Linke Sturheit jenseits aller Fakten

Die „Süddeutsche Zeitung“ steht weiter auf der Leitung

Die „Süddeutsche Zeitung“ drischt auch nach Wochen weiter mit der Breivik-Keule auf Islamkritiker ein, als ob sie jene wissenschaftlicher Analysen nicht kennen würde, die diesen polemischen „Oslo-Hammer“ gründlich widerlegt hatten (wir berichteten).

Unter dem hetzerischen Titel „Comeback der Hetzer“ legt die Autorin Kathrin Haimerl am 5.8.2011 in der SZ los, was das pseudo-intellektuelle Zeug hält  – und wirft bereits in den einleitenden Sätzen alles in einen demagogischen Topf:

„Die Anschläge in Norwegen haben die Rechtspopulisten in Deutschland höchstens kurzzeitig geschwächt. Mit der Angst vor Islamisierung glaubt die Szene immer noch Stimmen holen zu können – sie ist kaum verunsichert, hetzt weiter, als wäre nichts passiert.“

Was haben demokratische Islamkritiker, die von linker Seite gern als „Rechtspopulisten“ abgewertet werden, mit dem Irren von Oslo zu tun?  –  Nichts natürlich, spielt aber wohl keine Rolle beim polemischen Schlagabtausch. Es handelt sich um dieselbe krude „Logik“, wie wenn die kriminellen Krawalle in Londons Migrantenvierteln jetzt den bundesdeutschen Multikulti-Träumern angeheftet würden.

Sodann wird der frühere CDU-Politiker Rene´ Stadtkewitz, der die islamkritische Partei „Die Freiheit“ gründete, von der Süddeutschen Linkszeitung ins Visier genommen, zumal er demnächst einen Kongreß veranstaltet. Motto der Veranstaltung: „Der Islam als Integrationshindernis in Deutschland.“

Dergleichen Realitätssinn wird von der SZ nicht gern gesehen, sondern lieber unfair mit der Oslo-Keule attackiert:

„Die Anschläge von Norwegen werfen ein Schlaglicht auf islamkritische und rechtspopulistische Bewegungen, auch in Deutschland.“  –  Auf eine Beweisführung für diese steile Behauptung verzichtet die SZ schlichtweg.

Stattdessen bringt sie richtig schweres „wissenschaftliches“ Geschütz in Stellung, nämlich (man lese und staune!) den Diplom-Soziologen Alexanders Häusler:

„Dabei stoßen in Umfragen muslimfeindliche und europakritische Äußerungen auf bis zu zehn Prozent Zustimmung, sagt der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler, der sich seit Jahren mit Rechtspopulismus beschäftigt. Den Bestrebungen gemein sei die muslimfeindliche Haltung, ein „religiös umformter Rassismus“, wie es Häusler ausdrückt.“

Also wenn Herr Häusler islamkritische Ansichten zur „muslimfeindlichen“ Haltung verzerrt und dann auch noch mit der Rassismus-Killerphrase kommt, ist das echte „Sozialwissenschaft“  –  jedenfalls aus Sicht der „Süddeutschen Zeitung“…

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Geert Wilders beklagt „Hexenjagd“ auf Islamkritiker

Vorsitzender der Freiheitspartei bekräftigt seine Standpunkte

Der bekannte islamkritische Politiker Geert Wilders, der in den letzten Jahren große Wahlsiege für seine niederländische  „Freiheitspartei“ einfahren konnte, hat erneut seine Ablehnung des Islam bekräftigt, den Beitritt der Türkei in die EU abgelehnt und die staatliche Einwanderungspolitik als verfehlt bezeichnet.

Am 3.8.2011 berichtete das islamkritische Infoportal „EuropeNews“ über Wilders jüngste Äußerungen. Er lasse sich vom Multikulti-Spektrum in keiner Weise mundtot machen, erklärte er: „Die Linken können mir gestohlen bleiben“, stellte Wilders unumwunden fest.

Der erfolgreiche Parlamentarier wendet sich entschieden gegen den Versuch, aus dem Drama von Norwegen ideologisches Kapitel zu schlagen und jede Kritik am Islam zu verteufeln.

Der Chef der Freiheitspartei, der seit Jahren bedroht ist, seine Frau nur selten sehen kann und unter Polizeischutz leben muß, stellte fest, daß in der vergangenen Woche eine „Hexenjagd“ gegen ihn stattgefunden habe:

”Wenn ein Moslem einen Terroranschlag verübt, ist es –  nach Meinung der Linken  –  nicht der Fehler des Islam. Aber wenn ein durchgedrehter Verrückter  in Norwegen einen Anschlag verübt, dann soll sich das die Freiheitspartei anheften lassen.”

