Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat von Herzogenrath stellen sich voll hinter ihren Pfarrer Dr. Guido Rodheudt

Vollständige Dokumentation der heutigen gemeinsamen Erklärung beider Pfarrei-Gremien: 

“Die katholische Kirchengemeinde St. Gertrud in Herzogenrath steht uneingeschränkt und ohne Wenn und Aber zu ihrem Pfarrer Dr. Guido Rodheudt.

Mit großem Bedauern nehmen die Gremien der katholischen Kirchengemeinde St. Gertrud aber zur Kenntnis, daß es sich antikirchliche Kräfte die unsägliche Hetze eines sich zu Unrecht als katholisch bezeichnenden Internetportals offenbar zunutze machen, verdiente Priester zu diskreditieren.

Die Pfarrgemeinde St. Gertrud kennt und schätzt Pfarrer Dr. Guido Rodheudt als Verfechter eines klaren Wortes, der treu zur katholischen Lehre steht und ein unermüdlicher Arbeiter im Weinberg des Herrn ist.

Gegen die Betreiber des Internetportals „kreuz.net“ ist laut Medienberichten vor einigen Wochen Strafanzeige u.a. wegen Volksverhetzung bei der Staatsanwaltschaft Berlin erstattet worden.

In der Berichterstattung über die Ermittlungen ist in bestimmten Medien der Verdacht geäußert worden, der Pfarrer der Kirchengemeinde St. Gertrud in Herzogenrath, Pfarrer Dr. Guido Rodheudt, stehe in Verbindung mit diesem Internetportal.

Hierzu erklären der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat der Kirchengemeinde St. Gertrud Herzogenrath als die für die Vertretung der Kirchengemeinde zuständigen Gremien:

Wir haben uneingeschränktes Vertrauen in die Aussage von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt, keine Kenntnisse über die Hintergründe und Betreiber der Internetseite „kreuz.net“ zu haben und auch kein Aktivist der Seite zu sein.

Untermauert wird die Richtigkeit seiner Aussage durch den Umstand, daß in den Medien zwar Mutmaßungen jedweder Art, bislang aber keinerlei belegbare Fakten oder auch nur tatsächliche Anhaltspunkte für die gegenteilige Annahme präsentiert worden sind.

Zudem hat der für das Vorgehen gegen die Betreiber des Internetportals zuständige Staatsanwalt unlängst bestätigt, daß gegen Pfarrer Dr. Rodheudt nicht ermittelt wird.

Auch dem Bistum Aachen liegen nach Aussage seines Sprechers keinerlei Erkenntnisse darüber vor, daß Pfarrer Dr. Rodheudt etwas mit dem in Rede stehenden Internetportal zu tun hat.

Pfarrer Dr. Rodheudt ist auch nicht dadurch zu einem Mit-Verantwortlichen dieses Internetportals geworden, daß dieses Portal ungefragt Texte übernommen hat, die er für andere Medien publiziert hatte. Es ist hinlänglich bekannt, daß „kreuz.net“ oftmals in genau dieser Weise vorgegangen ist.

Herzogenrath, den 14.12.2012

V.i.S.d.P. (verantwortlich im Sinne des Presserechts):
Dr. Frank Schafranek
Für den Kirchenvorstand: Margarete Jussen (stellv. Vorsitzende)
Für den Pfarrgemeinderat Klaus Puhl (Vorsitzender)”
 
Quelle: Webseite der Pfarrgemeinde http://www.st-gertrud.info/Erklaerung_der_Gremien.pdf

Kreuz.net-Debatte: Pfarrer Guido Rodheudts Stellungnahme vom 12.12.2012

„David Berger führt einen Privatkrieg gegen die kath. Kirche“

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt aus Herzogenrath, einem Vorort nördlich von Aachen, ist einer der Sprecher des „Netzwerks katholischer Priester“ und Mitveranstalter der „Kölner Liturgischen Tagung“, die seit mehreren Jahren in seiner Pfarrgemeinde (das Foto zeigt den Altar der Pfarrkirche) abgehalten wird.

Der Geistliche nahm am 12.12.2012 auf der Webseite seiner Pfarrei St. Gertrud öffentlich Stellung zu diffamierenden Äußerungen des Theologen Dr. David Berger im Zusammenhang mit der Kreuz.net-Affäre.  

Die Erklärung des Priesters, die der “Aachener Zeitung” vorliegt, wird hier ungekürzt wiedergegeben:xxx0002

„Wie ich bereits auf der Homepage meiner Pfarrei http://www.st-gertrud.info ausführlich dargelegt habe, sind meine Texte, die an anderer Stelle bereits publiziert worden waren, auf dem besagten Internetportal ungefragt kopiert oder kommentiert worden. Gegen dieses Vorgehen eines anonymen Portals ist im Zeitalter des Internet kaum etwas zu unternehmen.

Daraus abzuleiten, ich hätte gewußt, wer diese Seite initiiert hat und gestaltet, ist absurd. Ich bin darüber nicht informiert und sehe mich auch außerstande, eigene Nachforschungen anzustellen.

Ebenso abwegig ist es, das Netzwerk katholischer Priester, das keine Vereinigung mit einer Mitgliedschaft ist, sondern lediglich eine Plattform für die Zusammenarbeit von Geistlichen, pauschal unter Verdacht zu stellen.

Dies aber geschieht durch den Theologen David Berger, der eine bislang unhinterfragte inquisitorische Rolle einnimmt, indem er im Wissen um die Anonymität des Portals ständig Verdachtsmomente äußert, Mitwisserschaften vermutet und Verantwortlichkeiten unbescholtener Personen suggeriert, ohne sich dabei auf Fakten berufen zu können.

David Bergers Veröffentlichungen wurden jedoch selbst lange auf diesem Portal gelobt, solange er eine theologisch konservative Haltung vertrat.

Zu dieser Zeit betrieb er  –  ebenso wie heute, wenn auch jetzt unter veränderten Vorzeichen  –  die öffentliche Demontage von ihm mißliebigen Personen aus dem eher kirchenkritischen und sogenannten fortschrittlichen katholischen Lager. Dabei war besonders der berühmte Konzilstheologe Karl Rahner lange Zeit eine von ihm bevorzugte Zielscheibe. Schon in seiner traditionalistisch argumentierenden Doktorarbeit von 1998 läßt Berger kein gutes Haar an Rahner.

In diesem Zusammenhang ist Herbert Vorgrimler, einer der prominentesten und als kritisch-fortschrittlich geltenden Theologen Deutschlands, ein unverdächtiger Zeuge. Er beklagte sich schon damals über die „Unterstellungen, grotesken Fehldeutungen (und) gezielten Mißverständnisse“, mit denen unter Bergers geistiger Führung gearbeitet wurde.

