Falsch-Mystik: Ist die irische „Warnungs“-Botschafterin der Reformation beigetreten?

Von Felizitas Küble

Jene anonym agierende „Seherin“, die sich selbst als „Maria von der göttlichen Barmherzigkeit“ glorifiziert, produziert auch viele Monate nach ihrer Entlarvung fleißig weiter angeblich himmlische Botschaften, die seit etlichen Jahren unter dem Titel „Die Warnung“ firmieren.

Es gibt kaum eine dieser zahllosen „Offenbarungen“, die nicht direkten oder indirekt mit theologischen oder sonstigen Irrtümern gespickt wäre. Betrachten wir hierzu als beliebig herausgegriffenes Beispiel die „Botschaft“ vom 10. August 2014: DSC_1185-3

Dort soll „Jesus“ jener irischen Visionärin um 18 Uhr gesagt haben:

„Der Mensch hat keine Macht, nur die, welche in seiner Seele liegt. Der Glaube ist, wenn er rein ist, etwas Machtvolles, und durch den Glauben, und nur durch den Glauben allein, bringe Ich, Jesus Christus, euch Hoffnung, Liebe und Freude.“

Diese Aussage „nur durch den Glauben allein“ entspricht zwar der reformatorischen bzw. protestantischen Lehre, sie widerspricht aber dem katholischen Dogma, wonach der Glaube zwar das Fundament unserer „Rechtfertigung“ ist, doch dieser für sich allein genommen nicht ausreicht, um das ewige Heil zu erreichen.

Bekanntlich antwortete Christus dem reichen Jüngling auf dessen Frage nach dem jenseitigen Heil: „Willst Du zum Leben eingehen, so halte die Gebote.(Mt 19,17)

Daß der Glaube ohne Werke schlichtweg „tot“ ist, das bekräftigt z.B. auch der neutestamentliche Jakobusbrief sehr eindringlich.

Entscheidend für das „Tor zum Himmel“ ist zunächst nicht einmal der menschliche Akt des Glaubens, sondern die Gnade Gottes und das Erlösungswerk Christi. bild-jesus-oben

Doch das göttliche Erbarmen ist kein Ruhekissen und das Heilswerk des Heilands darf nicht für mutwilliges Weitersündigen mißbraucht werden, denn dies wäre vermessentlich und ein zynisches Spiel mit der Gnade. 

Die Antwort des Gläubigen auf das erlösende Kreuz Christi ist ein Leben in der Nachfolge Christi und die Einhaltung der Gebote Gottes, wie uns dies die Heilige Schrift unzählige Male einschärft.

Dies ist die  –  für Katholiken verbindliche  –  Verkündigung des kath. Lehramts  – und zwar auch in Abgrenzung zu den Grundthesen (sola fide / „Allein durch den Glauben“) der protestantischen Reformation.

Daher widerspricht die zitierte Botschaft der irischen „Seherin“ dieser unumstößlichen und fundamentalen Glaubensregel.

Schlicht unsinnig ist zudem die folgende Aussage aus derselben Warnungs-Botschaft vom 10. August: „Die Ewigkeit ist ein Geschenk von Gott, und sie wird jenen gegeben, die darum bitten.“

Die „Ewigkeit“ als solche betrifft aber alle unsterblichen Seelen, also auch die verworfenen; die Hölle ist nämlich ebenso ewig im Sinne von „unendlich“ (ohne Ende) wie der Himmel.

Selbst wenn man nun jene Äußerung großzügig auslegt im Sinne von „Das ewige Leben im Himmel ist ein Geschenk von Gott“, ist der nachfolgende Halbsatz so oder so theologisch falsch, wonach dieses Geschenk nämlichjenen gegeben wird, die darum bitten„.

Der Wunsch allein bzw. die Bitte um den Himmel genügt sicherlich nicht, um tatsächlich in Gottes Reich zu gelangen. Christus hat hierzu eindeutig festgestellt: „Nicht jeder, der „HERR, HERR“ sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himel erfüllt.“ (Mt 7,21)

HIER folgt die Original-Quelle für die zitierte „Botschaft“: http://www.dasbuchderwahrheit.de/botschaften/2014/1193.htm

 

 

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Panik-Botschaften: „Ich bin so erleichtert, daß ich daran nicht mehr glauben muss…“

Seit Jahren erhält unser Christoferuswerk (das dieses Webmagazin „Christliches Forum“ betreibt) immer wieder Anrufe und Briefe, aber auch persönliche Mitteilungen zB. bei Veranstaltungen und an Infoständen, in denen sich Menschen erleichtert darüber äußern, daß sie an diese oder jene Erscheinung, Panikbotschaft oder „Spezial-Andachten“ (wie zB. die „Birgittengebete“) nicht mehr glauben müssen.

Viele Katholiken wissen zudem immer noch nicht, daß selbst die kirchlich anerkannten Privatoffenbarungen nicht verpflichtend sind, sondern lediglich eine Erlaubnis bedeuten. rosa-mystica6

Auf der kath. Internetseite „Forum: Zeugen der Wahrheit“ wurde eine Stellungnahme von „Judith“ veröffentlicht, die vielfach typisch für gewisse Vorkommnisse im erscheinungsfrommen Lager ist, die aber auch aufzeigt, wie froh und entlastet viele Menschen sind, wenn sie gewisse Zerrbilder des Glaubens hinter sich lassen können.

Hier folgt nun Judiths Erlebnisbericht:

„…ich war immer etwas ängstlich und berunruhigt. Als ich meine Bekehrung vor 16 Jahren hatte, war es ähnlich, eine fromme Frau aus frommen Kreisen erzählte mir und meiner Freundin damals, an dem und dem Tag um 3 Uhr nachts soll die große Warnung stattfinden. Das einzige, was passierte: ich konnte nicht schlafen. So wurde ich direkt mit solchen Sachen „eingeführt“. Man muss so aufpassen!

Ich habe einiges an komischen Sachen hinter mir, gerade diese Botschaften und ein gewisser Mann, der in christlichen katholischen Kreisen
sehr vereehrt wird , dem bin ich hinterher gelaufen; das Ganze hat mich nach und nach in eine tiefe Krise gestürzt, so dass ich zu
zweifeln begann  –  und das ist auch Sinn und Zweck des Ganzen, denn diese Sachen sind nicht von Gott! sievernich

Ich zweifle mittlerweile auch an Garanbandal und Amsterdam, für mich hört sich das mitlerweile sehr kitschig an.

Marpingen scheint auch nicht echt zu sein, obwohl ich zwei Mal anwesend war während einer „Erscheinung“. Und ich bin so erleichtert, dass ich daran nicht glauben muss, denn ich hatte immer das Gefühl wenn ich die BOtschaften ablehne, lehne ich Jesus ab.

Letztes Jahr bin ich auf die „Warnung.net“ gestossen, zuerst hielt ich sie für echt und war ergriffen, aber dann begann ich, immer mehr zu zweifeln; ich schrieb den Betreiber der Seite an, aber der ließ keine Kritik zu und konnte jede Frage irgendwie erklären, auch wenn es noch so komisch war.

Ich beschloss für mich, nicht mehr daran zu glauben, nachdem ich einen Artikel von Felizitas Küble las.

Man muss einfach mal mit Abstand diese Seite lesen, und zwar ganz langsam, dann bekommt man mit, wie irrsinnig das alles ist. Dann die ganzen Leser, sie sind so fanatisch, dass sie noch nicht mal das Wort eines Bischofs in Betracht ziehen. Man muss einfach aufpassen.“

Quelle: Hier der dritte Kommentar: http://kath-zdw.ch/forum/index.php/topic,2184.0.html

 


Irland: Erzbischof Martin warnt vor den irrgeistigen Botschaften „Die Warnung“

Das Erzbistum Dublin lehnt die seit drei Jahren kursierenden Visionen namens „Die Warnung“ ab, die von einer anonymen „Seherin“, die sich „Maria Divine Mercy“ (Maria von der göttlichen Barmherzigkeit) nennt, in die Welt gesetzt wurden. media-374284-2

Der für jene selbsternannte „Endzeitprophetin“ zuständige Erzbischof Diarmuid Martin erklärte am 15. April in einer Stellungnahme, daß die betreffenden „Botschaften“ kirchlich nicht gebilligt wurden, zumal viele Aussagen der kirchlichen Glaubenslehre widersprechen. Daher sollten die angeblichen Visionen nicht verbreitet werden, bekräftigte der Oberhirte.

Der Bischof erwähnte, daß es besorgte Anfragen von Gläubigen hinsichtlich dieser „Offenbarungen“ gegeben habe.

Hier folgt der englische Wortlaut der bischöflichen Stellungnahme:

STATEMENT OF ARCHDIOCESE OF DUBLIN

ON THE ALLEGED VISIONARY “MARIA DIVINE MERCY”

Requests for clarification have been coming to the Archdiocese of Dublin concerning the authenticity of alleged visions and messages received by a person who calls herself “Maria Divine Mercy” and who may live in the Archdiocese of Dublin.

Archbishop Diarmuid Martin wishes to state that these messages and alleged visions have no ecclesiastical approval and many of the texts are in contradiction with Catholic theology. These messages should not be promoted or made use of within Catholic Church associations.

Original-Quelle: http://www.dublindiocese.ie/content/statement-maria-divine-mercy

Wir danken unserem kompetenten Leser „GsJC“ für den Hinweis auf diese Stellungnahme!

HINWEIS: Wir haben bislang über 20 kritische Artikel gegen den „Warnungs“-Unfug veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/category/botschaften-warnung-kritik/

 

 


Korrektur an einem Sonder-Rosenkranz: Die Gottheit Christi wurde nicht geopfert

Von Felizitas Küble

Keine Frage: Der beste Rosenkranz ist nach wie vor der herkömmliche, klassische Rosenkranz, wie er dem katholischen Kirchenvolk seit Jahrhunderten bekannt und vertraut ist.   media-443490-2

Dieses Gebet vertieft uns durch Vater-Unser, Credo (Glaubensbekenntnis) und das betrachtende „Ave Maria“ mit dem Gruß des Engels vor allem in die Stationen des Lebens, Leidens und der Auferstehung Christi, wie sie in der Heiligen Schrift bezeugt werden.

Daher ist dieser klassische Rosenkranz eine kompakte „Kurzfassung des Glaubens“, weil er wesentliche Heilsgeheimnisse nahebringt und betend vertieft.

Freilich gibt es seit Jahrzehnten dutzende verschiedener „Extra-Rosenkränze“, die entweder auf Ideen frommer Seelen oder auf Visionen bzw. „übernatürliche Einsprechungen“ zurückgehen. Diese Sonder-Rosenkränze verdrängen leider in der Gebetspraxis vieler Katholiken immer stärker den überlieferten kirchlichen Rosenkranz.

Diese speziellen Rosenkränze sind oft kürzer als der herkömmliche (was durchaus auch ein Grund für ihre weite Verbreitung sein kann)  – und nicht selten enthalten diese Gebete theologisch mißverständliche bis irreführende Formulierungen.

Hierzu ein Beispiel, nämlich der sog. „Rosenkranz vom einladenden Herzen„. (Quelle siehe hier: http://www.herz-jesu-freitag.de/gebete/gebete-zum-heiligsten-herzen-jesu/rosenkranz-zum-goettlichen-herzen-jesu/rosenkranz-vom-einladenden-herzen-jesu.php) 

Die merkwürdige Anrufung „Komm Herr Jesus mit deinem Einladenden Herzen und nimm alle deine Gnadengeschenke in mir entgegen“ kann man noch „durchgehen“ lassen, obwohl sich der Sinn dieser Aussage wohl nicht ohne weiteres christuserschließt.

