Das ZdK orientiert sich nicht mehr an der Schöpfungsordnung Gottes

Mathias von GersdorffPodium5

Das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK) hat bei der Vollversammlung am 9. Mai 2015 in Würzburg eine Stellungnahme für die Familiensynode im Vatikan im Oktober 2015 verabschiedet.Der Titel: „Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute“.

Beklagt wird eine große Diskrepanz zwischen dem katholischen Lehramt über Ehe, Familie und Sexualität und der Lebenswirklichkeit der Gläubigen. Um diese Kluft zu überwinden, fordert das ZDK von der Vatikansynode ein völlig neues katholisches Verständnis von Ehe und Familie.

Das Dokument macht deutlich, dass für den ZDK die Sexualität keineswegs allein in der Ehe praktiziert werden darf und dass das primäre Ziel dort nicht die Fortpflanzung ist.

Deshalb kann das ZdK eine neue Bewertung von nichtehelichen und sogar gleichgeschlechtlichen Partnerschaften fordern. Die Kirche sollte sogar liturgische Formen, wie etwa Segnungen, für diese Partnerschaftsformen entwickeln.

Die eigentliche Ehe wird im Dokument als die beste lebenslange Bindung angesehen. Paare sollen ermutigt werden, sakramentale Ehen zu schließen. Dennoch sollen andere Partnerschaftsformen geachtet und anerkannt werden. Im Dokument wird so etwas wie eine Art Hierarchie der Lebenspartnerschaften entwickelt, mit der eigentlichen Ehe an der Spitze.

Doch was macht eine Ehe laut dem ZDK aus? „Verlässliche Verantwortung füreinander, Treue in der Beziehung, Weggemeinschaft in Verbindlichkeit“. Von Fortpflanzung ist nicht mehr die Rede. Ausdrücklich wird eine „Neubewertung“ der künstliche Empfängnisverhütung gefordert.

Wenn die Ehe nicht primär der Fortpflanzung dient und wenn Sexualität nicht nur in der Ehe praktiziert wird, fällt die katholische Sexualmoral völlig zusammen. Deshalb hätte das ZdK genausogut von der Synode fordern können, ihre Ehelehre und Sexualethik schlicht einzustampfen. BILD0235

„Verlässliche Verantwortung füreinander, Treue in der Beziehung und Weggemeinschaft in Verbindlichkeit“ gibt es in vielen Partnerschaftsformen. Auch in solchen, in welchen Sexualität keine Rolle spielt. Das gilt auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften von heterosexuellen Personen: Geschwistern, Freunden, Wohngemeinschaften usw.  

Sollen diese auch in einer liturgischen Feier gesegnet werden? Oder sollen liturgische Feiern nur für Partnerschaften entwickelt werden, in denen Sexualität eine Rolle spielt? Spätestens hier wird deutlich, wie orientierungslos das ZdK ist.

Das ZdK hält sich nicht mehr an das katholische Lehramt, sondern an Vorstellungen über Partnerschaft, die in Zeitschriften wie “Bravo”, in den „Soap Operas“, in diversen Fernsehserien vermittelt werden.

Auch die „Bravo“ empfiehlt den Pärchen, sie sollten mit Verantwortung miteinander umgehen. Auch in den „wilden Ehen“ in „Gute Zeiten  –  Schlechte Zeiten“ gehen die Partner respektvoll miteinander um.

Kein Mensch braucht eine katholische Kirche, die auf dieses Niveau sinkt. Niemand braucht ein „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“, das gar nicht mehr katholisch ist.

Unser Autor Mathias von Gesdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr”

MUTTERTAG: Die Zeit, die Eltern für ihre Kinder aufbringen, ist Gold wert

Poster aus dem ECCLESIA-Plakatdienst (KOMM-MIT-Verlag):

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225.000 Unterschriften für konservativen Familien-Appell an Papst Franziskus

Große Medienresonanz für Bittschrift pro Ehe & Familie

Die „Ergebene Bitte an Seine Heiligkeit Papst Franziskus über die Zukunft der Familie“ hat inzwischen über 225.000 Unterstützer aus der ganzen Welt gefunden.Im Appell äußern sich die Unterzeichner besorgt über die Angriffe auf die katholische Lehre zu Fragen von Ehe und Sittlichkeit.

Die „Ergebene Bitte an Papst Franziskus“ wird von vier Kardinälen, 22 Erzbischöfen und Bischöfen und zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterstützt.

Anlass der Unterschriftensammlung waren Forderungen aus Mitgliedern des Episkopats (Bischofskollegiums)  – darunter etliche deutsche Oberhirten  –  die katholische Lehre über die Ehe und weitere Grundwahrheiten zu schleifen. Ebenso gibt es Versuche, die Sexualmoral zu liberalisieren, etwa betr. der kirchlichen Ablehnung homosexueller Handlungen. Prominenteste Persönlichkeiten dieser „liberalen“ Strömung sind der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper sowie Kardinal Reinhard Marx (München).