Nach diesem Muster führt Berger heute seinen Privatkrieg gegen die katholische Kirche. Er hat schlicht die Seiten gewechselt. Daß er auch die Liturgische Tagung in Herzogenrath auf´s Korn nimmt, wundert nicht, so grotesk dies auch ist. Vor zehn Jahren hätte er sich hier vielleicht noch als Referent beworben.

Herzogenrath, 12. Dezember 2012

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt“

Quelle (Text/Foto):
http://www.st-gertrud.info/Stellungnahme_Rodheudt_fuer_die_AZ.pdf
Zudem siehe hier:
http://www.kathnews.de/privater-krieg-gegen-die-katholische-kirche

Dr. David Bergers scheinheiliges „Enthüllungs“-Buch „Der heilige Schein“

Rezension von Felizitas Küble

Rundumschlag mit Zerrbildern über Glaube und Kirche

Vor über 2 Jahren, am 29. November 2010, haben wir auf einigen Web-Portalen unsere ausführliche Besprechung des Buches „Der heilige Schein“ von Dr. David Berger veröffentlicht, das in diesem Jahr auch als Paperback- Taschenbuch herauskam.

Foto: Dr. Bernd F. PelzDavid Berger bezeichnet sich im Untertitel seiner Abrechnung als „schwuler Theologe“, wobei es ihm darum geht, den „heiligen Schein“, den er in der katholischen Kirche vorzufinden glaubt, quasi zu „entlarven“. In Wirklichkeit zeichnet er jedoch vielfach ein Zerrbild von Glaube und Kirche.

In den letzten Monaten ist der ehem. Religionslehrer erneut ins Gerede gekommen, diesmal als Wortführer der Kampagne „Stoppt kreuz.net“, die er gemeinsam mit dem Porno-Verleger Gmünder medienwirksam durchzieht.

Bei aller berechtigten Kritik am Schmuddelportal „kreuz.net“, die wir seit  vielen Jahren selbst öffentlich geäußert haben,  ist es äußerst unfair, wenn diese Aktion von interessierter Seite für eine antikirchliche Schlammschlacht mißbraucht wird. images

Zugleich dient die Kampagne gegen „kreuz.net“ als Vorwand, um unliebsame Persönlichkeiten zu verunglimpfen,  weil sie konservative Ansichten vertreten, obgleich sie mit „kreuz.net“ nichts zu tun haben, wie zB. der Bayreuther Politikwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Löw (siehe Foto) oder den evangelikalen Pädagogen Jörg Birnbacher (Lukasschule München). 

Es erscheint uns daher aus aktuellem Anlaß sinnvoll, unsere damalige Besprechung des Berger-Buches jetzt auch hier im CHRISTLICHEN FORUM zu veröffentlichen:

Ein unseriöser Angriff auf Wahrheit, Fairneß, Glaube und Sitte

Das „Enthüllungs“-Buch des Theologen und Religionspädagogen Dr. David Berger fängt schlecht an, enthält doch bereits die entscheidende Behauptung im ersten Abschnitt seines Vorworts eine faustdicke Lüge:

„Die heuchlerische, bigotte Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität brachte mich dazu, mich öffentlich zu outen und gleichzeitig als Herausgeber und Chefredakteur der konservativen Zeitschrift „Theologisches“ zurückzutreten.“

In Wirklichkeit trat der schwule Religionslehrer im April 2010 bereits vor seinem Outing zurück, nachdem der Vorsitzende der „Fördergemeinschaft Theologisches“, Dogmatik-Professor Dr. Manfred Hauke, dem homosexuellen Bekenntniseifer Bergers in „Facebook“ auf die Spur gekommen war.

Um seiner wahrscheinlichen Entlassung als Chefredakteur der populärwissenschaftlichen Zeitschrift „Theologisches“ zuvorzukommen, trat Berger die Flucht nach vorne an und gab öffentlich den Rücktritt von seinem ehrenamtlichen Posten bekannt.

Doch damit nicht genug: Auf die Vorhaltungen Haukes, er sei mit einem „homosexuellen Milieu“ verknüpft, reagierte der Entlarvte in einer auf „Kath.net“ veröffentlichten Stellungnahme zunächst mit hartnäckigem Leugnen. Zugleich warf er Professor Hauke nichts weniger als „Verleumdung“ vor.

Einige Zeit später erklärte Berger sodann das glatte Gegenteil, als er sich in der linksgerichteten „Frankfurter Rundschau“ als schwul outete, wobei er seine Erklärung mit massiven Angriffen auf die kirchliche Haltung zur Homosexualität garnierte.

Über diesen tatsächlichen Verlauf der Geschehnisse, die Berger in seinen Buch zu vertuschen versucht, berichtete eine Pressemeldung unseres Christoferuswerks bereits im April 2010:  http://www.pressinfocom.com/1/David-Berger-outet-sich-als-Schwuler_525685.html

Blick zurück im Zorn

„Der heilige Schein“ – so lautet der Buchtitel des einst konservativ agierenden Theologen, der mit seinem „Blick zurück im Zorn“ vor allem eine geharnischte Abrechnung mit der katholischen Kirche vorlegt, besonders mit dem konservativen bis traditionellen Spektrum.

Dabei trifft dieser ironische Titel vom „heiligen Schein“ vor allem auf Bergers eigene Autobiographie zu, hat er doch Freunde, Bekannte und Mitstreiter jahrzehntelang getäuscht und seinen homosexuellen „Partner“ als Cousin vorgestellt, wie er selber einräumt.

Gleichwohl überreicht er den „Schwarzen Peter“ nicht etwa sich selbst; vielmehr dreht er den Spieß um und attackiert die katholische Kirche aufs Schärfste, vor allem frühere „Freunde“ und konservative Weggefährten, besonders jene, die ihm in bester Absicht zu einer erstaunlich schnellen Karriere in der katholischen Kirche verholfen hatten, darunter der von Berger häufig unfair und infam angegriffene Dogmatiker Manfred Hauke.

Die nächste Unwahrheit präsentiert Berger bereits auf der zweiten Seite seines Vorworts. Dort wirft er Bischof Overbeck vor, dieser habe öffentlich behauptet, „daß homosexuell zu sein eine Sünde, weil wider die Natur sei“.

Richtig ist hingegen, daß der Oberhirte von Essen allgemein zur Homosexualität erklärte, diese sei „eine Sünde“: er sprach nicht abwertend über schwule Menschen als solche; er erwähnte auch nicht die homosexuelle „Neigung“. Der Bischof bezog sich auf praktizierte Homosexualität, wie sich aus dem Zusammenhang seiner Äußerungen und seiner weiteren Klarstellungen ergibt.

Das unseriöse Vorgehen Bergers zeugt von Charakterdefiziten und einer miserablen Streitkultur, die einem Geisteswissenschaftler schlecht ansteht.

Theologische Fehlleistungen und Irrtümer im Theologen-Buch

Darüber hinaus enthält das Buch des „Thomisten“ Berger eine Reihe peinlicher theologischer und religionshistorischer Plattheiten, Fehlleistungen und Irrtümer, die aus dem Munde eines angeblich so exzellenten Kenners des hl. Thomas von Aquin doppelt merkwürdig anmuten.

Dabei mag offen bleiben, ob tatsächliche Unwissenheit vorherrscht oder nicht vielmehr das Bestreben erkennbar wird, die kirchliche Lehre mitunter als Zerrbild zu präsentieren, um sodann auf diesen Popanz umso heftiger draufschlagen zu können. Seriös ist eine solche Vorgehensweise jedenfalls nicht, von wissenschaftlichem Ethos ganz zu schweigen.

Hier seien einige Beispiele erwähnt:

1. Auf S. 25 schreibt der Autor, die überlieferte Meßform („lateinische, tridentinische Liturgie“) sei „bis in die 1950 Jahre weltweit vorgeschrieben“ gewesen. Erstens war sie dies nicht weltweit (z.B. nicht für die griechisch-katholische Ostkirche und andere unierte Teilkirchen mit eigenem Ritus).

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Zweitens ist die Datumsangabe „bis in die 1950er Jahre“ völlig unsinnig, denn die klassische Form der hl. Messe wurde in Wirklichkeit erst 20 Jahre später (Anfang 1970) nach der sog. „Liturgiereform“ verbindlich abgelöst durch den „Novus Ordo“, also die heute übliche Meßform (auch „gewöhnlicher Usus“ genannt).

Man fragt sich doch, wie es möglich sein kann, daß ein thomistisch geprägter Theologe, der sich mehr als ein Jahrzehnt führend in speziell traditionsorientierten Kreisen bewegte, offenbar über einfachste Sachverhalte nicht korrekt informiert ist.

2. Noch absonderlicher gestalten sich Bergers Ausflüge in die Sphären der Dogmatik und Sakramententheologie  –  dies sind offenbar Dimensionen, die den Akademiker Berger sichtlich überfordern. So schreibt er zum Beispiel auf S. 30 Folgendes:

„Die vieldiskutierte päpstliche Unfehlbarkeit, die jeden Katholiken zu absolutem Gehorsam verpflichtet, ist die Krönung der amtsautoritären Struktur der katholischen Kirche.“

In Wirklichkeit beinhaltet das Unfehlbarkeitsdogma gerade nicht die „Krönung“, sondern vielmehr eine „Begrenzung“ (!) päpstlicher „Amtsautorität“, denn dieses Dogma legt fest, daß sich die „Unfehlbarkeit“ des Papstes allein auf die definitive Verkündigung von Dogmen über Glaube und Sitte bezieht, nicht jedoch seine Person betrifft, auch nicht seine allgemeinen Äußerungen im Rahmen seiner Amtsausübung.

Auch hier baut Berger zunächst ein Zerrbild der kirchlichen Lehre auf, um diese dann umso stärker der Lächerlichkeit preiszugeben („absoluter Gehorsam“).

Dieselbe wissenschaftlich unehrliche Taktik wendet er beim gleichen Thema auf S. 58 erneut an, indem er von Papst Pius IX. behauptet, dieser habe „sich selbst und alle seine Nachfolger gegen größte Widerstände in der Kirche für unfehlbar erklärt“.  – Auch diese Äußerung erweckt den irreführenden Eindruck, als ob sich das Unfehlbarkeitsdogma auf das persönliche Leben oder das allgemeine Wirken des Papstes beziehen würde, was bekanntlich nicht zutrifft.

Falsche Aussagen über die kirchliche Ehe-Lehre

3. Auf S. 285 f. baut der Autor erneut ein Zerrbild auf, diesmal von der katholischen Lehre über das Sakrament der Ehe:

„Hauptaufgabe der Laien ist es demzufolge, eine christliche Ehe zu führen, in der möglichst viele Kinder gezeugt und katholisch erzogen werden. Allein dieses hehre, von der Kirche mit dem Ehesakrament abgesegnete Ziel berechtigt sie, so etwas Furchterregendes wie die Sexualität überhaupt zu praktizieren.“

Abgesehen von der unpassenden Ironie im Sprachstil ist auch dieser Seitenhieb Bergers unzutreffend. Tatsache ist nämlich, daß die Weitergabe des Lebens nicht das einzig wesentliche Ziel der christlichen Ehe darstellt. 120505393_BV_July und Mike

Ein ebenso wichtiger Sinngehalt ist die gegenseitige Heiligung und menschliche Hilfestellung der Ehepartner, vor allem ihr gemeinsames Bemühen, einander auf dem Weg zum ewigen Heil zu begleiten und zu unterstützen.

Eben deshalb sah die kath. Kirche niemals die geringste Schwierigkeit darin, Brautleute kirchlich zu trauen, die biologisch unfruchtbar sind oder sich in einem hohen Alter befinden, in dem die Weitergabe des Lebens unmöglich ist. Interessanterweise ist Unfruchtbarkeit durchaus kein Ehehindernis, Impotenz allerdings sehr wohl.

Offenbar sieht sich der Theologe Berger außerstande, die kirchliche Ehelehre korrekt darzustellen.

Mit der „Weitergabe des Lebens“ steht der „Enthüllungs“-Autor ohnehin auf Kriegsfuß, genauer: mit der Unantastbarkeit des menschlichen Lebens.

Durch das ganze Buch hindurch zeigt sich seine Abwertung der Lebensrechtsbewegungen (zB. als „fanatisch“ auf  S.124) sowie sein Plädoyer für Abtreibung; er verwendet den verharmlosenden Begriff „Schwangerschaftsabbruch“, wobei er diese tödliche Willkür als „freie Entscheidung im christlichen Geist“ mißdeutet (S.108).

Ebenso unsinnig ist seine mehrfache Betonung eines angeblich „gesetzlich erlaubten Schwangerschaftsabbruchs“ (z.B. S. 211), den er gutheißt.

In Wirklichkeit hat das Bundesverfassungsgericht unmißverständlich festgehalten, daß die Vernichtung ungeborener Kinder im Rahmen der Fristenregelung zwar „straffrei“, aber gleichwohl „rechtswidrig“ ist, so daß der Ausdruck „gesetzlich erlaubt“ als mehrdeutig bis irreführend angesehen werden muß.

