islam und Terrorismus nicht zu vereinbaren sind?“ (PUR-Magazin, 8-9, 2016, S. 10)

Niemand kann einen Krieg der Religionen wollen. Für Europa und die Christen in moslemischen Ländern bleiben die Fragen: „Wie sich der Koran selbst versteht“ und „woher er seine Autorität bezieht“ von existentieller Bedeutung. IGFM-Kampagne-IKEA-Saudi-Arabien-1_01

Das sind nicht nur Fragen für Religionswissenschaftler, sondern zentrale Fragen für die verantwortlichen Politiker. Wenn z.B. in Deutschland der Islam für „fast jeden zweiten deutschstämmigen Türken wichtiger als die Gesetze“ ist, haben wir ein echtes Integrationsproblem, das man nicht mit flotten Sprüchen wie „Wir schaffen das“ lösen kann.

Tatsächlich sind wir konfrontiert mit dem Islam als einer geistlich-spirituellen Macht, für die es aber keine repräsentative Autorität gibt, die dafür sprechen kann. Wir stehen einem Islam gegenüber, der in einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Sunniten und Schiiten steht. Wir sind mit einem Terrorismus konfrontiert, der sich mit dem Koran legitimiert.

Wir haben schließlich seit Jahren Millionen von Moslems in Westeuropa, die hier arbeiten und bleiben wollen, die ganz überwiegend friedlich sind, die aber nicht bereit sind, sich in die geltende Verfassungswirklichkeit zu integrieren. Ein laizistisches Weltverständnis kann offensichtlich solche Probleme nicht verstehen und deswegen auch nicht lösen.


Bistum Regensburg: Strafanzeige gegen Asylgruppe im Pfarrheim St. Emmeram

Pressemitteilung des Bistums Regensburg vom 5. August 2016:

Die intensiven, stundenlangen Gespräche mit einigen Personen im Pfarrheim St. Emmeram – zuletzt am Donnerstag-Nachmittag – müssen als gescheitert angesehen werden. Zunächst hatten einige Personen den Willen zur Rückreise in die ursprüngliche Unterkunft bekundet, dann aber unerfüllbare Bedingungen gestellt. borMedia1840101

Das Bistum hat angesichts dessen keine andere Wahl, als weiter den Druck zu erhöhen und hat deshalb in Rücksprache mit den Behörden festgelegt, gegen die 25-köpfige Gruppe Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch zu stellen und ab Samstag die Versorgung mit Nahrungsmitteln einstellen. Ein Notarzt ist erreichbar.

BILD: Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer –  die Geduld des Bistums mit den Asylbewerbern ist jetzt erschöpft

Die ganze Gruppe oder einzelne Personen der Gruppe können jederzeit das Pfarrheim verlassen und mit ihrer zuständigen Ausländerbehörde die nächsten Schritte besprechen. Das Pfarrheim ist von innen offen.

Bistum kritisiert Vereinnahmung von Kindern durch Flüchtlinge

Generalvikar Michael Fuchs verurteilt in diesem Zusammenhang das wiederholte Vorschieben der Kinder für die unerfüllbaren Ziele der Gruppe:

“Während Eltern in Not normalerweise ihre Kinder möglichst aus Auseinandersetzungen und Veröffentlichungen heraushalten, wurden diese Kinder von Anfang an benutzt als Transparent-Halter, als Foto-Objekte an der Protestfront, ja in konkreten Drohungen sogar als mögliche Waisenkinder durch Selbstmord der Erwachsenen und als mögliche Tötungsopfer.

Schon der Kinder wegen muss dieses verantwortungslose Agieren der Eltern jetzt schnell ein Ende haben“, erklärte Fuchs.

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de/news/aktuelle-pressemitteilung-zur-fluechtlingsgruppe-im-pfarrheim-st-emmeram-4851/

HIER wird der vorherige Verlauf der Dinge beschrieben: https://charismatismus.wordpress.com/2016/07/27/regensburg-generalvikar-fordert-fluechtlinge-zum-verlassen-des-pfarrheims-auf/


Bischof Richard Spencer informierte Bischof Voderholzer über die US-Militärseelsorge

„Deutsche Kultur und Lebensweise lieb gewonnen“

In herzlicher Atmosphäre hat amn gestrigen Mittwochnachmittag der Besuch von Weihbischof Richard Spencer bei Bischof Rudolf Voderholzer in Regensburg stattgefunden.

Spencer ist einer von vier aktiven Weihbischöfen der amerikanischen Militärseelsorge. Er ist für die Katholiken der US-Streitkräfte verantwortlich: in ganz Europa sowie auch in ganz Asien. Dekan Thomas Jeschner aus Eschenbach begleitet Weihbischof Spencer in diesen Tagen. Richard Spencer 2

Militärbischof Spencer dankte dem Oberhirten von Regensburg für die seelsorglichen Dienste von Dekan Thomas Jeschner und Stiftsdekan Heinrich Wachter, die zum Bistum Regensburg gehören.

