Erinnerungen an den „Löwen von Fulda“

Von Hans-Joachim Stoehr

33 Autoren schreiben in einem Gedenkband über Erzbischof Johannes Dyba

„Der Löwe von Fulda“ lautet der Titel eines Gedenkbands über Erzbischof Johannes Dyba. Zu den Autoren gehören Bischof Heinz Josef Algermissen, Erzbischof Ludwig Schick und Dybas Neffe Professor Cornelius Roth.  Fürs CF verwenden

In mehreren Beiträgen des Bandes wird Erzbischof Johannes Dybas Wirken mit dem apostolischen Eifer des heiligen Bonifatius verglichen. Andere erinnert die Person Dybas an den heiligen Thomas Morus, den Lordkanzler von England, der für sein Ja zur Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe sowie für seine Liebe zur Einheit der Kirche den Märtyrertod starb.

Eine der Autorinnen ist die kürzlich gestorbene Johanna Gräfin von Westphalen. Sie war die Großnichte von Kardinal Clemens August Graf von Galen. Der „Löwe von Münster“ setzte sich in der NS-Diktatur für vom Massenmord bedrohte Behinderte ein.

Als „eichenfällenden Mut des heiligen Bonifatius“ bezeichnet Gräfin von Westphalen in dem Buch Dybas Entscheidung im Jahr 1993, als Bistum aus dem staatlichen System der Schwangerschaftskonfliktberatung auszusteigen – als erster und einziger Bischof in Deutschland. Dybas Ziel, so von Westfalen: die Kirche „aus unchristlichen Zwangsjacken zu befreien.“

„Wenn ich an meinen Vorgänger als Bischof von Fulda, den vor nunmehr 15 Jahren plötzlich verstorbenen Erzbischof Johannes Dyba zurückdenke, bin ich noch immer voll Bewunderung für seinen Einsatz für den Lebensschutz.“ 

Mit diesen Worten würdigt Bischof Heinz Josef Algermissen seinen Vorgänger. Dyba habe für die Würde des menschlichen Lebens immer wieder – ob gelegen oder ungelegen – eindrucksvoll seine Stimme erhoben und sich besonders zum Anwalt der ungeborenen Kinder gemacht, die zu den Schwächsten in unserer Gesellschaft zählen.791000 Dyba

Erzbischof Ludwig Schick, ein weiterer Autor, wurde von Dyba zum Bischof geweiht und war dessen Generalvikar. Er erinnert an Dybas Überzeugung: „Des Teufels liebstes Möbelstück ist die lange Bank.“ – Schick: „Wenn er etwas für richtig hielt, wollte er es sofort realisiert haben.“

Nicht nur beim Lebensschutz sah er Gefahren für die Gesellschaft – auch bei anderen Entwicklungen. Dann pflegte Dyba im Scherz zu sagen: „Heute stehen wir am Abgrund, morgen sind wir ein Stück weiter.“

Professor Cornelius Roth von der Theologischen Fakultät Fulda ist der Neffe Dybas. Er erinnert an den Humor des Erzbischofs. Etwa wenn er Alice Schwarzer bei einer Talkshow fragte, ob sie bei einer möglichen Liaison zwischen ihm und ihr lieber „Dyba-Schwarzer“ oder „Schwarzer-Dyba“ heißen wolle. Roth: „Immer war er ein humorvoller und geistreicher Unterhalter mit einem Hang zur Situationskomik.“

Dabei behielt er aber immer eine geistliche Tiefe. „ Ich habe bisher noch keinen Menschen kennen gelernt, der so tief und unerschütterlich glauben konnte, der so fest davon überzeugt war, dass Gott da ist und er uns liebt, und der deshalb auch so klar und mutig den Glauben verkünden konnte“, so Roth.

