Muslim aus Marokko bekehrt sich und gründet eine christliche Hausgemeinde

In Marokko sind Christen oft gezwungen, im Untergrund zu leben und niemandem von ihrem Glauben zu erzählen. Auch Mustafa hielt sich lange versteckt. Bis er Kontakt zu Christen fand und eine Hausgemeinde gründete. Jetzt lebt er seinen Glauben öffentlich. 

Als Mustafa geboren wird, ist sein Weg bereits vorgezeichnet: Da seine Vorfahren alle Imame waren, soll Mustafa natürlich auch einer werden.

Seine Familie ist in der Stadt bekannt und respektiert. Sein Vater nimmt ihn bereits im Alter von fünf Jahren mit in die Moschee, damit er dort den Koran studieren kann.

Nach der Grundschule wird er in ein angesehenes islamisches Zentrum geschickt, an dem bereits bekannte muslimische Persönlichkeiten studiert haben.

Jetzt kann Mustafa den Islam tiefgründig erforschen – und er entdeckt Details, die ihm nicht gefallen:

«Ich war auf der Suche nach Gott und tat alles, was der Islam fordert – fünfmal pro Tag beten, im Ramadan fasten etc. – aber ich hatte nicht das Gefühl, dass Gott mein Herz erfüllte. Ich brauchte etwas anderes. Je mehr ich studierte, desto mehr Widersprüche entdeckte ich, sogar Lügen, und so entschloss ich mich dazu, auch in anderen Religionen, auch im Christentum, zu suchen.»

Durch sein vieles Fragen über Christus kommt Mustafa in Kontakt zu einer christlichen Schule in Spanien, die ihm ihre Literatur zusendet. Je mehr er liest, desto klarer sieht er, dass der Islam falsch liegt:

„Eines Tages kam mir die Idee: Bete im Namen Jesu! Das machte ich und mit einem Mal wurde mein Herz von einer Frische erfüllt. In diesem Moment entschied ich mich, Christ zu werden  –  und mein Leben wurde neu und erfüllt.“

Nach sechs Jahren der Suche war Mustafa endlich angekommen. Doch was sollte er jetzt als Christ tun?

Als er seinen Angehörigen davon erzählte, schlossen sie ihn kurzum aus der Familie aus. Nun war Mustafa ganz allein – er dachte, er sei der einzige Christ im ganzen Land. Erst ein Jahr später, nachdem er den Christen der Schule in Spanien geschrieben hatte, erhielt er eine Einladung zu einer Weihnachtsfeier in einer nahe gelegenen Stadt. Kurzentschlossen fuhr er hin – und traf dort 30 weitere marokkanische Christen.

Im Jahre 2000 zieht er in eine andere Stadt und besucht eine Hausgemeinde. Die Idee gefällt ihm, und drei Jahre später, zurück in seiner Heimatstadt, will er selbst eine solche Gemeinde gründen. Befreundete Christen sind schockiert:

«Sie sagten mir, ich sei verrückt. ‹Du willst im Herzen des Islam eine Kirche gründen?› Ich begann zunächst mit Treffen bei mir zu Hause. Als die Gruppe wuchs, gingen wir samstags auf einen Berg und kamen am Sonntag zurück. Wir waren 18 Leute.»

Einfach ist es nicht. Diverse islamische Gruppen versuchen sie zu stoppen und bedrohen sie und ihre Familie.

Im vergangenen Jahr entscheiden sich Mustafa und sieben weitere christliche Leiter, ihren Glauben öffentlich zu machen. Auslöser dafür sind christenfreundliche Kommentare verschiedener Politiker und nicht zuletzt von König Mohamed VI.:

«Marokko verändert sich, es gibt grosse Fortschritte im Zusammenhang mit den Menschenrechten. König Mohamed VI sagte kürzlich, dass er König aller Marokkaner sei: Christen, Juden und Muslimen.»

Mustafa fügt hinzu: «Man sagt, dass es hier 150.000 Christen gibt, aber wir sagen, dass es auch bis zu einer Million sein könnten. Teilweise gibt es mehrere Christen in einer Familie, die das gegenseitig voneinander nicht wissen. An dem Tag, an dem sich die Gesetze ändern und uns Religionsfreiheit garantiert wird, werden alle ans Licht kommen –  und man wird merken, dass wir ganz viele sind!» 

Quelle: https://www.avc-de.org/index.php/de/aktuell/news/249-a-verfolgte/1205-marokko-der-einzige-christ


Unionsfraktion mahnt: Kirchen sollen zu Ostern an verfolgte Christen erinnern

Für gläubige Christen in aller Welt ist das Osterfest einer der höchsten kirchlichen Feiertage.

Hierzu erklären der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung, und der Vorsitzende des Stephanuskreises, Heribert Hirte:

Dr. Franz Josef Jung: „Die fürchterlichen Anschlägen auf koptische Christen in Ägypten in der heiligen Woche vor Ostern zeigen einmal mehr, wie sehr das Recht auf Religionsfreiheit weltweit bedroht ist. Anschläge auf Angehörige egal welcher Religion sind feige Taten gegen die Menschlichkeit und gegen unsere Freiheit.

Feiertage wie Ostern gehören zum Fundament christlicher Kultur. Wenn dieses verletzt wird, verletzt man alle Christen weltweit. Es wäre zu wünschen, dass die Kirchen in Deutschland ein Zeichen der Solidarität setzten und in ihren österlichen Fürbitten an bedrängte und verfolgte Christen weltweit erinnerten.

Wir fühlen in diesen Tagen mit den Kopten, den Angehörigen der Opfer und allen Menschen in Ägypten, die sich gegen religiösen Terrorismus stellen. Es ist wichtig, dass die Regierungen der betroffenen Länder begreifen, dass die Religionsfreiheit ein Schlüssel für ein friedliches Zusammenleben ist und entsprechende Signale in die Bevölkerung senden. Es ist daher richtig, gemeinsam konsequent gegen Extremisten vorzugehen. Der Papst-Besuch Ende April in Ägypten wird angesichts der Anschläge nun eine besonders vielsagende Bedeutung erhalten.“

Heribert Hirte: „Wir stehen fest an der Seite unserer Glaubensbrüder und -schwestern, die in diesen Tagen nicht ohne Angst in eine Kirche gehen können und sich nicht trauen, ihre Freude über die Auferstehung Jesu Christi auf offener Straße zu zeigen. Das geht nicht nur koptischen Christen in Ägypten so, sondern vielen, die in ihrer Heimat einer religiösen Minderheit angehören.

Zum einen stehen die staatlichen Einrichtungen in der Verantwortung, diesen Gläubigen mehr Sicherheit zu bieten. Zum anderen muss die Bevölkerung in diesen Staaten noch stärker für das Menschenrecht der Religionsfreiheit sensibilisiert werden. Das gilt vor allem für die junge Generation im Nahen Osten, die unter dem Eindruck des islamistischen Terrors steht, der zwischen Christen und Muslimen einen tiefen Graben zieht.

Wir müssen dem gezielt mit interreligiösen Bildungsprogrammen entgegenwirken. Das gilt im Übrigen auch für Deutschland: Sowohl junge Muslime, als auch Deutsche müssen akzeptieren, dass in einem freien demokratischen Land wie unserem Platz für mehrere Glaubensüberzeugungen ist.“

Gemälde: Evita Gründler


Blutiger Palmsonntag für Kopten in Ägypten

Zu Beginn der Karwoche fanden am Palmsonntag zwei Gottesdienste in den beiden nordägyptischen Städten Tanta und Alexandria ein jähes Ende. Sprengsätze rissen jüngsten Meldungen zufolge über 40 Menschen in den Tod.

Die Anschläge reihen sich ein in eine Serie tödlicher Angriffe auf Christen in dem Land am Nil. Am 20. Februar hatte der IS in einem Video alle ägyptischen Christen als „Ungläubige“ bezeichnet, die sterben müssten. „Kairo wird befreit werden“, hieß es dort unter anderem.

Im Januar und Februar wurden auf dem Nord-Sinai sieben Christen kaltblütig in ihren Wohnungen ermordet. Wegen der Zunahme der Gewalt und der Ankündigung weiterer Bluttaten auf dem Nordsinai flohen fast alle Christen aus der Stadt Al Arish.

Nach Einschätzung des christlichen Hilfswerks Open Doors sollen Anschläge wie am Palmsonntag die Christen in Angst und Schrecken versetzen und womöglich gewaltsame Gegenreaktionen provozieren. Doch trotz des großen Leids, das die ägyptischen Christen immer wieder erleben, reagieren sie nicht mit Hass und Gewalt.

