Das Limburger Domkapitel und seine fatale Rolle in der Causa Tebartz-van Elst

Von Hans-Michael Müller

Das haben sich die Meinungsführer des Domkapitels von Limburg raffiniert aus-gedacht: erst lange drei Monate nach der Annahme des Amtsverzichts von Bischof Tebartz-van Elst durch den Papst gaben sie eine „Erklärung“ ab… am Tag nach Fronleichnam, einem für viele arbeitsfreien „Brückentag“, einen Tag vor einem WM-Fußballspiel der Deutschen. bildma1

Von dieser „Erklärung“ sollte die Öffentlichkeit offensichtlich möglichst wenig Kenntnis nehmen. Das hat ja auch recht ordentlich geklappt. Dabei verschiebt diese längst überfällige Erklärung die Schuldfrage in der „Causa Limburg“ erheblich!

Das Domkapitel gibt zu, dass die Initiative zum Bau eines Bischofshauses auf dem Limburger Dom-berg vom Domkapitel (!) bereits in den letzten Jahren der Amtszeit von Bischof Kamphaus (!) ausging: „Unsere Vorentscheidung hat das Bistum faktisch gebunden.“

Weiter: „Dazu fehlte uns die rechtliche Zuständigkeit.“   –  Und: Das Domkapitel habe im Verlauf der Baumaßnahmen seit 2008 seiner Kontrollpflicht nicht entsprochen, auch nicht der für das Finanzgebaren des Bischöflichen Stuhls.

Im Klartext: Das Domkapitel hat nicht nur „Fehler“ begangen, wie es so verniedlichend heißt, sondern trägt ein gerütteltes Maß an Mitverantwortung und Schuld an den sogenannten „Limburger Verhältnissen“, die bisher in einer vernichtenden Medieninszenierung allein Bischof  T. v. E. angehängt wurden. Limburg-102

Und deshalb kann in Limburg kein Neubeginn erfolgreich sein, wenn nicht zumindest Domkapitular Günther Geis, die starke Machtfigur schon hinter Bischof Kamphaus, sowie der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz und Vukovar ihrem Bischof in die „Verbannung“ folgen.

Es muss ja nicht gleich „Afrika“ sein, wie man so „anteilnahmsvoll“ und „christlich“ Bischof T.v.E. gewünscht hat…

Man tut Herrn Geis wohl nicht unrecht, wenn man davon ausgeht, dass er für und hinter Bischof Kamphaus mit seinem romkritischen Kurs als Generalvikar die „graue Eminenz“, d i e Machtperson im bischöflichen Ordinariat war und (fast) alles gemanagt hat, was Kamphaus dann ausführte.

Als der Donum-Vitae-Förderer Geis unter Tebartz-van Elst durch Generalvikar Kaspar abgelöst und Weihbischof Pieschl die Betreuung der Caritas übertragen wurde, dürfte T.v.E. seine entscheidenden „Fehler“ gemacht haben. Das war wohl zu viel…!

Auch machte sich T.v.E. nicht beliebter, als er im Auftrag von Papst Benedikt klarstellte, dass Laien keine „Seelsorger“ sein könnten, sondern dieser Begriff Priestern vorbehalten sei.

Fest an der Seite von Geis stand und steht der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz und Vukovar. Der hat (um es in der derzeit aktuellen Fußballsprache zu formulieren) auf T.v.E. noch eingetreten, als der schon am Boden lag.

Und dieser Mann soll jetzt mitentscheidend den neuen Bischof aussuchen und damit einen „Neuanfang“ machen dürfen?  – Da stehe Gott vor!

Und müssten die verleumderischen und ehrenrührigen Anschuldigungen des Vermögensverwaltungsrats Riebel über T.v.E. in Presse und Fernsehen nach der Erklärung des Domkapitels jetzt nicht sogar ein Fall für den Staatsanwalt sein?  –  So ehrenrührig darf Meinungsfreiheit nicht sein! Unter Christen schon gar nicht!

Diese kenntnisreiche Stellungnahme unseres Autors Hans-Michael Müller aus Hanau wurde in der „Tagespost“ (DT) vom 5. Juli als Leserbrief veröffentlicht. Die DT ist eine katholische Tageszeitung aus Würzburg.

Limburg-Foto: Dr. Bernd F. Pelz


ZPV: Der öffentlich-rechtlichen Desinformation den Geldhahn abdrehen?!