Er überreichte ihm ein Geschenk, über das sich Dr. Voderholzer sehr freute: eine asiatische Figur des hl. Andreas Kim Taegon (1821 – 1846), der Koreas erster römisch-katholischer Priester war (siehe Foto). Er erlitt ein grausames Martyrium.

Seinerseits schenkte Bischof Rudolf dem bischöflichen Mitbruder eines seiner theologischen Werke in englischer Übersetzung. An kommenden Wochenende weilt Bischof Spencer bereits in Japan.

Im Rahmen des Besuchs gab Weihbischof Spencer ein Interview:

Welchen Auftrag hat die U.S.-Militär-Erzdiözese?

Die US-Militär-Erzdiözese (Archdiocese for the Military Services USA, „AMS“) wurde vor dreißig Jahren, am 30. April 1986, von Rom aus errichtet. Damals wurden 36 verschiedene Militärdiözesen in der ganzen Welt eingerichtet. Unter ihnen gibt es vier Erzdiözesen, die aufgrund ihrer Größe und ihres Auftrags eben Erzdiözesen sind.

Der Auftrag der AMS ist weltumfassend, macht also vor geographischen Grenzen keinen Halt. Wir, die AMS, sind verantwortlich für das Personal und deren Familien der US-Streitkräfte, für alle Botschaften, die ebenfalls dem Außenministerium unterstehen, und ihre Mitarbeiter sowie für alle staatlichen Veterans Administration Hospitals (Kriegsveteranenkliniken), Altenheime und Pflegekliniken in den Vereinigten Staaten.

Momentan sind wir seelsorglich für 1,8 Millionen Katholiken in unserer Jurisdiktion tätig. Bei uns sind 406 katholische Priester auf Vollzeitstellen im Einsatz, die in kirchenrechtlicher Hinsicht alle Möglichkeiten haben, um für unsere Herde seelsorglich da zu sein.

Welche Aufgaben haben Sie genau?

Als Weihbischof bin ich Erzbischof Timothy Broglio zugeordnet, der in unserer Zentrale in Washington DC sitzt. Das Gebiet, für das ich Verantwortung übernommen habe, erstreckt sich über ganz Europa und ganz Asien. Über zwei Kontinente!

Wir sind eine komplette Erzdiözese, in der alle sieben Sakramente gespendet werden und in der die Menschen aller Altersstufen religiöse Bildung erfahren, in der die Evangelisierung vorwärts gebracht wird und wo es auch die notwendige kirchliche Gerichtsbarkeit gibt. Als Hirte stehe ich den Priestern der Militärseelsorge wie auch den Priestern aus dem jeweiligen Diözesanklerus zur Seite, die in unseren Gemeinden ihren Dienst versehen.

Stehen Sie auch den Soldaten im Kampfeinsatz zur Seite?

Ich persönlich war fünf Mal im Irak und zweimal in Afghanistan im Einsatz. Ich war auch gerade zu dem Zeitpunkt im Pentagon, als am 11. September das Passagierflugzeug in das Gebäude stürzte.

Wie nehmen Sie Deutschland, seine Traditionen, Bräuche und überhaupt die Leute wahr?

Ich habe in den vergangenen sechs Jahren nacheinander in Deutschland gelebt und die deutsche Kultur, die Traditionen hier und die Lebensweise genossen und auch lieb gewonnen. In meiner Verwandtschaft mütterlicherseits sind viele niederländisch-deutsche Familienmitglieder und es war sehr aufregend, zahlreichen entfernten Verwandten einen Besuch abzustatten. Ich gehe immer wieder meinem Hobby nach, wenn ich mich am Wochenende am deutschen Volksmarsch in verschiedenen Gegenden Deutschlands beteilige und am Rhein entlang mit dem Fahrrad unterwegs bin.

Wie häufig sind Sie in den USA?

Vier bis fünf Mal im Jahr. Es gibt in jedem Jahr zwei verpflichtende Versammlungen der Bischöfe, dazu ebenfalls verpflichtende jährliche Einkehrtage für die Bischöfe. Als einer der wahlberechtigten und aktiven Bischöfe der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) nehme ich außerdem an verschiedenen Sitzungen von Kommissionen teil und leiste so meinen Beitrag zur Unterstützung der USCCB. Zusätzlich zu meinen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, die sich auf Europa erstrecken, verbringe ich jährlich 16 bis 18 Wochen in Asien: Singapur, Korea, Japan, Guam, Okinawi, auf den Philippinen etc.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg