Dr. Alexander Kissler über Dr. David Bergers Kampf gegen das eigene Vorleben

In der jüngsten Ausgabe des Vatican-Magazin (Fe-Verlag) beschreibt Focus-Autor Dr. Alexander Kissler seine Eindrücke nach der Lektüre eines der früheren, konservativ bis traditionell geprägten Bücher von Dr. David Berger.

Das heutige öffentliches Auftreten des  –  wie er sich selber nennt –  „schwulen Theologen“ Berger ist genau entgegengesetzt orientiert und zunehmend garniert mit scharfen Angriffen gegen Papst und Kirche, in den letzten beiden Monaten vor allem im Zusammenhang mit seiner Anti-kreuz.net-Kampagne.

Hier folgen nun einige Auszüge aus Dr. Kisslers Beitrag im Vatican-Magazin:

Er ist ein Traditionalist durch und durch  –  der Autor des Buches, das ich gerade lese. Thomas von Aquin und die Päpste Pius X. und Pius XII. sind seine Fixsterne. Auf die alte, die klassische, lateinische Messe lässt er nichts kommen; sie ist ihm Heimat. Er kritisiert Karl Rahner und Johann Baptist Metz scharf.

Rein gar nichts auszusetzen hat er hingegen an Joseph Ratzinger, dem er immer und ausschließlich zustimmt. Von dem heutigen Papst stammt das erste, von Gilbert Keith Chesterton das letzte Zitat in dem Buch, das ich gerade lese.

Der Autor lässt keinen Zweifel an seinem Standpunkt und an jenem der Wahrheit. Beide befinden sich dort, wo die Tradition ist. Tradition ist nachgerade ein anderes Wort für Wahrheit, zumindest im Raum der Kirche.“

Es geht hier um David Bergers Buch „Thomas von Aquin und die Liturgie“, das 1999/2000 erschien.

Zehn Jahre später begann der medienwirksame Einsatz des einst traditionell schreibenden Autors gegen den theologischen Konservatismus der katholischen Kirche  –  und damit zugleich gegen seine eigenen,  früher so eindeutig geäußerten Überzeugungen:

„Nach typischer Renegatenart führt der ehemalige Thomist, ehemalige Traditionalist und ehemalige Religionslehrer einen Ein-Mann-Feldzug gegen das Milieu, dem er entstammt. Diesen Feldzug auf alles Kirchliche auszuweiten, im Namen des Zeitgeists und wider das Lehramt, unter Schmähung des Papstes, ist er offenbar fest entschlossen. Nichts soll mehr erinnern an die Bande, die er einst selbst knüpfte. Berger kämpft den Kampf seines Lebens gegen das eigene Vorleben. Es ist ein öffentlicher Exorzismus am Selbst.“

Quelle und vollständiger Kissler-Artikel hier:  http://www.vatican-magazin.de/index.php/magazin/aktuelle-ausgabe/inhalt/16-magazin/aktuell/weitere-artikel/146-kissler-122012


David Berger & Co: Merkwürdiges und Widersprüchliches aus dem antikatholischen Kampagnenlager

Vom Mißbrauch berechtigter Kritik an „kreuz.net“ für kirchenfeindliche Zwecke

Bekanntlich hat der  –  wie er sich selber nennt  – „schwule Theologe“ Dr. David Berger gemeinsam mit dem Leiter des Porno-Verlags Gmünder eine Kampagne „Stoppt kreuz.net“ ins Leben gerufen, wobei die  –  an sich berechtigte   –  Kritik an diesem unseriösen Radauportal für kirchenfeindliche Zwecke vereinnahmt wird.

Um sich wirksam gegen die   –  inzwischen abgeschaltete   –  Internetplattform „kreuz.net“ einzusetzen, bedarf es keiner wildwütigen Attacken gegen Papst und Kirche, zumal es sich ohnehin nicht um eine kirchliche Webseite handelt  –  und sich die Deutsche Bischofskonferenz bereits im Februar 2009 deutlich von „kreuz.net“ distanziert hat.

Dennoch versucht Buchautor Berger seit Wochen, vor allem Papst Benedikt im Rahmen seiner Anti-kreuz.net-Aktion wüst zu verunglimpfen (wir berichteten hierüber mehrfach im CF).  75743_14122011

In letzter Zeit haben sich Kampagnen-Wortführer Berger und seine Mitstreiter allerdings mehrfach in Widersprüche und Ungereimtheiten verwickelt.


Davon seien hier einige Beispiele aufgelistet:

Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck übergab seine eigenen Recherchen und Unterlagen zu kreuz.net unlängst dem Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen.

Dagegen ist sicher nichts einzuwenden. Allerdings sei daran erinnert, daß die Bundespartei der Grünen noch Mitte Oktober dieses Jahres nichts weniger als die Abschaffung des Verfassungsschutzes gefordert hat.

Wie reimt sich dies nun mit Becks Dokumenten-Übergabe an den Präsidenten eben jener doch angeblich überflüssigen Institution?

Auch bei Dr. Bergers Vorgehensweise zeigt sich Merkwürdiges, etwa in folgender Hinsicht:

Im Artikel „Die Jagd nach den Machern von kreuz.net“ aus der linken Illustrieren „Stern“ heißt es über Pfr. Hendrick Jolie wörtlich:

„Aus der Auflistung seiner Mails der vergangenen zwölf  Monate sei ersichtlich, dass Jolie zwei bis drei Mal wöchentlich an kreuz.net schrieb, sagt
David Berger, der die Kampagne „Stoppt kreuz.net“ leitet, zu stern.de“

(Beleg-Link: http://www.stern.de/politik/deutschland/pseudo-christliche-hetzseite-die-jagd-nach-den-machern-von-kreuznet-1927534.html)

Hier stellt sich zunächst die Frage, auf welchem Wege Dr. Berger denn die Auflistung des Mailverkehrs von Pfr. Jolie in Erfahrung bringen konnte.

