Jutta: So fand ich aus dem Irrweg der Esoterik

Ich habe mich bei meiner Mutter entschuldigt, dass ich sie einmal als Versuchskaninchen für eine Hausaufgabenübung in Reiki benutzt habe, nachdem ich in dieser esoterischen „Energiearbeit“ den zweiten Grad erlernt hatte.

Mir war damals überhaupt nicht klar, was ich ihr damit angetan habe. Sie hat mir auch rückgemeldet, dass das nicht so gut getan hat – und auch sie war Gott sei Dank beschirmt.

Übrigens sagte sie mir, als ich sie um Vergebung bat, dass ich da nicht sehr gut beieinander gewesen sei, als ich den Reiki-Kurs gemacht habe! Und ich selber fand mich so toll, weil ich glaubte, an meiner „Weiterentwicklung“ zu arbeiten.

Während ich das Buch „Lichtarbeit, der Weg ins Dunkel“ gelesen habe, wurde mir nochmal und vielleicht tatsächlich erst in vollem Ausmaß bewusst, wie gefährlich und falsch das alles ist.

Ich war auch eine Suchende, ich wollte mehr vom Leben als nur Arbeiten, Geldverdienen, in einer Partnerschaft sein, Anerkennung. Und ich hatte immer schon furchtbare Lebensangst und wollte sie loswerden.

Die Kirche hatte mir – wie mir schien – nicht viel zu geben und ich war mit 22 aus der katholischen Kirche ausgetreten, danach erst einmal beim Kartenlegen gelandet, bei einer von einer Freundin empfohlenen Wahrsagerin und bei einem Astrologen. Das Perfide war, dass so vieles tatsächlich „gestimmt“ und mein Problem scheinbar auf den Punkt gebracht hat.

Und doch war es nicht die Lösung. Aber es ging weiter.

Esoterische Bücher über Engel, Kurs in Wundern, Ramtha (höchste Alarmstufe!), Alexa Kriele (ebenfalls), weiterhin Kartenlegen, Astrologie, Bruno Gröning, Transzendentale Meditation (TM), sodann Reinkarnationslehre, zwei „misslungene“ Rückführungen, Lichtzeitschriften, Reiki, Tai Chi, Bachblüten, Aura Soma, das Gedankengut über eine Geheimlehre (Gnosis) im Christentum, Jesus und Maria Magdalena, Feminismus, Göttinnenglauben, Überbewertung des Weiblichen, Matriarchat, Katharer, Feen, Elfen, Anderswelt, Mystizismus, Buddhismus, Meditation – so ziemlich das ganze Programm.

Auch da habe ich wiederum aber immer nur reingeschnuppert, es nie vertieft und nie weitergegeben bis auf die eine Ausnahme – siehe oben.

Ich hatte nie viel Geld und das war mein Glück, und ich hätte mir auch bei niemandem Geld leihen können – natürlich war ich damals unglücklich darüber, denn wie heisst es doch so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg… und ich dachte: ich will doch, wieso kann ich den Weg nicht finden bzw. mir den Weg nicht leisten?

Und ganz besonders das Abscheulichste: man ist immer selber schuld, wenn etwas nicht funktioniert: „Karma, schlechte Ausstrahlung, dann will man eben nicht richtig, „Spiegeltheorie“ – aber trotzdem auch nicht zu vergessen, meine eigene Hybris, mein Stolz, meine Sucht danach, etwas Besonderes sein zu wollen, besser, spiritueller, nicht so dem Alltäglichen, Oberflächlichen verhaftet….

Mit der Zeit wurde ich trotzdem misstrauischer.

Als dann eine gute Bekannte auf den Trip mit Drunvalo Melchizedek und der Blume des Lebens kam, was scheinbar so „wissenschaftlich“ aufgebaut ist, da gab es bei mir die erste Abgrenzung.

Nachdem ich den Anfang gelesen hatte (meine Bekannte meinte es gut mit mir, sie wollte, dass ich auch „gerettet“ werde!) und nach einer Rückenbehandlung bei einer Heilpraktikerin, die einen unglaublichen Stuss über den bevorstehenden Aufstieg von sich gegeben hatte, dachte ich, bzw. „schrie“ es in mir: nein, das ist alles nicht wahr.

Und diese ganze Beschäftigung damit hat mir nicht geholfen, ich war nur noch verwirrter. Auch „normale“ Therapien waren nicht die Lösung, obwohl ich denen wenigstens so manche Selbsterkenntnis über Zusammenhänge zu verdanken habe.

Geholfen hat mir aber damals in meiner niedergeschlagenen Phase eine Erfahrung – als ich wirklich am Ende war und Schluss machen wollte, die ich heute als Hilfe von Gott verstehe.

Es floss mir eine unendlich liebevolle, helle Kraft zu, weiterzumachen und in meinem Leben durchzuhalten. Einfach so, als Geschenk – und danach ging es weiter, ganz ganz langsam.

Bis ich dann ein paar Jahre später meinen Neuanfang als Christ erleben durfte. Komischerweise hat Jesus in meinem Leben, wie verzerrt auch immer, immer eine Rolle gespielt- und es wurde mir klar: Heil, Heilung und Heiligung kann nur von Gott kommen durch den Glauben an Jesus Christus. Nur Gott kann mir geben, was ich brauche. Und da muss ich es auch suchen – bei IHM.

ER hat mich von Anfang an beschützt, und so bin ich nie ganz schlimm in den Sumpf abgerutscht, obwohl ich heute erahne, dass einige Erfahrungen, die ich noch durchmachen musste, damit im Zusammenhang standen. Ich weiß nicht, womit ich den Schutz von oben verdient habe, aber ich bin unendlich dankbar dafür. Es gäbe mich heute sonst nicht mehr.

Meine Lebensangst hat sich beruhigt, ist aber noch nicht ganz weg. Nur weiß ich heute, an wen ich mich wenden kann und dass Jesus Christus mit mir geht. Dass es nicht darum geht, etwas „wegzumachen“, sondern mich vom lebendigen Gott verwandeln zu lassen. ER kennt mich ganz genau.

Ich wünsche allen, dass sie das auch erkennen mögen und Hilfe und Gnade in Anspruch nehmen, dass sie sich beschenken lassen von Christus.

Hinweis: Die Autorin Jutta S. ist Leserin des Christlichen Forum und unserer Redaktion mit Namen und voller Anschrift bekannt.

Gemälde (1,2,3): Evita Gründler


Neue Ausstellung über Spuk-Phänomene: Fotografien von Leif Geiges in Freiburg

Schlurfende Schritte auf dem Dachboden, ein Teppich wird zur Schlange, Brötchen fliegen wie Schwalben durch die Luft… Es spukt! Oder war alles nur Einbildung? Vielleicht Täuschung oder gar Betrug?

Phänomene, die gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen, werden oft tabuisiert. Dennoch üben sie eine unwiderstehliche Faszination aus. In Freiburg werden sie seit den 1950er Jahren sogar wissenschaftlich dokumentiert und untersucht.

Der Fotograf und Bildjournalist Leif Geiges (1915 – 1990) arbeitete über viele Jahre mit dem Parapsychologen Professor Hans Bender (1907 – 1991) zusammen, der an der Freiburger Universität lehrte.

Außerdem illustrierte er weitere Forschungsfelder wie magische Praktiken, beispielsweise das Gläserrücken, und dokumentierte Experimente zur außersinnlichen Wahrnehmung im Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V.

Die Ausstellung präsentiert zum ersten Mal umfassend das Bildmaterial, das zu seiner Entstehungszeit auszugsweise in Magazinen erschien. Sie gibt einzigartige Einblicke in ein wissenschaftliches und gesellschaftliches Spannungsfeld der Nachkriegszeit.

Quelle und weitere Infos hier: https://www.freiburg.de/pb/,Lde/1666964.html


Maulbronn: Ausstellung über Alltagsmagie

In Maulbronn-Schmie läuft im Dorfmuseum „Steinhauerstube“ seit dem 6. September 2020 eine Sonderausstellung über Alltagsmagie  – vor allem im ländlichen Raum. Die legendäre Figur des Zauberers und Alchemisten Doktor Faust, der als Teufelsbündler gilt, erweitert das Themenspektrum.

Die im 17. Jahrhundert langsam einsetzende Epoche der Aufklärung löste zusehends das magische Weltbild durch ein naturwissenschaftlich orientiertes ab.  

Einen Gegenentwurf zur Aufklärung und zunehmenden Industrialisierung ab dem 19. Jahrhundert lieferte die Epoche der Romantik, in der das Irrationale, Geheimnisvolle, Unterbewusste, Märchenhafte und Schaurige vorherrschend war.

Die ländlich-bäuerliche Gesellschaft hielt an ihrer traditionellen Lebensweise noch weitgehend bis ins 20. Jahrhundert fest:
Ihre Weltsicht war teils durch christlich-religiöse, aber auch durch magisch-okkulte Elemente geprägt. Durch Abwehrzauber versuchte man, sich vor Hexen, Dämonen und bösen Geistern zu schützen.

Zugleich versuchte man, die Lebensenergie von Menschen, Tieren und Pflanzen zu verbessern.

Als Aberglaube wurde kirchlicherseits alles angesehen, was nicht mit kirchlicher Frömmigkeit zu vereinbaren war. Die Volksmagie hingegen bediente sich dennoch gerne religiös-christlicher Symbole. Das Verwenden heidnischer Riten und Objekte und kam vor allem zum Tragen, wenn das alleinige Vertrauen in die Kirche nicht zu genügen schien.

Bis in die Gegenwart finden sich im Alltag etliche Redewendungen, Gegenstände und Praktiken, um sich vor schlechten Einflüssen zu schützen bzw. sie abzuwehren.

Quelle (Infos/Fotos): https://steinhauerstube.de/CMS/uebersicht/


Von der Esoterik zum Glauben: Wie Christus meine Familie und mich gerettet hat

Das folgende Glaubenszeugnis stammt von unserer Leserin Irina, einer ehemaligen Esoterikerin und Ex-Charismatikerin aus Bayern, geboren in Russland, die uns mit vollen Namen und Anschrift bekannt ist.

Weil jedoch ihr Lebensbericht sehr persönliche Momente und Ereignisse beinhaltet, haben wir mit ihr eine Beschränkung auf den Vornamen vereinbart:

Ich bin 1981 in Russland geboren und wuchs in einer (nicht wirklich) gläubigen Familie auf. Wir gingen zwar hin und wieder zur Kirche, hatten Gebetbücher zu Hause und ich schrieb oft Briefe an Gott, wusste aber damals noch nicht, dass Jesus Christus real ist.

Meine Mama war katholisch, mein Papa wurde erst ein paar Jahre, bevor er gestorben ist, orthodox getauft. Meine Schwester und ich wurden mit sechs Jahren in der orthodoxen Kirche getauft.

Meine Eltern stritten oft, hauptsächlich weil mein Papa viel getrunken hat. Die ganze Familie hat darunter gelitten. Mein allergrößter Wunsch war, meine eigene Familie zu gründen und ein harmonisches Leben zu führen.

2001 kam ich nach Deutschland, studierte in München Germanistische Linguistik und arbeitete an der Universität als Deutschlehrerin für ausländische Studierende. Später schloss ich ein Zweitstudium der Betriebswirtschaftslehre ab, arbeitete anschließend in einer Marketing-Agentur, heiratete 2015 meinen jetzigen Ehemann und wir bekamen zwei Kinder.

2014 lernte mein Mann seinen leiblichen Vater kennen (aufgewachsen ist er mit seinem Stiefvater). Der leibliche Vater weihte uns (meinen Mann und mich) an Weihnachten 2015 in die Esoterik ein und schenkte uns „Die Geheimlehre“ und „Isis entschleiert“ von Blavatsky, „Grundlagen der Esoterischen Philosophie“ von Gottfried von Purucker, die Mahatma-Briefe, Runen, Tarot-Karten, ein Buch über Astrologie und vieles mehr.

Er war viele Jahre in einem esoterischen „Orden“, der von Dethlefsen geleitet wurde, bezeichnete sich als Priester und behauptete, dass die Informationen, die in diesen Büchern stehen und die er beigebracht bekommen hatte, die Wahrheit aller Wahrheiten darstellen.

Dies sei die richtige Esoterik und kein Eso-Kitsch. Und so wurden wir ganz tief in die Esoterik eingetaucht, haben diese Wahrheit, ohne zu hinterfragen, angenommen und weiter vertieft und uns regelmäßig ausgetauscht.

An Ostern 2016 haben mein Schwiegervater und ich durch einen leichten Stromschlag „einen gewischt“ bekommen. Er behauptete seitdem, dass wir im vorherigen Leben ein Paar gewesen sein müssen und rief mich ständig an, wollte, dass ich dies einsehe und bat mich darum, dies nicht seiner Frau und meinem Mann zu erzählen.

Ich wusste nicht, wie ich mich verhalten soll und erzählte zuerst niemandem was davon. Irgendwann ließ mein Schwiegervater los und ich war sehr erleichtert.

2016 bekam ich eine seltsame Fähigkeit, nachts unkontrolliert aus meinem Körper auszutreten und durch die Wohnung, manchmal auch durch die Stadt zu fliegen. Einmal, als ich krank war, sah ich, wie ich aus meinem Körper ausstieg – und als ich mich von oben beobachtete, sah ich statt meines Körpers einen dunklen Mann im Bett liegen – es war ein schreckliches Erlebnis.

Von diesem Phänomen des „Fliegens“ erzählte ich meinem Schwiegervater, der das ganz toll fand und mir ein Buch über Astralreisen schenkte und meinte, es sei sehr beneidenswert, dass ich dies von Natur aus tun kann (die Anderen müssen es ja erst lernen).

Ich kam damals nicht dazu, das Buch zu lesen und wollte mich auch ehrlich gesagt in dieser Richtung nicht weiterbilden.

Als ich wieder eine Astralreise erlebte und meinem Schwiegervater davon erzählte, sagte er mir, dass ich bei meiner nächsten Astralreise bewusst zu ihm nach Hause fliegen und mich auf ihn drauflegen solle, denn es gäbe ja nichts Schöneres, als die Verschmelzung zweier Körper auf australer Ebene. Aber ich solle doch bitte davon nichts seiner Frau und meinen Mann erzählen.

Bei allem Respekt vor meinem Schwiegervater und all dem, was er für mich Gutes tat, fand ich diese Aussage ziemlich schräg und fing an, mich von ihm zu distanzieren und blockierte ihn dann irgendwann auf meinem Handy.

Ich befand mich in einer sehr schwierigen Lage, wollte das Ganze aber doch nicht vor meinem Mann verheimlichen und beschloss, ihm davon zu erzählen. Das Ganze endete dann in einer  großen Katastrophe. Für meinen Schwiegervater war ich gestorben.

Mein Mann konnte es mir nicht glauben und fing an, zu rauchen und zu trinken. Da ich weder das eine noch das andere guthieß und diese Süchte zu ständigen Streitereien führten, brach unsere Familie Stück für Stück auseinander.

Da die Kinder noch sehr klein waren und ich niemanden in der neuen Stadt kannte (wir waren frisch umgezogen), konnte ich nicht gehen.

Zudem war ich nach den beiden Schwangerschaften gesundheitlich ein Wrack und da die Ärzte mir nicht helfen konnten, beschloss ich, die Verantwortung für meine Gesundheit zu übernehmen und kam durch Zufall auf die Ernährungsweise von Medical Medium von Anthony William (Geist des Mitgefühls) und bin zu Expertin auf dem Gebiet dieser spirituellen Ernährungslehre geworden. Ich absolvierte die Ernährungsberatungsausbildung und wollte mich als Ernährungsberaterin nach Medical Medium selbständig machen.

Ich suchte ständig nach dem richtigen Weg, nach der Wahrheit und dem Sinn des Lebens und wollte mich auf gar keinen Fall mit der Esoterik meines Schwiegervaters weiter beschäftigen.

Ich kaufte das Download-Paket von Flow Summit 2019 mit zahlreichen spirituellen Vorträgen, hörte sie mir an und kam zu dem Schluss, dass meine mangelnde Selbstliebe Schuld an allem sei. Ich beschäftigte mich mit meinem „inneren Kind“, meinen Schattenseiten und arbeitete intensiv an mir. Ich glaubte, die Wahrheit in der Spiritualität gefunden zu haben.

Besonders inspiriert war ich von Jana Haas (hellsichtige Autorin und Engel-Expertin).

Zudem hörte ich viele Videos von Robert Betz an und besuchte sogar  einen seiner Vorträge, sprach mit ihm persönlich verzweifelt über meine familiäre Situation und er meinte, ich solle meinen Mann akzeptieren, so wie er ist, sprich: ihn trinken und rauchen lassen, denn er brauche dies momentan.

Ich war mit dieser Antwort nicht zufrieden und suchte weiter nach Antworten in zahlreichen spirituellen Büchern und kam dann doch zu dem Schluss, meinen Mann mit all seinen Süchten akzeptieren zu lernen und arbeitete jeden Tag an mir (bildete mir ein, dass mich seine Süchte nicht stören und ich keine Angst mehr davor habe, wie die Zukunft unserer Familie aussehen wird).

Je mehr ich las, desto mehr fühlte ich mich verzettelt, verzweifelt und unglücklich, und beschloss, mich hauptsächlich auf die Bücher und Vorträge von Jana Haas zu konzentrieren. Ich wollte sogar eine Ausbildung zum Cosmogetic Healing bei ihr machen, weil ich mir einbildete, Heilerin zu sein, beruhend darauf, dass meine Oma mütterlicherseits auch Heilerin war und dass ich dies von ihr bestimmt erbte und diese Fähigkeit weiterentwickelt werden soll.

Da ich zusammen mit meinem Mann Inhaber eines Sportclubs bin, beschloss ich im September 2019 eine Online-Yoga-Ausbildung zu machen und gab bereits während der Ausbildung Yoga-Stunden in unserem Club. Anfang Februar 2020 hatte ich ein Yoga-Präsenzseminar in Hamburg und war nach der Rückkehr nach Hause sechs Wochen krank (im nachhinein verstand ich, dass der liebe Gott mir Zeichen sendete, darüber nachzudenken, was ich da tue).

Anfang April 2020 stoß ich im Internet auf ein Video über Satanismus und musste, während ich es mir ansah, viel weinen und war schockiert und sprachlos.

Der Gedanke, dass die Welt doch nicht so rosig sei, wie ich es in den spirituellen Büchern las, und dass es das Schwarze/Böse/Dunkle da draußen doch gibt, ließ mich nicht los.

Bis dahin war ich der Meinung, wie Jana Haas (spirituelle Medium und Autorin) es immer so schön ausdrückt, dass wir es uns in unserem Leben nicht leisten können, negativ zu denken. Man soll ein Licht für die Welt darstellen, also immer „positiv denken“. Und dass es keine Dämonen oder gefallene Engel gibt, dies seien in Wirklichkeit lediglich unsere negativen/dunklen Gedanken.

In diesem Video über Satanismus sah ich aber das Böse, ohne zuvor schlechte Gedanken gehabt zu haben. So begann ich zu hinterfragen, ob das, was Jana Haas behauptet, überhaupt stimmt. Mir fiel wieder die Frage von meiner Bekannten ein, ob ich wüsste, dass die Ernährung nach Medical Medium zur okkulten Szene gehört. Ich fing an, zu recherchieren, was alles unter Okkultismus/Esoterik/New Age fällt, stieß auf die Website www.lichtarbeit-verführung.de und las dort die Berichte von Aussteigern.

Ich fand mich in vielen dieser Zeugnisse wieder und war zunächst geschockt.

Ich hörte mir zudem das Zeugnis von Doreen Virtue an, in dem sie erzählt, warum sie aus New Age ausstieg und zum Christentum konvertierte.
Ich realisierte, dass ich auf dem Holzweg war und dass ich tausende Sünden begangen hatte, bereute diese zutiefst und beschloss, ein Übergabe-Gebet zu sprechen.

Am Morgen des Ostersonntags  –  12. April 2020  –  redete ich darüber mit meinem Mann und fragte ihn, ob er sich auch bekehren möchte. Er war sofort einverstanden (unserem HERRN sei Dank).

Da unsere Ehe in Trümmern lag und dies die letzte Chance war, unsere Familie zu retten, fingen wir an, die Bibel zu lesen und sämtliche esoterische Bücher und okkulte Gegenstände wegzuwerfen. Ich brach meine Yoga-Ausbildung sowie alle anderen okkulten Praktiken ob, darunter Aura-Soma, Homöopathie, Engelkarten, positives Denken, Meditationen und Selbstheilungsversuche (wie z.B. die Ernährungsweise nach Medical Medium).

Ich bin Gott unendlich dankbar, dass er mich nicht aufgab, mir die Augen öffnete und mich aus der Esoterik rausholte.

Nun dachte ich, meine Familie und ich sind für immer gerettet und endlich auf dem richtigen Weg!

Direkt nach der Umkehr sind wir leider unwissend und ahnungslos in einer charismatischen Gemeinde gelandet, die Geistestaufe, Zungenrede, Prophetien, Lobpreis mit Rockmusik und Wunderheilungen praktizierte.

Da mein Mann und ich bei diesen Praktiken von Anfang an kein gutes Gefühl hatten und uns das sehr an die frühere Esoterikzeit erinnerte, begann ich zu recherchieren, was die charismatische Bewegung ausmacht und prüfte dies anhand der Bibel.

Ich realisierte, dass wir vom Regen in die Traufe gekommen sind, da die charismatische Bewegung eine große und verhängnisvolle Verführung darstellt, die umso tückischer ist, weil sie sich mit einem christlichen Mäntelchen präsentiert.

Es war mir vor meiner Umkehr nicht bewusst, dass Satan real ist und sich gerne als „Engel des Lichts“ ausgibt und ständig versucht, Menschen mit seiner esoterischen Lehre, ja sogar auserwählte Christen mit verführerischen Irrlehren wie der Charismatik letztlich von Gott abzubringen.

Die Esoterik/New Age und okkulte Praktiken haben meine Familie beinahe zerstört. Sie machen krank, kosten viel Geld und sind sehr gefährlich.

