Christus verbietet unreinen Geistern das Wort

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 4,38-44:

In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber, und sie baten ihn, ihr zu helfen. ER trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen. Da wich es von ihr, und sie stand sofort auf und sorgte für sie.

Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Leiden hatten, zu Jesus. Er legte jedem Kranken die Hände auf und heilte alle.

Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes!
Da fuhr ER sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass ER der Messias war.

Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn, und als sie ihn fanden, wollten sie ihn daran hindern, wegzugehen.
ER sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden. Und ER predigte in den Synagogen Judäas.

HINWEIS:
In gewissen charismatischen oder extrem-traditionalistischen Kreisen kommt es zu Exorzismen oder sog. „Befreiungsgebeten“, in denen die
(angeblichen oder tatsächlichen) Dämonen nach Strich und Faden ausgefragt werden – so war dies leider seinerzeit auch in der aufsehenerregenden Causa „Anneliese Michel“ der Fall.

Es wurden damals sogar Kassetten und Abschriften jener „Dialoge“ verbreitet  –  so daß die Hörer dem, was aus der (vermeintlichen oder wirklichen) Finsternis gesagt wurde, gleichsam andächtig lauschten. Zudem wurde dabei das Seelsorgsgeheimnis gebrochen, denn ein Exorzismus ist kein öffentlicher Vorgang, sondern ein seelsorglicher Akt. 

Wie dieses Ereignis aus dem Leben Christi zeigt, hat ER den unreinen Geistern strikt befohlen, sie sollten schweigen – auch als sie gerade etwas durchaus Richtiges sagten, nämlich ER sei der „Sohn Gottes“. Der HERR hat es aber nicht nötig, sich „von unten“ bestätigen zu lassen  –  ER läßt sich überhaupt auf keinerlei Gespräch mit den Finsternismächten ein. Daran haben sich auch alle Gläubigen zu halten!

Weitere Infos siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/06/16/der-fall-klingenberg-ist-durch-geisterfotos-wieder-in-aller-munde/

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Heidnischer Pergamon-Altar in Berlin wird im 3-D-Modell und mit Gedichten gewürdigt

Die Bibel bezeichnet ihn als „Thron Satans“

Wie der „Berliner Kurier“ online berichtet, kann man sich den Pergamon-Altar nun gleichsam „nach Hause holen“ – genauer: im eigenen Computer, Tablet oder Smartphone im 3-D-Modell besichtigen. Somit trägt man den „Thron Satans“ – so bezeichnet ihn das NT – sozusagen dreidimensional in der Tasche. 038_35

Eine Reise ins Pergamon-Museum nach Berlin erübrigt sich gleichsam. Zudem ist das Museum ohnehin schon seit zwei Jahren und noch bis voraussichtlich 2019 geschlossen –  und zwar wegen Reparaturarbeiten, wie es heißt. Warum diese Sanierung sage und schreibe fünf Jahre dauert, sei dahingestellt. 