Pressemitteilung des ZPV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Was viele erwartet haben, hat sich nun in vollem Umfang bestätigt: Der auf Druck der Medien zurückgetre­tene Bischof von Limburg Tebartz van Elst ist nach dem geltenden Recht in jeder Hinsicht rehabilitiert, nachdem endlich auch die zuständige Staatsanwaltschaft das Untersuchungsverfahren gegen ihn eingestellt hat. 1_0_745851

Grund: Keinerlei Tatverdacht. Der auf Bischof Tebartz gelenkte Schatten fällt jetzt ganz und gar auf das zuständige Domkapitel, das in keiner Weise seiner Loyalitätspflicht genügte.

Statt dessen hat es offenbar die Medien zum Erfüllungsgehilfen gegen den eigenen Bischof mißbraucht. 

Der aufmerksame Beobachter der Zeitereignisse kann sich noch gut erinnern, wie die „Öffentlich-Rechtli­chen“ in abgekarteter Manier wochenlang unisono über Bischof Tebartz herfielen, ihm finanzielle Untreue und privaten Luxus frönende Lebensführung vorwarfen.

Dabei bedienten sie sich der den Bischof ins persön­liche Unrecht setzenden Interviewpartner aus dem Domkapitel und aus der sogenannten katholischen Öf­fentlichkeit, ohne sich zu recherchieren, in welchem Verhältnis diese zu ihrer Kirchlichkeit standen.

Diese Szenerie beruhigte sich erst, als der Papst dem Bischof eine „Auszeit“ verordnete und schließlich dessen Rücktrittsangebot annahm. Nachdem man den Bischof also auf diese Weise „sturmreif geschossen“ hatte, konnte auch die Akte Tebartz bei den Medienvertretern geschlossen werden. Auf jeden Fall hatte man einen unliebsamen Vertreter der Kirche beseitigt. 

Falsche Behauptungen wie z.B. über die „Badewanne für 15.000,- €“ werden öffentlich nie zurückgenom­men. 

Foto: PdV

Foto: PdV

Durchgehend wartet man vergeblich auf Richtigstellungen.

Die Art der Pressehatz war von vornherein auf die Person des Bischofs ausgerichtet nach dem Motto: Aliquid hæret mit dem Ziel des Rücktritts des Bischofs, weil der Vorwurf der persönlichen Untreue an ihm „hängen“ blieb, obwohl er nicht zutrifft. 

Wer jetzt darauf wartet, dass die „Öffentlich-Rechtlichen“ den Bischof rehabilitieren durch eine Korrektur­meldung im Sinne der Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft Limburg, der ist „blauäugig“.

Die Kampagne gegen den Bischof hat ja ihren Erfolg gebracht, eine Richtigstellung ist nicht mehr opportun. Das hieße sonst, dass man sich selbst an die moralische Brust klopfen und sich sogar der Desinformation schul­dig bekennen müsste. 

Ist es nicht an der Zeit, den „Öffentlich-Rechtlichen“ den Geldhahn abzudrehen?

Reinhard Dörner, Vorsitzender des ZpV
Mail: zpv@papsttreue-vereinigungen.de
http://www.papsttreue-vereinigungen.de

ARD und ZDF: Der juristische Sieg für Bischof TvE wird weiter komplett unterschlagen

Am gestrigen Donnerstag (3.7.) berichteten wir im CHRISTLICHEN FORUM darüber, daß die Hauptnachrichten von ARD und ZDF am 2. Juli ihre Zuschauer nicht darüber informiert haben, daß die Staatsanwaltschaft nach monatelangen Vor-Ermittlungen kein Ermittlungsverfahren gegen den ehem. Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst eröffnet, weil erwiesenermaßen „kein Anfangsverdacht“ auf Untreue vorliegt (von einem Strafverfahren also ganz zu schweigen).

Foto: PRO

Foto: PRO

Nun stellen wir fest, daß diese Meldung von der ARD auch nicht einen Tag später nachgeholt wurde  – siehe „Tagesschau“ von gestern: http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-3254.html

Darüber hinaus findet man im gesamten ARD-Internetportal bei Eingabe des betreffenden Namens nichts Neues, sondern lediglich die alten Anti-Bischofs-Meldungen: http://www.ard.de/home/ard/23116/index.html?q=Bischof+Tebartz-van+Elst

Nicht besser sieht es beim ZDF aus: gestern kam wieder keine Nachricht über den juristischen Sieg des ehem. Limburger Oberhirten in der HEUTE-Sendung um 19 Uhr:  http://www.heute.de/zdfheute-nachrichten-startseite-3998.html

Wenn man das gesamte Webportal des Senders nach dem  Stichwort „Bischof Tebartz-van Elst“ absucht, kommen ebenfalls  – wie bei ARD  – nur die früheren Meldungen zu TvE zum Vorschein: http://www.zdf.de/form/globale-suche-10.html?text=Bischof+Tebartz-van+Elst&Suchen=&action=search

Ergebnis:

In den öffentlich-rechtlichen Zwangsgebühren-Anstalten ARD und ZDF wird der juristische Sieg des monatelang von TV-Sendern und Medien attackierten und verunglimpften Bischofs komplett unterschlagen.