Das Einzige, was uns erretten kann, ist der aufrichtige Glaube an unseren lebendigen Herrn Jesus Christus und eine zu 100% echte Umkehr (aufrichtiges Bereuen und Bekennen aller Sünden). Ich kann dies aus meiner eigenen Erfahrung nur bestätigen, denn mein Leben hat sich nach der Umkehr um 180 Grad gedreht, meine Ehe wurde geheilt und ich erfuhr, was Freiheit und Liebe wirklich bedeuten.

Endlich war die ewige, mühevolle Suche nach Wahrheit beendet.

Gemälde: Evita Gründler (erstes, viertes und letztes Bild)

 


Ozeanien: Mord und Terror gegen „Hexen“

Schwester Anna Pigozzo, Missionarin der Cavanis-Bruderschaft  in Bereina erklärt gegenüber dem Fidesdienst:

„Die Polizei rettete zwei Frauen, als sie gefoltert, mit Messern angegriffen und mit Eisenstangen gebrandmarkt wurden. Und dies im Beisein von rund fünfhundert umstehenden Menschen, die zusahen. Dies war vor einigen Wochen auf der Titelseite der Zeitungen in Papua-Neuguinea zu lesen.

Wie kann es sein, dass Folter unter den Augen so vieler Menschen stattfindet? Was hier geschah, war eine Episode von Gewalt, die in diesem Land leider häufig vorkommt und mit einem Vorwurf der Hexerei zusammenhängt.“

Die Ordensfrau fährt fort:

„Hier in Papua-Neuguinea sind Magie und Aberglauben immer noch tief verwurzelt: Wenn z.B. eine Person plötzlich und ohne sichtbare Krankheit stirbt, neigen die Menschen dazu, zu glauben, dass der Tod durch einen Fluch verursacht wurde, der von einem Feind ausgeprochen wurde. Deshalb versucht man, den „Feind“ zu identifizieren, um ihn zu bestrafen und den unerklärbaren Tod zu rächen.

Es wird als eine Form der Gerechtigkeit angesehen, und bis 2013 berücksichtigte sogar das Gesetz diesen kulturellen Brauch und reduzierte das Strafmaß im Falle eines Mordurteils, wenn ein mutmaßlicher Vorwurf der Magie gegen das Opfer vorlag.

Im Jahr 2013 wurde das Gesetz geändert und im Jahr 2015 genehmigte die Regierung den Nationalen Aktionsplan gegen Zauberei, dessen Umsetzung jedoch offensichtlich noch langwierig und schwierig ist.

Tatsächlich hat Papua-Neuguinea sowohl in ländlichen Gebieten als auch in Städten eine Zunahme gewalttätiger Angriffe großer Gruppen erlebt, die die Opfer der Hexerei beschuldigen und Selbstjustiz vollziehen wollen. Augenzeugen des Mordes an einem Opfer, das der Hexerei beschuldigt wird, werden das Verbrechen nicht melden, aus Angst, ihr Leben oder das ihrer Familienmitglieder zu gefährden“.

Die Missionarin erinnert daran: „Im Jahre 2012 sagte Bischof Lippert den Menschen, man könne nicht katholisch sein und an Sanguma (Magie), an Hexerei glauben.. Und so bat er seine Gläubigen, zu beten, zu fasten und diesen Brauch abzulehnen.

In diesem kulturellen Kampf haben wir die Bildung als Werkzeug, um kritisches Denken und Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln und zu lernen, Fakten von Meinungen zu unterscheiden. Wir haben das Gebet, die Sakramente, unseren katholischen Glauben.“

Quelle: Fidesdienst


Bibel-Lotto und Bibelstechen zu Silvester: Die Hl. Schrift als Orakelbuch?

Von Felizitas Küble

Die Übung des Bibelstechens  –  die Methode  wird auch als „Bibel-Lotto“ bezeichnet  –  ist nicht zuletzt in frommen Kreisen verbreitet, z.B. bei evangelischen Christen, bisweilen auch unter Katholiken.

Gerade an Silvester feiert der Brauch fröhliche Urständ. Manche Gläubige vermuten einen „himmlischen Fingerzeig“, vor allem, wenn sie zuvor bestimmte Fragen gestellt haben.

Der Name „Bibelstechen“ entstand deshalb, weil man mit einem spitzen Gegenstand  –  meist einem Messer  –  eine beliebige, zufällige Stelle aus der Heiligen Schrift aufschlägt und dann auf  jenen Vers oder Abschnitt achtet, den die Messerspitze zeigt; dies wird als Antwort von „oben“ auf offene Fragen oder Lebensprobleme verstanden; manchmal wird diese Methode auch vor schwierigen Entscheidungen angewandt, sei es die Wahl einer Arbeitsstelle oder gar eines Ehepartners usw.

Besonders problematisch ist es, wenn damit eine Art Zukunftsprognose versucht wird.

Unter Völkerkundlern, Parapsychologen und Theologen spricht man von Stichomantie bzw. Bibliomantie oder einfach von Bibelmantik;  „Mantik“ bedeutet Wahrsagen und gehört zum Bereich der (letzten Endes heidnischen) Magie.

Ist das Bibelstechen etwa nicht ein guter Brauch, schließlich ist die Bibel doch das Wort Gottes?!  – Was soll falsch daran sein, die Heilige Schrift als Lebenshilfe einzusetzen?

Als Lebenshilfe soll uns Gottes Wort wichtig sein, aber nicht als Orakel, denn das wäre eine Zweckentfremdung der Bibel für abergläubische Absichten.

Es wäre dies ein Wahrsagen mittels der Bibel, was aber ihrem Sinn widerspricht.

Der hl. Papst Gregor der Große hat das „Bücherstechen“ bereits in der ausgehenden Antike grundsätzlich verurteilt, ob es nun um weissagenden Mißbrauch der Bibel oder sonstige, als heilig geltende Schriften ging, die für eine Zukunftsschau oder „Hellsehen“ zweckentfremdet wurden. Das Wahrsagen durch Bücher wurde auch auf der Synode von Vennes (465 n. Chr.) verboten.

Die Bibel sollte auch nicht als „Partyspiel“ mißbraucht werden – so wird es zB. hier als „Silvester-Orakel“ empfohlen:  http://www.lizzynet.de/wws/30029604.php

Früher waren derartige „Prophezeiungsspiele“  auch in christlichen Häusern verbreitet, was die Sache aber nicht besser macht. Dabei wurde vor allem in der Silvesternacht auf Neujahr die Bibel mit dem Daumen seitlich geöffnet (daher sprach man auch vom „Däumeln“)  – und dann blind auf eine „zufällige“ Stelle gehalten. Was hier zu lesen war, sollte aufschlußreich für das bevorstehende Jahr sein.

In bibelorientierten evangelischen Kreisen sind die sog.  „Losungen“ bekannt, wobei in dem bekannten blauen Losungskalender für jeden Tag des Jahres bestimmte Bibelstellen präsentiert werden, die zuvor durch das Los ermittelt wurden.

Solange damit keine abergläubische Absicht verknüpft wird, solange diese Übung nur als tägliche kurze Bibellese für eine Andacht verstanden wird, ist nichts dagegen einzuwenden.

Anders sieht es aus, wenn z.B.  „Losungskärtchen“ in einem Kästchen gesammelt werden – und dann, wenn man „nicht mehr weiter weiß“, wenn schwierige Entscheidungen anstehen, wird erst gebetet und danach ein Kärtchen gezogen, das als direkte „Antwort des Himmels“ aufgefaßt wird. Eine solche Methode ist unerlaubte Wahrsagerei unter dem Vorwand frommen Betens.

Wenn jemand einwenden möchte, daß wir aber doch in bestimmten Situationen den Willen Gottes „ermitteln“ dürfen, wollen wir bedenken, daß der Schöpfer uns den Verstand gegeben hat, damit wir ihn einsetzen  – zudem haben wir aufgrund der göttlichen Gebote und der Botschaft Christi sowie der kirchlichen Lehre ausreichend klare Orientierungen, um uns im Leben zurechtzufinden.

Zudem können wir vor schwierigen Entscheidungen mit unseren Eltern oder guten Freunden sprechen und Rat erbitten – oder auch einen Seelsorger fragen. Manchmal helfen auch gediegene Ratgeberbücher weiter.

Als Satan von Christus in der Wüste ein „Schauwunder“ herausfordern wollte und hierbei (der Teufel ist ein gewiefter „Theologe“, wie man sieht!) eine Bibelstelle aus dem AT zwar korrekt (!) zitierte, aber für seine falschen Absichten mißbrauchte, hielt ihm Christus ein anderes Wort der Heiligen Schrift entgegen: „Du sollst den HERRN, Deinen Gott, nicht versuchen!“

Daran wollen wir uns orientieren: Es gibt eben keine bestimmte „Methode“, Gott gewissermaßen zum Reden zu zwingen. Der Ewige ist nicht der Erfüllungsgehilfe unserer „Glücksspielchen“, wir dürfen nicht über iHN verfügen wollen  – und ER läßt sich nicht für unsere Zwecke einspannen.

Außerdem kommt folgendes Problem hinzu:

Manche Stellen in der Bibel erscheinen uns mehrdeutig, vor allem, wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen werden, was ja beim Bibel-Lotto mehr oder weniger stark der Fall ist. Solche Verse in der Hl. Schrift eignen sich nun besonders, um sie mit unserem Wunschdenken zu befrachten bzw durch unsere subjektiven  Erfahrungen und Vorstellungen hindurch zu betrachten, zumal viele biblische Aussagen sowohl eine wörtliche wie eine symbolische „Bedeutungs-Ebene“ besitzen.

Zudem kann X unter auslegungsfähigen Begriffen wie zB. „Frieden“ oder „Freiheit“ oder „Liebe“ etwas anderes verstehen als Y  – je nach Temperament oder persönlichen Erfahrungen. Wir lesen solche Ausdrücke also durch unsere eigene „Brille“.

Das ist weiter kein Problem, sondern ganz  natürlich  – aber im Falle des „Bibelstechens“ vermischt sich unsere „Brille“, unser bewußtes oder vielleicht eher unterschwelliges Wunschdenken allzu leicht mit dem, was wir dann als „Gottes Wille“ interpretieren, nachdem wir eine bestimmte Bibelstelle „gestochen“ haben und diese wie wie ein Orakel (miß)verstehen. Es liegt auf der Hand, daß dies schon rein  psychologisch gesehen problematisch ist!

Gott hat uns in Taufe und Firmung mit den Gaben des Hl. Geistes beschenkt, wobei zu den Sieben Gaben des hl. Geistes (die schon das Alte Testament bei Jesaja erwähnt)  auch die Gabe des Verstandes zählt; seien wir Gott dankbar dafür und widerstehen allen Formen des Aberglaubens, denn er ist ein Feind des wahren Glaubens – und nicht etwa der Unglaube allein!

Der Aberglaube ist sogar die gefährlichere Bedrohung, weil sie oft nicht als solche erkannt und mit Gläubigsein verwechselt wird, was fatal (verhängnisvoll) ist.