Bei den großen Perlen dieses Sonder-Rosenkranzes heißt es dann wörtlich:

„Ewiger Vater, ich opfere dir auf das einladende Herz deines geliebten Sohnes, seinen Leib, sein Blut, seine Seele und seine Gottheit für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt.“

„Warnungs“-Botschaften mit ähnlichem „Gebet“

Ähnlich lesen wir in einer Anrufung aus der Serie der irrgeistigen Botschaften „Die Warnung“ einer anonym bleibenden, kirchlich abgelehnten irischen „Seherin“, die sich selber „Maria von der göttlichen Barmherzigkeit“ nennt:

Ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit deines innig geliebten Sohnes zur Sühne für die Sünden der Welt und für die Rettung all deiner Kinder.“  (Quelle: http://www.dasbuchderwahrheit.de/download/siegel_8x.pdf)

Diese Formeln orientieren sich weitgehend an der entsprechenden Anrufung des Barmherzigkeits-Rosenkranzes der polnischen Sr. Faustyna Kowalska.

Zunächst vorweg: Christus ist selbstverständlich in seiner gesamten Person unser Opferlamm, unser Erlöser  – und zwar als Gottmensch („ganzer Christus“). Auch seinem göttlichen Wesen nach hat ER diesem Opfer zugestimmt und eben wegen seines Gottseins enthält dieses Heilsopfer einen unendlichen Wert.

Allerdings hat Jesus dieses Opfer durch seine leidensfähige menschliche Natur vollzogen bzw. dargebracht: Christus wurde in seinem Menschsein gekreuzigt. DSC06228

Christi Gottsein an sich kann nicht „geopfert“ werden. Wie sollte man Gott die Gottheit opfern? Welchen logischen und theo-logischen Sinn ergäbe dies?

Die Gottheit Jesu kann gar nicht Gegenstand des Opfers sein, denn opfern heißt, so schreibt der bewährte „Grüne Katechismus“, Gott eine „sichtbare Gabe darbringen“, um ihn als den höchsten HERRN zu ehren (S. 58).

Darum ist der ewige Sohn Gottes Mensch geworden, damit ER sich dem himmlischen Vater zum Opfer darbringen konnte für die Erlösung der Welt  –  und sein Leib ist die Opfergabe.

Daher spricht unser HERR in Joh 6,51: „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch  –  ich gebe es hin für das Leben der Welt.“

Daß Christi Heilstat im Opfer seines Leibes bestand, bestätigt der hl. Petrus, denn in 1 Pt 3,18 heißt es: „…dem Fleisch nach wurde ER getötet, dem Geist nach lebendig gemacht.“  –  Ähnlich schreibt der Apostel in 1 Pt 4,1: „Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat…“

In Kol 1,22 schreibt Paulus, Christus hat euch durch den Tod seines sterblichen Leibes versöhnt, um euch heilig, untadelig und schuldlos vor sich treten zu lassen.“ 

Im Brief an die Hebräer heißt es, daß wir „durch die Opfergabe des Leibes Christi ein für allemal geheiligt“ sind (Hebr 10,10). Zudem schreibt der Verfasser: Wir haben also die Zuversicht, Brüder, durch das Blut Jesu in das Heiligtum einzutreten. ER hat uns den neuen und lebendigen Weg erschlossen durch den Vorhang hindurch, das heißt durch sein Fleisch. (Hebr. 10,20)

Was natürlich nichts daran ändert, daß Jesu Heilstat gleichwohl in Wert und Bedeutung insofern ein „göttliches“ Opfer darstellt , insofern Christus eben GOTT(-Mensch) ist und der „Träger“ der Person Christi seine Gottheit ist (welche schon vor seiner Menschwerdung ewig existiert). Unser Heiland ist auch in seiner himmlischen Herrlichkeit Gott und Mensch zugleich (mit seinem verklärten Auferstehungsleib).

Christus in seiner PERSON ist unteilbar („ungetrennt“), wie die Kirche lehrt. Zugleich verkündet sie aber: Die beiden NATUREN unseres Erlösers (die menschliche und die göttliche) sind zugleich „unvermischt“. Wenngleich sie in seiner PERSON untrennbar verbunden sind, so sind die NATUREN als solche „unvermischt“, also voneinander zu unterscheiden.

Aber konkret „geopfert“ hat ER nicht seine Gottheit bzw. göttliche Natur, zumal sie nicht leidensfähig ist und ihrem Wesen nach nicht sterben kann. Der Sohn Gottes ist vielmehr Mensch geworden vor allem deshalb, um auf diese Weise sein Opfer vollziehen zu können.

„ER aber meinte den Tempel seines Leibes“

Erinnern wir uns an die in Joh 2,13 ff berichtete Tempelreinigung und dem dann folgenden Streitgespräch, bei dem Christus sagte: „Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.“  – Als Widerspruch erfolgte, heißt es im NT: „Er aber meinte den Tempel seines Leibes.“ polskaweb

Für die Apostel war diese Aussage sehr einprägsam und wichtig, denn Johannes berichtet weiter: „Als ER von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.“

Eindeutig sind auch Jesu Worte bei Abendmahl: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“   – „Das ist mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird.“  – Unser HERR hat aber nicht gesagt: „Dies ist meine Gottheit, die für euch geopfert wird.“

Der Grundgedanke eines religiösen Opfers ist der kultische Verzicht auf eine Gabe zugunsten des Ewigen, der Ritus der Darbringung, gleichsam die „Vernichtung“ (wie Christus sagte: Die „Zerstörung“ seines Leibes, des wahren Tempels)  – doch Jesu Gottheit konnte und kann nicht zerstört werden; allein sein menschlicher Leib war also „opferfähig“.