Hermann Parzinger   –  er ist Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz  – hat zudem weitere große Pläne, wie der „Berliner Kurier“ berichtet, denn mit dem aufwendig und teuer ausgetüftelten 3-D-Modell „könnten originalgetreue Replikate des Altars hergestellt werden, die dann in anderen Museen ausgestellt werden“.
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Bereits im Jahre 2012 hat die „Schaubühne Berlin“ in Zusammenarbeit mit dem Pergamon-Museum sogenannte „Pergamon-Poems“ in Wort, Bild und Video-Clips (per CD und online) verbreitet. Hier kann man sich diese schaurig wirkende Lyrik online „antun“: https://www.youtube.com/watch?v=ZUULgjHEP4k
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So wird dieser heidnische Kultgegenstand durch moderne Poesie gewürdigt, wofür der Dichter Gerhard Falkner die passenden Verse fürs High-Tech-Zeitalter liefert, zB: „Wie viel Gigabyte hat dieser Fries, welch / gigantisches Archiv birgt dieser Stein?“    Bsp-7
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Das Schlachtengetümmel auf dem Fries, das unentwegte brutale Hauen und Stechen, herumfliegende Körperteile aus Marmor etc.  –  auch dies scheint faszinierend zu wirken, erst recht, wenn „Göttinnen“ dabei keine Gnade kennen:
Auch Artemis ist von dieser siegreichen Sorte:Ein Knie, das sich vollendet fortsetzt in der Wade – alles wie gemeißelt – die Sandale, mit der sie ihren Fuß auf einen überwundenen Gegner setzt ihn niedertritt…“  –  Oder:  „Die Göttinnen packen die Helden / bei den Haaren und reißen sie wie Bäume / aus dem Boden. (…) Im Marmor herrscht Alarm.“  
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Bei uns herrscht ebenfalls „Alarm“, denn wir fragen uns einiges, zB. Folgendes:
  1. Seit über 100 Jahren befinden sich in Berlin zahlreiche Bestandteile des heidnischen Pergamon-Altars, der ursprünglich aus dem Gebiet der heutigen Türkei (der Stadt Bergama) stammt und von einem Archäologenteam hierhertransportiert wurde. Wie paßt dieser befremdliche Vorgang zur „christlich-abendländischen Kultur“? Kann etwa der Aspekt „antike Kunst“ dies allein rechtfertigen? Gibt es beim Thema „Kunst“ keine Grenzen, die von Kultur, christlicher Haltung und Humanität gezogen werden?  image
  2. Bis Mitte der 30er Jahre wurde der Pergamon-Altar Stück für Stück aufgebaut und  – soweit möglich –  vollendet. Der deutsche Archäologe Wilhelm von Massow regelte und überwachte diese Tätigkeiten bis 1935. Hitler fühlte sich diesem heidnischen Kultobjekt verständlicherweise sehr verbunden. Für die Nürnberger Reichsparteitage ließ er sogar einen monumentalen Bau nach dem Vorbild des Pergamon-Altars auf dem Zeppelinfeld errichten. Aber auch die kommunistische Seite (gottlos bzw. antigöttlich die Braunen wie die Roten) entdeckte ihre Faszination für dieses Kultobjekt. Stalin ließ einen Gips-Abdruck anfertigen, danach kam das Original zurück nach (Ost-)Berlin. Die SED-Diktatur stellte das Objekt wieder ins Pergamon-Museum, unweit vom protestantischen Berliner Dom und dem Bundeskanzleramt. Interessanterweise fiel der von Hitler und Stalin so geschätzte Pergamon-Altar keiner politischen „Säuberung“ anheim. Es kann keine Rede davon sein, daß man das Heiden-Monstrum etwa nicht loswerden könnte  –  der Bürgermeister im türkischen Bergama hätte es liebend gerne zurück, stattdessen wird der „Thron Satans“ hierzulande staatlich gehegt und gepflegt, als sei es ein erhabener deutscher Kronschatz oder dergl.
  3. Aber nicht nur das – jetzt wird (nach der Lyrik-Welle für Pergamon) sogar noch groß Reklame für Online-Ansichten betrieben und Replikate für andere Museen in Aussicht gestellt. Wo bleibt hier eigentlich der (über)fällige Protest von Kirchenvertretern?!polskaweb

Zurück zur Heiligen Schrift  – genauer: Der Apokalypse bzw. Johannes-Offenbarung. Dort heißt es im Sendschreiben an die Gemeinde von Pergamus (Offb 2,12 ff.):

„Und dem Engel der Gemeinde in Pergamus schreibe: Das sagt, der das scharfe zweischneidige Schwert hat: Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst: dort, wo der Thron des Satans ist, und daß du an meinem Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast, auch in den Tagen, in denen Antipas mein treuer Zeuge war, der bei euch getötet wurde, dort, wo der Satan wohnt.“

Einige Infos zu dem heidnischen Monumentalbau selbst: Er wurde im 2. Jahrhundert vor Christus in der Königsstadt Pergamon in 36 x 34 m Größe auf einem Berg unweit eines Athene-Tempels erbaut und dem griechischen Göttervater Zeus geweiht. Was man dort sieht (vor allem die Darstellungen an den Seitenwänden, dem sog. Fries), wirkt aber alles andere als weihevoll: DSC_1185-3

Vielmehr handelt es sich um endloses Kriegsgetümmel, grausame Darstellungen im Großformat, welche den Krieg zwischen Göttern des Olymp und den Giganten zeigen, wobei die Giganten besiegt werden. Giganten sind menschenähnliche, sterbliche Wesen, jedoch von gewaltiger Größe und Kraft, teils mit tierähnlichen Attributen, so werden sie bisweilen mit schlangenartigen oder fischähnlichen Beinen dargestellt. Als ihre Mutter wurde die Erdgöttin Gaia angesehen.  –  Dabei standen die „Giganten“ wahrscheinlich stellvertretend für die Kelten, mit denen die Königsstadt im Krieg stand – und die Götter aus dem Olymp traten als Schutzmacht von Pergamon auf.

Die heidnische Mythologie war voll von derartigen Göttergeschichten und blutrünstigen Sagengestalten. Vermutlich fanden auf dem Pergamon-Altar (wie anderswo in der griechischen Antike) kultische Menschenopfer statt, betroffen waren dann vor allem Kriegsgefangene  –   angesichts der dargestellten Kampfszenen am Marmorfries ist dies sehr wahrscheinlich. Auch Christen wurden in dieser kleinasiatischen Königsstadt verfolgt und hingerichtet (vgl. Offb. 2,14), ob kultisch oder nicht, sei dahingestellt.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Info-HINWEIS: Eine Überwachungskamera des Pergamon-Museums filmte jahrelang die Wohnung von Kanzlerin Merkel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sicherheitspanne-wachleute-filmten-heimlich-merkels-wohnzimmer-a-408015.html


Hat Pater Amorth einen Regisseur zu einem „großen Exorzismus“ eingeladen?

Von Felizitas Küble

Wie die Webseite „Grenzwissenschaft“ sowie die Presseagentur AFP aktuell melden, hat der Regisseur des bekannten Horrorfilm-Klassikers „Der Exorzist“ von 1973, William Friedkin, im Rahmen der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes berichtet, er habe kürzlich einem echten Exorzismus beigewohnt und diesen sogar gefilmt. 038_35

Mit Recht heißt es in der Nachricht weiter, dies sei ein „nahezu einzigartiger Vorgang“  – allerdings kein erfreulicher, denn das Teilnehmen von Personen an einem sog. „Großen Exorzismus“, die mit dem Vorgang an sich nichts zu tun haben, verstößt gegen das Seelsorgsgeheimnis.

Die Nachrichtenseite schreibt daher ganz zutreffend: „Außer den Beteiligten und Geistlichen durfte der sog. große Exorzismus bislang noch nie von Unbeteiligten beobachtet, geschweige denn gefilmt werden.“

Wie der 80-jährige Regisseur weiter erzählte, sei er persönlich vom „Chefexorzisten des Vatikan“ nach Rom eingeladen worden; er habe Anfang dieses Monats der Dämonenaustreibung beigewohnt. Obwohl er kein Katholik sei, habe ihn dieser Vorgang sehr erschüttert; er sei danach „nicht mehr derselbe“ gewesen.

Wie dem auch sei und unabhängig von der bislang ungeklärten Frage, ob der gefilmte Exorzismus jemals veröffentlicht wird oder nicht, so ist das Hinzuziehen einer für das Ritual „unnötigen“ Person zumindest unangebracht und offensichtlich unseriös.

Ein sog. „Großer Exorzismus“ ist eine ernste seelsorgliche Angelegenheit und kein Spektakel für Neugierige, auch kein Mittel zum Zweck, um jemanden –  wen auch immer  –  von der Existenz höllischer Geister zu überzeugen. Abgesehen davon hat Christus den Dämonen nie seine Aufmerksamkeit geschenkt, sondern ihnen streng geboten, zu schweigen und auszufahren. Es kommt dem Stolz des Satans nur entgegen, wenn man stattdessen viel Wirbel um ihn veranstaltet.

Nach Lage der Dinge wurde der Filmemacher wahrscheinlich von Pater Gabriele Amorth eingeladen, was auch die Webseite „Grenzwissenschaft“ vermutet: „Wenn es sich aber tatsächlich um den zitierten „Chef-Exorzisten der katholischen Kirche in Rom“ handelt, so wäre dies am ehesten der 1925 geborene Pater Gabriele Amorth“.

Mit Äußerungen dieses italienischen Geistlichen haben wir uns im CHRISTLICHEN FORUM auch früher kritisch befaßt, zB. hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/11/02/ex-exorzist-verlangt-den-glauben-an-medjugorje/

Quelle für die Zitate: http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/exorzist-regisseur-filmte-echten-exorzismus20160524/#sthash.bt1jX34y.dpuf


Black-Metal-Szene: Neue antichristliche CD mit dem Song „Kill for Satan“

Mathias von Gersdorff

Es wäre kaum sinnvoll, täglich über die neuesten Fabrikate der Black-Metal-Szene zu berichten. Doch die ErwähnunPodium5g der neuen CD der Hardrockgruppe „The Antichrist Imperium“ (Das Reich des Antichristen) scheint mir wichtig genug. Eines der Lieder heißt „Kill for Satan“ (Morden für Satan).

Unnötig zu sagen, dass mit einem empörenden Aufschrei gegen diesen Hass, diese Radikalität und diese Intoleranz kaum zu rechnen ist.

Dabei wäre es notwendig: Solche Fabrikate kommen praktisch täglich auf den Markt. Es sind nicht nur obskure Labels, die solche Musik prodizieren. Nein, hinter manchen dieser Produktionen stehen Multis wie SONY oder Universal.

Zudem vertreibt man in der Szene auch T-Shirts mit christenfeindlichen Aufrufen, zB: „Verbrenne Deine Kirche“ (Näheres HIER)

Über antichristliche Hassmusik folgt nun hier ein Überblick :

Gotteslästerung, Hetze und Verleumdung gehören zum Standardrepertoire derjenigen, die in Medien, Kulturbetrieb und Politik gegen das Christentum Stimmung betreiben. Vor allem konservative Christen können ein Lied davon singen, was es heute bedeutet, öffentlich für eine konsequente Sexualmoral, gegen Abtreibung, für die traditionelle Ehe und für die Familie und gegen die Homo-Agenda einzutreten.

Doch fast unbeachtet blieben erstaunlicherweise bislang die Attacken auf das Christentum aus der sog. Death-Metal und der Black-Metal-Szene, beide sind ihrerseits Untergattungen des Heavy-Metals, die oft dämonische Elemente beinhalten. In ihren Auftritten gehören teuflische Symbole zur Bühnenausstattung, satanische Rituale werden zumindest ansatzweise exerziert.

Anerkannte Plattenfirmen machen mit

Wohlgemerkt: Hier ist nicht die Rede von obskuren Bands, die kaum jemand außerhalb der eigenen Szene kennt, die in völlig unbekannten Clubs auftreten und dort ihre Aufnahmen verkaufen. Es geht hier um Bands, dessen Platten beispielsweise von SONY vertrieben werden und die bei Amazon, Buecher.de, Weltbild und sonstigen großen Internethändlern erwerben werden können.

Bestialische Gotteslästerung, Sadismus und Gewaltverherrlichung: Das sind die üblichen Elemente von Bands mit Namen wie AEON, Rawage, Satans Wrath, Grand Supreme Blood Court oder Postmortem.

Um sich ein Bild darüber zu verschaffen, was Woche für Woche auf den deutschen Musikmarkt kommt, sollen hier einige Beispiele aufgelistet werden:

Reihenweise Christen ans Kreuz genagelt

Eine der extremsten Bands ist AEON aus Schweden, die sich auf besonders hasserfüllte Musik spezialisiert. „Aeon’s Black“ ist ihre letzte CD mit Titeln wie „I Wish You Death“, „Passage To Hell“ oder „Die By My Hands“.

Das Heavy-Metal-Portal Metal.de schrieb:  Bsp-7

„Wenn man die Schweden AEON als eine der blasphemischsten Bands im Death-Metal-Untergrund bezeichnet, hat das natürlich seine Berechtigung: Wie schon auf den vorangegangenen drei Alben werden auch auf dem neuen Werk ‘Aeons Black’ in den Texten reihenweise Christen ans Kreuz genagelt . . .“

Diese sowie viele andere Black-Metal-Bands werden von SONY vertrieben. Daß das kein Versehen ist, erkennt man an den Beschreibungen. So schrieb SONY beispielsweise über die Platte „Evangelivm Necromantia“ von „Antropomorphia“: „Textlich dreht sich alles um Nekrophilie, Mord, Geisterbeschwörung und nekrolesbische Lust“.

Der Text des Liedes „Fleisch“ in dieser CD schildert in allen Einzelheiten einen sadistischen Mord und die anschließende Vergewaltigung der Leiche: „Mein messer sinkt in deine weiche haut/Mit tränen in die augen schaust du mich an/Des warmes blut tropft auf meinen hand/Es ist deine angst die mir erregt und mich noch verrückter macht/Die körper total entstellt.“ (Rechtschreibfehler wurden beibehalten).

Sex mit einem gehörnten Teufel

Besonders extrem ist die Band Rawage. Auf dem Deckblatt von „Triumph of Sin“ (Triumph der Sünde) ist eine realistische Zeichnung eines Geschlechtsaktes zwischen einem gehörnten Teufel in Ketten und einer nackten maskierten Frau abgebildet. Eines der Lieder ist „Jesus sodomized“  –  eine unglaubliche Blasphemie. (Eine der Bedeutungen von „sodomized“ beinhaltet, jemanden zum homosexuellen Verkehr zu zwingen). DSC_1185-3

Es ist kaum anzunehmen, daß manche dieser Produktionen nicht strafrechtlich relevant sind. Jedenfalls sind sie jugendgefährdend und dürften nur mit einer Altersfreigabe „ab 18“ verkauft werden – falls überhaupt.

Wichtig ist zu erkennen, daß diese Musik für die Zuhörer eine Art spirituelle Nahrung ist, vergleichbar mit dem Gebet in den Religionen. Durch das Hören verstärken sie ihre Haßgefühle und ihren Sadismus gegen das Christentum. Wie muß es im Inneren der Menschen aussehen, die diese bestialische Musik stundenlang hören und ihr emotionales Leben damit formen? 

Viele Gläubige sind verbürgerlicht und gemütlich

Diese Musik bzw. ihre Anhänger bilden die Speerspitze der antichristlichen Agitation, die wir in gemäßigteren Varianten Tag für Tag erleben. Wie geht man dagegen vor? Vernunft und Argumente allein helfen hier kaum weiter.

Solche irrationalen und exzessiven Impulse können nur aufgehalten werden, wenn die Christen furchtlos und voller Überzeugung auftreten. Eine Auseinandersetzung auf der Basis von Argumenten setzt voraus, daß sich die Gegenseite auf das Denken des anderen einläßt und ein Minimum von Empathie entwickelt. Bei Menschen, die einen dermaßen extremen Haß innerlich kultivieren, kann man in der Regel eine solche Fähigkeit nichtmehr erwarten.

Gewissermaßen wird hier ein Kampf zwischen zwei Menschentypen ausgetragen. Problematisch für die christliche Seite ist es, daß bei vielen jegliche Kampfbereitschaft abhanden gekommen ist. Viele pflegen ein verbürgerlichtes Christentum, das eine Toleranz bis zur völligen Preisgabe des eigenen Profils praktiziert.

Bloß mit Gemütlichkeit und Sanftheit wird man aber nicht die Öffentlichkeit für die Sache Jesu gewinnen können und noch weniger die Entgleisungen dieser satanischen Rockmusiker abwehren.

Wir brauchen dringend Persönlichkeiten mit dem Kaliber eines seligen Paters Rupert Mayer (Widerstand gegen den Nationalsozialismus) oder eines seligen Erzbischofs Alojzije Stepinac von Zagreb (Widerstand gegen den Kommunismus), die sich von keiner weltlichen Macht beugen ließen, egal, wie machttrunken sie daher kam.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die Webseite „Kultur und Medien online“; aktuelle Kommentare zu Ereignissen in Kirche und Welt schreibt er hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Der Exorzismus ist keine magische Allzweckwaffe gegen schwere Sünden

Abwegige charismatische Praktiken in Mexiko

Auf der traditionalistischen Internetseite „Katholisches.info“ wurde am 15. Juni 2015 ein Artikel von Giuseppe Nardi veröffentlicht; er berichtet darüber, daß ein bekannter Teufelsaustreiber am 20. Mai 2015 in der Kathedrale von San Luis Potosí einen Exorzismus durchführte, um  – so wörtlich –  „die Dämonen zu vertreiben, die das Land heimsuchen“.Bsp-7

Gemeint waren damit konkret die „Drogenkartelle und der Mord an den ungeborenen Kindern.“   – Weiter heißt es: „Dagegen setzte die katholische Kirche jüngst Mittel des geistlichen Kampfes ein.“

Nun repräsentiert auch ein angeblich namhafter Exorzist wie José Antonio Fortea noch lange nicht „die katholische Kirche“, selbst wenn er von einer „ganzen Gruppe“ weiterer Dämonenaustreiber begleitet wurde.

(Abgesehen davon haben wir über Ansichten und Methoden dieses Exorzisten, der sich selber ausdrücklich der charismatischen Bewegung zuordnet, bereits im Januar 2014 kritisch berichtet: https://charismatismus.wordpress.com/2014/01/19/irrungen-und-wirrungen-des-charismatischen-exorzisten-padre-jose-fortea/)

Es handle sich  – so schreibt „Katholisches.info“ weiter  –  um den „ersten Exorzismus dieser Art, der das ganze Land betraf.“  – Zudem hätten „einige Prälaten“ darauf hingewiesen, daß „Drogen, Abtreibung, Scheidung und Gesetze gegen die göttliche Ordnung „wichtige Einfallspforten für Dämonen“ seien.“

Hierzu stellen sich folgende Fragen und Kritikpunkte:

1. Die Anwendung eines Exorzismus gegen schwere Sünden und Mißstände in einem ganzen Land ist als amtliches Ritual in der katholischen Kirche seit jeher unbekannt. DSC00254

Die rituelle Austreibung von Dämonen ist ein Akt persönlicher Seelsorge und bezieht sich auf einen besessenen Menschen   –  und nicht abstrakt auf eine Ansammlung schwerer Sünden, die gleichsam „vertrieben“ werden sollen, was einer heidnisch-magischen Denkweise ähnelt (Abwehrzauber, „Bannen“). Zudem kann nur jemand exorziert werden, der das selber wünscht, was bei einem ganzen Land gar nicht möglich ist.

Charismatismus: „Freibeten“ von Städten und Ländern

2. Solche breitflächigen Exorzismen kennt man sonst nur aus der schwarmgeistig-charismatischen Szene, die ganze Städte, Regionen und Länder kollektiv „freibetet“, wie vollmundig behauptet wird. Angeblich werden Finsternismächte durch bestimmte „Befreiungsgebete“ aus besonders „belasteten“ Städten vertrieben.

Die katholische Kirche vertritt jedoch  in ihrer Lehre und ihren amtlichen Ritualen keine solch vermessenen „Ansprüche“ und derart verstiegene Methoden. Andernfalls hätte sie erst recht während der Nazi-Diktatur und unter kommunistischer Gewaltherrschaft allen Anlaß gehabt, solche „Kollektiv-Exorzismen“ durchzuführen (etwa gegen Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage  – oder gegen Moskau, den Sitz des Kreml etc…).P1020947

3. Warum werden als „wichtige Einfallspforten für Dämonen“ speziell nur solche schweren Sünden wie „Drogen, Abtreibung, Scheidung und Gesetze gegen die göttliche Ordnung“ genannt?  –  Sind andere Todsünden wie Mord (an geborenen Menschen), Kindesmißbrauch, Ehebruch, Ausbeutung, massiver Betrug oder schwere Verleumdung des Nächsten etwa keine „Einfallstore“ für finstere Mächte?

Abgesehen davon: Jede schwere Sünde, die bewußt und freiwillig begangen wird, trennt den Menschen von der Gnade Gottes, worüber sich die Hölle in jedem Einzelfall mächtig freut, nicht etwa nur bei „Drogen, Abtreibung, Scheidung….“ (Zudem stellt eine Zivilscheidung als solche keineswegs automatisch eine schwere Sünde dar, weswegen Geschiedene und getrennt Lebende zu den Sakramenten zugelassen sind, nicht jedoch geschieden Wiederverheiratete. Schon der hl. Apostel Paulus erlaubte in bestimmten Situationen eine sog. „Trennung von Tisch und Bett“.)

P. Amorth: Exorzismus nach Abtreibung sehr schwierig….

4. Ein Leserkommentar („defendor“) erwähnt auf „Katholisches.info“ sodann den Medjugorje-gläubigen römischen Exorzisten-Pater Amorth; ihm zufolge „ist die Befreiung von der dämonischen Besessenheit gerade bei abgetrieben habenden Frauen oft extrem schwierig“.baby

Dazu bringt der Verfasser folgendes Amorth-Zitat: „Ich habe auch große Schwierigkeiten festgestellt,  Frauen zu befreien, die neben anderen Gründen,  die die Besessenheit hervorgerufen hatten, abgetrieben hatten.“

Derartige Äußerungen sind nicht nur unsinnig, sondern irreführend. Es entsteht der Eindruck, als führe eine Abtreibung gleichsam von selber zur Besessenheit.

Abgesehen davon, daß es mit dieser „Logik“ eine kaum noch überschaubare Zahl von „Besessenen“ gäbe, ist von der schweren Sünde der vorgeburtlichen Kindestötung nicht allein die Frau betroffen, sondern auch der Abtreibungsarzt und alle Personen, welche die Schwangere zu diesem Verbrechen gegen das menschliche Leben gedrängt haben.

Zudem hat die Kirche, wie bereits dargelegt, niemals gelehrt, daß schwere Sünden gleichsam von selber eine Besessenheit nach sich ziehen würden.

Abwehr-Magie: „Voodoo-Zauber auf katholisch“?

5. Auf der erwähnten Webseite wurde gottlob auch eine kritische Leserstimme („Zeitschnur“) veröffentlicht. Dort heißt es völlig zu Recht u.a.:

„Die Drogenhändler verschwinden doch nicht durch Exorzismen! Oder betätigen wir uns jetzt als Schamanen und Zauberer?!

Man kann Menschen bestrafen, für ihre Umkehr beten und einen Umgekehrten und Bußfertigen, wenn es nötig sein sollte, exorzieren. In der Regel aber, wenn es „nur“ diese Sünden waren, genügt Buße, Umkehr und ein Ablassen von der Sünde.

Für mich klingt das nach Voodoo-Zauber auf Katholisch, was da in dem Artikel beschrieben wird.“

Inzwischen hat neben „Katholisches.info“ auch das charismatisch orientierte Portal „Kath.net“ unkritisch über diesen merkwürdigen „Exorzismus“ geschrieben: http://www.kath.net/news/50960

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet ehrenamtlich das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Christus übergab seinen zwölf Aposteln die Vollmacht zum Exorzismus

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 9,35-38.10,1.6-8:

In jener Zeit zog Jesus durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich Gottes und heilte alle Krankheiten und Leiden.  1523

Als ER die vielen Menschen sah, hatte ER Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach ER zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Dann rief ER seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.  ER gebot ihnen: Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!  – Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

HINWEIS: Christus gab allen zwölf Aposteln die Vollmacht, unreine Geister auszutreiben, also auch Judas, dem späteren Verräter. Dies ist ein biblisches Beispiel dafür, daß eine bestimmte außergewöhnliche Gnadengabe, ein besonderes Charisma (wie etwa jene des Exorzismus) nicht automatisch bedeutet, daß der Betreffende gut oder gar heiligmäßig ist.

 


Christlicher Psychiater warnt vor übereilten Okkult-Deutungen und „Befreiungsgebeten“

Auf den Beatenberger Studientagen des Seminars für biblische Theologie warnte der Facharzt für Psychiatrie, Dr. Samuel Pfeifer (siehe Foto), vor falschen Auslegungen und Verknüpfungen in der Seelsorge. Er stellte hierzu klar: 

Wir werden seelisch schwachen Menschen, die uns in der Seelsorge aufsuchen, kaum gerecht, wenn wir ihre Störung als dämonisch bezeichnen. Auch nicht, wenn die Betroffenen selber meinen, okkult belastet zu sein.
Oft sind es Menschen, die bereits jahrelang leiden. Sie haben viele «Freibetungen» hinter sich. Und die Schwierigkeiten sind trotzdem geblieben.

Wie häufig in der Laienseelsorge falsche Diagnosen gestellt werden, geht aus einer Untersuchung hervor, die Dr. Pfeifer an über 300 Patienten durchführte:

Bei einem Krankheitsbild, das auf Schizophrenie hindeutet, haben über 55% der Seelsorger auf eine dämonische Ursache getippt, und 40% der Patienten haben ein Befreiungsritual erlebt. Ähnlich fiel das Ergebnis bei starken Ängsten aus.

Menschen mit ungewöhnlichem Verhalten werden im islamischen Kontext zum Imam gebracht. Nach der Diagnose, dass ein Djinn (böser Geist im Islam) ihn beherrscht, kommt es zum Befreiungsgebet. Mit Hilfe von Koranversen wird der Djinn vertrieben. Ein Amulett, das mit Suren beschriftet ist, schützt den Betroffenen vor weiteren Attacken des Djinn.

Der Grund für die Besessenheit liegt dabei letztlich beim Kranken. Er hat Gebote des Islams übertreten, er hat zum Beispiel Alkohol getrunken. Entsprechende Videos sind auf islamischen Homepages zu finden.

QUELLE (Text/Foto) und FORTSETZUNG dieses Beitrags: http://www.jesus.ch/themen/leben/lifestyle_und_gesundheit/258800-okkulte_deutungen_schaden_oft_den_ratsuchenden.html