Ehe und Elternschaft legen das vitale Fundament für unsere Zukunft

Von Prof. Dr. Manfred Spieker

Jede Gesellschaft hat ein vitales Interesse daran, diejenigen privaten Lebensformen besonders zu schützen und zu fördern, welche Leistungen erbringen, die nicht nur für die Beteiligten, sondern auch für die übrigen Gesellschaftsbereiche notwendig sind. Spieker-Foto

Die Leistungen, die Ehe und Familie für die ganze Gesellschaft erbringen, sind die Regeneration der Gesellschaft und die Bildung des Humanvermögens der nächsten Generation.

Aus soziologischer Sicht haben Ehe und Familie deshalb gesellschaftliche Funktionen. Aus ökonomischer Sicht produzieren sie positive externe Effekte. Diese vitalen Funktionen von Ehe und Familie verbieten es, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ehegleiche Rechte einzuräumen.

Eingetragene Lebenspartnerschaften leisten zur Regeneration der Gesellschaft keinen Beitrag. Sie haben weder positive externe Effekte noch gesellschaftliche Funktionen. Es liegt in der Logik der Institutsgarantie für Ehe und Familie, ihnen dann auch nicht den Schutz und die Förderung zukommen zu lassen, die Ehe und Familie genießen.

Irland sorgte für erneute Debatte um die Homo-Ehe

Das irische Referendum vom 22. Mai, bei dem eine Mehrheit von 62 Prozent für die verfassungsrechtliche Gleichstellung homosexueller Verbindungen mit der Ehe votierte, hat den Forderungen nach der Homo-Ehe nun auch hierzulande großen Auftrieb gegeben.

Selbst in CDU und CSU mehren sich die Stimmen, die diese Gleichstellung fordern. Gegenseitige Liebe, Verantwortung und Fürsorge sollen ausreichen, um eine Ehe zu begründen. Gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften die Ehe, die sie jahrzehntelang geschmäht haben, zu verweigern, gilt plötzlich als Diskriminierung.BILD0222

Schon das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Juli 2002 zum Lebenspartnerschaftsgesetz vom 16. Februar 2001 hatte den bereits vom Gesetzgeber in den Titel des Gesetzes eingefügten Begriff der Diskriminierung übernommen.

Der „Institutsgarantie“ des Artikel 6 I GG, so die Mehrheitsmeinung des Gerichtes, lasse sich kein „Verbot“ entnehmen, „gleichgeschlechtlichen Partnern die Möglichkeit einer rechtlich ähnlich ausgestalteten Partnerschaft zu eröffnen“. Der Gesetzgeber habe mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft „keine Ehe mit falschem Etikett (…), sondern ein Aliud zur Ehe“ geschaffen, also etwas anderes.

Die Senatsmehrheit versäumte es jedoch, nach den Gründen für den Schutz und die Privilegierung von Ehe und Familie im Grundgesetz zu fragen. Sie hätte prüfen müssen, so die Richterin Haas in ihrer abweichenden Meinung, „ob die Rechtsform der eingetragenen Lebenspartnerschaft einen Regelungsgehalt aufweist, der mit dem des Instituts der Ehe vergleichbar ist“.

Ein solcher Regelungsgehalt liegt nicht vor, da die eingetragene Lebenspartnerschaft, so Haas, nicht auf ein eigenes Kind hin angelegt ist, nicht zu Elternverantwortlichkeit führt und keinen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit von Staat und Gesellschaft erbringt.

Schutz der Ehe zielt auf die Familie

Der verfassungsrechtliche Schutz der Ehe hat seine Wurzel in der Finalität der Ehe, das heißt in der für sie charakteristischen prinzipiellen Ausrichtung auf die Familie. Der wesentliche Unterschied zwischen gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaft und Ehe besteht darin, daß ersterer die Potentialität für die Zeugung und Erziehung von Nachwuchs fehlt. BILD0289

In seiner Entscheidung vom 7. Juli 2009 befaßte sich der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts mit einer Verfassungsbeschwerde wegen der Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft im Hinblick auf die betriebliche Hinterbliebenenversorgung für Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes.

Er hielt eine solche Ungleichbehandlung für unvereinbar mit dem Gleichheitsgrundsatz des Artikel 3 I GG. Sie stelle eine Diskriminierung der eingetragenen Lebenspartner aufgrund ihrer „sexuellen Orientierung“ dar.