Der Leib des HERRN konnte leiden und sterben

Im „Compendium der christlichen Lehre“, einem Katechismus des hl. Papst Pius X., heißt es in der deutschen Ausgabe auf S. 22 unter Punkt 47 auf die Frage „Ist Jesus Christus als Gott oder als Mensch gestorben?“:

„Jesus Christus ist als Mensch gestorben, denn als Gott konnte er weder leiden noch sterben.“chrkn

Im bewährten „Grundriß der Dogmatik“ von Ludwig Ott heißt es auf S. 273: „Christus war nach seiner menschlichen Natur zugleich Opferpriester und Opfergabe.“ 

Auf S. 257 wird im „Ott“ auf das Laterankonzil und das Konzil von Florenz hingewiesen, die jeweils die Leidensfähigkeit der menschlichen Natur Christi betonten  –  und dies auch gegen den Doketismus klarstellten, welcher irrlehrte, Jesus habe lediglich einen Scheinleib gehabt.

Im Catechismus romanus bzw. „Römischen Katechismus“ (jahrhundertelang  d e r  Leitkatechismus für die Weltkirche) heißt es im 1. Teil, 5. Hauptstück (4. Artikel) unter dem Titel „Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben“ im 2. Absatz wörtlich:

„Denn wenn auch die menschliche Natur mit der göttlichen Person vereinigt war, so fühlte sie [die menschliche Natur] trotz dieser Vereinigung um nichts weniger die Bitterkeit des Leidens, als wenn jene Vereinigung nicht bestanden hätte, da in der einen Person Jesu Christi die Eigentümlichkeiten jeder Natur, der göttlichen und der menschlichen, gewahrt bleiben und daher, was leidensfähig und sterblich war, leidensfähig und sterblich verblieb; wohingegen das, was leidensunfähig und unsterblich war, was wir als die Eigenschaften der göttlichen Natur erkennen, seine Eigentümlichkeiten beibehielt.“

Im 13. Abschnitt stellt der  –  auf dem Konzil von Trient initiierte   –  Römische Katechismus klar: „Denn Christus ließ die menschliche Natur, welche er angenommen hatte, alle Peinen empfinden, gerade so, als ob er Mensch, nicht auch zugleich Gott gewesen wäre.“

Im „Lehrbuch der Dogmatik“ wird auf  S. 228 f. erläutert, daß der ganze Gott-Mensch Christus zwar unser Erlöser und Heiland ist, unser „Opferlamm“, aber leiden und sterben konnte ER allein in seinem Menschsein (Quelle siehe HIER).

„Christus hatte einen leidensfähigen Körper“

In der bewährten, 1936 erschienenen Laiendogmatik „Die Lehre der Kirche“ von Prof. Dr. Johannes P. Junglas lesen wir auf S. 127: 

„Christus hatte einen leidensfähigen Körper, sonst hätte er uns nicht durch Leiden und Sterben erlösen können… Es ist ohne weiteres klar, daß Christus die menschliche Natur angenommen hat, um uns zu erlösen.“ 0018

Zudem heißt es in der messianischen Prophetie des AT vom „leidenden Gottesknecht“ (Jesaja 53,4): „ER hat unsere Krankheiten getragen und unsere Schmerzen auf sich genommen.“

Leidensfähig war freilich allein die menschliche Natur des HERRN; sie war sozusagen „Werkzeug“ der Erlösung. Deshalb sprechen Bibel und Liturgie davon, daß Christus „seinen Leib und sein Blut“ als Opfer darbrachte bzw. zur Sühne dahinhingab. Die Opfergabe war sein menschliches Leben, das er dahingab.

In diesem Sinne heißt es in einer Stellungnahme von Papst Leo I. hinsichtlich der göttlichen und menschlichen Natur Christi:

„Um die Schuld (…) zu tilgen, einte sich die unverletzliche Natur mit der leidensfähigen Natur, damit (…) ein und derselbe „Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus “ (1 Tim 2,5) aufgrund des einen sterben und des anderen nicht sterben könne….Der leidensunfähige Gott war sich nicht zu schade, leidensfähiger Mensch zu sein…“ (zitiert aus der Dogmensammlung „Denzinger“, S. 136 f.)

„ER hat sein eigenes Menschsein geopfert“

Der Hl. Hippolyt von Rom (3. Jahrh.), Priester und Märtyrer, schrieb in „Die Widerlegung aller Häresien, 10,33-34“ Folgendes über die menschliche Natur Christi:

„Um es recht verständlich zu machen, dass er sich nicht von uns unterscheidet, wollte er Müdigkeit ertragen und Hunger erfahren (Joh 4,6); er sperrte sich nicht dagegen, Durst zu leiden, suchte im Schlaf Erholung, verweigerte sich dem Leiden nicht, unterwarf sich dem Tod und sprach in aller Deutlichkeit von seiner Auferstehung. In alledem hat er sein eigenes Menschsein als Erstlingsgabe geopfert“.abtei-ettal-startseite_01

Nicht die Gottheit Christi, sondern der menschliche Leib des HERRN wurde auf Golgotha geopfert; daran erinnern auch die Priesterworte nach der Konsekration bzw. hl. Wandlung im 4. Hochgebet: „So bringen wir dir Seinen Leib und Sein Blut dar, das Opfer, das dir wohlgefällt und der ganzen Welt Heil bringt.“

Das Konzil von Trient erklärte außerdem in bezug auf das heilige Abendmahl unseres HERRN, daß Christus dort vorweg „seinen Leib und sein Blut“ dargebracht hat (von einer Opferung seiner „Gottheit“ ist auch hier nicht die Rede):

„So sagte Christus von sich, dass ER in Ewigkeit zum Priester bestellt sei nach der Ordnung des Melchisedech; ER brachte Gott dem Vater seinen Leib und sein Blut dar unter den Gestalten von Brot und Wein, reichte ihn den Aposteln, die er damals zu Priestern des Neuen Bundes bestellte…“ (DS 1740).

