Übersicht über Kernkraftwerke in aller Welt

Quelle: https://de.statista.com/infografik/9498/die-akw-weltkarte/


Neue Fossilfunde legen nahe: Erste Menschen lebten nicht in Afrika, sondern in Europa

Pressemitteilung der Universität Tübingen:

Die gemeinsame Linie von Schimpansen und Menschen hat sich möglicherweise mehrere hunderttausend Jahre früher getrennt als bislang angenommen:

Diese These veröffentlichte ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen jetzt in zwei zeitgleich erschienen Publikationen im Fachjournal Plos One.  

Die Forscher/innen haben zwei Fossilienfunde des Graecopithecus freybergi mit modernsten Methoden untersucht und kommen dabei zu dem Ergebnis, dass es sich um eine bisher unbekannte Vormenschenart handelt.

Das Wissenschaftlerteam hält es aufgrund der neuen Erkenntnisse zudem für möglich, dass die Abspaltung der menschlichen Linie im östlichen Mittelmeerraum stattgefunden hat und nicht – wie bisher vielfach angenommen – in Afrika.

Bislang nimmt die Forschung an, dass sich die Linien vor fünf bis sieben Millionen Jahren trennten und die erste Vormenschenart im heutigen Afrika entstand. Mit der neuen Studie entwirft das Forscherteam aus Deutschland, Bulgarien, Griechenland, Kanada, Frankreich und Australien nun ein völlig anderes Szenario für die früheste Menschheitsgeschichte.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.uni-tuebingen.de/newsfullview-landingpage/article/aeltester-vormensch-lebte-moeglicherweise-in-europa.html


Weltraumforscher finden sechs Planeten

Eigentlich war das 2009 gestartete NASA-Weltraumteleskop Kepler zur Suche nach extrasolaren Planeten schon 2013 wegen zweier defekter Schwungräder außer Betrieb gesetzt worden. Doch die Missionskontrolle schaffte es, den Teleskop-Orbiter in einem veränderten Betriebsmodus auf seiner Umlaufbahn um die Sonne in eine Raumlage zu manövrieren, die eine Fortsetzung der Mission ermöglichte.

Dabei wurde der Sonnenwind zur Stabilisierung der Sonde genutzt, so dass der Mission im Mai 2014 ein „zweites Leben“ eingehaucht werden konnte, die von der NASA mit dem Missionsnamen K2 bezeichnet wird.

Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben nun gemeinsam mit Kollegen anderer Einrichtungen in den K2-Daten sechs neue Planeten an anderen Sternen entdeckt, darunter federführend zwei außergewöhnliche Begleiter an einem Stern mit der anderthalbfachen Masse der Sonne.

Obwohl seit 1996 insgesamt mehr als 3000 extrasolare Planeten entdeckt worden sind, gleicht keiner dieser Planeten dem anderen. Jede Neuentdeckung zeigt die Vielfalt und die Variationen bei der Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen. Die im letzten Halbjahr bestätigten und in Publikationen veröffentlichten Planeten haben alle ihre Besonderheiten – sei es, dass neben dem Planeten auch ein Brauner Zwerg einen Stern umkreist, oder dass der Stern ein seltener Typus ist, zu dem nur wenige Planetensysteme bekannt sind.

Ursprünglich beobachtete das Kepler-Teleskop fast fünf Jahre lang ein Feld mit etwa 190.000 Milchstraßensternen im Sternbild Schwan. In den gesammelten Daten wurden hunderte von sogenannten Transitplaneten gefunden, also Planeten, die aus der Beobachtungsperspektive vor ihrem Stern vorbeiziehen und dessen Licht bei diesem Durchgang vor dem Sternenscheibchen (dem „Transit“) um einen winzigen, aber messbaren Bruchteil abgedimmt wird.

Ein Brauner Zwerg, ein „verhinderter Stern“ in langperiodischer Umlaufbahn?

Bei der Auswertung der Kepler-Daten haben Wissenschaftler um Dr. Alexis Smith vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof unter anderem am Stern K2-99 nun zwei neue Begleiter identifiziert: K2-99 ist ein sehr eisenreicher Stern von etwa der 1,6-fachen Masse der Sonne, dessen Charakteristik schon in Richtung eines Roten Riesen geht, einem Sternenstadium, das auch der Sonne nach der Fusion allen Wasserstoffs zu Helium in fünf Milliarden Jahren bevorsteht.

„Dieser Stern wird zum einen von einem jupiterähnlichen Planeten umkreist“, erklärt Alexis Smith, „aber im Gegensatz zum Jupiter, der für einen Sonnenumlauf fast zwölf Jahre benötigt, umläuft K2-99b seinen Stern in gerade mal 18 Tagen. Interessant an K2-99 ist, dass wir auch Signale von einem zweiten Objekt in einer langperiodischen Umlaufbahn von mehreren hundert Tagen sehen, vielleicht ein Brauner Zwerg“.

Braune Zwerge sind für die Astronomie von großem Interesse, weil sie die Lücke zwischen Planeten und Sternen füllen und als „verhinderte Sterne“ gelten, über die man noch nicht viel weiß.

Quelle und Fortsetzung hier: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-20965/#/gallery/25679


Tor zur URZEIT: Ausstellung zur Krypto-Zoologie in Brügge zeigt „unbekannte Wesen“

Wissenschaft – Möglichkeit – Mythos

In Brügge (Schleswig-Holstein) informiert ein Museum über urzeitliche Fundstücke und Phänomene.

Eine kleine Gruppe von Kryptozoologen präsentiert dort auf ca. 50 Quadratmeter Ausstellungsfläche einige ausgewählte Exponate und Schautafeln. Darunter befinden sich Originale und Kopien sog. Kryptide sowie Abgüsse von Fährten von noch unbekannten (?) Wesen.

Soweit Ergebnisse durchgeführter Untersuchungen vorliegen, wurden diese auch in den Texttafeln erwähnt. Ist der Sachverhalt noch unklar, werden die möglichen Erklärungen aufgezeigt und auch Schlussfolgerungen gezogen.

Nicht immer gibt es eine plausible Erklärung, so dass es bei einigen Sichtungen und Funden noch immer zu vielen Spekulationen kommen kann.

Das Museum ist bemüht, auf wissenschaftlicher Basis Lösungsansätze aufzuzeigen und diese der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Quelle (Text/Fotos): http://www.torzururzeit.de/startseite.html


Israel: Uralte römische Straße „zufällig“ bei Bauarbeiten entdeckt

Bei Ausgrabungen der Israelischen Antikenbehörde in der Nähe der Schnellstraße 375 ist eine 2000 Jahre alte, breite römische Straße entdeckt worden. Die Ausgrabungen wurden durchgeführt, weil an der Stelle eine Wasserleitung nach Jerusalem verlegt werden sollte.

„Die Straße war bis zu sechs Meter breit und etwa 1,5 km lang und schloss wahrscheinlich die römische Siedlung beim heutigen Beit Natif an die ‚Imperatorenstraße‘ an, die alle größeren Siedlungen in der Gegend mit Jerusalem verband“, so Irina Zilberbod, die Leiterin der Ausgrabung. Die Imperatorenstraße wurde etwa um die Zeit des Bar-Kochba-Aufstandes (130 – 135 n. Chr.) gebaut.

FOTO: Drei uralte Münzen aus römischer Zeit, darunter eine von Pontius Pilatus (Bild: Israelische Altertumsbehörde)

Zwischen den Pflastersteinen der Straße wurden Münzen entdeckt. Eine von ihnen stammte aus dem Jahr 2 des Großen Aufstandes (67 n. Chr.), eine aus der Umayyaden-Zeit, eine weitere des Präfekten von Judäa, Pontius Pilatus, die von 29 n. Chr. stammte und eine weitere von Agrippa I, die in Jerusalem geprägt wurde.

Die Römer waren die ersten, die in der Gegend befestigte Straßen bauten.

Amit Shadman, der oberste Archäologe für die Region, erklärte: „Die alte Straße verläuft nah am Israel National Trail, und wir glauben, dass Wanderer bestimmt Interesse an ihr haben werden.“

Die römische Straße werde konserviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Deutsche Astronautin für ISS-Raumstation gesucht – Das DLR prüfte 81 Bewerberinnen

Erst drei europäische Astronautinnen waren bisher im Weltall. Doch hinsichtlich künftiger Mars-Missionen und touristischer Raumflüge gilt es noch zahlreiche Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den weiblichen Organismus zu erfassen und zu verstehen. weltall

Im Rahmen der Initiative „Die Astronautin“ sucht das Unternehmen HE-Space derzeit eine deutsche Astronautin für eine zehntägige Mission auf der Internationalen Raumstation ISS.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) begleitete die Auswahl aus wissenschaftlichem Interesse, indem es die Eignungsuntersuchungen vornahm:

„Die Initiative ‚Die Astronautin‘ zeigt, dass auch in der deutschen Raumfahrt neue Wege beschritten werden. Mit den beim DLR durchgeführten psychologischen und medizinischen Untersuchungen als Teil des Auswahlverfahrens konnte das DLR wiederholt seine wissenschaftliche Kompetenz auf diesem Gebiet nachweisen“, betont Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie.“

Während HE Space die Suche durchführt, untersuchte das DLR nun  81 Bewerberinnen auf Herz und Nieren, um geeignete Kandidatinnen für die Mission empfehlen zu können.

In der Abteilung für Luft- und Raumfahrtpsychologie des DLR in Hamburg wurden in der ersten Auswahlstufe Wissens- und Leistungstest zur Überprüfung der grundlegenden kognitiven Leistungsfähigkeit durchgeführt. In Stufe zwei hatten die Kandidatinnen Teamaufgaben und Interviews zu bewältigen, deren Ergebnisse der Einschätzung von Teamkompetenz und Persönlichkeit dienten.

Die physische Eignung der Kandidatinnen wurde im Januar am DLR-Standort Köln ermittelt. Durch Belastungstest und mehrtägige Untersuchungen soll das Risiko einer notwendigen medizinischen Behandlung der künftigen Astronautin auf der ISS und die damit einhergehende Gefahr eines Missionsabbruchs möglichst gering gehalten werden.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10308/471_read-21272/


Oberhausen: „Wunder der Natur“ ist die erfolgreichste Sonderausstellung im Jahr 2016

Besuchermagnet „Künstliche Erde“ verlängert bis 30. Nov. 2017

Einmal wie ein Astronaut um die Erde kreisen und die irdische Pracht der wandernden Jahreszeiten bestaunen. Seit März 2016 können Besucher des Gasometers Oberhausen dieses Schauspiel erleben. S143_TWF0694_Gasometer-Oberhausen_20-Meter-Erde_Wunder-der-Natur_Copy_Gasometer_Oberhausen_l

Insgesamt 750.000 Menschen strömten im vergangenen Jahr in das 100 Meter hohe Industriedenkmal und haben die „Wunder der Natur“ zur erfolgreichsten Einzelausstellung des Jahres 2016 in Deutschland gemacht und gleichzeitig einen Besucherrekord am Gasometer aufgestellt.

„Die vielen Besucher machen die Faszination für die Erdbeobachtung deutlich“, sagt Nils Sparwasser vom Dt. Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Insgesamt 1,5 Millionen Bilder erzeugten die Forscher, um die Schönheit der Erde zu zeigen und gleichzeitig einen Blick aus dem All auf unseren Heimatplaneten zu ermöglichen.

Das Ergebnis: Eine Erdkugel mit einem Durchmesser von 20 Metern, auf der sich aufwendig projiziert Tag und Nacht abwechseln oder auch Wolkenbänder die Luftströmungen um die Erde sichtbar machen.

Den besonderen außerirdischen Blick auf unseren Heimatplaneten bietet eine Fahrt im gläsernen Panorama-Aufzug auf das Dach des Gasometers. Unter der künstlichen Erde können die Besucher die Facetten des Lebens bestaunen. 

Aufgrund des anhaltend großen Besucherechos wurde die Ausstellung bereits im Herbst bis zum 30. November 2017 verlängert. 

Hintergrund: Am Anfang der künstlichen Erde standen Datensätze von verschiedensten Satelliten, mit und ohne Wolkenbedeckung, bei Tag und Nacht und auch mit Phänomenen, die das menschliche Auge selbst nicht wahrnehmen kann.

„Für uns war es eine große Herausforderung aus dieser Datenmenge ein einheitliches Bild entstehen zu lassen und daraus die bestmögliche Animation der Erde zu erstellen“, erklärt Nils Sparwasser vom DLR.  Aus einzelnen Stücken und Informationen der Fernerkundungsdaten von Radarsatelliten, der SRTM-Mission bis hin zu Messungen der Wettersatelliten, wurde so nach und nach das große Ganze.

Alle Puzzleteile wurden aufeinander abgestimmt und zusammengesetzt, bis sich schließlich das nun zu bestaunende 3D-Abbild der Erde ergab. Insgesamt 115 Tage rund um die Uhr rechneten die Computer, um die Animation mit einer Auflösung von 58 Millionen Pixeln zu erstellen.

Vollständiger Artikel mit Bildern und Video: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-20599/#/gallery/25406