Charismatische Sonderlehren verkünden „Proklamationen“ statt Bittgebete

Von Felizitas Küble

Als die Jünger an Christus die Bitte richteten: „HERR, lehre uns beten!“, verkündete ER ihnen das Vaterunser, zweifellos das bedeutsamste Gebet der Weltgeschichte. 

Dabei fällt auf, daß das Gebet des HERRN mindestens zur Hälfte aus Bitten besteht, nämlich jene um das tägliche Brot, jene um Vergebung der Schuld, um Erlösung von dem Bösen, auch um Bewahrtwerden vor Versuchungen.

Damit hat Christus das Bittgebet –  neben dem Lob- und Dankgebet – gewissermaßen legitimiert, in sein Recht gesetzt.

Als Geschöpfe stehen wir ohnehin ständig als „Bittende“ vor dem ewigen Gott, wir sind angewiesen auf unseren Schöpfer. Durch Bitten und Flehen bringen wir dies aufrichtig und demütig zum Ausdruck.

Nun gibt es aber eine andersgeartete Glaubenshaltung, die vor allem in charismatischen Kreisen oder auch in religiösen Sondergruppen wie z.B. den Adventisten verbreitet ist.

Dort wird das traditionelle christliche Bittgebet durch „Proklamieren“ ersetzt oder zumindest an den Rand gedrängt. Ein Beispiel hierfür bietet das bekannte Pfingstler-Ehepaar Dr. Derek und Ruth Prince aus England. 

Die beiden protestantischen Autoren, die in der Charismatiker-Szene seit Jahrzehnten viel gelesen werden, haben dem Thema sogar eine eigene Schrift gewidmet: „Gebete und Proklamationen“ (siehe Foto).

Im Grunde geht es dabei durchweg ums Proklamieren, was dann als „Gebet“ verstanden wird, obwohl es dies allenfalls in einem weitgefaßten Sinne ist.

Was ist also damit gemeint?

Wir sollen  – so diese Sonderlehre   –   als Gläubige statt üblicher Bittgebete vielmehr die Verheißungen Gottes schlichtweg „in Anspruch nehmen“ und diese Zusagen „proklamieren“.

„Und führe uns nicht in Versuchung…“

Das ist eine verstiegene Form des „Glaubens“, die letzten Endes Gott auf die Probe stellen und die Erfüllung seiner Zusagen gleichsam herbeireden möchte – eine geradezu beschwörende Form des „Betens“.

Davor hat aber schon Christus gewarnt, als ER vom Satan in der Wüste versucht wurde und ihm entgegenhielt: „Du sollst den HERRN, Deinen Gott, nicht versuchen!“

Natürlich präsentiert sich diese Mentalität  bei Charismatikern meist bezogen auf den Heiligen Geist und seine „Segnungen“, die man „in Anspruch nehmen“ sollte; bei der protestantischen Pfingstbewegung gerne garniert mit Hinweis auf „biblische Verheißungen“, die teils direkt so verstanden werden, als ob sich jedes Bittgebet erübrigt, denn was Gott doch ohnehin zugesagt habe, brauche man doch nicht mehr eigens zu erflehen. 

Man spricht in der Religionswissenschaft hierbei von einer Spiritualität der Anamnese (Vergegenwärtigung), wonach wir die Heilsversprechen des Himmels nicht etwa erbitten, sondern „proklamieren“, ausrufen, als gleichsam „schon geschehen“ betrachten sollen.

Gebet und „Segnung“ werden direkt verknüpft, beides als hier und heute gegenwärtig angesehen. Aus dem Gebet wird eine „Verkündigung“, Gottes Zusagen gilt es zu proklamieren.

Genau so läuft das auch bei Derek und Ruth Prince. In der Einleitung der Schrift heißt es bereits: Das Gebet der Christen bestehe aus PROKLAMATION – LOBPREIS  – DANKSAGUNG.

Das Bittgebet kommt gleich gar nicht vor, obwohl uns Christus dies im Vaterunser sehr wohl gelehrt hat.