Als ähnlich menschenverachtend wird man Bergers Äußerung über die hl. Maria Goretti empfinden, wobei er eine brutale Vergewaltigung mit Todesfolge als „Annäherungsversuch“ schönredet:

„Die heilige Maria Goretti wehrte sich beim Annäherungsversuch eines etwas älteren Jungen so heftig, daß sie dabei ums Leben kam“ (S.112). – Mit anderen Worten: das Opfer war selber schuld!

Auch an anderen Stellen zeigt sich der „schwule Theologe“ von seiner sarkastischen Seite, etwa auf S. 243 f.:

Zynische Seitenhiebe gegen Prof. Dr. Manfred Hauke

Berger wünscht seinem Kontrahenten, dem theologisch konservativen Dogmatiker Manfred Hauke nichts weniger als ein Berufsverbot an den Hals. Seinem Haßobjekt wirft er zunächst „Frauenfeindlichkeit“ vor mit der Begründung, Hauke gelte als „bekanntester und eifrigster Gegner des Feminismus und des Frauenpriestertums“.

Besonders perfide ist überdies Bergers verleumderische Unterstellung, mit der er Hauke ohne jeden Beweis in Verbindung mit der „Homophobie“ des unseriösen Radau-Portals „Kreuz.net“ bringt.

Nach diesen unfairen Attacken verfaßt Berger, der selbst als Religionslehrer an einem Gymnasium wirkt, folgende Breitseite über den Theologie-Professor Hauke, der einst sein Duzfreund war:

„Bei all dem darf man nicht vergessen: Hauke ventiliert solche Ansichten nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern hat in der katholischen Kirche Ämter inne, die es ihm erlauben, Einfluß auf junge Menschen auszuüben.

So ist er nicht nur Professor für Dogmatik an der theologischen Hochschule in Lugano, die eng mit der von Don Luigi G. – einem engen Freund Ratzingers – gegründeten und politisch einflußreichen Bewegung „Communione e liberazione“ verbunden ist. Hauke betätigt sich auch als Studienpräfekt im Luganer Priesterseminar San Carlo, ist also für die wissenschaftliche und charakterliche Ausbildung zukünftiger Pfarrer verantwortlich.“

Mancher wird jetzt denken: „Na und?“ – Aber Berger, der in seinem Buch so gerne von „Toleranz“ und „Meinungsfreiheit“ schwadroniert, kommt nun knüppeldick zur Sache mit einer massiven verbalen Drohgebärde:

„Neben allem anderen wird man sich fragen müssen, inwieweit diese Tätigkeiten mit seinen öffentlich geäußerten Vorstellungen vereinbar sind, schließlich ist die Diskriminierung aufgrund von Lebensformen laut Artikel 8 der Schweizerischen Bundesverfassung verboten.“

Angesichts der Tatsache, daß es nicht zuletzt Professor Hauke war, der dem jungen Berger zur Karriere im konservativ-kirchlichen Spektrum verhalf, erscheint dieser unverhüllte Ruf nach einem Berufsverbot für den einstigen Mitstreiter als besonders infam. Hier kommt dem Leser wohl schnell das bekannte Sprichwort in Erinnerung: „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!“

Bergers Würdigung der Freimaurerei

Wenn es freilich nicht um Kritiker des ideologischen Feminismus geht, sondern um die vielverehrte Freimaurerei, verwandelt sich David Berger vom intoleranten Berufsverbots-Befürworter in einen pathetischen Hofsänger humanistischer Floskeln; er rühmt die Freimaurer wegen ihres „Einsatzes für Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Humanität“.

Zugleich erinnert er an die „Aufarbeitung der dunklen Vergangenheit“, womit er freilich die kirchliche meint, nicht etwa die geschichtlichen „Leichen im Keller“ der Freimaurerei.

Angesichts dieses Verbrüderungsgesanges erstaunt es wenig, daß der Kölner Theologe den Artikel „Herbert Vorgrimler und die getrennten Brüder“ Ende 2009 aus dem online-Archiv des „Theologischen“ löschte bzw. dessen Löschung veranlaßte.

In der erwähnten Abhandlung, die im November 2003 im „Theologischen“ erschien, hatte ich mich kritisch mit der Freimaurerei auseinandergesetzt und die kirchliche Ablehnung dieser Ersatzreligion des Pseudo-Humanismus ausführlich begründet.

Sowohl die Veröffentlichung wie die Löschung des Artikels erfolgte zu einer Zeit, als Dr. Berger Chefredakteur des „Theologischen“ war. Auf meine schriftliche Anfrage, ob es sich um eine Löschung oder evtl. um ein technisches Versehen handelt, erhielt ich nie eine Antwort.

Was Berger munter selber praktizierte, kritisiert er heftig, wenn ihm von anderer Seite etwa ein halbes Jahr später Ähnliches geschieht. Auf S. 266 beschwert er sich wehleidig darüber, daß das katholische Nachrichtenportal „Kath.net“ seine dort veröffentlichten Beiträge löschte, nachdem er sich öffentlich als Homosexueller geoutet hatte.

Dies Vorgehen erinnert Berger sogleich an das in der Antike berühmt-berüchtigte Wort von der „damnatio memoriae“, wonach man bei einer verhaßten Person den Namen aus allen Aufzeichnungen tilgt. Zudem beanstandet Berger, daß Kath.net-Chef Noe seine „Anfragen“ wegen der gelöschten Artikel „unbeantwortet“ gelassen habe.

Man sieht: Wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht dasselbe! – Oder mit anderen Worten: Wer so kräftig austeilen kann, sollte auch etwas einstecken können, ohne gleich ins öffentliche Lamentieren zu verfallen.

Freilich ist genau dies ein durchgängiges Kennzeichen der Bergerschen Abrechnung mit Kirche und Konservativen: er klagt und wehklagt mit besonderer Inbrunst, was nur noch von seinem Bedürfnis nach ständiger Anklage in Richtung seiner Kontrahenten übertroffen wird.

Aus diesem Strickmuster von Klage, Wehklage und Anklage ergibt sich sein egozentrisch-selbstgefälliger Versuch, sich als gebeuteltes und diskriminiertes „Opfer“ zu präsentieren, die katholische Kirche hingegen auf die Anklagebank zu setzen und insgesamt durch diese Buchveröffentlichung an seiner eigenen Legende zu basteln.

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Eine präzise Stellungnahme der Zeitschrift „Theologisches“ zum Berger-Buch gibt es hier:
http://www.theologisches.net/


Prof. Dr. Konrad Löw weist Falschbehauptung des „Spiegel“ zurück

In dem am gestrigen Montag, den 10. Dezember 2012 erschienenen Hamburger Wochenmagazin „Der Spiegel“  (Nr. 50) wurde unter dem Titel „Neue Heimat“ erneut ein wüster Rundumschlag gegen gläubige Katholiken und Konservative veröffentlicht.