 


TV-Hauptnachrichten: Totschweigen der Limburger StA-Meldung zu Bischof TvE

Die beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF haben am gestrigen Mittwoch, den 2. Juli, in ihren Hauptnachrichtensendungen kein Wort davon erwähnt, daß die Limburger Staatsanwaltschaft (StA) ihre Vorermittlungen hinsichtlich des ehem. Limburger Bischofs Tebartz-van Elst (TvE) „mangels Anfangsverdachts“ eingestellt hat und daher kein förmliches Ermittlungsverfahren aufnimmt.   1_0_745851

Diese Meldung war am gestrigen Nachmittag bereits bekannt und wurde hier im CHRISTLICHEN FORUM kurz nach 18 Uhr veröffentlicht.

Dennoch wurde in der ZDF-Nachrichtensendung „heute“ um 19 Uhr nichts davon erwähnt, daß der monatelang von zahlreichen Medien attackierte und diffamierte Bischof Dr. Tebartz-van Elst vom Vorwurf der Untreue komplett entlastet wurde.

Diese HEUTE-Sendung siehe hier (Mediathek): http://www.heute.de/zdfheute-nachrichten-startseite-3998.html

Auch eine Stunde später, in der ARD-Tagesschau um 20 Uhr, fand dieses Thema schlicht nicht statt: http://www.tagesschau.de/sendung/tagesschau/

 

 


StA Limburg: „Es ergab sich kein Anfangsverdacht gegen den ehem. Bischof“

Die Verlautbarung der Staatsanwaltschaft Limburg im vollen Wortlaut:

Die Staatsanwaltschaft Limburg lehnt die Aufnahme eines förmlichen Ermittlungsverfahrens gegen den ehemaligen Limburger Bischof und die Mitglieder des Vermögensverwaltungsrates des Bischöflichen Stuhles zu Limburg ab.

Dem hiesigen Verfahren lagen mehrere Strafanzeigen gegen den emeritierten Bischof von Limburg, Dr. Tebartz- van Elst zu Grunde. Die Strafanzeigen nahmen Bezug auf die umfangreiche Medienberichterstattung zu den Kosten und der Finanzierung des Limburger Bischofssitzes/ Diözesanzentrums St. Nikolaus. paragraph_300x3001

Gemäß § 152 Abs. 2 StPO hat die Staatsanwaltschaft, soweit nicht gesetzlich etwas anderes bestimmt ist, wegen verfolgbarer Straftaten einzuschreiten, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Anfangsverdachts bestehen.

Im Rahmen der Prüfung eines Anfangsverdachts, den sogenannten Vorermittlungen, bei denen sowohl der Bericht der Prüfungskommission der Deutschen Bischofskonferenz als auch weitere kirchenrechtliche Unterlagen beigezogen wurden, hat sich ein solcher Anfangsverdacht nicht ergeben.

Zwar konnten etliche Verstöße gegen innerkirchliches Recht, insbesondere gegen Beteiligungsrechte kirchlicher Gremien (im Einzelnen dargelegt im Bericht der Prüfkommission der Deutschen Bischofskonferenz und geregelt im Codex Juris Canonici, kirchenrechtlichen Partikularnormen und dem Statut des Bischöflichen Stuhls zu Limburg), festgestellt werden, diese führen jedoch nicht zu einer möglichen Strafbarkeit von Dr. Tebartz- van Elst.

Foto: PRO

Foto: PRO

Eine Strafbarkeit bei innerkirchlichen Entscheidungen und Verhaltensweisen kommt nur dann in Betracht, wenn außerkirchliche Belange strafrechtlich relevant tangiert wären.

Dies wäre z.B. dann der Fall, wenn Handlungen gegen die körperliche Integrität, das Leben, die sexuelle Selbstbestimmung oder auch Diebstahlsdelikte vorliegen würden.

