Bayern-TV sendet an Osterfesttagen zweiteilige Film-Doku über Benedikts Jesus-Bücher

.
n Ostersonntag und Ostermontag (5. und 6. April) zeigt das Bayerische Fernsehen jeweils um 20.15 Uhr eine zweiteilige Dokumentation zu den drei Jesus-Büchern von Papst Benedikt XVI. unter dem Titel “Das Antlitz Christi”. ebay
 .
Der Film solle eine Annäherung an die in den Jahren 2006, 2010 und 2010 veröffentlichten Jesus-Bände des em. Papstes sein.
.
Regisseur Ingo Langner begibt sich auf die Suche nach dem Angesicht Jesu, schreibt die Filmproduktionsgesellschaft Tellux. Dies könne in der Bibel, im Nächsten, in der Welt oder in Bildern und im Gebet geschehen.
 .
Der Filmemacher Langner spricht mit hochrangigen Persönlichkeiten zu besonderen Kernaussagen, zB. mit den Kurienkardinälen Gerhard Müller und Kurt Koch, mit Erzbischof Georg Gänswein, der Theologin Petra Heldt in Jerusalem oder dem Missionar P. Gerhard Lagleder OSB in Südafrika. Auch Papst-Maler Michael Triegel (Leipzig) ist mit dabei.
 .
Der Bayerische Rundfunk erläutert, es gehe um “die visuelle Umsetzung und filmische Interpretation des Anliegens des Autors Papst Benedikt XVI., das Antlitz Jesu freizulegen von verfälschenden Beschreibungen und Darstellungen, also den “wahren Jesus“ wiederzufinden und ihn im Alltag zu entdecken.”

Der Film sei, so der BR, “begleitet von künstlerischen Bildwelten und anspruchsvollen Collagen, um Verbindungslinien zu ziehen zwischen dem historischen Jesus und dem gegenwärtigen Jesusbild.” 

 .
Quellen: Tellux, BR, Kathweb, KNA

 


Feministische Historikerin Dagmar Herzog verteidigt den Zölibat der Priester

Kritik an sexueller Freizügigkeit in der NS-Diktatur und der 68er Kulturrevolution

Der Zölibat  –  also die Ehelosigkeit katholischer Priester  –  gilt in der öffentlichen Debatte größtenteils als fraglich bis verwerflich.

Vor allem auf dem Höhepunkt der Mißbrauchsdebatte vor 5 Jahren brachten nicht nur Medien und Politiker und Journalisten den Zölibat ins Zwielicht, sondern sogar Bischöfe wie Kothgasser (Österreich) oder Weihbischof Hans-Joachim Jaschke (Hamburg). Selbst Kardinäle, darunter Erzbischof Christoph Schönborn aus Wien sowie der Mainzer Erzbischof Karl Lehmann stellen den Zölibat infrage.   media-FZMqzvujo1V-2

Dabei wurde eingeräumt (was wissenschaftlich ohnehin geklärt ist), daß der Zölibat keine “Ursache” von Mißbrauch darstellt, zumal pädosexuelle Neigungen im Pupertätsalter entstehen (also längst vor dem priesterlichen Zölibatsversprechen).

Gleichwohl wurde der Einwand formuliert, die ehelose Lebensweise katholischer Geistlicher ziehe pädosexuell orientierte Männer besonders stark an.

Diese These erhielt Widerspruch von feministischer Seite. So wendet sich z.B. die amerikanische Historikerin Dagmar Herzog, Autorin der wissenschaftlichen Studie „Die Politisierung der Lust“, ausdrücklich gegen die Verunglimpfung des Zölibats.index

Das „Deutschlandradio“ führte am 14. März 2010 ein ausführliches Gespräch über „Pädophilie und Pädagogik“ mit der Autorin aus New York, die in ihren Forschungen vor allem den Umgang mit Mißbrauch in USA und Irland untersuchte.

Die Professorin Herzog wurde in dem Interview gefragt, was sie von der These Weihbischofs Jaschkes halte, wonach der Zölibat ein Anziehungspunkt für sexuell Fehlgeleitete sei.

Die Antwort der Historikerin: „Ich finde, daß das falsch ist.“  –  Es gäbe schließlich zahllose Männer, die mit dem Zölibat gut klarkommen.

Zudem gäbe es Mißbrauch auch in Familien und im linken Spektrum, wobei sie an die Odenwaldschuld erinnerte: dort habe man sich sogar bewußt die antiken Zeiten Griechenlands mit ihrem Päderastentum bzw. der sog. „Knabenliebe“ zum Vorbild genommen.

Die Geschichtswissenschaftlerin widersprach zudem jener vulgärpsychologischen „Dampfkessel-Theorie“, die besagt, eine Unterdrückung sexueller Triebe führe zu Fehlformen, krankhafter Sexualität, Machtrausch und Aggressionen  –  eine These immerhin, die letztlich auf Wilhelm Reich zurückgeht, einem Vordenker der „sexuellen Befreiung“.

Dagmar Herzog hält geschichtliche Tatsachen entgegen: Diese Theorie sei falsch und gerade durch die NS-Diktatur widerlegt, denn dort habe große sexuelle Freizügigkeit geherrscht, gleichzeitig aber auch eine Zunahme an Machtgier und Aggression. Die Sexual-“Moral” der Nazis war insgesamt nicht konservativ, sondern liberal.

Hierüber verfaßte die feministische Autorin 2005 ein faktenreiches Sachbuch mit dem Titel „Die Politisierung der Lust“ (Siedler-Verlag), worin sie analysiert, daß die NS-Zeit zu einer “Fortschreibung, Ausweitung und Intensivierung der bereits vorhandenen liberalisierenden Tendenzen” führte. (So haben die kirchenfeindlichen Nationalsozialisten zB. die Strafbarkeit des Ehebruchs abgeschafft und vorehelichen Sex propagiert.)

Insoweit wenig erstaunlich, daß der jüdische Schriftsteller Victor Klemperer sich in seinem bekannten Tagebuch damals darüber beschwerte, “daß die Krankenhäuser übervoll sind nicht nur von schwangeren, sondern auch von tripperkranken fünfzehnjährigen Mädchen”.

In ihrer Studie „Die Politisierung der Lust“ befaßt sich die Historikerin nicht allein mit der Verstrickung von “freier” Sexualität und Politik in der braunen Diktatur, sondern auch mit dem „Aufbruch von 1968“. Obwohl sie der 68er-Bewegung ansonsten eher wohlwollend gegenübersteht, betrachtet sie die Sexwelle durch eine kritische Brille.

Ein fundiertes Sachbuch, das in der Dauerdebatte um diese “heißen Themen” mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Leider ist es 10 Jahre nach seinem Erscheinen vergriffen bzw. vom Siedler-Verlg nicht neu aufgelegt worden. Man wird es aber in gut sortierten Bibliotheken ausleihen können bzw. per Fernleihe erhalten.


Prof. Albert Drexels Buch vom “Geheimnis der Ewigkeit” mit Irrtümern inklusive

Von Felizitas Küble

Im traditionellen Spektrum ist der Völkerkundler Prof. Dr. Albert Drexel als Buchautor seit langem bekannt, nicht zuletzt durch seine Visionen (vor allem in seinem Werk “Glaube ist mehr als Gehorsam”).

Diese gehen zurück auf nächtliche Privatoffenbarungen, die der katholische Priester und Theologe in den Jahren 1970 bis 1972 direkt von Christus erhalten hGeheimnis der Ewigkeitaben will.

Hier wollen wir uns mit seinem Buch “Geheimnis der Ewigkeit” befassen, das erstaunlicherweise ausgerechnet im traditionsbewußten Bereich nach wie vor verbreitet wird.

Natürlich finden sich in dieser Abhandlung Drexels viele gute und vertiefende Einsichten und Argumente für die katholische Lehre von den “letzten Dingen” (Eschatologie).

Allerdings gibt es neben zahleichen Richtigkeiten auch einige Irrtümer oder zumindest verwirrende Aussagen, auf die wir hier hinweisen möchten:

Ist die Taufe nicht heilsnotwendig?

1. Auf den Seiten 103 und 104 erläutert der Autor seine Ansicht “in Übereinstimmung mit neueren theologischen Auffassungen”, daß auch ungetauft verstorbene Kinder “Gott schauen und einer ewigen Beglückung teilhaftig werden”.

Es kommt aber nicht auf “neuere Auffassungen” an, sondern auf die Heilsnotwendigkeit der Taufe; diese ist keine beliebige theologische Ansicht, sondern ein Dogma, also ein unfehlbarer, biblisch fundierter Herz-Jesu_01Glaubenssatz der Kirche.

Wobei gleichzeitig klar ist, daß ungetauft verstorbene Kinder nicht etwa in die Hölle kommen. Die kirchliche Tradition geht mit dem hl. Thomas von Aquin davon aus, daß diese Seelen in den Zustand des “Limbus” gelangen, also eine natürliche Zufriedenheit im Jenseits finden, aber ohne die Anschauung Gottes, weil diese den “Gnadenstand” voraussetzt.

In den Stand der Gnade Gottes werden wir durch die Taufe versetzt, die das größte Gnadengeschenk Gottes ist, denn sie öffnet uns das Tor zum Himmel.

Der Verfasser erwähnt u. a. als Anhaltspunkt für seine anderslautende Auffassung die “besondere Gunst und Gnade”, daß der “rechte Schächer als mit Christus Sterbender, also wegen dieses glücklichen Umstandes, unmittelbar des Himmels teilhaftig wurde.” (S. 103).

Christus versprach ihm aber nicht wegen dieses “Umstandes” das Paradies, sondern wegen dessen Reue und Umkehr. Der linke Schächer hatte dieselben “Umstände” (gemeinsames Sterben mit Christus auf dem Berg Golgotha), aber da er innerlich unbußfertig und verhärtet blieb, erhielt er vom Heiland keine Verheißung.  – Der springende Punkt war also damals keineswegs jener äußere “Umstand”, sondern die innere Umkehr!

Unklarheiten zur Auferstehung des Leibes

2. Während sich über die Limbus-Frage unter Theologen wohl noch trefflich streiten läßt (wobei die Limbus-Gegner in der Erklärungsnot darüber stehen, inwiefern sie denn noch eindeutig an der Heilsnotwendigkeit der Taufe festhalten), so gibt es bei einem anderen, von Prof. Drexel ebenfalls angesprochenen Thema aus katholischer Sicht keine offenen Fragen, nämlich bei der Frage der leiblichen Auferstehung. afc127c26a

Hierzu schreibt er:

“Wir müssen uns bewusst sein, dass der irdische Leib des Menschen beim Tode restlos und endgültig verwest (oder zu Asche wird). Die Auferstehung darf darum nicht einfach so gedacht werden, dass die Knochen, Haut und Fleisch jedes Menschen aus dem Grabe geholt und neu zusammengefügt werden.

Vielmehr ist die Auferstehung nur so zu verstehen, dass die Seele des Menschen mit den ihr individuell-persönlich zugehörenden leiblichen Fähigkeiten, Kräften und Eigenschaften durch göttlich-schöpferische Einwirung in die verklärte leib-seelische Existenzweise versetzt wird.” (S. 127)

Diese Äußerungen sind zum Teil mißverständlich bis irreführend. Natürlich wird die einstige Auferstehung unseren Leib “verwandeln” in eine ewigkeitsgemäße Existenzweise, die vergeistigter sein wird als die bloß irdische Lebensform.

Wir werden im Jenseits mit unserem verklärten Leib sicherlich nicht mehr an die Naturgesetze gebunden sein. Gleichwohl handelt es sich sehr wohl um jenen Leib, mit dem wir hier auf Erden existiert haben, den Gott einst auferwecken wird am Jüngsten Tag.

Dies aber geht aus dem Aussagen Drexels nicht oder jedenfalls nicht klar hervor.

Gibt es eine “Auferstehung im Tode”?

3. Noch bedenklicher erscheint seine These von einer “Auferstehung im Tode”, also nicht erst beim allgemeinen Gottesgericht am Ende der Zeiten. Hierzu schreibt der Autor ab S. 127 f.: ???????

“Ob dies (die Auferstehung) für die einzelnen Menschen bei oder nach erfolgtem Leibestod oder erst am allgemeinen Auferstehungstag geschieht, ist für uns hier die Frage.”

Gott könne, so Prof. Drexel, “jeden Menschen bei seinem Tode in die seelisch-leibliche Existenzweise versetzen und am Ende der Zeit das leib-seelische Fortleben aller Menschen offenbar werden lassen.”