Außerdem wird auf der Aktionsseite „Stoppt kreuz.net“ unter dem Titel „Kampagne STOPPT KREUZ.NET übergibt bisherige Resultate der Staatsanwaltschaft“ Folgendes in eigener Sache festgehalten:

„Entgegen anders lautender Pressemeldungen und in Absprache mit der Staatsanwaltschaft, wurden die in dem übergebenen Material enthaltenen Namen nicht bekannt gegeben, um die weiteren Ermittlungsarbeiten nicht zu behindern.“

(Beleg-Link:  http://www.stopptkreuznet.de/)

Seltsam, daß hier einerseits die Diskretion so betont wird,  gleichzeitig aber gegenüber der Illustrierten „Stern“ aus dem Nähkästchen geplaudert wurde

Was die Beiträge von Pfr. Jolie auf „kreuz.net“ betrifft, so wurde dort keine einzige extreme oder gar strafbare Aussage entdeckt. Dies rechtfertigt freilich nicht die Leichtfertigkeit des Geistlichen, sich überhaupt auf dieser Radauseite zu Wort zu melden, mögen seine Texte auch in keiner Weise rechtswidrig sein.

Doch hierfür hat sich der Priester bereits klar entschuldigt. Dies hindert freilich Dr. Berger nicht daran, Pfr. Jolie weiter zu attackieren, weil dieser auf einer „rechtsextremen Webseite“ publiziert habe.

Da sich der homosexuelle Theologe in seinem Jagdeifer so gerne als unnachgiebiger Ankläger und „Scharfrichter“ in einer Person betätigt, sei ihm dringend empfohlen, vor seiner eigenen Haustür zu kehren, läßt er sich doch von linksradikalen Gruppen zu Vorträgen einladen und hält Reden in deren Kreisen, zB. beim „VVN-BdA“, der in Verfassungsschutzberichten seit Jahrzehnten als linksetreme Vereinigung eingestuft wird. 

Zudem ging Berger mit verfassungsfeindlichen Organisationen wie der „Antifaschistischen Aktion“ sowie der Linkspartei ein Bündnis ein, als er im vorigen September gegen den Papstbesuch in Berlin demonstrierte und dort als einer der beiden Hauptredner auftrat.  (Beleg siehe hier:  Bündnis gegen Papst )

In einem heute (15.12.) veröffentlichten Interview mit der „Aachener Zeitung“ führt Berger das Abschalten von „kreuz.net“ zunächst auf den öffentlichen Druck zurück, auf die Medienwirkung, die seine Aktion bewirkt habe. 

Doch im Verlaufe des Gesprächs kann er seine bekannte Lust an Verschwörungstheorien nicht zügeln und verteilt unfaire Seitenhiebe gegen Pfarrer Dr. Guido Rodheudt, einen Sprecher des „Netzwerks katholischer Priester“.  Dabei widerspricht er in ein und demselben Interview seiner ersten Äußerung vom Etappensieg der von ihm geleiteten Kampagne „Stoppt kreuz.net“:

Auf den Hinweis der Zeitung, daß die Staatsanwaltschaft keineswegs gegen Pfarrer Rodheudt von Herzogenrath ermittelt, antwortet Berger betr. kreuz.net: 

„Interessant ist, dass die Homepage nur wenige Stunden nach dem Ende der von Rodheudt organisierten Liturgischen Tagung in Herzogenrath offline gegangen ist. Ich bin davon überzeugt, dass dort über kreuz.net gesprochen und das Signal an die Verantwortlichen gesendet wurde, dass sie den Bogen überspannt haben.“

Abgesehen davon, daß es sich hierbei um eine wilde, unbegründete Behauptung bzw. völlig beweisfreie Unterstellung und damit um Rufmord handelt, würde die jüngste Darstellung Dr. Bergers bedeuten, daß es durchaus nicht der zuvor von ihm erwähnte „öffentliche Druck“ gewesen wäre, der zum Abstellen von „kreuz.net“ führte, sondern gleichsam ein „Wink“ mittels einer liturgischen Tagung in der Pfarrgemeinde Herzogenrath…

Eine unsinnige, geradezu kuriose These, die aber einmal mehr die Unglaubwürdigkeit der Bergerschen Taktik aufzeigt, der sich in seinem ungebremsten Jagdeifer in immer neue Widersprüche verrennt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


VATIKAN: Glaubenspräfekt Gerhard L. Müller über Heimweh nach Regensburg, Rückgrat gegenüber dem Zeitgeist, Laien in der Politik, Frauen in der Kirche und „kreuz.net“

Die Mittelbayerische Zeitung (MZ) veröffentlichte am heutigen Abend (14.12.) auf ihrem Web-Portal ein ausführliches Interview mit Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, dem Präfekten der römischen Glaubenskongregation und früheren Oberhirten des Bistums Regensburg.

MZ-Mitarbeiterin Christine Schröpf stellte dem Kurien-Erzbischof eine Reihe von Fragen, wobei die erste lautete: „Seit fünf Monaten leben und arbeiten Sie nun im Vatikan. Sind Sie schon ein echter Römer?“

Hierauf antwortete der Glaubenspräfekt: 

„Meine Wohnung wird erst nächste Woche fertig. Erst wenn ich dort eingezogen bin, bin ich richtig angekommen. Noch lebe ich im Gästehaus der Deutschen Bischofskonferenz im Provisorium auf etwa 50 Quadratmetern. Es ist dort etwas spartanisch: Ich habe keinen Schreibtisch, kein Telefon, keinen Fernseher. Und ich schlafe in einem Bett, das von der Länge gerade mal so zu meiner Größe passt.“

Zudem erklärte der Erzbischof, er habe durchaus Heimweh nach Regensburg („ja, das kann man sagen“), zugleich sei er gut im Bilde, was dort passiert, wobei er sich durch das Internet informiere.

