Syrien: Haftbefehl gegen Nonnen-Entführer

Am 20. Juli 2016 wurde ein Haftbefehl gegen drei verdächtige Syrer erlassen, die an der Entführung der drei Ordensschwestern aus dem Kloster „Santa Tekla“ in Maalula beteiligt gewesen sein sollen. foto-dcubillas-www_freimages_com_

Saer und Aman Skaf und Mustafa Ezzedin sollen einer radikal-islamischen Bewegung angehören und gegen sie wurde in der Vergangenheit bereits wegen Waffenhandel und terroristischen Aktivitäten ermittelt.

Die Entführung der 13 Ordensfrauen aus dem Kloster “Santa Tekla” stand seit dem Dezember 2013 monatelang im Mittelpunkt des Interesses internationaler Medien. Die Nonnen waren am 2. Dezember von Rebellen aus dem Kloster verschleppt worden, nachdem diese die Stadt erobert hatten, die mehrheitlich von Christen bewohnt war und in aller Welt bekannt ist, weil hier noch Aramäisch, die Sprache Jesu, gesprochen wird.

Die Schwestern wurden schließlich am 9. März 2014 in der Stadt Arsal im Nordosten des Libanon freigelassen.

Quelle: Fidesdienst


Syrien: Selbstmordattentat auf christliche Feier

Drei Menschen starben in Qamischli im Norden Syriens bei einem Selbstmordattentat auf eine religiöse Gedenkfeier für die Opfer des sog. “assyrischen GenoziJunge Christin bei Gottesdienst für den Frieden in Syriends”.

Wie einheimische Quellen berichten, versuchte der Attentäter, in den Saal einzudringen, in dem die Feier stattfand, wurde aber von den Sicherheitskräften aufgehalten, so dass er den Sprengsatz in deren Nähe zündete.

Im Rahmen der Feier sollte an das Blutbad im Jahr 1915 erinnert werden, das auch als “Massaker von Sayfo” bekannt ist, und von der osmanischen Armee während des 1. Weltkriegs verübt wurde. Nach Schätzungen von Historikern kamen damals 250.000 Menschen ums Leben. Andere Quellen sprechen von bis zu 750.000 Opfern.

An der Feier nahm auch das Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Ignace Ephraim II. teil.

Quelle: Fidesdienst / Foto: Bistum Regensburg


CDU/CSU-Fraktion erinnert an zwei entführte syrische Erzbischöfe

Die bereits vor drei Jahren in Syrien entführten Erzbischöfe Mor Gregorios Y. Ibrahim und Boulos Yazigi sind weiterhin vermisst. Dazu erklärt die menschenrechtspolitisches Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto): foto_2

„Am dritten Jahrestag der Entführung des syrisch-orthodoxen Erzbischofs Mor Gregorios Y. Ibrahim und des griechisch-orthodoxen Erzbischofs Boulos Yazigi verurteilen wir diese Tat erneut aufs schärfste und fordern die Entführer auf, die hohen kirchlichen Würdenträger unverzüglich freizulassen.

Ihr Schicksal ist ungewiss. Seit drei Jahren fehlt von ihnen jegliches Lebenszeichen und alle Bemühungen um die Freilassung der Bischöfe blieben erfolglos. Wir werden die Botschafter des interreligiösen Dialogs und der Versöhnung niemals vergessen und uns weiterhin mit Nachdruck für ihre Freiheit einsetzen. Beide Würdenträger gelten als Befürworter der friedlichen Koexistenz der Religionsgemeinschaften und aller in Syrien lebenden Ethnien.

Aus Anlass dieses traurigen Jahrestages erinnert der Bundesverband der Aramäer in Deutschland auch in diesem Jahr vor allem an die Versöhnungsbotschaft der Roadmap für den Frieden in Syrien, die Erzbischof Mor Gregorios Y. Ibrahim im Juli 2012 veröffentlichte.

Damit rief er zu Versöhnung, Vergebung, Dialog und Gegenseitigkeit auf, um einen Weg zu einer Beendigung der Gewalt, der Bewahrung des einmaligen pluralistischen Gefüges der syrischen Gesellschaft und der nationalen Einheit Syriens aufzuzeigen.“


Katholischer Bischof Hindo beklagt verfehlte westliche Syrien-Politik

Bei den Anschlägen in Brüssel und Paris “ernten unschuldige Bürger leider das, was mächtige Kreise in Europa in den vergangenen Jahren in Syrien und im Irak ausgesät haben“; dies ist die bittere Schlussfolgerung des katholisch-syrischen Erzbischofs Behnan Hindo nach den Anschlägen in der belgischen Hauptstadt. bischof

Nach Ansicht des Oberhirten von Hassakè-Nisibi wird die Verantwortlichkeit europäischer und westlicher Regierungen, hinter deren Handeln sich oft egoistische und kurzsichtige Interessen verbergen, unter verschiedenen Aspekten sichtbar.

“Auch verschiedene europäische Führungskräfte”, erläutert der Erzbischof, “hatten bis vor kurzem als geopolitisches Hauptziel nur den Sturz von Assad vor Augen und haben dschihadistische Milizen, wie die islamistische “al-Nusra“ als ‚gemäßigte Rebellen’ unterstützt und Russland kritisiert, weil es die Hochburgen dieser Milizen angriff, wobei sie die Ansicht vertraten, dass allein der sog. Islamische Staat (IS) bekämpft werden sollte”. 