Besondere Sorge bereitet auch die verstärkte Ausbreitung der Gender-Ideologie.

In einer Presseerklärung der Organisatoren wird darauf hingewiesen, dass schon tausende Deutsche unterschrieben hätten. Diese Zahl steht in krassem Kontrast zur mickrigen Beteiligung von deutschen Gläubigen an der Umfrage der Bischofskonferenz, die Erkenntnisse über die Einstellung der Katholiken in Deutschland zur katholischen Ehe- und Familienlehre bringen sollte: Aus dem Bistum Essen kamen 14 Einzelantworten auf den Fragebogen (von etwa 850.000 Seelen insgesamt). Aus Mainz ganze 21 (von etwa 740.000). Aus Magdeburg kamen 18 (von etwa 86.000).

Die „Ergebene Bitte an Papst Franziskus“ findet auch großen Widerhall in der Presse.

In Europa berichtete „La Stampa“ und „L´Avvennire“ aus Italien, „La Croix“ aus Frankreich, die „Rede Globo“ aus Brasilien u.a.


USA: Der Trend zur absichtlichen Kinderlosigkeit wächst weiter

Von Dr. med. Edith Breburda

Im April 2015 hatte ein Artikel in der New York Times den Titel No Kids for Me, Thanks. Kinderlosigkeit ist ein zunehmender Trend. Soziologen führen das auf die Ichbezogenheit zurück. Dr. Breburda

Das ich-ich-ich, rund um die Uhr, wird uns schon in die Wiege gelegt. Eigentlich sollten wir diese Einstellung, spätestens nach dem Kleinkindalter, verlieren“, bemerkt Patti Maguire in ihrem Blog [1].

Die heutige Generation geht zu sehr in den weltlichen Anforderungen auf. Kaum einer hat mehr Interesse daran, Kinder zu bekommen. „Ich werde niemals eine gute Mutter sein“ behauptet eine Frau. Ein anderer erklärt: „Meine Gene möchte ich keinem anderen wünschen.“

Sich selber als mangelhaft, ja fast unwürdig zu beschreiben, um Kinder zu bekommen, hat nichts mit einer demütigen Einstellung zu tun. Es zeigt eher, dass wir uns mit unserer von Gott gegebenen Rolle „Seid fruchtbar und mehret Euch“ nicht mehr identifizieren.

Die New York Times bezieht sich auf das Buch Selfish, Shallow and Self-Absorbed: Sixteen Writers on the Decision Not to Have Kids. Einer der Autoren des Buches erinnert sich an Kinder, die sein Tennisspiel störten, währenddessen die Mutter das einfach tolerierte. BILD0289

Diese Episode diente als Beweis dafür, dass „Kinder und Eltern die Priorität haben, das zu tun, was immer sie wollen. Ob andere dabei belästigt werden, spielt keine Rolle.“ 

Vielleicht handelten die Eltern zu nachsichtig und eventuell hatten sich die Kinder schlecht benommen, nur deswegen kann man doch nicht alle Kinder über einen Kamm scheren und behaupten, sie zu verabscheuen. Soll es nur noch Erwachsene auf dieser Welt geben, um dem egozentrischen Verhalten einiger Leute Genüge zu tun?

Eine von fünf Frauen in den USA bekommt nie in ihrem Leben Kinder, berichten Wissenschaftler in einer Studie des Pew Research Centers. 1970 war es eine von zehn Frauen, die ohne Nachwuchs blieb. Das alles ereignet sich in einer Zeit, in der die moderne Biomedizin in der Lage ist, unfruchtbaren und alten Frauen dazu zu verhelfen, biotechnologisch designte Kinder zu bekommen.

Für einige Menschen, die sich eigentlich noch reproduzieren könnten, zählen Kinder dennoch zu den unbequemen Dingen im Leben. Die Vereinigung “Ausstieg aus der Zeugung” hat mittlerweile viele Anhänger. Es handle sich dabei einfach nur um die andere große Wahl, die Frauen in ihrem Leben treffen können.

Eine Tagung, wie Frauen, die ihr Erbe neu definieren (Redefining Feminine Legacy) und kinderfrei glücklich werden können, findet im Oktober 2015 in Cleveland statt.DSC_0553

Auf der Agenda des ersten NotMom-Gipfels stehen Themen wie Empfängnisverhütung, Probleme am Arbeitsplatz, Haustiere, Reisen, Gesundheit und die lästigen Beziehungen mit verschiedenen Mitmenschen. Auf der Redefining Feminine Legacy Webseite kann man weiterhin lesen, wie Frauen ihr Erbe weitergeben können, damit es lange anhält [2].

Aber haben unsere weltlichen Errungenschaften einen langanhaltenden Wert? –  Vergeht unser Ruhm nicht oft, sobald wir gestorben sind? – Eventuell werden unsere Taten noch in Geschichtsbüchern festgehalten. So gesehen können wir nur unsere Kinder in den Himmel mitnehmen.

Vielleicht ist die Gesellschaft an dieser Einstellung nicht ganz unschuldig. Sexualkundelehrer realisieren zunehmend, dass sie jungen Menschen zu viel Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft gemacht haben. Grundschüler wissen, wie man Sex ohne Nachwuchs haben kann. Es wird hingegen fast immer schwieriger für junge Paare, ein Baby zu bekommen.

Neben Umweltfaktoren, die nicht ganz unschuldig an einer zunehmend zu verzeichnenden Unfruchtbarkeit sind, muss das junge Paar erst einmal umdenken lernen. Sie hören immer wieder, unter allen Umständen ein Kind zu vermeiden. In Dänemark wurde der Lehrplan für die Sex-Aufklärung bereits umgestellt: Jetzt erklärt man den Teenagern, wie man schwanger wird.DSC_0048

Für viele Jahre haben wir nur über geschützten Sex gesprochen. Wir wollten verhindern, dass Teenager schwanger werden. Nun sehen wir, dass Frauen keine Kinder mehr haben wollen. So müssen wir umdenken, um die Geburtenrate wieder anzuheben. Wir sind nicht das einzige Land, das über den demographischen Wandel klagt“, erläutert Marianne Lomholt, Direktorin des dänischen Sexualaufklärungs-Programmes [3].

Lord Winston Hammersmith, einer der renommiertesten In-Vitro-Fertilisation-Pioniere, reiste im März 2013 durch Neuseeland, um Teenager in den Schulen über die Gefahren der Unfruchtbarkeit aufzuklären. Sein Rat, sie sollen nicht zu lange damit warten, Kinder zu bekommen, lautete:

Ich möchte Leute darauf aufmerksam machen, dass die Fruchtbarkeit sehr schnell bei Frauen abnimmt, je älter sie werden. Das liegt einfach in der Biologie der Frau. Die Gesellschaft muss kinderreiche Familien unterstützen. Es handle sich hierbei um einen ganzheitlichen Ansatz, der uns viel besser dient, als Eizellen einzufrieren oder aufwändige In-Vitro-Fertilisationen durchzuführen.“

Die Welt fühlt sich sehr schnell zu irgendwelchen Neuheiten, die Scheinlösungen versprechen, hingezogen. Vielleicht ist uns besser gedient, wenn wir zurück zu den Wurzeln gehen. So wird in stabilen Familien-Verhältnissen ein effizienter Weg gesehen, Kinder erfolgreich zu erziehen. „Die In-Vitro-Fertilisation hat eigentlich nur falsche Hoffnungen geweckt. Seine Erfolgsrate ist extrem niedrig.“ IMG_5830_ergebnis-150x150

Als man Lord Winston fragte, was er davon hält, dass Wissenschaftler GOTT spielen und Embryonen genetisch modifizieren, warnte er vor dieser sehr gefährlichen Technik: „Um Krankheiten zu vermeiden, sollte man lieber darauf achten, was die Mutter während einer Schwangerschaft konsumiert. Wir müssen die Umwelt in der Gebärmutter ändern. Eine gute Gesundheitsversorgung der Mutter spielt da eine sehr wichtige Rolle [4].

Sind Frauen ohne Kinder wirklich glücklich? Aber warum nehmen kinderlose Paare oft Hunde als eine Art Kinderersatz an? – Eine Studie des US-Science-Magazin’s erklärte die Interaktionen einer Mutter mit ihrem Baby durch Hormone.

Wie Wissenschaftler herausfanden, beruht die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind biologisch auf dem Hormon Oxytocin. Takefumi Kikusui, ein Tierverhaltensforscher von der Universität von Azabu, in Sagamihara (Japan) ist daran interessiert, warum Oxytocin Vertrauen, Muttergefühle und Nächstenliebe hervorbring:

Wenn eine Mutter ihrem Kind in die Augen schaut, steigt sowohl ihrer als auch der Oxytocin-Gehalt des Kindes an. Dieser Mechanismus bewirkt, dass das Kind die Blicke der Mutter erwidert, was die Hormonwerte weiterhin erhöht. Dieses sich steigernde Feedback ist gedacht, um die emotionalen Bindung zwischen Mutter und Kind zu verfestigen, in einer Zeit, wo sich das Kind nicht anders ausdrücken kann.“  IMG_1978

Kikusui, der seit 15 Jahren Hundebesitzer ist, fragte sich nun, ob derselbe Mechanismus auch auf Hunde zutrifft.

Eine Studie, an der 30 Hunde und ihre Besitzer teilnahmen, bestätigte diese Theorie. Wenn sich Hunde und ihre Besitzer in die Augen schauten, verzeichneten die Hunde einen Anstieg von 130% des Hormons, während bei ihren Besitzern 300% mehr Oxytocin gemessen wurden.

