Piloten-Heldin Jo Schults: Starke Nerven und Gottvertauen auch in 9000 m Höhe

Nachdem ein Triebwerk der «Southwest Airlines» auf einer Höhe von 9000 Metern explodierte, gelang der Pilotin Tammie Jo Shults (siehe Foto) eine Notlandung. Nun wird die frühere F-18-Pilotin als Heldin gefeiert.

Die überzeugte Christin rettete mit ihrem Manöver 148 Menschen das Leben.

Umgehend nach der Explosion leitete Tammie Jo Shults einen Sturzflug ein. Innerhalb weniger Minuten konnte sie die Boeing 737-700 auf eine Höhe von 3000 Metern bringen. Die Maschine, die von New York nach Dallas unterwegs war, landete auf dem Flughafen in Philadelphia.

Die Funksprüche zeigen, wie ruhig sie in der heiklen Lage blieb. Sie sagte, dass sie die Geschwindigkeit drosseln müsse, weil ein Teil des Flugzeuges fehle und sie bestellte Ärzte an die Landebahn. Die 56-Jährige landete in vorheriger Zeit als Navy-Pilotin mit F-18-Jets auf Flugzeugträgern. 

Tammie Jo Shults war eine der ersten F-18-Pilotinnen und wurde Navy-Instruktorin, bevor sie zu Southwest wechselte. Die überzeugte Christin  ist Ehefrau und Mutter zweier Kinder.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.jesus.ch/themen/people/erlebt/326668-die_heldin_von_flug_1380_zaehlt_auf_gott.html

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Mike McHargue fand durch die Wissenschaft zum christlichen Glauben zurück

Der US-amerikanische Autor und Redner Mike McHargue (siehe Foto) bezeichnet sich selbst als ehemaliger Atheist, der durch die Wissenschaft zum christlichen Glauben gefunden hat. Beim Lesen neurowissenschaftlicher Literatur kam der Moment, wo er aus dem Zimmer rannte und «Heureka!» rief (Heureka ist altgriechisch und bedeutet «Ich habe [es] gefunden»).

«Gott hat mich in den rauesten Jahren meines Lebens durchgetragen», sagt Mike McHargue heute. Das war früher anders: «Die Idee, dass Gott nicht existiert, war für mich intellektuell stimulierend und gleichzeitig furchterregend.»
Lange diskutierte er in einem Netzwerk von humanistischen und atheistischen Freunden über seine Weltsicht und prophezeite den baldigen Niedergang des Christentums.
Er befasste sich mit der Wissenschaft und suchte dort Bestätigung für seine Überzeugungen. Doch genau das führte zu einem Überdenken der eigenen Haltung…
Die Umkehr zu Christus entwickelte sich durch das Studieren wissenschaftlicher Literatur und nicht etwa durch christliche Schriften oder den Einfluss gläubiger Freunde.

Und so kam er an den Punkt, an dem er nach 35 Jahren zum Glauben seiner Kindheit zurückkehrte.

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Text hier: http://www.jesus.ch/themen/people/erlebt/324655-er_war_atheist_und_fand_durch_wissenschaft_zum_glauben.html


Der Engel mit dem zerbrochenen Flügel

Von Ehrendomherr Dr. Franz Weidemann

Das Malheur war passiert, als die Engel den Himmel verlassen hatten, um das Gloria über Bethlehems Feldern zu singen: der Flügel eines kleinen Engel war gebrochen und ohne Flügel können Engel nun mal nicht fliegen. Er purzelte zur Erde und landete vom Wind etwas abgetrieben auf dem mit Stroh gedeckten Stall, in dem das Jesuskind lag.

So beginnt die Geschichte vom „Engel mit dem gebrochenem Flügel“, von der ich Ihnen heute erzählen möchte. Sie ist mir in diesen Wochen des Advents so wichtig geworden, dass ich Sie Ihnen wenigstens in Auszügen nicht vorenthalten möchte.

