Redemptoristen: 150 Jahre Verehrung der Ikone von der Immerwährenden Hilfe

Gestern feierte der Redemptoristenorden das 150-jährige Jubiläum der Verehrung der „Mutter von der immerwährenden Hilfe”, wobei Papst Pius IX. den Redemptoristen 1866 die bekannte Ikone anvertraute. csm_Immerwaehrende_Hilfe_8d4378bbd2

Es handelt sich um ein Bild, das vermutlich im ausgehenden 14. Jahrhundert auf der Insel Kreta entstand und später nach Rom gelangte. Heute finden sich Kopien dieser Ikone in aller Welt.

Der Generalobere der Redemptoristen, Pater Michael Brehl, betont in einem Schreiben zum Jubiläum:

„Seit 150 Jahren begleitet die liebe Frau von der immerwährenden Hilfe unsere Mission und unseren Dienst und führt viele Menschen zu einer persönlichen und tiefen Beziehung zum Erlöser und zum Gottesvolk…

Die Gottesmutter hat unsere Missionare auf allen Kontinenten bei der Verkündigung des Evangeliums auf immer wieder neue Art und Weise begleitet.“

Den Festgottesdienst in der römischen Kirche Sant’Alfonso, wo das Original der Marien-Ikone aufbewahrt wird, zelebrierte Kardinal Vincent G. Nichols.

Quelle: Fidesdienst

Weitere Infos über dieses weltbekannte Marienbild hier: http://start.redemptoristen.com/index.php?id=355


Paraguay: Wallfahrt zur Madonna von Caacupé: Gebet für entführte Polizisten

Am 1. Dezember 2015 zelebrierte der Militärbischof Adalberto Martinez Flores in der Basilika des Wallfahrtsortes den Gottesdienst zur Madonna von Caacupé im Beisein von hunderten Gläubigen. Advocata

In der hl. Messe, an der auch hohe Militärs und Polizeibeamte teilnahmen, betete der Bischof für die Freilassung des Unteroffiziers der Polizei, Edelio Morínigo (der sich seit 516 Tagen in den Händen der Entführer befindet) und für Abraham Fehr (117 Tage in der Hände der Entführer), die von der sog. “Paraguayischen Volksarmee“ (EPP) verschleppt wurden. 

Jedes Jahr besuchen tausende Pilger den rund 55 km von Asuncion entfernten Wallfahrtsort Caacupé, um Maria als Schutzpatronin des Landes zu feiern und an einer Gebetsnovene teilzunehmen, die mit einer Wallfahrt und dem feierlichen Gottesdienst am 8. Dezember zu Ende geht.

Die Verehrung der Madonna von Caacupé geht auf das Jahr 1600 n. Chr. zurück, als ein Indio aus dem Volk der Guaranì die Holzfigur der Gottesmutter schnitzte.

Quelle: Fidesdienst

Foto: Paul Badde


Telgte (Münsterland): 28. Kutschenwallfahrt an Christi Himmelfahrt (14. Mai 2015)

Westfälische Madonna mit bewährtem Brauchtum

Die Kirchengemeinde St. Marien, der Reit- und Fahrverein „Gustav Rau“ und die Stadt Telgte laden seit über zwei Jahrzehnten zur Telgter Kutschenwallfahrt ein. Diesmal findet das Fest am Donnerstag, den 14. Mai statt, also an Christi Himmelfahrt.
Kutschenwallfahrt
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Das idyllische Städtchen Telgte ist der bekannteste Wallfahrtsort im Münsterland; dort wird seit Jahrhunderten in der kleinen Gnadenkapelle die Pieta (Schmerzensmutter) verehrt, die ihren toten Sohn auf dem Schoß trägt.

Die Kutschenwallfahrt wurde erstmalig zum 750-jährigen Stadtjubiläum im Jahre 1988 ins Leben gerufen und findet seither immer mehr Anklang. Aus dem Münsterland, Emsland und dem Sauerland reisen die rund 120 Pferdegespanne an.