Die Studie lässt vermuten, dass eine Beziehung zwischen einem Menschen und seinem Hund die gleiche Oxytocin-Kaskade in Gang setzt, die normalerweise zwischen einer Mutter und ihrem Baby stattfindet.

Dieser Vorgang mag eine Rolle gespielt haben, um Hunde zu domestizieren. „Auch wenn wir Hunde oft als unsere Babies ansehen, heißt das noch lange nicht, dass sie uns umgekehrt als ihre Mütter betrachten“, erläuterte Jessica Oliva, eine Doktorandin der Monash-Universität aus Melbourne in Australien [5].

Die Studie erklärt zumindest, wieso es dem Hund gelungen ist, unser engster Begleiter zu werden. Muttergefühle sind demnach in jeder Frau vorhanden, nur manchmal setzen wir sie anders ein, als von der Natur her vorgesehen.

  • Literatur:
  • [1] Maguire P.: New York Times: No Kids for me, Thanks. Society, Aleteia 17. April 2015
  • [2] The NotMom.com, Celebrating women without children by choice or by chance. http://thenotmom.com/the-not-mom-summit-2015/
  • [3] Roberts S.: The New Sex Ed: Have babies before it’s too late! Society, Aleteia, 16. April 2015
  • [4] Roberts S.: Fertility treatment pioneer calls for caution. Demography is Destiny. MercatorNet.com, 13 März 2014
  • [5] Grimm D.: How dogs stole our hearts. Science 16. April 2015
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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).
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Psychologe: Liebe ist mehr als ein Gefühl – Sexualität gehört in die Ehe

“Die Ehe ist nicht totzukriegen”

Liebe läßt sich lernen. Diese Ansicht vertritt der Psychologe und Buchautor Jörg Berger (Heidelberg) in einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. IMG_1426

Es gäbe grundsätzlich für jeden Menschen mehr als einen Partner, der für eine erfüllende Beziehung in Frage komme, so Berger. Diese Einsicht sei entlastend, denn es komme nicht darauf an, daß man sich wie zwei Puzzlestücke zu 100 Prozent ergänze, sondern darauf, dass man das Handwerkszeug erlerne, mit dem man die Partnerschaft gestalten könne.

Nach Bergers Beobachtung sind Frauen den Männern in der Kommunikation und Beziehungspflege häufig überlegen. Sie kritisierten ihre Männer, die sich dann zurückzögen und gar nicht mehr reden wollten.

Berger empfiehlt Christen, vorher darauf zu achten, daß der Ehepartner ein Christ ist. Dies sei zwar noch keine Garantie für eine glückliche Beziehung. Eine fehlende gemeinsame Glaubensbasis könne jedoch in eine große Zerreißprobe führen.

Zudem sollten Christen ihre Sexualität an die Ehe binden. Zwar werde dies von der Mehrheit der Gesellschaft nicht unterstützt, und selbst Kirchengemeinden täten sich schwer damit. Sexuelle Intimität brauche jedoch einen Schutzraum.

Berger hierzu: „Die Ehe ist nicht totzukriegen. Es liegt eine tiefe Sehnsucht in uns, ein Leben lang in Treue zu einem anderen Menschen zu leben. Umfragen unter jungen Menschen zeigen das immer wieder – auch wenn das tatsächlich gelebte Leben von diesem Wunsch oft abweicht.“

Quelle: http://www.idea.de


Die Mißachtung der Schöpfungsordnung und das veränderte Familienbild in den USA

Von Dr. med. Edith Breburda

Im September 2015 werden zwei Millionen Menschen mit Papst Franziskus in Philadelphia das Welt-Treffen der Familien feiern. Dr. Breburda

Ein paar Monate vor diesem Ereignis könnte es passieren, dass der Oberste Gerichtshof der USA die Gesetze für die traditionelle Familie ändert und auch gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt. Das Verständnis für Familie und Ehe hat sich seit der sexuellen Revolution geändert.

Wie ist es soweit gekommen?

Die Einführung der Pille in den fünfziger und sechziger Jahren machte es möglich, Sex ohne Folgen erleben zu können.

Die rezeptfreien Pille danach, die jetzt in Deutschland zugelassen wurde, „wird Geschlechtskrankheiten en masse verursachen, den demographischen Wandel und Unterhaltszahlungen für jeden zweiten Mann stoppen”, erläutert der Arzt Dr. Johannes [1].1_0_809751

Der hl. Papst Johannes Paul II. warnte in “Evangelium Vitae” vor den Gefahren, die der Gebrauch von künstlichen Verhütungsmitteln mit sich bringt: “Der Mensch macht die persönliche Erfüllung zum Mittelpunkt seines Lebenszweckes. Damit strebt er eine egozentrische Freiheit an, die sich von der wahren Freiheit separiert.“

Ego-Freiheit bedeutet, das zu tun, was immer Du tun willst. Wobei die Grenzen des Anderen beachtet werden sollen. Freiheit bedeutet auch Disziplin und Selbstbeherrschung und darf den Menschen nicht versklaven.