Immerhin erwähnt der Verfasser, seine These von einer leib-seelischen Auferstehung im Tode sei keine sichere Glaubenstatsache, sondern “eine wenn auch wahrscheinliche Annahme” (S. 131).

Das ist sie aber ebenfalls nicht, weil die biblische und kirchliche Lehre ohne Wenn und Aber verkündet, daß der Mensch als Geschöpf Gottes nach dem Tod mit seiner unsterblichen Seele weiterlebt und erst am Ende der Zeiten bei der allgemeinen Auferstehung der Toten mit seinem Leib  – der dann verklärt ist  –  vereinigt sein wird.

Ergänzender ARTIKEL zu den Visionen von Prof. Drexel: https://charismatismus.wordpress.com/2015/03/26/erhielt-prof-drexel-botschaften-von-christus/

 


Kritik an der Banken- und Finanzwelt: “Markt ohne Moral” von Susanne Schmidt

Rezension von Dr. Bernd F. Pelz

Das Buch”Markt ohne Moral” von Susanne Schmidt reiht sich ein in die Bücher der Sorger und Sachverhaltsbeschreiber. Es ist, wie die Autorin sagt, ein persönliches Buch und reflektiert den Sachverstand und Durchblick einer ehemaligen Bankangestellten. index

Für nicht im Bankenbereich Tätige sind die Beschreibungen trotzdem durchaus illustrativ für Vorgänge und Verhaltensweisen innerhalb der Banken- und Finanzwelt, und als solche auch lesenwert: ein subjektiver Einblick in eine fremde Welt.

Was die Vorschläge zur Änderung der Verhaltensweisen im Finanzbereich und in der Politik angeht, so bleiben sie im Allgemeinen stecken, wie “Wir müssen von allen Beteiligten Augenmaß und Courage einfordern.”

Auch wenn der angesprochene Veränderungsbedarf in den Bereichen: Begrenzung des Moral Hazard, Nachhaltigkeit, Schattenbankensystem, Vergütungssysteme, Rolle der Ratingagenturen, systemische Regulatorien, und die Frage nach einer sinnvollen Größe des Finanzmarktes durchaus nachvollziehbar ist, so bleiben die Antworten der Autorin mangels tiefer gehender Einsicht in die Steuerungsmechanismen der Finanzindustrie allgemeine Aufforderungen, und an der Oberfläche.

Ergänzend hier noch ein Auszug aus dem Nachtrag der Autorin von 2011:

“Wir befinden uns im Jahr drei nach der Lehman-Pleite. Sie war der Tropfen, der das Fass mit dem Giftmüll zum Überlaufen brachte. Auch wenn viele Banken, nicht wenige Politiker und ein großer Teil der Bevölkerung inzwischen zum »business as usual« übergegangen sind, werden uns die Folgen der Finanzkrise noch lange begleiten. euros

Die Euro-Krise legt schon jetzt davon Zeugnis ab. Doch auch andere hochverschuldete Staaten könnten plötzlich in einen Krisensog geraten, die hässliche Situation einer Stagflation ist nicht auszuschließen und das globale Finanzsystem weist immer noch viele gefährliche Schlaglöcher und unbeleuchtete Baustellen auf.

Wir als Bürger und Steuerzahler sind trotz der Zeit, die seither vergangen ist, kaum besser vor einer neuen Finanzkrise geschützt, als wir das vorher waren. Sicherlich, es gibt neue Regeln, und sie weisen auch in die richtige Richtung, aber sie sind zu zahm, zu lax, letztlich Kleckerkram.

Mir scheint, die Bankenlobby hat sich behauptet. Und sie wird sich auch in Zukunft durchsetzen – es sei denn, wir würden noch einmal in eine so entsetzliche globale Krisensituation geraten. Dann könnte es sein, dass sich die globale Politik endlich zu einem gemeinsamen Vorgehen entschließt.

Das Bankwesen in seiner jetzigen Form würde eine neuerliche Krise möglicherweise nicht überleben. Weitere Verstaatlichungen, mehr Bürokratie, erhebliche Politisierung, weniger Effizienz wären die Folgen – und all das wäre durchaus nicht wünschenswert.

