“Besenkapellen”, Magie und Aberglaube: Reisigbesen als Abwehrzauber

Von Felizitas Küble

In Bayern, Oberschwaben und im Allgäu gibt es einige sogenannte “Besenkapellen” im ländlichen Raum. Dort sind keine Besen ausgestellt wie in einem Museum. Vielmehr haben noch im vorigen Jahrhundert viele Leute dort ihren magischen Vorstellungen freien Lauf gelassen und tun dies vereinzelt auch heute noch: 038_35

Es gab vielfach eine abergläubische Angst vor Zigeunern oder “Hexen” (bisweilen wurde beides miteinander vermengt und das “fahrende Volk” als verhext angesehen). Zudem wollte man keine Diebe im Haus und keine Hausierer vor der Tür. Was tun?

Man stellte einen Besen aus Reisigholz kopfüber vor die Haus- oder Stalltür. Damit wollte man eben nicht nur Sturm, Hagel und sonstige Unwetterschäden “abhalten”, sondern auch einen Abwehrzauber gegen “Hexen” und Schadensmagie sowie gegen Diebe betreiben.

Daß solche Abwehrmittel  aber  s e l b e r  magisch sind bzw. sich auf einer abergläubischen Ebene befinden, wurde weitgehend verdrängt. (Auch die sog. “weiße” Magie ist ja magisch, nicht nur die offensichtliche Schwarzmagie, bei der man immerhin weiß, woran man ist!)

Mitunter wurden Besen nicht nur an der eigenen Haustür abgestellt, sondern an den Wänden kleiner Dorfkirchen und Kapellen. Manchmal waren es sog. “Pestkapellen”, die aus Dankbarkeit errichtet wurden, wenn eine Ortschaft ganz oder größtenteils von der Pest verschont blieb. Dagegen ist zunächst nichts einzuwenden, im Gegenteil. P1020947 - Kopie

Wer die Seuche als Betroffener überlebte, “opferte” dafür symbolisch einen Besen als Reinigungsgerät, weil man ja von der Pest “gereinigt” wurde. Das kann man noch als bloße Symbolhandlung verstehen.

Übergang vom Besen-Symbol zum Besen-Kult:

Es blieb aber nicht immer bei harmlosen Anfängen. Nach einiger Zeit machte sich ein geradezu magischer “Besenkult” breit  –  und das Ende vom Lied war der Besen als Abwehrzauber gegen “Hexen” oder böse Geister bzw. Dämonen (evtl. verbunden mit der Wahnvorstellung vom “bösen Blick”).

In manchen Gegenden  – vor allem im ländlichen Raum –   glaubte man: Wenn ein Besen, der in der Nähe der Tür angelehnt war, umfiel, war die Frau (oder der Mann), welche(r) als nächste(r) hereinkam, angeblich eine Hexe bzw. ein Hexenmeister. (Auch verdächtigte Männer wurden während des Hexenwahns verfolgt, wenngleich bei weitem nicht so häufig.)

Hier kamen altgermanische, heidnische (!) Vorstellungen zum Vorschein, die trotz der Christianisierung unseres Volkes nicht vollständig überwunden wurden. Glaube und Aberglaube, tiefe Volksfrömmigkeit und Magie liegen mitunter “haarscharf daneben”, deshalb gilt mit Recht das Prinzip: Wehret den Anfängen!

Grenzwertig ist es schon, wenn man glaubte, durch den Gang zu einer speziellen Besenkapelle von bestimmten Krankheiten wie Furunkeln oder Karbunkeln geheilt zu werden (so zB. bei einer Besenkapelle in der Nähe von Wolfegg im Vorallgäu). Warum mußte es  – so fragt man sich – denn unbedingt gerade eine “Besenkapelle” sein?

Als weiteres Beispiel sei die Besenkapelle im oberschwäbischen Haisterkirche bei Bad Waldsee erwähnt  – genau heißt sie eigentlich St-Wendelinus-Kapelle, benannt nach dem irischen Missionar Sankt Wendelin. Noch bis vor 50 Jahren haben Leute dort um die Kapelle herum ihre Reisigbesen hinterlassen, vereinzelt auch noch danach.