Stattdessen setzten sie nach dem letzten Attentat auf eine Kairoer Kirche am 11. Dezember 2016 (29 Tote) ein besonders Zeichen: „Heute Nacht haben wir in unserer Kirche für die gebetet, die die Bombe in der Kirche versteckt haben. Wir Christen in Ägypten beten für unsere Verfolger, damit sie Christus kennen lernen.“

Quelle: Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors


Bangladesh: Gewalt gegen ein christliches Dorf

Muslimische Polizeibeamte drangen am 24. März 2017 gewaltsam in das christliches Dorf Doripara in Bangladesh ein. Nun fordern Hilfswerke unabhängige Vermittlungen im Zusammenhang mit diesem Überfall, bei dem 25 Menschen verletzt wurden.

Vier nicht-uniformierte Polizeibeamte sollen ohne Polizeiausweis in die Wohnung der Christin Mina Dores eingedrungen sein und nahmen eine Geldsumme in Beschlag. Die Nachbarn wollten der Frau zu Hilfe kommen und schlugen auf die Polizisten ein, die Verstärkung riefen, so dass wenig später 30 Beamte vor Ort waren und gewaltsam gegen die Dorfbewohner vorgingen. Dabei wurden mehrere Wohnungen verwüstet und 25 Menschen verletzt.

Bisher hatten die Bewohner nicht den Mut, Anzeige zu erstatten, während die Polizei Anklage gegen die Dorfgemeinschaft erhob. Bereits in der Vergangenheit kam es zu willkürlichen Maßnahmen gegen Christen im Distrikt Gazipuzr.

Wie “Christian Solidarity Worldwide (CSW)” berichtet, werden Christen immer wieder Opfer des sog. „land grabbings“ und gewaltsamer Übergriffe.

Quelle: Fidesdienst – Foto: HMK


Frankfurt: Stephanuspreis für mutige pakistanische Menschenrechtlerin Anthony

„Unermüdlich, selbstlos und in ständiger Gefahr für ihr eigenes Leben“ setzt sich die katholische Menschenrechtsanwältin Aneeqa Maria Anthony aus Lahore für verfolgte Christen und die Schwächsten in Pakistan ein: Dafür ist sie am vergangenen Samstag mit dem „Stephanus-Preis für verfolgte Christen“ in Frankfurt geehrt worden.

Laudatorin Michaela Koller, Vorstandsvorsitzende der Stephanus-Stiftung, überreichte in der Frankfurter Jesuitenhochschule St. Georgen den diesjährigen Preis mit der Begründung, dass die christliche Anwältin erstmals in einem Fall von Lynchmord gegen ein der Blasphemie verdächtiges Ehepaar im November 2014 erfolgreich für Gerechtigkeit gekämpft hat.

BILD: Preisträgerin Aneeqa Maria Anthony (rechts) und Laudatorin Michaela Koller bei einer Papstaudienst in Rom

Dabei habe sie sich nicht einmal durch eine Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten, das zu ihrer Ermordung aufrief, davon abschrecken lassen und weiter die Interessen der drei überlebenden Kinder des christlichen Ehepaars vertreten.

Zudem stehe die Menschenrechtsverteidigerin fest im Glauben. Dies belege ihre Antwort auf die Frage nach dem Quell ihrer Kraft, trotz aller Anfeindungen fortzufahren:

„Unsere Stärke gibt uns Gott. Er ist die einige Waffe, die wir haben. Bei schwierigen Ermittlungen wird mir oft geraten, mich zu bewaffnen. Aber Gott wird uns immer, wenn wir große Dinge zu tun bereit sind, beschützen.“

Mit einem Sonderpreis wurde außerdem  –  zusammen mit Max Klingberg und Ron Kubsch  –  Bischof Thomas Schirrmacher, stellv. Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, für die Herausgabe des doppelten Jahrbuches über Religionsfreiheit sowie Diskriminierung und Verfolgung von Christen ausgezeichnet.

An der festlichen Übergabe beteiligte sich auch der Stifter und neue Ehrenvorsitzende des Vorstands, Wolfgang Link, der seit mehr als vier Jahrzehnten menschenrechtsaktiv ist.

Im September übergab er sein Amt als Vorsitzender an die Frankfurter Journalistin und Menschenrechtsexpertin Michaela Koller und am 25. März ernannte der Vorstand den Frankfurter Philosophen und Menschenrechtler Emmanuel Ogbunwezeh, geboren in Nigeria, zum neuen stellv. Vorsitzenden.