Bereits am frühen Vormittag treffen die ersten Kutschen auf der Planwiese in Telgte ein. Ob Friesen, Isländer, Fjordpferde, Haflinger oder Mini-Pferde: Jeder Pferdenarr wird seine Freude an diesem Bild haben.

Besonders die prächtig geschmückten Landauer, Wagonetten, Gigs, Federwagen und Münsterländer Jagdwagen versetzen jedes Jahr tausende Schaulustige ins Staunen. Um 11:30 Uhr beginnt der Tag mit einer Wallfahrtsmesse unter freiem Himmel auf der Planwiese.
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Nach einer Mittagspause und einer kurzen Andacht werden die Kutschen einzeln vorgestellt. Die drei schönsten Kutschen werden von einer Fachjury prämiert. Gegen 15 Uhr schlängelt sich der Kutschenkorso dann durch die historische Altstadt. Der Anblick der Kutschen und das Klappern der Hufe sind ein besonderes Ereignis, das einmalig in der Region Münsterland ist.
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Quelle: http://www.telgte.de/tourismus-kultur-freizeit/veranstaltungen/hoehepunkte/kutschenwallfahrt.html

Überraschung aus der Türkei: größte Marienstatue der Welt in Sicht?

Der AKP-Politiker Cemil Seboy aus der Region Izmir (Smirne) will  – sollte er bei der Wahl am kommenden 7. Juni gewählt werden  – das Ministerium für Kultur und Tourismus bei dem Vorhaben unterstützen, im Distrikt Selcuk die weltweit größte Marienstatue zu errichten. Advocata

Gegenüber der einheimischen Presse betonte der Politiker, er betrachte das Projekt als Möglichkeit der Förderung des Fremdenverkehrs in der Region, in der sich auch die Ruinen von Ephesus und das 1981 entdeckte Meriem Ana Evi, das Haus der Jungfrau Maria, befinden.

Die Idee des von dem Politiker unterstützen Projekts inspiriert sich an der Jesusstatue in Rio de Janeiro. Im Rahmen des Projekts soll auch eine Seilbahn zum Hügel gebaut werden, auf der die Marienstatue errichtet werden soll.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst / Foto: Paul Badde


Maria Vesperbild: Neuer Wallfahrts-Kalender-2015 erschienen

Wie in jedem Jahr erscheint zum Palmsonntag auch in diesem Jahr wieder der Wallfahrtskalender von Maria Vesperbild, einer beliebten Pilgerstätte im Bistum Augsburg. b83d975d96

Das kostenlose Jahrbuch zeigt auf 96 Seiten nicht nur die wichtigsten Termine, sondern bietet auch zahlreiche Hilfsangebote, vom Verzeichnis der Ablässe zur Auflistung von Schriften über die Wallfahrt bis zu Online-Infos und zu den Fahrplänen.

So wird das moderne religiöse Serviceangebot der Wallfahrt auch zu einer Dokumentation der Volksfrömmigkeit: typisch, klassisch, ganz modern und mit viel Gefühl!

Wallfahren ist eine wichtige (vielleicht sogar der wichtigste) Aspekt der Volksfrömmigkeit, wie sie auch von Papst Franziskus betont wird; sie ist für ihn „ein authentischer Ausdruck des spontanen missionarischen Handels des Gottesvolkes“ (vgl. Evangelium Gaudium 124).  Er schreibt sogar, daß die Volksfrömmigkeit auch für Kirche und Theologie lehrreich sein kann: „Die Ausdrucksformen der Volksfrömmigkeit haben vieles, das sie uns lehren können und für den, der imstande ist, sie zu deuten, sind sie ein theologischer Ort!“ (EG 126).

