Interview mit Bestseller-Autorin Christa Meves über 50 Jahre Öffentlichkeitsarbeit

Anläßlich des 50-jährigen Jubiläums der Öffentlichkeitsarbeit von Christa Meves (siehe Foto) veröffentlichte der Verband Familienarbeit e.V. ein Interview mit der Bestseller-Autorin und Jugend-Psychagogin in seiner Zeitschrift „Familienarbeit heute“ vom Dezemberausgabe 2016, das wir hier dokumentieren:

Frau Meves, Sie wurden 1925 geboren. Noch heute beraten Sie Eltern. Woher kommt diese unbändige Energie und Leidenschaft? Christa Meves

Nun, das körperliche Fit-sein im Alter von 91 Jahren ist doch erst einmal ein Geschenk „ohn` all Verdienst und Würdigkeit“. Aber mein mich immer noch drängender Antrieb wird bestimmt durch die seelische Not von Eltern mit ihren Kindern, die täglich bei mir anbrandet.

Dabei handelt es sich – wie wir heute durch die Hirnforschung nun ganz genau nachweisen können – oft um Störungen der Kinder, die bereits in ihren ersten Lebensjahren durch unnatürliche Erziehungsmaßnahmen mit den Winzlingen entstanden sind; denn in den ersten Lebensjahren bildet sich das Gehirn erst allmählich und zwar auf dem Boden der Erfahrungen der Kinder mit ihrer Umwelt heraus.

Die Eindrücke werden als richtig oder als falsch, und das heißt als Zufriedenheit oder als Unzufriedenheit in die entsprechenden Areale des Stammhirns so fest eingeprägt, dass sie als eine Grundstimmung des Kindes später sogar als Charakterzüge eingeprägt werden. Da diese Forschungsergebnisse in Bezug auf die Gepflogenheiten von Säuglingen und Kleinkindern nicht ausreichend bekannt sind, ja sogar weitgehend verschwiegen werden, entwickelt sich nun wie eine Lawine ein enormer Boom von unzufriedenen und dadurch unruhigen Kindern mit den verschiedensten Verhaltensstörungen, die spätestens bereits im Grundschulalter die Lern- und Leistungsfähigkeit behindern.

Das wäre leicht verhinderbar durch eine allgemeine Informiertheit darüber, dass Kleinkinder ganz bestimmte natürliche Entfaltungsbedingungen haben. Diese wären unschwer zu erreichen, weil die gesamte Biologie des Kindes bereits darauf ausgerichtet ist.

Deshalb bleibt mir gar nichts weiter übrig, als weiter meine Stimme zu erheben, zumal hier nun per Printmedien oder auch per Elektronik die Wahrheit besser verbreitet werden kaVermutlich von Odilia bekommennn. Es lässt sich als verantwortungsbewusste Fachfrau doch ein solches kollektives Unglück nicht einfach hinnehmen; denn so viel Glück, Erfolg oder Unglück und Misserfolg langfristiger, lebenslänglicher Art steht damit doch auf dem Spiel!

In Ihrer Praxis erkannten Sie bestimmte Entwicklungen und warnten bereits früh – in 121 Büchern, 3000 Vorträgen und zahlreichen Artikeln – vor gefährlichen Folgen. Können Sie kurz darlegen, was Sie prognostizierten und was davon bereits eingetreten ist? 

Nachdem ich in meiner Arbeit praktisch die Erfahrung gemacht hatte, dass bereits in den 60er Jahren die Verhaltensstörungen bei Kindern immer mehr zunahmen, habe ich meine Öffentlichkeitsarbeit begonnen.

Und in den ersten Taschenbüchern  – ab 1968  –  habe ich unentwegt unter dem Motto und Titel „Manipulierte Maßlosigkeit“ darauf hingewiesen, dass in Zukunft eine Vielzahl das Leben erschwerender Störungen entstehen würden, und sich diese Voraussage im Jahr 2000 als eine verheerende Bilanz aufweisen ließe:

Die motorische Unruhe würde sich bei den Kindern steigern. Die Kinder würden viel mehr Schwierigkeiten haben, sich sozial zu verhalten, viele würden nun sogar eine Verwahrlosung entwickeln, die sie unfähig werden lässt, Schul- und Ausbildungsabschlüsse zu machen, die Suchterkrankungen würden boomen, und ebenso würden sich die Raub-, Gewalt- und  Sexualdelikte in einem verheerenden Ausmaß steigern.