Der Stab des Moses als „Wunderwaffe“ für die Christen….?

Die Verheißungen Gottes werden wie eine Art „Zauberstab“ oder Wunderwaffe gehandhabt, wobei der Stab des Moses als „biblische“ Begründung herhalten muß, denn mit diesem Stab habe er die Zauberer Ägyptens besiegt:

„Wenn Sie Ihr unbegrenztes [!] Potential verstehen lernen, dann können Sie Ihre Bibel so gebrauchen wie Moses seinen Stab, um Gottes Autorität in jede Situation hineinzusprechen, in der Satan dem Volk Gottes und den Zielen Gottes entgegensteht.“

Typisch verstiegen: „Gottes Autorität in jede Situation hineinsprechen“, die IHM entgegensteht.

Dazu paßt es, daß Derek Prince weiter schreibt:

„Während der vergangenen drei Jahren standen Ruth und ich in einem fortwährenden Kampf gegen Satan, der uns und unserem Dienst auf vielerlei Weise entgegenstand. Sein Hauptziel war es gewesen, Ruth zu töten. In dieser Situation lehrte uns der Heilige Geist, wie wir die Bibel als unseren Stab gebrauchen können, um damit Gottes Autorität auf jedem Gebiet anzuwenden, in dem Satan uns widersteht“ (S. 4/5).

Das Verbreiten von Dramatik („Ruth zu töten“) gehört ebenso zum schwarmgeistigen Lager wie das ständige Erwähnen von Finsternismächten. Anscheinend braucht man dort die dunkle Folie, damit das Licht  –  oder soll man sagen: der „Stab“  – des eigenen Glaubens umso heller erstrahlt.

Die im Grunde dreiste Art, den Allmächtigen gleichsam mit seinen Verheißungen (so wie man diese versteht….) zu konfrontieren, wird natürlich in eine fromme Wolke gehüllt: „Zuerst PROKLAMIEREN [im Original groß geschrieben!] wir die zutreffende Bibelstelle mit kühner, unerschütterlicher Zuversicht“ (S. 5).

Sehr „kühn“ ist das gewiß  – und in diesem hochfliegenden Stil geht es munter weiter:

„Um dabei die bestmögliche Wirkung zu erzielen, personalisieren wir oft die Stelle, die wir zitieren, indem wir alle notwendigen grammatikalischen Veränderungen vornehmen, um die Stelle für uns persönlich anwenden  zu können. Wenn die Bibelstelle z.B. lautet „ihr“, dann ändern wir sie in „ich“ oder „wir.“  

Wenn also Christus etwa seinen Aposteln verheißen hat, der Heilige Geist werde sie „in alle Wahrheit einführen“, dann nehmen diese Charismatiker das einfach für sich „in Anspruch“ und proklamieren das Ergebnis vorweg:

„Der zweite Schritt besteht darin, die Schriftstelle, die wir als Wahrheit proklamiert haben, für uns anzunehmen, noch bevor wir ihre tatsächliche Auswirkung in der jeweilige Situation erleben.“

GOTT hat gewissermaßen keine andere Chance, als das, was die frommen Damen und Herren „proklamieren“, auch gefälligst zu erfüllen, handelt es sich doch angeblich um seine höchst-eigenen „Verheißungen“ – freilich betrachtet durch die Brille charismatisch gefärbter (Miß-)Verständnisse….

 


Kritik am Buch „Kinderfrei statt kinderlos“

Von Birgit Kelle

Eigentlich wollte ich zu diesem seltsamen Buch gar nichts schreiben. Aber dann hatte mich die Redaktion von Focus online ausdrücklich gebeten, aus Muttersicht einmal Stellung zu nehmen zu der Kampfschrift der kinderlosen Lehrerin Verena Brunschneider, die mit dem Buchtitel „Kinderfrei statt kinderlos“ auf den Markt ging und gerade für Diskussionen sorgt.