Der große Heilige und Kirchenlehrer Thomas von Aquin hat sich ausführlich mit dem Menschsein Christi als dem „Heilsorgan der Gottheit“ befaßt: Christi menschlicher Leib ist Werkzeug bzw. Instrument des Erlösungshandeln Gottes.

Die beiden Naturen in der Person Christi (die göttliche und die menschliche) sind weder getrent noch vermischt. Die Kirche betonte das „ungetrennt“ gegenüber den Nestorianern, welche die beiden Naturen Christi gleichsam „auseinanderdividieren“ wollten – und gegen die Irrlehren der Monophysiten verkündete das Lehramt,  daß beide Naturen in Christus unvermischt sind, also sehr wohl in ihrer jeweiligen Eigentümlichkeit zu beachten. (Vgl. hierzu die kirchliche Kritik an Sergius und Honorius).

Christus war unverletztlich in seiner Gottheit, aber sterblich in seiner Menschheit, seinem Menschsein (so erklärte es die 6. Kirchensynode von Toledo).

Die 11. Synode von Toledo (675 n. Chr.) verkündete in ihrem ausführlichen Glaubensbekenntnis: „Trotzdem hat Christus, ohne daß seine Gottheit versehrt worden wäre, für unsere Vergehen das Leiden ausgehalten…und übernahm den wahren Tod des Fleisches.“

Auch im Credo der Lateransynode (649 n. Chr.) heißt es über unseren Erlöser, er sei „leidensfähig im Fleisch und leidensunfähig in der Gottheit„.

Und Papst Pelagius I. erklärte in seinem Brief „Humani generis“ an König Childebert I. vom 3.2.557: „ER hat, so bekennen wir, unter Pontius Pilatus aus freiem Willen für unser Heil gelitten im Fleisch, wurde gekreuzigt im Fleisch, ist gestorben im Fleisch…“

Professor Georg May über das Heilsopfer

Lassen wir hierzu außerdem den Apostolischen Protonotar Prof. Dr. Georg May zu Wort kommen. Der bekannte Kirchenrechtler erklärt in einer Predigt (siehe HIER):

„Im religiösen Sinne ist Opfer die innere Hin­gabe und die äußere Weggabe von etwas, um Gott zu ehren.(…) 027_24

Im Römer­brief heißt es: „Diesen Chris­tus hat Gott hingestellt als Sühnemittel durch den Glauben in seinem Blute.“   –  Hier ist alles zusammengefaßt an Opfertheologie. (…)

Christus selbst sprach von seinem Opfer, indem er von „Hingabe des Lebens“ und „Blutvergießen“ gesprochen hat. An einer dich­ten Stelle im Markusevangelium heißt es: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösepreis für viele.“

Er war der Opferpriester nach seiner menschlichen Natur. Er war auch die Opfergabe. Seinen wunderbaren Leib hat er zum Opfer gegeben.

Soweit Professor May. Erinnert sei zudem an die Worte unseres HERRN bei seinem letzten Abendmahl: „Das ist mein Leib, der hingegeben wird für euch. Das ist das Blut meines Bundes, das vergossen wird zur Vergebung der Sünden für die vielen.“  

Wir vereinigen uns mit Christi Opfer

Was nun solche „Aufopferungsgebete“ wie das eingangs zitierte betrifft, so sind sie ohnehin mißverständlich („Ich opfere dir auf…“), zumal in den Formulierungen nicht auf die hl. Messe Bezug genommen wird, in welcher das Kreuzesopfer unseres HERRN auf sakramentale Weise zur Gegenwart wird.

Für das Kirchenvolk bzw. den einzelnen Gläubigen sollte zumindest dieser theologische Zusammenhang (hl. Messe und Priestertum) geklärt sein, wobei der Priester die Eucharistie stellvertretend bzw. „in persona Christi“ (an Christi Statt) zelebriert. Der eigentliche Opferpriester ist aber Christus selbst, der Priester ist gleichsam sein Werkzeug, er ist amtlicher Diener des Sakramentes. Der einzelne Katholik kann aber nicht „in persona Christi“ handeln.

Zudem stellt sich die Frage: Können wir als Glieder des Kirchenvolkes Christus dem ewigen Vater „opfern“, zumal Christus nicht unser „Eigentum“ ist, über das wir verfügen könnten? Wir können uns aber selber dem Höchsten gleichsam als Opfer darbringen, als geistiges Opfer (nicht als sakramentales), zB. durch die Nachfolge Christi, Einhaltung der göttlichen Gebote, Fasten usw.

Wir sollten uns also geistlich mit dem Opfer Christi vereinigen. Dies geschieht vor allem durch die rechte Mitfeier der hl. Messe, in welcher das Kreuzesopfer des HERRN auf sakramentale Weise zur Gegenwart wird und uns seine geistlichen Früchte zuteil werden.

ERGÄNZENDER Beitrag der „Ankerperlenfrau“: http://rosenkranzbeten.info/rosenkranzbeten/falsche-anleitung-zum-rosenkranzbeten/


 


„Hiti“ (Hermann Hitthaler) distanziert sich von den Botschaften „Die Warnung“

Heute habe ich mich gefreut…

… als ich zur Kenntnis nehmen durfte, dass sich Hermann Hitthaler (Hiti) öffentlich von den “Warnungs-Botschaften” der irischen Visionärin “MDM” distanziert hat. ???????

Das finde ich sehr mutig  –  und dieser öffentlich gemachten Entscheidung gebührt Respekt, besonders auch deshalb, da “Hermann” eine Internetseite betreibt, die bestimmt von einer nicht geringen Anzahl Besucher frequentiert wird, welche an christlichen Themen interessiert sind.

“Hermann” beschreibt auf seiner Webseite sehr deutlich und nachvollziehbar diese Entscheidung. Er gibt damit öffentlich ein gutes Beispiel dafür ab, dass ihm am Glauben sehr viel gelegen ist  –  und wenn er für sich erkannt hat, dass an einer Sache ein Haken ist, selber auch zur radikalen Um- und Abkehr bereit ist.

