Rheine: Eltern kämpfen für den Erhalt der klassischen ELSA-Realschule

Von Felizitas Küble

In der Regionalpresse von Rheine – die Stadt liegt im nördlichen Münsterland – gibt es seit über einem Jahr eine anhaltende Debatte über die ELSA-Realschule, die in ihrer bisherigen klassischen Art von Inklusions-Plänen bedroht ist.

Unter „Inklusion“ versteht man in ihrer Endstufe die Abschaffung der Förderschulen für Behinderte, die stattdessen in Regelschulen unterrichtet werden sollen.

Dies nennt sich vielerorts GL = Gemeinsames Lernen.

Das klingt zwar schön, doch die Realität sieht anders aus, zumal angesichts des Mangels an Sonderpädagogen in den Regelschulen. Förderschulen sind von vornherein für Kinder mit Handikap bzw. erhöhtem Lernbedarf konzipiert und daher für sie geeigneter.

Immer mehr Elterninitiativen wehren sich gegen die GL-Pläne kommunaler Behörden und wünschen keine Inklusions-Umgestaltung ihrer Schule. 

In Rheine setzt sich die IG-Realschule ebenfalls für den Erhalt des herkömmlichen Unterrichts ein.

In der Münsterländischen Volkszeitung erschien heute der folgende Leserbrief von Cordula Mohr (siehe Foto) – sie ist selbst Mutter einer behinderten Tochter  –   und weiteren Mitstreiter/innen:

„Die Ansätze, die von Politik und Verwaltung zu den „Zügigkeiten, dem künftigen Standort und der pädagogischer Ausrichtung“ der einzig verbliebenen Realschule in Rheine verfolgt werden, betrachtet die IG Realschule mit großen Bedenken.

Unser persönliches Engagement bei der Bezirksregierung in Münster kam zu dem Ergebnis, dass keineswegs klar ist, ob und ggf. wann eine weitere GL-Schule in Rheine eingerichtet werden muss.

Die Bezirksregierung verteilt durch individuelle Kenntnis jedes Förderkind auf die jeweils geeignete Förderschule oder GL-Schule. Somit ist hier der kompetente und zentrale Überblick über die notwendigen Förderschulplätze und GL-Plätze vorhanden.

Welche Kinder mit Förderbedarf sollte denn die Realschule, die zielgleich unterrichtet, aufnehmen?

Die Gymnasien werden mittlerweile in NRW aus diesem Grund nicht mehr als GL-Schulen geführt. Somit spricht nicht nur die pädagogische Ausrichtung des zielgleichen Lernens mit dem Abschluß der Fachoberschulreife, sondern auch der eklatante Mangel vor allem an Sonderpädagogen in NRW gegen die Einrichtung von GL.

 Über dieses Defizit würde auch kein sächlich und räumlich perfekt ausgestattetes Gebäude hinwegtäuschen. Angesichts der eigentlichen und viel wesentlicheren Problematik ist dieser angebliche Mehrgewinn für uns und unsere Kinder nicht von Bedeutung.

 Gescheiterte Experimente wie die Umstellung von G9 zu G8 und die wenige Jahre später erfolgte Kehrtwende zu G9 sollten als warnendes Beispiel dienen, jetzt verantwortungsvoller über die  zukünftige Schullandschaft in Rheine zu entscheiden.“

 

IG Realschule Rheine


Förderunterricht für behinderte Schüler statt Inklusion um jeden Preis

Folgendermaßen lauten die Aussagen von CDU, SPD und Piratenpartei in Hannover: „Zwangsinklusionsquoten bringen nichts“, „an den Grundschulen brodelt es“, „Inklusion wird schöngeredet“ sowie „gescheiterte Inklusion“.

Die Parlamentarierin Nicole Höchst (AfD), die dem Bildungsausschuß des Bundestags angehört, erklärt dazu:

„Was die AfD schon lange kritisiert, können jetzt auch die anderen Parteien nicht länger ignorieren. Es fehlen Lehrer, Therapeuten, Räume und Schulbegleiter.

Die 2006 in Paragraph 24 unterzeichnete UN-Konvention sagt aus, dass Menschen mit Behinderungen ‚gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem inklusiven, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben‘.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass deren Förderung oder die Qualität des Unterrichtes generell darunter leiden darf. Der Versuch etwas weiter umzusetzen, das seit 12 Jahren nicht oder nur teilweise funktioniert, ist ein gesellschaftsgefährdendes Experiment.