Hier ein Ausschnitt aus meinem Text:

„Kurz zusammen gefasst vertritt sie die These, dass sie als kinderlose Feministin immer unter Rechtfertigungsdruck sei, weil die Gesellschaft, das Patriarchat und der ganze Rest ständig seine Mutterschaftserwartung an sie als Frau heranträgt.

Zweitens: Eltern bekämen sowieso nur Kinder, weil sie Egoisten seien und es ihnen ums Geld ginge, das sie ja offenbar ständig hinterhergeworfen bekommen wegen der Blagen. Und nicht zuletzt könnten mit jedem nichtgeborenen Kind über 58 Tonnen CO2 eingespart und damit ein wertvoller Beitrag zur Rettung des Weltklimas geleistet werden. Eltern sind also Klimasünder, das lässt sich nicht mal mit lebenslänglich veganem Radfahren wieder aufholen.“ 

Sie ahnen sicher, dass man aus Elternsicht darauf eine Antwort geben muss. Hier ein Vorgeschmack:

„Keine Kinder aus politischen Gründen und um die Welt zu retten: Herrje, der Club of Rome verbreitet seine entsprechenden Weltuntergangs-Orakelsprüche und die Mahnung, weniger Kinder zu bekommen, um den Planeten zu retten doch schon seit den 70er Jahren.

Wahrscheinlich war Frau Brunschweiger damals schon geboren und hatte Glück, dass ihre eigene Mutter nicht bereits im feministischen Gebärstreik, alternativ Klimakatastrophenmodus war, als sich Klein-Verena ankündigte, sonst wäre uns heute ja viel Spaß entgangen.

Der kollektive Freitod bewusster Klima-Rettungs-Lemminge wäre in diesem Zusammenhang übrigens die konsequenteste Variante ökologischer Eigenverantwortung. Freiwillig aussterben für das Klima. Man kann ja einem unschuldigen Neugeborenen nicht seinen CO2-Ausstoß vorwerfen und gleichzeitig selbst weiter atmen! Möglicherweise waren die Dinos verantwortungsbewusster als wir alle und haben sich damals auch freiwillig aus dem Staub gemacht“.

Den ganzen Text finden Sie hier unter dem Link


Evangelikaler Hänssler-Verlag besteht seit 100 Jahren – Jubiläumsfeier am 1. April 2019

Am 1. April 2019 feiert SCM Hänssler sein 100-jähriges Jubiläum. Der evangelikale Verlag ist das weit ausstrahlende christliche Verlagshaus aus Baden-Württemberg und steht heute für ein breites Bücherprogramm rund um Gemeinde- und Familienthemen und für christliche Musik.

Im Jahr 1919 gründete der württembergische Pietist Friedrich Hänssler sen. (1893-1972) gemeinsam mit seiner Frau Friedericke einen kleinen Musikverlag. Die Geschichte des Traditionsverlags weist neben Höhen auch Täler auf, wie etwa die Bedrohung durch den Nationalsozialismus oder die Insolvenz um die Jahrtausendwende.

BILD: Biographie über Friedrich Hänssler: „Ein Leben für das Evangelium“

Über viele Jahre prägte Friedrich Hänssler jun. den Verlag. Seit 1950 arbeitete er im Verlag seines Vaters, übernahm ab 1958 die Verantwortung für das Unternehmen und machte ihn zu dem, was der Verlag heute ist: einer der größten evangelikalen Verlage Deutschlands mit vielen prägenden und segenstiftenden Erfolgen in den Bereichen Buch, Musik und Film.

Die Geschichte des Verlages ist zu einem großen Teil auch die persönliche und spannende Lebensgeschichte von Friedrich Hänssler. Anlässlich des Jubiläums erscheint seine bewegende Biografie: „Friedrich Hänssler – Ein Leben für das Evangelium“.