„Das Recht kann wie die Musik Menschen zusammenführen und versöhnen. Zu seiner Durchsetzung bedarf es jedoch furchtloser Menschenrechtsverteidiger wie Aneeqa Maria Anthony“, sagte Michaela Koller in ihrer Laudatio.

Die musikalische Umrahmung der Feierstunde gestaltete die Hamburger Komponistin Gloria Bruni, die mit ihren eingespielten Werken und ihrer Sopranstimme das Publikum, insbesondere die Preisträgerin Anthony fesselte.

Quelle: https://de.zenit.org/articles/stephanuspreis-an-pakistanische-menschenrechtlerin/


Almería: Vatikan hat 115 Märtyrer des Spanischen Bürgerkriegs seliggesprochen

Ein Vatikan-Kardinal hat am Samstag 115 Opfer des Spanischen Bürgerkriegs ins Buch der Seligen eingetragen. Dazu war Angelo Amato, Präfekt der Heiligsprechungs-Kongregation, nach Almería gereist.

Die neuen Seligen sind Priester und Laien, Männer und Frauen – was sie verbindet, ist die Tatsache, dass sie 1936 um ihres Glaubens willen gefoltert und ermordet wurden, wobei sie –  Zeugenaussagen zufolge – ihren Mördern vergeben haben.

„In diesen Jahren hat sich in Spanien der Hass gegen die Kirche, ihre Diener und ihre Gläubigen, entfesselt“, sagt Kardinal Amato in einem Interview:
„Eine große Verfolgung, die Tausende von Menschen das Leben kostete, nur weil sie Katholiken waren. Alle Bistümer Spaniens haben damals ihren Blutzoll entrichtet.
Jetzt hat Papst Franziskus die Seligsprechung von 115 Märtyrern aus dem Bistum Almería verfügt. Wir erinnern an sie, um dieses Erbe des Gehorsams zu Gott nicht unbeachtet links liegen zu lassen. Wir erinnern an sie auch, um zu betonen, dass das Christentum die Religion des Lebens ist und jeder Art von Gewalt eine Absage erteilt.“
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In Spanien heute an den Bürgerkrieg zu erinnern, ist immer noch heikel. Nach dem Tod des Diktators Franco im November 1975 hat es keine wirkliche Aufarbeitung der blutigen dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts gegeben. Bis heute ist das Thema nahezu tabu; werden Massengräber von Hingerichteten des Bürgerkriegs freigelegt, kochen die Emotionen hoch.
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Wer sind die neuen Seligen? – Zu ihnen gehört zB. Don José de la Torre, Dekan der Kathedrale von Almería:
„Die Zeugen sagen, dass er eine Ausnahme-Persönlichkeit war. Er wurde 1936 festgenommen und zunächst auf einem Schiff festgehalten, auf dem Eisen transportiert wurde. Seine Kleider und die der anderen Verhafteten waren schwarz wie Kohle, es war Sommer, es war unerträglich heiß auf dem Schiff. Trotzdem hat Don José bei seinen Mitgefangenen für ein Klima der inneren Sammlung und des Gebets gesorgt. Er wurde wiederholt grausam gefoltert und aufgefordert, seinem Glauben abzuschwören, dem hat er sich bis zum Schluß wiedersetzt. Da haben sie ihn erschossen, während er seinen Henkern vergab.“
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Unter den neuen Seligen sind auch viele Laien, fährt Kardinal Amato fort:
„Da kann ich z.B. Luis de Montoya nennen: 34 Jahre alt, Mitglied der Katholischen Aktion, Rechtsanwalt. Ein frommer Mann, der immer versuchte, den Bedürftigen zu helfen, die sich an ihn wandten. Er ging jeden Tag zur heiligen Messe, besuchte Kranke, hielt Vorträge über das Thema Familie und Erziehung, über den Schutz der Ungeborenen. 
Dieser Mann hat sich freiwillig den Milizen gestellt, damit seine Familie ungeschoren davonkommen konnte. Der einzige Grund, warum er in Haft kam, bestand in seinem Katholischsein. Seine letzten Worte waren die, die er vor der Erschießung seiner Frau vom Schiff aus zurief: „Ich vergebe allen, die mich beleidigt haben, und allen, die mir Böses tun.“ –  Man fand seine Leiche im Meer schaukelnd, nahe am Strand.“