Diese Prognosen sind schrecklicherweise und oft in noch viel verheerenderer Form eingetreten, als ich das damals hochrechnen konnte. Die Zahlen der jungen Menschen, die heute für Arbeitsprozesse gar nicht mehr vermittelbar sind, werden nun viel zu hoch und bewirken, dass wir 60 Prozent unseres Staatssäckels für soziale Leistungen aufzuwenden haben. Wie lässt sich das gesellschaftlich nun auch noch mit dem Zustrom an Ausländern weiter langjährig leisten, ohne einen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu erleiden? Das ist doch die nun entstandene bange Frage.

Foto: CDL, M. LöhrSie belassen es nicht bei Prognosen, sondern kämpfen für Verbesserungen. Seit 1996 standen Sie bis 2014 dem Verein Verantwortung für die Familie – VFA e.V. – vor. Im Jahr 2000 gründeten Sie die Fortbildungseinrichtung ElternColleg-Christa Meves (ECCM). Was können Eltern, Gesellschaft und Politik für das seelische, geistige und körperlich gesunde Heranwachsen unserer Kinder tun? 

Als erstes muss jeder von uns dazu beitragen, dass die faktische Wahrheit nicht einfach unter den Teppich gekehrt wird, so dass familienfeindliche Aspekte bei den gesellschaftlichen Trends die seelische Gesundheit der jungen Generation so stark gefährden können.

Kollektiverziehung kleiner Kinder ist ein großes Risiko für die seelische Gesundheit des Menschen. Das können wir mittlerweile wissenschaftlich belegen. Es darf nicht weiter sein, dass hier Lüge und falsche Vorstellungen die Allgemeinheit beherrschen.

Für eine positive Veränderung muss sich jeder mitverantwortlich fühlen, der sich seinen gesunden Menschenverstand bewahrt hat. Die elektronischen Medien machen das nun heute wirklich möglich.

Erreichen ließe sich seelische Gesundheit mit den einfachsten Mitteln ganz leicht, wenn man sich nur an die von Gott vorgegebene Naturordnung halten würde. Praktisch bedeutet das, dass Familienarbeit und vor allem die der Mütter von kleinen Kindern vom Staat in den Fällen subventioniert wird, in denen Bedürftigkeit vorhanden ist.

Junge Eltern sollten auf gesunde Erziehungsarbeit in Schulen und Kursen vorbereitet werden, Mütter sollten bevorzugt werden, wenn sie nach der Erziehungspause wieder in ihre Erwerbstätigkeit zurückkehren möchten.

Überhaupt wäre es nötig, dass Mütterarbeit eine hohe allgemeine Anerkennung und eine eigene Berentung bekämen, damit diese wertvollste aller Zukunftsarbeit in der jungen Generation überhaupt wieder attraktiv werden und der 50-jährige Geburtenschwund ein Ende haben könnte.

Webseite des Verbands Familienarbeit: www.familienarbeit-heute.de

Fotos: Archiv, M. Ragg, CDL/Löhr


Europäische Bürger-Initiative „Vater, Mutter, Kind“ wird bis 3. April 2017 verlängert

Nach mehrfachem Hin und Her in der Frage, bis wann die Europäische Bürgerinitiative „Vater, Mutter, Kind“ (Mum, Dad & Kids) Zeit hat, EU-weit die benötigte 1 Million Unterschriften zu sammeln, steht jetzt fest:

Gemälde: Evita GründlerWir werden, wie ursprünglich angekündigt, bis zum 3. April 2017 Unterschriften sammeln. Damit wird das volle Jahr für die Unterschriftensammlung ausgeschöpft, die am 4. April 2016 begonnen hatte.

