Als wir uns einst den Spielfilm über die singende „Trapp-Familie“ anschauten

Kürzlich meldete sich ein früherer Ferienhelfer unseres Christoferuswerks mit einem Mailbrief bei uns und erinnerte an eine eine alte Geschichte, die sich Anfang der 90er Jahre ereignet haben dürfte.

Ich selber (Felizitas Küble) kann mich noch ein bißchen daran erinnern, auch an den fröhlich-frommen Spielfilm „Die Trapp-Familie“, aber nicht mehr an die Einzelheiten der Anekdote, die unser Freund berichtet.

Dabei geht es ihm mit seiner Erzählung auch um die fröhliche und unbeschwerte, vor allem humorvolle und originelle Art von Günter Stiff (siehe Foto), dem Gründer unseres Christoferuswerks, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Die Story von der sangesfreudigen Trapp-Familie wurde durch mehrere Filme und Musicals verbreitet, vor allem 1956 mit Ruth Leuwerik in der Hauptrolle, einer bekannten Schauspielerin, die übrigens ihre ersten Theatererfolge hier in Münster erlebte.

In Münster starb unser Günter Stiff am 10.9.2002 mit 86 Jahren, wobei er bis zuletzt geistig und seelisch frisch, glaubensfroh und unverzagt blieb.

Hier folgenden die Erinnerungen unseres Ferienhelfers, der aus Süddeutschland kam und uns in den folgenden Jahren und Jahrzehnten öfter in unserer Redaktion besuchte:

„Habt ihr Lust, dass wir heute Abend alle zusammen einen Film anschauen?“, so fragte Günter unsere versammelte Mannschaft beim gemeinsamen Mittagessen. Unser Team bestand aus Felizitas (genannt Felix), Ingrid, Petra, Günter und ich.

Begeistert stimmen wir alle zu und schnell einigten wir uns auf den zu schauenden Film: Die Trapp-Familie.

Punkt 20 Uhr kam Felix und sagte, dass Günter jetzt noch ein wichtiges Telefonat führen müsse, wir sollten schon mal mit dem Video-Film anfangen, Günter käme dann nach.

Also legten wir los und „Die Trapp-Familie“ begann über den Bildschirm zu flimmern. Die Geschichte beginnt damit, dass ein junges Mädchen in ein Kloster eintritt, doch sie scheint für ein solch strenges Leben nicht geeignet und wird schweren Herzens von der Mutter Oberin entlassen. 

Sie solle – so erklärt ihr die Leiterin des Klosters –  stattdessen ein Werk der Barmherzigkeit ausüben und den Kindern des Herrn Trapp sozusagen die verstorbene Mutter ersetzen.

Besagter Witwer holt das junge Geschöpf mit dem Auto ab und sie fahren zu ihm nach Hause. Dort angekommen, stellt er der neuen Gehilfin seine Kinder in folgender Weise vor:

Er steht mit einer Trillerpfeife unten in der Halle des Hauses und auf sein Kommando springen im ersten Stock die Türen der Kinder auf –  und im Gleichschritt der Pfeiftöne marschieren die Sprößlinge die Treppe herunter, zuerst die Jungen, dann die Mädchen, die Älteren jeweils zuerst.

Bei dieser Szene meinte Felix etwas ironisch: „Gut, dass Günter noch nicht da ist und das mitbekommt, er würde das sonst noch so beim Mittagessen hier einführen“.

Diese harmlose Bemerkung lies mich aufhorchen: Nein, das wollte ich auch auf gar keinen Fall, das musste verhindert werden, davon durfte Günter  – der für drollige Einfälle immer gerne zu haben war – auf keinen Fall etwas erfahren!

BILD: Günter Stiff mit unserer älteren Mitarbeiterin Ursula Reinsch und einem weißen Stoff-Lämmchen

Und wie abgesprochen steckte gleich darauf Günter seinen Kopf durch die Tür unseres kleinen Fernsehraumes und fragte gut gelaunt: „Na, hab ich was Wichtiges verpasst?“.

„Nein, nein, alles in Ordnung“, schallte ihm der Chor unserer drei Damen entgegen, nur meine Stimme und die Art, wie ich es sagte, liess Günter aufhorchen und er ahnte instinktsicher sofort: Da ist was im Busch, wovon ich nichts weiss, dem muss ich auf die Spur kommen!

Und kaum saß Günther neben mir auf seinem Stuhl, begann er auch schon auf seine unnachahmliche Art, mich auszufragen, um dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen.

Und wer Günter auch nur ein bisschen kannte, der weiss, dass er darin ein wahrer Detektiv war.

Ich weiss heute nicht mehr, wie das genau lief, aber es dauerte nur ein paar Minuten, bis er die „schreckliche Wahrheit“ herausgebracht hatte –  und er meinte dann mit gespieltem Entsetzen: „Felix, Du hetzt den Jungen gegen mich auf!“

Felix kugelte sich vor Lachen, auch Ingrid und Petra grinsten auf ihren Stühlen und ich saß mit hochrotem Kopf inmitten unserer kleinen Truppe und wusste gar nicht, wie mir geschah. Günter nahm mich dann später beiseite und wir sprachen noch mal von Mann zu Mann über diese Geschichte.

Er wusste genau, wie er mit Menschen umzugehen hatte, das war seine echte Stärke und eine tolle Gabe, die ich noch heute  –  16 Jahre nach seinem Tod  –  wirklich vermisse.

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Wie die Fürsprache des hl. Antonius unserem verzweifelten Hausmeister geholfen hat

Vor ca 30 Jahren arbeitete ich in einem kath. Pflegeheim in der Verwaltung. Damals waren Handys noch nicht geläufig, weshalb unser Hausmeister sich mit einem teuren Funkgerät begnügen mußte.

Dabei konnte man ihn, wenn er benötigt wurde, lediglich mit einer Signal-Nummer „anwählen“, so daß er sich bei dem Betreffenden telefonisch zurückmelden konnte. (Zum Beispiel: „Die Nr. 3 hat sich gemeldet, das ist Sr. Agnes, die muß ich jetzt anrufen.“)

Der junge Hausmeister kam also in mein Büro und erzählte mir angenervt, er habe sein Funkgerät seit drei oder vier Tagen verloren und trotz aller Bemühungen – auch mit Hilfe von Freunden und Zivis – nicht finden können. Er jammerte mir vor, nun müsse er das schlimme Malheur seinem Chef melden, was ihm ganz unangenehm sei.

Ich beruhigte ihn und sagte, da gäbe es nur eine einzige Lösung, nämlich den heiligen Antonius.

Er verdrehte bei dieser Auskunft zunächst etwas die Augen, meinte dann aber, wenn es sonst keine Chance gäbe, könne man die Fürsprache dieses Heiligen ja mal anpeilen. Ich gab ihm zu verstehen, daß der hl. Antonius ein Helfer der Armen war und ein zugleich ein guter Geschäftsmann.

Von daher wäre wohl klar, daß für die übernatürliche Serviceleistung schon ein Bonus angesagt ist, wobei es mit einer Münze in den Klingelbeutel nicht getan sei. Er fragte zurück, was dieser Antonius von Padua wohl für seine Dienste „erwarte“, worauf ich sagte, er solle für den Fall des Erfolges an die zwanzig DM einplanen und sie in den Antonius-Opferkasten für Arme und Bedürftige spenden.

Ich sagte dem Hausmeister, er möge noch nicht zum Chef gehen, sondern etwas Geduld haben, denn jetzt müßten erst einmal die fälligen Gebete zum Himmel steigen. Der Mann war damit einverstanden und verließ mein Büro.

Ich sprach einige Stoßgebete und wandte mich wieder meiner Arbeit zu.

Nach etwa zehn Minuten klingelte es und die Angestellte eines Baumarkts meldete, es sei bei ihnen eine Art Funkgerät entdeckt worden. Sie habe eine Liste durchgeackert, welche Kunden und Firmen in letzter Zeit eingekauft und dabei vielleicht dieses Gerät liegengelassen hatten. Sie habe erst eine Reihe anderer Kunden vermutet und angerufen, die jedoch nicht betroffen waren. Nun versuche sie es schlußendlich noch bei uns. Ich war erfreut und teilte der Dame mit, daß wir haargenau ein solches Gerät vermissen.

Darauf habe ich über den Lautsprecher nach dem Hausmeister rufen lassen, der erneut in mein Büro kam. Ich erzählte ihm, der heilige Antonius sei ein schneller Arbeiter und habe bereits alles Nötige veranlaßt. Er möge in jenen Baumarkt gehen und sich das gesuchte Stück an Land ziehen.

Der Mann war hell begeistert  –  und schon kurz danach wußte das ganze Haus von dem „Wunder des hl. Antonius“. Noch Tage später war die Gebetserhörung in unserem Pflegeheim in aller Munde.

Mich hat es auch deshalb besonders gefreut, weil ich selber Anton heiße, weil durch diese Geschichte mein Namenspatron zu Ehren kam und unser Gottesglaube ganz handfest sichtbar und greifbar wurde.

Ich erinnerte mich an das Gleichnis Christi vom verlorenen Schaf und von der vermißten Drachme, die eine Frau im ganzen Hause suchte – und nach dem Auffinden derselben ihre Nachbarinnen und Freundinnen zusammenrief, um sich mit ihnen gemeinsam zu freuen.

Ähnlich hat es auch unser Hausmeister – obwohl ansonsten kein Kirchgänger – gehalten und überall erzählt, wie er zu seinem Funkgerät gekommen war und sich so den peinlichen Gang zum Chef ersparen konnte.

Unser Autor kommt aus Oberschwaben und ist unserer Redaktion seit Jahrzehnten bekannt; er hat auch schon als Ferienhelfer in unserem CHRISTOFERUSWERK mitgearbeitet

Oberes Foto:  Dr. Bernd F. Pelz


Piloten-Heldin Jo Schults: Starke Nerven und Gottvertauen auch in 9000 m Höhe

Nachdem ein Triebwerk der «Southwest Airlines» auf einer Höhe von 9000 Metern explodierte, gelang der Pilotin Tammie Jo Shults (siehe Foto) eine Notlandung. Nun wird die frühere F-18-Pilotin als Heldin gefeiert.

Die überzeugte Christin rettete mit ihrem Manöver 148 Menschen das Leben.

Umgehend nach der Explosion leitete Tammie Jo Shults einen Sturzflug ein. Innerhalb weniger Minuten konnte sie die Boeing 737-700 auf eine Höhe von 3000 Metern bringen. Die Maschine, die von New York nach Dallas unterwegs war, landete auf dem Flughafen in Philadelphia.

Die Funksprüche zeigen, wie ruhig sie in der heiklen Lage blieb. Sie sagte, dass sie die Geschwindigkeit drosseln müsse, weil ein Teil des Flugzeuges fehle und sie bestellte Ärzte an die Landebahn. Die 56-Jährige landete in vorheriger Zeit als Navy-Pilotin mit F-18-Jets auf Flugzeugträgern. 

Tammie Jo Shults war eine der ersten F-18-Pilotinnen und wurde Navy-Instruktorin, bevor sie zu Southwest wechselte. Die überzeugte Christin  ist Ehefrau und Mutter zweier Kinder.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.jesus.ch/themen/people/erlebt/326668-die_heldin_von_flug_1380_zaehlt_auf_gott.html


Mike McHargue fand durch die Wissenschaft zum christlichen Glauben zurück

Der US-amerikanische Autor und Redner Mike McHargue (siehe Foto) bezeichnet sich selbst als ehemaliger Atheist, der durch die Wissenschaft zum christlichen Glauben gefunden hat. Beim Lesen neurowissenschaftlicher Literatur kam der Moment, wo er aus dem Zimmer rannte und «Heureka!» rief (Heureka ist altgriechisch und bedeutet «Ich habe [es] gefunden»).