Wilders sagte zudem: „Unsere Wähler wissen, dass die Freiheitspartei Gewalt verurteilt und ausschließlich demokratische Mittel anwendet   –  und sie verabscheuen das, was in Norwegen geschah.”

Er erläuterte, daß er keinerlei Veranlassung sehe,  sich gegenüber linken Politikern zu rechtfertigen:  „Diese können mir gestohlen bleiben  – alle von ihnen.”

Zudem bekräftigte der im Volk beliebte Politiker seine Standpunkte:

„Der Islam ist die größte Gefahr, die unser Land und den freien Westen bedroht. Wir haben eine zu hohe Masseneinwanderung aus den islamischen Ländern. (…) Einwanderer sind in der Kriminalitäts-Statistik noch immer überrepräsentiert.“

Hinsichtlich seiner Kritiker von links erklärte Wilders:

„Nicht meine Worte, sondern Euer Schweigen zu den Gefahren des Islam übt einen negativen Einfluß aus. Nicht die Diskussion der Probleme und das Anbieten von Lösungen durch die Freiheitspartei, sondern Eure feige Haltung, die Augen von den Problemen abzuwenden, haben die Probleme vergrößert!”

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Hier der vollständige Text von Wilders Stellungnahme:
http://europenews.dk/de/node/45932

FAZ stellt klar: Oslo-Attentäter ist „kein christlicher Fundamentalist“

Auch der Templermythos ist eher freimaurerisch als christlich orientiert

Reinhard Bingener schrieb in einem FAZ-Artikel vom 26. Juli 2011 unter dem Titel „Anders Breivik und die Religion“ bereits einleitend:  „Als christlicher Fundamentalist kann Anders Breivik nicht gelten.

Die Begründung des FAZ-Autors: die Bezugnahme des Attentäters auf die Freimaurerei. Damit lasse sich das Etikett „christlich-fundamentalistisch“ durchaus „nicht in Übereinstimmung bringen“.

Die „Frankfurter Allgemeine“ erklärt weiter: „Denn die Freimaurerei beruft sich in deistischer Manier nur sehr vage auf einen „Allmächtigen Baumeister aller Welten“, ist aber strikt auf das Diesseits gerichtet und zudem  –  gerade in den katholisch geprägten Ländern Europas  –  in fast allen ihren Facetten feindlich gegen die Kirche eingestellt.“

Außerdem heißt es im FAZ-Artikel:

Als christlicher Fundamentalist kann Breivik auch deshalb nicht gelten, weil er sich in seinem 1518 Seiten starken Schriftenkonglomerat so gut wie gar nicht darum bemüht, seine Ansichten aus der Bibel heraus zu begründen, was das wichtigste Kriterium für Fundamentalismus wäre. Für die wesentlichen Themen des christlichen Fundamentalismus – Irrtumslosigkeit der Bibel, leibliche Auferstehung, Sühnetod Christi – zeigt Breivik in seinem Pamphlet keinerlei Interesse.“

Auch der mitunter zu lesende Hinweis, daß sich der Oslo-Attentäter auf die „christlichen Tempelritter“ berufen, läßt der FAZ-Beitrag zu Recht nicht gelten und schreibt: „

„Zu vermerken ist an dieser Stelle, dass sich die Freimaurer, als deren Mitglied sich Breivik auch bezeichnet, ebenfalls sehr stark auf den Templermythos beziehen, sowohl was den streng hierarchischen Aufbau betrifft als auch die Aura des Geheimnisvollen, die beide Gemeinschaften pflegten.“

Felizitas Küble

PS: Zwei Tage vor diesem FAZ-Artikel, am 24.7.2011, hatten wir hier in unserer Webseite klargestellt, daß Anders B. Breivik kein „fundamentalistischer Christ“ sein kann, weil er der Freimaurerei angehört – noch dazu im dritten Grad eines Meisters:

https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/24/a-behring-der-attentater-von-oslo-outet-sich-als-freimaurer/


Ein Historiker auf Abwegen

Prof. Wolfgang Benz vergleicht Islamkritik mit dem Antisemitismus

Der Berliner Historiker Dr. Wolfgang Benz leitete 20 Jahre lang das  „Zentrums für Antisemitismusforschung“. Weil er Islamkritik mit Antisemitismus gleichsetzte, gab es auch von jüdischer Seite zunehmend Kritik an dem linksorientierten Professor.