Das Bundesverfassungsgericht ignorierte in dieser Entscheidung wie schon in seinem Urteil von 2002 den Grund der Privilegierung von Ehe und Familie in Artikel 6 I GG, nämlich den Beitrag zur Regeneration der Gesellschaft und zur Bildung des Humanvermögens der nächsten Generation. Es band die Privilegierung der Ehe an die „heterosexuelle“ Orientierung der Eheleute, um so eine Diskriminierung der Menschen mit homosexueller Orientierung zu konstruieren.

Es versuchte, seine sachfremde Argumentation dadurch abzusichern, daß es der kinderlosen Ehe eine Bedeutung beimaß, die ihr nicht zukommt, und dadurch, daß es gleichzeitig behauptete, „in zahlreichen eingetragenen Lebenspartnerschaften leben Kinder, insbesondere in solchen von Frauen“.

Gleichstellungsideologie ist lebensfeindlich

Wie kühn diese Behauptungen waren, zeigen alle Daten zu Kindern in sogenannten Regenbogenfamilien. Belastbare Zahlen existieren zwar nicht, aber selbst die höheren Schätzungen liegen im Bereich von einem Promille.

Der Tatsache, daß der Normalfall einer Ehe nicht die kinderlose, sondern die zu einer Familie führende beziehungsweise mit ihr verbundene Ehe ist, schenkte das Gericht ebensowenig Beachtung wie der Tatsache, daß eine eingetragene Lebenspartnerschaft von sich aus nie auf Kinder angelegt ist. BILD0235

Die Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe ist generationenblind und lebensfeindlich. Sie setzt einen Paradigmenwechsel voraus hin zur gegenseitigen Beistandspflicht oder zur sexuellen Orientierung, die als Legitimationsgrund für die Privilegierung von Ehe und Familie jedoch unzureichend sind. Alle Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen entstammen der Zeugung durch ein Paar mit heterosexuellem Verhalten.

Kindeswohl sollte Vorrang haben

Dagegen wird eingewandt, gleichgeschlechtliche Lebenspartner seien durchaus in der Lage, mittels Adoption, In-Vitro-Fertilisation, Ei- und Samenspende sowie Leihmutterschaft einen Beitrag zur Reproduktion der Gesellschaft und zur Bildung des Humanvermögens künftiger Generationen zu leisten.

Aber auch adoptierte Kinder sind Kinder, die aus heterosexuellen Beziehungen hervorgehen. Wenn dem Kindeswohl Vorrang vor der Befriedigung von Bedürfnissen oder Wünschen eingetragener Lebenspartner eingeräumt wird, verbietet sich dieser Ausweg, ganz abgesehen davon, daß auch er den Promillebereich nicht überschreitet.DSC07339

Kinder sind kein Dekor und kein Besitz eingetragener Lebenspartner. Dies gilt selbstverständlich für die natürlichen Eltern nicht weniger. Kinder sind eigene Personen und haben Anspruch auf den Schutz ihrer Würde und ihrer Entfaltungsmöglichkeiten. Die Optimierung dieser Entfaltungsmöglichkeiten erfordert Erzieher beiderlei Geschlechts.

Es gäbe keine Hinweise, so der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann in seinem Bundesratsplädoyer für die Homo-Ehe, daß gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften Kinder schlechter erziehen könnten als Ehepaare. Doch: diese Hinweise gibt es.

Douglas W. Allen hat in einer breiten Untersuchung in Kanada nachgewiesen, daß die Chancen von Kindern aus gleichgeschlechtlichen Haushalten, einen College-Abschluß zu erreichen, deutlich geringer sind als die von Kindern aus heterosexuellen Haushalten. Rund 35 Prozent erreichen den College-Abschluß nicht, bei Mädchen aus schwulen Haushalten sind es gar 85 Prozent (High school graduation rates among children of same-sex households, in: Revue of Economics of the household, 2013, 11: 635-658).