Schon der Anfang erzählt von uns: wer von uns nicht schon mal aus allen Wolken gefallen ist. Ich denke an so viele Beziehungsgeschichten, wo aus dem 7. Himmel schnell die Hölle wurde. Ich denke an viele Enttäuschungen und Verwundungen, mit denen wir uns durchs Leben schlagen müssen.

Wie viele Träume, die wir uns gemacht haben, sind zerplatzt wie eine Seifenblase. Kaum eine unserer Biografien ist frei davon. Sie alle gleichen dem kleinen Engel, allerdings fallen sie meist unsanft auf den Boden der Realität, während der kleine Engel in unserer Geschichte auf dem Dach des Stalles in Bethlehem landet.

Seine große Sorge war gleichzeitig auch seine große Gewissheit: Gleich, so dachte er bei sich, werden sie nach Dir schauen, irgendeiner wird dich vermissen und mit der Suche beginnen.

Als das Gloria vorbei war und die „Kollegen“ zurückgekehrt waren, blieben die staunenden Hirten zurück. Der kleine Engel zitterte in der Nacht und ihm war klar: er musste in den Stall hinein, wenn er nicht erfrieren wollte.

Kurz vor dem Eingang zum Stall erschrak er und drückte sich schnell in den Schatten der Stallwand. Was würde der Gottessohn sagen, wenn er einen Engel mit gebrochenem Flügel entdeckte? Er kroch hinein in die hinterste Ecke des kleinen Stalls, wo ein Haufen Stroh ihn vor den Blicken verbarg.

Ein gebrochener Flügel. Für Engel eine Katastrophe. Wieder sind wir ein Teil der Geschichte geworden: Grenzen, Unfähigkeiten, Behinderungen, das kennt jede/r. Aber wer gibt es schon gerne zu?

Wie der kleine Engel seinen gebrochenen Flügel versteckt, tun auch wir alles, um unsere Verletzungen, Einschränkungen und Schwächen, unsere Inkompetenzen nicht öffentlich werden zu lassen  – und das ist manchmal ganz schön anstrengend.

Da saß das Engelchen also im Stall von Bethlehem und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Eine Wendung nimmt die Geschichte erst, als nach einiger Zeit Bewegung in den Stall kommt. Draußen war irgend etwas los. Ach wenn er doch auf die Fensterbank hätte fliegen können. Er war so neugierig. Also musste er seine Ohren spitzen.

Das klang nach einer größeren Gesellschaft. „Hier muss es sein!„, hörte er eine Stimme in einer fremden Sprache. Engel verstehen alle Sprachen. „Hier kann es aber nicht sein!„, sagte eine andere Stimme und fügte hinzu, „wir suchen einen König und stehen vor einem Stall.“ –  „Aber der Stern!, flüsterte ein Dritter.

Als der kleine Engel das Wort „Stern“ hörte, wurde er ganz nervös. Ein Stern soll scheinen, am helllichten Tag?  –  Ja, richtig, da stand ein Stern am Himmel und leuchtete mit der Sonne um die Wette. Ein Strahl fiel mitten hinein in den Stall auf das Kind in der Krippe.

Wieder sind wir mittendrin in der Geschichte. Die Erzählung von den drei Weisen fasziniert immer wieder neu. Menschen, die aufgebrochen sind ins Ungewisse, die sich auf einen Weg machen, ohne zu wissen, wohin es geht. Ihr Gespräch vor dem Stall fasst unsere Zweifel ins Wort.

So schön die Geschichte auch ist, kann das denn wahr sein, was die Evangelien erzählen? Ja, „Gott ist so groß, dass er klein werden kann. Gott ist so mächtig, dass er sich wehrlos machen kann und als kleines Kind auf uns zugeht, damit wir ihn lieben können. Gott ist so gut, dass er auf seinen göttlichen Glanz verzichtet und in den Stall herabsteigt, damit wir ihn finden können“ – so wie ihn die drei Männer gefunden haben und nach ihnen viele andere – vielleicht auch wir.