Die Stadt Hannover verkündet denn auch folgerichtig, dass zu Veränderungen zu kommen, ein langfristiger Prozess sei. Hinzu kommen seit ein paar Jahren immer mehr Kinder von Migranten, welche die Sprache nicht oder nur schlecht sprechen.

Wie viele Generationen müssen eigentlich in ihrer schulischen Entwicklung behindert werden, bis man reagiert? Es geht hier um die Bildung unserer Kinder, um den Grundpfeiler des Wohlstandes und die zukünftige Entwicklung unseres rohstoffarmen Landes.

Gemeinsam zur Schule gehen, aber getrennt unterrichtet werden, garantiert für alle Kinder maximalen Lernerfolg. Man kann es auch die Förderschule in der Schule nennen und die Förderschule ist eine wichtige Forderung der AfD. Egal, in welcher Form man sie umsetzt, der gesunde Menschenverstand sollte immer Pate stehen.

Schluss also mit dem Ritt auf einem halbtoten Pferd und zurück zu einer Politik, die ausschließlich dem Wohle der Menschen dient. Zurück zu einer Politik, die in der Lage ist, Fehler zu erkennen und diese auch zu korrigieren.“


Inklusion in Rheine: Warum „GL“ keine gute Lösung für Förderschüler ist

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Seit Tagen gibt es in Rheine – der größten Stadt im nördlichen Münsterland  –  eine Debatte in Medien, Politik und Öffentlichkeit über das Thema Inklusion.
Darunter versteht man in der Praxis vor allem die Auflösung von Förderschulen, wobei die Behinderten stattdessen auf Regelschulen überwechseln sollen.
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Anlaß für die Kontroverse in Rheine ist der Plan, in der dortigen Elsa-Realschule die Inklusion einzuführen, auch GL (Gemeinsames Lernen) genannt.
Dabei gibt es bereits GL-Schulen in dieser  Stadt; zwei davon wollen mit der Inklusion offenbar aufhören, wobei sie jahrelang mit Fördermitteln speziell für GL eingerichtet wurden.
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In den Leserbriefspalten der Tageszeitung äußern sich betroffene Eltern und Politiker, um GL an der Elsa-Realschule zu verhindern. Vor allem die FDP in Rheine schließt sich ihrer Kritik an.
Am 1. Dezember erschien in der Münsterländischen Volkszeitung folgende Stellungnahme unserer Autorin Cordula Mohr (siehe Foto), die aus eigener Erfahrung als Mutter einer Tochter mit Handikap berichten kann:
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„Den kritischen Leserbriefen aus Bevölkerung und Elternschaft der Elsa-Realschule möchte ich mich anschließen.
Nun einmal ein anderer Blickwinkel – nämlich aus der Sicht von Förderkindern:
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Ich selbst habe eine lernbehinderte bzw. geistig leicht behinderte Tochter und konnte mich anfangs, als es hieß, sie sollte evtl. die Grüterschule in Rheine besuchen, nur schwer damit abfinden.   
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Man empfahl mir jedoch für die psychische Stabilität meiner Tochter die Christophorusschule Rheine (Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung) als optimal.
Dort könne sie alle Therapien, die das Mädchen noch brauche, bekommen, z.B. Logopädie, Ergo und Krankengymnastik – und diese Entscheidung sei keine Einbahnstrasse.
Es wurde mir an der Christophorusschule versichert, wenn die Entwicklung gut vorangehe, könne meine Tochter die Schule wechseln.
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Nach aufopfernder Förderung, sogar Nachilfe für ca. 2 Jahre in Mathematik durch einen Realschullehrer, mussten wir feststellen, dass meine Tochter keine Regelschule besuchen kann. Sie geht seit 2012 in die WfBM (Werkstatt für behinderte Menschen).
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Ich muss aus dieser Erfahrung feststellen, dass die Schüler mit Förderbedarf auf diese Weise besser auf der schulischen Leiter hochklettern können, als wenn sie sich immer als von Sonderpädagogen und Therapien geprägte Menschen  unter leistungsstarken Schülern in der Regelschule erfahren und ständig diesen seelisch belastenden Vergleich aushalten müssen. Glücklich sein sieht anders aus.
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Ich habe die Inklusionsdebatten und Einführung der GL-Schulen immer auch als Sparmassnahme des Staates unter dem Vorwand des Kindeswohls empfunden.“
WEITERE zehn Artikel und Berichte zum INKLUSIONS-Thema hier: https://charismatismus.wordpress.com/category/inklusion-in-regelschulen-kritik/

Saarbrücken: Notruf eines Lehrerkollegiums über Gewalt von Schülern und Eltern

Massive Probleme durch Migration und Inklusion

Die „Saarbrücker Zeitung“ veröffentlichte am 13. Dezember 2017 in ihrer Online-Ausgabe einen Bericht von Gerrit Dauelsberg über völlig unhaltbare Zustände an der Saarbrücker Gemeinschaftsschule Bruchwiese.
 
Unter dem Titel „Dramatischer Hilferuf von Saarbrücker Lehrern“ heißt es weiter, das Lehrerkollegium habe bereits im Sommer einen „Brandbrief“ an die saarländische Landesregierung geschickt. 

BILD: Ein normaler Unterricht wie hier ist an der Schule Bruchwiese kaum noch möglich

Darin berichten die verzweifelten Pädagogen von „schwersten Beleidigungen, Gewalt, Drogen- und Alkoholmissbrauch im Schulalltag.“ 

In dem Brandbrief sei laut SZ von „täglichen verbalen Entgleisungen – auch gegenüber Lehrern – die Rede. Zudem wachse die Gewaltbereitschaft bei den Schülern. So habe es mehrere Übergriffe mit einem Messer gegeben…Mehrfach musste die Polizei anrücken. Auch Eltern seien gewalttätig geworden.“

Derartige Zustände fallen erheblich aus dem Rahmen des Üblichen –  und der Leser fragt nach den Ursachen. Die Zeitung berichtet, daß der Anteil der Schüler „nichtdeutscher Herkunft“ sich laut Lehrerschaft inzwischen auf 86 % erhöht habe.

Dazu kommen die erheblichen Schwierigkeiten der Inklusion sowohl für Lehrer wie für Mitschüler. Es handelt sich dabei um eine vor allem von rotgrüner Seite vertretene Strategie, Förderschulen zu schließen und behinderte bzw. überforderte Kinder unbedingt in Regelschulen unterbringen zu wollen. Dies wird als notwendige Steigerung der Integration – die angeblich nicht ausreichend sei – angesehen.

In der erwähnten Saarbrücker Schule hat laut SZ „etwa jeder siebte Schüler sonderpädagogischen Förderbedarf“.  Das Lehrerkollegium beschwert sich über die „radikale Umsetzung der Inklusion“,  ohne daß hierfür die nötigen personellen und sonstigen Voraussetzungen vorhanden seien.

Quelle für die Zitate: https://www.saarbruecker-zeitung.de/politik/themen/dramatischer-hilferuf-von-saarbruecker-lehrern_aid-6939844

Sogar der linke STERN hat die Problemschule auf seinem Schirm: https://www.stern.de/familie/kinder/saarbruecken–lehrer-einer-gemeinschaftsschule-rufen-um-hilfe-7787370.html

Weitere Artikel zur Inklusions-Problematik: https://charismatismus.wordpress.com/category/inklusion-in-regelschulen-kritik/


Präsident des Dt. Lehrerverbandes kritisiert Inklusion: Ideologie statt Kindeswohl

Seit Jahren äußert sich Josef Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, in Talksendungen und Zeitungsbeiträgen skeptisch zur Inklusion, einem neuen „Zauberwort“. Mit Inklusion der Behinderten soll mehr erreicht werden als durch das frühere Konzept der Integration, das man als veraltet ansieht.

Von rot-grüner Seite wird im Zeichen einer ideologischen Gleichmacherei vor allem die schulische Inklusion vorangetrieben: Körperlich und geistig Behinderte sollen in den Regelschulen unterrichtet werden, weshalb Förderschulen zunehmend abgebaut werden, vor allem in NRW.

In der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ vom 18.3.2017 hat Kraus seine Kritik ausführlicher dargestellt. Er schreibt:

„In Deutschland gibt es rund 3000 Förderschulen mit gut 320.000 Förderschülern und 70.000 Förderlehrern. Allein das zeigt, wie ernst man hier die Schulbildung beeinträchtigter junger Menschen nimmt.

Die Förderschulen können sehr individuell auf Kinder eingehen, denn sie haben im Schnitt 100 Schüler, und auf vier bis fünf Schüler kommt rechnerisch eine hochkarätig qualifizierte Lehrkraft. Daraus ist ein kindgerechtes Förderwesen entstanden, das weltweit seinesgleichen sucht.“

Tatsächlich sind die Förderschulen ein großer Fortschritt gegenüber der Vernachlässigung von Behinderten in früherer Zeit. Doch seit etwa zehn Jahren wird diese Errungenschaft zunehmend von Bildungspolitikern (vor allem aus dem linken Spektrum) und vom sozialpädagogischen „Expertentum“ infrage gestellt. Stattdessen wird von Inklusionsanhängern verlangt, daß behinderte Kinder und Jugendliche grundsätzlich in Regelschulen aufwachsen.

Der Präsident des Dt. Lehrerverbands erinnert an Folgendes:

„Nehmen wir das größte deutsche Land, dessen Politik sich der Inklusion in besonderem Maße verschrieben hat: Nordrhein-Westfalen. Wie weit Ideologie und Realität auseinanderliegen, zeigt sich dort. Dort hat man als Zielperspektive ausgegeben, daß bis 2020 eine Inklusionsquote von 85 Prozent erreicht sein soll. 2016 betrug sie rund 40 Prozent.

Damit dieses Ziel auch erreicht wird, arbeitet man mit Zwang. Konkret: Kinder mit Behinderungen werden nur dann auf eine Förderschule geschickt, wenn ihre Eltern dies beantragen, und dies dürfen sie üblicherweise erst ab der dritten Klasse.

Zugleich wird die Förderschul-Option dadurch unterlaufen, daß Eltern diese Option oft gar nicht mehr haben, weil immer mehr Förderschulen aufgrund enger Vorgaben zur Mindestgröße geschlossen werden.“

HIER weitere sieben Artikel zur Inklusion: https://charismatismus.wordpress.com/category/inklusion-in-regelschulen-kritik/


Schüler-Union will Förderschulen erhalten

Die Schüler-Union (SU) ist die Teenager-Organisation der CDU, die mit dem Slogan für sich wirbt: „Schüler vertritt man nicht mit links.“

Die SU war auf dem NRW-Landesparteitag der CDU in Münster am 1. April 2017 mit einem Infostand vertreten. Dort wurde ein Flugblatt der nordrhein westf. Schüler-Union verbreitet, in dem Monika A. Czyz (siehe Foto), die Vize-Vorsitzende des Landesverbandes, sich zur schulischen Inklusion und Wahlfreiheit der Eltern äußert. 

Mit dem Zauberwort der „Inklusion“ begründet die rot-grüne Landesregierung von NRW ihren Plan zur kompletten Abschaffung der Förderschulen. Behinderte und Kinder bzw. Jugendliche mit Lernschwierigkeiten sollen dann allesamt in Regelschulen untergebracht werden. 

Dazu stellt Frau Czyz namens der Schüler-Union NRW folgendes fest:

„Eltern sollten mit ihren Kindern selbst entscheiden können, welche Schulform die Beste für sie ist. Damit eine echte Wahlfreiheit gewährleistet ist, setzen wir uns für den Erhalt der Förderschulen neben den Inklusionsklassen an Regelschulen ein.

Als christlich-demokratische Schüler sind wir der festen Überzeugung, dass jeder Schüler mit seinen Stärken und Schwächen gleichwertige Teilhabe an der Gesellschaft verdient.

Durch die Schließung vieler Förderschulen aufgrund der Politik der rot-grünen Landesregierung wird aber Schülern mit besonderen Bedürfnissen das Lernen an Förderschulen mit spezifischer Ausrichtung verwehrt. Jedes Kind muss die gleichen Chancen haben, gerade deshalb muss die Palette der Möglichkeiten erhalten bleiben.“

Abschließend erwähnt die SU-Vertreterin, daß dieser Standpunkt auch von der CDU in NRW geteilt wird.

Internetseite der SU: http://www.schueler-union.de/index.php

 

 


Schleswig-Holstein: CDU-Fraktion kritisiert Inklusionspolitik der Landesregierung

Förderschulen für Behinderte wurden geschlossen

Die behindertenpolitische Sprecherin der schleswig-holsteinischen CDU-Fraktion, Heike Franzen (siehe Foto), hat den am 25. September 2015 vom Landesbeauftragten Ulrich Hase vorgelegten Bericht als wichtige Leitschnur für die Arbeit des kommenden Jahres bezeichnet:    Heike Franzen

„Einmal mehr erweist Ulrich Hase sich als Praktiker. Ihm geht es nicht um Quoten oder wohlklingende Konzepte. Er will, dass die Menschen mit Behinderungen so viel wie möglich am Alltag partizipieren können. Es wäre gut, wenn die Landesregierung sich endlich auch nach dieser Leitschnur richten würde“, sagte Franzen.

Besonders deutlich werde dies in der schulischen Inklusion. „SPD, Grüne und SSW haben erst vor wenigen Wochen die Quote gefeiert. Heute schreibt ihnen der Landesbeauftragte ins Stammbuch, dass sie Inklusion nicht verstanden haben“,  erläutert die CDU-Landtagsabgeordnete.

Sie teile die Einschätzung des Beauftragten, wonach die Qualität der Beschulung und vor allem die professionelle Förderung behinderter Schüler wichtiger seien, als die Quote.  „Leider gieren SPD, Grüne und SSW nur nach Quote. Sie schließen die Förderschulen. Aber ein funktionierendes und mit ausreichendem Personal hinterlegtes Inklusionskonzept fehlt“, betont Frau Franzen.

Quelle (Text/Foto): http://www.cdu.ltsh.de/content/aktuelles/top_5239.html


AfD verlangt Vielfalt statt Einfalt in der Schule Klare Kritik an „Inklusion“

Dr. Konrad Adam gegen Abschaffung der Förderschulen

Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz haben sich darauf verständigt, die Inklusion flächendeckend voranzutreiben. Die Lehrerbildung soll reformiert, Fachdidaktiker, Bildungswissenschaftler und andere Spezialisten sollten mobilisiert werden, um die „Schule der Vielfalt“ zu realisieren. IMG_1061

„Nur nach dem Schüler fragt kein Mensch“, bemängelte AfD-Sprecher Dr. Konrad Adam das aufgeblasene Projekt, „er kommt in den Blaupausen der Schulpolitiker nicht mehr vor, spielt in der Vereinbarung keine Rolle.“

Inklusion bediene alle möglichen Interessen, nur die der Schüler nicht, sagte der Bundessprecher der AfD (Alternative für Deutschland).

Er bedauerte, dass einer ideologischen Modewelle zuliebe die Förderschulen, die mit Millionenaufwand hergerichtet worden sind, jetzt wieder abgeschafft werden sollen.

Inklusion bringe Nachteile für alle mit sich, da nicht nur den stärkeren Schülern die ihnen zustehende besondere Anregung vorenthalten werde, sondern auch die Schwächeren um die Förderung betrogen würden, auf sie angewiesen wären, um ihr Leben selbständig zu gestalten.

„Statt die Vielfalt zu fördern, wird die Einfalt propagiert“, meinte Adam. Die Ideologen wollten die Schule als gleichmäßig geschorene Rasenfläche, nicht als die bunte Wiese mit ihren vielen verschiedenen Blumen. Wie das Land mit einer derart verbockten Schulpolitik die Zukunft gewinnen wolle, bleibe rätselhaft.

HINWEIS auf die Kritik des evangelischen Diakonischen Werkes am Inklusionskonzept: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/26/diakonie-tag-schutzraume-fur-behinderte-kritik-an-gleichmacherischer-inklusion/

Foto: Konrad Ruprecht

 


Petitionen für die Erhaltung von Förderschulen in NRW und Niedersachsen

Ist die Inklusion wirklich ein Fortschritt?

Seit einigen Jahren geistert das neue Zauberwort „Inklusion“ durch die Schullandschaften vor allem der rot/grün-regierten Bundesländer  – nicht zuletzt unter dem Einfluß einer links-utopischen Gleichheitsideologie jenseits praktischer Realitäten und Herausforderungen.
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Gemeint ist mit Inklusion auf dem Bildungssektor, daß behinderte Kinder und Jugendliche in den regulären Schulen unterrichtet werden und zugleich das ausgebaute Netz von Förderschulen schrittweise abgeschafft wird, etwa auch dadurch, daß hohe Mindestschülerzahlen verlangt werden, damit eine Förderschule nicht geschlossen wird. IMG_4228
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Zunächst klingt alles ganz wunderbar: Inklusion  –  so wird allenthalben verkündet  – will die möglichst vollständige „Teilhabe“ behinderter Schüler am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Das ist doch ein hehres Ziel: Welcher Gutmensch kann dem widersprechen?!
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In Wirklichkeit sind die Förderschulen ein gewaltiger pädagogischer Fortschritt gegenüber dem vorherigen gemeinsamen Unterrichten (alles schon mal dagewesen!), bei dem die behinderten Schüler natürlich stets den Kürzeren zogen und sich gleichsam als das letzte Rad am Wagen fühlten.

Es geht um individuelle Unterstützung

Durch die differenzierten Förderschulen erfahren gehandikapte Kinder eine auf sie und ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnittene Unterstützung in räumlicher und personeller Hinsicht. Die Pädagogen dort sind speziell ausgebildet, haben Erfahrung im Umgang mit behinderten Schülern und wissen, wie wichtig  liebevolles Einfühlungsvermögen und spezielle Kompetenz sind. 
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Lehrer an Regelschulen sind hingegen überfordert, wenn sie sich den individuellen Interessen und Alltagsproblemen behinderter Kinder und Jugendlicher annehmen sollen, wobei diese ohnehin schon gehandikapten Schüler zudem einem ständigen Vergleich mit ihren gesunden Mitschülern ausgesetzt sind,  was leicht zu seelischem Streß und Verbitterung führt.
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Diese Gefahr ist in Förderschulen deutlich geringer, denn diese bieten einen Schutz- und Schonraum der Geborgenheit und verhindern so ein ständiges zermürbendes Gefühl der Überforderung.

Inklusion in die Leistungsgesellschaft?

Oder haben behinderte Kinder etwa kein Recht auf eine möglichst unbeschwerte Schulzeit? Müssen sie ins Zwangskorsett einer harten Leistungsgesellschaft gepreßt werden, damit man sie später möglichst „produktiv“ einspannen kann?
Geht es in Wirklichkeit etwa um langfristige Kostenersparnis-Gründe, um „Rentabilität“ unter dem schillernd-schönen Deckmantel der „Inklusion“?
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Ein bekanntes Sprichwort sagt ganz zu Recht: „Unter Blinden ist der Einäugige ein König.“  – Aber unter Gut-Sehenden ist er leider der Gelackmeierte!
Die Gefahr, zum Mobbing-Opfer zu werden, ist im allgemeinen in Förderschulen weitaus geringer als in Regelschulen.
Aber auch für gesunde Schüler ist ein gemeinsame Unterricht kaum geeignet, Verständnis für behinderte Mitschüler zu wecken, wenn sie durch deren Teilnahme z.B. in ihren Lernerfolgen beeinträchtigt werden bzw. der Unterricht Tag für Tag erschwert wird.
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Verschiedene Eltern-Initiativen setzen sich jeweils regional für den Erhalt der Förderschulen ein, zB. in Nordrhein-Westfalen der bewährte NRW-Elternverein.
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Mittlerweile laufen auch einige Online-Petitionen zugunsten der Förderschulen.
Wir stellen zwei davon vor:
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Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Jugendverlags in Münster
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Foto: Konrad Ruprecht

Diakonie-Tag: Schutzräume für Behinderte – Kritik an gleichmacherischer „Inklusion“

Kritik an der sog. Inklusion wurde beim „Tag diakonischer Impulse“ am 22. März in Winnenden bei Stuttgart geübt. Bei dem Konzept geht es um mehr als Integration, sondern z.B. darum, behinderte Kinder in Regelschulen aufzunehmen und bisherige Förderschulen allmählich aufzulösen. 

Gemälde: Evita GründlerDer theologische Referent der südwürttembergischen Diakonie-Einrichtung „Zieglersche“, Pfarrer Heiko Bräuning, wandte ein, daß nicht alle Menschen gleichgemacht werden müßten. Gott habe auch Lahme, Taube und Blinde geschaffen.

Pfr. Bräuning appellierte an die rund 100 Besucher des Diakonietages, auf die Grenzen der Inklusion hinzuweisen, damit es auch künftig Schutzräume und Fürsorge für die Bedürftigen gebe.

Er bezeichnete die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Diakonie als „stille Hoffnungsträger der Gesellschaft“. Sie gäben gerade jenen Menschen eine tragende Perspektive, die weniger leistungsfähig als die meisten sind.

Zu den Veranstaltern des Tags diakonischer Impulse zählten die württembergische Christus-Bewegung „Lebendige Gemeinde“, das Perspektiv-Forum der Deutschen Evangelischen Allianz, der Arbeitskreis für eine Missionarische Diakonie der Evangelischen Sammlung in Württemberg und die Behinderteneinrichtung Paulinenpflege in Winnenden.

Quelle: http://www.idea.de

Gemälde: Evita Gründler