SCM Hänssler ist heute Teil der SCM Verlagsgruppe, die zur Stiftung Christliche Medien gehört. Die SCM Verlagsgruppe ist mit den Marken SCM R.Brockhaus, SCM Hänssler, Gerth Medien, adeo Verlag, der SCM Verlagsauslieferung und dem Zeitschriften- und Internet-Spezialisten SCM Bundes-Verlag sowie 380 Mitarbeitenden die führende Verlagsgruppe im Bereich der evangelischen Publizistik und agiert von den Standorten Holzgerlingen in Baden-Württemberg, Asslar in Hessen und Witten in Nordrhein-Westfalen. Seit 2018 ist Klaus Jost neuer Geschäftsführer der SCM Verlagsgruppe und Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO).


Jüdischer Autor kritisiert den islamischen Antisemitismus und „Irrenhaus Deutschland“

Der Publizist Henryk M. Broder hat scharfe Kritik an den inneren Verhältnissen in Deutschland geäußert. Anstatt die Herausforderungen anzugehen, vor denen das Land stehe, beschäftige man sich lieber mit Scheinproblemen.

„Wir reden nicht über die wirklichen Probleme, sondern erfinden künstliche, wie genderneutrale Toiletten“, sagte er während einer Podiumsdiskussion in Wien.

Vor diesem Hintergrund äußerte Broder: „Deutschland ist ein Irrenhaus. Könnte man die Bundesrepublik überdachen, wäre es eine geschlossene Anstalt.“

Anlaß der Diskussionsrunde war die Vorstellung des Buches „Tötet sie, wo ihr sie trefft  –  Islamischer Antisemitismus“ (siehe Foto) des Politikwissenschaftlers Michael Ley.

Mit Blick auf Deutschland betonte Broder vor den rund 700 Zuhörern, der Islam sei keine Frage der Höhe des Bevölkerungsanteils. „Der Islam dominiert den öffentlichen Diskurs. Er ist das Thema Nummer eins.“

In der Diskussion über zugewanderten Judenhaß äußerte er, der „Treibriemen des heutigen Antisemitismus“ seien Araber. Zusätzlich erinnerte er an verschiedene Ausprägungen wie wirtschaftlichen, linken oder rechten Antisemitismus.

Kritik äußerte Broder am Vorsitzenden der Dt. Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, der im Januar den Begriff „christliches Abendland“ verworfen hatte. So gehe ein Stück abendländischer Tradition verloren und Marx gebe eine der Grundlage des Christentums auf.

Zu welchen Werten sollten sich Moslems in Europa bekennen, wenn die Europäer keine mehr hätten, fragte er rhetorisch.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/broder-deutschland-ist-ein-irrenhaus/


Dresden: Kim Phuc Phan Thi erhält am 11.2. den 10. Internationalen Friedenspreis

Am 11. Februar 2019 erhält Kim Phuc Phan Thi den 10. Internationalen Friedenspreis, den „Dresden-Preis“, in der Semperoper.

Das Foto, das 1972 um die Welt ging und uns bis heute die Schrecken des Vietnamkrieges vor Augen führt, zeigt ein kleines Mädchen, das von Napalm schwer verbrannt wurde.

Nackt und schreiend rennt sie die Straße entlang. Kim Phuc Phan Thi ist dieses damals 9jährige Mädchen. Die heute 55-Jährige ist nun Botschafterin für den Frieden.

Ihr Buch „Ins Herz gebrannt“ ist vor wenigen Monaten im christlichen Verlag Gerth Medien (Asslar) erschienen und schildert, wie sie trotz der erlittenen Verbrennungen und seelischen Qualen inneren Frieden und Heilung erfuhr.

Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Toronto (USA).

Kim Phuc Phan Thi, die bis heute unter den Schmerzen der damaligen Napalm-Attacke leidet, setzt sich leidenschaftlich für Vergebung und Versöhnung ein.

Sie wurde Goodwill-Botschafterin der UNESCO und gründete eine Stiftung für vom Krieg versehrte Kinder. Auch ihr Buch ist eine Einladung, sich nach diesem Frieden auszustrecken.