Die Interviewerin stellte zudem einige Fragen hinsichtlich des noch amtierenden Diözesan-Administrators Dr. Wilhelm Gegenfurtner, der unlängst mit öffentlichen Seitenhieben gegen Erzbischof Müller von sich reden machte:

„In der PresseClub-Runde forderte Gegenfurtner von einem neuen Bischof unter anderem „Herzenswärme“ und „Rückgrat gegenüber Rom“. Verstehen Sie das als persönlichen Vorwurf gegen Sie, herzenskalt und rückgratlos zu sein?“

Darauf folgte die knappe, aber treffliche Antwort des Erzbischofs:

„Es ist immer gut, wenn sich jeder selbst diese Frage in einer gesunden Gewissenserforschung stellt. Und das Urteil über Andere dem lieben Gott überlässt.“

Ein Bischof soll Rückgrat gegenüber dem Zeitgeist zeigen

Auf die Frage „Hat der Auftritt Gegenfurtners das Verfahren der Bischofsernennung in Regensburg beschleunigt?“, reagierte der Erzbischof mit einer klaren Ansage: 

„Es ging sowieso schon schnell. Ein Bischof muss übrigens gegenüber dem Zeitgeist Rückgrat haben und dem Druck standhalten, der auf die Kirche ausgeübt wird, von der Wahrheit des Evangeliums abzuweichen.“

Zudem wollte die Journalistin gerne wissen: „Überschattet die aktuelle Debatte im Bistum Regensburg den Amtsantritt des neuen Bischofs Rudolf Voderholzer?“

„Ich glaube, die künstliche und überflüssige Aufregung ist schon wieder ein bisschen verflogen. Das kann nicht sein, dass einem neuen Bischof die Bahnen seines Episkopats vorgezeichnet werden.

Rudolf Vorholzer spielt theologisch in einer höheren Liga als selbsternannte Ratgeber und hat zum Bischofsamt sehr reflektierte Gedanken. Er möchte wie ich dem Bischofsideal des Zweiten Vatikanums entsprechen.“

Zum Dauerbrenner „Laien in der Kirche“ erläuterte der römische Glaubenspräfekt:

„Wer nicht an Macht, sondern an die Mitverantwortung denkt, wiederholt nicht diese Leier von der angeblichen Nichtbeteiligung der katholischen Laien am kirchlichen Leben. Laien noch stärker in die Kirche einzubinden, geht eigentlich gar nicht mehr.

Im Bistum Regensburg haben wir die größten Vereine und Verbände bundesweit in allen Sparten  –  fast 300 000 Gläubige sind dort organisiert. Wir haben 14.000 Pfarrgemeinderatsmitglieder, davon sind mindestens die Hälfte Frauen.

An den kirchlichen Schulen gibt es zumeist Direktorinnen. Überall sind die Frauen voll und ganz präsent. Im Ordinariat gibt es mit Maria Luise Öfele eine Ordinariatsrätin  –  sie ist auf dieser Ebene den Domkapitularen gleichgestellt.“

Der Erzbischof bemängelte sodann, daßwir nicht genug überzeugte Katholiken haben, die auf allen Ebenen in der Politik tätig sind.“

„Der politische Atheismus ist die größte Gefahr“

Er fügte hinzu:  „Wir überlassen das Feld oft anderen ideologischen Gruppierungen und wundern uns dann, wenn die Kirche plötzlich zurückgeschoben wird und Gläubige als geduldete Minderheit betrachtet werden.

Unsere ganze Kultur ist vom Christentum geprägt. Wenn wir diese Wurzeln verlieren, enden wir nicht einem neutralen Feld, sondern im Negativen und Abgründigen. Das haben wir schon zwei Mal durchbuchstabiert in Deutschland. Die größte Gefahr für Deutschland und Europa ist der politische Atheismus und aggressive Säkularismus.“

Abschließend stellte Christine Schröpf  folgende aktuelle Frage:

Muss die Kirche weiter nach den Hintermännern  den anonymen Schmähportals kreuz.net forschen? Wissen Sie, wer im Bistum Regensburg bei kreuz.net mitmischte?“

„Wahrscheinlich niemand. Aber wie soll man nachforschen? Es ist ja anonym. Wer will wissen , ob die überhaupt katholisch sind im Sinne des katholischen Glaubens und der Moral. Der Papst und die Bischöfe  –  auch ich persönlich  –  sind immer wieder scharf angegriffen worden.

Da stand zwar ,katholisch‘ drauf, aber das kann jeder hinschreiben. Das sind keine katholischen Fundamentalisten  –  das wäre ein Widerspruch in sich  –  sondern irgendwelche Extremisten, die nicht argumentieren, sondern nur diffamieren können.

Ein anständiger Mensch sagt über andere nichts Negatives, ohne dass er seinen Namen preis gibt und damit dafür Verantwortung übernimmt. Das ist ein Nachteil unseres Internets und müsste entsprechend gesetzlich geregelt werden. Aber auch die Öffentlichkeit muss kritisch reagieren und darf Anonymes nicht ernst nehmen  –  genauso wie man anonyme Briefe in den Papierkorb wirft.“

Quelle und vollständiges Interview hier: http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10009&lid=0&cid=0&tid=0&pk=860444

Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat von Herzogenrath stellen sich voll hinter ihren Pfarrer Dr. Guido Rodheudt

Vollständige Dokumentation der heutigen gemeinsamen Erklärung beider Pfarrei-Gremien: 

“Die katholische Kirchengemeinde St. Gertrud in Herzogenrath steht uneingeschränkt und ohne Wenn und Aber zu ihrem Pfarrer Dr. Guido Rodheudt.