Dabei wird der   –  grundsätzlich berechtigte  –  Einsatz gegen das offline gesetzte Schmuddelportal „kreuz.net“ mißbraucht, um konservative Persönlichkeiten und Gruppen auf unfaire und infame Art zu verunglimpfen, zB. pauschal das „Netzwerk katholischer Priester“ (NKP) sowie den Politikwissenschaftler und renommierten Buchautor Prof. Dr. Konrad Löw (siehe Foto).images

In der auf Seite 36 abgedruckten Falschbehauptung des „Spiegel“ heißt es: 

So fand Konrad Löw, der zum Kuratorium des erzkonservativen Forums Deutscher Katholiken gehört, nichts dabei, sich im November von der NPD zum Vortrag nach Oberhausen einladen zu lassen.“

(Zum Kuratorium des  erwähnten „erzkonservativen“ Forums gehören übrigens auch Glaubenspräfekt und Erzbischof Gerhard L. Müller  sowie die Kardinäle Cordes und Meisner.)

Hierzu stellt der Bayreuther Politologe in seiner Gegendarstellung fest:

„Dies ist nicht richtig.  – Richtig ist: Ich wurde noch nie von der NPD zu einem Vortrag eingeladen.“


kreuz.net-Debatte: Ist sogar die sozialistische Zeitung „Jungle World“ fairer als die linke Mainstreampresse?

Kirchensprecher Matthias Kopp: „Wir sind bereits länger dran!“

In der sogenannten „Qualitätspresse“, wozu sich auch „Spiegel“ und „Süddeutsche Zeitung“ gerne rechnen lassen, geht es mittlerweile vielfach unsachlicher und unfairer zu als zB. in einer ultralinken Zeitung wie der „Jungle World“, die bereits am 1. November 2012 ein Kurz-Interview mit Matthias Kopp, dem Sprecher der deutschen Bischofskonferenz, veröffentlicht hat.

Die sozialistische Tageszeitung gab ihm so die Chance, auf öffentliche Vorwürfe zu reagieren bzw. einige Stühle geradezurücken.

Dabei ging es um die kirchliche Position hinsichtlich des anonymen Schmuddelportals „kreuz.net“, das derzeit offline ist.

Redakteur Markus Ströhlein  stellte dem kath. Pressesprecher u.a. folgende Frage: 

„Unternimmt die katholische Kirche nun eigene Schritte, um zur Klärung der Vorwürfe beizutragen und die Betreiber von kreuz.net zu ermitteln?

Kopps Antwort:  „Lange vor der Kampagne und dem Spiegel sind wir bereits tätig geworden. Es ist nicht so, dass wir erst tätig werden, weil sich eine Kampagne entwickelt hat. Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich bereits 2009 in aller Deutlichkeit von kreuz.net distanziert. Im Frühjahr dieses Jahres sind juristische Maßnahmen eingeleitet worden. Das heißt: Wir sind bereits länger dran, als allgemein in der Öffentlichkeit von außen dargestellt wird.“

Tatsächlich hat sich die deutsche Bischofskonferenz bereits Anfang Februar 2009 klar gegen „kreuz.net“ geäußert –  siehe hier: http://www.kath.net/detail.php?id=22072

Zu einem Zeitpunkt wohlgemerkt, als dieses Thema in den   –  diesbezüglich jetzt so arrogant auftretenden  –  Mainstream-Medien kaum eine Rolle spielte, übrigens auch nicht im Fernsehen.

Ein Redakteur des öffentlich-rechtlichen TVs (Abteilung Politmagazine) hatte   n a c h  der Distanzierung der Bischofskonferenz von Kreuz.net im Frühjahr 2009 Kontakt mit mir aufgenommen und plante eine kritische Sendung über „kreuz.net“, wozu ich ihm etliche Infos und Belege lieferte, vor allem hinsichtlich judenfeindlicher Engleisungen dieser Webseite.

Einige Zeit später schrieb der Journalist mir allerdings eher kleinlaut, die Sendeleitung wünsche nun doch keine Reportage hierzu – mit der Begründung, solch ein Bericht würde das bislang unbedeutende kreuz.net  erst recht bekanntmachen und so indirekt aufwerten…

Da sich die Deutsche Bischofskonferenz also Anfang Februar 2009 deutlich gegen „kreuz.net“ aussprach, stellt sich nun die Frage:

Wo waren denn in der Zeit  d a v o r   (also etwa im Jahre 2007 oder 2008)  die kritischen Artikel von „Spiegel“ und „Süddeutscher Zeitung“ gegen das Radauportal kreuz.net?  –  Das hätten wir doch gerne gewußt!

Die heutige Falschbehauptung der „Süddeutschen Zeitung“

Am heutigen Sonntag (9.12.) behauptet die „Süddeutsche Zeitung(-online) in ihrem jüngsten Anti-kreuz.net-Artikel in bezug auf den Zeitpunkt Januar 2009 großspurig Folgendes:

kreuz.net stand damals längst im Visier der Medien.“

Dies ist völlig unzutreffend. Die SZ möge bittschön anhand ihres eigenen Archivs  beweisen: Welcher Artikel darf es denn in den Jahren vor 2009 gewesen sein? Warum verlinkt das linke Kampagnenblatt nicht zu einem einzigen Eigen-Beleg? Weil es ihn nicht gibt?

Wo sind die damaligen Anti-kreuznet-Beiträge der sonstigen Jagdgesellschaft?  –  Wie lauteten die Schlagzeilen des jetzt so vollmundigen „Spiegel“ denn seinerzeit?   –  Schweigen im Blätterwalde!

Zurück zum Interview der Zeitung „Jungle World“ mit Kirchensprecher Kopp.

