24. April: Gedenktag der Armenier an den türkischen Massenmord im Jahr 1915

Christliche Armenier begehen den 24. April als Gedenktag an die Geschehnisse des Jahres 1915, als vor genau 100 Jahren mit der Ermordung von 1 bis 1,5 Millionen armenischen Christen begonnen wurde.

Bis 1918 fielen darüber hinaus ca. 750.000 Assyrer und 500.000 Griechen den “Säuberungen” zum Opfer. Neben der politischen Dimension, die aktuell zu Diskussionen führt, war der damalige Genozid auch ein trauriger Höhepunkt gezielter Christverfolgung.

Quelle: Open Doors


Türkei: Christen beginnen Hungerstreik zur Erinnerung an den Genozid vor 100 Jahren

Syrische, assyrische und chaldäische Christen haben in Midyat in der türkischen Provinz Mardin einen Hungerstreik begonnen, mit dem sie auf den 100. Jahrestag der Massaker aufmerksam machen wollen, bei denen 1915 in Anatolien neben den armenischen auch die syrischen, assyrischen und chaldäischen Gemeinden dezimiert wurden. 027_24

Auf diese Weise fordern die christlichen Ostkirchen die Anerkennung der Ermordung von ca. 1 Million Gläubigen. Der Hungerstreik soll stellvertretend für die seit den tragischen Ereignissen vergangenen Jahre entsprechend 100 Stunden dauern und Ende April enden.

Unterdessen würdigte der armenische Patriarchalvikar von Konstantinopel, Aram Ateshian, ein Beileidschreiben aus dem Amt des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu an die Nachkommen der Armenier, die „bei den Deportationen im Jahr 1915 starben”. Der Patriarchalvikar bezeichnete das Schreiben als „Olivenzweig“, den die türkische Regierung den Armeniern anbietet. 

Quelle: Fidesdienst


Pakistan: Islamisierung nimmt zu – Menschenrechte nehmen ab – Intoleranz wächst

Über 1200 Terroranschläge im Jahr 2014

Wie aus dem Bericht des Menschenrechtsverbands “Human Rights Commission of Pakistan” (HRCP) hervorgeht, spitzt sich die Situation für die christliche Minderheit in Pakistan zu. foto-dcubillas-www_freimages_com_

Der Bericht dokumentiert, dass im Jahr 2014 bei 1206 Terroranschlägen insgesamt 1723 Pakistaner getötet und 3143 verletzt wurden. In 26 Fällen handelte es sich um Selbstmordattentate.

Im Zusammenhang mit der Meinungsfreiheit unterstreicht der Bericht, dass “Pakistan das gefährlichste Land der Welt” sei, was die Pressefreiheit anbelangt: 14 Journalisten und Medienschaffende wurden 2014 ermordet.

Zur Lage der religiösen Minderheiten betont der Bericht: “Religiöser Extremismus nahm 2014 weiter zu: 11 hinduistische Tempel und christliche Kirchen wurden in der Provinz Sindh im Süden des Landes beschädigt“.

Im vergangenen Jahr wurden 144 Episoden  islamistischer Gewalt dokumentiert.

Auch die sogenannte “Blasphemie” (Islamkritik) bleibt in dem Land, in dem 97% der 180 Millionen Einwohner sich zum Islam bekennen, ein Dauerbrenner: “In der Vergangenheit gab es noch nie so viele Morde wegen Blasphemie wie heute”, heißt es in dem Bericht: “Die religiöse Intoleranz hat in dem südasiatischen Land in den vergangenen zehn Jahren zugenommen”.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Nordkorea: Kommunistische Diktatur verfolgt Christen und Andersdenkende

Unionsfraktion empfing Flüchtlinge aus Nordkorea

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, und der Vorsitzende des Stephanuskreises der Unionsfraktion, Heribert Hirte, haben am gestrigen Montag eine Gruppe junger Nordkoreaner empfangen, denen die Flucht nach Südkorea gelungen ist. Nach dem Gespräch erklärte Volker Kauder:  NordKorea-Flagge-100_01

“Was unsere nordkoreanischen Gäste über das Leben in ihrem Heimatland erzählt haben, hat mich sehr bewegt. Vor allem die Schilderungen der Hungersnot waren eindrücklich. Der Hunger hat diese Menschen letztlich dazu bewegt zu fliehen – wiederum unter sehr großen Gefahren.

Aber auch diejenigen, die in ihrem Land bleiben, die aber möglicherweise nicht so funktionieren, wie die Führung sich das vorstellt, landen in Lagern, die an Grausamkeit nicht zu überbieten sind.Christen-Verfolgung-Folteropfer-100_02

Mir war auch wichtig zu erfahren, ob religiöses Leben in Nordkorea überhaupt möglich ist. Das System unterhält in der Hauptstadt zwei kleine christliche Gemeinden als Vorzeigeprojekte, zu denen Besucher aus dem Ausland geführt werden, wenn sie sich nach Religionsfreiheit erkundigen. 

Dies hält mich davon ab, nach Nordkorea zu fahren und mich vor Ort um Christen zu kümmern. Denn dort würde mir etwas vorgeführt, was nicht der Wirklichkeit entspricht. Christen, die tatsächlich im Untergrund ihren Glauben leben, bekäme ich dort ohnehin nicht zu sehen.”

