Umfrage: 73% halten Gendern für unwichtig

Eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF ergibt: 73 Prozent der Befragten messen einer gendergerechter Sprache in den Medien wenig Bedeutung bei:

25 Prozent halten das für „nicht so wichtig“, 48 Prozent meinen, das sei „überhaupt nicht wichtig“. Gerade jeder Fünfte (20 Prozent) bewertete die gendergerechte Sprache in Medien als „wichtig“, nicht einmal jeder Zehnte (6 Prozent) hält das für „sehr wichtig“.

In den Sozialen Medien ist die Präsentation der Ergebnisse zur Gendersprache beim ZDF-Politbarometer auf Kritik gestoßen. Dem ZDF wird u.a.vorgeworfen, die Ergebnisse versteckt zu haben.

In der Präsentation auf der ZDF-Seite finden sich die Ergebnisse zum Gendern etwa in der Hälfte der Präsentation, eingebettet zwischen einer Frage nach den Beziehungen Deutschlands zur USA und der sog. „Sonntagsfrage“. Andere Kritiker monierten, dass das ZDF die Ergebnisse nicht einmal in einer Pressemeldung zu der Umfrage erwähnt habe.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.pro-medienmagazin.de/gendersprache-stoesst-auf-ablehnung


Ungarn: Referendum über Jugendschutzgesetz

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat angekündigt, eine Volksabstimmung über das Anti-Pädosex-Gesetz in seinem Land abzuhalten. Das wahlberechtigte Volk werde über fünf Fragen zu der von Brüssel scharf kritisierten Bestimmung entscheiden.

1. Stimmen Sie zu, daß es staatlichen Erziehungseinrichtungen erlaubt sein sollte, minderjährigen Kindern ohne elterliche Zustimmung Inhalte über sexuelle Orientierungen zu zeigen?

2. Unterstützen Sie die Förderung von Geschlechtsumwandlungen bei minderjährigen Kindern?
3. Stimmen Sie der Forderung zu, daß solche irreversiblen Behandlungen auch für minderjährige Kinder zugänglich sein sollten?
4. Stimmen Sie zu, daß minderjährige Kinder Inhalte uneingeschränkt nutzen können sollten, die ihre sexuelle Entwicklung beeinflussen können?
5. Stimmen Sie zu, daß minderjährigen Kindern Medieninhalte zugänglich sein sollten, die Geschlechtsumwandlungen thematisieren?

Die Europäische Union habe Ungarn in den vergangenen Wochen immer wieder für das Gesetz angegriffen, weil das Land keine „sexuelle Propaganda“ in seinen Kindergärten, Schulen, Fernsehprogrammen und Werbungen dulde, führte der Regierungschef aus.

Es ärgere die Brüsseler Politiker, daß Ungarn sich dem widersetze, was in Westeuropa längst Standard sei. Dort würden LGBTQ-Anhänger die sexuelle Aufklärung von Kindern übernehmen. Wenn der Druck auf Ungarn so groß sei, könne das Volk nur geschlossen die Interessen des Landes verteidigen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2021/anti-paedophilie-gesetz1/


Mehrheit der Deutschen kritisch zum Gendern

Eine klare Mehrheit der Deutschen findet die Verwendung sog. geschlechtergerechter Sprache in den Medien unwichtig. Auf eine entsprechende Frage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF antworteten 48 Prozent, ihnen sei dies „überhaupt nicht wichtig“. Weitere 25 Prozent sagten, sie fänden dies „nicht so wichtig“. 20 Prozent meinten hingegen, es sei „wichtig“, sechs Prozent finden dies „sehr wichtig“.

Ebenso deutlich war das Ergebnis auf die Frage, ob Medien Trennungszeichen einfügen oder Sprechpausen machen sollten. Hier sagten 71 Prozent, dies sei „nicht gut“. 25 Prozent finden dies hingegen „gut“, vier Prozent gaben „weiß nicht“ an. Die Ergebnisse decken sich mit einer Reihe weiterer Umfragen.

Eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der JUNGEN FREIHEIT von Anfang Juni ergab, daß eine große Mehrheit der Deutschen den Gendersprech ablehnt. 58 Prozent empfänden es als störend, wenn in den Medien gegendert werde. Dem standen 19 Prozent entgegen, die nicht vom Gendern genervt sind. 16 Prozent antworteten mit „weiß nicht“ und sieben Prozent machten keine Angaben.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2021/gendersprech-medien-mehrheit-umfrage/

Gemälde: Evita Gründler


VDS-Vorsitzender droht mit Kirchenaustritt

Prof. Walter Krämer enttäuscht über würdeloses Anbiedern von Kirchenoberen an die Gendersprache

Aus Kirchenkreisen erreicht uns das Schreiben von Prof. Dr. Walter Krämer (siehe Foto) aus Dortmund an den Bischof von Hildesheim. Der Statistik-Experte Krämer ist zugleich Vorsitzender des VDS (Verein Deutsche Sprache) und Sprecher der „Stiftung Deutsche Sprache“. Wir dokumentieren hier nun seinen Brief im vollen Wortlaut:

Ihre Exzellenz
Bischof Dr. Heiner Wilmer

Domhof 25
31134 Hildesheim

12. Juli 2021

Ihre Handreichung zu geschlechtersensibler Sprache

Exzellenz, verehrter Bischof Dr. Wilmer,

für mich war die katholische Kirche immer ein Fels in der Brandung des modernen turbulenten Zeitgeschehens. Ich war Messdiener, bin seit Dutzenden von Jahren Mitglied des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, zahle als einer der letzten in meinem Freundes und Bekanntenkreis seit 45 Jahren regelmäßig meine Kirchensteuer und verteidige diese glorreiche Institution, wo immer ich kann.

Umso größer ist meine Enttäuschung, ja mein Entsetzen über das würdelose Anbiedern an den schwankenden Zeitgeist, das sich in der von Ihnen zu verantwortenden Bistums­broschüre über geschlechtersensible Sprache äußert.

Diese Gendersprache grenzt aus, ist behinderten- und fremdenfeindlich und einer Unterstützung durch die katholische Kirche dermaßen unwürdig, dass ich es bis heute nicht begreifen kann.

Die Ihnen sicher bekannten Argumente des Kollegen Dr. Kunze in der Ausgabe 26/2021 Ihrer KirchenZeitung muss ich hier nicht wiederholen.

Weitere finden Sie anbei oder auf der Netzseite einer von mir begründeten Bürgerinitiative gegen sprachliche Umwelt­verschmutzung (www.vs-ev.de), der auch viele hochrangige Männer und Frauen aus beiden großen Kirchen angehören, etwa der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken oder Kurienkardinal Walter Brandmüller aus Rom.

Nach 72 Jahren plane ich nun für das Ende des Jahres meinen Austritt aus der katholi­schen Kirche. Haben Sie Argumente, warum ich bleiben sollte? Wenn sich die katholi­sche Kirche weiter an der Vergewaltigung der deutschen Sprache beteiligt, bleibe ich jedenfalls nicht.

Ihr Prof. Dr. Walter Krämer
Fakultät für Statistik, Technische Universität Dortmund
Vogelpothsweg 78 in 4221 Dortmund
walterk@statistik.uni-dortmund.de
https://www.statistik.tu-dortmund.de/kraemer.html

Porträtfoto: Endermann / awk – 2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Bistum Trier kritisiert Pfarrer wegen seiner Solidarität mit Ungarns Jugendschutzgesetz

Von Felizitas Küble

Wenn katholische Zeitgeistliche gegen die Anordnung aus dem Vatikan rebellieren und Partnerschaften von gleichgeschlechtlichen Paaren öffentlich segnen, was in den letzten Monaten hierzulande hundertfach vorgekommen ist, dann führt das zu keinerlei Konsequenzen für die – gelinde gesagt – „eigenwilligen“ Priester.

Dasselbe gilt ähnlich für jene Pfarrer, die ihre Kirche mit der Homosexuellen-Fahne „schmücken“, obwohl sie damit einen Teil der Gemeinde – manchmal sogar die schweigende Mehrheit – vor den Kopf stoßen. (Siehe dieses Foto von der Heilig-Geist-Kirche in Münster.)

Nicht einmal der Vorwurf, mit solchen Aktionen ihre Gemeinde zu „spalten“, trifft diese Geistlichen, obwohl dies zutreffend wäre, geschweige wird ihnen Ungehorsam gegenüber dem kirchlichen Lehramt vorgehalten.

Ganz anders läuft es freilich, wenn ein Pfarrer sich „erdreistet“, die katholische Sexualethik zu verteidigen und dabei auch das lehramtlich verkündete Elternrecht auf Erziehung (sog. „Elternrecht“) in Schutz zu nehmen, das übrigens auch in unserem Grundgesetz verankert ist.

„Katholisch.de“, das amtliche Portal der Bischofskonferenz, berichtet am 12. Juli dazu Folgendes:

„Ein Pfarrer aus dem Bistum Trier zeigte mit einem Facebook-Post seine Zustimmung zum ungarischen Gesetz zur Verbreitung von LGBT-Inhalten. Dadurch hat er sich Ärger mit der Bistumsleitung eingehandelt: Solche „undifferenzierten Äußerungen“ spalteten.“

Personalverantwortliche des Ordinariats hätten den Priester, so heißt es weiter, darauf „hingewiesen“, „dass solche plakativen, undifferenzierten und abwertenden Äußerungen spalten und Unfrieden bringen“.

Das Posting des Geistlichen entspreche „in keiner Weise“ der Haltung der Diözese. „Dem Bistum geht es um geschlechtersensibles pastorales Handeln.“

Es geht also um die neue heilige Gender-Kuh, nicht um den Schutz von Ehe und Familie, von Jugend und elterlichem Erziehungsrecht. Darauf darf sich also der Klerus aus der Diözese Trier neuerdings einstellen?!

Nun wird es noch drolliger, wenn davon die Rede ist, das Bistum „respektiere zwar die freie Meinung des Geistlichen“, doch die Kirche ziehe dort – hört! – dort eine „Grenze, wo sich ein Priester entgegen der kirchlichen Lehre“ äußere.

Gehört zur „kirchlichen Lehre“ neuerdings die Unterwürfigkeit unter den neuen Götzen Genderismus?

So direkt wird dies natürlich nicht eingeräumt, vielmehr wird eine Nebelwand errichtet und sich scheinheilig auf das Kirchenrecht berufen, denn das verpflichte, „den Frieden und die Einheit so weit als möglich zu wahren und zu fördern“.

Wie schön – daß das Kirchenrecht aber damit gewiß nicht die „Einheit“ mit einer „geschlechtersensiblen“ Ideologie meint und unter „Frieden“ nicht die Anpassung an den Zeitgeist versteht, unterschlägt die dort zitierte Bistumssprecherin.

Der von seiner Kirchenleitung öffentlich kritisierte Pfarrer hat inzwischen beschwichtigt, er habe keineswegs „eine Gruppe von Menschen beleidigen“ wollen (das hat er ohnehin nicht getan).

Allerdings – der Geistliche blieb in der Sache trotzdem standhaft – finde seiner Ansicht nach eine „Ideologisierung der Diskussion“ statt, die Gefahren für Kinder und Jugendliche mit sich bringe.

„Die Schöpfungsordnung und die Gebote Gottes sind dafür entscheidend, dass wir uns nicht nach Befindlichkeiten richten können, sondern unseren Gott, dem wir verpflichtet sind, ernst nehmen“, erklärte der wackere Gottesmann unverdrossen.

Wir leben also in Zeiten, in denen sich katholische Priester gegenüber ihrem Bischof dafür rechtfertigen müssen, daß sie dem Heiligen Geist mehr gehorchen als dem Zeitgeist und den wahren Gott nicht durch einen Gender-Götzen ersetzen wollen.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Der Genderwahn in Absurdistan greift jetzt sogar den „Lesbenfrühling“ an

Von Felizitas Küble

Wer kennt nicht den alten Spruch: „Die Revolution frißt ihre Kinder“ – und so manche Ideologie treibt immer wildere Sumpfblüten, so daß sogar einstige Anhänger unter die Räder kommen, wenn sie dem immer stärker um sich greifenden Wahn nicht zu folgen vermögen bzw. ihre Restvernunft nicht am Sargnagel eines verderblichen Zeit(un)geistes abgeben wollen.

Seit vielen Jahren werden wir mit dem Kürzel LGBTIQ (und ähnlichen Varianten) konfrontiert, was für Lesben – Gay (=Schwule) – Bisexuelle – Transgender – Intersexuelle – Queere steht, wobei die Inhalte dieser „bunten“ Community auch meist einen linksque(e)ren Eindruck hinterlassen.

Dabei geht es um das „Canceln“ und somit Ausgrenzen und Anprangern von Personen, die sich nicht zeitgeisthörig dem Genderwahn unterwerfen oder denen man aus dem irrsinnigsten Gründen „Rassismus“ unterstellen kann – vielleicht weil sie noch von „Schwarzfahren“ oder „Schwarzarbeit“ reden?

Gleichwohl trügt der Schein weitgehend, denn in Wirklichkeit dürften gleichgeschlechtlich orientierte Personen, die sich mit ihren Füßen noch auf dem Boden der Realität befinden und nicht im gegenderten Wolkennebel gelandet sind, an deren wahnwitzigen Ideen durchaus keinen Gefallen finden.

Denn wenn das Geschlecht letztlich nur ein soziales Konstrukt ist und in Wirklichkeit frei gewählt werden kann, wenn Transgender und Geschlechtsumwandlungen als „schöne neue Welt“ propagiert werden, dann bleibt letztlich jedwede Identität auf der Strecke – logischerweise auch die männliche Identität von Schwulen oder wie weibliche von Lesben oder Feministinnen etc.

Kein Wunder also, daß sich EMMA-Herausgeberin Alice Schwarzer und Gender-Erfinderin Judith Butler bereits vor Jahren in aller Öffentlichkeit „gezankt“ haben, denn Frauenemanzipation und Genderismus passen eben nur auf den ersten Blick auf eine Kuhhaut.

Dazu kommt, daß große Teile der Trans-Szene sich mit der intoleranten Cancel Culture identizieren, die vermehrt aus den USA nach Europa herüberschwappt und eine Art Radikalisierung der längst bekannten „Political correctness“ darstellt.

Canceln richtet sich – wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe im Titelblatt schreibt – vornehmlich gegen den „weißen Mann“ – besonders den „alten“ weißen Mann. Letztlich ist dies ein umgedrehter, ein anti-weißer Rassismus im heuchlerischen Gewand des „Antirassismus“.

BILD: Transgender-Werbung auf einem Plakat in der Kölner Innenstadt

Als Verstärker tritt überdies die damit verwandte „Wokeness“ in Erscheinung, gleichsam eine revolutionäre „Wachsamkeit“ gegenüber allem und jedem, was sich jenseits einer ultralinken Mentalität befindet.

Diese „Vorrede“ scheint sinnvoll, um die nachfolgende Meldung angemessen „einordnen“ zu können:

In der EMMA-Zeitschrift Nr. 4/2021 wird auf S. 33 unter dem Titel „Cancel Culture gegen Lesben?“ darüber berichtet, daß das Lesbenfrühlingsteffen, das seit 47 Jahren in Berlin stattfindet, derzeit von Genderseite massiv attackiert wird.

Man reibt sich die Augen und staunt nicht schlecht, immerhin knöpfen sich Genderisten ansonsten überwiegend die Konservativen oder zumindest klassisch-liberale Zeitgenossen vor.

Jetzt geht es wild zu gegen Teile des mehr oder weniger eigenen Spektrums.

Das Frauenmagazin beklagt, das Lesbenfest sei als „faschistoid“ und „menschenverachtend“ beschimpft worden – doch der Shitstorm hatte anscheinend sehr handfeste Folgen:

Die Bremer Frauenbeauftragte streicht den zugesagten Zuschuss, die Magnus-Hirschfeld-Stiftung „distanziert“ sich…Es hagelt Boykottaufrufe.“

Was war passiert?

Dazu schreibt EMMA: „Referentinnen aus dem In- und Ausland hatten angekündigt, sich mit den problematischen Entwicklungen des Transaktivismus beschäftigen zu wollen…Inzwischen kommen auf einen Jungen, der das Geschlecht wechseln will, 14 Mädchen.“

Sodann wird eine Untersuchung der Britin Angela Wild erwähnt: „Die Befragten schildern einen „großen Druck“, dem Lesben ausgesetzt sind, wenn sie nicht mit biologischen Männern Sex haben wollen, die sich „als Frauen definieren“ – bis hin zu Vergewaltigs- und Todesdrohungen und körperlichen Übergriffen.“

Auf dem Lesbenfrühlingstreffen (LFT) sollte also eine berechtigte Problematisierung derartiger Ausuferungen des Trans-Phänomens erfolgen. Doch dann folgte der Gender-Vorwurf, so EMMA: „Das LFT schließe Transfrauen aus und sei „transfeindlich“ und „transphob“. Das brachte die Boykott-Lawine gegen das LFT ins Rollen.“

Somit ist klar: Kritische Debatten über Gender bzw. Geschlechtsumwandlungen oder offene Diskussionen über „Identitätsfragensind nicht erwünscht, auch keine wissenschaftlichen Erörterungen; derartige Freiräume werden „gecancelt“, gewoked und so lange fanatisch bekämpft, bis auch die letzte denkerische Unabhängigkeit – mag sie nun von Heteros oder von Homos vertreten werden – aus dem öffentlichen Raum verschwindet.

Foto: Heidelore Puttkamer


Wagenknecht: Gendersprache ist ausgrenzend

Die auch in ihrer eigenen Partei „umstrittene“, weil nicht immer zeitgeistkonforme Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht befaßt sicn in ihrem jüngsten Newsletter kritisch mit der immer stärker um sich greifenden

Gendersprache und erklärt dazu:

„Es gibt offen rassistische oder homophobe Begriffe. Dass sie geächtet sind, ist gut. Aber wem ist gedient, wenn ich jetzt Bürger_innen sage oder Fußgehende statt Fußgänger? Diese künstliche Sprache ist selbst ausgrenzend.

Viele Menschen, die andere Sorgen haben als sich mit den ständig neuen Regeln korrekten Sprechens zu beschäftigen werden dadurch ihrer Sprache beraubt, denn ihre Art, sich auszudrücken, wird verächtlich gemacht.“

Auch in ihrem Buch „Die Selbstgerechten“ nimmt sie das linksliberale Milieu vor allem in Politik und Medien skeptisch unter die Lupe und beklagt, daß sich diese Zeitgeistsurfer mehr um lebensferne Randthemen wie das Gendern kümmern, statt die Anliegen armer und schwacher Menschen sowie der leistungsstarken Mittelschicht aufzugreifen.

Unter dem Titel „Links steht nicht mehr für Gerechtigkeit“ (gemeint ist hier vor allem die soziale Gerechtigkeit) gab die Politikerin der österreichischen Zeitung Kurier am 4. Juli ein Interview, in dem sie sich auch zu dem gegen sie laufenden Parteiausschlußverfahren äußert.

Hier gehts zum Interview: https://kurier.at/politik/ausland/sahra-wagenknecht-links-steht-nicht-mehr-fuer-gerechtigkeit/401432881?utm_campaign=Sahra%20Wagenknecht&utm_medium=email&utm_source=Revue%20newsletter


Sachsens SPD irrgeistert im Genderwahn

Der sächsische SPD-Landesverband hat seine Forderung verteidigt, auf öffentlichen Toiletten Mülleimer für Hygiene-Produkte von „menstruierenden Männern“ aufzustellen.

Zuvor hatte der Landesparteitag den entsprechenden Antrag angenommen. Zur Begründung heißt es darin: „Menstruierende Männer und menstruierende nicht-binäre Personen sind auf öffentlichen Männertoiletten bei der Entsorgung von Hygieneprodukten eingeschränkt, da anders als bei Frauentoiletten keine Entsorgungsmöglichkeit für diese innerhalb der Toilettenkabinen vorhanden ist.“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post äußerte gegenüber der Bild-Zeitung sein Unverständnis darüber: „Die machen eine Politik für Minderheiten in der Hoffnung, daß die Summe daraus eine Mehrheit ergibt. Das ist das Kernproblem der SPD und speziell der Landesverbände, die nahe an den fünf Prozent sind. Und je näher sie dran sind, desto irrer wird es.“

Auf Twitter fragte er, welche Antragskommission „so einen Schwachsinns-Antrag“ überhaupt zur Beratung zulasse. Er appellierte an den Landesverband, „endlich die wahren Probleme“ anzugehen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/spd-menstruierende-maenner/


„Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“ fordert: Kein Zwang zum Gendern in Forschung und Lehre

Pressemitteilung:

Auf sprachwissenschaftlicher, psychologischer und ethischer Grundlage hat sich bislang kein Konsens ergeben, wie auf gemischtgeschlechtliche Personengruppen Bezug genommen werden soll. Geschlechtergerechtigkeit kann dafür sprechen, vom traditionellen Sprachgebrauch abzuweichen.

Viele der derzeit gebräuchlichen Neuerungen rufen hingegen stilistische Probleme hervor, lassen die Ausdrucksmöglichkeiten der Sprache verarmen und verletzen die Regeln der deutschen Grammatik. Es kann deshalb nicht Sache der wissenschaftlichen oder hochschulpolitischen Institutionen sein, in dieser offenen Frage Vorschriften zu erlassen.

Wie weite Teile der allgemeinen Öffentlichkeit sehen viele Netzwerkmitglieder das Vordringen von „offiziösen“ Leitlinien und Handreichungen mit Unbehagen, die zum Gebrauch von Binnen-I, Genderstern (Lehrer*innen), Unterstrich, eingefügten x etc. auffordern. Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit tritt dafür ein, dass niemandem eine solche als geschlechter­inklusiv deklarierte Sprachform aufgenötigt werden darf.

Die Netzwerksprecherin Sandra Kostner verweist beispielhaft auf die Forderungen der Vertretung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen vom Februar 2021. Dort wird allen Hochschulen in Deutschland nahelegt, den Genderstern einzuführen. Nur so sei angeblich die Voraussetzung für den freien Zugang in die Hochschule und für durchlässige Karrierewege gegeben.

„Es gibt gute Gründe, die alleinige Herrschaft des generischen Maskulinums kritisch zu sehen“, so Kostner. „Aber es gibt auch viele gute Gründe gegen alle bisher vorgeschlagenen Alternativen einschließlich des Gendersterns.“

In dieser Situation sei von Hochschulleitungen und Ministerien Zurückhaltung gefordert. Dies gelte auch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte. Deren wichtige Aufgabe sei es, gegen konkrete Diskriminierungen vorzugehen, nicht Sprach- und Gesellschaftspolitik zu betreiben.

Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit fordert daher von den Hochschulen, den Wissenschaftsverwaltungen und den staatlich unterstützten Förderorganisationen, keine verbindlichen Vorschriften zur Nutzung bestimmter Formen gendersensibler Sprache zu erlassen.

„Sprache ist für Forschung und Lehre ein zentrales Werkzeug. Wer in die Freiheit der Sprachverwendung eingreift, greift in die Freiheit von Forschung und Lehre ein“, betont Kostner. Es dürfe daher weder einen Zwang zu – noch ein Verbot von – „gendersensiblen“ Sprachformen geben.

Das Netzwerk vertrete uneingeschränkt das Primat der Einzelpersönlichkeit gegenüber der Institution: Nicht Corporate Identity, sondern das auf den Einzelnen bezogene Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit gelte.

Mögliche Einschränkungen gebe es zuhauf: die offizielle Internetpräsenz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Formulare in Datenbanken, die Sprache in der hochschulinternen Korrespondenz, in Unterrichtsmaterialien und Modulbeschreibungen. „Hier gibt es bereits dem Netzwerk bekannte Fälle, in denen Hochschulverwaltungen bestimmte Formen des ‚Genderns‘ mit der Macht des Apparats durchzusetzen versuchen“, beklagt Kostner.

Im Netzwerk Wissenschaftsfreiheit gebe es, so Kostner, durchaus keine einheitliche Meinung dazu, ob die Nutzung „gendersensibler Sprache“ grundsätzlich erwünscht sei oder nicht. Im Netzwerk kämen sehr unterschiedliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Erfahrungen, Generationen und politischer Einstellungen zusammen. „Entscheidend ist aber, dass wir uns gemeinsam gegen Entwicklungen wenden, die die Freiheit von Forschung und Lehre einzuschränken drohen. Daher: Kein Zwang zum Gendern“.

Weitere Infos hier: www.netzwerk-wissenschaftsfreiheit.de

Gemälde: Evita Gründler


Rechtslage zur Gendersprache im Bundestag

Erklärung der Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel (CDU):

Am vergangenen Donnerstag haben wir darüber debattiert, ob die Geschäftsordnung des Bundestages dahingehend verändert werden sollte, dass wir Gendersprache nicht zulassen. Der Antrag wurde an den federführenden Geschäftsordnungsausschuss überwiesen.

Wie ist derzeit die Rechtslage?

Wir haben uns bereits klare Regeln für die Nutzung unserer Sprache in der Geschäftsordnung gegeben. In Paragraph 80a heißt es, dass ein beim Bundestag angesiedelter Redaktionsstab die Ausschussdrucksachen auf sprachliche Richtigkeit und Verständlichkeit prüft und sprachliche Beratung anbietet.

Die Empfehlung ist klar: Keine Genderzeichen in Drucksachen, Reden oder Anträgen.

Der Redaktionsstab beruft sich dabei auf die verbindlichen Regeln des Rechtschreibrats gegen die Verwässerung unserer Sprache durch Genderzeichen.

Der Rechtschreibrat ist eine zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung von Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südtirol, Liechtenstein und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Sie alle sind gegen die Aufnahme von Gendersternchen in das Amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung.

Diese Regelungen sollten wir deshalb auch flächendeckend umsetzen und Abweichungen nicht zulassen.

Quelle: https://80899.seu1.cleverreach.com/m/7760740/528230-b156e1fb8b39479629eee592c3b64d771cedfe80bf3b4b7d4fc97b99178663432a22f7d17a58bb80552849bce6e91ad9