Syrien: Der IS will Christen unterwerfen – Einführung der Kopfsteuer

Der Text in diesem Bild lautet: Verkündung des Urteils von Gott / für die Christen der Stadt al-Qaritin.

Darunter steht einmal in arabischer Kalligraphie und einmal (ganz klein) in lateinischen Buchstaben „Dimashq“, auf Deutsch: Damaskus. Datum: Thu al-Qa‘dah [11. Monat des muslimischen Kalenders] 1426.

Rechts daneben von unten nach oben:

Die Kopfsteuer („Dschizya“) für Andersgläubige ist zurück. Der Islamische Staat (IS) stellt sich in seiner Propaganda in die direkte Herrschaftsnachfolge von Mohammed und den „rechtgeleiteten“ Kalifen.

Um das zu unterstreichen, hat der IS in seinem Herrschaftsgebiet zahlreiche Regelungen aus der Zeit Mohammeds eingeführt. Wie damals schließt jetzt der IS „Schutzverträge“ mit unterworfenen Christen und besiegelt so die eigene Herrschaft.

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.igfm.de/themen/religionsfreiheit/unterwerfungs-vertrag-fuer-christen/


Hoffnungsvolle Friedenssignale für Syrien?

Nach jahrelanger Blockade hat der UN-Sicherheitsrat am gestrigen Freitag einstimmig eine Resolution zu einem Friedensfahrplan für Syrien verabschiedet. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt:

“Nachdem erst kürzlich für Libyen eine hoffnungsstiftende Friedensvereinbarung zwischen den Konfliktparteien vereinbart wurde, gibt die gestrige UN-Resolution auch für Syrien ein Zeichen der Hoffnung auf Frieden. Die überraschend positive Wendung ist das Ergebnis erfolgreicher internationaler Diplomatie unter Führung der USA und Russlands und auch unter maßgeblicher Beteiligung Deutschlands. Auch Saudi-Arabien und der Iran haben eine konstruktive Rolle eingenommen. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Bevor die Menschen in Syrien Frieden bekommen, müssen jedoch noch zahlreiche Hindernisse überwunden werden. Als erstes müssen die Kämpfe zwischen den Truppen des Präsidenten Baschar al-Assad und den Oppositionskräften beendet werden. Dies ist eine Voraussetzung dafür, den Frieden konkret auszugestalten, um dann gemeinsam gegen den IS auf syrischem Boden erfolgreich vorzugehen. (…)

Die hoffnungsvollen Signale für Libyen und Syrien zum Jahresende sind auch ein wirksamer Beitrag zur Beseitigung der Fluchtursachen. Denn viele Menschen, die in Europa Schutz suchen, kommen aus Syrien und dem Norden Afrikas. So endet das Jahr 2015 mit all seinen gewaltsamen Konflikten, Kriegen und Anschlägen hoffnungsvoller als man erwarten konnte. Zweifelsohne bleibt aber noch jede Menge Arbeit zu tun.”


AfD betont, daß deutsche “Symbolpolitik” im Syrienkonflikt nicht ausreicht

Zu der Forderung der USA, das deutsche Engagement im Syrienkonflikt zu erweitern, erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski:

“Die Bundesregierung hat wieder einmal geglaubt, dass sie mit Symbolpolitik Stärke und Entschlossenheit vortäuschen und beim Wähler punkten kann. Nun haben die USA deutlich gemacht, dass mehr dazu gehört, international Verantwortung zu übernehmen. Einige Flugzeuge mit teilweise veralteter Technik in der Türkei zu stationieren, ist eben nicht genug. untitled

Es wird immer deutlicher: Merkel und von der Leyen können die Verbündeten nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland nur Symbolpolitik betreibt und die Bundeswehr am Ende ihrer Kapazitäten und Fähigkeiten angelangt ist. Alle Zusagen, sich militärisch beteiligen zu wollen, haben nur noch symbolischen Charakter.

Endlich hat ein Partner die Wahrheit ausgesprochen und dieser deutschen Regierung die Rote Karte gezeigt. Ich frage mich, wann wacht diese Bundesregierung endlich auf und lässt den Streitkräften die Unterstützung zukommen, die sie für die Erfüllung ihres Auftrages benötigt?