Außerdem haben laut Erzbischof Hindo viele westliche Regierungen bisher keineswegs die privilegierten Beziehungen in Frage gestellt, die sie zu den Ländern und Gruppen der Finanzwelt unterhalten, aus denen die Ressourcen und die Ideologien kommen, die das Terrornetzwerk untermauern:

“Europäische Führungskräfte und der ganze Westen“, so Hindo, “unterhalten seit Jahrzehnten privilegierte Beziehungen zu Saudi Arabien und den anderen Emirate40323-90x80n der Arabischen Halbinsel. In den vergangenen Jahrzehnten haben sie es diesen Ländern ermöglicht, in Europa und auch in Belgien die Entstehung eines Netzwerks von Moscheen zu finanzieren, in denen der Wahabismus gepredigt wird, der den Islam vergiftet und die ideologische Basis aller dschihadistischen Gruppen darstellt.

Dies alles ist auch geschehen, weil vor allem wirtschaftliche Interessen und milliardenschwere Verträge mit den Erdölproduzenten im Vordergrund standen. Aus diesen Geldern und Ressourcen speisen sich auch die Zentralen des Terrors”.

Auch die europäische Antwort auf die Flüchtlingskrise ist nach Ansicht des Erzbischofs ein Symptom der Schwäche und der Verwirrung von politischen Führungskräften: “Europa hat sich bei der Flüchtlingskrise in eine Geisel der Türkei verwandelt.“

Quelle: Fidesdienst


Syrien: Der IS will Christen unterwerfen – Einführung der Kopfsteuer

Der Text in diesem Bild lautet: Verkündung des Urteils von Gott / für die Christen der Stadt al-Qaritin.

Darunter steht einmal in arabischer Kalligraphie und einmal (ganz klein) in lateinischen Buchstaben „Dimashq“, auf Deutsch: Damaskus. Datum: Thu al-Qa‘dah [11. Monat des muslimischen Kalenders] 1426.

Rechts daneben von unten nach oben:

Die Kopfsteuer („Dschizya“) für Andersgläubige ist zurück. Der Islamische Staat (IS) stellt sich in seiner Propaganda in die direkte Herrschaftsnachfolge von Mohammed und den „rechtgeleiteten“ Kalifen.

Um das zu unterstreichen, hat der IS in seinem Herrschaftsgebiet zahlreiche Regelungen aus der Zeit Mohammeds eingeführt. Wie damals schließt jetzt der IS „Schutzverträge“ mit unterworfenen Christen und besiegelt so die eigene Herrschaft.

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.igfm.de/themen/religionsfreiheit/unterwerfungs-vertrag-fuer-christen/


Hoffnungsvolle Friedenssignale für Syrien?

Nach jahrelanger Blockade hat der UN-Sicherheitsrat am gestrigen Freitag einstimmig eine Resolution zu einem Friedensfahrplan für Syrien verabschiedet. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt:

„Nachdem erst kürzlich für Libyen eine hoffnungsstiftende Friedensvereinbarung zwischen den Konfliktparteien vereinbart wurde, gibt die gestrige UN-Resolution auch für Syrien ein Zeichen der Hoffnung auf Frieden. Die überraschend positive Wendung ist das Ergebnis erfolgreicher internationaler Diplomatie unter Führung der USA und Russlands und auch unter maßgeblicher Beteiligung Deutschlands. Auch Saudi-Arabien und der Iran haben eine konstruktive Rolle eingenommen. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Bevor die Menschen in Syrien Frieden bekommen, müssen jedoch noch zahlreiche Hindernisse überwunden werden. Als erstes müssen die Kämpfe zwischen den Truppen des Präsidenten Baschar al-Assad und den Oppositionskräften beendet werden. Dies ist eine Voraussetzung dafür, den Frieden konkret auszugestalten, um dann gemeinsam gegen den IS auf syrischem Boden erfolgreich vorzugehen. (…)

Die hoffnungsvollen Signale für Libyen und Syrien zum Jahresende sind auch ein wirksamer Beitrag zur Beseitigung der Fluchtursachen. Denn viele Menschen, die in Europa Schutz suchen, kommen aus Syrien und dem Norden Afrikas. So endet das Jahr 2015 mit all seinen gewaltsamen Konflikten, Kriegen und Anschlägen hoffnungsvoller als man erwarten konnte. Zweifelsohne bleibt aber noch jede Menge Arbeit zu tun.“


AfD betont, daß deutsche „Symbolpolitik“ im Syrienkonflikt nicht ausreicht

Zu der Forderung der USA, das deutsche Engagement im Syrienkonflikt zu erweitern, erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski:

„Die Bundesregierung hat wieder einmal geglaubt, dass sie mit Symbolpolitik Stärke und Entschlossenheit vortäuschen und beim Wähler punkten kann. Nun haben die USA deutlich gemacht, dass mehr dazu gehört, international Verantwortung zu übernehmen. Einige Flugzeuge mit teilweise veralteter Technik in der Türkei zu stationieren, ist eben nicht genug. untitled

Es wird immer deutlicher: Merkel und von der Leyen können die Verbündeten nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland nur Symbolpolitik betreibt und die Bundeswehr am Ende ihrer Kapazitäten und Fähigkeiten angelangt ist. Alle Zusagen, sich militärisch beteiligen zu wollen, haben nur noch symbolischen Charakter.

Endlich hat ein Partner die Wahrheit ausgesprochen und dieser deutschen Regierung die Rote Karte gezeigt. Ich frage mich, wann wacht diese Bundesregierung endlich auf und lässt den Streitkräften die Unterstützung zukommen, die sie für die Erfüllung ihres Auftrages benötigt?

Halbherzige Zugeständnisse dieser Art zeugen nicht von echter Solidarität zu unseren Partnern, noch von einem wahren Willen, den IS zu bekämpfen. Merkel und von der Leyen haben sich blamiert. Jetzt muss umgehend ein ernsthaftes Engagement an den Tag gelegt werden. Ein Syrien-Einsatz in dieser Form ist es sicherlich nicht.“


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