Seit Monaten schwelt wegen des Stichtags ein Streit zwischen den Verantwortlichen der EBI „Vater, Mutter, Kind“ (Mum, Dad & Kids) und der EU-Kommission. Vorsichtshalber war deswegen zuletzt ein Abgabetermin für Anfang Dezember 2016 bekanntgegeben worden, der jetzt hinfällig ist. Wir haben jetzt also weitere 4 Monate Zeit, die benötigten Unterschriften zu sammeln.

„Die Unterschriftensammlung für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Vater, Mutter, Kind“ (Mum, Dad & Kids) zum Schutz von Ehe und Familie wird bis zum 3. April 2017 dauern, d. h. ein Jahr nach ihrem offiziellen Beginn. Dies habe ich der Europäischen Kommission in einem Schreiben an deren Vizepräsidenten Frans Timmermans mitgeteilt“, sagt Edit Frivaldszky, Präsidentin von „Vater, Mutter, Kind“.

In diesem Schreiben fordert sie die Kommission zudem auf, von ihrer Website den irreführenden Hinweis zu entfernen, demzufolge die Unterschriftensammlung zu einem früheren Zeitpunkt ende. Frivaldszky hierzu: „Viele Menschen haben „Vater, Mutter, Kind“ bereits unterstützt und wir wollen sicherstellen, dass alle, die Ehe und Familie unterstützen wollen, die Zeit haben, die dafür vorgesehen ist.“    cropped-mdk-banner-for-fb-de-12

„Aus der Verordnung für europäische Bürgerinitiativen geht hervor, dass die Organisatoren 12 Monate Zeit haben, Unterschriften zu sammeln“, sagt Maria Hildingsson, Generalsekretärin von „Vater, Mutter, Kind“ (Mum, Dad & Kids). Artikel 5, Abs. 5 der Verordnung 211/2011 lautet: Sämtliche Unterstützungsbekundungen werden nach der Registrierung der geplanten Bürgerinitiative und innerhalb eines Zeitraums von höchstens zwölf Monaten gesammelt.

„Diese Bestimmung besagt, dass die Unterstützungserklärungen einerseits nach der Registrierung der EBI, andererseits aber innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten oder weniger gesammelt werden müssen. Daraus folgt aber nicht, dass diese Frist sofort am Tag der Registrierung beginnen muss. In der Tat ist der Verordnung nicht einmal zu entnehmen, dass es Sache der Kommission sei, über den Zeitpunkt zu entscheiden, zu dem die Frist beginnen oder enden soll“, so Hildingsson.  

Die Vorschrift sieht ferner vor: Nach Ablauf dieses Zeitraums wird im Register vermerkt, dass der Zeitraum abgelaufen ist, und gegebenenfalls, dass nicht die erforderliche Anzahl an Unterstützungsbekundungen eingegangen ist.

Dies bedeutet, dass am Ende des einjährigen Zeitraums eine Erwähnung in das Register einzufügen ist, dass die Frist abgelaufen ist. Es bedeutet nicht, dass die Kommission zum Zeitpunkt der Registrierung einer EBI das Enddatum der Unterschriftensammlung festzulegen und im Register anzugeben hat.

„Wir haben mit der Unterschriftensammlung nicht unmittelbar nach der Registrierung der Initiative, sondern erst am 4. April 2016 begonnen. Dies ist auf das komplizierte Verfahren zur Einrichtung und Erlangung der amtlichen Zulassung für ein Online-Portal zurückzuführen, das den in der Verordnung (EG) Nr. 211/2011 festgelegten technischen Anforderungen entsprechen muss“, sagt Frivaldszky: „Deshalb werden wir die Unterschriftensammlung wie geplant bis zum 3. April 2017 fortsetzen.“

Kontakt: Hedwig von Beverfoerde
hedwigbeverfoerde@vatermutterkind.eu
www.vatermutterkind.eu
Europ. Bürgerinitiative „Vater, Mutter, Kind“ (Mum, Dad & Kids)
Postfach 35 11 06 in 39034 Magdeburg


„Aus tiefer Sorge“: Vier Kardinäle schrieben an Papst Franziskus, der ihnen nicht antwortete

Wegen der „Verunsicherung vieler Gläubiger“, ausgelöst durch das nachsynodale Schreiben Amoris Laetitia, haben sich vier Kardinäle „aus tiefer pastoraler Sorge“ an Papst Franziskus gewandt.ab-burke_final-interview

Sie bitten den Papst um die Klärung von fünf „Dubia“ – also Zweifel – in der Form von Fragen zu der am 8. April 2016 vorgelegten Exhortation, die den Untertitel „Über die Liebe in der Familie“ trägt.