Eine weitere Frage der sozialistischen Zeitung bezieht sich auf die gemeinsame  Stoppt-kreuz.net-Aktion des „schwulen Theologen“  Dr. David Berger und des pornografischen Gmünder-Verlags; sie  lautet: 

„Die Kampagne »Stoppt kreuz.net« hat der Bischofskonferenz eine Zusammenarbeit angeboten, um die Verantwortlichen von kreuz.net zu ermitteln. Weshalb sind Sie bislang nicht auf dieses Angebot eingegangen?“

Kopps Antwort:  „Die Kampagne hat bisher nur einen Offenen Brief geschrieben. Auf Offene Briefe reagieren wir grundsätzlich nicht. Wir sind bereits tätig  –  und zwar längst vor der Kampagne.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

(Beleg für die Interview-Zitate siehe hier: http://jungle-world.com/artikel/2012/44/46518.html Beleg für das SZ-Zitat, vgl. Schlußpassagen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/kreuznet-offline-kardinal-lehmann-bedankt-sich-bei-schwulen-1.1545687-2


Kirchlicher NEWSTICKER – die Glosse zum Sonntag

Wien: Der Vizesprecher der Ungehorsams-Initiative der österreichischen Priester sprach sich für ein hartes und entschlossenes Vorgehen gegen Mitarbeiter von kreuznet aus. Man verlange von allen Priestern und kirchlichen Mitarbeitern absoluten Gehorsam, wenn es darum gehe, solch unchristliches Verhalten auszulöschen. Dass die Kirche kreuznet so lange habe bestehen lassen, zeige zudem, dass es richtig sei, ihr gegenüber ungehorsam zu sein. foto 31.5.2010a - Kopie

Berlin: Frau Dr. Erdfrau-Witzelstein, Sprecherin der Gemeinschaft für eine Gleiche Kirche, forderte die Einführung eines Anti-Kreuznet-Eides für alle Katholiken. Jeder, besonders aber soutanierte Priester, stände im Verdacht, Mitarbeiter, Sympathisant, Leser oder jemand zu sein, der einfach mal von kreuznet gehört, ohne danach die Muttergöttin um Vergebung angerufen zu haben. Ein entsprechender Eid sei daher dringend geboten. Geschworen solle der Eid, um ganz sicher zu gehen, auf das christliche Zentralreferenzwerk „ICH und Jesus. Wie Ich Jesus erklärt habe, was er zu wollen gehabt hätte“ von Wilhelmine Küsselbecker.

Rom/Frankfurt: Wie die FIZ (Freie Intelligente Zeitung) berichtete, schafft der Vatikan in letzter Zeit Raubkatzenbabys in größerem Stil an, wie ein Foto des Papstes mit einem kleinen Löwen beweise. Die Zeitung vermutet, man wolle die Katzen später dazu einsetzen, freidenkende Katholiken in eine Löwengrube zu werfen.

Berlin/New York: Studien der CO2-Bilanz der deutschen Bischöfe schrecken die Organisation „Green-Christians“ auf. Die Vorsitzende der Organisation Terribila McFilth bezeichnete es als Katastrophe, dass die deutschen Bischöfe es immer noch nicht eingesehen hätten, dass es nicht darauf ankomme, was sie predigen oder ob sie Jesus-Christus authentisch verkündigen, sondern wieviel CO2 ihe Karossen ausstoßen. Sie lobte jedoch die evangelischen Bischöfe, die es wenigstens versuchten. Die katholischen Hirten jedoch seien durch ihre Dienstwagen endgültig diskreditiert. Ausgenommen von der Kritik sei jedoch Bischof Pfundmann aus Österreich. Er weise eine außerordentlich gute CO2-Bilanz aus. Grund: Er fährt mit der Barockkutsche.

Quelle: Samstäglicher Newsticker


FOCUS-Autor Dr. Alexander Kissler über Dr. David Berger: „Ein erschütternd schlechter Leser“

David Berger ist ein ehemaliger katholischer Religionslehrer. Einige Bekanntheit erlangte er durch sehr solide Studien über den heiligen Thomas von Aquin, durch eine Vielzahl scharf konservativer Schriften zum Lob der kirchlichen Tradition und der lateinischen Messe und durch das Bekenntnisbuch „Der heilige Schein“   –   schillernde Stationen einer Renegatenkarriere.

Neuerdings genießt er die Gunst vieler Medien, weil er das Gesicht der Kampagne gegen das hetzerische Hass-Portal kreuz.net ist, das hoffentlich für immer offline bleibt.

Im Zuge dieser Bemühungen erklärte Berger in der „tageszeitung“ vom 30. November, es gebe „keine Neujahrsansprache des Papstes, wo er die Homosexuellen nicht nur indirekt als Menschen zweiter Klasse bezeichnet und homosexuelle Veranlagungen verteufelt werden“.  

Kreuz.net spitze zu, was Benedikt XVI. denke.  75743_14122011

Ebenfalls am 30. November wiederholte Berger im Deutschlandradio Kultur diese These. „Homophobie“, so Berger, „ist das große Thema des Pontifikats von Benedikt XVI., keine Neujahrsansprache, wo der Papst nicht die Homosexuellen als den Untergang des Abendlandes betrachtet und sagt, wir müssen alles dafür tun, dass eine (…) Diskriminierung Homosexueller weiter aufrechterhalten bleibt in den Staaten.“

Machen wir die Probe:

Bei seiner ersten Neujahrsansprache an das diplomatische Korps am 9. Januar 2006 sprach Benedikt XVI. über die Verpflichtung zur Wahrheit als „Seele der Gerechtigkeit“, als Fundament der Freiheit und als „Weg zu Vergebung und Versöhnung“. Er geißelte die Armut in der Welt ebenso wie den Terrorismus. Dieser sei eine besondere „moralische Perversion“, wenn er sich „hinter dem Schutzschild einer Religion verbirgt“.

Außerdem warb Benedikt für die weltweite Geltung der Menschenrechte und lobte die UN.  Das Wort „Familie“ kam nicht vor, das Wort „Mann“ nicht, das Wort „Frau“ nicht, das Wort „Sexualität“ nicht, das Wort „schwul“ nicht.

Schon mit der ersten Ansprache ist somit die These Bergers falsifiziert, in jeder Neujahrsansprache würden „homosexuelle Veranlagungen verteufelt“. (…) David Berger ist ein erschütternd schlechter Leser.  

Quelle, Fortsetzung und vollständige Fassung dieses Artikels im online-Kulturjournal THE EUROPEAN: http://www.theeuropean.de/alexander-kissler/5579-phobie-und-verleumdung


Stellungnahme von Pfarrer Guido Rodheudt zu den Medienberichten betr. „Kreuz.net“

Foto: Petrusbruderschaft

Foto: Petrusbruderschaft

Der Gemeindepriester Dr. Guido Rodheudt aus Herzogenrath (Bistum Aachen) ist Sprecher des „Netzwerks katholischer Priester“ (NKP)

Seit einigen Wochen wird in den Medien das anonyme Internetportal „kreuz.net“ thematisiert. Dieses Portal bezeichnet sich selbst als katholisch, wird aber zugleich von einem dem katholischen Welt- und Menschenbild widersprechenden Geist der Aggression bestimmt, in dem in unseriöser und beleidigender Weise theologische sowie kirchen- und gesellschaftspolitische Themen behandelt werden. Diese Stilistik ist zutiefst abzulehnen.

Ebenso ist die dort praktizierte, nicht zulässige Weise der Vermischung von inhaltlicher Auseinandersetzung und persönlicher Diffamierung für einen Christen inakzeptabel.