Hier noch eine passende Anekdote zum Thema, wohl nicht echt, aber gut erfunden:

Ein schwäbischer Pietist pflegte den Sonntag mit Bibelstechen zu beginnen. Beim ersten Stich geriet er an Mt  27,5: „Und Judas ging hin und erhängte sich.“ –  Klingt wenig erfreulich, also ein erneuter Anlauf. Nun wurde es dem ernsten Bibelforscher noch unbehaglicher: „Gehe hin und tue desgleichen!“ (Lk 10,37)  – Das dritte Stechen ließ den frommen Mann an Gottes weiser Führung verzweifeln: „Was Du tust, das tue bald!“ (Joh 13,27).

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster


Papst predigte gegen Aberglaube und Magie

Der Papst erteilte magischen Praktiken eine Absage – diese seien „nicht christlich“, so Franziskus bei seiner Generalaudienz am Mittwoch. 

In seiner Katechese auf dem Petersplatz ging der Papst auf die Predigt des hl. Paulus in Ephesus ein. In der bedeutenden antiken Stadt hatte das Wirken des Völkermissionars zu großen Veränderungen geführt: Es gab Taufen und Bekehrungen – und die Menschen begannen, Glaube von Aberglaube zu unterscheiden.

So habe der Apostel in Ephesus die Unvereinbarkeit des Christusglaubens mit magischen Praktiken betont, sagte Papst Franziskus:

„Wenn du Christus wählst, kannst du nicht auf einen Magier zurückkommen. Der Glaube ist vertrauensvolle Hingabe in die Hände eines zuverlässigen Gottes, der sich nicht durch okkulte Praktiken, sondern durch Offenbarung und bedingungslose Liebe zeigt.“

Auch heute noch hingen viele Menschen am Aberglauben, selbst unter Christen seien solche Irrtümer verbreitet, schlug der Papst die Brücke in die Gegenwart. Der Papst richtete sich an seine Zuhörer:

„Wie viele von euch lassen sich die Karten legen oder aus der Hand lesen? In großen Städten greifen praktisch veranlagte Christen immer noch auf solche Dinge zurück, auch heute. ,Warum glaubst du an Christus und gehst zum Magier?‘ – ,Ich glaube an Jesus, gehe aber zufällig auch zu solchen Leuten..‘ – Aber Magie ist nicht christlich! Solche  Zukunftsbefragungen sind nicht christlich! Denn: Die Gnade Christi bringt dir alles – bete also und vertraue dich dem HERRN an!“

Die Verkündigung des Paulus in Ephesus habe auch noch andere Auswirkungen gehabt, fuhr der Papst fort:

Der Silberhandel in der berühmten Stadt, die den Tempel der Göttin Artemis bzw. Diana beherbergte, sei eingebrochen. Die Händler hätten mit den Silberstatuen der Göttin ein regelrechtes Geschäft gemacht. Als ihre Einnahmen sanken, organisierten diese Geschäftsleute einen Aufstand gegen die Christen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2019-12/papst-franziskus-generalaudienz-apostelgeschichte-04-12-2019.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Wenn Isis und „Maria“ sich vermischen und „Gottvatermutter“ verherrlicht wird…

Von Felizitas Küble

Die Esoterik gründet auf dem Versuch, sich aus eigener Kraft nach „oben“ zu erheben, also etwa mittels bestimmter Techniken wie Yoga-Versenkung oder Reiki-„Energiearbeit“, mit Channeling (Kontakt mit „Engeln“ und Geisterwelten) oder sonstigen Praktiken der Selbsterlösung und des Spiritismus. 

Normalerweise erkennt ein Christ recht schnell, daß es sich um Esoterik oder Okkultismus handelt – und läßt die Finger davon.

Allerdings kommt es immer wieder vor, daß sich diese übersinnliche Richtung mit einem frommen Mäntelchen schmückt oder esoterische, heidnische und christliche Elemente miteinander vermengt.

Da wird es dann für manche Anfänger im Glauben schwieriger, noch eine klare Übersicht zu bewahren.

Ein Beispiel dafür ist der Blog „Pura Maryam“, der auf seiner Startseite ein Kreuz mit Herz abbildet und sich in einigen Texten positiv auf Jesus bezieht.

Die Betreiberin ist eine ältere Dame aus Berlin, die sich „Pura Maryam“ nennt, also auf den hebräischen Namen Mariens beruft (Miriam, Maryam). In typisch esoterischer Weise nennt sie sich zudem auch „Sophyah“ (=Weisheit).

Durchaus kennzeichnend für diese Szene ist die  Vermischung von paganen (heidnischen) und feministischen Elementen  – in diesem Fall durch die Nennung der ägyptischen Fruchtbarkeitsgöttin „Isis“ im pyramidenförmigen Titel (die Dreiecks-Form ist ebenfalls typisch für die Gnosis). Gott wird zudem „Gottvatermutter“ genannt – siehe hier: http://www.puramaryam.de/indexdt.html

Sodann ist viel von Licht und bedingungsloser Liebe und sonstigen rosa Wolken die Rede, wobei endlose Wiederholungen an der Tagesordnung sind.

Die wahre Mutter Christi, deren Name hier vereinnahmt wird, hat mit diesem halbheidnischen Zauberzirkus nichts zu tun.

Maria hat sich selbst als „die Magd des HERRN“ verstanden und den Höchsten gelobt, weil er „Großen an ihr getan“ hat, denn der göttliche Erlöser hat in ihrem Mutterleib Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist.

Die Erwählte des Ewigen  – vom Engel Gabriel als „Gnadenvolle“ begrüßt  – ist keine Göttin oder Halbgöttin, sondern ein Geschöpf Gottes und die „Gesegnete unter den Frauen“, wie ihre Verwandte Elisabeth sie bezeichnete. Weil der himmlische Vater so gnadenvoll an ihr gehandelt hat, durfte sie in ihrem Magnificat (Lobgesang) ankündigen: „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.“

Wer die heilige Jungfrau seligpreist, der bleibt aber nicht bei ihr stehen, sondern lenkt seinen Blick auf GOTT selbst, der Maria alle ihre Gnaden und Vorzüge um Christi willen geschenkt hat.