BILD: Gedenktafel an lokale Märtyrer, die von Kommunisten ermordet wurden, in der Kathedrale von Granada (Foto: Bernd Ulrich)

Auch Frauen sind unter den Seliggesprochenen  –  etwa die 49-jährige Carmen Godoy Calvache. Eine Frau, die ihr Geld oft daransetzte, dass arme Leute ihre Kinder zum Arzt schicken konnten:

„Als die Verfolgung losging, verlor sie ihr ganzes Geld: Die Milizen räumten sogar ihre Bankkonten leer und besetzten ihr Haus. Sie wurde verhaftet und misshandelt; die Milizen machten sich einen Spaß daraus, sie hungern und dürsten zu lassen. Man hat sie mit Messerstichen verletzt und beinahe im Meer ertränkt. An Silvester 1936 wurde sie an ihrer Brust verstümmelt und dann lebendig begraben. In der Hafenkneipe besoffen sich derweil ihre Peiniger und rühmten sich all der Folterungen, die sie dem armen Opfer zugefügt hatten.“

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2017/03/26/spanien_115_opfer_des_b%C3%BCrgerkriegs_selig_gesprochen/1301328

HINWEIS: Im Spanischen Bürgerkrieg gab es Gewalttaten und Terror auf beiden Seiten (Sozialisten/Kommunisten auf der einen, Franco-Putschisten auf der anderen). Was diese seliggesprochenen Märtyrer betrifft, so meldet die österreichische Nachrichtenagentur „Kathpress“, daß die meisten von ihnen 1936 von Anhängern der Linksregierung ermordet wurden: https://www.kathpress.at/goto/meldung/1486231/papst-wuerdigt-115-maertyrer-des-spanischen-buergerkriegs


Nigeria: Erneuter Bomben-Terror durch Boko Haram – Mädchen für Anschläge mißbraucht

Vier Mädchen im Teenageralter haben am vergangenen Mittwochmorgen bei Selbstmordanschlägen im nordöstlichen Bundesstaat Borno sich selbst und zwei Passanten in den Tod gerissen.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ereigneten sich die Explosionen in Usmannati und Alkunmi, in den Außenbezirken der Stadt Maiduguri, gegen 1.15 Uhr am frühen Morgen.

Nach Angaben der Nigerian Civilian Joint Task Force wurde ein weiterer versuchter Selbstmordanschlag im Dorf Alkali, im Bezirk Muna nahe Maiduguri, vereitelt. Bei dieser Explosion sollen dennoch 16 Menschen verletzt worden sein. Unklar ist noch, ob es sich bei den Opfern um Christen oder Muslime handelt. Bis jetzt hat sich weder Boko Haram zu den Anschlägen bekannt, noch liegt eine offizielle Stellungnahme der nigerianischen Regierung vor.

Die Islamistenmiliz Boko Haram hat schon früher Mädchen dazu missbraucht, Waffen und Sprengstoff für ihre zu befördern. Über 200 Mädchen sind in solchen Einsätzen bisher ums Leben gekommen.

Boko Haram führt seit 2009 einen Terrorfeldzug gegen den nigerianischen Staat, bei dem Schätzungen zufolge bereits bis zu 50.000 Menschen ums Leben gekommen sind.  Die Terrogruppe habe laut IGFM geschworen, im Norden Nigerias eine christenfreie Zone schaffen.

Die Angriffe auf christliche Kirchen, Schulen, Regierungseinrichtungen, aber auch Moscheen moderater Muslime seien alle darauf ausgerichtet, die Nation Nigeria in die Knie zu zwingen und so den Weg für den Traum vom Kalifat zu ebnen. Dazu sei ihnen jedes Mittel recht, auch gefangene minderjährige Mädchen als Selbstmordattentäterinnen einzusetzen.

Trotz aller Fortschritte im Kampf gegen den Terror ist es bis heute nicht gelungen, die Mehrzahl der über 200 Mädchen zu finden, die Boko Haram im April 2014 aus ihrer Schule in Chibok entführte. Am Dienstag gab das nigerianische Militär jedoch bekannt, in Kala-Balge im Osten des Bundesstaates Borno 455 andere Geiseln befreit zu haben.

Weitere Infos: www.igfm.de/nigeria