Dieser meldete sich jetzt zur Debatte um den Oslo-Attentäter ABB und erklärte: „Der Sumpf ist nicht unbedingt Schuld an den Blüten, die auf ihm gedeihen. Aber ohne den Sumpf gäbe es diese Blüten nicht“, sagte Benz gegenüber der Zeitungsgruppe WAZ. Zudem sei das Gedankengut  von ABB in weniger extremer Form längst in der bürgerlichen Mitte angekommen: „Das beweist der Erfolg von Sarrazins Buch“, behauptet Benz.

Wenn jemand verschiedene Vorgänge gleichsetzt, nennt man dies in Deutschland „Äpfel mit Birnen vergleichen“. Genau dies praktiziert der Geschichtsprofessor mittlerweile mit wachsender Leidenschaft und Verbissenheit.

Eine seiner Lieblingsbeschäftigungen bestand lange Zeit darin, Konservative mit der „braunen Keule“ publizistisch zu erledigen sowie die deutschen Vertriebenen im allgemeinen und den „Bund der Vertriebenen“ im besonderen in Mißkredit zu bringen.

Vor wenigen Jahren entdeckte der Berliner Historiker eine neue Spielwiese für seine Gedankenspiele, wobei sein mentales Steckenpferd der linksliberalen „Süddeutschen Zeitung“ und überhaupt dem Zeitgeist ebenso gefällt wie seine früheren anti-konservativen Rundumschläge.

Prof. Benz hat offenbar das Rad neu erfunden und weiß der staunenden Welt zu berichten, daß der Rassen-Antisemitismus, der im  19. Jahrhunderts aufkam, dasselbe sei wie die heutige sog. „Islamophie“,  von seriöser Seite auch als „Islamkritik“ bezeichnet. 

Er behauptet: „Die Wut der neuen Muslimfeinde gleicht dem alten Zorn der Antisemiten gegen die Juden.“

In diesem Zusammenhang veröffentlichte Benz voriges Jahr in der „Süddeutschen Zeitung“ unter dem bezeichnenden Titel „Hetzer mit Parallelen“ einen Artikel über angebliche strukturelle Ähnlichkeiten zwischen Judenfeinden und „Islamfeinden“:

http://www.sueddeutsche.de/politik/antisemiten-und-islamfeinde-hetzer-mit-parallelen-1.59486

Ausgangspunkt der neuen „Benz-Forschung“ ist hierbei die Frage nach der „Entstehung und Verbreitung von Vorurteilen“. Demzufolge ist das „Vorurteil“ gegen Juden letztlich dasselbe wie jenes gegen Muslime.

Prof. Benz ist denn auch   –  eigenen Angaben zufolge   –  stolz darauf, daß er solche „Weiterführungen“ fest im Blick hat:

„Das würde ich mir dann vielleicht auch als Verdienst zuschreiben, eine engere Antisemitismus-Forschung, die sich nur mit der Minderheit der Juden beschäftigt hat, etwas zu erweitern, um andere Minderheiten in den Griff zu nehmen, in der Hoffnung, jetzt über das Wesen des Vorurteils bessere Aufschlüsse und Erkenntnisse zu kriegen, das scheint mir immer noch höchst notwendig.“

Uns scheint es „höchst notwendig“, der Frage nachzugehen, ob „Antisemitismus“ und „Islamkritik“ strukturell tatsächlich dasselbe ist  – oder ob hier wesentliche Unterschiede bestehen.

Da hier keine Doktorarbeit angesagt ist, sondern lediglich Denkanstöße vermittelt werden, seien nachfolgend drei wesentliche Unterschiede zwischen Judenhaß und Islamkritik aufgezeigt:

1. Deutsche Juden waren sowohl im 19. Jahrhundert wie in der Weimarer Republik fast vollständig in das deutsche Volk und Land integriert. Man sprach damals mit Recht von einer „deutsch-jüdischen Symbiose“, die sich vor allem in der Literatur zeigte.