Als die die Weisen aus dem Morgenland den Stall verlassen haben, passiert das, wonach sich der kleine Engel die ganze Zeit gesehnt hatte: Plötzlich ein Rauschen und ein großes Licht. Da stand er: sein Ober-Engel. Endlich: dem kleinen Engel liefen die Tränen übers Gesicht. Endlich: sie hatten ihn also doch nicht vergessen und gefunden. Er konnte gar nicht schnell genug aus dem Stroh hervor kriechen und seine Flügel vom Stroh säubern, denn der Oberengel war sehr pedantisch.

Aber was war das? Er kam nicht zu ihm, sondern rührte Josef an, flüsterte ihm etwas ins Ohr, verließ ihn und den Stall. „Hallo, hier bin ich!“ schrie der kleine Engel. Aber das Licht erlosch und es wurde wieder still. „Das gibt es doch nicht! Du kannst mich doch hier nicht zurücklassen.

Wer bist du denn?„, hörte er ein kleines Stimmchen. Oh je, jetzt hatte sein Schreien das Kind aufgeweckt. Es schaute zu ihm hin, verstecken war nicht mehr möglich. „Komm bitte her„, sagte das Christkind. Der kleine Engel kroch langsam näher, peinlich darauf bedacht, seinen zerbrochenen Flügel zu verstecken. Er hockte sich neben die Krippe, schaute das Kind an und dann brach es aus ihm hervor, er erzählte seine ganze Geschichte. 

Wie er aus dem Himmel gefallen war, mitten auf das Dach des Stalles, wie er sich in einer Ecke versteckt und staunend alles miterlebt hatte. Auch von seinem gebrochenen Flügel erzählte er. „Gebrochener Flügel?„, fragte das Kind, „lass sehen„. Er zeigte dem Kind das zerbrochene Gefieder. Doch was war das? Plötzlich kam neue Kraft in seine Flügel, er konnte beide wieder bewegen. Wenn das kein Wunder ist! Das Kind in der Krippe lächelte nur.

Vielleicht verstehen sie jetzt, weshalb ich die Geschichte liebe: all‘ das, was wir so sehr beflissen voreinander verstecken, unsere Grenzen, Unfähigkeiten, Behinderungen, alles das darf vor diesem Kinde offengelegt werden. An der Krippe hört jedes Versteckspiel auf. Nur dann wird Jesus zum Heiland auch für uns werden.

Und Gott zeigt sich uns im Kind von Bethlehem, wie ER wirklich ist: jung, liebevoll, freundlich, unendlich zugeneigt, verständnisvoll, kindlich glücklich. Und darum beginnt das Evangelium nicht mit einem Trauergesang, sondern mit einem Wiegenlied: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden. Freut euch, heute ist euch in der Stadt Davids der Heiland geboren“.

HERR, lass an diesem Weihnachtsfest die Liebe des Sohnes in uns allen geboren werden! Lass uns wie Kinder die Augen zu Gott erheben! Gib uns die Gnade, dir zu gleichen! Lass uns Sohn und Tochter werden, so werden wir Christus, deinen Sohn, in der Krippe erkennen, der unser Bruder geworden ist.

Dieses Kind beten wir an. Diesem Kind vertrauen wir uns an  – voller Hoffnung.

 


Ex-Muslima, Abtreiberin und Atheistin Derya Little wurde katholische Lebensrechtlerin

Nach zwei Abtreibungen und einer langen religiösen Suche wurde aus der ehemaligen Muslima und Atheistin Derya Little eine bekennende Lebensrechtlerin und katholische Christin.

Über ihren bewegten Lebensweg berichtet sie in der englischsprachigen Biographie „From Islam to Christ“ (Vom Islam zu Christus) – siehe Abbildung.

Nach der Scheidung ihrer Eltern lehnt die Türkin den islamischen Glauben ihrer Familie ab und wird atheistisch. Sie gelangte zu der „feministischen“ Meinung, künstliche Verhütung und Abtreibung würden Frauen aus der „Tyrannei der Männer“ befreien.