Erzbischof Dyba hatte fünf Sekretäre. Einer von ihnen war Dr. Dagobert Vonderau, seit 2012 Pfarrer in Neuhof. Er erinnert daran, wie ihm Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen am Herzen lagen. „Gern entsprach Erzbischof Dyba Anfragen von Erstkommunion- und Firmgruppen und anderen Jugendgruppen, die dann den großen Festsaal des Bischofshauses bevölkerten. Damit diese es sich auch richtig bequem machen konnten, wurden eigens Sitzwürfel angeschafft. Die jungen Leute konnten freimütig Fragen stellen, die der Bischof bereitwillig beantwortete.“

Buch-Daten: Felizitas Küble (Hg.): Der Löwe von Fulda: Ökumenische Würdigung eines guten Hirten. Komm-Mit-Verlag Münster. 208 Seiten, 14,80 Euro

Diese Besprechung erschien kürzlich in der Ausgabe Nr. 8/2016 der Kirchenzeitung „Bonifatiusboten“ aus dem Bistum Fulda


33 Autoren beleuchten Dybas herausragende Bedeutung für Kirche und Welt

Von Dr. Eduard Werner

Die Verlegerin Felizitas Kueble präsentiert hier den Erinnerungsband „Der Löwe von Fulda“ für Erzbischof Dr. Johannes Dyba mit Beiträgen von 33 Autoren aus Kirche, Kultur und Publizistik.

Darunter befinden sich auch mehrere evangelische Theologen und PublizisteFürs CF verwendenn, die mit Erzbischof Dyba in Kontakt standen und seinen Glaubensmut bewunderten. Das allein zeigt schon die überkonfessionelle Bedeutung dieses Erzbischofs.

Die 33 Autoren beleuchten zwar sehr verschiedene Wirkungsweisen Dybas. Sie stimmen jedoch alle überein in der Feststellung, dass dieser Bischof für den Lebensschutz und für die Glaubwürdigkeit christlicher Verkündigung eine herausragende Bedeutung hatte, die auch über seine Lebenszeit hinauswirkt.

Wenn der „Schein“, der die straffreie Tötung von ungeborenen Kindern ermöglicht, zur Sprache kam, sagte Erzbischof Dyba regelmäßig: „Ich werde doch jetzt keine feigen Kompromisse eingehen, wenn ich weiß, dass ich in nicht allzu langer Zeit vor meinem ewigen Richter stehen werde.“

Was diesen Mann von vielen anderen Menschen unterschied, war offenbar sein Glaube an das Gericht Gottes und an das ewige Leben. Erstaunlich, wenn das bei einem Bischof von allen Beiträgern als Besonderheit empfunden wird!

Wohl deshalb bestätigt auch der evangelische Theologieprofessor Beyerhaus dem katholischen Bischof, dass ihn auch viele Protestanten als ihren Bischof ansahen. Der früher evangelische Pastor Peter Kemmether bekennt, dass er durch Erzbischof Dyba angeregt wurde, katholischer Priester zu werden.

Jeder der 33 Beiträge spornt dazu an, Erzbischof Dyba mit Bekennermut nachzueifern. Vielleicht werden sich spätere Generationen so dankbar an Bischof Dyba erinnern, wie wir uns heute an den Priester und Kirchenlied-Dichter Friedrich von Spee erinnern.

Spee hat vor Jahrhunderten so aufopferungsvoll vor der Hexenverfolgung gewarnt, wie in unserer Zeit Erzbischof Dyba vor der massenhaften Kindestötung warnte. Beide Priester kämpften einen zunächst aussichtslos erscheinenden Kampf gegen den Zeitgeist.

Hoffen wir, dass sich eines Tages auch das Anliegen Dybas  –  die Rettung der ungeborenen Kinder  –  ebenfalls durchsetzen wird. Dann werden nicht nur die 33 Autoren dankbar an Erzbischof Dyba denken. Dieses Buch ist sehr zu empfehlen.

Buch-Daten: Felizitas Küble (Hrsg.): Der Löwe von Fulda. Ökumenische Würdigung eines guten Hirten. KOMM-MIT-Verlag Münster 2015.  –  ISBN 978-3-921090-98-5. – 14,80 Euro.

Bestellungen an: Tel.0251- 616768, Mail: felizitas.kueble@web.de

Quelle: http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=6414

 


Gedenkband für Erzbischof Dyba: er stand wie ein Fels in der Brandung

Besprechung von Dr. Edith BreburdaDr. Breburda

Buch-Daten: Der Löwe von Fulda: Ökumenische Würdigung eines guten Hirten. Herausgeber: Felizitas Küble, KOMM-MIT-Verlag in Münster, 208 Seiten, Umschlag: Hardcover, vierfarbig, zahlreiche Fotos, ISBN: 978-3-921090-98-5 

Dieses neu erschienene Buch führt uns in Erinnerung, wie Bischof Dyba war  – und zeigt denjenigen, die ihn nicht kannten, einen Nachfolger der Apostel, der wie ein Fels in der Brandung stand.