Wenn wir den Sex von der Reproduktion bzw. Fruchtbarkeit trennen, machen wir ihn zu einer sterilen Handlung, die nicht mehr ihre eigentliche Intention erfüllt. Mit Hilfe reproduktiver Technologien überlassen wir das Kinderkriegen Mitarbeitern von Fertilitäts-Kliniken und Ei- und Samenzell-Agenturen. DSC05485

Elternschaft wird heute als kommerzielles Vorhaben betrachtet. Kinder werden nicht mehr so gezeugt, wie es die Biologie vorsieht. Sie mutieren zu einem rechtlichen Gegenstand, der den Absichten und Wünschen des Erwachsenen zugeordnet wird.

Liebe ist eine Handlung, ein Versprechen, eine Verpflichtung, ein willentlicher Akt und nicht nur ein Gefühl oder eine Stimmung, die Schmetterlinge im Bauch hervorruft. Wenn die Emotionen vergehen, kann man die Scheidung einreichen. Einen Grund muss man nicht mehr erwähnen. Man handelt ganz so, wie es uns in jeder Soap-Opera (Seifenoper) vorgespielt wird.

Man fragt sich gar nicht mehr, was der Zweck einer Ehe ist. Als eine dauerhafte Beziehung wird sie schon lange nicht mehr angesehen.

Rayan T. Anderson schreibt in seinem Buch: What is Marriage: a Man and a Woman: A Defense, dass eine Ehe immer die Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau ist. Vater und Mutter geben ihren Kindern Schutz, geborgen aufzuwachsen. Es ist eine anthropologische Wahrheit, dass sich beide Geschlechter ergänzen.

Beide Geschlechter sind notwendig, um neues Leben hervorzubringen. Kinder brauchen Vater und Mutter, erklären uns die Soziologen. Am besten entfalten die Sprößlinge sich, wenn sie von ihren biologischen Eltern großgezogen werden.

Fast die Hälfte der Erstgeburten in den USA haben eine unverheiratete Mutter. Familien sind instabil, wenn Eltern nur zusammenleben, ohne verheiratetet zu sein. Alleinerziehende Eltern sind oft prädestiniert, arm zu sein. Kinder, die ohne Vater aufwachsen, werden häufiger drogenabhängig, kriminell oder werden selber als Teenager schwanger. frage

In der heutigen Hook-up-Kultur, die ubiquitär für amerikanische Universtäten scheint, wird Sex als eine andere Form der Entspannung angesehen. Sex hat keine tiefere Bedeutung mehr und dient nur dem Mann, seine sexuellen Begierden auszuleben.

Die Frau wird abgestumpft, ihre wirklichen Gefühle spielen keine Rolle. Dazu kommen eventuell ungewollte Schwangerschaften, vermehrte Geschlechtskrankheiten, ein erhöhte Gefahr von sexueller Gewalt sowie emotionale und psychische Probleme, die den Weg zu einer authentischen Liebe mit Hindernissen zuschütten [2].

Wie es scheint, streben wir heute eine Ehe an, in der das Geschlecht der Partner in den Hintergrund rückt.

Selbst die italienischen Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana betrachten die Naturgesetzte als Norm. Sie stießen mit ihrer Aussage, die sie in einem Interview in der Zeitung Panorama [3] machten: „Wir sind Gay und gegen die Homo-Ehe” auf Ablehnung.

Die beiden Homosexuellen wurden massiv kritisiert, als sie weiterhin verkündeten, dass nur die traditionelle Familie als authentisch betrachtet werden könne. Kinder sollten ohne künstliche Befruchtung entstehen. Man kann sie nicht von Leihmüttern, die ihre Gebärmutter vermieten, bekommen. Das Leben muss durch einen Akt der Liebe weitergegeben werden.

Leben hat einen natürlichen Werdegang, den wir nicht ändern können. Domenico Dolce wurde sogar noch deutlicher, er sagte: „Kinder der Chemie sind synthetische Babys. Uteri bietet man zum Vermieten an und Samen kann man sich aus einem Katalog aussuchen. Nicht einmal Psychiater sind darauf vorbereitet, mit den Folgen dieser Experimente umzugehen.“

Als sich Elton John, der selber zwei surrogate Söhne mit seinem Partner David Furnish hat, darüber mit der Bemerkung beschwerte, dass diese Ansichten mittelalterlich seien, lenkten die Designer ein.