Dieses ehrliche Verhalten sollten sich auch diejenigen zu Herzen nehmen, die vielleicht schon Zweifel an den “Botschaften” der “MDM” haben, aber es noch nicht wagten, einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen, da sie Angst haben, sich zu blamieren.

Keine Sorge: Unter Christen kann man nicht damit blamieren, wenn man nach einer Zeit des Gebets, Nachdenkens und Forschens zu dem Schluss kommt, sich in einer Sache geirrt zu haben und sich davon abwendet.

Hermann handelt vorbildlich, deswegen auch hier der Link:

http://www.gottliebtuns.com/diewarnung_divine_mercy_1.htm

Ich wünsche “Hermann” noch mehr Erkenntnis, Gottes Segen und ich bitte auch um sein Gebet in meinen Anliegen!

Dieser Beitrag stammt von unserem Autor und bewährten Leserbriefkommentator „GsJC“ ( = Gelobt sei Jesus Christus)

Foto/Gemälde: Evita Gründler


„Kath.net“ und der jahrelange Botschaftsunfug von der „Warnung“

Der folgende Beitrag stammt von unserem Leserkommentator mit Nicknamen „GsJC“, einem bewährten Experten in puncto „Warnungs“-Botschaften.

Diese weitverbreiteten, aber irrgeistigen Visionen einer anonymen „Seherin“ hat er in den letzten Jahren nach Strich und Faden auseinandergenommen, teils in Artikeln, teils in Leserbriefen hier im CHRISTLICHEN FORUM.

Nun folgt seine gründliche Recherche zu den jüngsten Vorgängen und Hintergründen in dieser aufschlußreichen Causa:

Das katholisch-konservative Internetportal „Kath.net“ hat jetzt mit einem weiteren Artikel erneut kritisch Stellung gegen die „Warnung“ bezogen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Dies verwundet umso mehr, da „Kath.net“ jahrelang bis März 2013 die Bücher jener selbsternannten Visionärin über den angegliederten „Kath.shop“  –  mit Bibelzitaten garniert  –  beworben und verkauft hat.

Vielleicht ist es auch der Versuch einer Wiedergutmachung, nachdem warnende Kommentare und Schreiben an „Kath.shop“ in der Vergangenheit unbeachtet blieben.

Der kritische Kath.net-Artikel von Michael Hesemann ist vordergründig betrachtet eine ordentliche Zusammenfassung der Ereignisse. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass der Autor im wesentlichen nur aus vorhandenen Artikeln zusammengetragen hat, was verwundert, aber auch nicht unüblich ist.

Der Verfasser sollte aber zurückhaltend sein und Zusammenhänge nicht als „billig“ bezeichnen, die er selber nicht intensiver recherchiert hat. Das ist dann auch wieder „billig“, zumal die Zusammenfassung spät kommt und sich der Autor auf keine eigenen Artikel und Erkenntnisse aus der Zeit vor der Veröffentlichung der Hintergründe zur „Warnung“ in seinem Beitrag stützen kann.

Die „Seherin“ und der Geldsegen

Ebenso wird übersehen, dass es Mary Carberry selber war, die den finanziellen Aspekt in einem ihrer Interviews mit eingebracht hat. Hier darf an die Aussage erinnert werden, dass ihre Internetseite sehr viel Geld gekostet hat und sie es selber war, die sich früh über die „bösen Seher“ echauffiert hat, denen es nur um das Geld geht.

Man kann Schwerpunkte in der Betrachtung und Entstehung dieses „Warnungs-Unfugs“ durchaus anders setzen, aber „billige“ und abfällige Kommentierung bei Nichtwissen ist unangebracht. Da ist es besser, selber nach den Ursachen zu forschen, als sich auf Internetseiten nur mit kritischen Argumenten zu bedienen und diese neu zu verpacken.

Dass die Verkaufsmaschinerie inzwischen weiter läuft und mit neuen „Botschaften“ gut geschmiert wird, dürfte niemandem entgangen sein. So wird auch Mary Carberry als erfahrene Geschäftsfrau, aus ihrer Zeit mit dem irischen „Seher“ Joe Colemann, sehr schnell erkannt haben, wie sich solche „Erscheinungen“ vermarkten lassen.

Visionärin Carberry und „Little Pepple“

Dass sich Joe Coleman inzwischen von Carberry distanziert und nicht wünscht, dass sein „guter Name“ in Zusammenhang mit Carberry genannt wird, ist ein weiteres sichtbares Zeichen dafür, wie es in einer Szene drunter und drüber geht, wo jeder meint, etwas von ganz „oben“ hören zu dürfen. 

Dass Mary Carberry Kontakte nach Australien zur Sekte des inhaftierten William Kamm alias „Little Pebble“ und dessen geistigen Sprachrohen, dem falschen Bischof  Broussard und Fr. Marie Paul hat, ist ebenfalls gesichert.

Dass es bei der Sekte des „Little Pebble“ auch und wesentlich um Geld geht, darüber wissen die Sekten-Aussteiger zu berichten, deren Geld nicht für den gespendeten  Zweck Verwendung fand und sich fragen: „Wo ist das Geld hin ….?“

Zitat:
…Where is the money gone, that was given in donations for Our Lady’s Mission??? The community at Nowra looks like a dump, unorderly, and dirty – like their leader!...
http://awolfamongthesheep.com.au/ex-membersspeak.html
Zitat Ende

„Die Gemeinschaft von Nowra sieht aus wie ein Dreckstall, unordentlich und schmutzig  –  wie ihr Leiter“, heißt es im letzen Satz.

Ja – so sieht es in der ganzen Szene aus. Auch geistig ist das ein ungeordneter Dreckstall, sich widersprechend, Denkverbote erteilend und dabei maßlos überheblich. 