Mit großem Bedauern nehmen die Gremien der katholischen Kirchengemeinde St. Gertrud aber zur Kenntnis, daß es sich antikirchliche Kräfte die unsägliche Hetze eines sich zu Unrecht als katholisch bezeichnenden Internetportals offenbar zunutze machen, verdiente Priester zu diskreditieren.

Die Pfarrgemeinde St. Gertrud kennt und schätzt Pfarrer Dr. Guido Rodheudt als Verfechter eines klaren Wortes, der treu zur katholischen Lehre steht und ein unermüdlicher Arbeiter im Weinberg des Herrn ist.

Gegen die Betreiber des Internetportals „kreuz.net“ ist laut Medienberichten vor einigen Wochen Strafanzeige u.a. wegen Volksverhetzung bei der Staatsanwaltschaft Berlin erstattet worden.

In der Berichterstattung über die Ermittlungen ist in bestimmten Medien der Verdacht geäußert worden, der Pfarrer der Kirchengemeinde St. Gertrud in Herzogenrath, Pfarrer Dr. Guido Rodheudt, stehe in Verbindung mit diesem Internetportal.

Hierzu erklären der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat der Kirchengemeinde St. Gertrud Herzogenrath als die für die Vertretung der Kirchengemeinde zuständigen Gremien:

Wir haben uneingeschränktes Vertrauen in die Aussage von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt, keine Kenntnisse über die Hintergründe und Betreiber der Internetseite „kreuz.net“ zu haben und auch kein Aktivist der Seite zu sein.

Untermauert wird die Richtigkeit seiner Aussage durch den Umstand, daß in den Medien zwar Mutmaßungen jedweder Art, bislang aber keinerlei belegbare Fakten oder auch nur tatsächliche Anhaltspunkte für die gegenteilige Annahme präsentiert worden sind.

Zudem hat der für das Vorgehen gegen die Betreiber des Internetportals zuständige Staatsanwalt unlängst bestätigt, daß gegen Pfarrer Dr. Rodheudt nicht ermittelt wird.

Auch dem Bistum Aachen liegen nach Aussage seines Sprechers keinerlei Erkenntnisse darüber vor, daß Pfarrer Dr. Rodheudt etwas mit dem in Rede stehenden Internetportal zu tun hat.

Pfarrer Dr. Rodheudt ist auch nicht dadurch zu einem Mit-Verantwortlichen dieses Internetportals geworden, daß dieses Portal ungefragt Texte übernommen hat, die er für andere Medien publiziert hatte. Es ist hinlänglich bekannt, daß „kreuz.net“ oftmals in genau dieser Weise vorgegangen ist.

Herzogenrath, den 14.12.2012

V.i.S.d.P. (verantwortlich im Sinne des Presserechts):
Dr. Frank Schafranek
Für den Kirchenvorstand: Margarete Jussen (stellv. Vorsitzende)
Für den Pfarrgemeinderat Klaus Puhl (Vorsitzender)”
 
Quelle: Webseite der Pfarrgemeinde http://www.st-gertrud.info/Erklaerung_der_Gremien.pdf

Kreuz.net-Debatte: Pfarrer Guido Rodheudts Stellungnahme vom 12.12.2012

„David Berger führt einen Privatkrieg gegen die kath. Kirche“

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt aus Herzogenrath, einem Vorort nördlich von Aachen, ist einer der Sprecher des „Netzwerks katholischer Priester“ und Mitveranstalter der „Kölner Liturgischen Tagung“, die seit mehreren Jahren in seiner Pfarrgemeinde (das Foto zeigt den Altar der Pfarrkirche) abgehalten wird.

Der Geistliche nahm am 12.12.2012 auf der Webseite seiner Pfarrei St. Gertrud öffentlich Stellung zu diffamierenden Äußerungen des Theologen Dr. David Berger im Zusammenhang mit der Kreuz.net-Affäre.  

Die Erklärung des Priesters, die der “Aachener Zeitung” vorliegt, wird hier ungekürzt wiedergegeben:xxx0002

„Wie ich bereits auf der Homepage meiner Pfarrei http://www.st-gertrud.info ausführlich dargelegt habe, sind meine Texte, die an anderer Stelle bereits publiziert worden waren, auf dem besagten Internetportal ungefragt kopiert oder kommentiert worden. Gegen dieses Vorgehen eines anonymen Portals ist im Zeitalter des Internet kaum etwas zu unternehmen.

Daraus abzuleiten, ich hätte gewußt, wer diese Seite initiiert hat und gestaltet, ist absurd. Ich bin darüber nicht informiert und sehe mich auch außerstande, eigene Nachforschungen anzustellen.

Ebenso abwegig ist es, das Netzwerk katholischer Priester, das keine Vereinigung mit einer Mitgliedschaft ist, sondern lediglich eine Plattform für die Zusammenarbeit von Geistlichen, pauschal unter Verdacht zu stellen.

Dies aber geschieht durch den Theologen David Berger, der eine bislang unhinterfragte inquisitorische Rolle einnimmt, indem er im Wissen um die Anonymität des Portals ständig Verdachtsmomente äußert, Mitwisserschaften vermutet und Verantwortlichkeiten unbescholtener Personen suggeriert, ohne sich dabei auf Fakten berufen zu können.

