Astrophysiker Heino Falcke glaubt an Gott

Der Astrophysiker Heino Falcke hat beim Festival Spring in Willingen darüber gesprochen, wie ihn sein Glaube bei der Erforschung des „Schwarzen Lochs“ motiviert hat. Die evangelikale Veranstaltung ging am vergangenen Samstag mit 3.800 Besuchern zu Ende.

Ein Höhepunkt war der Vortrag des Astrophysikers Heino Falcke, Professor der Radboud-Universität von Nijmegen in den Niederlanden. Er beschrieb seine Motivation zur Miterforschung des „Schwarzen Loches“:  „Die Welt ist eine Schöpfung, ein Ausdruck Gottes – und wenn ich die Schöpfung untersuche, dann entdecke ich auch etwas über Gott selber.“Die moderne Wissenschaft sei auf dem Fundament vieler gläubiger Christen entstanden.

Falcke war es zusammen mit seinem Team erstmals gelungen, ein sogenanntes „Schwarzes Loch“ abzubilden.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/2019/04/28/wenn-ich-die-schoepfung-untersuche-entdecke-ich-gott/

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Israel: Vier Schüler finden antike Goldmünze

Bereits im Februar 2019 entdeckten vier Schüler aus dem Kibbuz Yifat im Jesreel-Tal auf den Feldern eine Goldmünze auf dem Boden; sie erkannten sofort, dass dies ein bedeutender Fund war und berichteten ihrem Geographie- und Geschichtslehrer Zohar Porshyan davon, der sich an die israelische Altertumsbehörde wandte.

Die Schüler übergaben die Münze an den Diebstahlinspektor der israelischen Antiquitätenbehörde und zeigten ihm die genaue Stelle des Fundortes. Distelfeld verlieh den Jungen Zertifikate für ihre Aufmerksamkeit und umsichtige Reaktion: „Es ist ungewöhnlich, einzelne Goldmünzen zu finden. Da sie sehr wertvoll waren und die Personen gut Acht gegeben haben, sie nicht zu verlieren, bedanke ich mich bei den Schülern und ihrem Lehrer für ihre staatsbürgerlichen Dienste.“

Die Numismatikerin, eine Expertin für Münzdruck, Dr. Gabriela Bijovsky erklärte: „Die Goldmünze ist ein Solidus, der vom Kaiser Theodosius II. in Konstantinopel (heute Istanbul) um 420 – 423 n. Chr. geprägt wurde. Ähnliche Münzen sind aus dem ostbyzantinischen Reich bekannt, aber dies ist die erste ihrer Art, die in Israel entdeckt wurde. Eine Seite zeigt das Bild des Kaisers und die andere das Bild der Göttin des Sieges, die den Stab des Kreuzes hält.“

Theodosius II. war einer der einflussreichsten Kaiser des Byzantinischen Reiches.

Yair Amitzur, Chefarchäologen der Israelischen Altertumsbehörde erklärte:

„Der von der Altertumsbehörde initiierte Sanhedrin-Wanderweg erzählt die Geschichte der jüdischen Vormachtstellung in Galiläa zur Zeit der Mischna und des Talmud in der römischen und byzantinischen Zeit. Es ist symbolisch, dass die Goldmünze, die am Sanhedrin Wanderweg entdeckt wurde, die Periode dramatischer Ereignisse widerspiegelt, in der der Sanhedrin in Galiläa nicht mehr aktiv war und das Zentrum des jüdischen Lebens von Galiläa nach Babylon verlegt wurde.“

Quelle (Text / Foto): https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/1600-Jahre-alte-Goldm%C3%BCnze-gefunden.aspx


China: Neue Mischwesen-Experimente

Chinesische Forscher haben menschliche Gene in die Hirne von Rhesusaffen verpflanzt. Das berichtet das Online-Portal des „Deutsche Ärzteblatts“.

Wie das Blatt schreibt, hätten die Wissenschaftler die Intelligenz von Menschen erforschen wollen und das Gen MCPH1, das wahrscheinlich eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des menschlichen Gehirns spielt, bei elf Rhesusaffen eingesetzt.

Bei diesen Versuchstieren habe die Entwicklung des Gehirns länger gedauert als bei den Tieren der Vergleichsgruppe. Dafür hätten sie in Versuchen, bei denen das Kurzzeitgedächtnis und die Reaktionsschnelligkeit getestet wurden, besser abgeschnitten.

Wie das „Ärzteblatt“ weiter schreibt, hätten nur fünf der elf genmanipulierten Tiere die Testphase überlebt.

Quelle: ALfA-Newsletter


Bereschit-Sonde schlug auf dem Mond auf

​Die israelische Mondsonde Bereschit ist am Donnerstag (11.4.) leider nicht erfolgreich auf der Mondoberfläche gelandet. Die Sonde hatte aus 22 Kilometer Höhe noch ein letztes Selfie mit dem Mond aufgenommen (siehe Foto), bevor die Verbindung des Kontrollzentrums zur Sonde abriss und diese mit hoher Geschwindigkeit auf dem Mond aufschlug.

Trotz der gescheiterten Landung erhielt das Team den mit einer Million US-Dollar (ca. 884 Mio. Euro) dotierten Lunar XPRIZE Moonshot Award als Auszeichnung für das erste privatfinanzierte Projekt, das den Mond erreicht hat.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu, der am Donnerstag im Kontrollzentrum die geplante Landung live verfolgte, sagte gestern zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung:

„Am Wochenende hat der israelische Staat wieder Geschichte geschrieben. Er wurde eines von sieben Ländern, das die Umlaufbahn des Mondes und eines von vier Ländern, das die Oberfläche des Mondes erreicht hat, auch wenn dies nicht optimal gelang.

Wir planen, „Bereschit 2“ zu starten. Der israelische Staat, der sich am Start der ersten Sonde beteiligte, wird sich auch am Start der zweiten beteiligen. Und ich hoffe, das nächste Mal wird es ein Erfolg. In diesem Falle wären wir dann wirklich das vierte Land, das erfolgreich auf dem Mond gelandet ist.

Durch Misserfolg werden wir nicht gehindert. Der Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern ist, dass wir nicht aufgeben.“

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Mondsonde-Bereschit-leider-nicht-erfolgreich-gelandet.aspx  –  Foto: SpaceIL


Live-Übertragung: Heute Abend landet die israelische „Bereschit“ auf dem Mond

​Die Mondsonde „Bereschit“ soll in Kürze sanft auf der Mondoberfläche aufsetzen. Wenn alles nach Plan verläuft, wird die Landung heute (11.4.) um 20.30 Uhr MESZ stattfinden. Israel wird damit das vierte Land sein, das ein Objekt weich auf den Mond gebracht hat. 

„Bereschit“ wurde am 22. Februar ins All geschossen und drehte sich dann auf elliptischen Bahnen um die Erde in Richtung Mond. Am 4. April wurde „Bereschit“ vom Mondorbit quasi „eingefangen“ und befindet sich seitdem in der Mondumlaufbahn, wo es sich in elliptischen Bahnen dem Mond nähert.

Bis zur Landung wird sie 6,5 Millionen Kilometer zurückgelegt haben. Kurz vor der Landung werden die Triebwerke der Mondsonde in Gegenrichtung zur Mondoberfläche angeworfen, wodurch die Geschwindigkeit der Sonde von 6000 km/h auf 0 km/h reduziert wird. Die letzten fünf Meter befindet sich „Bereschit“ im freien Fall, bevor sie – hoffentlich – sanft aufsetzt.

„Bereschit“ soll 72 Stunden auf der Mondoberfläche bleiben und Informationen zum Magnetfeld des Mondes sammeln. An Bord befinden sich auch einige jüdische und israelische Dokumente und Symbole.

„Bereschit“ ist ein Projekt von SpaceIL und Israel Aerospace Industries (IAI). Mit Gesamtkosten von 84 Millionen Euro ist sie die bislang preiswerteste Raumsonde ihrer Art.

Die Landung wird ab ca. 20.30 Uhr live auf unserer Facebook-Seite übertragen: https://www.facebook.com/IsraelinGermany/


Israel: 2000 Jahre alte Siedlung freigelegt – Öllampe mit neunarmigem Leuchter entdeckt

​Die Ausgrabungen einer 2000 Jahre alten Siedlung in Beer Sheva haben die Scherben einer seltenen Öllampe freigelegt, auf der eine neunarmige Menora abgebildet ist (siehe Foto).

Es handelt sich bei dem Fund um eine der ältesten bis jetzt gefundenen, künstlerischen Darstellungen einer Menora. Das Ausgrabungsteam der israelischen Altertumsbehörde und der Ben-Gurion-Universität des Negev war sehr erfreut, als durch das Reinigen der Scherbe die Dekoration einer neunarmigen Menora zu erkennen war.

Wegen einer Anweisung im babylonischen Talmud, nach der nur die Menora im Tempel siebenarmig sein durfte, gibt es bis jetzt keine Funde mit Darstellungen von siebenarmigen Menoras.

Die Archäologen datieren das Bestehen der Siedlung vom ersten Jahrh. nach Chr. bis zum Bar-Kochba-Aufstand 135 n. Chr.

Die Leiter der Ausgrabung, Dr. Peter Fabian und Dr. Daniel Varga, berichten, dass die Siedlung u.a. aus einem großen Wachturm, mehreren Backanlagen, antiken Mülldeponien und einem Untergrundsystem, welches höchst wahrscheinlich als jüdisches rituelles Bad (Mikwe) genutzt wurde, besteht.

Es ist anzunehmen, dass die Siedlung durch ihre Lage entlang der südlichen Grenze des antiken Königreiches von Judäa von großer strategischer Bedeutung war. Dies würde die Notwendigkeit für die Errichtung eines zehn mal zehn Meter hohen Wachturms erklären. In der spätrömischen Zeit wurden die Steine des Turms für den Bau anderer benachbarter Gebäude verwendet.

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/2000-Jahre-alte-juedische-Siedlung-entdeckt.aspx  –  Foto: Anat Rasiuk / Israelische Altertumsbehörde


Flughunde forsten afrikanische Wälder auf

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell haben zusammen mit Kollegen aus Schweden und Ghana erstmals den ökologischen und finanziellen Nutzen von Palmenflughunden in Afrika berechnet. Diese Fledermausart fliegt jede Nacht lange Strecken zu ihren Futterplätzen und verbreitet dabei die Samen der verzehrten Früchte.

Den Forschern zufolge verbreitet eine Kolonie von 150.000 Tieren in einer einzigen Nacht über 300.000 Samen. Damit könnten pro Jahr allein in Ghana 800 Hektar Wald wieder aufgeforstet werden – und das von einer einzigen Kolonie. 

Palmenflughunde (Eidolon helvum) besitzen eine Flügelspannweite von bis zu 80 cm und ernähren sich von Nektar und Früchten (siehe Foto).

Tagsüber hängen die Fledertiere kopfüber in den Kronen alter Bäume und schlafen. Bei Sonnenuntergang werden sie aktiv und begeben sich auf Futtersuche. Wenn die Tiere in Kolonien leben und die Konkurrenz um Futter groß ist, fliegen sie bis zu 95 Kilometer weit zu geeigneten Futterbäumen und kehren erst am nächsten Morgen wieder an ihre Schlafplätze zurück. Unterwegs verteilen sie die Samen der gefressenen Früchte über große Gebiete mit ihren Ausscheidungen.

Auf diese Weise tragen die Flughunde zur Artenvielfalt der Wälder und deren genetischer Verschiedenheit bei, denn gesunde Wälder können nur gedeihen, wenn Früchte-fressende Tiere wie Flughunde die Samen der Bäume über größere Entfernungen hinweg verbreiten.

Dank des weiträumigen Transports durch die Fledertiere können junge Bäume in einer Umgebung ohne direkte Konkurrenz durch Artgenossen und auf sie spezialisierte Pflanzenfresser keimen und aufwachsen. Dadurch können selbst in gerodeten Gebieten neue Wälder entstehen.

Die meisten Früchte fressenden Tierarten verlassen die schützenden Baumkronen ihres Waldes nicht und verteilen deshalb Samen nur in einem kleinen Umkreis.

Der Palmenflughund dagegen überfliegt bei seiner nächtlichen Futtersuche Waldgrenzen, fliegt über offene Landschaften und kann die Samen der gefressenen Früchte bis zu 75 Kilometer weit verbreiten. Außerdem frisst er viele verschiedene Arten von Früchten und lebt in Kolonien von tausenden bis Millionen von Individuen.

Quelle: https://www.mpg.de/13271179/flughunde-samen-verbreitung  . Foto: MPI f. Ornithologie/ Ziegler