Der Wallfahrtskalender kann kostenlos bestellt werden: Wallfahrtsdirektion Maria Vesperbild, Schellenbacher Straße 4 in 86473 Ziemetshausen, Fax. 08284 / 8358  /  E-Mail: maria-vesperbild@bistum-augsburg.de

Oder direkt online: http://www.maria-vesperbild.de/index.php?id=212

 


Gratis-Jubiläumskalender-2014 für Wallfahrtsort „Maria Vesperbild“

Schon zum 25. Mal erschien unlängst der Wallfahrtskalender von Maria Vesperbild. Der „silberne Jubiläumskalender“ bietet auf 88 Seiten die wichtigsten Wallfahrtstermine,  Gebete und zahlreiche Bilder aus dem Alltag von Maria Vesperbild im Bistum Augsburg (bayerisches Schwaben). 

Allein vier Seiten listen die Literatur zu und aus Maria Vesperbild auf. Am 13. eines jeden Monats wird der Fatimatag besonders gefeiert. Am Fatimatag und an jedem Donnerstag wird in Maria Vesperbild der Krankensegen allgemein und auch einzeln erteilt.

Für die Zeit von April 2014 bis März 2015 werden ca. 200 einzelne Termine aufgelistet, die das ganze Spektrum traditioneller bayerisch-schwäbischer Volksfrömmigkeit lebendig werden lassen, z.B. Lichterprozessionen, schwarze Wetterkerzen, Rita-Rosen, Skapuliere und die „wundertätige“ Medaille. 

Maria Vesperbild bietet auch die Übertragung der Hauptgottesdienste auf Bildschirme, die vor der Kirche aufgestellt sind. Draußen wird auch die Hl. Kommunion ausgeteilt.

Ein Serviceteil des Kalenders bietet Anfahrtsskizze, Fahrpläne, Auflistung von Übernachtungsmöglichkeiten, gastronomische Angebote und Hinweise auf die religiöse Volkskunst, die aktuell mit der Wallfahrt Maria Vesperbild in engem Kontakt steht.

Der kostenlose Jubiläumskalender ist ein Dokument bewährter Volksfrömmigkeit.

Hier bestellen:
Wallfahrtsdirektion Maria Vesperbild, Schellenbacher Straße 4 in 86473 Ziemetshausen, Fax 08284/8358;
E-Mail: maria-vesperbild@bistum-augsburg.de
oder direkt hier: >> kostenlosen Jubiläumskalender anfordern <<

„Siegessäulen“: Prof. Stefan Samerski über die Prager Mariensäule und ihren Abriss 1918

Von Susanne Habel

Der Theologieprofessor und Kirchenhistoriker Stefan Samerski bietet derzeit in München eine mehrteilige Vortragsreihe über „Prags vergessene Denkmale“.

Sein erster Vortrag behandelte die Geschichte der Mariensäule auf dem Altstädter Ring in Prag. „Diese Prager Mariensäule war, wie viele andere im katholischen Habsburgerreich, eine Siegessäule“, stellte Samerski bei seinem Bildervortrag im Sudetendeutschen HausSamerski_HABEL_1278 gleich fest.

Er erläuterte die Geschichte der Errichtung von Mariensäulen in Mitteleuropa. Diese Art von Säulen hätten ihre Ursprung schon in den reinen Siegessäulen der Spätantike und ähnelten der Trajanssäule (eingeweiht im Jahr 113 n. Chr. ) und der Marc-Aurel-Säule (176 – 193 n. Chr.).

BILD: Professor Dr. Stefan Samerski referiert über die Prager Mariensäule 

Eine frühe Mariensäule in Rom vor der Kirche Santa Maria Maggiore (errichtet 1614) zeige dann schon die Muttergottes als „Immaculata Conceptio“: „Dies war der Urtyp der Mariensäule“, sagte der Kirchenhistoriker.

Von dort aus hätten sich die Mariensäulen über Mittel- und Zentraleuropa ausgebreitet, und dies besonders im Habsburgerreich und nach der Reformation und Rekatholisierung.

Vorbilder für Mariensäulen in Europa

Samerski nennte als Beispiele die 1638 errichtete Mariensäule in München auf dem heutigen Marienplatz  –  und deren Pendant in Wien vor dem Jesuitenkolleg, die 1646 aufgestellt wurde, beide aus Dank über die Verschonung vor den Schweden.