David Bergers Veröffentlichungen wurden jedoch selbst lange auf diesem Portal gelobt, solange er eine theologisch konservative Haltung vertrat.

Zu dieser Zeit betrieb er  –  ebenso wie heute, wenn auch jetzt unter veränderten Vorzeichen  –  die öffentliche Demontage von ihm mißliebigen Personen aus dem eher kirchenkritischen und sogenannten fortschrittlichen katholischen Lager. Dabei war besonders der berühmte Konzilstheologe Karl Rahner lange Zeit eine von ihm bevorzugte Zielscheibe. Schon in seiner traditionalistisch argumentierenden Doktorarbeit von 1998 läßt Berger kein gutes Haar an Rahner.

In diesem Zusammenhang ist Herbert Vorgrimler, einer der prominentesten und als kritisch-fortschrittlich geltenden Theologen Deutschlands, ein unverdächtiger Zeuge. Er beklagte sich schon damals über die „Unterstellungen, grotesken Fehldeutungen (und) gezielten Mißverständnisse“, mit denen unter Bergers geistiger Führung gearbeitet wurde.

Nach diesem Muster führt Berger heute seinen Privatkrieg gegen die katholische Kirche. Er hat schlicht die Seiten gewechselt. Daß er auch die Liturgische Tagung in Herzogenrath auf´s Korn nimmt, wundert nicht, so grotesk dies auch ist. Vor zehn Jahren hätte er sich hier vielleicht noch als Referent beworben.

Herzogenrath, 12. Dezember 2012

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt“

Quelle (Text/Foto):
http://www.st-gertrud.info/Stellungnahme_Rodheudt_fuer_die_AZ.pdf
Zudem siehe hier:
http://www.kathnews.de/privater-krieg-gegen-die-katholische-kirche

Dr. David Bergers scheinheiliges „Enthüllungs“-Buch „Der heilige Schein“

Rezension von Felizitas Küble

Rundumschlag mit Zerrbildern über Glaube und Kirche

Vor über 2 Jahren, am 29. November 2010, haben wir auf einigen Web-Portalen unsere ausführliche Besprechung des Buches „Der heilige Schein“ von Dr. David Berger veröffentlicht, das in diesem Jahr auch als Paperback- Taschenbuch herauskam.

Foto: Dr. Bernd F. PelzDavid Berger bezeichnet sich im Untertitel seiner Abrechnung als „schwuler Theologe“, wobei es ihm darum geht, den „heiligen Schein“, den er in der katholischen Kirche vorzufinden glaubt, quasi zu „entlarven“. In Wirklichkeit zeichnet er jedoch vielfach ein Zerrbild von Glaube und Kirche.

In den letzten Monaten ist der ehem. Religionslehrer erneut ins Gerede gekommen, diesmal als Wortführer der Kampagne „Stoppt kreuz.net“, die er gemeinsam mit dem Porno-Verleger Gmünder medienwirksam durchzieht.

Bei aller berechtigten Kritik am Schmuddelportal „kreuz.net“, die wir seit  vielen Jahren selbst öffentlich geäußert haben,  ist es äußerst unfair, wenn diese Aktion von interessierter Seite für eine antikirchliche Schlammschlacht mißbraucht wird. images

Zugleich dient die Kampagne gegen „kreuz.net“ als Vorwand, um unliebsame Persönlichkeiten zu verunglimpfen,  weil sie konservative Ansichten vertreten, obgleich sie mit „kreuz.net“ nichts zu tun haben, wie zB. der Bayreuther Politikwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Löw (siehe Foto) oder den evangelikalen Pädagogen Jörg Birnbacher (Lukasschule München). 

Es erscheint uns daher aus aktuellem Anlaß sinnvoll, unsere damalige Besprechung des Berger-Buches jetzt auch hier im CHRISTLICHEN FORUM zu veröffentlichen:

Ein unseriöser Angriff auf Wahrheit, Fairneß, Glaube und Sitte

Das „Enthüllungs“-Buch des Theologen und Religionspädagogen Dr. David Berger fängt schlecht an, enthält doch bereits die entscheidende Behauptung im ersten Abschnitt seines Vorworts eine faustdicke Lüge:

„Die heuchlerische, bigotte Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität brachte mich dazu, mich öffentlich zu outen und gleichzeitig als Herausgeber und Chefredakteur der konservativen Zeitschrift „Theologisches“ zurückzutreten.“

In Wirklichkeit trat der schwule Religionslehrer im April 2010 bereits vor seinem Outing zurück, nachdem der Vorsitzende der „Fördergemeinschaft Theologisches“, Dogmatik-Professor Dr. Manfred Hauke, dem homosexuellen Bekenntniseifer Bergers in „Facebook“ auf die Spur gekommen war.

Um seiner wahrscheinlichen Entlassung als Chefredakteur der populärwissenschaftlichen Zeitschrift „Theologisches“ zuvorzukommen, trat Berger die Flucht nach vorne an und gab öffentlich den Rücktritt von seinem ehrenamtlichen Posten bekannt.

Doch damit nicht genug: Auf die Vorhaltungen Haukes, er sei mit einem „homosexuellen Milieu“ verknüpft, reagierte der Entlarvte in einer auf „Kath.net“ veröffentlichten Stellungnahme zunächst mit hartnäckigem Leugnen. Zugleich warf er Professor Hauke nichts weniger als „Verleumdung“ vor.

Einige Zeit später erklärte Berger sodann das glatte Gegenteil, als er sich in der linksgerichteten „Frankfurter Rundschau“ als schwul outete, wobei er seine Erklärung mit massiven Angriffen auf die kirchliche Haltung zur Homosexualität garnierte.