Die lokale “Bildschirmzeitung” schreibt hierzu Folgendes:

“Wer unter Hautauschlägen, Geschwüren, Warzen litt, konnte von seinen Leiden befreit werden, wenn er bei der Wendelinuskapelle – im Volksmund auch „Besenkapelle” genannt – heimlich einen Reisigbesen ablegte.

Als einmal ein Pfarrer von Haisterkirch zu Beginn des letzten Jahrhunderts gegen diesen Aberglauben von der Kanzel wetterte und danach als Beweis alle Besen einsammelte, wollte es das Ungemach, dass er wenige Wochen später ein „Oisa” (Abszess) ins Genick bekam. Für die Bevölkerung war dies eine deutliche Bestätigung ihres Aberglaubens und die Besenablegerei florierte noch mehr. Kaum jemand machte sich Gedanken darüber, dass sich der Pfarrherr aufgrund des Reibens am damals üblichen Stehkragen ganz einfach infiziert hatte.”

Der Zeitungsartikel läßt unerwähnt (vermutlich aus mangelnder Kenntnis), daß die Besen keineswegs nur gegen Hautausschläge oder Warzen etc. an der Kapelle abgelegt wurden, sondern eben auch als Abwehrzauber gegen “Hexen”.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Fotos: Felizitas Küble, Dr. Bernd F. Pelz


Astronom Freistetter: Warum das Motto “Wer heilt, hat recht” nicht rechtens ist

In der sog. “Alternativ-Medizin”, aber auch in esoterischen oder charismatischen Kreisen hört man immer wieder das Totschlag-Argument “Wer heilt, hat recht”, sobald kritische Anfragen einer Antwort bedürfen. shutterstock_114300748-140x94

Abgesehen davon, daß der Zweck bzw. Erfolg noch lange nicht automatisch die Mittel heiligt, ist dieser Grundsatz auch für sich allein betrachtet sehr fragwürdig.

Der Astronom und Publizist Florian Freistetter veröffentlicht regelmäßig Kolumnen in der österreichischen Tageszeitung “Standard”, so auch am 7. Juli 2015 online zu diesem Thema:  http://derstandard.at/2000018659912/Alternativmedizin-Wer-heilt-hat-recht?_blogGroup=1&ref=rec

Der Autor erklärt, daß bei diesem Spruch “Wer heilt, hat recht” oft die Kausalität (Ursächlichkeit)  mit der Korrelation verwechselt wird, also der ungefähren Gleichzeitigkeit oder Nacheinanderfolge von Ereignissen.

Freistetter schreibt eingangs: Pillen-568x378

“Ist es nicht müßig, über Homöopathie zu diskutieren, Bachblüten zu kritisieren oder darauf hinzuweisen, dass all diese angeblichen Therapien mit echter Medizin nichts zu tun haben, wenn doch am Ende kranke Menschen wieder gesund werden? Wer heilt, hat eben recht und dabei interessiert es keinen, ob die “Schulmedizin” mit der Methode ein Problem hat.”

Doch der simple Spruch, der auf den ersten Blick so einleuchtend erscheint, ist deshalb noch lange nicht beweiskräftig, wie der Astronom weiter ausführt:

“Denn es macht einen Unterschied, ob eine Therapie kausal für die Verbesserung des Zustands einer kranken Person verantwortlich war. Oder ob ein “Heiler” einfach nur anwesend war, während eine Krankheit von selbst verschwand bzw. sich der Zustand aus Gründen, die nichts mit dem Heiler selbst zu tun haben, veränderten. Es handelt sich dabei um das klassische Problem von Korrelation und Kausation. Wir Menschen neigen dazu, Dinge, die zeitlich kurz hintereinander stattgefunden haben, automatisch in eine Ursache-Wirkung-Beziehung zu stellen.”

Man könne sich gewiß glücklich schätzen, so der Verfasser, wenn man sich nach einer alternativmedizinischen Behandlung besser fühle als vorher:

“Aber dass tatsächlich etwas stattgefunden hat, das den medizinischen Begriff “Heilung” verdient, ist damit noch lange nicht belegt. Und schon gar nicht, dass irgendwer “recht” hat. Denn selbst wenn wirklich eine echte Heilung eingetreten ist, ist nicht automatisch klar, ob sie auch genau aus den vom Heiler behaupteten Gründen passiert ist.”

Dazu kommt der psychologische Placebo-Effekt, der mancherlei Symptome zu lindern vermag, manchmal auch positiv auf die Krankheit selber wirkt, zumal er unsere Selbstheilungskräfte stärkt.
Zudem wird die Alternativ-Medizin oft ergänzend zur Schulmedizin angewandt, aber ein Erfolg dann gerne den Globulis, der Akupunktur oder der “Bachblüten”-Methode etc. zugeschrieben.

Homöopathie: Warum Dr. Natalie Grams ihre Einstellung grundlegend änderte

Eine Medizinerin denkt um und gibt ihre Praxis auf

Die Rhein-Neckar-Zeitung veröffentlichte am 2. Juli 2015 online einen interessanten Bericht von Birgit Sommer mit dem Titel: Eine Ärztin denkt um: “Homöopathie hat keine arzneiliche Wirkung”.  Mein Buch zum Thema:

Es geht dabei um die Medizinerin Dr. med Natalie Grams; sie wollte, so heißt es eingangs, “ein flammendes Plädoyer für die alte Heilmethode schreiben”, doch nachdem sie sich gründlich mit dem Thema befaßt hatte, wurde daraus “ein ganz anderes Buch” (siehe Foto).

Die junge Ärztin führte eine homöopathische Privatpraxis in Heidelberg, die erfolgreich lief. Bei ihren wissenschaftlichen Nachprüfungen wurde der Ärztin immer klarer, “dass die meisten von Hahnemanns Ideen heute wissenschaftlich widerlegbar sind”, wie die Tageszeitung berichtet.

Frau Grams erlebte viele schlaflose Nächte; sie gab ihre Praxis auf, kümmert sich nun um ihre drei Kinder – und plant, sich zur Fachärztin für Psychosomatik weiterzubilden.

Auf die Frage nach dem vor allem in Esoterik-Kreisen weitverbreiteten Spruch “Wer heilt, hat recht” antwortet sie:

“Ich will nicht bestreiten, dass die Homöopathie eine Wirkung hat – nur sicher keine arzneiliche Heilwirkung. Wirksam ist etwas, das man unter objektivierbaren Bedingungen reproduzieren kann. Bei der Homöopathie geht eine Wirksamkeit unter solchen Bedingungen nicht über ein Placebo hinaus. Was nicht verwunderlich ist, da ihre Medikamente nichts enthalten.”

Über ihre Recherchen teilt sie den Lesern mit:

“Ich habe mich ein Jahr lang damit beschäftigt, wie man Studien aufbaut und interpretiert und was bei der Potenzierung der Heilsubstanzen wirklich passiert, aber auch mit vielen Wissenschaftlern über die Theorie der Homöopathie gesprochen.”

Das erwähnte Buch der Ärztin: http://www.amazon.de/Hom%C3%B6opathie-neu-gedacht-Patienten-wirklich/dp/3662453363/ref=cm_rdp_product

Blog der Ärztin: http://homoeopathie-neu-gedacht.blogspot.de/2015/07/was-hat-mich-uberzeugt-mit-der.html

Das lesenswerte Buch ist offenbar in mancherlei Hinsicht noch nicht skeptisch genug, wie in dieser Amazon-Rezension erläutert wird: http://www.amazon.de/review/R1HAD646PZ40BX/ref=cm_cr_dp_title?ie=UTF8&ASIN=3662453363&channel=detail-glance&nodeID=299956&store=books

HINWEIS: Die Journalistin Maria Amrhein hat ebenfalls ihre Meinung zur Homöopathie geändert: http://www.cicero.de/salon/das-geschaeft-mit-globuli-aberglaube-heilt-nichts/59547

 


Merkwürdiges aus Holland: Arbeitsamt finanziert Ausbildung zum “Hellseher”

Der Züricher “Tagesanzeiger” berichtet am 20. Juni 2015 über einen seltsamen Skandal aus den Niederlanden, wonach das Arbeitsamt dort die Ausbildung zum Wahrsager finanziert.
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Unter dem Titel “Staatlich geförderter Aberglaube” schreibt Redakteur Hugo Stamm zunächst darüber, daß das “Geschäft mit Esoterik und Aberglauben prächtig blüht”, was leider seit Jahrzehnten schon der Fall ist.