 

 


Bewegende Biografie über den großen christlichen Verlagsleiter Friedrich Hänssler

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Seit 100 Jahren ist der SCM-Hänssler-Verlag eines der größten evangelischen Verlagshäuser in Deutschland. Die inhaltliche Ausrichtung ist evangelikal geprägt, also theologisch konservativ.
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Friedrich Hänssler und Simone Martin (siehe 2. Foto) erzählen gemeinsam im Buch „Friedrich Hänssler – Ein Leben für das Evangelium“ die private Biografie und die Verlagsgeschichte der Familie Hänssler. 
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Friedrich Hänssler war langjähriger Geschäftsführer des Hänssler-Verlags und zuletzt als Berater tätig. Er ist einer der bedeutendsten evangelischen Verleger des 20. Jahrhunderts und auch im hohen Alter ein gefragter Redner.
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Weiter heißt es in einer Presse-Information:
Friedrich Hänssler ist ein von Jesus Christus geprägter Mensch. Der Mann, der seit dem 22.9.1945 – dem Tag seiner persönlichen Lebensübergabe an Christus – unter der Führung Gottes lebt, war Zeit seines Lebens gefordert.
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Zahlreiche Leitungsaufgaben in christlichen Gremien hat er übernommen, gehörte u.a. der Kammer für Publizistik der EKD an, gründete gemeinsam mit Rudolf Decker 1979 die Initiative „Gebetsfrühstückstreffen für Parlamentarier“ nach amerikanischem Vorbild, leitete den Württembergischen Christusbund (früher Brüderbund) von 1970 bis 1992, war Vorsitzender des Vereins GBA (Gute Bücher für alle), der bis heute per Schiff christliche Buchausstellungen in den Häfen der Dritten Welt organisiert und dadurch vielen Millionen Besuchern das Evangelium weitergibt.
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Viele Jahre war er in der Mitverantwortung des Missionswerks OM (Operation Mobilisation) tätig, auch ist er einer der Gründer des Christlichen Medienverbunds KEP und Kuratoriumsmitglied des Vereins ProChrist, ebenso Mitglied beim CVJM, außerdem über viele Jahre im Vorstand der Deutschen Missionsgemeinschaft DMG.
Er gehörte zum Vorstand bei der internationalen Hilfsorganisation Food for the Hungry und war Mitglied im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz. Die Liste ließe sich noch fortsetzen.
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Obwohl er in erster Linie seiner durchgehend anspruchsvollen Tätigkeit als Verleger gerecht werden musste, übernahm er nebenher in vielfältiger Weise Verantwortung vor Gott und den Menschen.
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Das Hauptanliegen des Buch- und Musikmissionars bestand zu allen Zeiten in der Verbreitung des Evangeliums durch Bücher (vor allem der Bibel selbst), Musik und Filme.
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Das lebensnahe Buch- und Medienangebot des Hänsslerverlags ist bekannt für seine Sachbücher zu christlichen Themen, Familienfragen und für christliche Musik; dazu kommen Romane und Ratgeber für aktuelle Fragen.
Näheres hier: http://www.scm-haenssler.de
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Buch-Daten: Simone Martin. Friedrich Hänssler – Ein Leben für das Evangelium. Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 368 S., mit Schutzumschlag, inkl. 32-seitigem Bildteil und Leseband. € 19,99. ISBN: 978-3-7751-5889-3 | SCM Hänssler