Über diesen tatsächlichen Verlauf der Geschehnisse, die Berger in seinen Buch zu vertuschen versucht, berichtete eine Pressemeldung unseres Christoferuswerks bereits im April 2010:  http://www.pressinfocom.com/1/David-Berger-outet-sich-als-Schwuler_525685.html

Blick zurück im Zorn

„Der heilige Schein“ – so lautet der Buchtitel des einst konservativ agierenden Theologen, der mit seinem „Blick zurück im Zorn“ vor allem eine geharnischte Abrechnung mit der katholischen Kirche vorlegt, besonders mit dem konservativen bis traditionellen Spektrum.

Dabei trifft dieser ironische Titel vom „heiligen Schein“ vor allem auf Bergers eigene Autobiographie zu, hat er doch Freunde, Bekannte und Mitstreiter jahrzehntelang getäuscht und seinen homosexuellen „Partner“ als Cousin vorgestellt, wie er selber einräumt.

Gleichwohl überreicht er den „Schwarzen Peter“ nicht etwa sich selbst; vielmehr dreht er den Spieß um und attackiert die katholische Kirche aufs Schärfste, vor allem frühere „Freunde“ und konservative Weggefährten, besonders jene, die ihm in bester Absicht zu einer erstaunlich schnellen Karriere in der katholischen Kirche verholfen hatten, darunter der von Berger häufig unfair und infam angegriffene Dogmatiker Manfred Hauke.

Die nächste Unwahrheit präsentiert Berger bereits auf der zweiten Seite seines Vorworts. Dort wirft er Bischof Overbeck vor, dieser habe öffentlich behauptet, „daß homosexuell zu sein eine Sünde, weil wider die Natur sei“.

Richtig ist hingegen, daß der Oberhirte von Essen allgemein zur Homosexualität erklärte, diese sei „eine Sünde“: er sprach nicht abwertend über schwule Menschen als solche; er erwähnte auch nicht die homosexuelle „Neigung“. Der Bischof bezog sich auf praktizierte Homosexualität, wie sich aus dem Zusammenhang seiner Äußerungen und seiner weiteren Klarstellungen ergibt.

Das unseriöse Vorgehen Bergers zeugt von Charakterdefiziten und einer miserablen Streitkultur, die einem Geisteswissenschaftler schlecht ansteht.

Theologische Fehlleistungen und Irrtümer im Theologen-Buch

Darüber hinaus enthält das Buch des „Thomisten“ Berger eine Reihe peinlicher theologischer und religionshistorischer Plattheiten, Fehlleistungen und Irrtümer, die aus dem Munde eines angeblich so exzellenten Kenners des hl. Thomas von Aquin doppelt merkwürdig anmuten.

Dabei mag offen bleiben, ob tatsächliche Unwissenheit vorherrscht oder nicht vielmehr das Bestreben erkennbar wird, die kirchliche Lehre mitunter als Zerrbild zu präsentieren, um sodann auf diesen Popanz umso heftiger draufschlagen zu können. Seriös ist eine solche Vorgehensweise jedenfalls nicht, von wissenschaftlichem Ethos ganz zu schweigen.

Hier seien einige Beispiele erwähnt:

1. Auf S. 25 schreibt der Autor, die überlieferte Meßform („lateinische, tridentinische Liturgie“) sei „bis in die 1950 Jahre weltweit vorgeschrieben“ gewesen. Erstens war sie dies nicht weltweit (z.B. nicht für die griechisch-katholische Ostkirche und andere unierte Teilkirchen mit eigenem Ritus).

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Zweitens ist die Datumsangabe „bis in die 1950er Jahre“ völlig unsinnig, denn die klassische Form der hl. Messe wurde in Wirklichkeit erst 20 Jahre später (Anfang 1970) nach der sog. „Liturgiereform“ verbindlich abgelöst durch den „Novus Ordo“, also die heute übliche Meßform (auch „gewöhnlicher Usus“ genannt).

Man fragt sich doch, wie es möglich sein kann, daß ein thomistisch geprägter Theologe, der sich mehr als ein Jahrzehnt führend in speziell traditionsorientierten Kreisen bewegte, offenbar über einfachste Sachverhalte nicht korrekt informiert ist.

2. Noch absonderlicher gestalten sich Bergers Ausflüge in die Sphären der Dogmatik und Sakramententheologie  –  dies sind offenbar Dimensionen, die den Akademiker Berger sichtlich überfordern. So schreibt er zum Beispiel auf S. 30 Folgendes:

„Die vieldiskutierte päpstliche Unfehlbarkeit, die jeden Katholiken zu absolutem Gehorsam verpflichtet, ist die Krönung der amtsautoritären Struktur der katholischen Kirche.“

In Wirklichkeit beinhaltet das Unfehlbarkeitsdogma gerade nicht die „Krönung“, sondern vielmehr eine „Begrenzung“ (!) päpstlicher „Amtsautorität“, denn dieses Dogma legt fest, daß sich die „Unfehlbarkeit“ des Papstes allein auf die definitive Verkündigung von Dogmen über Glaube und Sitte bezieht, nicht jedoch seine Person betrifft, auch nicht seine allgemeinen Äußerungen im Rahmen seiner Amtsausübung.

Auch hier baut Berger zunächst ein Zerrbild der kirchlichen Lehre auf, um diese dann umso stärker der Lächerlichkeit preiszugeben („absoluter Gehorsam“).