«Gott hat mich in den rauesten Jahren meines Lebens durchgetragen», sagt Mike McHargue heute. Das war früher anders: «Die Idee, dass Gott nicht existiert, war für mich intellektuell stimulierend und gleichzeitig furchterregend.»
Lange diskutierte er in einem Netzwerk von humanistischen und atheistischen Freunden über seine Weltsicht und prophezeite den baldigen Niedergang des Christentums.
Er befasste sich mit der Wissenschaft und suchte dort Bestätigung für seine Überzeugungen. Doch genau das führte zu einem Überdenken der eigenen Haltung…
Die Umkehr zu Christus entwickelte sich durch das Studieren wissenschaftlicher Literatur und nicht etwa durch christliche Schriften oder den Einfluss gläubiger Freunde.

Und so kam er an den Punkt, an dem er nach 35 Jahren zum Glauben seiner Kindheit zurückkehrte.

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Text hier: http://www.jesus.ch/themen/people/erlebt/324655-er_war_atheist_und_fand_durch_wissenschaft_zum_glauben.html


Der Engel mit dem zerbrochenen Flügel

Von Ehrendomherr Dr. Franz Weidemann

Das Malheur war passiert, als die Engel den Himmel verlassen hatten, um das Gloria über Bethlehems Feldern zu singen: der Flügel eines kleinen Engel war gebrochen und ohne Flügel können Engel nun mal nicht fliegen. Er purzelte zur Erde und landete vom Wind etwas abgetrieben auf dem mit Stroh gedeckten Stall, in dem das Jesuskind lag.

So beginnt die Geschichte vom „Engel mit dem gebrochenem Flügel“, von der ich Ihnen heute erzählen möchte. Sie ist mir in diesen Wochen des Advents so wichtig geworden, dass ich Sie Ihnen wenigstens in Auszügen nicht vorenthalten möchte.

Schon der Anfang erzählt von uns: wer von uns nicht schon mal aus allen Wolken gefallen ist. Ich denke an so viele Beziehungsgeschichten, wo aus dem 7. Himmel schnell die Hölle wurde. Ich denke an viele Enttäuschungen und Verwundungen, mit denen wir uns durchs Leben schlagen müssen.

Wie viele Träume, die wir uns gemacht haben, sind zerplatzt wie eine Seifenblase. Kaum eine unserer Biografien ist frei davon. Sie alle gleichen dem kleinen Engel, allerdings fallen sie meist unsanft auf den Boden der Realität, während der kleine Engel in unserer Geschichte auf dem Dach des Stalles in Bethlehem landet.

Seine große Sorge war gleichzeitig auch seine große Gewissheit: Gleich, so dachte er bei sich, werden sie nach Dir schauen, irgendeiner wird dich vermissen und mit der Suche beginnen.

Als das Gloria vorbei war und die „Kollegen“ zurückgekehrt waren, blieben die staunenden Hirten zurück. Der kleine Engel zitterte in der Nacht und ihm war klar: er musste in den Stall hinein, wenn er nicht erfrieren wollte.

Kurz vor dem Eingang zum Stall erschrak er und drückte sich schnell in den Schatten der Stallwand. Was würde der Gottessohn sagen, wenn er einen Engel mit gebrochenem Flügel entdeckte? Er kroch hinein in die hinterste Ecke des kleinen Stalls, wo ein Haufen Stroh ihn vor den Blicken verbarg.

Ein gebrochener Flügel. Für Engel eine Katastrophe. Wieder sind wir ein Teil der Geschichte geworden: Grenzen, Unfähigkeiten, Behinderungen, das kennt jede/r. Aber wer gibt es schon gerne zu?

Wie der kleine Engel seinen gebrochenen Flügel versteckt, tun auch wir alles, um unsere Verletzungen, Einschränkungen und Schwächen, unsere Inkompetenzen nicht öffentlich werden zu lassen  – und das ist manchmal ganz schön anstrengend.

Da saß das Engelchen also im Stall von Bethlehem und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Eine Wendung nimmt die Geschichte erst, als nach einiger Zeit Bewegung in den Stall kommt. Draußen war irgend etwas los. Ach wenn er doch auf die Fensterbank hätte fliegen können. Er war so neugierig. Also musste er seine Ohren spitzen.

Das klang nach einer größeren Gesellschaft. „Hier muss es sein!„, hörte er eine Stimme in einer fremden Sprache. Engel verstehen alle Sprachen. „Hier kann es aber nicht sein!„, sagte eine andere Stimme und fügte hinzu, „wir suchen einen König und stehen vor einem Stall.“ –  „Aber der Stern!, flüsterte ein Dritter.

Als der kleine Engel das Wort „Stern“ hörte, wurde er ganz nervös. Ein Stern soll scheinen, am helllichten Tag?  –  Ja, richtig, da stand ein Stern am Himmel und leuchtete mit der Sonne um die Wette. Ein Strahl fiel mitten hinein in den Stall auf das Kind in der Krippe.

Wieder sind wir mittendrin in der Geschichte. Die Erzählung von den drei Weisen fasziniert immer wieder neu. Menschen, die aufgebrochen sind ins Ungewisse, die sich auf einen Weg machen, ohne zu wissen, wohin es geht. Ihr Gespräch vor dem Stall fasst unsere Zweifel ins Wort.

So schön die Geschichte auch ist, kann das denn wahr sein, was die Evangelien erzählen? Ja, „Gott ist so groß, dass er klein werden kann. Gott ist so mächtig, dass er sich wehrlos machen kann und als kleines Kind auf uns zugeht, damit wir ihn lieben können. Gott ist so gut, dass er auf seinen göttlichen Glanz verzichtet und in den Stall herabsteigt, damit wir ihn finden können“ – so wie ihn die drei Männer gefunden haben und nach ihnen viele andere – vielleicht auch wir.

Als die die Weisen aus dem Morgenland den Stall verlassen haben, passiert das, wonach sich der kleine Engel die ganze Zeit gesehnt hatte: Plötzlich ein Rauschen und ein großes Licht. Da stand er: sein Ober-Engel. Endlich: dem kleinen Engel liefen die Tränen übers Gesicht. Endlich: sie hatten ihn also doch nicht vergessen und gefunden. Er konnte gar nicht schnell genug aus dem Stroh hervor kriechen und seine Flügel vom Stroh säubern, denn der Oberengel war sehr pedantisch.

Aber was war das? Er kam nicht zu ihm, sondern rührte Josef an, flüsterte ihm etwas ins Ohr, verließ ihn und den Stall. „Hallo, hier bin ich!“ schrie der kleine Engel. Aber das Licht erlosch und es wurde wieder still. „Das gibt es doch nicht! Du kannst mich doch hier nicht zurücklassen.

Wer bist du denn?„, hörte er ein kleines Stimmchen. Oh je, jetzt hatte sein Schreien das Kind aufgeweckt. Es schaute zu ihm hin, verstecken war nicht mehr möglich. „Komm bitte her„, sagte das Christkind. Der kleine Engel kroch langsam näher, peinlich darauf bedacht, seinen zerbrochenen Flügel zu verstecken. Er hockte sich neben die Krippe, schaute das Kind an und dann brach es aus ihm hervor, er erzählte seine ganze Geschichte. 

Wie er aus dem Himmel gefallen war, mitten auf das Dach des Stalles, wie er sich in einer Ecke versteckt und staunend alles miterlebt hatte. Auch von seinem gebrochenen Flügel erzählte er. „Gebrochener Flügel?„, fragte das Kind, „lass sehen„. Er zeigte dem Kind das zerbrochene Gefieder. Doch was war das? Plötzlich kam neue Kraft in seine Flügel, er konnte beide wieder bewegen. Wenn das kein Wunder ist! Das Kind in der Krippe lächelte nur.

Vielleicht verstehen sie jetzt, weshalb ich die Geschichte liebe: all‘ das, was wir so sehr beflissen voreinander verstecken, unsere Grenzen, Unfähigkeiten, Behinderungen, alles das darf vor diesem Kinde offengelegt werden. An der Krippe hört jedes Versteckspiel auf. Nur dann wird Jesus zum Heiland auch für uns werden.

Und Gott zeigt sich uns im Kind von Bethlehem, wie ER wirklich ist: jung, liebevoll, freundlich, unendlich zugeneigt, verständnisvoll, kindlich glücklich. Und darum beginnt das Evangelium nicht mit einem Trauergesang, sondern mit einem Wiegenlied: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden. Freut euch, heute ist euch in der Stadt Davids der Heiland geboren“.

HERR, lass an diesem Weihnachtsfest die Liebe des Sohnes in uns allen geboren werden! Lass uns wie Kinder die Augen zu Gott erheben! Gib uns die Gnade, dir zu gleichen! Lass uns Sohn und Tochter werden, so werden wir Christus, deinen Sohn, in der Krippe erkennen, der unser Bruder geworden ist.

Dieses Kind beten wir an. Diesem Kind vertrauen wir uns an  – voller Hoffnung.

 


Ex-Muslima, Abtreiberin und Atheistin Derya Little wurde katholische Lebensrechtlerin

Nach zwei Abtreibungen und einer langen religiösen Suche wurde aus der ehemaligen Muslima und Atheistin Derya Little eine bekennende Lebensrechtlerin und katholische Christin.

Über ihren bewegten Lebensweg berichtet sie in der englischsprachigen Biographie „From Islam to Christ“ (Vom Islam zu Christus) – siehe Abbildung.

Nach der Scheidung ihrer Eltern lehnt die Türkin den islamischen Glauben ihrer Familie ab und wird atheistisch. Sie gelangte zu der „feministischen“ Meinung, künstliche Verhütung und Abtreibung würden Frauen aus der „Tyrannei der Männer“ befreien.

Zweimal wurde sie unehelich schwanger, beidesmal ließ sie ihr ungeborenes Kind töten: „Abtreibung war für mich kein Mord, da ich den Fötus als einen Zellklumpen sah.“Dennoch gibt sie zu, sogar als „egoistische Atheistin“ habe sie durchaus „Trauer“ bei der Abtreibungen empfunden.

Derya L. lernt eine überzeugte Lebensrechtlerin kennen, die ihr erläutert, daß das menschliche Leben mit der Befruchtung beginnt: „Zwar war ich damals nicht ihrer Meinung, doch ich war neidisch auf ihre Zuversicht; ihre Position berührte mich tief.“ 
Zudem habe die Wissenschaft ihr klargemacht, „dass der Zellhaufen, den ich wegmachen liess, einen Herzschlag hatte.“   –  Allmählich erkannte sie, daß das zweite Opfer einer Abtreibung immer die Frau ist (gleichsam Täterin und Opfer zugleich).

Die Ex-Muslima findet zunächst den Weg zu den Evangelikalen (theologisch konservativen Protestanten). Nach weiterem Nachdenken über die konfessionellen Unterscheidungslehren tritt sie während ihres Doktorats-Studiums in die katholische Kirche ein. Später übersiedelte sie von England in die USA und gründete eine Familie.

Einige Zitate sind dieser Quelle entnommen: http://www.jesus.ch/themen/people/erlebt/316938-selbst_als_egoistische_atheistin_empfand_ich_trauer_bei_der_abtreibung.html

Little schreibt in diesem Portal über Menschenrechtsverletzungen in der Türkei: http://www.catholicworldreport.com/author/little-derya/
Ihr persönlicher Bericht im „Herald“ über die Konversion: http://www.ncregister.com/blog/guest-blogger/i-grew-up-as-a-muslimbut-then-rome-called
 

 


Muslim aus Marokko bekehrt sich und gründet eine christliche Hausgemeinde

In Marokko sind Christen oft gezwungen, im Untergrund zu leben und niemandem von ihrem Glauben zu erzählen. Auch Mustafa hielt sich lange versteckt. Bis er Kontakt zu Christen fand und eine Hausgemeinde gründete. Jetzt lebt er seinen Glauben öffentlich. 

Als Mustafa geboren wird, ist sein Weg bereits vorgezeichnet: Da seine Vorfahren alle Imame waren, soll Mustafa natürlich auch einer werden.

Seine Familie ist in der Stadt bekannt und respektiert. Sein Vater nimmt ihn bereits im Alter von fünf Jahren mit in die Moschee, damit er dort den Koran studieren kann.

Nach der Grundschule wird er in ein angesehenes islamisches Zentrum geschickt, an dem bereits bekannte muslimische Persönlichkeiten studiert haben.

Jetzt kann Mustafa den Islam tiefgründig erforschen – und er entdeckt Details, die ihm nicht gefallen:

«Ich war auf der Suche nach Gott und tat alles, was der Islam fordert – fünfmal pro Tag beten, im Ramadan fasten etc. – aber ich hatte nicht das Gefühl, dass Gott mein Herz erfüllte. Ich brauchte etwas anderes. Je mehr ich studierte, desto mehr Widersprüche entdeckte ich, sogar Lügen, und so entschloss ich mich dazu, auch in anderen Religionen, auch im Christentum, zu suchen.»

Durch sein vieles Fragen über Christus kommt Mustafa in Kontakt zu einer christlichen Schule in Spanien, die ihm ihre Literatur zusendet. Je mehr er liest, desto klarer sieht er, dass der Islam falsch liegt:

„Eines Tages kam mir die Idee: Bete im Namen Jesu! Das machte ich und mit einem Mal wurde mein Herz von einer Frische erfüllt. In diesem Moment entschied ich mich, Christ zu werden  –  und mein Leben wurde neu und erfüllt.“

Nach sechs Jahren der Suche war Mustafa endlich angekommen. Doch was sollte er jetzt als Christ tun?

Als er seinen Angehörigen davon erzählte, schlossen sie ihn kurzum aus der Familie aus. Nun war Mustafa ganz allein – er dachte, er sei der einzige Christ im ganzen Land. Erst ein Jahr später, nachdem er den Christen der Schule in Spanien geschrieben hatte, erhielt er eine Einladung zu einer Weihnachtsfeier in einer nahe gelegenen Stadt. Kurzentschlossen fuhr er hin – und traf dort 30 weitere marokkanische Christen.

Im Jahre 2000 zieht er in eine andere Stadt und besucht eine Hausgemeinde. Die Idee gefällt ihm, und drei Jahre später, zurück in seiner Heimatstadt, will er selbst eine solche Gemeinde gründen. Befreundete Christen sind schockiert:

«Sie sagten mir, ich sei verrückt. ‹Du willst im Herzen des Islam eine Kirche gründen?› Ich begann zunächst mit Treffen bei mir zu Hause. Als die Gruppe wuchs, gingen wir samstags auf einen Berg und kamen am Sonntag zurück. Wir waren 18 Leute.»

Einfach ist es nicht. Diverse islamische Gruppen versuchen sie zu stoppen und bedrohen sie und ihre Familie.

Im vergangenen Jahr entscheiden sich Mustafa und sieben weitere christliche Leiter, ihren Glauben öffentlich zu machen. Auslöser dafür sind christenfreundliche Kommentare verschiedener Politiker und nicht zuletzt von König Mohamed VI.:

«Marokko verändert sich, es gibt grosse Fortschritte im Zusammenhang mit den Menschenrechten. König Mohamed VI sagte kürzlich, dass er König aller Marokkaner sei: Christen, Juden und Muslimen.»

Mustafa fügt hinzu: «Man sagt, dass es hier 150.000 Christen gibt, aber wir sagen, dass es auch bis zu einer Million sein könnten. Teilweise gibt es mehrere Christen in einer Familie, die das gegenseitig voneinander nicht wissen. An dem Tag, an dem sich die Gesetze ändern und uns Religionsfreiheit garantiert wird, werden alle ans Licht kommen –  und man wird merken, dass wir ganz viele sind!» 

Quelle: https://www.avc-de.org/index.php/de/aktuell/news/249-a-verfolgte/1205-marokko-der-einzige-christ