Das neue Buch von Matussek ist spannend und herzerfrischend

Rezension von Cordula Mohr

Buch-Daten: Matthias Matussek. White Rabbit Oder der Abschied vom gesunden Menschenverstand, FBV Finanz Buch Verlag, Edition Tichys Einblick, 318 Seiten 
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Der bekannte Schriftsteller Matussek widmet sein neustes Buch „Allen, die mir zur Seite gestanden haben“. Sobald man das Buch zu Ende gelesen hat, versteht man sehr wohl, was er damit genau meint.
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Das Buch White Rabbit (= Weißes Kaninchen) ist aktueller denn je – sowohl in politischer Hinsicht wie auch in bezug auf Matussek persönlich.
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Am Anfang des spannend geschriebenen Buches äußert er große Sympathien für den britischen Schriftsteller Chesterton und schildert die Lebensbiographie des überzeugten Katholiken, der in Deutschland vor allem als Autor von „Pater-Brown“-Geschichten bekannt – und verfilmt  –  wurde.
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Matuessek selbst fährt zu einem amerikanischen Kongress der Chesterton-Anänger und erlebt dort viel Aufregendes, sogar einen kurzen Aufenthalt im Gefängnis, weil man bei ihm – allerdings medizinisch verordnetes – Marihuana gefunden hatte.
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Nach diesem teils amüsanten Kapitel wendet er sich dem deutschen Journalismus zu, wie er ihn einst kannte und wie er heute dasteht – nämlich entstellt und manipuliert, nicht zuletzt von der Homosexuellenlobby, die es darauf absieht, möglichst viele nicht-linke Persönlichkeiten als „homophob“ zu verunglimpfen.
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Er selbst wurde wegen eines kritischen Artikels  zu diesem Thema von Kollegen ausgegrenzt. Er nennt in seinem Buch dazu Roß und Reiter. Das war der Beginn einer Diffamierungskampagne gegen ihn, die noch weitere Kreise zog.
Weitere Kapitel beschreiben Matusseks Journalistentätigkeit aus den vergangenen Jahren. Seine WM-Fussball-Reportagen aus Argentinien sind originell und spannend geschrieben.
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Immer wieder werden Ansichten von Chesterton  – er nennt ihn den „Matador des freien Willens und des gesunden Menschenverstands“ –  eingestreut. Die Frage, was würde der britische Autor wohl zu dieser oder jener Situation sagen, wird von Matussek öfter gestellt.
Die Grenzöffnung 2015 und ihre verfehlte Willkommenkultur, Wahlkampfbegleitung, Netzwerkdurchsuchungsgesetz, Griechenlandkrise und eine Buchempfehlung zum französischen Romancier Jean Raspail und seiner rabenschwarzen Dystopie (Negativ-Utopie) von 1973 sind weitere Themen, die amüsant und etwas spitzbübisch aufgegriffen werden.
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Die letzten Buch-Kapitel sind geprägt von der Schilderung, wie seine Journalistenkollegen Poschardt und Peters seinen Stuhl beim „Spiegel“ absägen.
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Auf S. 233 beschreibt Matussek dies folgendermassen:
Dann setzte ich meinen verhängnisvollen, karrierebeendenden Post ab: „Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatte über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen.“
Dazu setzte er ein Wutsmily.
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Daraufhin folgte ein Shitstorm von Kollegenseite und Matussek wurde endgültig in der rechtextreme, homophobe Ecke gerückt.
Es folgt der Rauswurf aus der „Spiegel“-Redaktion – ein Kapitel, das spannend geschrieben ist; darin berichtet er genau, wer zu ihm gestanden hat und wer nicht.
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In dem Buch tauchen viele bekannte und auch unbekannte Journalistennamen auf. Das wäre  – neben dem englischen Titel –  mein Kritikpunkt: Der Leser kann sich in diesem Namens-Wirrwarr nicht auskennen und es wird zum Schluß schwierig, diese Kapitel zu lesen. Das wäre eher speziell etwas für Redakteure und Publizisten.
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Matussek selbst ist ein tief bodenständiger Katholik und es wird von Kapitel zu Kapitel deutlich, dass er seinen katholischen Glauben in der Medienwelt behalten und verteidigen musste und muss – ähnlich wie einst Chesterton.
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Ich empfehle, dieses Buch bald zu lesen, denn die vielen Erlebnisse und Menschen, von denen Matussek berichtet, sind interessant und teils herzerfrischend, weil man sich selbst noch gut an einige der geschilderten Situationen erinnern kann.