Dieselbe wissenschaftlich unehrliche Taktik wendet er beim gleichen Thema auf S. 58 erneut an, indem er von Papst Pius IX. behauptet, dieser habe „sich selbst und alle seine Nachfolger gegen größte Widerstände in der Kirche für unfehlbar erklärt“.  – Auch diese Äußerung erweckt den irreführenden Eindruck, als ob sich das Unfehlbarkeitsdogma auf das persönliche Leben oder das allgemeine Wirken des Papstes beziehen würde, was bekanntlich nicht zutrifft.

Falsche Aussagen über die kirchliche Ehe-Lehre

3. Auf S. 285 f. baut der Autor erneut ein Zerrbild auf, diesmal von der katholischen Lehre über das Sakrament der Ehe:

„Hauptaufgabe der Laien ist es demzufolge, eine christliche Ehe zu führen, in der möglichst viele Kinder gezeugt und katholisch erzogen werden. Allein dieses hehre, von der Kirche mit dem Ehesakrament abgesegnete Ziel berechtigt sie, so etwas Furchterregendes wie die Sexualität überhaupt zu praktizieren.“

Abgesehen von der unpassenden Ironie im Sprachstil ist auch dieser Seitenhieb Bergers unzutreffend. Tatsache ist nämlich, daß die Weitergabe des Lebens nicht das einzig wesentliche Ziel der christlichen Ehe darstellt. 120505393_BV_July und Mike

Ein ebenso wichtiger Sinngehalt ist die gegenseitige Heiligung und menschliche Hilfestellung der Ehepartner, vor allem ihr gemeinsames Bemühen, einander auf dem Weg zum ewigen Heil zu begleiten und zu unterstützen.

Eben deshalb sah die kath. Kirche niemals die geringste Schwierigkeit darin, Brautleute kirchlich zu trauen, die biologisch unfruchtbar sind oder sich in einem hohen Alter befinden, in dem die Weitergabe des Lebens unmöglich ist. Interessanterweise ist Unfruchtbarkeit durchaus kein Ehehindernis, Impotenz allerdings sehr wohl.

Offenbar sieht sich der Theologe Berger außerstande, die kirchliche Ehelehre korrekt darzustellen.

Mit der „Weitergabe des Lebens“ steht der „Enthüllungs“-Autor ohnehin auf Kriegsfuß, genauer: mit der Unantastbarkeit des menschlichen Lebens.

Durch das ganze Buch hindurch zeigt sich seine Abwertung der Lebensrechtsbewegungen (zB. als „fanatisch“ auf  S.124) sowie sein Plädoyer für Abtreibung; er verwendet den verharmlosenden Begriff „Schwangerschaftsabbruch“, wobei er diese tödliche Willkür als „freie Entscheidung im christlichen Geist“ mißdeutet (S.108).

Ebenso unsinnig ist seine mehrfache Betonung eines angeblich „gesetzlich erlaubten Schwangerschaftsabbruchs“ (z.B. S. 211), den er gutheißt.

In Wirklichkeit hat das Bundesverfassungsgericht unmißverständlich festgehalten, daß die Vernichtung ungeborener Kinder im Rahmen der Fristenregelung zwar „straffrei“, aber gleichwohl „rechtswidrig“ ist, so daß der Ausdruck „gesetzlich erlaubt“ als mehrdeutig bis irreführend angesehen werden muß.

Als ähnlich menschenverachtend wird man Bergers Äußerung über die hl. Maria Goretti empfinden, wobei er eine brutale Vergewaltigung mit Todesfolge als „Annäherungsversuch“ schönredet:

„Die heilige Maria Goretti wehrte sich beim Annäherungsversuch eines etwas älteren Jungen so heftig, daß sie dabei ums Leben kam“ (S.112). – Mit anderen Worten: das Opfer war selber schuld!

Auch an anderen Stellen zeigt sich der „schwule Theologe“ von seiner sarkastischen Seite, etwa auf S. 243 f.:

Zynische Seitenhiebe gegen Prof. Dr. Manfred Hauke

Berger wünscht seinem Kontrahenten, dem theologisch konservativen Dogmatiker Manfred Hauke nichts weniger als ein Berufsverbot an den Hals. Seinem Haßobjekt wirft er zunächst „Frauenfeindlichkeit“ vor mit der Begründung, Hauke gelte als „bekanntester und eifrigster Gegner des Feminismus und des Frauenpriestertums“.

Besonders perfide ist überdies Bergers verleumderische Unterstellung, mit der er Hauke ohne jeden Beweis in Verbindung mit der „Homophobie“ des unseriösen Radau-Portals „Kreuz.net“ bringt.

Nach diesen unfairen Attacken verfaßt Berger, der selbst als Religionslehrer an einem Gymnasium wirkt, folgende Breitseite über den Theologie-Professor Hauke, der einst sein Duzfreund war:

„Bei all dem darf man nicht vergessen: Hauke ventiliert solche Ansichten nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern hat in der katholischen Kirche Ämter inne, die es ihm erlauben, Einfluß auf junge Menschen auszuüben.