Doch was das holländische Arbeigsamt neuerdings bietet, geht selbst über das hinaus, was man an Kuriosa inzwischen gewohnt ist, denn es zahlt, wie die erwähnte Schweizer Tageszeitung meldet, “Arbeitslosen die Ausbildung zum «spirituellen Berater». “

Interessant ist daran zunächst der Hinweis, daß vermeintlich “übersinnliche” Talente anscheinend auf ganz normalem Wege erlernbar sind: “Es braucht offensichtlich keine spirituellen oder paranormalen Fähigkeiten dazu”, schreibt Stamm  dazu.

Der zuständige Beamte soll laut “Tageszanzeiger” erklärt haben: “Hellseher ist kein verbotener Beruf”  – uns ist freilich neu, daß es sich überhaupt um einen “Beruf” handelt, jedenfalls nicht um einen seriösen, staatlich anerkannten…

Die Zeitung berichtet weiter:

“Ein spiritueller Anbieter schult nun die Arbeitslosen für 1000 Euro in einer Schnellbleiche um. Die Disziplin nennt das Unternehmen «Allgemeines paranormales Training». Dabei lernen die Arbeitslosen u.a., Karten zu legen und das Schicksal ihrer Klienten in einer Kristallkugel zu erkennen.”

Man fragt sich ernstlich, ob die dortigen Behörden noch alle Kugeln auf dem Christbaum haben!

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Kritik an mangelhafter Ausbildung zum Heilpraktiker und esoterischen Tendenzen

Während in Österreich keine Heilpraktiker zugelassen sind, steht ihnen in Deutschland ein weites Betätigungsfeld zur Verfügung. Diese Freizügigkeit geht auf ein altes Gesetz aus der NS-Zeit zurück. 

Die “Süddeutsche Zeitung” veröffentlichte zu diesem Themenkreis am 15. Februar 2015 einen kritischen Bericht von Anousch Mueller.

Die Autorin hat selbst eine Heilpraktiker-Ausbildung erlebt und schildert aus dieser Zeit einige bedenkliche Erfahrungen unter dem Titel: “Alternativmedizin: Weißbrot gegen Krebs”:   Pillen-568x378

Zugleich stellt die Verfasserin klar: “Heilpraktiker ist nicht mal ein anerkannter Ausbildungsberuf wie Bäcker oder Kinderpfleger – und dies ist ein Erbe des Nationalsozialismus. Die einzige Legitimation ist das Heilpraktiker-Gesetz von 1939.” 

Allerdings regle 
es nicht etwa – wie man wohl erwarten würde –  die Ausbildung und Ausübung des Heilpraktiker-Berufes, sondern verbiete lediglich die Ausübung der Heilkunde ohne staatliche Zulassung.

Hierzu schreibt die Autorin, daß die amtsärztliche Überprüfung zwar “immerhin schulmedizinische Grundkenntnisse” gewährleiste. Allerdings werde die “naturheilkundliche Qualifizierung” nicht staatlich überprüft; zudem gäbe es “keine einheitliche Zertifizierungs-Regelung”.

Außerdem heißt es in dem Artikel von Frau Mueller:

“Auch die Bundesrepublik Deutschland hat es verpasst, diesen Beruf gesetzlich zu definieren. Daher gibt es bislang keine Rechtsverordnung und kein Standesrecht. Es existiert zwar eine Berufsordnung, die ist aber nicht rechtlich bindend. Ebenso fehlt eine Ausbildungsordnung, die Inhalt und Ziele der Ausbildung regeln würde. Heilpraktiker-Anwärter benötigen weder einen Eignungsnachweis noch ein absolviertes Praktikum.”