Unabhängig davon, daß die Seite von bislang unbekannten Machern betrieben wird, wird sie von Vielen als Informationsquelle genutzt, unabhängig von der journalistischen Qualität ihrer Verarbeitung.

Dies läßt einen über das anonyme Portal ein eindeutiges Negativurteil fällen, ungeachtet der Tatsache, daß im interaktiven Leserbereich eine Diskussion zwischen Angehörigen unterschiedlichster Meinungen in seriöser und nicht seriöser Form stattgefunden hat.

Beachtet werden muß in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß sich die Ausrichtung des Portals im Laufe der Jahre von einer boulevardhaften, zu einer eindeutig kritikwürdigen polemisierenden und diffamierenden Seite entwickelt hat.

War sie vor ca. 8 Jahren nach ihrer Gründung noch dergestalt, daß zahlreiche auch namhafte Institutionen wie das Kölner Domradio, Radio Vatikan oder die Marianische Frauencongregation, eine Gebetsgruppe unter Führung von Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, mit Werbelogos auf dieser Seite vertreten waren, so haben die genannten Institutionen mit der Zeit aufgrund der negativen Entwicklung der Seite dafür gesorgt, daß die Verlinkungen eingestellt wurden.

So war es auch im Falle des von mir im Jahre 2001 initiierten Netzwerks Katholischer Priester (www.priesternetzwerk.net), das bereits vor jeder öffentlichen Diskussion über „kreuz.net“ sein Logo von der Seite entfernen ließ, weil man deren Entwicklung von einer Informations- zu einer unseriösen Hetzseite nicht mittragen wollte. Dies geschah, noch bevor sich die Deutsche Bischofkonferenz im Februar 2009 von der Seite distanziert hat.

Darüber hinaus hat sich das Netzwerk katholischer Priester anläßlich der jüngsten Mediendebatte in einer Klarstellung vom 29.10.2012 in aller Deutlichkeit von jeglichen Veröffentlichungen dieser Internetseite distanziert, die diffamierend und diskriminierend wirken und dadurch geeignet sein können, auf volksverhetzende, antisemitische, menschenverachtende oder kirchenfeindliche Weise personale Rechte und Gefühle von Menschen zu verletzen.

Das Priesternetzwerk steht mit seiner eigenen Internetseite für ein hohes Maß an Sachlichkeit und Authentizität, was Lehre und Ordnung der katholischen Kirche betrifft.

Nun ist es wichtig zu wissen, daß es ein Merkmal von „kreuz.net“ ist, ungefragt Artikel fremder Autoren zu übernehmen. Damit soll das Interesse gemischter Leserkreise geweckt werden. Aufgrund meiner theologisch wie kirchenpolitisch konservativen Einstellung ist auch von mir an anderer Stelle publiziertes Material dort zu finden, ohne daß ich dies zu verantworten habe.

Dies reicht von Äußerungen im Pfarrbrief über meine Person oder die Pfarrei St. Gertrud betreffende Berichte der Lokalpresse bis hin zu Artikeln, die ich z. B. für renommierte Zeitschriften geschrieben habe. Alle diese Beiträge wurden von dem in Rede stehenden Internetportal ohne mein vorgehendes Wissen dort veröffentlicht.

Aus dieser Vorgehensweise wurde nun seit einiger Zeit in betont antikirchlicher Diktion seitens einiger Medien wie u.a. dem Spiegel, Spiegel-online, der Süddeutschen Zeitung der „taz“, der Frankfurter Rundschau und dem Kölner Stadtanzeiger nicht nur eine innere Nähe meinerseits zu besagtem Portal konstruiert, sondern auch der Status eines „Aktivisten“ (vgl. Kölner Stadtanzeiger, 2.12.2012) vermutet.

Ebenso wurde der Verdacht geäußert, ich hätte Kenntnisse über die Betreiber des Portals (vgl. Süddeutsche Zeitung, 26.11.2012). Desweiteren wurde suggeriert, ich sei Teil eines staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens, das gegen die Betreiber der Internetseite wegen Volksverhetzung geführt wird (vgl. WDR.de, 2.12.2012).

Dazu ist zu Folgendes zu sagen:

Ich habe keine Kenntnisse über die Hintergründe und Betreiber der Seite „kreuz.net“. Ebensowenig bin ich Aktivist der Seite (…). Schließlich ist der geäußerte Verdacht, der in manchen Medien in die Nähe einer Tatsachenbehauptung gerückt wird, gegen mich würde die Staatsanwaltschaft in Sachen „kreuz.net“ ermitteln, falsch!

Laut Aussage des zuständigen Staatsanwalts Norbert Winkler, Berlin, vom 3. Dezember 2012 bin ich nicht Beschuldigter im Rahmen eines staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens!

Alle diesbezüglichen unbegründeten Vorwürfe und falschen Verdächtigungen treffen meine Persönlichkeitsrechte und gereichen zum Schaden meines Berufes als katholischer Priester und meiner Glaubwürdigkeit.

Nicht zuletzt die Ausstrahlung der Spiegel-TV-Sendung „Hetze im Namen des Herrn. Die Hintermänner von kreuz.net“ vom 25. November 2012 hat in diesem Zusammenhang große Unruhe in der Pfarrei und der Herzogenrather Bevölkerung ausgelöst.

Ebenso wie in den genannten Print- und Online-Zeitungen wurde hier suggeriert, ich gehöre zu den „Hintermännern“ des besagten Internetportals. Dies wurde dazu noch mit dem Ausstrahlen von nicht angemeldeten Fernsehaufnahmen versucht zu untermauern, die ein Kamerateam bei einem überfallartigen Auftritt auf dem Kirchengelände von St. Marien, Herzogenrath, am 22. November 2012 gemacht hatte.

Diese Form von unlauterem, unsachlich-investigativem Journalismus muß sich seinerseits den Vorwurf einer hetzerischen Propaganda gefallen lassen, der unter dem Deckmantel der Recherchearbeit keineswegs Aufklärung der Bevölkerung betreibt, sondern Menschen durch unredlichen Umgang mit den Fakten unter falschen Verdacht stellt.

QUELLE und FORTSETZUNG der ERKLÄRUNG hier: http://www.st-gertrud.info/Stellungnahme_Rodheudt.pdf

WDR-Sendung (für TV-Verhältnisse erstaunlich fair!) zu PFARRER RODHEUDT:  http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/12/05/lokalzeit_aachen.xml?noscript=true&offset=808&autoPlay=true&#flashPlayer


Aussagen von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt über „Kreuz.net“

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt aus Herzogenrath im Bistum Aachen ist einer der Sprecher des theologisch konservativen „Netzwerks katholischer Priester“ (NKP). 