Sie gaben zu, dass sie die Lebensentscheidungen anderer Leute respektieren. Im Gegenzug forderten sie, Respekt vor unterschiedlichen Ansichten füreinander aufzubringen. BILD0222

Sir Elton John ärgerte sich am meisten über das Statement der Designer, dass Kinder, die für Gleichgeschlechtliche gentechnisch erschaffen werden, in einer bestimmten Weise synthetisch seien:

„Wie kann man es wagen, meine wunderschönen Kinder als synthetisch zu bezeichnen? Schande soll über dich kommen, wenn du mit deinen Zeigefinger wackelst und voreingenommen über die In-Vitro-Fertilisation denkst. Legionen von lieben Menschen, Homosexuellen und Heterosexuellen, haben das Wunder der IVF in Anspruch genommen, um ihren Traum nach Kindern zu erfüllen. Das archaische Denken von Dolce und Gabbana ist nicht mehr zeitgemäß, so wie ihre Mode.“

Doug Mainwaring, ein Schriftsteller, der für das Witherspoon Institute arbeitet, kommentiert den Vorfall:

„Man muss bedenken, dass Sir Elton John 63 Jahre alt war, als er sein erstes Kind mithilfe einer Surrogat-Mutter bekam. Sein Partner David Furnish war 48, und beim zweiten Sohn 50. Wenn der jüngere Sohn aus der Schule kommt, werden die Väter 81 und 68 Jahre alt sein.

Verdienen Kinder nicht biologische Eltern, Mutter und Vater und nicht zwei Opas, wenn ihre Kinder noch klein sind?  – Die beiden mögen zwar ihre Kinder lieben, trotzdem bleibt die Frage, ob das Interesse der Kinder nicht vor den Wünschen egoistischer Eltern Vorrang hat.”imagesCAHIF86C

Normalerweise wird der In-Vitro-Technologie eine Altersgrenze gesetzt, ganz so wie bei der Adoption. Doch Kinder durch den Kauf von Gameten in einem gemieteten Uterus herzustellen, unterliegt keinerlei Regulierung.

Jedes unfruchtbare Paar, das mit einer Adoptionsgesellschaft zusammenarbeitet, weiß, dass es nach einer Altersgrenze von 40 Jahren kein Neugeborenes mehr adoptieren darf. Aber zahlenden weißen Männern, die ihre Familie mit eigens für sie angefertigten Kindern bestücken wollen, scheinen keinerlei Grenzen auferlegt zu sein.

Domenico Dolce erregte mit dem Begriff synthetische Babyss Aufsehen. Aber es gibt im Leben Dinge, die eben nicht geändert werden können. Dass sich Mann und Frau ergänzen, ist unabdingbar. Es handelt sich nicht um eine religiöse Erfindung.

Es ist unabdingbar in unser Herz geschrieben, spiegelt sich in unserer DNA wieder und wir können es überall um uns herum entdecken: Das Naturgesetz.

Es kann nicht ausgetrickst oder verändert werden. Zumindest nicht ohne unvorhersehbare Folgen. Warum haben wir solch eine Eile, den Begriff der Ehe neu zu definieren?

Auch wenn Gerichte vorgeben, die besten Absichten zu haben: Die Leidtragenden sind die Kinder. Wir werden erst darüber erfahren, wenn sie alt genug sind, um uns über ihr Schicksal zu berichten[4].“

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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).
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INFOs über ihr jüngstes bioethisches Sachbuch in Romanform: https://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/
 
Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Verwöhnte Kinder heute: alles wollen, wenig können, viel fordern…

Von Prof. Dr. Albert Wunsch

75 Prozent der Deutschen glauben, dass wir auf dem Weg in eine Gesellschaft von Egoisten sind und dies vor allem dadurch, dass Eltern ihre Kinder verwöhnen. So das Ergebnis einer Umfrage des Magazins “Familie&Co”. albert_wunsch

Dabei birgt der Begriff “verwöhnen” sehr viele Facetten, die auch zu Verwirrung und Missverständnissen führen können. Häufig kommt er in der Werbung zum Einsatz.

“Lassen Sie sich verwöhnen”  – ob durch Wellness-Angebote, zarte Wäsche oder Blumen. An der Effektivität der Wirkung dieser Werbestrategien wird offenbar: Es muss ein tiefes Bedürfnis existieren, nicht ständig aktiv bzw. initiativ sein und funktionieren zu müssen, sondern einfach, ja: verwöhnt zu werden  – wunderbar!?

Unabhängig von solchen Gedanken: Die Aufgabe von Eltern und anderen Erziehungskräften in Kindergarten, Schule und Berufsausbildung ist, Kinder so zur fördern, dass sie mit Handlungskompetenz, Selbstbewusstsein und Verantwortung ihr eigenes Leben in Beruf, Partnerschaft, Familie und Gesellschaft meistern können.

Kinder sollten nicht im Schongang aufwachsen

Dazu ist Hinwendung und nicht Verwöhnung notwendig. Wachsen Kinder jedoch in einem zu behüteten Umfeld auf, fehlt es an altersgemäßen Herausforderungen. Der Entwicklung von Selbstwirksamkeit – ein Schlüsselbegriff der Resilienzforschung – fehlt somit die Basis. Denn ein Aufwachsen im Schongang führt nicht zu Durchhaltekraft, Stabilität, Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung.