 

 

 


Mutter Meera und ihr esoterischer Segen, den ihre Anhänger auf Knien empfangen

Von Felizitas Küble

Wenn Mutter Meera – eine indisch-deutsche „Erleuchtete“ – die Menschen mit ihrem Lichtsegen beglückt bzw. wohl eher hypnotisiert, dann gibt sie ihnen einen „Darshan“, also gleichsam Anteil an ihrer „göttlichen“ Inkarnation (Avatara) bzw. als „Lichtbringerin“.

Aber erst der Reihe nach: Die „Avatara“ wurde 1960 in Indien mit dem Namen Kamala Reddy geboren. Ein Onkel meinte, in ihr jene „göttliche Mutter“ erkannt zu haben, die ihm durch Visionserlebnisse gezeigt wurde. Er brachte sie in den Ashram, zu dem er selber gehörte. 

Immer mehr Anhänger wollten ihren „Darshan“ erhalten; sie wurde auch im Ausland eingeladen, gab mehrfach Audienzen in Kanada. Seit 1982 lebt sie im Westerwald und heiratete einen Deutschen.

Auf Schloß Schaumburg finden in einem Nebengebäude ihre abendlichen Segensveranstaltungen statt, zu dem nicht nur in Deutschland lebende Hindus oder Esoteriker, sondern auch Christen einströmen, oft mehrere hundert Besucher.

Ihre Darshan-Abende sind völlig stumm, sie spricht kein einziges Wort. Stattdessen schaut sie den Teilnehmern, die erst die Schuhe ausziehen und dann auf Knien zu ihr nach vorne rutschen, tief in die Augen und berührt sie an den Schläfen – was stark an Hypnose erinnert. Diese wird dadurch begünstigt, daß die Verehrer/innen ständig einen „göttlichen“ Namen wie ein Mantra wiederholen sollen.

Daß man sich der Erleuchteten auf Knien nähern soll, scheint ihren Fanclub nicht zu stören, im Gegenteil.

Auf der esoterischen Seite „Dimensionssprung“ lesen wir eine begeisterte Schilderung des Darshan-Segens der „göttlichen Mutter“:  https://www.dimensionssprung.de/verzeichnis-4-48,Mein_Besuch_bei_Mutter_Meera.html

Darin heißt es u.a.:

„Als sie ihren Platz auf dem Podest, auf dem mittleren Stuhl eingenommen hatte, begannen die Diener eine Reihe nach der anderen auf dem Gang aufzustellen, niederknien zu lassen…Und der Darshan begann, Reihe um Reihe, Mensch um Mensch wurde aufgestellt, kniete nieder, bewegte sich kniend auf das Podest zu, empfing den Segen und nahm in Stille wieder seinen Platz ein…

Als ich den Podest erreichte, schlug mir das Herz bis zum Hals. Ich kniete vor Mutter Meera, beugte meinen Kopf, so dass sie ihn leicht mit ihren Händen berühren konnte. Sie legte ihre Finger oberhalb der Ohren seitlich links und rechts und hielt dies einige Sekunden. Lichtvolle Energie durchfloß mich, am ersten Abend bis etwa auf Höhe der Brustwirbelsäule, am zweiten Abend bis hinunter zum Steißbein.

Wie geschrieben, hob ich meinen Kopf, als sie ihre Hände von mir nahm und sah sie an. Ihr in die Augen. Ihr Lieben, ich habe niemals in meinem bewußten Leben solche Augen gesehen. Es ist als wenn Du in die Ewigkeit schaust, unendliche Liebe, kein Ego darin zu erkennen. Es ist schlicht wunderschön, dieser Blick bleibt Dir im Geiste verankert, Du siehst diese Augen immer wieder.“

Manchen Teilnehmern kann es freilich auch anders ergehen. Eine Betroffene berichtete mir, daß sie Bedenken bekam, als sie an dieser Veranstaltung teilnahm. Sie bat Gott um innere Hilfe, bevor sie auf dem Teppich nach vorne rutschte.

Der Blick der 59-Jährigen, den sie erlebte, sei alles andere als freundlich gewesen. Sie wurde danach von Ordnern quasi eingekreist und nach draußen „geleitet“.

 


Fall Rebecca: Berliner Chefermittler der Polizei distanziert sich von „Hellseher“ Schneider

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Über widerliche „Vermisstenhellseher“ hat GWUP schon einige Male berichtet. Jetzt ist auch dem Chefermittler der Berliner Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Michael Hoffmann, der Kragen geplatzt.

In einem „Wut-Brief“ an einen „Hellseher“, der sich penetrant in die Ermittlungen im Fall Rebecca einmischt, schreibt Hoffmann:

„Sehr geehrter Herr Schneider, ich habe festgestellt, dass auch ich ein Seher bin. Ich habe vorhergesehen, dass Sie trotz meiner Bitte keine Ruhe geben!

Jetzt noch einmal  –  die Berliner Polizei geht keinen Hinweisen von Sehern, Geisterkontaktlern, Kartenlegern, Pendelschwingern, Kaffeesatzlesern, Wahrträumern, Wünschelrutengängern, remote Viewern, Astralwahrnehmern, Computerfrequenzauslesern usw. nach.

Weitere Kontaktversuche, das sollten Sie eigentlich vorhersehen können, sind somit für Sie nicht zielführend.“

Quelle und vollständiger Text hier: https://blog.gwup.net/2019/08/19/wut-brief-von-chefermittler-die-berliner-polizei-geht-keinen-hinweisen-von-sehern-und-geisterkontaktlern-nach/