Bischof Dyba spornte uns an und lehrte uns, den katholischen Glauben so zu leben wie er: Fröhlich, schlagfertig, mit einem dicken Fell gegen alle Kritiker, die, wie wir wissen, nicht gerade rar waren.

Die Autoren des Buches beschreiben einen unerschütterlichen und gleichzeitig liebenswürdigen Verteidiger der Kirche, der uns ihre ethischen und moralischen Ansprüche schmackhaft machte.Fürs CF verwenden

Wir können lesen, dass Bischof Dyba ein ganz normaler Mensch war, der wohl am liebsten in der Debatte um das Leben und die Familie mitmischte. Wir können nicht genug dankbar sein für seine Dienste und Glaubensbegeisterung.

Wie aus dem Gedenkband hervorgeht, war es ihm ein Anliegen, das Credo, welches wir durch unsere Vorfahren in unverdienter Weise erhalten haben, weiterzugeben.

So wie bei seiner letzten Bonifatius-Wallfahrt 2000, kurz vor seinem Tod, sein CREDO – CREDO – CREDO über den Domplatz von Fulda hallte, ist dieses Buch ein fortlaufendes CREDO, das uns ermuntert, unser Credo mit ihm zu sprechen.

Die Beiträge verdeutlichen, dass Bischof Dyba den Mut hatte, die Verachtung der Welt zu erleiden. Seine Weisheit wurde von vielen als Dummheit abgetan. Unbekümmert stand er immer wieder auf und rückte den Standpunkt der Kirche in einer Welt zurecht, die andere gesellschaftliche Normen anerkennt.

Es handelt sich um ein gelungenes Buch, das uns einen überzeugten, glaubensfrohen Bischof vorstellt. Der „Löwe von Fulda“ wurde von vielen gerade wegen seiner klaren Worte geliebt. So ist dieses Buch  –   geschrieben von denen, die ihn kannten  –  ein bleibendes Vermächtnis.

Ein besonderer Dank gilt daher der Herausgeberin Felizitas Küble. Durch ihr Buch wird die Erinnerung an Bischof Dybas Leben und seinen Kampf gegen die Kultur des Todes aufrecht erhalten.


Neuerscheinung würdigt Leben und Wirken von Erzbischof Johannes Dyba

Rezension des Buches „Der Löwe von Fulda“

Dank und Anerkennung dem KOMM-MIT-Verlag in Münster für diese treffliche Anthologie. Es gelang der Herausgeberin Felizitas Küble, bedeutende Persönlichkeiten aus dem Wirk- und Lebenskreis des vor 15 Jahren verstorbenen Erzbischofs als Autoren zu gewinnen.  Fürs CF verwenden

Schon das exzellente Grußwort der Gräfin Johanna von Westphalen  – seit 17 Jahren Bundes- bzw. Ehrenvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben) – erweist sich als meisterliche Würdigung dieses Kirchenmannes.

Es kann hier nicht der Ort sein, die kenntnisreichen Aspekte der zahlreichen Verfasser einzeln zu schildern. Die Wiedergabe der Erlebnisse und Eindrücke einiger Zeitgefährten, die den Tenor des Ganzen treffen, mag bereits erhellend sein. Aus der Lektüre und Rekapitulation aller Beiträge formt sich ein geistiger Kristall, dessen durch das Leben geschliffene Facetten in den zahlreichen Beiträgen immer neu aufleuchten:

Pastor Dr. Joachim Cochlovius aus der bayerischen evangelischen Landeskirche stimmt mit dem „Löwen von Fulda“ überein beim kompromißlosen Einsatz für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder.

Reinhard Dörner, Dipl.-Theologe und Germanist, betrachtet Erzbischof Dyba und Kardinal von Galen als „aus gleichem Holz geschnitzt“. Er zitiert einen aus der deutschen Bischofskonferenz kommenden Tadel an Dyba: „Johannes, seitdem Du hier bist, gibt es Streit.“

Besonders wertvoll ist der Beitrag seiner Schwester Barbara Dyba-Roth; sie kennt ja ihren Bruder Johannes von klein auf und setzt ihn gegenwärtig in seinem fröhlichen Naturell, seinem unbeugsamen Glauben, seinem steten Blick auf das Wesentliche. Von Schmerz getroffen, muss sie erfahren, dass seine Prophezeiungen sich bewahrheitet haben (z.B. zunehmende Abtreibungen und ihre Bagatellisierung, wachsende Tendenzen zur Euthanasie).