Der vorgenannte Grundsatz ergibt sich direkt aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und zwar dem dortigen Artikel 140 in Verbindung mit Artikel 137 Abs. 3 Weimarer Reichsverfassung. Danach ordnet und verwaltet jede Religionsgesellschaft ihre Angelegenheiten innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes selbständig. Zu dem verfassungsrechtlich geregelten Autonomiebereich der Religionsgesellschaften/Kirchen gehört die innere Organisation, das kirchliche Finanzwesen und die Vermögensverwaltung sowie eine eigene, den staatlichen Rechtsschutz verdrängende Gerichtsbarkeit (vgl. BVerfG, NVWZ 1989, 452).

Dieses kirchliche Selbstbestimmungsrecht hat das Bundesverfassungsgericht in mehreren Entscheidungen bestätigt; vergleiche NJW 1999,350; 2009, 1196; 1976, 2125. Damit handelt es sich bei der internen Vermögensverwaltung des Bischöflichen Stuhls der bei den Baumaßnahmen auf dem Domplatz die Bauherrschaft inne hatte und den Löwenanteil der Baukosten trug, um eine innerkirchliche Angelegenheit, die sich der Beurteilung der Strafjustiz entzieht.

Foto: Bistum Limburg

Foto: Bistum Limburg

Diese Auffassung vertritt im Übrigen auch der Bischöfliche Stuhl als in Betracht kommender Geschädigter.

Der Gesichtspunkt der innerkirchlichen Angelegenheit gilt auch hinsichtlich der Aufhebung des
St. Georgswerks und Verwendung der hierdurch frei gewordenen Mittel. Beim St. Georgswerk handelte es sich um ein zweckbestimmtes Sondervermögen als dessen Träger der Diözesanbischof bzw. der Bischöfliche Stuhl von Limburg bestimmt war. Das St. Georgswerk war keine Körperschaft des öffentlichen oder des Privatrechts.

Bischof Dr.Tebartz-van Elst war kraft seines Amtes befugt das St. Georgswerk aufzulösen. Auch bei der Veräußerung von Forderungen des St. Georgswerks an das Bistum Limburg handelte der Bischof befugt.

Anders ist die Mittelverwendung für die Baumaßnahmen auf dem Domplatz unter kirchenrechtlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. Hier wäre der Wille der Geber im Sinne eines pastoralen oder karitativen Zwecks der Mittelverwendung zu beachten gewesen. Da aber wie bereits ausgeführt Verstöße gegen rein innerkirchliche Normen im Rahmen der Vermögensverwaltung keine rechtliche „Außenwirkung“ entfalten, liegt auch insoweit kein strafrechtlich verfolgbares Verhalten des emeritierten Bischofs vor.

Bezüglich der Strafanzeigen gegen die Mitglieder des Vermögensverwaltungsrats wird aus den genannten Gründen ebenfalls die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgelehnt werden. Der Vermögensverwaltungsrat ist ein Organ des Bischöflichen Stuhls. Mithin gelten für dessen Mitglieder dieselben oben dargestellten verfassungsrechtlichen Erwägungen wie für den emeritierten Bischof.

gez. Herrchen
Oberstaatsanwalt

Quelle: https://www.bistumlimburg.de/fileadmin/redaktion/Portal/Meldungen/2014/Causa_TVE/Presseerklärung_der_Staatsanwaltschaft.pdf


Limburg: Kein Verfahren gegen den ehem. Bischof Dr. Tebartz-van Elst

Aus der heutigen Erklärung des bischöflichen Ordinariats Limburg:

„Die Staatsanwaltschaft Limburg wird kein Ermittlungsverfahren gegen den emeritierten Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst oder Mitglieder des Vermögensverwaltungsrats aufnehmen. 1_0_745851

Dies wurde am Mittwoch, 2. Juli 2014, bekannt gegeben. Nach den Vorermittlungen, bei denen die Behörde sowohl den Bericht der Prüfungskommission als auch weitere kirchenrechtliche Unterlagen zugrunde gelegt hat, habe sich kein Anfangsverdacht ergeben.

„Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, kein förmliches Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Bischof von Limburg einzuleiten und die Feststellung, dass kein strafrechtlich verfolgbares Verhalten des emeritierten Bischofs vorliegt, sind für das Bistum wichtige Feststellungen, die den Weg der Aufarbeitung und des Neubeginns erleichtern“, erklärte Weihbischof Manfred Grothe, der Apostolische Administrator für das Bistum Limburg.

Der Heilige Vater habe allen im Bistum aufgetragen, die Voraussetzungen zu schaffen, um wieder ein Klima der Barmherzigkeit und Versöhnung im Bistum entstehen zu lassen.