Das Schreiben an den Papst wurde von Kardinal Walter Brandmüller, Kardinal Joachim Meisner, Kardinal Carlo Caffara und Kardinal Raymond Leo Burke (siehe Foto) verfasst und offenbar Mitte September verschickt; eine Abschrift ging an den Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller.

Die Autoren schreiben:

„Der Heilige Vater hat entschieden, nicht zu antworten. Wir haben diese seine souveräne Entscheidung als eine Einladung aufgefasst, das Nachdenken und die Diskussion fortzusetzen, friedlich und voller Respekt. Und daher informieren wir das ganze Volk Gottes von unserer Initiative und stellen sämtliche Dokumente zur Verfügung.“

Die Kardinäle betonen, ihr Brief sei ein „Akt der Liebe: Wir wollen den Papst dabei unterstützen, Spaltungen und Entgegensetzungen vorzubeugen, indem wir ihn bitten, jede Mehrdeutigkeit zu zerstreuen“.

Es sei zudem ein „Akt der Gerechtigkeit: Durch unsere Initiative bekennen wir, dass der Petrusdienst der Dienst der Einheit ist und dass Petrus – dem Papst – der Dienst zukommt, im Glauben zu stärken“.

„Wir wollen hoffen, dass niemand dies nach dem Schema „Fortschrittliche – Konservative“ interpretiert: Damit würde man vollständig fehlgehen. Wir sind tief besorgt um das wahre Wohl der Seelen, das höchste Gesetz der Kirche, und nicht darum, in der Kirche eine gewisse Art von Politik zu fördern. bischof

Wir wollen hoffen, dass niemand uns – zu Unrecht – als Gegner des Heiligen Vaters und als Menschen beurteilt, denen es an Barmherzigkeit fehlt. Das, was wir getan haben und jetzt tun, entspringt aus der tiefen kollegialen Verbundenheit mit dem Papst und aus der leidenschaftlichen Sorge für das Wohl der Gläubigen.“

Mit Blick auf das achte Kapitel der Exhortation schreiben die Kardinäle, dass es „auch innerhalb des Bischofskollegiums einander widersprechende Interpretationen“ gebe.

Sie hätten daher Papst Franziskus mit der Bitte geschrieben, die „Zweifel aufzulösen, welche die Ursache von Verunsicherung und Verwirrung sind“. 

Daher auch die gewählte Form der Dubia, erklären die Autoren. Die fünf Fragen seien so formuliert, dass sie als Antwort „Ja“ oder „Nein“ erforderten, „ohne theologische Argumentation“. Sie werden wie folgt dargelegt:

  1. Es stellt sich die Frage, ob es aufgrund dessen, was in „Amoris laetitia“ Nr. 300 – 305 gesagt ist, nunmehr möglich geworden ist, einer Person im Bußsakrament die Absolution zu erteilen und sie also zur heiligen Eucharistie zuzulassen, die, obwohl sie durch ein gültiges Eheband gebunden ist, „more uxorio“ mit einer anderen Person zusammenlebt – und zwar auch wenn die Bedingungen nicht erfüllt sind, die in „Familiaris consortio“ (Nr. 84) festgelegt sind und dann in „Reconciliatio et paenitentia“ (Nr. 34) und „Sacramentum caritatis“ (Nr. 29) bekräftigt werden. Kann der Ausdruck „in gewissen Fällen“ der Anmerkung 351 (zu Nr. 305) des Apostolischen Schreibens „Amoris laetitia“ auf Geschiedene in einer neuen Verbindung angewandt werden, die weiterhin „more uxorio“ zusammenleben?  120505416_B_Judy und Mike in der Kirche
  2. Ist nach dem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben „Amoris laetitia“ (vgl. Nr. 304) die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika „Veritatis Splendor“ (Nr. 79) des heiligen Johannes Paul II. über die Existenz absoluter moralischer Normen, die ohne Ausnahme gelten und in sich schlechte Handlungen verbieten, noch gültig?
  3. Ist es nach „Amoris laetitia“ Nr. 301 noch möglich, zu sagen, dass eine Person, die habituell im Widerspruch zu einem Gebot des Gesetzes Gottes lebt – wie beispielsweise dem, das den Ehebruch verbietet (vgl. Mt 19,3–9) –, sich in einer objektiven Situation der habituellen schweren Sünde befindet (vgl. Päpstlicher Rat für die Gesetzestexte, Erklärung vom 24. Juni 2000)?
  4. Soll man nach den Aussagen von „Amoris laetitia“ (Nr. 302) über die „Umstände, welche die moralische Verantwortlichkeit vermindern“, die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika „Veritatis Splendor“ (Nr. 81) des heiligen Johannes Paul II. für weiterhin gültig halten, nach der „die Umstände oder die Absichten niemals einen bereits in sich durch sein Objekt unsittlichen Akt in einen ‚subjektiv‘ sittlichen oder als Wahl vertretbaren Akt verwandeln“ können?
  5. Soll man nach „Amoris laetitia“ (Nr. 303) die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika „Veritatis Splendor“ (Nr. 56) des heiligen Johannes Paul II. für weiterhin gültig halten, die eine kreative Interpretation der Rolle des Gewissens ausschließt und bekräftigt, dass das Gewissen niemals dazu autorisiert ist, Ausnahmen von den absoluten moralischen Normen zu legitimieren, welche Handlungen, die durch ihr Objekt in sich schlecht sind, verbieten?

    FORTSETZUNG des Kardinal-Schreibens hier: http://de.catholicnewsagency.com/story/vier-kardinale-appellieren-an-franziskus-zu-ungelosten-knoten-in-amoris-laetitia-1317


Online-Bekenntnis zur kirchlichen Sexualethik

Unter dem Motto „Die Ehe soll von allen in Ehre gehalten werden“ (Hebr 13,4) kann derzeit online ein Treuebekenntnis unterzeichnet werden, das sich für die überlieferte Lehre der Kirche über Liebe, Sexualität und Fruchtbarkeit einsetzt. BILD0289

Es geht um das JA zur „Wahrheit über Ehe und Familie“, wie es einleitend heißt, aber auch um die Sakramentenlehre (vor allem zur Ehe, Eucharistie und Beichte).

Außerdem wird betont, daß die Sexualerziehung der Kinder ein grundlegendes und vorrangiges Recht der Eltern ist. Zudem sei das 6. Gebot und die Unauflöslichkeit der Ehe nicht nur ein erstrebenswertes Ideal, sondern eine Forderung Gottes.

Wiederverheiratete Geschiedene sollten sich trennen oder (falls dies nicht möglich ist) nur platonisch zusammenleben, um die erste gültige Ehe zu respektieren. Irreguläre sexuelle Verbindungen sind schwere sittliche Verirrungen, die ohne Umkehr bzw. Beichte vom Tisch des Herrn ausschließen.

Die Bischöfe, Priester und Gläubigen werden aufgefordert, sich zur unveränderlichen Lehre der Kirche und der Botschaft zu bekennen, wie sie von den Aposteln überliefert wurde.