Hier folgen seine Äußerungen  gegenüber dem WDR (Redaktion „Westart“) vom 2. Dezember 2012 (gekürzte Fassung):

Auf die Frage, was ich von kreuz.net halte, was ich gut oder nicht so gut fände, betonte ich, daß ich grundsätzlich kein Freund von anonymen Internetforen sei.

Ich führte aus, daß es sich im vorliegenden Fall anfangs um eine unabhängige Informationsseite mit kirchlichem Hintergrund im groben Bildzeitungsstil handelte, in der die heutige groteske Ebene noch nicht betreten war.

Ich verwies darauf, daß mit der Zeit die Seite bedenklich bis katastrophal beleidigend und unsachlich wurde, daß das jedoch
nichts daran ändere, daß es sachliche Beiträge gab, die dort von andernorts ungefragt übernommen wurden  –  und die außerhalb der hetzerischen Stilistik lagen.

Es sei , so sagte ich, wie in einem Misthaufen gewesen, in dem sich neben dem Unrat auch u.U. einige wenige noch eßbare Tomaten befinden, die dort eigentlich nichts verloren haben.

Sodann wurde ich gefragt, ob ich für „kreuz.net“ schreibe, was ich mit „Nein“ beantwortet habe.

Auf die Frage, wie es dazu käme, daß ich dort sehr oft zitiert worden wäre und wie das komme bzw. wie ich das nun angesichts der aktuellen Lage sehe,  antwortete ich, daß viele Autoren, die andernorts veröffentlicht haben, dort ungewollt übernommen oder zitiert worden wären.

Ich betonte, daß ich nicht wisse, warum das so ist. Daraus ergäben sich für eine vergröberte Wahrnehmung  –  so führte ich aus  –    ungerechtfertigte und ehrabschneidende Verdachtsmomente im Hinblick auf eine aktive Mitwirkung.

Anschließend wurde ich um eine Erklärung gebeten, weshalb auf der Seite des NKP so lange eine  Verlinkung zu kreuz.net stand?

Ich erklärte, daß das Portal  – wie viele Medien – einen Wandel vollzogen habe und daß wir deshalb, als vor Jahren der Stil und die Inhalte unerträglich wurden – lange bevor noch irgendeine Form von öffentlichem Druck dazu gezwungen hätte  –  darum gebeten hätten, unser Logo dort zu entfernen.  [Ich ergänze hierzu an dieser Stelle, daß dies natürlich auch eine umgekehrte
Verlinkung betraf (Anm. d.Verf.)].

Schließlich wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, bei der Fahndung nach den Drahtziehern zu helfen?

Ich war froh, durch meine Antwort klarstellen zu könne, daß ich grundsätzlich sehr daran interessiert bin, daß es möglichst bald zu einer Enttarnung der Macher kommt, weil dadurch endlich unzulässige Verknüpfungen zwischen dem Portal und unbeteiligten Personen fallen würden und dann nicht mehr die Möglichkeiten bestünde, im Schutz der Anonymität des Portals einen falschen und ehrabschneidenden Verdacht nach dem anderen in die Welt zu setzen.“ 

Quelle: http://www.st-gertrud.info


Es gab bei „kreuz.net“ keine Unterscheidung von Person und Sache

Stellungnahme des traditionsorientierten kath. CIVITAS-Instituts zur Causa kreuz.net:

Vermutlich (…) ist das Internetportal kreuz.net aus dem Netz verschwunden. Wer die Website abgeschaltet hat, ist derzeit nicht bekannt.

Nach einer massiven Kampagne gegen dieses nicht-katholische Internetportal in den vergangenen Monaten haben entweder die Macher von kreuz.net dem Druck nachgegeben und die Seite abgeschaltet  –  oder es ist staatlichen Stellen gelungen, die Server zu blockieren.

Kreuz.net war seit etwa 10 Jahren eines der größten „christlichen“ Internetportale im deutschen Sprachraum. Zu Beginn der Arbeit dieser Website fanden Leser oft interessante Informationen aus der Kirche, die woanders nicht zu lesen waren. Die Informationen konnten nur aus kircheninternen Kreisen kommen, was die kirchlich Verantwortlichen in den deutschsprachigen Ländern aufschreckte.

„Bösartige Angriffe auf Personen, besonders auf Homosexuelle“

Im Verlauf der Jahre wurde die Qualität der Website allerdings zunehmend schwächer. Das Profil wandelte sich mehr und mehr dahingehend, dass verschiedene Personen aus Kirche und Gesellschaft und besonders Homosexuelle massiv und bösartig angegriffen wurden. Ein christlicher Geist war immer weniger erkennbar.

Die Sünde klar und deutlich zu benennen, Fehlentwicklungen und Angriffe auf die Grundlagen der menschlichen Natur, auf eine gerechte und christliche Gesellschaft usw. klar zu benennen ist die eine Seite.

Persönliche Beleidigungen und Sprachregelungen, die auch nur den Eindruck von Hass hinterlassen können, sind für Katholiken aber nicht akzeptabel.

Allerdings zeigt dieser Fall wieder, welch gewaltigen Einfluss die Homolobby in Deutschland inzwischen hat. Die auch staatlichen Angriffe auf kreuz.net wurden von dieser Lobby gestartet, wobei der bedauernswerte, abgefallene Katholik David Berger an führender Stelle gegen kreuz.net kämpfte, was verständlich ist, da er in den vergangenen Monaten gewissermaßen zum „Hauptfeind“ von kreuz.net geworden war.

Mit Unterstützung des Magazins DER SPIEGEL konnten staatliche Institutionen und der Verfassungsschutz für den Kampf gegen kreuz.net gewonnen werden. (…)

Medienkampagne dient dem Kampf gegen glaubensfeste Katholiken

Die vom SPIEGEL angeführte Medienkampagne dient, wie ganz offensichtlich ist, dem Kampf gegen alle traditionsverbundenen und glaubensfesten Katholiken, denen man den Mund stopfen will.

Jede Verteidigung der christlichen Ehe und Familie gegen Gender Mainstreaming, Sexualisierung der Kinder und der ganzen Gesellschaft und Homosexualität, sowie der Rechte unseres HERRN in Staat und Gesellschaft, soll unterbunden werden.

Wichtig in diesem Kampf, der auch vom Civitas-Institut geführt wird, ist die Wahl der Mittel.

Man darf auf keinen Fall die gleichen Mittel wählen wie die Feinde einer christlichen Gesellschaft sie verwenden. Das ist keine bloß taktische Entscheidung, sondern folgt aus dem Wesen christlicher, katholischer Kritik.  Dies wurde von kreuz.net schon seit Jahren nicht mehr beachtet. Dadurch hat kreuz.net der katholischen Tradition nicht gedient, sondern eher geschadet.

Quelle: http://www.civitas-institut.de