Dazu hat die Bistumsleitung in den vergangenen Wochen ausgehend vom Prüfbericht eine umfangreiche Themenliste erstellt, die nun systematisch und verlässlich abgearbeitet werden. Limburg-102

„Soweit die Staatsanwaltschaft auf das Selbststimmungsrecht der Kirche verweist, werden wir nun unsererseits mit den Kategorien des Kirchenrechtes die Sachverhalte zu prüfen haben“, betonte Grothe. Vorbereitende Arbeiten seien dazu bereits geleistet worden.

Grothe betonte, dass es beim Neubeginn und bei der Aufarbeitung der Ereignisse nicht darum gehe, das Bistum Limburg neu zu erfinden.

Es gehe vielmehr darum, dass die Gläubigen die Freude am Glauben wieder zurückgewinnen und die Diözese ihr Selbstbewusstsein wiederfände. Auf Ebene der Verwaltung werde an der Umsetzung der bereits genannten Agenda gearbeitet. Das schaffe in vielen Bereichen die nötige Klarheit.

Die öffentlichen Räumlichkeiten im Diözesanen Zentrum St. Nikolaus auf dem Limburger Domberg sollen für Konferenzen und Veranstaltungen des Bistums geöffnet werden. Das alles geschieht auch in Zusammenarbeit mit Gremien und Organen der Diözese.

Quelle: https://www.bistumlimburg.de/nc/meldungen/meldung-detail/meldung//weg-der-aufarbeitung-im-bistum-geht-weiter.html

2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Bischof em. Tebartz-van Elst zieht jetzt nach Regensburg

Am Dienstag, den 10. Juni 2014, haben die Geschwister von Bischof em. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Nach Beendigung seines Dienstes in der Diözese im März dieses Jahres gibt Bischof Tebartz-van Elst im September seinen Wohnsitz in Limburg auf. Damit macht er auch räumlich den Weg für einen Neuanfang im Bistum Limburg frei.1_0_745851

Bei der Suche nach einem neuen Wohnsitz hat sich nun seine Familie entschlossen, gemeinsam in Regensburg eine Wohnung anzumieten, in der Tebartz-van Elst bis zur Übernahme einer neuen Aufgabe bleiben kann.

Die Wahl ist auf Regensburg gefallen, weil Bischof Voderholzer ihm mitbrüderliche Aufnahme und Gastfreundschaft in seiner Diözese zugesichert hat.

Die Mietwohnung dient auch den Familienangehörigen, die dem Bischof weiterhin zur Seite stehen werden. Eine Dienstwohnung, die einem emeritierten Bischof zusteht, nimmt Tebartz-van Elst damit nicht in Anspruch.

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de/news/kategorie/bischof-em-tebartz-van-elst-verlaesst-limburg-neuer-wohnsitz-im-bistum-regensburg-3128/

Siehe hierzu ergänzend folgender Kommentar:

Der Katholikentag in Regensburg hatte das Leitmotiv Brückenbauen. Jetzt werden aus Regensburg tatsächlich Brücken gebaut und zwar nach Limburg. Schon nach dem Amtsverzicht von Bischof Tebartz-van Elst hatte ihm Bischof Voderholzer angeboten, im Bistum Regensburg unterzukommen, bis er eine neue Aufgabe bekommen hat.

Dieses Angebot hat der Limburger Altbischof jetzt angenommen und wird im September nach Bayern übersiedeln. Dort haben er und seine Familie eine Wohnung angemietet, wo er weiterhin von seinen Verwandten in dieser schweren Zeit unterstützt werden und warten kann, bis Rom eine neue Aufgabe für ihn gefunden hat.

Wohl dem, der eine solche Familie und einen solchen Mitbruder hat.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2014/06/bischof-tebartz-van-elst-zieht-nach.html

 


Evangelisches Magazin: Gegen Bischof Tebartz-van Elst lief eine „gezielte Kampagne“

Der Mainzer Kommunikationsforscher Dr. Mathias Kepplinger erklärte gegenüber dem evangelischen Medienmagazin PRO, für den Ansehensverlust des Bischofs Tebartz-van Elst sei eine „gezielte Medienkampagne“ verantwortlich. 1_0_745851

Prof. Kepplinger (Universität Mainz) hierzu: „Ein Teil der Medien hat zunächst versucht, die Differenzen zu Tebartz-van Elst in Glaubensfragen, etwa bei der Homo-Ehe, öffentlich gegen ihn zu thematisieren“, sagte er gegenüber PRO:

„Weil das missglückt ist, haben sie dann das Thema herausgepickt, auf das die Deutschen besonders sensibel reagieren: Geld. Das ist hierzulande immer skandalträchtig, selbst wenn es nur geringe Beträge sind, die in Frankreich oder den USA niemanden interessieren würden.“

Einige bekannte Journalisten hätten den Limburger Oberhirten von Anfang aus aus dem Amt zu drängen wollen, meint der Wissenschaftler. Dies sei ihnen gelungen, weil eine große Mehrheit ihrer Kollegen ihren Vorgaben bereitwillig gefolgt sei.

