Staatliche Stellen warnen vor MMS: Natriumchlorit kann Gesundheit gefährden

Das bei einigen Heilpraktikern, esoterisch orientierten Medizinern und sektiererischen Kreisen angepriesene „Arzneimittel“ MMS ist in den letzten Tagen durch Berichte in Presse, Funk und Fernsehen ins Gerede gekommen.

Anlaß hierfür sind staatsanwaltliche Untersuchungen über einen „naturheilkundlich“ aktiven Hausarzt aus Thüringen, der einer Patientin das MMS als Therapie für ihren autistischen Sohn verkauft haben soll. 

Hier folgen zwei warnende Stellungnahmen vor MMS von amtlicher Seite:

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt Patient/innen vor der Anwendung von Natriumchlorit als Arzneimittel.

Natriumchlorit wird derzeit verstärkt über Spam-E-Mail und unsichere Internet-Quellen unter dem Namen „Miracle Mineral Supplement“ (MMS) gemeinsam mit einer verdünnten Säure als Mittel gegen Krebs, Malaria, chronische Infektionen und weitere Krankheiten beworben.

Das BfArM weist darauf hin, dass diese und vergleichbare Produkte mit Natriumchlorit als arzneilich wirksamer Bestandteil in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen sind. Als Arzneimittel werden Produkte nur dann zugelassen, wenn durch ein behördliches Zulassungsverfahren ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis bestätigt wird.

Aus Natriumchlorit und der verdünnten Säure entsteht Chlordioxid, das auf Haut und Schleimhaut je nach Konzentration reizend bis ätzend wirkt. Die Anwendung kann zu erheblichen Gesundheitsgefahren führen.

Quelle: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2014/pm08-2014.html

Europäische Länder, Kanada und USA raten von MMS ab:

Bereits in mehreren europäischen Ländern sowie in Kanada und den USA haben Gesundheitsbehörden über gesundheitliche Risiken von „Miracle Mineral Supplement“ berichtet und von der Anwendung des Produkts abgeraten.
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Danach wurden nach oraler Aufnahme von „MMS“ gastrointestinale Störungen unterschiedlichen Schweregrades mit Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall beobachtet, teilweise mit Blutdruckstörungen und erheblichen Flüssigkeitsverlusten.
Inzwischen sind auch in Deutschland Fälle von unerwünschten gesundheitlichen Wirkungen nach dem Verzehr und der intravenösen Gabe von „MMS“ bekannt geworden.
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Neben Übelkeit, Erbrechen und Veränderungen im Allgemeinzustand wurden auch schwerwiegende Symptome bei medizinischer Anwendung bekannt. Besonders Kinder können durch Verätzungsrisiken gefährdet werden. Das BfR rät dringend von dem Verzehr und der Verwendung des Produkts „Miracle Mineral Supplement“ (MMS) ab.
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Quelle: http://www.bfr.bund.de/cm/343/bfr-raet-von-der-einnahme-des-produkts-miracle-mineral-supplement-mms-ab.pdf
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USA: Die FDA bezeichnet Homöopathie als wirkungslos und potentiell gefährlich

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Nächster Akt der #Globokalypse: Nach Australien, Russland, England und der Europäischen Wissenschaftsakademie stuft jetzt auch die amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde FDA Homöopathie als wirkungslos und potenziell gefährlich ein.

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathie wirkt nicht, sagen auch die europäischen Wissenschafts-Akademien, GWUP-Blog am 23. September 2017
  • Australien zeigt, wie man den Aufenthalt im homöopathischen Paralleluniversum beendet, GWUP-Blog am 7. November 2017
  • Russland stuft Homöopathie als Pseudowissenschaft ein, Informationsnetzwerk Homöopathie am 8. Februar 2017
  • England stoppt Globuli auf Kassenkosten, GWUP-Blog am 22. Juli 2017
  • Homöopathie begraben, nicht sie preisen: die Skeptiker beim FDA-Hearing, GWUP-Blog am 6. Mai 2015
  • Homöopedia: Empfindungsmethode nach Sankaran

Quelle: https://blog.gwup.net/2017/12/19/die-globokalypse-geht-weiter-fda-bezeichnet-homoopathie-als-wirkungslos-und-gefahrlich/

Rezension des Globuli-kritischen Buches von Dr. Aust hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/07/11/buch-tip-in-sachen-homoopathie-eine-beweisaufnahme-von-dr-norbert-aust/


Wahrsager-Pleiten 2017: Katastrophen und Weltuntergänge, die ausgefallen sind…

Ob aus Bibelversen errechnet oder mit dem plötzlichen Auftauchen eines ominösen Planeten namens „Nibiru“ begründet – mindestens viermal verstrich im ablaufenden Jahr ein Weltuntergangstermin, ohne dass irgendetwas passiert ist.  

Bilder von kannibalistischen Pandabären, einer Invasion riesiger Marienkäfer in irgendeiner Stadt oder von Menschen, die überall in der Welt von aggressiven Eichhörnchen angefallen werden, wären den Medien sicher auch nicht entgangen, aber diese tierischen Vorhersagen des kanadischen Mediums Nikki Pezaro erwiesen sich ebenfalls als völlig daneben.

Der Mainzer Mathematiker Michael Kunkel hat für die GWUP auch für 2017 die Prognosen von Hellsehern, Astrologen und Wahrsagern unter die Lupe genommen und die Blamage der Augurenzunft dokumentiert.

Kunkel, der seit vielen Jahren solche esoterischen Prognosen sammelt und auswertet, hofft, dass irgendjemand Frau Pezaro einmal ein Biologiebuch schenkt: „Sie hat noch vorhergesagt, dass ein aus einem Tank ausgebrochener Piranha mehrere Menschen fressen soll – für ein Tier, das höchstens 40 cm groß wird, ein ziemlich unmögliches Unterfangen.“

Auch bei anderen Themen lagen Hellseher weit daneben:

Der Brite Craig Hamilton-Parker sagte nicht nur einen Euro-Crash und den darauffolgenden Austritt von Italien und Dänemark aus der EU voraus, sondern auch die Vereinigung von Nord- und Südkorea und ein Feuer im britischen Parlament.

Wie üblich sah der überwiegende Teil der Wahrsager pechschwarz in die Zukunft. Katastrophale Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen und Terroranschläge – nicht nur Hamilton-Parker und Pezaro hatten solche Prognosen im Angebot, auch hierzulande warnten Annatala Geiger-Jordtveidt, Gabriele Sperzel, Christiane Durer oder Christine Schoppa vor einem oder mehreren dieser Szenarien.

Hamilton-Parker und der deutsche Palmblattdeuter Thomas Ritter prognostizierten sogar beide einen Vulkanausbruch auf Island mit weitreichenden Folgen für den Rest Europas.

Kunkel wundert sich nicht: „Was in der Vergangenheit geschah, wird als Prognose für die Zukunft wiederholt – es könnte ja noch einmal passieren. Wirklich Überraschendes wie der Rücktritt des Papstes 2013 oder eben die Folgen des Vulkanausbruchs in Island von 2010 fand man in den Prognosen der Wahrsager damals nicht, und auch heute bedienen sich die Prognosen fast ausnahmslos bereits bekannter Szenarien.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.gwup.org/infos/nachrichten/1965-prognosen-check-2017


Der okkulte Hintergrund des Peace-Zeichens

Pressemeldung der Marianischen Liga:

Die Auswahl von Symbolen ist keineswegs zufällig; sie verrät und eröffnet dem Betrachter den geistigen Hintergrund der Auswählenden.

Dies gilt auch für das Logo, das die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) Münster in „praktischen und spirituellen Workshops“ als Vorbereitung auf den kommenden „Katholikentag“ in Münster „erarbeitet“ hat.

Offiziell geht es den Damen dabei um „Frieden“, aber nicht – wie man eigentlich bei einer sich katholisch nennenden Gruppierung erwarten müsste  ̶  „um den Frieden Christi, den die Welt nicht geben kann“, der auch nur zu erreichen ist durch den Erlöser Jesus Christus, indem sich der einzelne von seinen Sünden abkehrt und in Buße die Versöhnung mit Gott sucht  – nein, keineswegs!

Das von den Damen gewählte Logo ist bei der rein innerweltlichen, internationalen Friedensbewegung „abgekupfert“, hat also einen die katholische Religion nicht einmal ansatzweise betreffenden, sondern davon völlig abweichenden, rein ideologischen Bezug.

In diesem Zeichen ist ein Kreuz auf den Kopf gestellt, umgeben von einem „magischen Kreis“ – wie im Okkultismus und Satanismus üblich.

Die Damen benutzen als „Firmament“ einen dieses „Friedens-Zeichen“ überwölbenden Regenbogen – eigentlich das alttestamentliche Symbol des nach-sintflutlichen Bundes Gottes mit den Menschen – in der ideologisch-innerweltlichen Bewegung des „Neuen Zeitalters“ hat er aber die Bedeutung einer Brücke zwischen den Menschen und den „Geistern“, womit hier keineswegs die von Gott gesandten Engel gemeint sind.

Die ganze esoterisch orientierte Zusammenstellung hat als Hintergrund ein Bauwerk aus offenbar „behauenen Steinen“. Ob es sich dabei um Aufbau oder Abriss handelt, ist nicht zu erkennen. Dass auch die Farbgebung mit Absicht gewählt ist und in diesem Kontext Bedeutung hat, sei hier nur am Rande erwähnt.

Daraus ergeben sich Fragen:

Von welchen Zielen wird die Arbeit der kfd mit ihren Mitgliedern bestimmt, wenn so das „Arbeitsergebnis“ eines Diözesantreffens aussieht? Was hat das noch zu tun mit den Grundanliegen und der Gründungsabsicht der kfd, des ehemaligen „Frauen- und Müttervereins“, nämlich Frauen, und vor allem Müttern, ein Leben mit und aus dem Glauben zu vermitteln und in ihnen zu vertiefen?

Was unternehmen die innerkirchlich Verantwortlichen gegen derart un-katholische Ausrichtungen, die nun schon seit Jahrzehnten zunehmend nicht nur die Frauenverbände, sondern die sich katholisch nennenden Verbände aller Art dominieren?

Die Zuständigen und Verantwortlichen schauen nicht nur schweigend zu, sondern unterstützen dieses Treiben auch noch, leider nicht nur materiell, sondern oft auch ideell. Man benimmt sich, als sei man „Herr über Gottes Erbteil“, „ut si Deus non daretur“, als ob es Gott nicht gäbe!

Wenn das aber die durch Taten belegte Überzeugung ist, dann sollte man ehrlich die Konsequenzen ziehen: die im Grunde nur gläubige Katholiken treffenden Zwangsmaßnahmen zur Kirchensteuerzahlung aufheben, die ohnehin im Widerspruch zum Kirchenrecht stehen, und den sich „katholisch“ nennenden Gruppierungen diese Bezeichnung entziehen und sie zu rein staatlichen Vereinen machen, damit sie nicht noch mehr Menschen täuschen und in die Irre führen können.

Schließlich sollte stimmen: „Wo katholisch drauf steht, ist auch katholisch drin“ – oder etwa nicht?

gez. Gertrud Dörner, Vorsitzende der Marianische Liga – Vereinigung katholischer Frauen e.V.

Die Marianische Liga gehört zum ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen): http://www.papsttreue-vereinigungen.de/erklaerungen.php?datum=22.10.2017

Siehe als Ausgangsbasis dazu den Bericht aus den Westfälischen Nachrichten: http://www.wn.de/Muenster/2989300-Treffen-von-kfd-Delegierten-aus-dem-Bistum-Frauen-bereiten-Katholikentag-vor


Sind „Arme Seelen“ falsch im Bilde? – Maria Simma und die Causa Medjugorje

Von Felizitas Küble

Jahrzehntelang will sie Kontakt mit Verstorbenen gehabt haben: Maria Simma, eine sogenannte „Arme-Seelen-Mutter“ aus der Ortschaft Sonntag in Vorarlberg (Österreich).

Die katholische Bäuerin wurde durch ihr Buch „Meine Erlebnisse mit Armen Seelen“ weit über die Alpenrepublik hinaus bekannt. Die Publikation wurde in mehreren Sprachen übersetzt und erreichte eine beachtliche Gesamtauflage von ca. 300.000 Exemplaren.

Um nicht „mistverstanden“ zu werden, sei vorausgeschickt:

1. Es gibt das Purgatorium (im Volksmund „Fegfeuer“ genannt) als „Vorstation“ für den Himmel.  –  2. Den Seelen im Läuterungszustand kann durch die Fürbitte der Gläubigen, besonders aber durch das Gedenken in der hl. Messe wirksam geholfen werden. Dies ist eine wichtige, Himmel und Erde verbindende „Solidarität“ der Christen über den Tod hinaus.

3. Grundsätzlich sind Erscheinungen von „Armen Seelen“ denkbar. Das bedeutet freilich noch lange nicht, daß es sich bei vermeintlichen Manifestationen von Verstorbenen tatsächlich um ein solches Phänomen handelt. (Möglich sind auch innerseelische Selbsttäuschungen, dissoziative Störungen  – oder gar die Trickkiste von  Finsternismächten, die sich als „Arme Seelen“ ausgeben.)

Zu beachten ist vor allem, daß das Jenseits kein Auskunftsbüro ist und nicht der Befriedigung einer unangemessenen religiösen Neugier dient. Überdies ist jedes „Herbeizitieren“ von Toten als gefährlicher Spiritismus zu werten und biblisch sowie kirchlich strikt verboten.

Kein Datenschutz im Jenseits?

Höchst bedenklich sind insbesondere vermeintliche „Dialoge“ mit Verstorbenen, die sich über dies und jenes auslassen, zu religiösen Detailfragen Stellung beziehen oder gar Informationen über das Schicksal anderer Toten geben. Fehlt es in der Ewigkeit etwa an jedem „Datenschutz“? 

Das erwähnte Buch von Simma (siehe Foto) habe ich gründlich durchgelesen. Schon als Schülerin fand ich es aufschlußreich, daß die „Armen Seelen“ passenderweise die persönlichen religiösen Ansichten der Autorin „bestätigen“ und ihr Weltbild gleichsam „absegnen“ und zementieren. Wer wird ihren Auffassungen noch widersprechen wollen, wenn sie sich doch direkt auf das Jenseits berufen kann?

BILD: Ausschnitt aus dem Toten-Gedenkzettel Simmas

Überdies war es in einigen katholischen Kreisen gang und gäbe, sich brieflich (oft mit Geldschein-Spenden) an Simma zu wenden und über diese ohne jene verstorbenen Verwandten, Freunde und Bekannten auszufragen.

Dabei wollte man gerne wissen, wie viele Gebete bzw. Hl. Messen diese oder jene Seele wohl noch benötigt. Interessanterweise sind offenbar fast alle Verstorbenen ins Fegefeuer, manche schon gar bald in den Himmel gekommen (die Hölle scheint es wohl nur noch „auf dem Papier“ zu geben?!). 

Wird für die Verstorbenen weniger gebetet?

Abgesehen von der grundsätzlichen Ausfrage-Problematik sollte man sich zudem rein praktisch und pastoral folgendes klarmachen:

Wenn Simma jemandem z.B. antwortete, seine verstorbene Mutter benötige noch drei Rosenkränze und vier hl. Messen, um zur Anschauung Gottes gelangen, dann schien die Sachlage „geritzt“: Nach „Ableistens“ dieser Forderung waren offenbar keine weiteren Gebete, Fürbitten oder Meßintentionen mehr nötig. Ob das wohl im Sinne der Armen Seelen ist?

Darüber hinaus scheint die „Mysterikerin“ von ihren jenseitigen Informanten nicht immer die richtigen Auskünfte erhalten zu haben:

So pilgerte sie z.B. mehrfach nach Medjugorje, einer kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsstätte. In öffentlichen Stellungnahmen berief sie sich darauf, daß ihr eine Arme Seele schon bald nach Beginn der dortigen „Marienbotschaften“ deren Echtheit bestätigt habe. Später sei ihr ein verstorbener kroatischer Soldat erschienen, der sich ebenfalls für Medjugorje ausgesprochen habe. (Quellen: HIER und HIER)

Außerdem setzte sich Maria Simma für den –  schon in den 60er Jahren kirchlich abgelehnten – Erscheinungsort Garabandal in Spanien ein und reiste dorthin.

Alles in allem: Die am 16. März 2004 verstorbene „Arme-Seelen-Mutter“ ist zu bedauern, denn sie ließ sich vorwiegend von „Visionen“ und außernatürlich anmutenden Erlebnissen leiten, nicht von den tatsächlichen Stützpfeilern unseres Glaubens: Der Heiligen Schrift und der apostolischen Überlieferung.

Die geweihten kirchlichen Amtsträger (und nicht etwa angeblich „begnadete Seelen“) erhielten von Christus den Auftrag, die Botschaft Gottes in aller Welt zu verkünden. 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Nürnberg: Vortrag von Yvonne Vosmann am 25. Juli über Esoterik und Ägyptologie

Im Nürnberger Planetarium (Bayerns größtem Sternentheater mit jährlich 70.000 Besuchern) gibt es im Kuppelsaal einen Vortrag von Yvonne Vosmann aus der Reihe „Vom Reiz des Übersinnlichen“.     

Die Kursstunden beginnen am Dienstag, den 25. Juli, um 19,30 Uhr.  –  Eintrittspreis: 7,50 € (ermäßigt 5 €)

Der Begriff Ägyptosophie beschreibt eine esoterische Tradition, die sich mit Vorstellungen über die Weisheit der Alten Ägypter befasst und ihre Kulturleistungen mythifiziert.

Beispiele für materielle Präsentationen hiervon sind Amulette mit ägyptischen Motiven, Energiepyramiden, siderische „ägyptische“ Pendel, „Pharao-Stäbe“, Räucherwerk und Flüssigkeiten.

Die Objekte haben historische Vorbilder in der altägyptischen Kultur, werden jedoch in der Populärkultur mit neuen Bedeutungen belegt, und erscheinen als Formen moderner Spiritualität.

Teilweise wird eine neue Legendenbildung um die Objekte betrieben. Sie stehen im weitesten Sinne im Kontext ritueller Handlungen und sollen der Gesundheit dienlich sein.

Der Vortrag stellt einzelne Objekte vor und zeigt anhand dieser Objekte die Verortung des Themas in der europäischen Kulturgeschichte auf. Esoterik, Exotismus und Orientalismus formten über die Jahrhunderte das Bild des Alten Ägypten als Land des Geheimwissens, was bis heute überdauert.

Yvonne Vosmann studierte Ägyptologie, Antike Kulturen und Religionswissenschaft in Göttingen. Seit ihrer Masterarbeit, in der sie Mumienfilme analysierte, befasst sie sich mit der Ägyptenrezeption in der Populärkultur. In ihrer Dissertation im Fach Ägyptologie untersuchte sie „ägyptosophische Objekte“ im Internet. 

Quelle: https://bz.nuernberg.de/planetarium/kurs/00935-5.html


Esoterische Umarmung: Amsterdam, Medjugorje und die „Meister der Weisheit“

Von Felizitas Küble

Der Philosoph und Esoteriker Dr. Heinz Kuhberg aus Nordenau (Sauerland), der sich als „Katholik und Christ“ bezeichnet, schildert begeistert die „globale Wunderlogik“, die er seit Jahrzehnten beobachtet und in diesem 250 Seiten umfassenden Buch zusammenträgt, das im Jahr 2001 im Silberschnur-Verlag erschienen ist. titelbiild

„Die Zeichen mehren sich“, so lautet der bezeichnende Titel, der auf dem Cover ein wundersames „Lichtkreuz“ zeigt, das weltweit immer häufiger bemerkt werde, wie der Verfasser beschreibt.

Der Autor ist Anhänger einer gnostischen Jesus(irr)lehre, wie sie in einigen apokryphen Schriften aus den ersten christlichen Jahrhunderten grundgelegt wurde. (Apokryphen wurden von der Kirche bewußt nicht in den biblischen Kanon aufgenommen, gehören also nicht zur Sammlung neutestamentlicher Schriften.)

Laut jener Gnosis ist Jesus nicht wahrhaftig „ins  Fleisch gekommen“, sondern er lebte auf Erden als Geistwesen  –  nur mit einem Schein-Leib bzw. astralen (feinstofflichen) Körper umhüllt. (Diese häretische Auffassung nennt man kirchlicherseits den „Doketismus“.)  Zu eben diesem Doketismus bekennt sich der Verfasser ausdrücklich (S. 206 – 207).

Dr. Kuhberg listet über hunderten von Seiten die zunehmenden Zeichen und Wunder auf, die sich häufig als „Jesus-Visionen“ oder „Marienerscheinungen“ manifestieren würden.

Die „Meister der Weisheit“ vereinigen die Religionen

Dabei ist er sich zusammen mit dem von ihm vielgelobten britischen Esoteriker Benjamin Creme darüber einig, daß es sich bei diesen Phänomenen in Wahrheit um das Kommen von „Meistern der Weisheit“ handelt, welche als „Lehrer der Menschheit“ auftreten, um ein globales „Friedensreich“ einzuläuten und alle Religionen unter „Maitreya“ zu vereinigen. madonna-medj

Jener „Matreja“ wird als eine Art friedensstiftender Allerwelts-Messias angepriesen, in welchem das Gute aus allen Religionen vereint sei. Dieser „Christus“ sei wie einst der sog. „Meister Jesus“ kein Gott, aber eine überirdische „Wesenheit“.  Soweit dieser typisch esoterische Irrglaube.

BILD: Vielgerühmtes „Wunderfoto“ aus dem Fankreis von Medjugorje  –  Näheres dazu HIER)

Aber nun wird es aufschlußreich:

Der Autor erläutert an zahlreichen Stellen seines Buches, daß die wichtigsten himmlischen „Meister“ folgende drei sind:
1. der „Jesus-Meister“ (im Sinne der oben erwähnten Gnosis)
2. Maitreya – der Allround-Messias für unsere Zeit
3. Zudem jener Meister, „der einst die Mutter Jesu war
(vgl. z.B. S. 233).  Auf diesen Ex-Maria-Lehrer werden die weltweiten Marienerscheinungen zurückgeführt und als wunderbare Manifestation jenes „Menschheitslehrers“ beschrieben.

Dabei erwähnt der Verfasser die Zeitschrift „Share“ des Esoterikers Creme sehr häufig – und er fügt hinzu, daß in diesem seit 1982 erscheinenden Blatt nur solche Wunder-Berichte aufgelistet werden, in denen „die drei Meister ihre „Visitenkarte“ gezeigt haben“. (S. 233).

Der gnostische Meister, „der einst Maria war“

Jener Meister, der „einst die Mutter Jesu war“, erinnert freilich sogleich an die „Erscheinungen“ der sogenannten „Frau aller Völker“ in Amsterdam, die sich dort eben als jene vorstellte, die „einst Maria war“.

Die von der Amsterdam-Vision verlangte Anrufung zur „Frau aller Völker“ enthält jenen Satz („die einst Maria war“), den der Vatikan jedoch kirchlich verboten bzw. umformuliert hat („die selige Jungfrau Maria“).

Mindestens ebenso aufschlußreich sind allerdings die Bezüge zu Medjugorje, das in diesem Buch ebenfalls mehrfach positiv erwähnt wird.

Esoteriker Peterson „tief beeindruckt“ von Medjugorjemedia-372515-2

So heißt es auf S. 158 über Wayne Peterson, einen US-amerikanischen Diplomaten, dem sowohl der Maria-Meister wie auch „Maitreya“ erschienen seien, daß er sich zu einer Fahrt nach Medjugorje entschlossen habe, nachdem er von den dortigen Marienerscheinungen hörte:

„Was er dort erlebte, beeindruckte ihn tief. Aber erstaunt war er, als er mehrere Personen traf, die über Maitreya Bescheid wußten. Das war noch vor 1988. Und sie sagten ihm: Wenn Sie wissen, daß Maitreya der Christus ist, kennen Sie das letzte Geheimnis. Er traf auch eine Person, der die Maria eine Vision gegeben hatte. Und Maria sagte ihr, sie solle das Geheimnis über Maitreya noch für sich behalten.“

Ähnlich heißt es auf S. 208 erneut über Medjugorje als einem „Ort zahlreicher Marienwunder“: „Und dort erfuhr er: „Wenn Sie wissen, dass Maitreya der Christus ist, dann kennen Sie das letzte Geheimnis.“

Bereits vier Jahre nach dem Beginn der Medjugorje-Erscheinungen wurden die dortigen Ereignisse in „Share International“ von Benjamin Creme unter dem Titel „The Madonna von Medjugorje“ positiv gewürdigt: http://www.diewunderseite.de/marienerscheinungen/madonna_of_medjugorje.htm

So  kommt zusammen, was zusammengehört!

PS: Wie beliebt diverse Marienerscheinungen, vor allem aber Medjugorje, gerade bei Esoterikern sind, zeigt zB. diese Verkaufsseite mit „heiligem Wasser“ aus Medju, das als Glasfläschchen für sage und schreibe 90 Schweizer Franken verkauft wird: http://www.esoterik-versand.ch/amulett-heiliges-wasser-medjugorje-p-9348.html

Auch auf diesem esoterischen Blog (der sich mit „katholischen“ Inhalten bzw. Charismatischem und Wundergläubigem vermischt) wird für Medjugorje geworben, das Wasser von dort als „Licht-Wasser“ und „Gnaden-Wasser“ bezeichnet, ihm wundersame Wirkungen zugesprochen und die dortigen „Botschaften“ empfohlen: http://www.licht-farben.ch/sichtbares-unsichtbares.htm