Gabriele Kuby, bedeutende Soziologin und Konvertitin, schreibt: „Erzbischof Dyba wollte das Antlitz der Kirche wieder zum Leuchten bringen…, sie vom Schmutz reinigen. Er wußte, dass er dafür eine  „kritische Masse“ von vielen kleinen Heiligen braucht, die den Weg der Umkehr tatsächlich gehen.“

Die Lektüre dieses Buches kann gerade auch in unseren Tagen einen Anstoß zur Umkehr bewirken.

Buch-Daten: Der Löwe von Fulda: Ökumenische Würdigung eines guten Hirten.  –  Herausgeber: Felizitas Küble, KOMM-MIT-Verlag in Münster, 208  Seiten, Umschlag: Hardcover, vierfarbig, zahlreiche Fotos, ISBN: 978-3-921090-98-5

Bestellungen bitte an KOMM-MIT-Verlag (48041 Münster, Postfach 7680), per Tel. 0251 – 616768, Fax 0251-614020 oder E-Mail: felizitas.kueble@web.de
Einzelpreis je 14,80 €  –   Mengenrabatte: ab 4 Expl. je 13,80 €  –   ab 10 Expl. je 11,80 €

Weitere INFOS über diesen Gedenkband hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/12/08/loewe-von-fulda-dyba-gedenkband-erinnert-an-einen-grossartigen-hirten/

Der Autor dieser Besprechung ist Gymnasiallehrer im Ruhestand und unserer Redaktion persönlich bekannt.


Erzbischof Johannes Dybas vorbildlicher Einsatz für eine „Kultur des Lebens“

Die katholische Zeitung „Die Tagespost“ veröffentlichte am 29. Dezember 2015 einen Leserbrief von Pfarrer Karl-Hans Köhle aus Siegen, in dem der Geistliche sich zum Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe in Rom äußert. Papst Franziskus hatte die angereisten Oberhirten in seiner Ansprache zur Mission und zum verstärkten Einsatz für den Lebensschutz aufgerufen. Der Autor schreibt weiter:

„Die Kirche dürfe nie müde werden, Anwältin des Lebens zu sein und keine Abstriche darin machen, dass das menschliche Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod uneingeschränkt zu schützen sei, so der Papst. Zahlreich sind seine Appelle, für die ungeborenen Kinder und für die Menschen in den letzten und kritischen PhasenFürs CF verwenden ihres Lebens einzutreten.

Das mag an den früheren, vor 15 Jahren verstorbenen Bischof von Fulda, Johannes Dyba, erinnern. Zum Jahresende ist der Leiterin des Münsteraner KOMM-MIT-Verlages, Felizitas Küble, ein großer Wurf gelungen: 

Sie konnte 33 namhafte Autoren aus Kirche, Kultur, Kunst, Theologie, Wissenschaft und Publizistik für ein neues Werk über Johannes Dyba gewinnen. In teils sehr persönlich gehaltenen Beitragen drücken sie ihre Wertschätzung gegenüber dem zu früh verstorbenen Bischof aus.

Das Buch mit dem programmatischen Titel „Der Löwe von Fulda“ hat dazu noch einen ökumenischen Charakter, denn auch Vertreter der evangelischen Kirche würdigen Johannes Dyba. Zu seinen Lebzeiten hat er Glaubende wie Nicht-Glaubende durch seine an der katholischen (Sozial-)Lehre orientierte Standfestigkeit beeindruckt, immer gepaart mit einem Schuss Humor.