Aber was kennzeichnet ein Kind mit solchen sozialen Kompetenzen? 008_Index - Kopie

Es lässt sich nicht vom ersten Gegenwind umpusten, sieht sicht nicht als den Mittelpunkt der Welt, bringt sich förderlich in die Gemeinschaft ein, lernt mit Spannungen und Konflikten umzugehen, kann nachgeben ohne aufzugeben, erkennt mit dem Älterwerden immer deutlicher, dass Eltern nicht das Attribut der Vollkommenheit besitzen und demnach nicht immer alles richtig machen. Das hat zur Folge, auch mit eigenen Begrenztheiten besser umgehen zu können.

So erhalten Kinder die besten Voraussetzungen, sich zu liebenswürdigen Erwachsenen mit einem stabilen ICH entwickeln zu können. Es geht also um die Vermittlung eines ‚Ich pack das Leben an’-Faktor.

Besonders die sog. Helikopter-Eltern verhindern eine mut-machende Lebensvorbereitung. Ständig sind sie mit ihrem ‚Ich mach das schon für dich’, ‚das wird zu schwer sein’, ‚magst du dies wirklich noch essen’, ‚ wenn du nicht möchtest, dann brauchst du nicht …’ zur Stelle.

In den USA wird schon zwischen elterlichen „Rettungs-, Kampf- und Transport-Hubschraubern“ unterschieden. Wer die Vergleiche mit diesem fast überall starten und landen könnenden Fluggerät nicht mag, sollte trotzdem sein eigenes Verhalten kritisch überprüfen.

Dem Nachwuchs kein müheloses Leben ermöglichen

Denn dass Eltern anstelle ihrer Kinder  –  ob am Sandkasten, in der Schule oder beim Nachwuchs-Fußballclub  –  in die Kampf-Arena steigen oder ihre Töchter und Söhne ständig herumchauffieren, um ihnen ein müheloses Leben zu ermöglichen, ist zur ‚Normalität’ geworden. Doris-Sohnemann

Der dänische Familientherapeut Jesper Juul, der als Verfechter einer entspannten Erziehung gilt, beschreibt in einem “Spiegel”-Interview die Folgen von Überbehütung:

‚Verwahrlosung, Ignoranz und Desinteresse’, so argumentiert er, ‚richten weniger Schaden in Kinderseelen an als jener Narzissmus, der den Nachwuchs glücklich und erfolgreich sehen will, um sich selbst als kompetent zu erleben’.

Wer jedoch Kindern ständig Hindernisse aus dem Weg räumt, ihnen Mühe und Schweiß, täglich notwendigen Arbeiten oder Mitwirkungen ersparen will – selbst die Erfahrung von Trauer, etwa beim Tod der Großeltern – der führt diese gezielt in ein Terrain von Misslingen und Zukunftsangst.

Solche Kinder wissen nichts über andere Menschen und nichts über sich selbst. Sie spüren nicht, was es heißt, traurig oder frustriert zu sein, kennen kein Mitgefühl, besitzen keine Herzenswärme, sind letztlich unter sozialen Aspekten lebensuntauglich.

Der Irrglaube, dass eine Ausgrenzung von kindgerechter Anstrengung und Mühe den Start ins eigenständige Leben erleichtern könne, verbreitet sich rasant. Aber wie können sich Kinder auf die Herausforderungen des Lebens als Erwachsene in Beruf, Familie und Freizeit vorbereiten, wenn ihnen das notwendige Einübungsfeld verwehrt wird, sie kaum Konsequenzen  –  ob positive oder auch negative  –  ihres Handelns erfahren?

Zufriedenheit durch Selbstverantwortung

Der Lebensalltag verdeutlicht immer wieder neu: Wer Selbstverantwortung und Eigenständigkeit nicht erlernt, kann nicht in gutem Zusammenwirken mit Anderen zielorientiert und erfolgreich handeln, wird kaum zu Selbstwirksamkeit und innerer Zufriedenheit gelangen. klassenzimmer-e1409044335417

Insofern führt dieses allgegenwärtige Vorenthalten von altersgerechten Herausforderungen unsere Kinder gezielt zu Nichtkönnen und Versagen. Viele Probleme in Beruf und Partnerschaft haben dort ihren Ursprung.

Das erzieherische Unvermögen im Umgang mit unseren Kindern ist extrem steigerungsfähig. Hier zwei aktuelle Belege zu verwöhnten Kindern aus der Schweiz: „Mami, gib mir Geld oder ich schlage dich. – Das neuste Smartphone, die teuerste Tasche: Bekommen Kinder und Jugendliche nicht, was sie wollen, ticken sie aus.“ 

Ein Kinderpsychologe: „Verwöhnte Teenies kriegen keine Lehrstelle. – Kritikunfähig, zart besaitet, zu wenig ehrgeizig: Viele Junge müssen ihre Lehre abbrechen, weil sie zu verwöhnt sind“, sagt Psychologe Henri Guttmann (beides Beiträge der Zeitung „20 Minuten“ vom 11.3.2015).