Deshalb müssen sich die Politiker und Aufsichtsbehörden weiterhin intensiv mit der Neuregulierung des Finanzwesens und der Finanzmärkte beschäftigen und ihre nationalen Egoismen hintanstellen. Sonst scheint die nächste Krise multinationalen, möglicherweise globalen Ausmaßes unabwendbar. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen. Es steht zu viel auf dem Spiel.

Wir als Bürger müssen weiter Druck auf unsere Politiker ausüben. Die Finanzmärkte und das Problem der Neuregulierung des Finanzwesens sind und bleiben, aller beruhigenden Worte zum Trotz, von vitaler Bedeutung für jeden Einzelnen und für uns alle gemeinsam.”


Berlin: Buchautorin Birgit Kelle und CSU-Politikerin Katrin Albsteiger im Gespräch

Pressemeldung von Katrin Albsteiger (CSU-Bundestagsabgeordnete):

Blogbild

Die Publizistin Birgit Kelle hat vor wenigen Wochen mit GenderGagaWie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will“ ihr zweites Buch vorgelegt, das bereits jetzt auf der Amazon-Bestsellerliste im Bereich „Gesellschaftskritik“ auf Platz 1 liegt.

Zeit, das Buch einem Praxistext aus der Politik zu unterziehen. Auf Einladung der CDU-Vereinigung „Christdemokraten für das Leben“ stelle ich das Buch vor und diskutiere mit Birgit Kelle und den Gästen der Veranstaltung über „Gender- Mainstreaming“:

Buchvorstellung mit Diskussion zum Themav„Gender Gaga. Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will.“
am Dienstag 24. März 2015 um 20 Uhr im „Löwenbräu am Gendarmenmarkt“ (Leipziger Str. 65 in 10117 Berlin-Mitte)

Ablauf:

  • Begrüßung: Stefan Friedrich, Landesvorsitzender CDL Berlin
  • Kritische Würdigung des Buches “Gender-Gaga” durch Katrin Albsteiger, MdB
  • Replik: Birgit Kelle, Publizistin und Autorin
  • Diskussion

Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen!

Quelle: http://katrin-albsteiger.de/termin-ich-diskutiere-mit-birgit-kelle/


Leipziger Buchmesse mit dem Schwerpunkt “Deutschland und Israel” eröffnet

Die gestern eröffnete Leipziger Buchmesse würdigt mit einem Messeschwerpunkt „1965 bis 2015. Deutschland – Israel“ im Jubiläumsjahr 2015 das einzigartige Verhältnis beider Staaten.

Israels Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, war neben zahlreichen offiziellen Vertretern und vielen interessierten Gästen bei der feierlichen Eröffnung des israelischen Standes dabei.

BILD: Eröffnung des Israel-Standes mit Buchmesse-Direktor Oliver Zille, Botschafter Hadas-Handelsman und Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber (von links nach rechts)

Der Direktor der Buchmesse, Oliver Zille, und Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber begrüßten die Anwesenden herzlich, ebenso Dr. Andreas Görgen, der Leiter der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt; er sagte:

“Ohne Israel, ohne den großen Schritt, den Israel vor 50 Jahren auf Deutschland zu gemacht hat, wäre Deutschland nicht das, was es heute ist.”

Botschafter Hadas-Handelsman erklärte in seiner Rede:

„Die Leipziger Buchmesse spielt in unserem Jubiläumsjahr eine besondere Rolle. Wieder sind viele israelische Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Einladung nach Leipzig gefolgt. Es ist ein gutes Zeichen, dass das Publikum dieses Angebot annimmt und dass die Menschen in Deutschland der Literatur aus Israel aufgeschlossen und interessiert begegnen.  deutschland-israel-flag-300x214

Israelische Autoren wie zum Beispiel Amos Oz, Zeruya Shalev, David Grossman, Lizzie Doron, Meir Shalev oder Eshkol Nevo haben sich einen festen Platz auf der literarischen Bühne in Deutschland erobert. Hier in Leipzig treffen sie seit Jahren schon auf ihre deutschen Leser und auf deutsche Autoren-Kollegen.

Ich bin sicher, dass der diesjährige Messeschwerpunkt „1965 bis 2015. Deutschland-Israel“ ein lebendiges Forum sein wird für israelisch-deutsche Begegnungen und Gespräche zwischen Autoren und Lesern.“

Später besuchte er die Ausstellung “Streifzüge – Wanderings” des Israelischen Cartoon-Museums in Holon.