Juden machten sich also weder in der Kriminalstatistik negativ bemerkbar noch lagen sie dem Staat und seinem   –   soweit vorhanden   –  sozialen Netz auf der Tasche. Die Mehrheit der Juden war nicht „nur“ integriert, sondern sogar assimiliert (voll angepaßt)  – was auch in Kriegszeiten galt:

Der Anteil der jüdischen Freiwilligen im 1. Weltkrieg lag sogar höher als beim (nichtjüdischen) deutschen Durchschnitt. Die damaligen Juden wollten vor allem eines sein: in erster Linie Deutsche  – und das in Krieg und Frieden gleichermaßen.

Es liegt auf der Hand, daß Muslime in Deutschland mehrheitlich von diese Integration  – oder gar Assimilation  – weit entfernt sind.

Wer also heutige Islamkritik mit dem damaligen Antisemitismus vergleicht, der diffamiert die meisten damaligen Juden, weil er deren Integration ignoriert.

2. Die seriöse Islamkritik von Intellektuellen wie Henryk Broder, Necla Kelek oder Monika Maron richtet sich nicht gegen Muslime als Menschen, sondern allein gegen den Islam als Ideologie und als totalitäres System. 

Es wird nicht gegen Irrende geschrieben, sondern gegen den Irrtum. Viele Islamkritiker, darunter auch der holländische Politiker Geert Wilders, betonen ausdrücklich, daß sie Muslime bedauern, weil diese Gefangene ihrer hergestammten „Religion“ sind, also selber sozusagen Opfer des Islam.

Demgegenüber hat sich der Antisemitismus des 19. Jahrhunderts und erst recht der aggressive Judenhaß der Nationalsozialisten  wenig oder gar nicht mit der Religion, Kultur und dem Rechtsverständnis des Judentums befaßt, sondern vielmehr die Juden als Menschen diffamiert und ein bösartiges Zerrbild ihrer vermeintlichen „Eigenschaften“ geliefert.

3. Hinzu kommt ein weiterer Unterschied, auf den der Münchner Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn aufmerksam macht: Heutige Islamkritiker unterstellen dem Islam durchaus keinen Plan einer finsteren „Weltverschwörung“, wie dies der frühere Antisemitismus mit nicht enden wollender Leidenschaft praktizierte, teils auch mit Hilfe der fälschlich den Juden unterschobenen „Protokolle der Weisen von Zion“ und ähnlicher Pamphlete.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Türkischer Ministerpräsident Erdogan prangert „christlichen Terror“ an

Fundi-Keule gegen Christen: Die Saat geht auf

Nachdem in zahlreichen Medien hierzulande, zumal in den Fernsehanstalten, tagelang das (Zerr-)Bild vom Oslo-Attentäter als einem „christlichen Fundamentalisten“ gezeichnet  wurde, geht die Saat dieser Manipulation nun auf und treibt in der Türkei ihre mentalen Sumpfblüten:

Der türkische Ministerpräsident Erdogan fordert nach dem Massaker in Norwegen eine Debatte über „christlichen Terror“  –  schließlich sei Anders Behring B. doch ein „guter Christ“ und zugleich ein Terrorist gewesen.

Hierzu schreibt der Berliner „Tagesspiegel“ vom 29.7.2011:

„Dass im Westen routinemäßig vom „islamischen Terror“ die Rede ist, geht dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan schon lange gegen den Strich. Nach dem Massaker von Norwegen vermisst Erdogan nun in Europa eine Diskussion über den „christlichen Terror“ – die Europäer wichen dieser Debatte aus, sagt er.

Dabei sei der Täter von Oslo doch ein „guter Christ und Tempelritter und gleichzeitig ein Terrorist“. Nicht nur rhetorisch will die Türkei den Spieß umdrehen: So wie europäische Politiker die Menschenrechtslage in der Türkei begutachten, will ein Ausschuss des türkischen Parlamentes nun die „Islamophobie“ in Europa unter die Lupe nehmen.“

Durch die hierzulande ständig präsente Fundi-Keule gegen konservative Christen, die in den letzten Tagen ihre vorläufigen Höhepunkte bzw. moralischen Tiefpunkte erreichte, wurde dem menschenrechtsverletzenden türkischen Staat eine Steilvorlage für antichristliche Tiraden geboten.

Felizitas Küble

 

 

 

 


Necla Kelek und Monika Maron argumentieren gegen „Kitschbild“ von Multikulti

Von Felizitas Küble

In einem Interview mit der „Welt“ befaßte sich die deutsch-türkische Philosophin Dr. Necla Kelek sowie die renommierte Schriftstellerin Monika Maron kritisch mit der gegenwärtigen Islam- und Multikulti-Debatte hierzulande.