Dabei war ihm der Lebensschutz von der Zeugung bis zum natürlichen Tod immer ein besonderes Anliegen, und das verbindet ihn posthum mit unserem heutigen Lebensschützer-Papst.“

Buch-Daten: Der Löwe von Fulda: Ökumenische Würdigung eines guten Hirten.  –  Herausgeber: Felizitas Küble, KOMM-MIT-Verlag in Münster, 208  Seiten, Umschlag: Hardcover, vierfarbig, zahlreiche Fotos, ISBN: 978-3-921090-98-5

Bestellungen bitte an KOMM-MIT-Verlag (48041 Münster, Postfach 7680), per Tel. 0251 – 616768, Fax 0251-614020 oder E-Mail: felizitas.kueble@web.de
Einzelpreis je 14,80 €  –   Mengenrabatte: ab 4 Expl. je 13,80 €  –   ab 10 Expl. je 11,80 €

Weitere INFOS über diesen Gedenkband hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/12/08/loewe-von-fulda-dyba-gedenkband-erinnert-an-einen-grossartigen-hirten/


Warum ich das Buch über Erzbischof Dyba ein zweites Mal lesen werde

Besprechung von Christel Koppehele

Dieser Gedenkband über den Fuldaer Bischof Johannes Dyba ist ein ausgezeichnetes Buch, das ich sofort bis weit nach Mitternacht gelesen habe. Schon damals war dieser Erzbischof, der ja auch menschlich so sympathisch war, eine tragisch singuläre Gestalt in der Kirche Deutschlands. Fürs CF verwenden
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Er fürchtete weder den Geist der Welt bzw. der Zeit, noch die wilde Arena der sog. Medien  –   aber wenn er von den Bischofskonferenzen seiner Mitbrüder im Amt kam, dann war er oft am Zittern, wie ich nachdenklich und erschrocken in diesem Erinnerungsband gelesen habe…
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Dieses Buch ist eine Hommage für Erzbischof Johannes Dyba, das gut gelungen ist mit den vielen ausgesuchten Autoren, die ich z.T. kenne; dazu die guten Fotos und Bilder.  –   Das “Licht”, das dadurch auf Erzbischof Dyba fällt, läßt uns Katholiken so manchen “Schatten” klarer erkennen, mit dem wir es heute in der Kirche zutun haben.
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In diesem “Schatten” knirschen sicher jetzt manche Leute mit den Zähnen und “ballen die Faust in der klerikalen Tasche”, handelt es sich doch um ein ausführliches Lob für einen “Fundamentalisten von gestern” – den man auch heute so nicht mehr dulden würde bei all dem “Fortschritt nach vorne” in der Kirche  – wobei ich das Bonmot sehr treffend finde: “Wenn man am Abgrund steht, ist jeder Rückschritt ein Fortschritt!”  –  Und dies ist nur eine der zitierfähigen Stellen in dem Buch, weshalb ich es ein zweites Mal lesen werde.

Buch-Daten: Der Löwe von Fulda: Ökumenische Würdigung eines guten Hirten.  –  Herausgeber: Felizitas Küble, KOMM-MIT-Verlag in Münster, 208  Seiten, Umschlag: Hardcover, vierfarbig, zahlreiche Fotos, ISBN: 978-3-921090-98-5

Bestellungen bitte an KOMM-MIT-Verlag (48041 Münster, Postfach 7680), per Tel. 0251 – 616768, Fax 0251-614020 oder E-Mail: felizitas.kueble@web.de
Einzelpreis je 14,80 €  –   Mengenrabatte: ab 4 Expl. je 13,80 €  –   ab 10 Expl. je 11,80 €

Weitere INFOS über diesen Gedenkband siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/12/08/loewe-von-fulda-dyba-gedenkband-erinnert-an-einen-grossartigen-hirten/


Der LÖWE von FULDA: Dyba-Gedenkband erinnert an einen großartigen Hirten

In den nächsten Tagen erscheint im KOMM-MIT-Jugendverlag Münster ein 208 Seiten starker Sammelband unter dem Titel „Der Löwe von Fulda“.  Das vierfarbige Buch ist stark bebildert, bietet einen festen Umschlag (Hardcover)  –  und enthält ca 40 Artikel, die das Leben und Wirken von Erzbischof Johannes Dyba würdigen. 
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Dieser glaubensstarke Hirte der Kirche wurde schon zu Lebzeiten von gläubigen Katholiken oft und gerne als „Löwe von Fulda“ bezeichnet, weil seine Bekennerfreude an den großen Kardinal von Galen erinnert, den „Löwen von Münster“, der sich durch seine weltbekannten Predigten gegen die NS-Euthanasie wandte.

Ähnlich tapfer, wie sich der Bischof von Münster einst für Kranke und Behinderte einsetzte, hat sich dieser unbeugsame Bischof von Fulda, der am 23. Juli 2000 völlig unerwartet verstorben ist, für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder stark gemacht und für sie zum Beispiel das Glockenläuten am 28. Dezember (dem Tag der Unschuldigen Kinder) in seinem Bistum eingeführt.