„Botschaften“ als Droge für Naive

Aber diese Art von „Botschaften“ sind eine willkommene Droge für die Art von Gläubigen , die sich gerne auf diese einfache Weise das Profil verpassen lassen, zu einer kleinen auserwählten Anhängerschaft zu gehören. 

Dass Mary Carberry (Mary McGovern), die mit Preisen ausgezeichnete IT-Expertin, sich für Ihre zu vermarktende „Seher-Story“ mehr als vierundzwanzig (!) Internetdomains sichern ließ, lässt auch keinen „billigen“ Schluss zu, dass es in der Verbreitung der „Botschaften“ nicht auch darum ging, ordentlich Kasse zu machen.

Eine solche Domainsicherung kostet ebenfalls Geld! Da wurde geklotzt, nicht gekleckert und betriebswirtschaftlich vorrausschauend gedacht, denn die Sache muss sich schließlich auch rechnen.

Dafür spricht, wie seit Februar 2013 (!) bekannt, die Domainsicherung der Hauptseite bis zum Jahr 2022. Wenn Frau Carberry zehntausend Euro als Vorschuss hätte aufbringen müssen, um in die „Seher-Szene einzusteigen, wäre uns der „Warnungs-Unfug“ bestimmt erspart geblieben.

Leider reicht es in der „Privatoffenbarungs-Szene“ mit ein paar Sprüchen und einem „Herz- Schmerz-Bekehrungserlebnis“, bei den besonders „Kleinen im Glauben“ nach Herzenslust und Laune zu punkten und bereitwillig die Geldbörse zu öffnen. 

Dass diese besonders „Kleinen im Glauben“ nach wenigen Zeilen erkannt haben, dass diese „Botschaften“ nur von ganz oben kommen können, ist ein weiteres Phänomen dieser Szene. Aber wer am Anfang zustimmt und sich  mit ein paar „himmlischen Schmuseeinheiten“ für die Sache gewinnen lässt, der wird gewiss auch bis zum bitteren Ende unbelehrbar durchhalten und mit untergehen.

Visionsbewegte Gebetsgruppen als Club der „Eingeweihten“

Schließlich hat man den Himmel selbst gefragt und in den gegründeten Gebetsgruppen, der besonders Eingeweihten, sind nur Gleichgesinnte und Schulterklopfer zugelassen. In diesen Gruppen wird dann das Phantasma gepflegt, die wahren Retter der Kirche zu sein.

Auf Geheiß der „Seherin“ gehört es dann bei der „Warnungs-Anhängern“ auch zum guten Ton und Benehmen, den Papst mit Dreck bewerfen zu dürfen und alle diejenigen Kardinäle, die ihn gewählt haben, als „Mitglieder der bösen und geheimen Freimaurergruppe“ zu bezeichnen, die von “ S A T A N“ angeführt wird („Botschaft“ Nr. 399, April 2012).

Was für geistige Verrenkungen dabei innerhalb der Anhängerschaft in kürzester Zeit vollbracht werden müssen, sei an nachfolgendem Beispiel verdeutlicht.

Martin Roth aus Köln ist der deutsche Übersetzer der „Warnungs-Seite“ und mit engsten Kontakten zu Mary Carberry auch am Buchverkauf beteiligt. Den Buchverkauf hat Roth als Gewerbe angemeldet. sievernich

Martin Roth und die Sievernich-Botschaften

Roth betrieb auch eine Zeit die Seite  – „www.sievernich.eu“  –  mit den „Botschaften“ an Manuela.

(Zu Sievernich: https://charismatismus.wordpress.com/2013/07/20/gab-es-in-sievernich-botschaften-des-himmels-an-die-seherin-manuela/)

Er gehört noch heute zum Förderverein der sog. „Blauen Gebetsoase“. In den Anliegen der Verbreitung von Gebeten rund um diesen nicht kirchlich anerkannten „Erscheinungsort“ führte Roth auch Schriftverkehr mit Kardinal Meisner, dem Erzbischof von Köln. Diesen Schriftverkehr veröffentlichte Roth mit Aktenzeichen auszugsweise im Internet.

Zitat (Klammersetzung von mir):
(Martin Roth schreibt:)
Zum Schluss vielleicht noch ein Auszug aus dem Brief Kardinal Meisners zu Sievernich vom 9. März 2005:
(Kardinal Meisner antwortet:) Aktenzeichen JR.-Nr.: 105 200 ) 87:
„… Dankend bestätige ich den Eingang Ihres Briefes vom 19. Februar 2005 und des beigefügten Informationsmaterials. Wie Sie wissen, hatte ich an keinem der von Ihnen vorgelegten Gebete etwas auszusetzen; entsprechend ging ich ohnehin davon aus, dass Sie einer guten Intention folgen. Ihre Erläuterungen lassen mich nun die Zusammenhänge noch besser verstehen. Mögen die Vorgänge in Sievernich dazu beitragen, dass die Menschen unserer Zeit tiefer aus der endgültigen Offenbarung Christi leben, wie es der Katechismus der Katholischen Kirche (n. 67) als Kriterium für echte Privatoffenbarungen fordert!
Mit meinen bischöflichen Segenswünschen zum bevorstehenden Osterfest“
http://www.marienforum.net/showthread.php?166-Die-heilige-Mutter-Gottes-in-Sievernich&s=907d873734520061b3a9b1b5cfa7d274&p=4768&viewfull=1#post4768
Zitat Ende

Es ist der gleiche Kardinal Meisner, den Roth aktuell auf seinen Internetseiten für seine Segenswünsche, Freundlichkeit und den Zuspruch aus dem Jahr 2005 als Wolf im Schafspelz bezeichnet, der von S A T A N angeführt und den Papst gewählt hat. Heute macht Martin Roth mit dem Verkauf dieser Unverschämtheiten in Buchform Geld.