Zweimal wurde sie unehelich schwanger, beidesmal ließ sie ihr ungeborenes Kind töten: „Abtreibung war für mich kein Mord, da ich den Fötus als einen Zellklumpen sah.“Dennoch gibt sie zu, sogar als „egoistische Atheistin“ habe sie durchaus „Trauer“ bei der Abtreibungen empfunden.

Derya L. lernt eine überzeugte Lebensrechtlerin kennen, die ihr erläutert, daß das menschliche Leben mit der Befruchtung beginnt: „Zwar war ich damals nicht ihrer Meinung, doch ich war neidisch auf ihre Zuversicht; ihre Position berührte mich tief.“ 
Zudem habe die Wissenschaft ihr klargemacht, „dass der Zellhaufen, den ich wegmachen liess, einen Herzschlag hatte.“   –  Allmählich erkannte sie, daß das zweite Opfer einer Abtreibung immer die Frau ist (gleichsam Täterin und Opfer zugleich).

Die Ex-Muslima findet zunächst den Weg zu den Evangelikalen (theologisch konservativen Protestanten). Nach weiterem Nachdenken über die konfessionellen Unterscheidungslehren tritt sie während ihres Doktorats-Studiums in die katholische Kirche ein. Später übersiedelte sie von England in die USA und gründete eine Familie.

Einige Zitate sind dieser Quelle entnommen: http://www.jesus.ch/themen/people/erlebt/316938-selbst_als_egoistische_atheistin_empfand_ich_trauer_bei_der_abtreibung.html

Little schreibt in diesem Portal über Menschenrechtsverletzungen in der Türkei: http://www.catholicworldreport.com/author/little-derya/
Ihr persönlicher Bericht im „Herald“ über die Konversion: http://www.ncregister.com/blog/guest-blogger/i-grew-up-as-a-muslimbut-then-rome-called
 

 


Muslim aus Marokko bekehrt sich und gründet eine christliche Hausgemeinde

In Marokko sind Christen oft gezwungen, im Untergrund zu leben und niemandem von ihrem Glauben zu erzählen. Auch Mustafa hielt sich lange versteckt. Bis er Kontakt zu Christen fand und eine Hausgemeinde gründete. Jetzt lebt er seinen Glauben öffentlich. 

Als Mustafa geboren wird, ist sein Weg bereits vorgezeichnet: Da seine Vorfahren alle Imame waren, soll Mustafa natürlich auch einer werden.

Seine Familie ist in der Stadt bekannt und respektiert. Sein Vater nimmt ihn bereits im Alter von fünf Jahren mit in die Moschee, damit er dort den Koran studieren kann.

Nach der Grundschule wird er in ein angesehenes islamisches Zentrum geschickt, an dem bereits bekannte muslimische Persönlichkeiten studiert haben.

Jetzt kann Mustafa den Islam tiefgründig erforschen – und er entdeckt Details, die ihm nicht gefallen:

«Ich war auf der Suche nach Gott und tat alles, was der Islam fordert – fünfmal pro Tag beten, im Ramadan fasten etc. – aber ich hatte nicht das Gefühl, dass Gott mein Herz erfüllte. Ich brauchte etwas anderes. Je mehr ich studierte, desto mehr Widersprüche entdeckte ich, sogar Lügen, und so entschloss ich mich dazu, auch in anderen Religionen, auch im Christentum, zu suchen.»

Durch sein vieles Fragen über Christus kommt Mustafa in Kontakt zu einer christlichen Schule in Spanien, die ihm ihre Literatur zusendet. Je mehr er liest, desto klarer sieht er, dass der Islam falsch liegt:

„Eines Tages kam mir die Idee: Bete im Namen Jesu! Das machte ich und mit einem Mal wurde mein Herz von einer Frische erfüllt. In diesem Moment entschied ich mich, Christ zu werden  –  und mein Leben wurde neu und erfüllt.“

Nach sechs Jahren der Suche war Mustafa endlich angekommen. Doch was sollte er jetzt als Christ tun?

Als er seinen Angehörigen davon erzählte, schlossen sie ihn kurzum aus der Familie aus. Nun war Mustafa ganz allein – er dachte, er sei der einzige Christ im ganzen Land. Erst ein Jahr später, nachdem er den Christen der Schule in Spanien geschrieben hatte, erhielt er eine Einladung zu einer Weihnachtsfeier in einer nahe gelegenen Stadt. Kurzentschlossen fuhr er hin – und traf dort 30 weitere marokkanische Christen.

Im Jahre 2000 zieht er in eine andere Stadt und besucht eine Hausgemeinde. Die Idee gefällt ihm, und drei Jahre später, zurück in seiner Heimatstadt, will er selbst eine solche Gemeinde gründen. Befreundete Christen sind schockiert:

«Sie sagten mir, ich sei verrückt. ‹Du willst im Herzen des Islam eine Kirche gründen?› Ich begann zunächst mit Treffen bei mir zu Hause. Als die Gruppe wuchs, gingen wir samstags auf einen Berg und kamen am Sonntag zurück. Wir waren 18 Leute.»

Einfach ist es nicht. Diverse islamische Gruppen versuchen sie zu stoppen und bedrohen sie und ihre Familie.

Im vergangenen Jahr entscheiden sich Mustafa und sieben weitere christliche Leiter, ihren Glauben öffentlich zu machen. Auslöser dafür sind christenfreundliche Kommentare verschiedener Politiker und nicht zuletzt von König Mohamed VI.:

«Marokko verändert sich, es gibt grosse Fortschritte im Zusammenhang mit den Menschenrechten. König Mohamed VI sagte kürzlich, dass er König aller Marokkaner sei: Christen, Juden und Muslimen.»

Mustafa fügt hinzu: «Man sagt, dass es hier 150.000 Christen gibt, aber wir sagen, dass es auch bis zu einer Million sein könnten. Teilweise gibt es mehrere Christen in einer Familie, die das gegenseitig voneinander nicht wissen. An dem Tag, an dem sich die Gesetze ändern und uns Religionsfreiheit garantiert wird, werden alle ans Licht kommen –  und man wird merken, dass wir ganz viele sind!» 

Quelle: https://www.avc-de.org/index.php/de/aktuell/news/249-a-verfolgte/1205-marokko-der-einzige-christ


Schauspieler Bernsen: Warum jene Abtreibung der schlimmste Tag meines Lebens war

Der Schauspieler und Filmemacher Corbin Bernsen erzählte zum ersten Mal öffentlich, wie ihn die Tragödie einer Abtreibung zu Gott hinführte. 

Der 62-Jährige Ehemann und Vater von vier Kindern ist bekannt aus der TV-Serie „L.A. Law“; er sprach auf einer Konferenz christlicher Filmeschaffender und Gemeindeleiter. Er enthüllte dabei, welcher Tag der schlimmste in seinem Leben war:

„Meine Frau und ich zogen unser erstes Kind gross, ‚L.A. Law‘ lief gut und ich regte an, dass wir doch ein zweites Baby bekommen könnten. Meine Frau hatte gerade ihre Karriere als Schauspielerin beendet und sie mochte das Familienleben; sie wurde schwanger“, erinnert sich Bernsen: „Es sollte ein Junge werden, wir entschieden uns für den Namen Henry.“

Bei der Untersuchung wurde aber festgestellt, daß der Kleine kaum Nieren entwickelte. Der Arzt sagte, daß das Baby mit fast 100-prozentiger Sicherheit wohl nicht lange leben würde und Bernsens Frau Amanda gesundheitliche Probleme bekäme. Das Personal riet zur Abtreibung.

Lange wägte das Ehepaar die Lage ab, stimmte dann aber traurig einer Abtreibung zu.

Bald danach war Amanda wieder schwanger und bekam Zwillinge. Dies brachte Corbin näher zu Gott, wie er im Rückblick sagt: „Wir glaubten nicht an Gott. Doch für uns war es, als würde Henry zurückkehren.“ –  Sie hätten gespürt, dass da „etwas Grösseres“ am Werk war. In der Familie habe es bislang keine Zwillinge gegeben.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.jesus.ch/themen/people/portraits/306076-es_war_der_schlimmste_tag_in_meinem_leben.html


USA heute: Donna – vom Leben und Überleben einer amerikanischen Indianerin

Von Dr. med. Edith Breburda

Jeden Donnerstag und Samstag kann man Donna in der letzten Bank einer Stadtkirche in Scottsdale im Bundesstaat Arizona finden. Ihr immer zu ihrem Kleid passender Hut umrahmt ein sympathisches, fast jungenhaftes Gesicht der Anfang 70-jährigen Dame. Dr. Breburda

Tief in Gedanken versunken, lässt sie ihren Rosenkranz durch ihre Hand gleiten. Es sind kaum noch Leute in der Kirche, das Allerheiligste wurde nach der Messe wieder eingesetzt, und die Schlange der Beichtenden hat sich verflüchtigt.

So wage ich es Donna anzusprechen. Es interessiert mich ob sie mit den vielen Christen an der 54ig-tägigen Rosenkranz-Novene für einen guten Ausgang der Wahl teilnimmt. Vielleicht hätte ich es nicht tun sollen, denn wir beide saßen geschlagene zwei Stunden und plauderten, leise und verhalten, obwohl die Kirche nun wirklich leer war. Nur der Kirchendiener schlich an uns vorbei, schloss die Tür jedoch nicht ab und verschwand nach ein paar Sekunden wieder.

Donna hatte etwas sehr Einnehmendes an sich; ihre Mutter war Deutsche und Ihr Vater Indianer. Ja, jetzt wo sie es sagt, sah man es  –  warum ich da nicht sofort drauf gekommen bin?

Donna erzählt von den letzten Jahren in den USA, von der großen Rezension: „Nein, es war keine Rezension, es war eine Depression, schlimmer als in den zwanziger Jahren.“

Sie und ihre Familie waren in Kalifornien. Sie waren sehr wohlhabend, haben jedoch 2007 alles verloren. Donna und ihr Mann fuhren damals durch die Stadt und schauten sich die Brücken an, bis sie eine fanden, wo ein Fastfood-Restaurant gleich um die Ecke war. img_1349

„Hier ist es schön”, sagten wir zueinander, „dort gibt es ein McDonald, so müssen wir wenigstens nicht verhungern.“

So viel realistischer Optimismus inmitten einer Notlage ist erstaunlich: „Ich sitze hier immer und übergebe alles dem lieben Gott, er wird sich wohl denken: ‚Oh schon wieder unsere Donna! Ich kann es nicht mehr hören!’“

FOTOS: Viele Menschen wohnen in „Homeless“, in Zelten im Freien, da sie sich keine Wohnung leisten können

Und dann wurde ihr Mann sehr krank. Er hatte 30 Jahre nicht mehr die Sakramente empfangen. Doch er kam zurück, verlangte nach einem Priester und ging plötzlich zur Beichte. Donna berichtet:

„Ich habe ihn nicht darum gebeten. Er wollte das von sich aus. Vor 3 Jahren ist er gestorben. Viele haben ihn danach gesehen. Es geht ihm gut. Selbst hier in der Kirche sah ihn eine Frau. Sie sprach mich nach der Messe an und sagte zu mir: ‚Wie schön, dass du mit deinem Sohn da warst!’  –  Ich war ganz perplex: ‚Mein Sohn? Der geht nicht in die Kirche mit mir. Das ist unmöglich.’ – ‚Aber doch, es war ein junger Mann, und er ging hinter dir zur Kommunion und betete ganz andächtig.’

Als ich nachfragte, wir er aussah, beschrieb sie ihn mir wie meinen Mann, als er 20 Jahre alt war. Auch zu mir kam er, und ich konnte ihn umarmen. Es war in einem Traum. Die Umarmung spürte ich ganze 3 Wochen lang. img_1126

Wissen Sie, meine Großmutter hatte als Indianerin die Gabe der spirituellen Träume. Sie betete und betete. Als ich 19 Jahre alt war, besuchte ich sie. Mir wurde ganz anders. Sie redete von Engeln, die vom Himmel kamen und mit ihr beteten. Sie hörte wunderbare Musik.

Diese Gabe, von den lieben Verstobenen zu träumen, wird vererbt, und mein Bruder hatte diese Gabe. Ich war damals verwundert, wieso ich davon nicht betroffen war. Mein Bruder war doch gar nicht so fromm wie ich.“

Und dann kommt Donna auf ihren Sohn zu sprechen. Seine Frau Michaela war ein Engel. Sie waren reich, und Michaela gab so viel weg, wie sie konnte. Sie half den Obdachlosen, besorgte ihnen eine Stelle und eine Wohnung. Sie hatten in Kalifornien eine gutgehende Firma.

Michaela fand ein Mädchen, das total entstellt war. Keiner wusste, wo sie dieses Mädchen gefunden hatte. Sie sei aus einem speziellem Behinderten-Heim, hat Michaela berichtet.

Und weil sie sehr intelligent sei, wolle Michaela ihr unbedingt helfen. In ihrer Firma richtete sie ihr ein Büro ein, dort, wo sich keiner an dem Aussehen der Mitarbeiterin störte.

Ihr Mann hatte Schwierigkeiten, der jungen Dame ins Gesicht zu sehen. Michaela hatte keine Probleme. Oft ging sie zu ihrem Schützling und versuchte alles, dass sie sich in ihrer Firma wohl und angenommen fühlte.

Doch auch sie verloren ihr Gewerbe 2007. Alles war so gut gegangen – und nun standen sie vor dem Nichts. Mein Sohn arbeitete, wo er nur konnte, er nahm mehrere Jobs an… es war ihm ganz egal was, und langsam, sehr langsam hat er sich wieder hochgearbeitet.  img_1353

Es gab Firmen, die sagten, es könne nichts passieren –  und 3 Monate später konnten sie die Löhne nicht mehr zahlen. Die Mittelschicht kämpft um’s Überleben. Aber einen Mittelstand gibt es im Grunde gar nicht mehr.

Diejenigen, denen nichts passiert ist, haben den Touch zur arbeitenden Klasse verloren, sonst gäbe es ja nicht all die ‚homeless’, jene Menschen, die vor allem in Los Angeles in Zelten hausen.

Doch Michaela ließ sich nicht unterkriegen, sie half weiterhin den Leuten. Sie ging ins Gefängnis und betete mit den Frauen. Oft wird man hier ja wegen nichts eingesperrt. In den letzten Jahren sind so viele Leute deportiert worden wie noch nie. Das weiß kaum einer.

Michaela gab den Frauen Hoffnung. Jeder wollte sie im Gefängnis sehen. Die Gebetsgruppe sei zu groß, hieß es dann von der Gefängnisleitung, es sei ein Sicherheitsrisiko. Als ob es ein Risiko ist, wenn man betet. Als ich Michaela das letzte Mal vom Gefängnis abholte, liefen ihr alle Frauen nach. Jeder wollte sie berühren.

Sie war wie ein Engel. Sie war Französin und hatte eine ganz weiße Hautfarbe. Als ich Michaela das erste Mal sah, bin ich ganz erschrocken. Sie kam hinter mir auf mich zu und sprach mich mit ‘Mama’ an. Ich drehte mich um und sagte: ‚Oh, bist Du weiß!’ Sie fragte, ob das schlimm sei  – und dann mussten wir lachen.

Mit ihrem blonden Haar stand sie auf dem Gefängnishof. Mir würde kein Mensch nachrennen, aber ihr schon. ‚Ich helfe euch’, versicherte sie, ich komme wieder, macht euch keine Sorgen!’

Doch dann wurde sie krank. Keiner wusste was sie hatte  –  und eine Woche später starb sie. Sie war 42 Jahr alt. Mein Sohn hat das nicht überwunden. Er ist an keiner anderen Frau mehr interessiert,  wenngleich Michaela schon seit 2008 tot ist. Er träumte von ihr. Sehen Sie, auch er hat diese Gabe der ‚spirituellen Träume’. Michaela kam und er umarmte sie. Sie wollte ihm etwas sagen, doch in diesem Moment klingelte der Wecker. Das war der schlimmste Tag im Leben meines Sohnes.IMG_0873

Vor sieben Monaten dachte ich, ich darf nun auch sterben. Ich hatte unerklärliche, starke Blutungen. Nur hatte ich – wie so viele ohne Arbeitsplatz – keine Krankenversicherung mehr. Früher, ja da war ich gut versichert, doch seitdem wir unser Unternehmen verloren haben, habe ich nichts mehr und jetzt brauchte ich plötzlich eine Versicherung.

Meine Schwester, die 15 Kinder hat, sagte mir, ich solle ins Hospital der Indianer gehen, dort werde ich umsonst behandelt.

Als die Blutungen immer stärker wurden, rief ich im Krankenhaus an. Ich solle sofort kommen. So war ich in der Notaufnahme. Ich dachte: ‚Heute darf ich also sterben. Was für ein schöner Tag. Ich habe keine Versicherung, also lassen sie mich hier sterben.’

Die Ärzte schauten mich ganz entgeistert an. Wer will schon sterben –  außer mir! Ich brauchte sofort eine Operation, doch in ganz Phoenix war kein einziges Bett frei. Endlich fanden sie ein Bett in der Mayo-Klinik in Scottsdale. Stellen sie sich vor, die beste Klinik, die es gibt.

Natürlich hatte ich – wie immer – alles dem lieben Gott überlassen, so wie ER will. Das sagte ich auch den Krankenhauspersonal. Sie sollten sich keine Gedanken machen, alles ist gut.

Als ich in der Mayo-Klinik ankam, fragte man mich sofort nach meiner Versicherung. ‚Ich habe keine’, sagte ich. Die Frau bei der Aufnahme erwiderte: ,Dann können wir sie nicht operieren.’  – Und so freute ich mich, dass ich jetzt eben in der Mayo-Klinik sterben darf. Doch nach zwei Minuten kam die Frau zurück und erklärte, sie hätten jetzt einen Weg der Finanzierung gefunden  – und so wurde ich doch operiert.

Ich hatte Unterleibskrebs und brauchte eine anschließende Chemotherapie. Die kann ich mir aber nicht leisten. Ich sagte, man möge mich einfach in Ruhe lassen. Das ist jetzt sieben Monate her. Mir geht es prima –  ganz ohne irgendwelcher Medikamente.

Ich habe meine Haare abgeschnitten, weil sie mich einfach ärgerten. Und nun kann ich endlich Hüte tragen. Zuvor sah ein Hut aus wie eine Krone, weil ich so dicke Indianerhaare hatte.

Jetzt bin ich ‚hutsüchtig’. Ich habe 18 Hüte. Eine Frau brachte mir einen Hut: ,Donna’, sagte sie ,das ist ein Hut für dich, nur du kannst so etwas tragen.  –  Und außerdem bekam ich den Hut mit einem 70-prozentigen Rabatt.’  – Dieser Satz hätte von meiner Schwiegermutter stammen können.“

Donna lächelt, es ist nun schon spät geworden, sie musste zu ihrem Sohn, bei dem sie wohnt. So lange wie mit mir hat sie noch nie mit jemandem geredet. bookcoverimage

Und so gab mir Donna einen erneuten Einblick in das Leben des Durchschnitt-Amerikaners  – kurz vor der Wahl 2016.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda (von ihr stammen auch die Fotos) ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

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