Die Säule in Wien sei ikonographisch ganz ähnlich gestaltet wie in Rom oder München, mit Putti oder Engeln, Weltkugel und Mond sowie zwölf Sternen als Strahlenkranz um das Haupt der Maria, wie man dies man aus der Apokalypse kenne.

Ebenfalls aus Dank für die Rettung Prags vor schwedischen Truppen sei auch in Prag 1650 auf dem Altstädter Ring eine Mariensäule aufgestellt worden: Die barocke, 16 Meter hohe Sandsteinskulptur vor der Teynkirche wurde von dem Bildhauer Johann Georg Bendl gestaltet.

Die Schweden hätten noch kurz vor dem westfälischen Frieden 1648 das andere Moldau-Ufer, also Hradschin und Kleinseite, besetzt gehalten, bevor sie auf der Karlsbrücke, hauptsächlich von Jesuitenschülern aus dem Klementinum, in die Flucht geschlagen werden konnt

Die Prager Säule sei damals ganz genau dort aufgestellt worden, wo 1621 die Anführer des protestantischen Ständeaufstands in Böhmen hingerichtet wurden, um ein Zeichen für die erfolgreiche Restauration der Habsburgermacht zu setzen: „Ein Tribut gegen Habsburg und die Macht der katholischen Kirche: Somit waren dies alles in gewisser Weise ,Siegessäulen‘“, so Prof. Samerski. Samerski_HABEL_1278 - Kopie

Diese Mariensäulen breiteten sich, auch anlässlich der militärischen Siege im Kampf gegen die Osmanen im Habsburgerreich immer weiter aus; so gebe es in Böhmen auch eine Mariensäule auf dem Heiligen Berg bei Pribram in Mittelböhmen, zu der Katholiken von überall reisten, um an der Säule zu beten.

Während der Zeit der tschechischen nationalen ,Wiedergeburt‘ sei die Mariensäule auf dem Altstädter Ring in Prag immer mehr als Symbol der Unterdrückung der tschechischen Nation durch das Habsburgerreich angesehen worden, so Samerski:

„Nach Ende des Ersten Weltkriegs und nur fünf Tage nach der offiziellen Gründung der Tschechoslowakei, am 3. November 1918, wurde die Säule niedergerissen, angeblich als spontane Aktion des Volkes.“

Mit Fotos bewies Samerski, dass dies von langer Hand geplant war und gezielt angezettelt wurde: „Provokateure hetzten die Massen dazu auf, und auch die Feuerwehr stand bereit, um den Abriss zu unterstützen.“

Gewaltsamer Sturz im November 1918

Der Kopf der Marienstatue auf der Spitze der Säule wurde danach im Prager Nationalmuseum untergebracht, Teile des Sockels in der Teyn-Kirche; später wurde auch eine Gedenkplakette am früheren Standort angebracht.

Nach der Samtenen Revolution habe es mehrere Projekte gegeben, eine Nachbildung der barocken Kolumne auf ihrem Platz auf dem Altstädter Ring zu errichten: „2012 gab es die letzte große Aktion“, so Samerski, man habe aber keine Erlaubnis der Stadtregierung erhalten, die schon fertiggestellte Rekonstruktion der Säule aufzustellen.

„Das weitere Schicksal der Säule ist offen, was sicher an ihrer ursprünglich hochsymbolischen Bedeutung liegt: Symbol des Glaubens und seines Siegs“, schloss Samerski seinen inhaltsreichen und spannenden Vortrag.

Weitere Vorträge Prof. Samerskis über den „Weißen Berg“ (23. Juni), „Das Loreto-Heiligtum auf dem Hradschin“ (15.September) und „Das Grab der Hl. Agnes“ (10. November) im Sudetendeutschen Haus in der Münchener Au folgen.

Veranstalter sind die Ackermann-Gemeinde in der Erzdiözese München und Freising, die Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Zuzana Finger, und die Bezirksgruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Oberbayern.

Die Autorin ist Journalistin und Redakteurin in München.

Fotos: Susanne Habel


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