„Die Berichterstattung hat nicht die komplexe Realität des Umbaus der Bischofsresidenz und des Ausbaus einer Wohnung reflektiert, sondern bestimmte Einzelheiten bewusst instrumentalisiert, wie etwa die berühmte Badewanne“, erklärte der Medienexperte.

„Man kann hier von einer gezielten Medienkampagne sprechen, weil eine erkennbare Differenz bestand zwischen der Substanz der Vorwürfe und dem Aufwand, mit dem sie verbreitet wurden.“ 

Vollständiger Text aus dem evangelikalen Magazin hier: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/medienwissenschaftler-tebartz-van-elst-opfer-einer-gezielten-medienkampagne/


Regensburger Oberhirte heißt Bischof Tebartz-van Elst weiter willkommen

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto: mit Papst Franziskus) hat sich am Mittwoch, den 26. März, auf seiner Bistumswebseite zum Amtsverzicht des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst folgendermaßen geäußert: xBischofVoderholzerMitPapstFranziskus_THUMB_jpg_pagespeed_ic_w6mOJBwcc4

„Papst Franziskus hat heute den Amtsverzicht des Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst angenommen. Der Limburger Oberhirte hatte ihn bereits am 20. Oktober 2013 angeboten. Der Heilige Stuhl begründete die Entscheidung mit der Situation in der Diözese Limburg, die eine fruchtbare Ausübung des Bischofsamtes verhindert habe.

Ich freue mich, dass der Heilige Vater den bisherigen Bischof zu gegebener Zeit mit einer neuen Aufgabe betrauen wird.

Mein besonderer Dank gilt der Abtei Metten und ihrem Abt Wolfgang Hagl für die erwiesene Gastfreundschaft. Zum christlichen Gebot der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe gehört es, dass mein Mitbruder auf dem Boden der Diözese Regensburg ein gern gesehener Gast war und auch stets bleiben wird.“

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de/499-bischof-rudolf-voderholzer-zur-entscheidung-ueber-bischof-franz-peter-tebartz-van-elst

Foto: Bistum Regensburg

 


Bischof Tebartz-van Elst widerspricht z.T. dem Prüfbericht der Dt. Bischofskonferenz

Erklärung des Bischofs Franz-Peter Tebartz–van Elst zum Bericht der Prüfungskommission der Deutschen Bischofskonferenz im vollen Wortlaut:

1. Komplex:
Zur unterstellten Diskrepanz zwischen dem Wissenstand des Bischofs und den Angaben
gegenüber S.Em. Kardinal Lajolo (ng. S. 46; S. 51 Ziff. 25 und 29; S.103) wird erklärt:

Bereits im Oktober 2013 habe ich auf die mir vorgelegten Fragen unter Nr. l|.6. wahrheitsgemäß mitgeteilt, dass mir beim Gespräch mit S.Em. Kardinal Lajolo, am 10. September 2013 die differenzierte Gesamtsummenrechnung noch nicht vorlag. e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

In den vorausgehenden Sitzungen des Vermögensverwaltungsrates des Bischöflichen Stuhls war immer wieder von der Notwenigkeit und dem Bemühen die Rede, mögliche Abschreibungen mit zu berücksichtigen, die hinsichtlich der gesamten Baukostensumme dann zu Verringerungen geführt hätten.

In der vom Bericht angesprochenen Sitzung des Vermögensverwaltungsrates vom 28. August 2013, nach der ich über die Erweiterung des Kreditumfanges hätte informiert sein müssen, war ich entgegen der Angabe des Berichtes gar nicht anwesend, weil ich an diesem Tag zu einer Begegnung mit dem Präfekten der Bischofskongregation, S.Em. Marc Kardinal Ouellet, in Rom weilte.

Auch die Behauptung des Berichtes, nach der die Unterzeichnung des Protokolls der Sitzung des VermögensverwaItungsrates vom 28. August 2013 durch mich am 11. September 2013 erfolgt sei, kann nicht als Beleg für meine Kenntnis der differenzierten Gesamtbaukostensumme angeführt werden. Das Gespräch mit S.Em. Kardinal Lajolo fand am Tag zuvor statt und erst am Tag darauf wurde mir das Protokoll der Sitzung vom 28. August 2013 von Generalvikar Dr. Kaspar zugestellt, so dass erst zu diesem Zeitpunkt eine Beschäftigung meinerseits im Detail möglich war.