Dieser Text ist eine kurze Zusammenfassung des Treuebekenntnisses. Die vollständige Version lesen sie hier: LINK

Foto: Evita Gründler


Jugendämter contra Elternrecht: Wenn Familien auseinandergerissen werden

CDU-Politiker Marcus Weinberg: „Hier stimmt etwas nicht“

In Deutschland häufen sich in den letzten Jahren jene Fälle, in denen Jugendämter den Eltern ihr Kind oder sogar mehrere Kinder wegnehmen, weil angeblich deren Wohl gefährdet sei. Diese Maßnahme, die nicht selten gegen den Willen der Eltern  bzw. der betroffenen Kinder erfolgt, wird vom deutschen Sozialgesetz geregelt. prolifeusa

Allein im Vorjahr wurden jedoch ca. 77.645 Kinder und Jugendliche für einige Zeit oder sogar dauerhaft „in Obhut genommen“. Man fragt sich, wie dieses Ausmaß mit dem gottgegebenen Erziehungsrecht der Eltern vereinbart werden kann, das im Grundgesetz festgeschrieben ist.

Dieses Elternrecht ist zugleich ein Abwehrrecht des Bürgers gegen unzulässige Eingriffe und Übergriffe der Staatsmacht.

In unserer Verfassung heißt es in Art. 6,2 hierzu: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“  –  Zuvor schreibt das GG in Art. 1: Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung.“  –  Absatz 3 hebt das Elternrecht nicht auf („über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft“), sondern schützt es vor Willkür und Mißbrauch.

Insofern wüßte man gerne, mit welcher Berechtigung derart häufig und im zunehmenden Maße eine zwangsweise staatliche „Inobhutnahme“ erfolgt – und warum es dem vielzitierten „Kindeswohl“ dienen soll, wenn Jungen und Mädchen zwangsweise ihren Eltern oder (bei Alleinerziehenden) einem Elternteil entrissen und in ein Heim bzw. eine fremde Pflegefamilie gesteckt werden. Der direkte Kontakt der Kinder zu ihren Eltern wird von Ämterseite her unterbunden, meist sind allenfalls noch Telefonate möglich.Baby

Daß der Staat bei tatsächlicher Kindeswohlgefährdung eingreift, ist selbstverständlich. Was aber, wenn sich bei den zuständigen Behörden eine Art „Automatismus“ breitmacht – oder wenn gar ideologische Gründe für restriktive Maßnahmen eine fatale Rolle spielen?

In einem von Sabine Menkens verfaßten Artikel des Fernsehsenders N-24 wird das vielfach totgeschwiegene Thema erstaunlich kritisch angegangen, etwa wenn es dort heißt, daß die Kinder ihren Eltern „teilweise aus nicht klar definierten Gründen weggenommen“ werden. Experten klagen dem Bericht zufolge,  daß Eltern „massiv unter Druck gesetzt würden“, um mit den staatlichen Ämtern zusammenzuarbeiten.

Der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg, stellt zu dieser problematischen Causa fest: „Fragwürdig ist zum Beispiel, warum in Fällen, in denen keine Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, trotzdem über 1600 Kinder aus den Familien genommen wurden.“ 

Der frühere CDU-Landesvorsitzende von Hamburg (siehe Foto) fügt hinzu: „Ich erhalte als Abgeordneter viele Zuschriften und Anrufe von zutiefst verzweifelten Eltern und Großeltern, die ihr Kind nicht mehr zurückbekommen.“  1389364374131

In dem Bericht von N-24 heißt es weiter über Weinbergs Stellungnahme:

„Auch Kinderpsychologen, Ärzte, Sozialarbeiter und Eltern hätten ihm schon ihr Herz ausgeschüttet und gesagt: „Hier stimmt etwas nicht. Es werden Kinder aus Familien genommen, die zwar nicht perfekt funktionieren, aber für das Kind ist die Herausnahme und der Kontaktabbruch eine reine Katastrophe.“  – Der CDU-Bundestagsabgeordnete befürchtet, dass Jugendämter und Familiengerichte teilweise zu schnell entschieden, die Kinder aus den Familien zu nehmen.“

Während der christdemokratische Parlamentarier an das Leitwort „Kinder brauchen Eltern“ erinnert, hegt Familienministerin Manuela Schwesig genau entgegengesetzte Pläne. Die SPD-Politikerin will nicht etwa die Rechte der biologischen Eltern stärken, sondern jene der Pflegefamilien – und dies ausgerechnet mit der Begründung: „Kinder brauchen Verlässlichkeit.“