Einen Anspruch auf Erzieher beiderlei Geschlechts – „mixed (male and female) staff“ – hat der Europarat 1995 deshalb auch in die damals diskutierte Charta der Rechte von Waisenkindern aufgenommen. Das Kindschaftsreformgesetz von 1997 geht ebenfalls davon aus, daß Kinder zu ihrer gedeihlichen Entwicklung Mutter und Vater benötigen. Es hat deshalb den Paragraphen 1626 BGB um einen Absatz 3 ergänzt: „Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen.“

Prof. em. Dr. Manfred Spieker lehrte Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit” (Nr. 31-32/2015) – online: http://www.jungefreiheit.de

Kritische Stellungnahme von Prof. Spieker zum grün-roten “Bildungsplan” und staatlicher Frühsexualisierung von Kindern: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/12/sozialethiker-prof-dr-manfred-spieker-kritisiert-gruen-roten-aktionsplan/

Gemälde-Fotos: Evita Gründler


Staatsrechtler Prof. Dr. Udo Di Fabio gegen Einführung der “Homo-Ehe”

“Bestimmte Unterscheidungen sind notwendig”

Der frühere Bundesverfassungsrichter Prof. Udo Di Fabio hat sich gegen die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe ausgesprochen. Er rät Karlsruhe davon ab, eine Entscheidung zugunsten der sog. „Homo-Ehe“ zu treffen.

Der katholische Staatsrechtslehrer sagte der Tageszeitung „Rheinische Post“ vom 25. Juli, man solle nicht jede Unterscheidung  –  etwa die zwischen der Ehe von Mann und Frau und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften  –  unter Diskriminierungsverdacht stellen: „Bestimmte Unterscheidungen, etwa die zwischen Staatsbürgern und Ausländern, sind notwendig, sonst kann ein Staat nicht funktionieren.“

Prof. Di Fabio weiter: „Das Grundgesetz prämiert Gemeinschaften wie die Ehe oder auch Gewerkschaften, Kirchen oder politische Parteien, weil sie wichtig sind für die Gesellschaft.“ 

Quelle: http://www.idea.de


Causa “Homo-Ehe”: Bekenntnisbewegte KSBB widerspricht dem EKD-Chef

Die evangelische “Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern” (KSBB) wendet sich in einer Pressemeldung gegen Äußerungen des EKD-Vorsitzenden, Landesbischof Bedford-Strohm, der sich für eine Öffnung der “Ehe für alle” aussprach und sich hierbei auf die “Goldene Regel” (Was Du willst, das die anderen dir tun, das tue auch ihnen) berief.

Dem widerspricht der theologisch konservative, evangelikale KSBB-Verband folgendermaßen: b (8) - Kopie

Vier Thesen der KSBB zur Behauptung des EKD-Ratsvorsitzenden, das zentrale biblische Gebot der Goldenen Regel gebiete eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

1.) Die Nutzung der Goldenen Regel als Aufruf zum Bruch der Gebote ist ein Missbrauch.

1.1) Jesus fasst das Gesetz und die Propheten nicht in der Goldenen Regel, sondern im Doppelgebot der Liebe zusammen (Mt 22,37-39).
1.2) Dieses, abgeleitet aus dem Glaubensbekenntnis Israels, stellt über alles die Liebe zu Gott (5 Mo 6,4-7).
1.3) Danach folgt die Liebe zum Nächsten, die der Selbstliebe gleichgestellt ist.
1.4.) Die Liebe zu Gott drückt sich in der Nachfolge Christi aus und diese im Halten der Gebote (Mt 10,38; Joh 14,21).
1.5.) Die Theologie kennt diese Folgerung als usus tertius, den dritten Gebrauch des Gesetzes. Er ist Teil des lutherischen Bekenntnisses, auf das alle Pfarrer und damit Bischöfe, die gemäß der Kirchenverfassung Pfarrer sind, ordiniert sind.
1.6) Wer der opponenten Argumentation folgt, verliert die Nachfolge aus dem Blick.

2.) Die Behauptung, die Ehe verlöre nichts durch eine Öffnung für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, irrt in mehrfacher Hinsicht:

2.1) Die Exklusivität der Ehe als Institut zwischen Mann und Frau wird erweitert. Dadurch verliert sie ganz klar an Exklusivität.P1020947
2.2) Zudem kommt es zu einem Verlust der Präzision in der Sprache. Wer Begriffe erweitert, macht sie unbrauchbar. Konsequent angewendet, führt diese rückwärtsgewandte, entdifferenzierende Art des Sprachgebrauchs zum Sprach- und damit zum Kulturverlust.
2.3) Wenn der Begriff „Ehe” sowohl die Verbindung zwischen Mann und Frau, Frau und Frau, Mann und Mann umfasst, wären neue Begriffe nötig, um diese Verbindungen zu diskriminieren (unterscheiden!), denn jede dieser Verbindungen ist offensichtlich ungleich zu den anderen.
2.4) Wer das Argument, die Ehe verlöre nichts, als zentral betrachtet, vergisst, dass es für Christen in erster Linie um die Nachfolge Christi und nicht um den Ehe-Begriff geht. Die Nachfolge und wahrhaftiges Jünger sein jedoch hängen am Wort Gottes (Joh 8,31).

3.) Wer sich auf die opponente Argumentation einlässt, kann, gleich einem Lotto-Spiel, in dem es nur Nieten gibt, nur verlieren.

3.1) Er verliert das Wort Gottes aus dem Auge und damit den, der es gesprochen hat.
3.2) Er verliert eine präzise Sprache. DSC06228
3.3) Er verliert das Institut der Ehe.
3.4) Er verliert die rechte Nachfolge, die Christus über alles eigene Begehren stellen soll (Mt 16,24).
3.5) Er verliert seine Geschwister in Christus, denn er diskriminiert sozial diejenigen, die von Homosexualität betroffen sind, aber enthaltsam Jesus und seinem Wort nachfolgen wollen. Das geschieht auf dem ev. Kirchentag, der diese Christen ausschließt, während Nicht-Christen herzlich willkommen sind.
3.5.1) Er trägt damit zur Spaltung der Gemeinde Christi sichtbar bei. Auch ökumenisch ist die Belastung überdeutlich.
3.5.2) Er redet Sündern ein, ihr Verhalten sei keine Sünde, und gefährdet damit ihre Beziehung zu Jesus und letztlich ihr Heil. Denn Vergebung folgt aus der Sündenerkenntnis, dem Sündenbekenntnis und der Reue des Herzens.

4) Von der Teilnahme an einer solchen Lotterie, die keine Gewinne, aber einen Totalverlust bietet, kann nur abgeraten werden.

Infos über die KSBB: www.ksbb-bayern.de


USA: Dem Urteil pro Homo-Ehe folgt jetzt die Forderung nach der Poly-Ehe

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel “Urteil zur Homo-Ehe inspiriert Polygamisten” berichtet SPIEGEL-online am 3. Juli 2015 über neuere Bestrebungen in den Vereinigten Staaten zugunsten der rechtlichen Anerkennung der Mehrfach-Ehe.
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Dabei wird abschließend erwähnt, daß nicht allein die Zustimmung zur Homo-Ehe in den letzten Jahren rasant angestiegen ist, sondern  – wenngleich nicht im gleichen Ausmaß – auch die Akzeptanz der Polygamie: Waren es 2006 lediglich 5%, so sind es Umfragen zufolge heute bereits 16%. cropped-ZIM_5640
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Mit welcher Logik will ein Staat Bigamie und Polygamie auf Dauer weiter verbieten, wenn sein oberster Gerichtshof die traditionelle Definition, daß die Ehe eine Lebensverbindung eines Mannes mit einer Frau ist, bereits vom Tisch gefegt hat?  
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FOTO: Wird das klassische Ehe-Prinzip (Mann und Frau) aufgehoben, dann wird bald auch die Ein-Ehe hinterfragt
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Dieses bewährte Ehe-Prinzip bestand sowohl aus der Frau-Mann-Verbindung wie auch darauf, daß sich dabei ein Mann und eine Frau das verbindliche Ja-Wort geben.
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Wenn konservative Christen in der jetzigen Debatte um die Homo-Ehe kritisch darauf hinweisen, daß dieser Schritt auf kurz oder lang weitere Forderungen nach sich ziehen werde, werden sie nicht selten belächelt oder gar verunglimpft – offenbar durchaus zu Unrecht, wie der aktuelle Artikel des “Spiegel” ungewollt klarstellt.