Eine Auflistung der namhaften 33 Autoren dieses ansprechenden und gehaltvollen Buches finden Sie hier (ebenso die Bestell-Daten etc): https://charismatismus.wordpress.com/2015/12/07/neuerscheinung-gedenkband-fuer-erzbischof-johannes-dyba-mit-33-autoren/

Nun folgt für näher Interessierte das Vorwort der Herausgeberin und Verlagsleiterin Felizitas Küble (siehe Foto), wobei sie einiges zu diesem Gedenkband erläutert: 

VORWORT von Felizitas Küble:

„Ein Mann trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes“ (Joh 1,6). – Wenn ich diese Worte aus dem Prolog des Johannes-Evangeliums lese oder höre, kommt mir nicht allein Johannes der Täufer in den Sinn (um den es dabei geht), sondern auch Johannes Dyba, der bis zu seinem Tod vor 15 Jahren als Bischof von Fulda segensreich für Christus und seine Kirche gewirkt hat. Sein Namenspatron aber war Johannes der Täufer. Nur für UMBRUCH (4)

In diesem Gedenkband erinnern 33 Autoren an diesen glaubensstarken Oberhirten, wobei einige Verfasser ebenfalls den Bezug zum hl. Johannes dem Täufer herstellen, der uns durch seinen Bekennermut, sein Lebenszeugnis und sein kraftvolles Ja zu den Geboten des Ewigen voranleuchtet.

Häufig wird Erzbischof Johannes Dyba in den facettenreichen Beiträgen dieses Buches mit dem hl. Bonifatius, seiner „eichenfällenden“ Tapferkeit und seinem apostolischen Eifer verglichen. Manche erinnern an den hl. Thomas Morus, den Lordkanzler von England, der für sein Ja zur Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe sowie für seine Liebe zur Einheit der Kirche den Märtyrertod starb.

Zu den Bekennern unseres Glaubens gehört auch der heldenhafte Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen. Dieser freimütige Kardinal, der sich vor allem für die in der NS-Diktatur vom Massenmord bedrohten Behinderten einsetzte, ist weithin bekannt als „Löwe von Münster“.

Im Anklang an diesen unbeugsamen Kardinal wurde der glaubensfrohe Erzbischof Dyba bereits zu Lebzeiten im katholischen Kirchenvolk als „Löwe von Fulda“ geschätzt, geliebt und gewürdigt, so daß der Titel dieses Gedenkbandes nicht etwa am grünen Tisch entstand, sondern gleichsam aus der Mitte des gläubigen Volkes erwuchs. Wir freuen uns besonders über das gehaltvolle Grußwort der Großnichte des seligen Kardinals von Galen, Johanna Gräfin von Westphalen. Johannes_in_Lourdes

Der couragierte Kirchenmann Dyba bleibt auch 15 Jahre nach seinem plötzlichen Tod, der Millionen Katholiken – und auch viele bibelorientierte Protestanten – erschütterte und mit Trauer erfüllte, unvergessen. Selbst frühere Kritiker haben den schlagfertigen und humorvollen Bischof oftmals nicht nur respektiert, sondern nach seinem Tod aufrichtig vermißt.

Wunsch nach Seligsprechung von Erzbischof Dyba

Doch zu der Wehmut, diesen mutigen Bischof nicht mehr irdisch unter uns zu wissen, gesellt sich bei immer mehr Christgläubigen die Hoffnung, ja die freudige Zuversicht, daß der „Löwe von Fulda“ durch seine Fürsprache im Himmel weiterhin am Throne dessen wirkt, den die Hl. Schrift als den „Löwen von Juda“ (Offb 5,5) bezeichnet, nämlich Christus, unseren Erlöser, zugleich das „geopferte Lamm“ (Offb 5,12), das die Sünden der Welt hinwegnimmt.

Der Wunsch nach einer Seligsprechung Johannes Dybas wird von recht vielen Autoren in diesem Sammelband geäußert, sogar von einem evangelischen Verfasser (Konrad Badenheuer). Das überrascht nur auf den ersten Blick; seit Jahren erleben wir bei unseren Unterschriftsaktionen pro Dyba-Seligsprechung, daß auch theologisch konservative Evangelische mitunterzeichnen; vor allem jene, die sich in der Lebensrechtsbewegung engagieren und Dybas unermüdlichen Einsatz für die ungeborenen Kinder in bester Erinnerung behalten.