Dazu titelt „DIE WELT“ vom 26.3.2015: „Die Schule geschafft, aber der Arbeitswelt nicht gewachsen. – Seit Jahren sollen ‚unnötige Härten’ vermieden werden: keine Grundregeln beim Schreiben, keine schriftlichen Prüfungen, kein Sitzenbleiben. Mit der wahren Arbeitswelt sind Jugendliche so überfordert.“ 

“Eltern, erzieht uns endlich wieder!”

Und wenn dann die exklusiv im Auftrag des “Stern” durchgeführte tiefenpsychologische Kinderstudie als Resultat formuliert: “Eltern, erzieht uns endlich wieder!” (vom 28.1.2015) und folgert: „Nicht Leistungsdruck überfordert unseren Nachwuchs, sondern Eltern, die ihren Job nicht richtig machen“, dann ist adäquates Handeln angesagt.

Dies ist jedoch leichter formuliert als umgesetzt. Denn eingefahrene Verhaltensmuster, eine zu starke Identifikation mit dem eigenen Nachwuchs, permanent Zeitdruck zu empfinden, selbst keine Spannung oder Anstrengung aushalten und sich nicht wirklich auf das eigene Kind mit seinen jeweiligen Bedürfnissen einlassen zu wollen bzw. zu können, werden vielfältige Abwehrmechanismen aktivieren. marsch_2012_photo_142_m

‚Schließlich geht es um meine Kinder, da hat sich niemand einzumischen’, ist der häufigste Verteidigungs-Versuch. Aber ein tiefer gehender Blick macht deutlich, dass es meist nicht um die Kinder, sondern ums eigene Wollen und Wohlbefinden geht.

Um die notwendigen Veränderungsschritte einzuleiten, ist eine kräftige Portion Selbst-Kritik und Umorientierungs-Bereitschaft notwendig.

Hier die mutmachende Praxis-Konkretisierung einer Journalistin und dreifachen Mutter:

„Es ist ja nicht so, dass, bloß weil etwas stimmt, man es auch automatisch gerne gesagt bekommt. Bisher hatte ich immer gemütlich gedacht, dass es in Ordnung sei, wenn ich meine Kinder ab und zu verwöhne. Hier ein Eis außer der Reihe, da eine halbe Stunde länger Fernsehen.

Wird schon nicht so schlimm sein, dachte ich, sofern ich überhaupt darüber nachdachte, bis ich Dr. Albert Wunsch anrief, den Erziehungswissenschaftler und Autor des Buches ‚Die Verwöhnungsfalle’.

‚Ist Verwöhnen denn immer schlecht?’ frage ich und bin mir dabei noch keiner Gefahr bewusst. Zunächst täuscht mich der bezaubernde, rheinländische Singsang des Gelehrten über die Schonungslosigkeit seiner Aussagen hinweg: ‚Verwöhnung macht asozial, lebensuntüchtig und einsam,’ sagt Wunsch und ich ziehe den Kopf ein. Zu spät. Volle Breitseite.

‚Sie haben den Auftrag, Ihre Söhne in ein eigenständiges Leben zu führen und das ist nicht im Schongang erlernbar. Stehlen Sie den Kindern ihre Probleme nicht! … Dadurch erziehen Sie sie zu unselbstständigen Menschen, die alles wollen, aber nichts geben und später in der ersten eigenständigen Wohnung erschrocken feststellen, dass der Mülleimer nicht von alleine leer und der Kühlschrank nicht von alleine voll wird. Kinder brauchen Herausforderungen, um stark zu werden’.“ 

Die “Brigitte”-Problemzonen-Kolumnistin ist aktiv in die Selbst-Auseinandersetzung eingestiegen.        

Anschrift unseres Autors: Dr. Albert Wunsch, 41470 Neuss, Im Hawisch 17

Dr. Albert Wunsch ist Psychologe, Diplom Sozialpädagoge, Diplom Pädagoge und promovierter Erziehungswissenschaftler. Bevor er 2004 eine Lehrtätigkeit an der Katholischen Hochschule NRW in Köln (Bereich Sozialwesen) begann, leitete er ca. 25 Jahre das Katholische Jugendamt in Neuss. Im Jahre 2013 begann er eine hauptamtliche Lehrtätigkeit an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen / Neuss. Außerdem hat er seit vielen Jahren einen Lehrauftrag an der Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs-, Lebens- und Konflikt-Berater sowie als Supervisor und Konflikt-Coach (DGSv). Er ist Vater von 2 Söhnen und Großvater von 3 Enkeltöchtern.

Seine Bücher: “Die Verwöhnungsfalle” (auch in Korea und China erschienen), “Abschied von der Spaßpädagogik”, “Boxenstopp für Paare” sowie “Mit mehr Selbst zum stabilen ICH – Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung” lösten ein starkes Medienecho aus und machten ihn im deutschen Sprachbereich sehr bekannt.

Weitere Infos: www.albert-wunsch.de  


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