Kesseltreiben gegen die saarländische Ministerpräsidentin

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Wir erinnern an die massive Kampagne aus Medien und Politik gegen die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Besonders hartnäckig beteiligte sich hieran die SPD-Politikerin und Ministerin Manuela Schwesig. (Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/03/homo-ehe-ministerin-manuela-schwesig-spd-wettert-weiter-gegen-cdu-politikerin/)
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Der mitunter geradezu aggressive Feldzug gegen die CDU-Politikerin bezog sich auf folgende Ansicht, welche die Ministerpräsidentin in der aktuellen Debatte über die Homo-Ehe geäußert hat:
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„Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen.
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Hinsichtlich der sexuellen Inzucht unter Geschwistern fordert die “grüne Jugend” schon seit Jahren die Abschaffung der Strafbarkeit.
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Der kinderreiche Amerikaner Nathan Collier, so schreibt der “Spiegel”, wolle nun endlich mit den zwei Frauen, mit denen er zusammenlebe, gleichzeitig verheiratet sein –  nicht nur mit seiner ersten Ehefrau.
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Er verweist auf die Aussagen des Richters Jon Roberts, der das Homo-Ehe-Urteil u.a. mit der Begründung ablehnt, bei Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe könnten Polygamisten “die gleichen Argumente anführen, die Homosexuelle für die Legalisierung der Homo-Ehe vorbrächten: Wenn ihnen das Recht zu heiraten vorenthalten werde, sei das respektlos und mache sie zu Bürgern zweiter Klasse.”
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Obwohl dieser Richter mit seiner Äußerung sowohl vor der Homo- wie vor der Poly-Ehe warnen wollte, wird sein Argument nun von jenen vereinnahmt, die ihrerseits das Recht auf die Mehrfach-Ehe fordern. Damit zeigen sich bereits jetzt genau jene Konsequenzen, auf die konservative Stimmen schon länger mahnend hinweisen.
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Felizitas Küble leitet ehrenamtlich das Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Aktueller Datenreport belegt starken Streß durch Mehrfachbelastung der Mütter

Müttergenesungswerk über “Bermuda-Dreieck”: Kinder, Haushalt, Beruf

Von rund 50.000 Müttern, die 2014 an einer Mutter-Kind-Kurmaßnahme im Müttergenesungswerk teilgenommen haben, leiden über 80 Prozent unter Erschöpfungszuständen bis hin zum Burn-out. 008_Index - Kopie

Von rund 72.000 mitreisenden Kindern sind zwei Drittel behandlungsbedürftig. Dies zeigt der aktuelle Datenreport des Müttergenesungswerkes (MGW).

Viele Mütter stehen nach wie vor als Hauptverantwortliche für Familienarbeit in einer permanenten Überlastungssituation mit Zeitstress und hohem Erwartungsdruck: Die Krankheiten von Kindern stehen oft in Verbindung mit belastenden Familiensituationen.

BILD: Glückliche Mutter, fröhliche Kinder – das ist bei großer Streßbelastung leider anders

Bei den Kindern nehmen insbesondere Atemwegserkrankungen (26 Prozent) und psychische Störungen (23 Prozent), beispielsweise Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Störungen oder ADHS zu. Hinzu kommen oft krankmachende Familiensituationen (18 Prozent) wie Trennung und Trauer oder auch Gewalterfahrungen.

„Mütter sind durch die Vielzahl der Anforderungen und Erwartungen stark überlastet. Das ständige Hin und Her zwischen Kindern, Haushalt und Beruf ist zu einem Bermudadreieck für Mütter geworden, in dem ihre eigenen Bedürfnisse verloren gehen, sie werden krank. Die Folge ist die Schwächung des sozialen Systems ‘Familie’ und damit auch der Kinder“, erläuterte die Kuratoriumsvorsitzende Dagmar Ziegler, MdB.

 Quelle: https://www.muettergenesungswerk.de/DesktopDefault.aspx?content=article&ID=1280&mid=3064


“Ehe für alle”-Initiative von Dirk Ludigs will “Druck auf die Politik” erhöhen

Von Felizitas Küble

Eine aktuelle Pressemitteilung der schwul-lesbisch-“queeren” Initiative “Ehe für alle” wartet jetzt mit dem bombastischen Titel auf: “Größtes Bündnis der LSBTI-Geschichte in Deutschland gegründet: Initiative EheFürAlle erhöht den Druck auf die Politik” 159481-3x2-teaser296

Nach der Irland-Abstimmung hätten sich, so heißt es weiter,  bislang 22 Gruppen, Vereine und Verbände in Deutschland zur Initiative “EheFürAlle” zusammengeschlossen.”