Die Autorin berichtet ausführlich von vielen esoterisch-abergläubischen Praktiken, die in diesem Spektrum gang und gäbe sind, teils auch von unerlaubten, gesundheitlich gefährlichen medizinischen Grenzüberschreitungen, die sogar in der “Ausbildung” zum Heilpraktiker vorkommen und eingeübt wrden.

Der folgende Kommentar von Frau Mueller trifft den Nagel auf den Kopf: “Eine solch laxe Praxis wäre in anderen Gesundheitsberufen undenkbar.”

Weitere Infos zur Heilpraktiker-Ausbildung hier: http://blog.gwup.net/2014/09/19/heilpraktiker-sind-wie-piloten-die-nur-wissen-wo-sie-nicht-hinfliegen-durfen/


Der FAZ-Herausgeber über wachsenden Aberglauben in einer “aufgeklärten” Welt

Am Samstag, den 7. Februar 2015, erschien in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” auf der Titelseite ein bemerkenswerter Kommentar von Jürgen Kaube, dem FAZ-Herausgeber und stellv. Leiter des Feuilletons (Kulturteil).

Unter dem Titel “Die Dummheit blüht” äußert sich der Autor über das widersprüchlich erscheinende Phänomen, daß wir einerseits in einer “aufgeklärten Welt” mit moderner Technologie leben, aber “gleichzeitig” ein irrationaler Glaube bzw. Aberglaube wächst, zB. in puncto Esoterik oder Verschwörungstheorien. zeitungen

Kaube erwähnt die schon von Horkheimer und Adorno festgestellte “Dialektik der Aufklärung”, die u.a. darin besteht, daß Technik, Expertentum und Wissensvermehrung neben Fortschritt und Wohlfahrt auch viele verderbliche Entwicklungen befördert haben.

Zudem steigt, so der Verfasser, “täglich die Vielfalt des Aberglaubens”.  Er nennt neben politischen Konspirationsthesen auch den “privaten Bereich”, denn dort “blüht der Glaube an merkwürdigste Heilmethoden, an den Haaren herbeigezogene und dieselben sträubende Deutungsmuster”.

Die “gesteigerte moderne Bereitschaft zum Aberglauben” sieht der Autor mitverursacht durch die neue Medienentwicklung:

“Schon die Druckerpresse erhöhte nicht nur die Reichweite des Wissens, sondern beförderte auch die Übertreibungen. Auf die heutige Lage gewendet: Was vor kurzem noch im Rauch über den Stammtischen sich mitauflöste, steht jetzt im Netz. Jeder Blödsinn wird inzwischen verschriftlicht und findet auf diesem Weg eine Fachgemeinschaft von Mitdummköpfen.”

Hinweis: Den erwähnten Leitartikel gibt es jetzt auch FAZ-online: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/moderne-und-aberglaube-die-dummheit-blueht-13414273.html


Südafrika: Benedikt Daswa wurde Märtyrer, weil er magische Praktiken ablehnte

Papst stimmt einem Seligsprechungsverfahren zu

Für den katholischen Religionslehrer und kirchlich bestätigten “Diener Gottes” Samuel Benedikt Daswa aus Südafrika wird ein Seligsprechungsverfahren eröffnet, wozu Papst Franziskus am 22. Januar 2015 seine ZustimmuDr. Pelz.ng erteilte.

Die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen empfahl dem Papst diese Entscheidung.

Der Tod des Katecheten wird als Märtyrium anerkannt, denn er starb, weil er sich gegen Magie bzw. Hexerei in seinem Dorf Nweli wandte.

Die Ältesten wollten einen heidnischen Medizinmann einsetzen, doch der glaubensstarke Katholik Daswa widersprach diesem Ansinnen.  Daraufhin wurde er von einem aufgebrachten Mob erschlagen bzw. zu Tode geprügelt.

Schon zuvor hatte der tapfere Lehrer sich wegen seiner Kritik an gewissen “traditionellen” Praktiken bei einem Teil der Bewohner unbeliebt gemacht.

Das Kirchenvolk in Südafrika freut sich besonders über diese päpstliche Entscheidung.

Quelle: Radio Vatikan (englischsprachig)  – Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 

 


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