Auf der Facebookpage ist ein Fotoalbum mit den ersten Impressionen vor Ort eingestellt.

Bis Sonntag können interessierte Besucher mit israelischen Autoren ins Gespräch kommen und israelische Neuerscheinungen entdecken. Die Botschaft ist in Halle 4 mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten.

Über die aktuellen Veranstaltungen können Sie sich über die Webseite der Buchmesse selbst oder über die Jubiläumswebseite informieren.

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin


Kirche und Fachleute warnen vor dem Sadomaso-Kinofilm “Fifty Shades of Grey”

Von Dr. med. Edith BreburdaDr. Breburda

Am 26. Februar 2015 wurde Mohammad Hossain, ein 19-jähriger Student aus Chicago, verhaftet, nachdem er in das Zimmer einer Studentin einbrach, sie fesselte, mit einem Gürtel schlug und vergewaltigte.
 .
Das Mädchen wehrte sich. Der Student gab zu seiner Verteidigung an, er sei von dem Film Fifty Shades of Grey inspiriert worden und wollte die Szenen, die er dort gesehen hatte, nachspielen.
 .
“In einer Zeit, wo wir fast schon eine Epidemie von Vergewaltigungen und sexuellen Missbräuchen registrieren und versuchen, diese Probleme zu lösen, preisen wir eine Filmgeschichte, in der es um Sex und Gewalt geht und die männliche Dominanz als eine verlockende und spannende Option dargestellt wird.  
 .
Die Hochschulen verharmlosen den sexuellen Missbrauch, der sich nur allzu häufig auf ihrem Campus abspielt, leider zu oft. Man redet sich heraus, alles sei möglich, solange es im gegenseitigen Einverständnis geschieht. Dadurch wird das sexuelle Klima auf dem Unigelände allerdings nicht verbessert”, schreibt der Psychiater Dr. Aaron Kheriaty in seinem neuen medizinischen Artikel Hooked Up and Tied Down: The Neurological Consequences of Sadomasochism.
Fifty Shades
 .
Der Student, der die Szenen aus dem Film Fifty Shades of Grey nachspielte, war verwundert, dass ihn die Polizei nicht frei ließ, nachdem er doch die Gründe für sein Handeln genannt hatte. Viele glauben, dass der Film nun zu mehr sexueller Gewalt gegen Frauen führen wird.
 .
Jonathon van Maren vom Kanadischen Zentrum für Bioethische Reformen ist der Meinung:
 .
“Nicht jede Einwilligung ist dieselbe. Leute posaunen die dumme Idee heraus, dass wenn jemand sein Einverständnis gegeben hat, falle die Tat, um die es geht, nicht mehr unter die Rubrik des Missbrauchs.
.
Wenn also jemand die Erlaubnis gibt, dass der andere ihn schlägt, ohrfeigt, erniedrigt und noch alle anderen mögliche Dinge mit ihm tut, bedeutet das dann, die Handlung sei weniger anstößig, ekelhaft oder gewalttätig?
 .
Jeder der mit Opfern von Gewalttaten arbeitet, weiß, es bleibt trotzdem eine Misshandlung, auch wenn jemand seine Erlaubnis gegeben hat. Frauen, die das Buch und den Film “Fifty Shades of Grey” verteidigen und behaupten, sie würden ihr Sexualleben bereichern, handeln egoistisch und unglaublich fahrlässig.  Bsp-7
.
Der Gedanke, dass dieses Buch und der Film anderen Frauen in  den verschiedensten Situationen, vor allem junge Mädchen, die leicht zu beeinflussen sind, schaden kann, kommt ihnen nicht”.
.
Die Tat von Mohammad Hossain bleibt ein Verbrechen, für das er bestraft werden muss, selbst wenn das Opfer zugestimmt hätte.

Wie entsteht der Trend zu Perversionen?