Hintergrund:
Nordkorea steht seit 13 Jahren auf dem Weltverfolgungsindex der christlichen Hilfsorganisation Open Doors an erster Stelle. Laut Open Doors gibt es in Nordkorea rund 300.000 Christen, die in Untergrundgemeinden leben und heimlich Gottesdienste abhalten. Die Gruppe kam auf Einladung der Deutschen Evangelischen Allianz nach Deutschland. Damit soll auf die Lebensbedingungen und das Schicksal der verfolgten Christen in Nordkorea aufmerksam gemacht werden.

Fotos: IGFM


Bundesregierung und Bundestag gedenken der Massaker an Armeniern

Seit Tagen wird über den Antrag zur Erinnerung und zum Gedenken an die Vertreibungen und Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren diskutiert. Dazu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

“Die Spitzen der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion werden ihren Abgeordneten am morgigen Dienstag den zwischen ihnen abgestimmten Text des Antrages zur Erinnerung an die Vertreibungen und Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren vorschlagen. 159481-3x2-teaser296

Es ist erfreulich, dass es nun zu einer Verständigung gekommen ist, die die verschiedenen Standpunkte innerhalb der Fraktionen weitestgehend umfasst.

In dem Antrag wollen wir darauf hinweisen, dass im Auftrag des damaligen jungtürkischen Regimes am 24. April 1915 im osmanischen Konstantinopel die planmäßige Vertreibung und Vernichtung von über einer Million ethnischer Armenier begann.

Ihr Schicksal steht beispielhaft für die Geschichte der Massenvernichtungen, der ethnischen Säuberungen, der Vertreibungen und der Völkermorde, von denen das 20. Jahrhundert auf so schreckliche Weise gezeichnet ist.

Deutschland hat nicht zuletzt aufgrund der unrühmlichen Rolle des Deutschen Reiches im Zusammenhang mit der Vertreibung und Ermordung von Armeniern eine besondere Verantwortung.

Daher setzen wir uns dafür ein, dass die Bundesregierung sich weiterhin politisch engagiert, damit der stagnierende Prozess der historischen Aufarbeitung zwischen der Türkei und Armenien wieder in Gang kommt und eine Annäherung, Versöhnung und Verzeihen zwischen beiden Völkern erreicht werden kann.

Dies liegt nicht nur im deutschen und europäischen Interesse, sondern vor allem im Interesse der Menschen beider Länder.

Deswegen wollen wir auch in unserer Arbeit als Parlamentsabgeordnete dazu beitragen, dass die seit 2005 unternommenen Versuche der Annäherung von türkischer und armenischer Seite wieder aufgenommen werden.”


INDIEN: Extreme Hinduistin fordert Zwangs-Sterilisierung von Christen und Muslimen

“Die muslimische und christliche Bevölkerung wächst von Tag zu Tag. Um dagegen vorzugehen sollte die Regierung Muslime und Christen zur Sterilisierung zwingen, damit ihre Zahl nicht weiter steigt”, erklärt Frau Deva Sadhvi Thakur, stellv. Vorsitzende der “All India Hindu Mahasabha”.  –  Sie fügt hinzu: “Gleichzeitig sollten Hindus mehr Kinder haben, damit die hinduistische Bevölkerung wächst“.   7e5988847c

Gegen diese Äußerungen protestieren religiöse Minderheiten in Indien. Der “Global Council of Christians” (Gcic) verurteilt die Äußerungen und fordert die Verurteilung von  Deva Thakur wegen Volksverhetzung und Fremdenfeindlichkeit.

“Diese Erklärungen beleidigen Indien und die Religionsfreiheit in unserem Land”, heißt es in einer Stellungnahme der Organisation:

“Angriffe gegen Minderheiten sind verfassungswidrig. Wir fordern Premierminister Narendra Modi zum Eingreifen auf, damit die Sicherheit aller Bürger und Gemeinschaften, aus denen sich die indische Gesellschaft zusammensetzt, garantiert wird”.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Nigeria: 800.000 Kinder auf der Flucht vor dem islamistischen Terror

In Nigeria sind rund 800.000 Kinder vor dem Terror der radikal-islamischen Miliz Boko Haram auf der Flucht. Das geht aus einem am 13. April veröffentlichten Bericht des Kinderhilfswerks UNICEF hervor.  305fe9127f

Demnach hat sich die Zahl der Flüchtlinge innerhalb des vergangenen Jahres fast verdoppelt: Rund 1,2 Millionen Menschen versuchten, Boko Haram in die Nachbarländer Tschad, Niger und Kamerun zu entkommen; weit mehr als die Hälfte von ihnen seien Kinder.

Viele sind dem Bericht zufolge auf sich allein gestellt, da ihre Eltern entweder tot sind oder sie auf der Flucht von ihnen getrennt wurden. Wie es weiter heißt, fallen sie vielfach brutalen Übergriffen zum Opfer: „Mädchen und Jungen werden getötet, entführt, zwangsverheiratet, als Kämpfer rekrutiert oder in extremen Fällen dazu gezwungen, sich als Selbstmordattentäter in die Luft zu sprengen.“

Zwischen 2012 und 2014 seien bei Angriffen auf Schulen im Nordosten Nigerias mindestens 196 Lehrer und 314 Schüler ermordet worden; mehr als 300 Schulen wurden zerstört oder schwer beschädigt.

Quelle: http://www.idea.de


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