Die Romgenehmigung erweist sich als nicht erforderlich. vorsorglich wurde jedoch der Vertreter des Heiligen Stuhls in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, seit Baubeginn im Jahr 2010/2011 mehrfach durch Generalvikar Dr. Kaspar informiert (vgl. das in der Anlage beigefügte Schreiben von Rechtsanwalt Professor Ignor vorn 5. November 2013; und meine Beantwortung der Einzelfragen, die mir im Oktober 2013 von der Bischofskongregation vorgelegt wurden, vgl. hier: Nr. |.5.;6.).

2. Komplex:

Soweit kirchenrechtliche Bedenken geäußert werden, beziehen sich diese auf Einhaltung der Schriftform (vgl. Prüfungsbericht S. 15 und S. 37) und die Respektierung der Beispruchsrechte. Beide Gegenstände formaler Natur lagen in der Verantwortung des Generalvìkars. Als Nicht-Fachmann auf dem Gebiet der kirchlichen Verwaltung uncl durch meine Qualifikation als Wissenschaftler in der Pastoraltheologie musste ich Generalvikar Dr. Kaspar die Verantwortung hierfür überlassen, der„als einziger (neben dem Geschäftsführer des Bischöflichen Stuhls) nachweislich über einen umfassenden Einblick in die Vermögensstruktur des Bischöflichen Stuhls verfügte” (vgl, Prüfungsbericht S. 50 Ziff. 21).

lm Übrigen stellt der beschrittene Weg eine Fortsetzung der vorausgehenden Übung des Domkapitels auf diesem Gebiet dar.

3. Komplex:
Zur behaupteten Letztverantwortung des Bischofs im Berichtverstehe ich diese seit jeher so, dass sie sich in der Nachfolge der Apostel an den Herrn der Kirche richtet (Zeuge der Wahrheit), nicht jedoch als Ausdruck einer verwaltungsmäßigen All- und Detailzuständigkeit. Ein entgegengesetztes Verständnis Würde an den bischöflichen Dienst Kriterien anlegen, die ihn in erster Linie als Verwaltungsfachmann, Bausachverständiger und Buchhalter sehen, statt auf seine lehramtliche, pastorale, geistliche und caritative Sendung abzustellen.

4. Komplex:
Zur Verantwortung des Generalvikars (vgl. S. 35, S. 39 und S. 101):

Mit Beginn meines bischöflichen Dienstes in der Diözese Limburg im Januar 2008 habe ich eine in vielfacher Hinsicht ungeordnete, Wenig sachorientierte und primär personenbezogene Verwaltungssituation eingetroffen. Diese hat mich veranlasst nicht zuletzt auf den ausdrücklichen Rat meines Vorgängers im Bischofsamt, Bischof em. Dr. Franz Kamphaus, hin im September 2009 Generalvikar Dr. Franz Kaspar aufgrund seiner Verwaltungserfahrung und seines Standings in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit in das Amt des Generalvikars zu berufen.

Er drängte im Interesse einer größeren Verwaltungseffizienz darauf, dass ihm die Bauabteilung und Kunstpflege im Bischöflichen Ordinariat direkt zugeordnet und aus der Einbindung in das Finanzdezernat gelöst Werde.

Ferner beanspruchte er die Rolle des Bischöflichen Ökonoms in der Diözese, entgegen der früheren Praxis der Beauftragung des Finazdezernenten mit dieser Verantwortung. Auch das Anlagegeschäft hat er in seine Zuständigkeit genommen. Bezogen auf den Bau des Bischofshauses hat er den Wechsel vom zweiten Entwurf (Architekt Hamm) zu der Konzeption von Professor Schattner wesentlich betrieben.

Hinsichtlich der Kunstausstattung im Bischofshaus hat er die Initiative zu den Künstlern Professor Johannes Schreiter (Glasfenster), Karl-Matthäus Winter (Ausstattung der Kapelle) und Professor Thomas Duttenhofer (Portal), mit denen er allesamt persönlich bekannt war, betrieben.

Zu den vorhandenen historischen Möbeln aus dem Depot hat er aus eigener Initiative und ohne meine Kenntnis Mobiliar erworben.