Es stellt sich die Frage, warum Roth in den Anliegen der „Warnung“ nicht auch Kardinal Meisner kontaktiert und ihm entsprechendes Informationsmaterial zur Begutachtung vorgelegt hat! Welcher Intention folgt Martin Roth heute?

Der Kölner ist noch immer im Impressum der Internetseite „http://www.sievernich.eu/sievernich-f/impressum/impr_1.htm“ zu finden.

Vor diesen Leuten und dieser Szene kann man als Katholik nur eine dringende „Warnung“ aussprechen. Sie sind nichts weiter als Fähnlein und Spielzeuge im Wind der Macht des Bösen  –  und wer sich ihnen nähert, setzt sich der Gefahr der geistigen Verunreinigung aus.

HINWEIS: Unser CHRISTLICHES FORUM hat bereits seit Sommer 2011 vor der WARNUNG gewarnt  – mit 19 insgesamt Artikeln: https://charismatismus.wordpress.com/category/botschaften-warnung-kritik/


Hintergründe der WARNUNGs-Botschaften: Es war einmal…eine „Endzeitprophetin“…

Der folgende Text unseres stets gründlich recherchierenden Leserkommentators “GsJC”, der uns heute erreichte, ist höchst vielsagend, so daß wir ihn nachfolgend als separaten Artikel veröffentlichen.

Der Autor befaßt sich bereits seit Jahren scharfsinnig mit den angeblich himmlischen Botschaften der sog. “Warnung”, welche  –  wie es heißt  –  von einer anonymen “Seherin” aus Irland empfangen werden; der offensichtliche Unfug wird im Internet und durch Buchbände schon seit langem verbreitet, bis in den Frühling 2013 geschah dies sogar im „Kathshop“-Vertrieb (einer Nebenabteilung von „Kath.net“).0023

Unser Webmagazin CHRISTLICHES FORUM wandte sich von Anfang an gegen diesen irrgeistigen Panik-Unsinn, der gleichwohl erstaunlich viele Anhänger gewinnen konnte.

Hier folgt der aufschlußreiche Recherche-Beitrag unseres Lesers:

Seit gestern Abend ca. 23.45 Uhr ist die Webseite “www.thewarningsecondcoming.com” nicht mehr erreichbar. Zuvor wurde den Betreibern über ihr Kontaktformular freundliche, aber unmissverständliche Worte mitgeteilt.

Da die Webseite immer noch “down” ist, darf davon ausgegangen werden, dass die “Privatbotschaft” angekommen ist. Es gibt dennoch keinen Grund für uns Kritiker zu triumphieren. Stattdessen gibt es aber genügend Gründe, für die ganze Familie der “Endzeitprophetin” zu beten.

Familienmitglieder der genannten Dame betreiben eine Internetfirma, beschäftigen sich mit Webdesign, Online Video Marketing, Mobile Apps etc… und sie waren für die Technik verantwortlich.

Die Webseiten der Internetfirma sind weiterhin erreichbar und liegen auf dem gleichen Server in Hürth bei Köln, wo auch die Seiten “thewarningsecondcoming.com” gehostet werden. Ein technisches Problem der Erreichbarkeit scheidet somit aus.

Es hat sich auf beinahe dramatische Weise bestätigt, dass auch erhebliche finanzielle Probleme seit dem Jahr 2009 im Vordergrund standen und weiterhin bei der Familie bestehen.

Was dies jetzt für die Anhänger der “Botschaften” dieser irregeleiteten Dame bedeutet, die sich hier im Kommentarbereich oft sehr lautstark zustimmend zu Wort gemeldet haben, würde ich an deren Stelle mit einem guten Beichtvater bereden.

Wenn ich hier noch etwas frei von der “katholischen Leber” weg loswerden darf:

Nach dem Gespräch  –  ihr Anhänger  –  betet auch ihr für diese Familie, der ihr so lange willig den Blödsinn abgekauft habt, denn die haben Gebet bitter nötig, damit es nicht zu einer menschlichen Tragödie kommt.

Mit eurer Sucht nach immer neuen “Botschaften” und fehlgeleitetem Eifer habt ihr die Dame und das Umfeld nur noch weiter angetrieben.

Hier folgt ein später eingetroffener HINWEIS des Autors:

Da wurde 12 Stunden überlegt, was zu tun ist!

Auch wenn die Seite seit ca. 12 Uhr wieder online ist, darf ergänzend in diesem Anliegen noch mitgeteilt werden, dass sich viele Menschen, die die Carberry´s vor Ort kennen, sehr lange zurückgehalten haben.

Die “Botschaft” mit dem “falschen Propheten” hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Oder wünscht sich einer der “katholischen” Anhänger dieser “Botschaften”, dass in seinem Ort, Wohnviertel oder Hausgemeinschaft gegen ihn von anonymer Seite die “Botschaft” verbreitet wird, dass er mit dem “Dämon im Bund” ist?

Auf diese Weise versuchen auch Sekten, Aussteiger fertig zu machen. Darüber sollten die Anhänger einmal ernsthaft nachdenken.

Oder hättet ihr kein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren, wer euch derartig bösartig versucht, mit Unterstellungen zu schaden? Wer diesen Weg der Unterstützung weiterbeschreitet, nähert sich einem gefährlichen Tor.

P.S. Einen Hinweis zur Identität der Dame gab es schon im Februar 2012 hier im Kommentarbereich:
https://charismatismus.wordpress.com/2011/10/08/falsche-ankundigung-in-der-pseudo-botschaft-die-warnung/comment-page-3/#comment-2191
 

Hier gehts zum Artikel einer anderen Webseite gegen die WARNUNG: Channeling ist Esoterik pur!

Zudem der Bericht bei GWUP mit Zitaten aus unseren Beiträgen: http://blog.gwup.net/2013/11/17/offenbarungs-eid-einer-seherin-die-warnung-ist-nonsens/