Müssen wir uns nicht fragen, was Teenager dazu veranlasst hat, zu denken, andere an ein Bett zu fesseln, sie zu schlagen, würde ihrem Sexualleben gut tun?
.
Die Antwort liegt in den Folgen der Erbsünde. Unsere Fähigkeiten sind nahezu unbegrenzt, immer neue Wege einzuschlagen, um bei der nächsten Gelegenheit in der Sünde zu verharren, auch wenn wir sie eigentlich verachten sollten. Es braucht uns nicht zu verwundern: Je mehr unsere Kultur von dem eigentlichen Sinn der Ehe Abschied nimmt, umso bizarrer wird sie in ihren Verhaltensweisen.
 .
Am Ende steigern sich die gewaltsamen Verhaltensweisen. Sie werden zum Ersatz für eine permanente, engagierte Liebe, die untrennbar mit der Fortpflanzung verbunden ist. Die Möglichkeiten sind endlos. Deshalb muss man sich im klaren sein, dass ungezügelte Lust zurecht als Todsünde bezeichnet wird [1]. 0022
 .
Der Psychiater Dr. Aaron Kheriaty von der Universität aus Irvine in Kalifornien ist davon überzeugt, Fifty Shades of Grey verändere unseren Geist und Körper.

Neuronale Veränderungen prägen das Sexualverhalten

Dr. Kheriaty fand in zwei Studien von 2013 heraus, dass Frauen, die das Fifty Shads-Buch gelesen haben, ihr Verhalten gegenüber missbräuchlichen Beziehungen ändern:
 .
„Wir dürfen eine Filmromanze und Gewalt nicht miteinander vermischen. Die neuronalen Vernetzungen in unserem Gehirn, die sich auf unser Sexualverhalten beziehen, sind so geschaltet, dass sie unsere sexuellen Erfahrungen in subtiler Weise prägen. Bestimmten Gehirnregionen ordnen wir Aggression und Zorn zu. Ihre Ausprägung verstärkt sich, wenn wir in gewalttätige oder herrschsüchtige Verhaltensweisen engagiert sind.
 .
Anderen, separaten Hirnarealen ordnen wir Angst und Furcht zu. Sie werden in ihrer Intensität durch furchteinlösende und erschreckende Erfahrungen erhöht.
 .
Was passierte demzufolge in den Gehirnen der Hauptdarsteller des Films? Christian und Anastasia brachten ihre Liebe durch ein brutales Verhalten zum Ausdruck. Wenn wir Sex, Aggression und Furcht in einer Handlung miteinander vermischen, passt sich unser Geist und auch unser Körper diesem Verhalten an.
 .
Das Gehirn verknüpft die Handlungen miteinander, die normalerweise nichts miteinander zu tun haben und speichert sie in ihrem Gedächtnis ab. Es handelt sich um Lernprozesse, die wir der Plastizität unseres Gehirns zu verdanken haben.
 .
Menschen, die mit sadomasochistischen sexuellen Praktiken experimentieren, sind zuerst verwirrt. Die erlebten Ereignisse bleiben jedoch dauerhaft im Gedächtnis und beeinflussen unser zukünftiges Verhalten, dass zudem mit einer starken emotionalen Beteiligung einhergeht.
 .
Morphologische  Umbauvorgänge im Gehirn, die aufgrund der Kombination von Reizen erfolgen, aktivieren unser Langzeitgedächtnis [2].“

Pornographie und Sadomaso schaden der Seele .