Ergänzendes INFO: Der in puncto Umgangs- und Sorgerecht erfahrene Hamburger Anwalt Matthias Bergmann spricht von „Kinderklau durch Inobhutnahme“ und vom „kriminellen Kindesentzug durch das Jugendamt“: http://www.anwalt-kindschaftsrecht.de/inobhutnahme-kinderklau-durchs-jugendamt-sorgerecht-entzogen-ohne-grund/

Unser GRUNDSATZ-Artikel zum Thema ELTERNRECHT: https://charismatismus.wordpress.com/2014/01/11/elternrecht-die-kath-kirche-bekraftigt-das-naturliche-erziehungsrecht-der-eltern/


Pornofilme begünstigen Ehescheidungen

Von Dr. med. Edith Breburdadr-breburda1

Das Science-Magazine berichtete am 26. August, seitdem die Welt ‚online’ ist, würde mehr als je zuvor Pornographie konsumiert.

Die amerikanische Soziologische Gesellschaft ging auf ihrem Jahrestreffen in der letzten Augustwoche 2016 der Frage nach, ob Pornographie sich auf das Eheleben auswirkt. Nun fand man heraus, dass sich vor allem Frauen deshalb eher scheiden lassen.

Experten sehen schon seit längerem, dass das Eheglück unter Pornographie beeinträchtigt wird. In der neuen Studie werden Daten von 2006 – 2014 analysiert. Die Amerikaner dieser Studie wurden mehrere Male in den acht Jahren über alles Mögliche, aber auch über ihre moralischen Anschauungen befragt. So kann nachverfolgt werden, wie sich ihre Gewohnheit und ihre Lebensanschauung über die Zeit verändert hat.

Um den Pornographie-Konsum zu dokumentieren, wurden sie nach ihren Eheverhältnissen gefragt und wie viele Filme aus dem Rotlicht-Milieu sie sich angesehen hätten.

„Es ist zwar nicht die perfekte Frage, um einen Pornographie-Konsum zu analysieren, aber sie ist dennoch meist valide, wobei sie dem Zeitwandel standhält“, sagshutterstock_114300748-140x94t der Autor der Studie, Prof. Samuel Perry von der Universität von Oklahoma (OU) in Norman.

1681 der 5698 Probanden gaben zu, derartige Filme angesehen zu haben, wobei 373 sie zum ersten Mal während der Studiendauer anschauten. Perry und sein Kollege Cyrus Schleifer fanden heraus, dass Leute, die damit anfingen, Pornographie-Filme zu sehen, eher dazu neigten, sich von ihrem Partner zu trennen; ihre Frau zu verlassen, steigerte sich bei Männern von 5% auf 10%, während die Zahl der Frauen sogar von 6% auf 18% anwuchs.

Es könnten natürlich schon Eheprobleme vorgelegen haben, bevor man damit anfing, Pornos zu schauen, meinen Kritiker. Für Perry zählt dieser Einwand nicht: „Wir sind davon überzeugt, dass unsere Daten eindeutig auf einen Zusammenhang hinweisen. Wir können von einer direkten Beeinflussung ausgehen.“

Perry berichtet: Wenn eine Frau aufhört, diese Filme anzusehen, geht die Scheidungsrate von 18% wieder auf 6% zurück. Leider ist das nicht so bei Männern, weil sie, wenn sie einmal mit Pornokonsum anfingen, fast nicht mehr damit aufhören können. BILD0289

Neben dem Effekt, den Pornographie auf unterschiedliche Geschlechter hat, beobachteten die Forscher auch einen Altersunterschied. Je jünger die Konsumenten, desto eher verlassen sie ihren Partner.

Menschen, die einer Glaubensgemeinschaft angehörten und einmal wöchentlich ihre Gottesdienste besuchten, trennten sich nicht so leicht von ihrem Partner. Das Ergebnis erstaunte die Soziologen. Sie dachten, Pornographie-Abhängigkeit in religiösen Kreisen würde eher als moralisch falsch angesehen und deshalb erst recht zu einer höheren Scheidungsrate führen.