Der Sprecher dieses Bündnisses, Dirk Ludigs, erklärt dazu: “Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit koordinierten Aktionen den gesellschaftlichen Druck auf den Bundestag und die Kanzlerin zu erhöhen, bis die Ehe endlich auch in Deutschland für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird.“

Man darf sich aber wundern, denn mit Dirk Ludigs steht jetzt ausgerechnet jener schwule Publizist und Aktivist an vorderster Front pro “Ehe für alle”, der sich bislang ganz anders positionierte:

Ludigs schrieb in den letzten Jahren mehrfach gegen eine Einführung der “Homo-Ehe”, weil ihm diese Vorstellung viel zu verbürgerlicht bzw. zu wenig “queer” und “bunt” etc. erschien.

Dirk Ludigs contra Ehe für Homosexuelle

So äußerte er sich z.B. in diesem Artikel vom 13.11.2013 auf der homosexuell orientierten Webseite “Siegessäule” eindeutig ablehnend zum Thema gleichgeschlechtliche Ehe:

“Es wird sie schon alleine deshalb nicht geben, weil jeder der sie fordert, das Wesen der LGBTI*-Welt von Grund auf verkennt. Sie ist eben queer, bunt, verschieden und bis zum Platzen voll mit unterschiedlichsten Individuen.

Sie ist in sich schon eine fragile Koalition der Andersartigen, die weder durch eine Religion, noch politische Überzeugung und schon gar nicht durch einen gemeinsamen Lebensentwurf zusammengehalten wird. Sie ist polymorph, pervers und in ihr streiten queere Studierende um Genderfragen, outen sich lesbische Verlegerinnen als Ehegegnerinnen und streiten Transgender sich mit Transsexuellen um das Für und Wider von Anpassungs-OPs.”

Ähnlich argumentierte Ludigs im schwulen Portal “Du & Ich”, als er dort in einem Artikel u.a. den grünen Politiker Volker Beck kritisierte:

“Vielen vor allem linken und alternativen Bewegten war seine Fixierung auf die Homo-Ehe zutiefst suspekt, sein Bild des „normalen Schwulen“, das er so sehr abgab wie propagierte, drohte in deren Augen alternative Lebensentwürfe wie den des promisken Szeneschwulen erneut an den gesellschaftlichen Rand zu drängen, von dem aus man sich für sein Verhalten erneut zu rechtfertigen hätte.” pressefotoberger11

David Berger übt Kritik an Äußerungen Ludigs

Der homosexuelle Philosoph und bekannte Publizist Dr. David Berger (siehe Foto) äußerte sich in einem Beitrag vom 15.4.2015 im Debattenmagazin “The European” kritisch über problematische Äußerungen dieses umtriebigen Aktivisten:

“Ludigs war einst Chefredakteur der inzwischen eingegangenen Homo-Magazine „Du&Ich“ und „Front“ und ist heute als Kolumnenautor bei dem bereits erwähnten Magazin „Siegessäule“ tätig.

Der Autor forderte noch vor gut einem Jahr in einem schwulen Lifestylemagazin, die heutigen Schwulen mögen doch bitte wieder mehr Verständnis für Pädosexuelle aufbringen. Denn: „Die heute gängige Pawlow’sche Distanzierung der Grünen und der Schwulenbewegung“ von der gemeinsamen Vergangenheit mit den Pädosexuellen sei „unanständig“ und leiste „der Dämonisierung einer sexuellen Minderheit Vorschub“.

“Waldschlösschen” gehört ebenfalls zur Aktionseinheit

Zudem erstaunt es, daß die neue Initiative “Ehe für alle” ausgerechnet das sog. “Waldschlösschen” in die Schar seiner Unterstützer aufgenommen hat.

Zu dieser  –  auch mit Steuergeldern finanzierten  –  Gruppierung  schrieb Dr. Berger in dem zuvor erwähnten Artikel:

“Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte im vergangenen November in einem großen Beitrag auf die „unklare Positionierung“ der schwulen Tagungsstätte im Hinblick auf Sympathien für Pädosexualität hingewiesen.