Necla Kelek  –  bekannt vor allem durch ihr islamkritisches Buch „Die fremde Braut“  –   will sich keinen Maulkorb verpassen lassen: „Ich bin fassungslos über diesen Terror und mich bewegt das unendliche Leid der Menschen in Norwegen“ erklärte die Sachbuchautorin  – und fügte hinzu: „Leider nimmt die Debatte in Deutschland trotz anfänglicher Zurückhaltung nun wieder bittere Züge an.“   Moschee-Bonn-4

Dr. Kelek beanstandet mangelnde Kritik an Mißständen im Islam:

Jahrelang haben die Parteien das Thema Integration kleingeredet;  jetzt versucht man, die Auseinandersetzung mit einer Weltreligion wieder einmal zu tabuisieren. Und stereotyp wird das Kitschbild einer friedlichen multireligiösen Gesellschaft gezeichnet, das angeblich von ein paar unbelehrbaren Panikmachern und Hasspredigern mit Dreck beworfen wird.“

BILD: Große Moschee in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Monika Maron ist ebenfalls besorgt darüber, daß derzeit „von einer ‚bürgerlichen Mitte‘ gesprochen wird, die einem irren Massenmörder den Boden bereitet“ habe.

Die Berliner Autorin befürchtet, daß auf diese Weise unangepaßte Ansichten  unterdrückt werden, weil „ein Wahnsinniger wie Breivik sich seinen Wahn in allem suchen kann, was an Gedanken durch die Welt fliegt. Er wird bei Kafka ebenso fündig wie bei Churchill oder Merkel oder sonstwem im Internet“.

Maron wendet sich gegen Tendenzen hierzulande, die islamkritischen Autoren wie Henryk M. Broder oder Necla Kelek eine indirekte Mitschuld an den Anschlägen in Norwegen unterstellt und erwähnt ein Gegenbeispiel: „Will jemand Kritik am Kapitalismus und an Banken verbieten, weil linke Randalierer nachts Autos anzünden?“

Eine Ursache für diese unsachliche Debattenkultur sieht Kelek auch bei  „politisierten Muslimen„, denn wer sie kritisiert, ist schnell ein Rassist“: „Sie hindern auch ihre eigenen Milieus, die Welt reflektierend und selbstkritisch zu betrachten und als eigenverantwortliche Bürgerinnen und Bürger aufzutreten.“

Ausführliche Infos über die Stellungnahmen der Schriftstellerinnen Kelek und Maron gibt es hier:
http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=4267

„Heplev“: (Atten-)Täter glaubt weder an Gott noch an Jesus Christus

Pro-israelischer Weblog verteidigt Christentum gegen falsche Vorwürfe

Die liberal-konservative, pro-israelische Webseite “Heplev“, die sich „jenseits des Mainstreams“ definiert,  nimmt das Christentum gegen den weitverbreiteten Vorwurf in Schutz, beim Oslo-Attentäter Anders B.B. handle es sich um einen „christlichen Fundamentalisten“. In Wirklichkeit sei er weder gottes- noch christusgläubig, sondern bejahe lediglich eine Art „Kulturchristentum“.

Außerdem stellt der projüdische Weblog die Frage, wie es käme, daß bei bislang  „17.502 Anschlägen mit Toten durch muslimische Terroristen“ von einer „irren, vernachlässigbaren Minderheit“ geredet werde  – hingegen Menschen, die auf diesen Sachverhalt aufmerksam machen, Verallgemeinerung und Kollektivhaftung vorgeworfen wird.

Die derzeitige öffentliche Debatte neige dazu, „alle Islamkritiker und Warner vor Terror zu diskreditieren und evangelikale Christen allgemein zu Hetzern und Terrorverdächtigen zu machen?“

Felizitas Küble

Näheres und Link zu „Heplev“ hier:

http://heplev.wordpress.com/2011/07/26/zahlen-und-fakten-zu-terroristen-und-tater-vorwurfen/

Hier ein Hinweis zum „Manifest“ des Attentäters  – dort heißt es:

„Eine Mehrheit der so genannten Agnostiker und Atheisten in Europa sind kulturelle konservative Christen, ohne es selbst zu wissen. Was also ist der Unterschied zwischen kulturellen Christen und religiösen Christen? Wenn man eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus und Gott hat, dann ist man ein religiöser Christ. Ich und viele andere wie ich haben nicht notwendigerweise eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus und Gott. Wir glauben aber an das Christentum als kulturelle, soziale und moralische Plattform.“