Zur Unterstellung der Anforderung der Verschwiegenheit wird darauf verwiesen, dass die entsprechenden Regelungen in den Dienstverträgen zwischen Bistum und Bischöflichen Stuhl identisch sind (vgl. die in der Anlage beigefügten beiden Dienstverträge). Auch in der Praxis ist mir keine abweichende Handhabung gegenwärtig.

Die besondere Problematik im Bistum Limburg, die schon vor meinem Kommen durch Indiskretionen gekennzeichnet war (vgl. Brief von Professor Christoph Mäckler vom 20. August 2008 zum Bauvorhaben des Domkapitels; vgl. auch Prüfungsbericht S. 100), legte es trotzdem nahe, immer wieder auf eine selbstverständliche Diskretionsverpflichtung zu verweisen. Denn auch die Vorgeschichte zum Bau des Hauses der Bischöfe zeigt bereits, wie sehr hier ein Weg in die Intransparenz beschritten wurde, aus dem man später schwerlich herauskam.

Die Entscheidung die KPMG mit der Abwicklung zu beauftragen (vgl. S. 69 und S. 88), erschien mir als eine zukunftsweisende Maßnahme (Outsourcing) auch um dem Vorwurf einer bloß internen Selbstkontrolle zu begegnen.

Zudem reichte auch die Verwaltungskapazität des Bischöflichen Ordinariates nicht aus, um diese Aufgabe zu erfüllen.

5. Komplex:
Zur Auflistung der kostentreibenden und kostenerhöhenden Sachverhalten (S. 79 – 82) wird bemerkt:

Es wird im Prüfungsbericht eine Darstellung der Gesamtkosten vorgelegt, die den methodischen Irrtum erregt, dass die dort genannten absoluten Beträge Mehrkosten darstellten, während sie sich als Gesamtkosten der einzelnen Positionen erweisen. Der dadurch erweckte Eindruck führt zu Größenordnungen, die irritieren müssen.

Zu jedem der im Bericht genannten Punkte könnte durch die zuständigen Mitarbeiter Stellung genommen werden. Was die Verantwortung als Bischof angeht, muss dabei die Einschränkung gesehen werden, dass ich als Bischof weder ein Finanz- noch ein Baufachmann bin. Soweit mir persönlich konkrete Informationen zu den im Bericht genannten Einzelpositionen möglich waren, habe ich diese in dem Gesprächen arn 4. und 5. März 2014 in der Bischofskongregation vorgetragen. Auf dem Hintergrund misslicher Erfahrungen mit anderen Bauprojekten im Bistum lag mir besonders daran, von Anfang an Qualität und Nachhaltigkeit im Gesamtprojekt zu beachten.

Zum Exkurs des St. Georgswerkes (S. 32f.):

Zutreffend stellt der Bericht fest, dass „das Urteil, das der safzungsmäßige Zweck des Werkes im Jahre 2011 nicht mehr erfüllt werden kann, dem Bischof zusteht. (vgl. 5.32). Die Verfasser des Berichts halten für klärungsbedürftig, ob die dem Bischöflichen Stuhl zufallenden Mittel für den vom Gründer bestimmten Zweck verwendet wurden. Sie sehen im Aufhebungsdekret des Bischofs eine Einschränkung der ursprünglichen Zweckbestimmung.

Hierzu ist aber- äußerlich abweichend vom Aufhebungsdekret vom 27. September 2011 -im Protokoll des Vermögensverwaltungsrates des Bischöflichen Stuhls vom 2. November 2011 belegt, dass auch nach der Auflösung des St. Georgswerkes das dem Bischöflichen Stuhl zufallende Vermögen auch Weiterhin für „kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke” genutzt werden soll und muss.

Daraus wird ersichtlich, dass sich an der Stiftungsintention des St. Georgswerkes nichts geändert hat, ungeachtet der Frage ob bei der Gründung des Werkes in der unmittelbaren Nachkriegszeit der Bau eines diözesanen Begegnungszentrums intendiert war. Die in diesem Zusammenhang offene Rechtsfrage, die nach Auffassung der Verfasser des Berichts der Klärung bedarf, belegt, dass kein intentionaler Verstoß gegen die Zweckbestimmung vorgeworfen werden kann (Vgl. Protokoll des VVR 2. November 2011).

Der Verantwortliche für die Entscheidung, Generalvikar und Bischöflicher Ökonom Dr. Franz Kaspar, war sich offensichtlich der Tatsache bewusst, dass die Stiftungsintention des Werkes weiterhin durch das Vermögen des Bischöflichen Stuhls gedeckt ist und gewährleistet wird. Von dieser Gewissheit bin ich ausgegangen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz