Polnischer Erzbischof Hoser berichtet von Mafia-Machenschaften in Medjugorje

Papst Franziskus hat den polnischen Erzbischof Henryk Hoser bereits zweimal im Auftrag des Vatikan mit Untersuchungen in und um Medjugorje beauftragt.

Derzeit wirkt der Würdenträger als Papst-Gesandter in dieser weltweit bekannten Pfarrgemeinde in Bosnien-Herzegewina, in der schon seit Juni 1981 bis heute angeblich die Gottesmutter  – dort „Gospa“ genannt – erscheint, jahrzehntelang sogar täglich. Es wird von über 42.000 Phänomenen und Visionen berichtet.

Diözesan-Bischof Ratko Peric hat sich  – ebenso wie sein Amtsvorgänger Zanic  –  entschieden gegen diese „Privatoffenbarungen“ geäußert und das Kirchenvolk aufgefordert, nicht nach Medjugorje zu wallfahren. Kritische Äußerungen kamen auch von Papst Benedikt und von Kardinal Gerhard Müller.

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Laut aktuellen Berichten  – u. a. in italienischen Medien oder in der österreichischen Zeitung „Die Presse“ – hat sich Erzbischof Hoser in einer Predigt jetzt überraschend über Mafia-Geschäften in Medjugorje geäußert.

Diverse Mafia-Kreise, vor allem die neopolitanische Camorra mischen sowohl bei der Organisation und Durchführung von Pilgerreisen wie im Hotelbetrieb mit. Auch der Verkauf von Souveniers (Andenken, Mitbringsel, Andachtsgegenstände) sei teilweise betroffen. Angesichts des riesigen Wallfahrtsbetriebs mit jährlich mehreren Millionen Besuchern dort könne sich die kriminelle Vereinigung damit ihre Taschen füllen. 

Wie „Die Presse“ weiter schreibt, unterhalte der einflussreiche Camorra-Clan Casalesi gute Beziehungen zu bosnischen Kriminellen.

 

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Tricks und Mirakel: Gab es 1965 ein zweites „Hostienwunder“ in Garabandal?

Ähnliche Phänomene beim Visonär Mario aus Brindisi

Solange das im spanischen Pyrenäendorf Garabandal angekündigte „Große Wunder“ auch nach über fünf Jahrzehnten auf sich warten lässt, müssen sich die Anhänger mit dem in der Szene so genannten „Kleinen Wunder“ aus diesem (kirchlich nicht anerkannten) „Erscheinungsort“ zufrieden geben. 

Um die Zweifel der Skeptiker zu zerstreuen, hatten die Sehermädchen um ein „Wunder“ bei der angeblichen Marienerscheinung gebettelt. Dieses Ereignis fand nach Auffassung der Anhänger am 18. Juli 1962 statt und steht als Filmdokumentation in geringerer Bildqualität zur Verfügung:

Siehe Videoquelle vom 18. Juli 1962: https://www.youtube.com/watch?v=2s7U2rG1mro

Was unter der Anhängerschaft höchst beeindruckt allein als „Hostie“ gedeutet werden kann, erweist sich für den nüchternen Betrachter eher als das Vorhandensein eines Drops oder sonstiger hell erscheinender Materie auf der Zunge der jungen Visionärin Conchita.

Dennoch beschreiben die Anhänger den Vorgang überaus begeistert: „Plötzlich wurde ein weißes Licht auf ihrer Zunge sichtbar, das sich zu einer Hostie formte.“  (Quelle: http://docplayer.org/28890676-Botschaften-von-garabandal.html)

Drei Jahre später lässt ein Video vom 18. Juni 1965 in besserer Qualität tiefere Einblicke in den Ablauf dieser Präsentation gewähren. Auf dem Farbfilm ist zu erkennen, wie sich die „Hauptseherin“ Conchita ab Minute 5:23 ein weißes Objekt (Oblate ?) sehr schnell auf die Zunge legt, um es den neugierigen Zuschauern dann erheitert bis belustigt  zu präsentieren.

Siehe Videoquelle vom 18. Juni 1965: https://www.youtube.com/watch?v=oUVQKlD6Ci0

Der Film aus dem Jahr 1965 zeigt deutlich, wie sich das „Sehermädchen“ anscheinend geschickt ein Objekt in den Mund steckt, auf ihrer Zunge erscheinen lässt und danach breit grinsend präsentiert. Die alberne Art und Weise spricht für sich und wirft ein weiteres kritisches Licht nicht nur auf das „Kleine Wunder“ von 1962, sondern auf das gesamte unterirdische Theater in Garabandal.

Den nüchternen Betrachter wird das Video an eine ähnliche Szene erinnern, die aus dem italienischen Brindisi rund um den angeblichen „Seher“ Mario bekannt ist. Dort zieht dieser Trickser ebenfalls schnell ein helles Objekt aus Richtung Hosentasche, um es der wundersüchtigen Anhängerschaft zu präsentieren. (Das betreffende Video googelt unter dieser Überschrift: MARIO D‘ IGNAZIO FALSO VEGGENTE PASSO FALSO BECCATO!)

Um den schnell ablaufenden Vorgang aus Garabandal im Video aus dem Jahr 1965 besser betrachten zu können, sollte die Wiedergabegeschwindigkeit im Videoplayer herabgesetzt werden – siehe hier im Bildformat die beschriebene Szene aus dem genannten Video.

Unser Autor mit dem Pseudonym „GsJC“ ist seit Jahren als Leserkommentator im CHRISTLICHEN FORUM aktiv und unserer Redaktion persönlich bekannt  


Heroldsbach: Wie die „Königin der Rosen“ eine unbescholtene Bäuerin verteufelte

Von Felizitas Küble

Heroldsbach ist jener lange Zeit heißumstrittene „Erscheinungsort“ im Bistum Bamberg, der von 1949 bis 1952 zehntausende Pilgern aus ganz Deutschland anzog und sich zu einem ganz außergewöhnlichen Massenphänomen entwickelte.  

Die katholische Kirche hat diese „Privatoffenbarungen“ allerdings strikt abgelehnt – nicht allein der zuständige Bischof sprach sich damals klar dagegen aus:

Auch die römische Glaubenskongregation (zu jener Zeit noch „Hl. Offizium“ genannt) hat jene aufsehenerregenden Geschehnisse unmißverständlich als „nicht übernatürlich“ abgelehnt und die aktiven Anhänger unter den Priestern mit kirchlichen Strafen belegt; die Sehermädchen wurden kurzerhand exkommuniziert (aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen).

Heroldsbach ist zwar mittlerweile aus praktischen und pastoralen (seelsorglichen) Gründen eine diözesane „Gebetsstätte“, was aber nichts daran ändert, daß die Erscheinungen nach wie vor kirchlich nicht anerkannt sind, was dort auch ausdrücklich ausgeschildert ist.

Dennoch gibt es – vor allem in traditionellen Kreisen – nach wie vor erstaunlich viele „Heroldsbacher“, die fest von der Echtheit jener spektakulären Vorgänge überzeugt sind, wozu auch ein „Sonnenwunder“ gehört.  Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2016/06/11/die-marienerscheinungen-von-heroldsbach-und-das-sonnenwunder-vom-8-12-1949/

Bei Gesprächen mit Erscheinungsbewegten stellt sich heraus, daß diese Leute oft nicht ausreichend über die „Botschaften“ von Heroldsbach informiert sind, sondern schlicht meinen, die dortigen „Offenbarungen“ seien doch klar-katholisch, marianisch und konservativ ausgerichtet  – also alles paletti, das Ganze echt  – und die Kirche habe sich hierbei nun einmal geirrt.

Ballspiele mit Christkind und den Engeln…

Umgekehrt wird freilich ein Schuh draus  – hierzu einige Beispiele:

Daß die Heroldsbacher Erscheinungen nicht „von oben“ sein können, geht allein schon aus der Tatsache hervor, daß die „Seherkinder“ mit dem „Jesuskind“ und den „Engeln“ mehrfach Ballspiele veranstalteten sowie „Fangen“ spielten. Das ist der übernatürlichen Welt nicht würdig und angemessen.

Noch schlimmer ist die Verleumdung einer unbescholtenen Bäuerin aus dem Dorf als angeblich vom Teufel bessesen – und dies behauptete ausgerechnet die „Rosenkönigin“, also die vermeintliche Marienerscheinung, die übrigens ausdrücklich erklärte, sie sei „nicht die Rosenkranzkönigin“  –  was das wundersüchtige Publikum aber nicht weiter störte oder ins Grübeln brachte.

Nun zu jener Nachbarin, deren Acker durch die Seher und ihren Anhang zertreten wurde und die sich darüber völlig zu Recht beschwerte. Aber wer den Schaden hat, braucht für die Spott nicht zu sorgen – in diesem Fall noch schlimmer: sie wurde buchstäblich verteufelt.

Die „Frankfurter Hefte“ vom Mai 1952 haben folgendermaßen über diesen Vorgang berichtet:

„Eine Saat der Feindschaft ging (in Heroldsbach) auf. Auf dem (Erscheinungs-)Hügel ist ein Getreidefeld, dessen Rand aufs abscheulichste niedergetrampelt war….

Eines Tages schien die Madonna ihren Weg über dieses Feld nehmen wollen  – und die Kinder, ihr folgend, zertraten die Saat. Die Frau, der das Feld gehörte, rief: „Die Heiligen dürfen darüber, aber ihr nicht, schont doch mein Getreide!“

An einem der nächsten Tage erklärten die Kinder, die Madonna habe gesagt, die Frau sei der Teufel. Am Abend kam es zu einem wilden Tumult auf dem Berg. Die Laienkommission, die Kinder und die Gläubigen beteten beim Abnlick der Frau schreiend die Teufelsaustreibung, die Kinder riefen, sie sähen den Teufel in Person…Die Menge hätte um ein Haar die Frau erschlagen.

Der Ortspfarrer streute Gerüchte aus über die Frau, die zu einem Prozeß führten, bei dem er schließlich widerrief.“

Es bedarf gewiß einer großen Geistesverwirrung, um zu glauben, solch gefährlicher Unfug  – an dem sich der erscheinungssüchtige Pfarrer sogar noch beteiligte  –   stamme vom Himmel.

Jene Verschwörungstheorien, die behaupten, das Bistum Bamberg habe den Vatikan damals (in den 50er Jahren) falsch informiert bzw. hinters Licht geführt, sind nicht stichhaltig, denn um diese „Botschaften“ zu verurteilen, waren beileibe keine „Fälschungen“ nötig, da diese absurden „Visionen“ in ihrer Originalfassung schon für sich bzw gegen sich sprechen!

Vor mir liegt das Buch „Heroldsbach – eine mütterliche Mahnung Mariens“ (siehe Foto) von Christel Altgott, es erschien 1957 und ist natürlich komplett unkritisch. Umso aufschlußreicher sind die dort enthaltenen Informationen (von denen keiner behaupten kann, Skeptiker hätten sie ausgestreut).

Hierzu einige Beispiele:

Seite 11: Es wird berichtet, daß die Seherkinder im Auftrag von Prof. Faulhaber an die Erscheinung die Frage richten sollen: „Bist Du die Assumpta?“ (Das ist lateinisch und bedeutet gemäß dem Dogma: „Bist Du die in den Himmel aufgenommene Madonna?“)

Worauf die Erscheinung laut Seherkinder geantwortet haben soll: „Nein, ich bin es nicht, ich bin die Gottesmutter, die Himmelsmutter.“

Nun hat die Buchautorin natürlich ein Erklärungsproblem. Die Ausrede, die Madonna sei des Lateinischen nicht mächtig, wäre allerdings lächerlich. Aber es sei eben so, daß Maria sich in Heroldsbach nicht speziell als Assumpta verehrt wissen will, sondern als Gottesmutter“, läßt uns die Verfasserin wissen…

Seite 17 und 18: Es wird berichtet, daß sich die Erscheinung – nachdem sie ja offenbar keine „Assumpta“ ist – wie folgt selber definiert:

„Ich bin die Königin der Rosen, ich bin die Rosenkönigin. Verwechselt es nicht mit der Rosenkranzkönigin.“

Somit wird die Assumpta-Verwirrung noch gesteigert,weil die Erscheinung keinesfalls mit der „Rosenkranzkönigin“ verwechselt werden will. Ob diese merkwürdige Erscheinung  vielleicht d e s h a l b  laut Angaben der Seherkinder einen „schwarzen“ (!) Rosenkranz trägt…?

Jenseitige Drohung für die Kirchenleitung

Seite 40: Typisch für Falschmystik ist das „Zuckerbrot-und-Peitsche“-Prinzip nach dem Motto: Wer an diese Erscheinungen glaubt, wird mit Gnaden überschüttet, wer sich weigert, muß mit drakonischer Strafe rechnen – genauer: mit der Todesstrafe „von oben“.

Der „ganz mit Wunden bedeckte Heiland“ erschien angeblich den Kindern und „klagte, daß die Obrigkeit an das Erscheinen auf diesem Berg nicht glaube. Er gab den Pilgern den besonderen Segen und sagte: „Sie werden erst glauben, wenn Ich sie hinwegraffe.“

Merkwürdig erscheint auch der Heroldsbacher „Segen“ für die Pilger:

Seite 41: „Während dieser Geschehnisse flog (!) der Hl. Geist den Segen“.

Bezeichnend überdies Seite 44: Die „Gottesmutter“ habe erklärt: „Jetzt ist es zu spät, daß sich die Menschheit noch bekehren wird. Es ist der letzte Ruf, den wir hier an sie gerichtet haben.“

Seit Jahrzehnten bekommt man von allerlei Visonärinnen zu hören, die ihnen gewährte „Warnung“ sei der allerletzte Mahnruf des Himmels….

Auf Seite 41 erfährt man auch, daß die Seherkinder „das Vaterunser beteten, welches der göttliche Heiland mit uns sprach.“

Wie bitte? Christus hat gebetet: „Vergib uns unsere Schuld“…? – Zudem: Von welchem „Bösen“ muß Christus denn der göttliche Heiland „erlöst“ werden?

Die Sache ist nicht vergleichbar mit der biblischen Vaterunser-Belehrung Christi, nachdem die Apostel ausdrücklich fragten: „Herr, wie sollen wir beten?“  – Christus hat ihnen das Vaterunser lediglich vorgesprochen, damit sie es kennenlernen, ohne es mit ihnen zusammen zu beten.

Schon diese wenigen Beispiele belegen, daß die Erscheinungen von Heroldsbach nicht „von oben“ sein können; es handelt sich bestenfalls um Fantasieprodukte oder um Phänomene bzw. Täuschungsmanöver von „unten“  –  oder beides miteinander vermischt.

Weitere Hintergrund-Infos zu Heroldsbach hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/08/heroldsbach-und-die-%e2%80%9ehimmelsvisionen%e2%80%9c/


Die „Erscheinungen“ von Schio enthalten viele irreführende Botschaften

Von Felizitas Küble

Heute ist für die Anhänger der  – kirchlich nicht anerkannten –  Erscheinungen von San Martino de Schio ein wichtiger Tag, denn am Palmsonntag fand in diesem norditalienischen „Gnadenort“ um 15 Uhr die „Weihe Europas an das Unbefleckte Herz Mariens“ statt, dem sich möglichst viele Menschen „geistig anschließen“ sollten.
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Der am 2.9.2004 verstorbene „Seher“ Renato Baron will seit 1985 hunderte von Christus- und Marien-Visionen erlebt haben; jene angeblichen Botschaften des Himmels werden vierteljährlich in der Zeitschrift „Königin der Liebe“ wiederholt und ausgelegt.
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Zudem wird dabei über allerlei wundersame Ereignisse berichtet, die sich in Shio ereignet haben sollen, z. B. „übernatürlicher“ Rosenduft am „Gnadenbrunnen“, eine atmende, gleichsam lebendige Jesuskind-Statue und dergleichen Mirakel mehr.
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Die von Renato Baron gegründete „Marianische Bewegung Königin der Liebe“ hat  – wie bereits erwähnt – keine kirchliche Approbation (Erlaubnis, Gutheißung, Anerkennung) erhalten. Das scheint die leichtgläubigen Anhänger nicht weiter zu stören; anscheinend ist diese Privatoffenbarung für sie eine Art „fünftes Evangelium“, wie man das bei den Apparationisten (Erscheinungsbewegten) öfter erlebt.
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Nehmen wir als Beispiel für die inhaltlich teils banalen, teils theologischen unsinnigen Aussagen eine x-beliebige Ausgabe der Zeitschrift „Königin der Liebe“, nämlich das Heft Nr 99: http://www.reginadellamore.org/wp-content/uploads/2016/12/99-Ko%CC%88nigin-der-Liebe.pdf
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Auf S. 6 wird eine Marienbotschaft an Renato Baron vom 13. Juli 1991 zitiert, worin es u.a. heißt:
 „Meine Kinder, ihr seid die Werkzeuge für meinen mütterlichen Heilsplan. Danke, weil ihr mich tröstet und bereit seid, mit mir zu arbeiten. Gemeinsam werden wir das Schöpfungswerk zu seinem ursprünglichen Glanz zurückführen, indem wir jeden Menschen zur Heiligung führen.
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Christus ist offenbar überflüssig, der göttliche Heilsplan wird durch einen „mütterlichen“ ersetzt. Die Botschafts-Anhänger werden also gemeinsam mit der „Madonna“ das Schöpfungswerk „zu seinem ursprünglichen Glanz zurückführen“ – und dabei nichts weniger als „jeden (!) Menschen zur Heiligung führen“.
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Diese Aussagen sind von satanischem Hochmut geprägt, weil sich hier Geschöpfe anmaßen, Gottes Heilswerk ausführen zu können – und zudem wird indirekt die Allerlösung gelehrt, denn der erscheinungsbewegte Fanclub mit der angeblichen Himmelsmutter an der Spitze führt ja immerhin „jeden“ Menschen zur „Heiligung“ – und damit logischerweise auch zum Heil. Die Hölle hat offenbar ausgedient!
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Auf derselben Seite 6 wird eine weitere Marien-Botschaft  – jene vom 17. Juli 1991 –  zitiert:
„Ich erlange euch die Gabe des Heiligen Geistes, die es euch erleichtert, das Wort Gottes aufzunehmen, das euch leben lassen wird, damit sich durch euch die ganze Erde erhelle und sich der große Wunsch Jesu verwirkliche: Seine Liebe in jedem Menschen wachsen zu lassen.“
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Tatsache ist hingegen, daß wir die „Gabe des Heiligen Geistes“ bereits durch die Taufe erhalten; zudem die Sieben Gaben des Hl. Geistes durch das Sakrament der Firmung – und nicht durch eine Marienerscheinung oder den (Irr-)Glauben daran.

Falschmystisches Verdrängungs-Prinzip

Hier zeigt sich beides Mal deutlich das für die Falschmystik typische Verdrängungs-Prinzip: Bewährte Glaubenswahrheiten werden durch irreführende, aber fromm klingende Aussagen verdeckt und an den Rand gedrängt – genauer gesagt: ersetzt.
Auf S. 12 ist ein weiteres typisches Merkmal der Falschmystik deutlich erkennbar, nämlich ein falsches Sendungsbewußtsein. Am 6.1.1996 soll Jesus dem Seher Baron folgendes geoffenbart haben:

„Ich habe euch in das größte Werk eingefügt, das Gott der Kirche schenken will. Es ist der Weg der göttlichen und menschlichen Liebe, der den Namen Maria trägt. Die wahre Offenbarerin meines Werkes der Liebe, die Unbefleckte des Heiligen Geistes, wird mit ihrem brennenden Herzen das ganze Feuer der göttlichen Liebe schenken. Das Werk wird die Kirche retten…Das kleine Heer muss alle Heiligkeit der Geschichte in sich zusammenfassen. Jedes Mitglied wird auf seinen Schultern die Kreuze aller jener tragen, die das Heil zurückweisen. Darum wird, wer dies annimmt, heilig sein.

Alles klar: Die Anhängerschaft von Schio „wird die Kirche retten“, ist dies doch „das größte Werk, das Gott der Kirche schenken will“. – Natürlich soll die fromme Schar bzw. das „kleine Heer“ nichts weniger als „alle Heiligkeit der Geschichte in sich zusammenfassen“   –  und sie bewähren sich (wie in diesen Kreisen üblich) als besonders großartige Opferseelen  –  und wer zur getreuen Schar dieser Sühneseelen gehört, „wird heilig sein“  –  aber sicher doch!

So wird zu all den Irrtümern noch dazu eine gefährliche, vermessentliche Heilssicherheit gelehrt – ja sogar eine Heiligkeitsgewißheit. Damit wird ein verhängnisvoller Sumpfboden für geistlichen Hochmut und für Verblendung gelegt.

Doch das ist bei derlei „Botschaften“ bekanntlich nichts Neues unter der Sonne.


Medjugorje: „Maria“ verkündet die Allerlösung

Von Felizitas Küble

Jene erscheinungsfrommen Katholiken, die  –  durchaus zu Recht – mit dem Progressismus und theologischen Liberalismus nichts am Hut haben, können anscheinend die offensichtlichen Irrlehren der „Madonna“ von Medjugorje problemlos schlucken, handelt es sich doch um angebliche „Botschaften des Himmels“.

Zur Seherschar dieser kirchlich nicht anerkannten Erscheinungen gehört die Visionärin Mirjana Dragicevic-Soldo, eine verheiratete Familienmutter aus der Pfarrei Medjugorje (Bosnien-Herzegowina). 

Jetzt hat das Medjugorje-Zentrum die „Jahresbotschaft“ veröffentlicht, welche der Seherin stets am 18. März (ihrem Geburtstag) zuteil wird.

Wir zitieren den vollen Wortlaut der heutigen „Marienpredigt“:

„Liebe Kinder! Mein irdisches Leben war einfach. Ich liebte und freute mich an kleinen Dingen. Ich liebte das Leben – das Geschenk von Gott – obwohl Schmerz und Leid mein Herz durchbohrt haben.

Meine Kinder, ich hatte die Kraft des Glaubens und des grenzenlosen Vertrauens in die Liebe Gottes. All jene, die die Kraft des Glaubens haben, sind stärker. Der Glaube bewirkt, gemäß dem Guten zu leben, und dann kommt das Licht der Liebe Gottes immer zum gewünschten Moment. Das ist die Kraft, die in Schmerz und Leid unterstützt.

Meine Kinder, betet für die Kraft des Glaubens und vertraut auf den himmlischen Vater und fürchtet euch nicht.

Wisset, dass keines der Gottesgeschöpfe verloren gehen wird, sondern für immer leben wird.

Jeder Schmerz hat sein Ende und dann beginnt das Leben in der Freiheit dort, wo alle meine Kinder hinkommen, wo alles zurückgegeben wird. Meine Kinder, euer Kampf ist schwer. Er wird noch schwerer, ihr aber, folgt meinem Beispiel. Betet für die Kraft des Glaubens; vertraut auf die Liebe des himmlischen Vaters.

BILD: Das fundierte BUCH „Der Medjugorje-Betrug“ (570 Seiten) gibt es bei uns zum Sonderpreis von 15,80 € (statt des Ladenpreises von 19,80 €)

Ich bin bei euch, ich offenbare mich euch, ich ermutige euch. Mit unermesslicher mütterlicher Liebe liebkose ich eure Seele. Ich danke euch.“

Abgesehen von der sentimentalen Kitsch-Sprache fällt auf, daß hier nirgendwo von Christus die Rede ist. Doch die Krönung des Irrtums ist zweifellos die Behauptung, daß „keines der Gottesgeschöpfe verloren gehen wird, sondern für immer leben wird.“

Damit leugnet diese vermeintliche Himmelsmutter die Existenz der Hölle, die biblisch eindeutig bezeugt ist –  und sie widerspricht damit Christus, der die Menschen mehrfach eindringlich vor der ewigen Verdammnis bzw. Verlorenheit warnte. Daher kann es sich bei diesem Erscheinungsphantom keineswegs um die Mutter des HERRN handeln.

Quelle: http://89583.eu1.cleverreach.com//m/7036149/596291-ec7b2dcbb37a32429a72efa259d573fb

 


Erzbistum München distanziert sich von „Marienerscheinungen“ des Sizilianers Caputa

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PRESSEMITTEILUNG der Erzdiözese München vom 26.2.2018:
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Klerikern wird Teilnahme an vermeintlichen Erscheinungen und Unterstützung für sogenannten Seher untersagt
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Das Erzbistum München und Freising distanziert sich von angeblichen Marienerscheinungen in Walpertskirchen (Landkreis Erding) und Unterflossing (Landkreis Mühldorf).
Salvatore Caputa, der behauptet, ein Seher zu sein, gibt vor, dass ihm dort die Gottesmutter erschienen sei bzw. zu ihm vorab bekannten Terminen erscheine.
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Um nicht den falschen Eindruck zu erwecken, dass es sich bei den angeblichen Erscheinungen um kirchlich anerkannte Vorgänge handele, verbietet das Erzbistum allen Klerikern, auf dem Gebiet der Erzdiözese in zeitlichem oder örtlichem Zusammenhang mit den Auftritten Caputas Gottesdienste zu leiten sowie als Kleriker erkennbar an Gottesdiensten oder Versammlungen teilzunehmen.
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Caputa dürfen keine kirchlichen Räume, Liegenschaften oder Infrastruktur zur Verfügung gestellt oder sonstige Arten der Unterstützung gewährt werden.
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Seit 2015 tritt Salvatore Caputa als sogenannter Seher mit angeblichen Marienerscheinungen in der Erzdiözese München und Freising auf, zunächst in Walpertskirchen, seit Frühjahr 2017 in Unterflossing.
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Diese Vorgänge wurden seitens des Erzbistums geprüft unter Zuhilfenahme eines eigens angefertigten Gutachtens des Lehrstuhls für Dogmatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
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Dieses beurteilt die sogenannten Erscheinungen „angesichts der Ungereimtheiten, die im Zuge der Ereignisse um Herrn Salvatore Caputa auftauchen“ als „äußerst fragwürdig“. Das Gutachten hält es angesichts der „Theatralik“ der Inszenierungen, der Selbstdarstellung des vorgeblichen Sehers und des Inhalts der angeblichen Botschaften für naheliegend, dass der Beweggrund für die Auftritte lediglich darin liege, dass Caputa „die öffentliche Anerkennung sucht“, nicht aber in tatsächlicher Offenbarung.
Damit kommt das Gutachten zum gleichen Schluss wie auch die italienischen Diözesen Mantova und Bozen-Brixen, in denen Caputa zuvor aktiv gewesen war. 
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Quelle: https://www.erzbistum-muenchen.de/news/bistum/Kirche-distanziert-sich-von-angeblichen-Marienerscheinungen-32226.news
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HINWEISE:
Unsere Autorin Felizitas Küble hat in der Zeitschrift THEOLOGISCHES vor fünf Jahren bereits vor Caputas irrgeistigen Phänomenen gewarnt  – hier ist dieser Artikel online: 
https://charismatismus.wordpress.com/2013/04/24/seher-caputa-aus-sizilien-erwartet-am-samstag-auf-dem-schlosberg-von-st-leonhard-in-karnten-wieder-eine-marienerscheinung/
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Zum Umfeld Caputas gehört auch der selbsternannte Visionär Julius Möhler: https://charismatismus.wordpress.com/2018/02/27/s-caputa-julius-moehler-co-erhalten-in-walpertskirchen-den-kuss-der-madonna/

S. Caputa, Julius Möhler & Co. erhalten in Walpertskirchen den „Kuss der Madonna“

Von Felizitas Küble

Auf der erscheinungsfixierten Webseite „Herz Mariens“ finden sich reihenweise Zeugnisse von selbsternannten Visionären und „Begnadeten“, die nicht nur von einer Erscheinungsstätte zur anderen laufen, sondern auch selber ein Stelldichein mit der Jungfrau Maria erfahren haben wollen.

So berichtet dort z.B. ein Julius Möhler aus Wertingen (https://herzmariens.ch/Zeugnisse_persoenlich/22.htm) im „Zeugnis Nr. 22“, wie er am 12. September 2015  im bayerischen Walpertskirchen eine „Erscheinung unserer Himmelskönigin“ erlebte.

Dies geschah anläßlich eines Treffens der (aber)gläubigen Anhängerschar des italienischen „Sehers“ Salvatore Caputa. (Unsere ausführliche Kritik an diesen kirchlich abgelehnten Caputa-Erscheinungen siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/04/24/seher-caputa-aus-sizilien-erwartet-am-samstag-auf-dem-schlosberg-von-st-leonhard-in-karnten-wieder-eine-marienerscheinung/)

Der Ort dieser übersinnlichen Geschehnisse war  – so Möhler –  „ein Bauernhof mit einer eigenen Kapelle und einem neu geweihten Gnadenbrunnen“.

Möhler stand nach eigenen Angaben neben der Kapelle, als er um 15,40 Uhr etwas Besonderes erlebte:  „Der Heilige Geist wirkte in mir mit dem Gedanken, unsere Himmelskönigin ist bereits anwesend unter der Menschenmenge!“

Er sah sodann in ca 15 m Entfernung „genau vor der weißen Wand der Garage“ eine gar wunderhübsche Frau mit einem „creamfarbenen Schleier“ und einem  „sandfarbenen Kleid“, deren Blick laut Bericht „unaufhörlich auf mich gerichtet“ war.

Allerdings war dies nicht die erste Vision Möhlers: „In Marpingen hatte ich am 20. Juni 1999 unsere Liebe Frau, unsere aller Mutter Gottes schon einmal gesehen.“

Daß die Kirche bzw. der zuständige Trierer Bischof jene offensichtlich unsinnigen Erscheinungen zu Mapringen  nicht anerkannt hat, ficht die erscheinungsbewegte „Restarmee“ freilich nicht an. Der Autor bezeichnet Maria sodann als „unsere Mitterlöserin-Himmelskönigin Mutter Maria“ (der Ausdruck „Mitterlöserin“ mit zwei „t“ steht im Original). – Näheres über die Causa Marpingen hier: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/07/erschien-die-himmelskonigin-in-marpingen/

Jene angebliche „Himmelskönigin“ hatte sodann  –  wie der wundersüchtige Verfasser weiter schreibt  –  „jeden anwesenden Pilger auf die Stirn geküsst, mit der Bitte, diese Liebe an die Familien und nahestehenden Menschen weiterzugeben!“

So macht in diesen Kreisen also der Madonnen-Kuß die Runde  –  denn so entspricht es ja dem erwähnten Wunsche jener vermeintlich himmlischen Dame.