Auch das „Forum Deutscher Katholiken“ sammelt auf seiner Webseite Unterschriften für eine Seligsprechung Dybas. In diesem Sammelband erwähnen mehrere Gründungsmitglieder dieses Dachverbandes Dybas wegweisende Hilfe beim Zustandekommen des „Forums Deutscher Katholiken“ mit seinen jährlichen Kongressen „Freude am Glauben“ (die häufig in Fulda stattfinden).

Jan laechelt von der Mauer des Bischofgartens - KopieÖkumenischer Gedenkband mit evangelikaler Beteiligung

Dieser Gedenkband ist bewußt ökumenisch ausgerichtet – freilich nicht im Sinne eines flachen Ökumenismus, der konfessionelle Unterschiede zu verwischen versucht, sondern auf dem Hintergrund einer christozentrischen Bekenntnis-Ökumene, die sich auf die gemeinsamen Fundamente des Glaubens besinnt. Übereinstimmend bekennen sich evangelikale, bibelorientierte Protestanten und glaubenskonservative Katholiken zur Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift, zur Gottheit Christi und zur zeitlosen Gültigkeit der Zehn Gebote und der Schöpfungsordnung Gottes.

An den Einsatz Dybas für diese Werte des Glaubens und der christlichen Ethik erinnern auch unsere sechs evangelischen Autoren (Konrad Badenheuer, Prof. Dr. Peter Beyerhaus, Pfr. Dr. Joachim Cochlovius, Pfr. Dr. Werner Neuer, Kirchenrat Dr. Rolf Sauerzapf, Thomas Zimmermanns).

Wir plazieren die Autoren-Beiträge in diesem Buch in der Reihenfolge der Verfasser-Nachnamen. Bei jedem Autor haben wir die Schreibweise gelassen, die er selber wählte – sei es nun (wie bei mir) die alte oder eben die neue Rechtschreibung.

Drei Bischöfe würdigen Dyba in diesem Buch

Allen Autoren sowie den Fotografen gilt ein herzliches Dankeschön, vor allem den drei beteiligten Bischöfen (Bischof Heinz Josef Algermissen, Erzbischof Ludwig Schick, Weihbischof Andreas Laun), den zahlreichen Priestern sowie den beiden Familienangehörigen von Bischof Dyba: seiner Schwester Barbara Dyba-Roth und seinem Neffen Prof. Dr. Cornelius Roth. Ein besonderer Dank geht auch an die vielen Beter, die für ein gutes Gelingen dieses Buches „die Hände gefaltet“ haben. marchavida300x600 - Kopie

Unser Sammelband enthält zudem mehrere Artikel von Konvertiten, unter ihnen der ehem. evangelisch-lutherische Pastor Peter Kemmether (heute katholischer Pfarrer), die Bestseller-Autorinnen Christa Meves und Gabriele Kuby, die Schauspielerin Inge Thürkauf, sodann Dr. Stefan Meetschen und Dr. Michael Schneider-Flagmeyer.

Zum Abschluß dieses Vorwortes richte ich eine freundliche Bitte an Sie:

Dieser Gedenkband kann beileibe nicht alle Beiträge aufnehmen, die wir inzwischen zur Erinnerung an Erzbischof Dyba erhalten haben. Manche weiteren Texte wollen wir gerne im Internetmagazin CHRISTLICHES FORUM oder in weiteren geplanten Publikationen veröffentlichen.

Es wäre also wunderbar, wenn wir aus der Leserschar neue Artikel erhalten, in denen uns Eindrücke und Erlebnisse mit dem „Löwen von Fulda“ geschildert werden. Auch an Ideen, Vorschlägen sowie sachkritischen Anmerkungen zu diesem Buch sind wir sehr interessiert. Weitere Hinweise sowie meine persönlichen Erinnerungen an Erzbischof Dyba finden Sie im Nachwort.

Möge der Ewige alle Autoren, Fotografen und Leser dieses Gedenkbandes segnen und behüten!

In dankbarer Verbundenheit grüßt Sie
Felizitas Küble

Dyba-Fotos: Gaby Kaudel