Halbherzige Zugeständnisse dieser Art zeugen nicht von echter Solidarität zu unseren Partnern, noch von einem wahren Willen, den IS zu bekämpfen. Merkel und von der Leyen haben sich blamiert. Jetzt muss umgehend ein ernsthaftes Engagement an den Tag gelegt werden. Ein Syrien-Einsatz in dieser Form ist es sicherlich nicht.”


SYRIEN: Russische Delegation trifft Vertreter von Kirchen und Religionen

Eine russische Delegation, der Abgeordnete, Politiker und Militärvertreter angehören, besuchte in den vergangenen Tagen Syrien, wo sie u.a. auch die Vertreter der christlichen Kirchen und religiösen Gemeinschaften traf. Dies teilt das Patriarchat Moskau mit. IMG_4278

Am 24. Oktober begegnete die Delegation im Rahmen eines gemeinsamen Gebets dem griechisch-orthodoxen Bischof Lukas von Sednaya, der in seinem Grußwort an die Gäste dem russischen Patriarchat, der Regierung in Moskau und dem russischen Volk “für die Unterstützung der syrischen Bevölkerung” dankte.

Die russische Delegation überreichte dem Patriarchen humanitäre Hilfsmittel, die in den verschiedenen Pfarreien in Moskau gesammelt wurden. Ein Teil der Lebensmittehilfen wurde einem Weisenhaus für Kinder von gefallenen syrischen Soldaten überreicht.

Im Rahmen des Besuchs wurde die Delegation auch von Präsident Baschar al-Assad und vom Großmufti Ahmad Badreddin Hassoun empfangen.

Quelle: Fidesdienst


Syrien: IS-Terroristen foltern und kreuzigen erneut Christen (Männer, Frauen und Kinder)

In Syrien hat die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) elf Christen enthauptet bzw. gekreuzigt. Das meldet die Christian Aid Mission (Christliche Hilfsmission) mit Hauptsitz in Charlottesville (US-Bundesstaat Virginia). BILD0191

Ihr zufolge wurden die Mitarbeiter eines Hilfswerkes, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt wurde, bereits im September ermordet. Die einheimischen Christen hätten es abgelehnt, ihrem Glauben abzuschwören. Das habe der Leiter des Hilfswerkes nach Gesprächen mit Angehörigen der Toten berichtet.

Nachdem die Islamisten die nordsyrische Stadt Aleppo in ihre Gewalt gebracht hatten, habe es der Leiter des christlichen Werks den Mitarbeitern freigestellt, in der Region zu bleiben oder sie zu verlassen: „Sie wollten bleiben, um den Überlebenden des Terrors Hilfe im Namen Christi zukommen zu lassen.“

Auch wiederholte Bitten, zumindest zeitweise fortzugehen, hätten sie mit dem Verweis darauf abgewehrt, dass Gott sie an dieser Stelle haben wolle, um die christliche Botschaft in Wort und Tat weiterzugeben.

Schließlich seien sie IS-Kämpfern in die Hände gefallen. Sie stellten die Christen vor die Wahl, entweder ihren Glauben zu verleugnen und sich zum Islam zu bekennen oder zu sterben. Als sie erklärten, sie würden Christus niemals verraten, hätten die IS-Kämpfer vier Mitarbeiter des Werkes – darunter einen 41-Jährigen und seinen zwölfjährigen Sohn – zunächst brutal misshandelt und anschließend gekreuzigt.

Zwei Tage habe man sie an den Kreuzen hängen lassen; niemandem sei es erlaubt gewesen, sie abzunehmen. An die Kreuze hätten die Terroristen zudem Schilder geheftet mit der Aufschrift „Ungläubige“.

Sieben weitere Mitarbeiter – darunter zwei Frauen – seien zunächst geköpft und anschließend an Kreuzen aufgehängt worden. Augenzeugenberichten zufolge sollen sie bis kurz vor ihrem Tod zu Jesus gebetet haben.

