OSZE-Beauftragter Massimo Introvigne: Analyse zum „Manifest“ des Oslo-Attentäters

Italienischer Soziologe lehnt „Fundamentalismus-These“ ab

Der angesehene italienische Jurist und Soziologe Massimo Introvigne veröffentlichte am 27.7.2011 auf dem anspruchsvollen Internetportal „Daily Estimate“ eine präzise Analyse über das 1500 Seiten umfassende „Manifest“ des Oslo-Mörders Anders Behring-Breivik.

Der Verfasser des fundierten Gutachtens ist europaweit bekannt als Experte für Religionssoziologie.  2011 ernannte ihn die OSZE zum Beauftragten für die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung.

Aus der Studie von Massimo Introvigne geht hervor, daß es sich beim Oslo-Attentäter weder um einen „konservativen“ noch um einen „fundamentalistischen“ Christen handelt.

Hierzu einige Beispiele:

Anders Behring-Breivik befürwortet ausdrücklich die Abtreibung behinderter Kinder. Dies widerspricht klar christlich-konservativen Positionen zum uneingeschränkten Lebensrecht aller Menschen.

Er rühmt sich seiner Freundschaften mit einem Sexportal-Betreiber sowie mit einem Satanisten, dem er überdies sein „Manifest“  zukommen ließ   – und der es im Internet veröffentlichte.

Er beschimpft Benedikt XVI. als „feigen, inkompetenten, korrupten und unrechtmäßigen Papst“  –  auch dies klingt beileibe nicht „konservativ“.

Auch seine Mitgliedschaft in der Freimaurerei ist mit der Auffassung  theologisch konservativer Christen nicht vereinbar.

Ehebruch ist aus Sicht des Attentäters nur eine „relativ kleine Sünde“, wogegen glaubensorientierte Christen den Ehebruch zu den besonders schweren Sünden rechnen.  In diesem Zusammenhang plaudert Anders Behring-Breivik aus, daß er eine Summe von 2000 € für ein Top-Modell ausgeben wolle  – und zwar eine Woche vor Ausführung seiner „Mission“ (womit offenbar das Attentat gemeint ist).

Diese und weitere (Stand-)Punkte sind weit vom konservativen bzw. „fundamentalistischen“ Christentum entfernt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Die vollständige Analyse des OSZE-Beauftragten finden Sie hier (in englisch):

http://www.dailyestimate.com/article.asp?idcategory=34&idSub=158&idArticle=57706

 
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Henryk M. Broder äußert sich zur Attentäter-Debatte

Der islamkritische Autor und deutsch-jüdische Querdenker Henryk M. Broder kritisierte in der Dienstagsausgabe der Tageszeitung „Die Welt“ (26.7.) die derzeitige öffentliche Diskussion um die angeblichen politischen Hintergründe bzw. Motive des Oslo-Attentäters.

Es handle sich vielfach um eine unsachliche Verallgemeinerung und durchsichtige Taktik, wenn z.B.  Islamkritikern von Seyran Ates bis Thilo Sarrazin, von Geert Wilders bis zu ihm selber gewissermaßen eine Mitverantwortung für den Massenmord  des Attentäters in die Schuhe geschoben werde. Dieser sei, so Broder, ein „Monster in Menschengestalt“, dumm sei er jedoch nicht, denn er habe seine Tat sorgfältig vorbereitet.  –  Broder schreibt hierzu:

„Dazu gehört auch jenes `Manifest`, in dem außer mir auch andere bekannte `Islamkritiker` wie Richard Rorty, Immanuel Kant und Franz Kafka erwähnt werden. Der Beschuldigte wusste, dass er seine Tat `rational` begründen muss. Und das hat er nicht bei mir und Thilo Sarrazin gelernt, sondern bei Mohammed Atta und Osama Bin Laden, bei den Attentätern von Madrid, London, Mumbai, Bali; bei Carlos, dem Schakal, und den `Märtyrern`, die ein Video aufnehmen, bevor sie ins Paradies aufbrechen.

Felizitas Küble


Forensik-Experte: Attentäter handelte jenseits politischer Standpunkte

Prof. Reinhard Haller: Das Thema des Fanatismus ist bei „Massakristen“ austauschbar

Der österreichische Kriminalpsychiater und Neurologe Reinhard Haller hält den norwegischen Attentäter für einen „Massakristen“, der jenseits politischer Standpunkte möglichst brutal handeln wollte.

Prof. Haller ist Präsident der „Neuen Kriminologischen Gesellschaft“ und vor allem als psychiatrischer Gerichtsgutachter in vielbeachteten Fällen sowie als Bestseller-Autor bekannt.

Gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“ vom 26.7.2011 erklärte der prominente Forensiker:  „Der Attentäter von Norwegen wollte maximalen Schmerz zufügen. Darin liegt die psychologische Erklärung für seine Persönlichkeit.“  – Prof. Haller fügte hinzu: „Das Politische ist als Thema wichtig, aber nicht mehr.“

Der Attentäter habe – typisch für sog. „Massakristen“  – dem Töten höchste Priorität eingeräumt. Haller  äußert zu derartigen Wahnideen: „Wenn die Idee erst einmal wahnhaft geworden ist, ordnen sie ihr alles unter und nehmen dafür alles in Kauf.“

Die politischen „Manifeste“ dieser Täter seien ganz ähnlich, erklärte der Gerichtspsychiater: „Sie täuschen immer eine große Bewegung vor, obwohl sie Einzeltäter sind; sie machen historische Exkurse, sind sehr detailliert.“

Prof. Haller erläuterte außerdem:

„Das Thema des Fanatismus ist dabei austauschbar. Beim Una-Bomber Ted Kaczynski ging es um die Umwelt. Aber natürlich wird der Inhalt einer fanatischen Idee schon auch durch die aktuellen Diskussionen geprägt. Wenn ein Fanatiker dabei extremes politisches Gedankengut übernimmt, ist das eine besonders gefährliche Kombination. Aber es hätte auch mit einer anderen Idee einen Anschlag in Norwegen gegeben. Gerade Norwegen ist eine wohlhabende Gesellschaft ohne schwere soziale Gegensätze und starke politische Grabenkämpfe. Das ist kein Boden, auf dem politischer Terrorismus gedeihen könnte.“

Felizitas Küble


Schweizer Psychiater beanstandet Polemik gegen Islam-Kritiker

Josef Ludin: Islamhaß des Oslo-Attentäters ist als Tatmotiv „nebensächlich“

Dr. Josef Ludin, Neurologe und Psychiater aus Zürich, wendet sich in WELT-online (welt.de) vom 26.7.2011 gegen den infamen Versuch von linker Seite, islamkritische Positionen dadurch in Mißkredit zu bringen, daß man sie mit dem fanatischen „Islamhaß“ des Oslo-Attentäters Behring-Breivik in einen Topf wirft.

Die aktuelle öffentliche Debatte gleicht zum Teil einer Hetzjagd auf Islamgegner und wendet sich auch gegen prominente demokratische Islamkritiker wie Geert Wilders oder Henryk Broder.

Der in Afghanistan geborene Psychiater Dr. Ludin schreibt unter dem Titel „Breiviks Islamhaß war für seine Tat nebensächlich“ u.a. Folgendes:

„Nach der Tragödie in Norwegen scheint es eine ausgemachte Sache zu sein, daß Islamgegner oder fanatische Islamgegner oder aber  krankhafte Islamgegner eine Mitschuld an dieser Mordorgie haben. Hier muß dringend etwas richtig gestellt werden.“

Beim Täter spiele der Islamhaß als Motiv nur eine „nebensächliche“ Rolle und sei vorgeschoben, um seinen psychopathologischen Haß zu rationalisieren, erklärt der Schweizer Neurologe weiter.

Dr. Ludin geht bei Behring-Breivik von der „schweren Form einer schizoiden Persönlichkeitsstörung“ aus, die vordergründlich „normal“ daherkomme und daher nicht klinisch therapiert worden sei, zumal dieser Typus „therapieresistent“ sei.

Felizitas Küble

Den vollständigen Wortlaut lesen Sie hier:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13508620/Breiviks-Islamhass-war-fuer-seine-Tat-nebensaechlich.html

Fundamentalismus-Experte weist Fundi-Keule zurück

Prof.  Reinhard Hempelmann, Mitherausgeber des Buches „Religionen und Gewalt“,  stellte gegenüber der Nachrichtenagentur KNA klar, daß Oslo-Attentäter Anders Behring Breivik „kein christlicher Fundamentalist“ sei.

Eine solche Bezeichnung sei „irreführend“, weil damit suggeriert werde, es gebe einen Bezug zu derartigen Strömungen oder Gruppen, erklärte der evangelischer Theologe und Fundamentalismus-Experte der Berliner EZW (Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen).

Er könne in dem veröffentlichten „Pamphlet“ des Attentäters keine Charakteristika erkennen, die auf religiösen Fundamentalismus hindeuten, so Prof. Hempelmann.  Ein Fundamentalist berufe sich pointiert auf bestimmte heilige Schriften und verstehe diese wortwörtlich. Ferner hänge er einem spezifischen Religionssystem an und wolle dies durchsetzen. All dies sei bei Anders B. Breivik jedoch nicht der Fall.

Felizitas Küble


Schwedischer Krimi-Autor bemüht linke Milieu-Theorie

Henning Mankell: Die Verhältnisse sind an allem schuld…

Nach dem Blutbad in Oslo erklärte der linksgerichtete schwedische Schriftsteller Henning Mankell, der im Vorjahr vor allem durch anti-israelische Agitation aufgefallen war, er glaube nicht, daß es Menschen gibt, die von Natur aus böse sind  – das gelte auch für den Osloer Attentäter Anders B.-Breivik.

Gegenüber dem Online-Portal „Der Westen“ aus der WAZ-Mediengruppe äußerte er in einem Kurz-Interview:  „Es sind immer die Umstände, nach denen man fragen muss. Welche Umstände haben dazu geführt, dass Nachbarn auf dem Balkan sich gegenseitig umbrachten? Nicht einmal ein Mann wie Breivik ist von Natur aus böse.“

Wenn die „Umstände“ schuld sind:

Sollen dann zukünftig die Haftanstalten abgeschafft werden, da man „Umstände“ nicht einsperren kann?  – Und welche „Umstände“ haben dazu geführt, daß es z.B. Völkermörder wie Hitler, Stalin und Pol Pot gab?  Waren diese Massenmörder etwa quasi „Opfer“ gewisser „Umstände“?  – Wer  führt  die Verhältnisse herbei, wenn nicht der Mensch selber? Oder sind es vielleicht die Marsmännchen?!

Hier der Wortlaut des Interviews mit Mankell:
http://www.derwesten.de/kultur/Henning-Mankell-geschockt-von-Anschlaegen-in-Norwegen-id4909669.html

Felizitas Küble

 

DKP spricht vom „christlich-fundamentalistischen Attentäter“

Wie sich die Sprüche gleichen!

Die Deutsche Kommunistische Partei in Berlin empört sich scheinheilig darüber, daß die von ihr so genannte „rechtspopulistische“ Organisation „Pro Deutschland“ eine Mahnwache vor der norwegischen Botschaft in Berlin durchführte, um der Opfer der Attentate  zu gedenken.

Dies sei, so die DKP, eine „Provokation“, denn  – so die Begründung der linksextremen Verfassungsfeinde  – es handle sich beim Täter um einen „christlich-fundamentalistischen Attentäter“.

Damit verwendet die DKP genau dieselbe verlogene Parole als antichristliches Schlag-Wort, wie man sie aus linksliberalen MSM (Mainstream-Medien) und vor allem aus dem  öffentlich-rechtlichen Fernsehen inzwischen zur Genüge kennt.

Hier folgt der Link zum erwähnten Artikel der Berliner DKP:
http://www.dkp-berlin.info/index.php?option=com_content&view=article&id=402:kein-wahlkampf-auf-dem-ruecken-der-opfer-dkp-verurteilt-provokation-von-rpro-deutschlandl&catid=26:politik&Itemid=100014

Felizitas Küble


Schweizer Historiker: Attentäter ist „kein christlicher Fundamentalist“

Anschläge waren nicht religiös motiviert

Die  „Aargauer Zeitung“, eine Schweizer Tageszeitung, veröffentlichte jetzt ein Interview der Nachrichtenagentur „sda“ mit  Jean-Francois Mayer, dem Direktor des „Instituts Religioscope“ in Freiburg (Schweiz).

Der Historiker stellt hierbei fest, daß der Attentäter von Oslo „kein christlicher Fundamentalist“ ist. Weder sei er praktizierender Christ noch habe er die Anschläge mit der Bibel begründet.

Mit keinem Wort werde in seinem „Manifest“ der Traum eines „religiösen Europas“ oder eines Religionsstaates erwähnt. Vielmehr handle es sich um eine „sehr politische Tat mit einer politischen Vision“, erklärte Jean-Francois Mayer der Agentur „sda“.

Den vollen Wortlaut des Interviews finden Sie hier:
http://www.aargauerzeitung.ch/international/religionshistoriker-breivik-ist-kein-christlicher-fundamentalist-111197714
 

Felizitas Küble


ZDF agitiert weiter mit antichristlicher Fundi-Keule

Statt darüber aufzuklären, daß es sich beim Attentäter Anders Behring B. um einen Freimaurer im dritten Grad eines „Meisters“ handelt, den die Großloge von Norwegen jetzt aus ihren Reihen ausgeschlossen hat, wurde im  „Heute-Journal“  weiter  – wie gehabt –   unfaire Meinungsmache mit der „Fundi-Keule“ betrieben: es wird gegen sog. „christlichen Fundamentalismus“ agitiert, um damit theologisch konservative Gläubige zu diskreditieren.

Zugleich wird die erwiesene Tatsache, daß A. Behring der Freimaurerei angehörte, nach wie vor verschwiegen  – andernfalls würde die Medienhetze mittels „Fundi-Hammer“ sich selbst entlarven, denn Freimaurerei ist unvereinbar mit einem „konservativem Christenglauben“, der seine eigenen Fundamente ernst nimmt.

Am Montag, den 25.7.2011, wurde die anhaltende  Desinformation im „Heute-Journal“ des ZDF mit Maybritt Illner hartnäckig fortgesetzt, wovon sich jeder anhand der aufgezeichneten  Sendung überzeugen kann:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/228#/kanaluebersicht/228

Der Totschlag-Begriff „christlich-fundamentalistisch“ im Zusammenhang mit A. Behring und dessen angeblichen ideologischen „Hintergründen“ kommt in dieser öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendung mehrfach vor.

Lediglich der anschließende Kommentar von Peter Frey erscheint etwas differenzierter: der ZDF-Chefredakteur behauptet zwar ebenfalls, der Täter habe bei seinem Attentat „im Namen des Christentums“ gehandelt (was nicht stimmt und wofür es keinen Beweis gibt), erwähnt dann aber, Anders Behring B. habe mit dem Christentum nichts zu tun   – und fügt sogleich eilfertig hinzu: „Ebensowenig wie der Islamismus mit dem Islam“.

Sodann  instrumentalisiert Peter Frey den Massenmord in Norwegen für seine ideologischen Zwecke („Ja zur Einwanderungsgesellschaft“)  – ein gezielter politischer Kurzschluß,  der sich gegenwärtig in zahlreichen Mainstream-Medien finden läßt.

Felizitas Küble


Großloge von Norwegen schließt den Attentäter jetzt aus

Auch deutsche Freimaurer distanzieren sich von Behring-Breivik

Die norwegische Großloge hat ihr Freimaurer-Mitglied Anders Behring Breivik  jetzt mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen:   “Wir Freimaurer sind angesichts der fürchterlichen Verbrechen schockiert, die im Regierungsviertel von Oslo und auf der Insel Utoya geschehen sind”, erklärte Ivar A. Skar, Großmeister der Freimaurer Norwegens  – und fügte hinzu: “Unsere Trauer gilt den vielen Toten, und unser Mitgefühl den Familien, Angehörigen und Freunden der Mordopfer.“   – Außerdem teilte die Großloge mit, daß der „mutmaßliche Massenmörder mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen“ worden sei.

Die „Vereinigten Großlogen von Deutschland – Bruderschaft der Freimaurer“ distanzieren sich ebenfalls vom Attentäter. Deren Großmeister Rüdiger Templin erklärt hierzu:

„Was in Norwegen passiert ist, steht unserem Anliegen als Freimaurer diametral entgegen. Freimaurerei steht für Toleranz, Humanität, Mitmenschlichkeit, Vertrauen und Verständigung. Es ist traurig, dass mehr als ein solcher Schritt der Verurteilung und Distanzierung nach dieser schrecklichen Tat nicht möglich ist. Was bleibt, sind Ohnmacht und Trauer.“