Perry und sein Team möchten nicht die moralische Keule gegen Pornographie schwingen. Ihre Intention ist es, einfach nur über diese Zusammenhänge aufzuklären. (Vgl.: Schultz. D. Divorce rates double when people start watching porn. Science, 26. August 2016)

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


Frauenrechtsverband protestiert gegen Anerkennung der Ehe einer 14-Jährigen

Pressemitteilung der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“:

Das Oberlandesgericht Bamberg hat entschieden, dass die Eheschließung einer damals 14-jährigen Syrerin mit ihrem sechs Jahre älteren Cousin rechtswirksam ist. Das OLG Bamberg sprach der nun 15-Jährigen damit zu, selbst entscheiden zu können, wo sie sich aufhalten möchte. IGFM_Scharia

In diesem Punkt widersprach das OLG Bamberg der ersten Instanz, dem Familiengericht Aschaffenburg. Das dortige Jugendamt hatte für das minderjährige Mädchen als Vormund bestimmt, dass sie getrennt von ihrem „Ehemann“ untergebracht wird.

Dagegen legte dieser Beschwerde ein und in zweiter Instanz wurde die Ehe anerkannt (Beschl. v. 12.05.2016, Az. 2 UF 58/16, PDF-Datei).

TERRE DES FEMMES protestiert scharf gegen die Anerkennung der Minderjährigen-Ehe und begrüßt, dass die Politik endlich die notwendigen Schritte in Angriff nehmen möchte, die solche Entscheidungen obsolet werden lassen: Die Festlegung des Mindestheiratsalters in Deutschland auf 18 ohne Ausnahme sowie die Nichtanerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen mit Minderjährigen.

Weltweit werden täglich 41.000 Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet, Tendenz steigend. Auch in den Flüchtlingsunterkünften in Jordanien, im Libanon und in der Türkei steigt die Zahl der Frühverheiratungen dramatisch an: Während vor dem Krieg in Syrien bei 13% aller Hochzeiten mindestens ein Ehegatte minderjährig war, sind es nach Angaben der SOS-Kinderdörfer aktuell über 50%.

Frühverheiratungen sind eine Menschenrechtsverletzung. Minderjährige können die Folgen einer Heirat noch nicht abschätzen. Oft sind diese für die jungen Frauen verheerend. Mädchen, die jünger als 15 Jahre sind, sterben fünf Mal häufiger bei der Geburt ihrer Kinder als Frauen in den Zwanzigern. Schwangerschaft ist für 15 bis 19-jährige Frauen weltweit Todesursache Nummer eins. paragraph_300x3001

Außerdem sind sie besonders gefährdet, in ihrer Ehe häusliche und/oder sexualisierte Gewalt zu erfahren. Dass nun ein Gericht in Deutschland die Heirat einer 14-jährigen Syrerin anerkennt, ist ein fatales Signal, das alle bisherigen Anstrengungen im Kampf gegen Frühehen zunichte macht.

TERRE DES FEMMES fordert seit langem, das Mindestheiratsalter in Deutschland auf 18 Jahren ohne Ausnahme festzulegen. Dafür haben wir über 108.000 Unterschriften gesammelt und im Mai im Rahmen eines Fachgesprächs dem Bundesjustizministerium übergeben. Zusätzlich fordern wir, dass im Ausland geschlossene Ehen mit Minderjährigen in Deutschland nicht anerkannt werden.

Wir freuen uns, dass sich im Juni auch die Justizminister der Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen, Winfried Bausback und Thomas Kutschaty, für diese Gesetzesänderungen ausgesprochen haben. Neben gesetzlichen Änderungen, braucht es zum Schutz und Wohl der Mädchen aber auch eine Sensibilisierung von Fachkräften und ehrenamtlichen UnterstützerInnen.

Darum wird TERRE DES FEMMES ab 2017 Fortbildungen dazu für ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen von Erstaufnahmeeinrichtungen in Berlin durchführen.

Quelle: http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/gewalt-im-namen-der-ehre/aktuelles/2090-terre-des-femmes-kritisiert-die-anerkennung-der-ehe-einer-14-jaehrigen