Der IS, der weite Teile Syriens und des Iraks kontrolliert, möchte dort einen islamischen Herrschaftsbereich (Kalifat) errichten, in dem das Religionsgesetz Scharia mit äußerster Brutalität durchgesetzt wird. Christen, die sich weigern, Muslime zu werden oder eine Kopfsteuer zu zahlen, werden getötet. Mädchen und Frauen werden auf Märkten als Sex-Sklavinnen an IS-Kämpfer verkauft.

Quelle: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/syrien-is-koepft-und-kreuzigt-elf-einheimische-christen-92343.html

Foto: Evita Gründler


Syrien: Kath. Erzbischof J. Hindo kritisiert die USA und die westliche Syrienpolitik

“Der US-amerikanische Senator John McCain beklagt, dass die russische Luftwaffe nicht die Stellungen des Islamischen Staates, sondern die von der CIA ausgebildeten Rebellen angreift. Diese Äußerung finde ich äußerst beunruhigend”, erklärt Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassakè-Nisibi, „denn damit gesteht er ein, dass sich hinter dem Krieg gegen Assad auch die CIA verbirgt und es sich um einen Stellvertreterkrieg von Mächten handelt, die zusammen mit ihren Verbündeten in der Region gegen Syrien kämpfen”. IMG_0748

“Die westliche Propaganda”, so der syrisch-katholische Erzbischof, “redet weiterhin von gemäßigten Rebellen, doch die gibt es nicht: in der Galaxie der bewaffneten Gruppen sind die Soldaten der Syrischen Befreiungsarmee nur mit einer Lupe zu finden. Alle anderen, abgesehen vom IS, haben sich in der Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, einem Ableger der Al Kaida in Syrien”.

“Wir werden selbst darüber entscheiden, wann Assad gehen muss und nicht der IS oder der Westen“, sagte Erzbischof Hindo im Gespräch mit der Fides-Nachrichtenagentur. Er fügte hinzu: „Eines ist gewiss: wenn Assad jetzt geht, dann endet Syrien wie Libyen”.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Unionsfraktion will dem IS-Massenmord in Syrien per UNO wirksam Einhalt gebieten

USA signalisieren Gesprächsbereitschaft mit Russland 

Die USA haben signalisiert, dass sie zu Gesprächen mit Russland über den Syrien-Konflikt auf militärtaktischer Ebene bereit sind. Hierzu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:  159481-3x2-teaser296

“Wir begrüßen, dass es erste Gespräche zwischen der amerikanischen und der russischen Regierung geben soll, um sich gegenseitig über das Vorgehen in dem Bürgerkriegsland Syrien zu informieren und so möglichen Zwischenfällen vorzubeugen. Von diesen Gesprächen können neue Impulse ausgehen, um auf der Ebene der Vereinten Nationen endlich zu einem gemeinsamen Vorgehen in Syrien zu kommen.

Aus unserer Sicht bietet dafür die Generalversammlung der Vereinten Nationen, die Ende September in New York beginnt,  eine gute Gelegenheit. Vor genau zehn Jahren hat die UN-Generalversammlung einstimmig das Prinzip der Schutzverantwortung (“responsibility to protect”) beschlossen. Danach hat jeder Staat die Verantwortung, seine Bevölkerung vor Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu schützen.

Ist ein Staat dazu nicht willens oder nicht in der Lage, geht die Schutzverantwortung auf die internationale Gemeinschaft über. Zehn Jahre nach diesem historischen Beschluss gilt es, die Weichen zu stellen für eine glaubhafte Umsetzung der Schutzverantwortung in Syrien.

Wir müssen eine entschiedene Reaktion der Staatengemeinschaft ermöglichen, um den Terror des sog. Islamischen Staates (IS) in der Region einzudämmen. Dazu gehört das Austrocknen der Finanzströme an den IS, dazu gehört das Abschneiden seiner Nachschubwege und dazu gehört die Ausweitung unserer Ausrüstungs- und Ausbildungshilfe für regionale Gruppen, die sich dem Terrornetzwerk tapfer entgegenstellen.”


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