Kheriaty beruft sich bei seinen Erläuterungen auf das Hebb’sche Prinzip [3].
.
„Wenn die separaten Hirnareale sich vereinigen, werden wir Aggression ganz automatisch mit Sex verbinden. Zudem steigern Angst und Furcht unser sexuelles Interesse. Wenn diese Verhaltensweise auffällig wird, sehen wir die Leute oft in unserer Praxis. Sie beschweren sich, dass ihr sexuelles Verhalten an all die zuvor beschriebenen Dinge gekoppelt ist. Sie können nichts dagegen tun.
 .
Filme und Bücher wie Fifty Shades, die fast allgemeine Präsenz von Pornographie in der breiten Masse der Gesellschaft zwingt vor allem junge Amerikaner, sich genau zu überlegen, was sie sich ansehen. Und sei es auch nur, um der Versuchung, mit dem Feuer zu spielen, auszuweichen.
 .
Bevor wir uns durch unser Sexualverhalten bestimmen lassen wollen, müssen wir uns fragen, was wir unserem Gehirn und Körper antun wollen. Welche neuronalen Verschaltungen sollen uns prägen? Wollen wir Sex mit Liebe; Sex mit Vertrauen, Sex mit Verpflichtung, Sex und Selbstlosigkeit, Sex und Geborgenheit miteinander verbinden?
 .
Oder wollen wir unser Neuronen derart manipulieren, dass sie Sex und Gewalt, Sex und Dominanz, Sex und Unterordnung, Sex und Kontrolle miteinander koppeln? Unser Gehirn wird durch unsere Entscheidungen geprägt. Automatisch macht es sich die wiederholenden Gewohnheiten zunutze. Die initiierende Handlung, welchen Weg wir gehen wollen, hängt von uns ab [4].“
 .
Auch ein Exorzist warnt vor dem Film Fifty Shades of Grey. Pater Patrick und sein Team bezeichnen es als das Grey-Phänomen, vor dem die Kirchenoberhäupter der USA warnen. Sie sind nicht alleine. Selbsthilfegruppen gegen häusliche Gewalt und selbst Filmkritiker verurteilen aufs schärfste die sexuelle Gewalt, die sich hier zeigt. 
media-FZMqzvujo1V-2
.
In den ersten drei Tagen, die der Film in den Kinos der USA zu sehen war, brachte er bereits 81,7 Millionen US-Dollars ein.
.
Pater Patrick, wie ihn die Autorin Patti Armstrong, nennt, ist nicht sein richtiger Name. Patti will seine Identität schützen, so wie das bei Exorzisten üblich ist. Der Priester war sechs Jahre lang unter der Obhut eines kompetenten Exorzisten tätig. Heute hat er seine eigene Pfarrei. Seit fünf Jahren ist er nebenbei als Exorzist einer US-Diözese tätig.  

“Der Film pervertiert die Schöpfung Gottes”

Patti hat den Priester am Telefon interviewt. Der Geistliche erläuterte:
.
„Wenn wir uns einen Film wie diesen anschauen, nehmen wir die Handlungen in uns auf. Dies verbiegt unsere Sinne und wird sich in unseren Beziehungen widerspiegeln. Man sagt zwar, ein Film ist dazu da, um uns zu entspannen, deshalb genießen sie es, ins Kino zu gehen. Kann man wirklich einen Film als Rekreation anschauen, der sich über Gottes Kreation lustig macht bzw. sie entheiligt? 
 .
Es ist fast eine Ironie, dass der Hauptdarsteller den Namen Christian Grey trägt. So wie er dürfte nie ein Christ handeln. Es geht hier um alles oder nichts. Eine  Grauzone, in der wir nicht zwischen Richtig und Falsch entscheiden können, spottet eines jeden Gläubigen.
 .
So wie es sich bei der Sexualität in der Ehe um einen heiligen Akt, ein Geschenk Gottes handelt, wird in dem Film die Tugend der Keuschheit und Gottes Schöpfung pervertiert. (…) Wir verlieren unser geistiges Gespür. Das Gleiche passiert auch, wenn wir uns Vampir-Filme ansehen. Warum lieben wir sie? Welche Geister laden wir in unser Leben ein? Blutsaugen ist konträr zu dem, was uns heilig ist. Wir begeben uns in eine dunkle Welt, wo jemand unwiderruflich tot ist. Leute lassen diese Dunkelheit in ihr Leben.(…)
 .
Leute verfallen oft dem Sex-Kult aus Neugierde. Wir degradieren die Würde unserer Mitmenschen, wenn wir uns da einlassen. Am Ende rechtfertigen wir unsere Sünde und dann fehlt uns die Unterscheidungskraft”, erklärt Pater Patrick [5].
 .

[1] Jansen J. Teenager arrested for „Fifty Shades“ inspired rape: How did we get there? LifeSiteNews, 26. Feb. 2015
[2] Reichenbach A.: Neurophysiologische Grundlagen des Lernens. Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Leipzig, 17. April 2007
[3] Hebb D. H.: The Organization of Behavior. Psychology Press, 1949, 1. May 2002
[4] Desmond J.: Psychiatrist: How Fifty Shades of Grey changes your mind and body. National Catholic Register, 18. Feb. 2015
[5] Armstrong P.M.: An Exorcist warns of the Dangers of “Fifty Shades of Grey”. Aleteia, 20. Feb. 2015
.
Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).
 .
.
 .
Fotos: E. Breburda (1), Universal-Pictures (2), Dr. Bernd F. Pelz (3), Felizitas Küble (4)
 

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 308 Followern an