So ist er nicht nur Professor für Dogmatik an der theologischen Hochschule in Lugano, die eng mit der von Don Luigi G. – einem engen Freund Ratzingers – gegründeten und politisch einflußreichen Bewegung „Communione e liberazione“ verbunden ist. Hauke betätigt sich auch als Studienpräfekt im Luganer Priesterseminar San Carlo, ist also für die wissenschaftliche und charakterliche Ausbildung zukünftiger Pfarrer verantwortlich.“

Mancher wird jetzt denken: „Na und?“ – Aber Berger, der in seinem Buch so gerne von „Toleranz“ und „Meinungsfreiheit“ schwadroniert, kommt nun knüppeldick zur Sache mit einer massiven verbalen Drohgebärde:

„Neben allem anderen wird man sich fragen müssen, inwieweit diese Tätigkeiten mit seinen öffentlich geäußerten Vorstellungen vereinbar sind, schließlich ist die Diskriminierung aufgrund von Lebensformen laut Artikel 8 der Schweizerischen Bundesverfassung verboten.“

Angesichts der Tatsache, daß es nicht zuletzt Professor Hauke war, der dem jungen Berger zur Karriere im konservativ-kirchlichen Spektrum verhalf, erscheint dieser unverhüllte Ruf nach einem Berufsverbot für den einstigen Mitstreiter als besonders infam. Hier kommt dem Leser wohl schnell das bekannte Sprichwort in Erinnerung: „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!“

Bergers Würdigung der Freimaurerei

Wenn es freilich nicht um Kritiker des ideologischen Feminismus geht, sondern um die vielverehrte Freimaurerei, verwandelt sich David Berger vom intoleranten Berufsverbots-Befürworter in einen pathetischen Hofsänger humanistischer Floskeln; er rühmt die Freimaurer wegen ihres „Einsatzes für Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Humanität“.

Zugleich erinnert er an die „Aufarbeitung der dunklen Vergangenheit“, womit er freilich die kirchliche meint, nicht etwa die geschichtlichen „Leichen im Keller“ der Freimaurerei.

Angesichts dieses Verbrüderungsgesanges erstaunt es wenig, daß der Kölner Theologe den Artikel „Herbert Vorgrimler und die getrennten Brüder“ Ende 2009 aus dem online-Archiv des „Theologischen“ löschte bzw. dessen Löschung veranlaßte.

In der erwähnten Abhandlung, die im November 2003 im „Theologischen“ erschien, hatte ich mich kritisch mit der Freimaurerei auseinandergesetzt und die kirchliche Ablehnung dieser Ersatzreligion des Pseudo-Humanismus ausführlich begründet.

Sowohl die Veröffentlichung wie die Löschung des Artikels erfolgte zu einer Zeit, als Dr. Berger Chefredakteur des „Theologischen“ war. Auf meine schriftliche Anfrage, ob es sich um eine Löschung oder evtl. um ein technisches Versehen handelt, erhielt ich nie eine Antwort.

Was Berger munter selber praktizierte, kritisiert er heftig, wenn ihm von anderer Seite etwa ein halbes Jahr später Ähnliches geschieht. Auf S. 266 beschwert er sich wehleidig darüber, daß das katholische Nachrichtenportal „Kath.net“ seine dort veröffentlichten Beiträge löschte, nachdem er sich öffentlich als Homosexueller geoutet hatte.

Dies Vorgehen erinnert Berger sogleich an das in der Antike berühmt-berüchtigte Wort von der „damnatio memoriae“, wonach man bei einer verhaßten Person den Namen aus allen Aufzeichnungen tilgt. Zudem beanstandet Berger, daß Kath.net-Chef Noe seine „Anfragen“ wegen der gelöschten Artikel „unbeantwortet“ gelassen habe.

Man sieht: Wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht dasselbe! – Oder mit anderen Worten: Wer so kräftig austeilen kann, sollte auch etwas einstecken können, ohne gleich ins öffentliche Lamentieren zu verfallen.

Freilich ist genau dies ein durchgängiges Kennzeichen der Bergerschen Abrechnung mit Kirche und Konservativen: er klagt und wehklagt mit besonderer Inbrunst, was nur noch von seinem Bedürfnis nach ständiger Anklage in Richtung seiner Kontrahenten übertroffen wird.

Aus diesem Strickmuster von Klage, Wehklage und Anklage ergibt sich sein egozentrisch-selbstgefälliger Versuch, sich als gebeuteltes und diskriminiertes „Opfer“ zu präsentieren, die katholische Kirche hingegen auf die Anklagebank zu setzen und insgesamt durch diese Buchveröffentlichung an seiner eigenen Legende zu basteln.

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Eine präzise Stellungnahme der Zeitschrift „Theologisches“ zum Berger-Buch gibt es hier:
http://www.theologisches.net/


Prof. Dr. Konrad Löw weist Falschbehauptung des „Spiegel“ zurück

In dem am gestrigen Montag, den 10. Dezember 2012 erschienenen Hamburger Wochenmagazin „Der Spiegel“  (Nr. 50) wurde unter dem Titel „Neue Heimat“ erneut ein wüster Rundumschlag gegen gläubige Katholiken und Konservative veröffentlicht.

Dabei wird der   –  grundsätzlich berechtigte  –  Einsatz gegen das offline gesetzte Schmuddelportal „kreuz.net“ mißbraucht, um konservative Persönlichkeiten und Gruppen auf unfaire und infame Art zu verunglimpfen, zB. pauschal das „Netzwerk katholischer Priester“ (NKP) sowie den Politikwissenschaftler und renommierten Buchautor Prof. Dr. Konrad Löw (siehe Foto).images

In der auf Seite 36 abgedruckten Falschbehauptung des „Spiegel“ heißt es: 

So fand Konrad Löw, der zum Kuratorium des erzkonservativen Forums Deutscher Katholiken gehört, nichts dabei, sich im November von der NPD zum Vortrag nach Oberhausen einladen zu lassen.“

(Zum Kuratorium des  erwähnten „erzkonservativen“ Forums gehören übrigens auch Glaubenspräfekt und Erzbischof Gerhard L. Müller  sowie die Kardinäle Cordes und Meisner.)

Hierzu stellt der Bayreuther Politologe in seiner Gegendarstellung fest:

„Dies ist nicht richtig.  – Richtig ist: Ich wurde noch nie von der NPD zu einem Vortrag eingeladen.“