Daraufhin erfolgt vonseiten des Stiftungsrats der Volkshochschule, zu dem auch der Grünen-Politiker Jürgen Trittin gehört, – wohl auf dessen Betreiben – eine Stellungnahme, nach der die Strafbarkeit von sexuellen Handlungen mit Kindern für die Akademie „außer Frage stehe“.

Interessanterweise wurde die Stellungnahme offensichtlich, nachdem der Presserummel verstummt war, wieder aus dem Netz genommen. (…) Die einzige nennenswerte Aktion des BLSJ der letzten Jahre trägt bezeichnenderweise den Titel „Waldschlösschenappell“.

Felizitas Küble leitet beruflich den KOMM-MIT-Jugendverlag und ehrenamtlich das Christoferuswerk eV in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Warum die Einführung der Homo-Ehe zur Religionsunterdrückung führen würde

Mathias von Gersdorff

Wer der Meinung war, das Zeitalter der Ideologien sei mit dem Untergang des Sowjet-Kommunismus beendet, wird eines Besseren bzw. Schlechteren belehrt: 0653a-bildungsplan-demo-1-2-1448b12b252812529

Einer Verbindung von zwei Menschen gleichen Geschlechts den Namen Ehe zu geben, was seit eh und je etwas ganz anderes bedeutet hat, ist schlichtweg ideologische Verblendung.

Mehr noch, es ist ein ideologisch gesteuerter Wille, eine grundlegende Institution  –  die Familie  – , die von Anbeginn der Menschheit existiert und die grundlegend für das normale Zusammenleben der Menschen ist, mutwillig zu zerstören.

Erstaunlich in dieser Hinsicht ist, wie sich die beiden großen Kirchen in Schweigen hüllen. (Die Deutsche (katholische) Bischofskonferenz hat sich immerhin in einer Pressemitteilung dagegen ausgesprochen, aber nicht weiter versucht, Einfluss in der öffentlichen Debatte zu gewinnen). Sie scheinen die Gefahren für sich nicht zu sehen oder nicht sehen zu wollen  – und diese sind durchaus groß. b (8) - Kopie
Käme es nämlich zu einer Öffnung der Ehe, würde dies zwangsläufig zu einer Unterdrückung oder gar Verfolgung von Kirche und Religion führen. Das wäre unvermeidlich, denn der Abschluss einer Ehe hat Folgen in vielen Rechtsgebieten, wie etwa Familienrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht usw. Falls die Öffnung der Ehe für Homosexuelle durchgesetzt wird, würde es dazu führen, dass ein einziges Wort (Ehe) zwei völlig unterschiedliche Dinge meint, je nachdem, ob man die zivile oder die kirchliche Bedeutung des Wortes annimmt. Es würde also ein Druck auf die Kirchen entstehen, sich der zivilen Bedeutung anzupassen.

Doch nicht nur das: Die Öffnung der Ehe für Homosexuelle hätte die Änderung von Hunderten, wenn nicht gar Tausenden von Gesetzen zur Folge. Alle Gesetze, in denen die Ehe irgendeine Rolle spielt, würden automatisch eine völlig neue Bedeutung erhalten, wie etwa Adoptionsrecht, Krankenversicherung, Erziehungsrechte, Altersversorgung usw.

Kirchliche Einrichtungen würden vor einem Dauerdilemma stehen. Kölner Dom 12-2010

Noch konnten die Kirche bislang ihre Sonderstellung in Deutschland verteidigen, so dass zum Beispiel Angestellte im kirchlichen Bereich besonderen Regelungen unterworfen sind. Doch die Offensive gegen diese Kirchenprivilegien wird immer stärker. Ihre (partielle) Abschaffung wird inzwischen von Grünen, Linken und FDP gefordert.

Abgesehen davon, schwindet in der Gesellschaft das Verständnis für diese kirchliche Sonderstellung. Selbst bei unveränderten rechtlichen Bestimmungen würde es den Kirchen zunehmend schwer fallen, Akzeptanz zu finden. 

Eine Zusammenarbeit zwischen kirchlichen und staatlichen Einrichtungen in etlichen Feldern wird sowieso nicht mehr möglich sein, es sei denn, die christlichen Kirchen passe sich den Umständen noch mehr an, als bislang schon geschehen  – und geben ihr christliches Profil endgültig preis.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und die Webseite “Kultur und Medien online”


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