Graphologin bestätigt: Anonymer Brief von 1962 zu Garabandal ist nicht von Pater Pio

Obwohl die “Marienerscheinungen” von Garabandal (Spanien) Anfang der 60er Jahre kirchlich nicht anerkannt sind, hält sich seit Jahrzehnten ein “harter Kern” unerschütterlicher Anhänger dieser angeblichen “Botschaften des Himmels”.

Ein in der “Garabandal-Szene” viel beachtetes Datum ist der 3. März 1962.

Kein Geringerer als der von vielen Katholiken verehrte, 1968 verstorbene und im Jahr 2002 heiliggesprochene Pater Pio soll sich an diesem Tag in einem anonymen, in italienischer Sprache gehaltenen Brief an die vier “Garabandal-Seher” gewandt haben. 3341030867_659e6e056e

In diesem inzwischen in vielen Übersetzungen weit verbreiteten und im Internet kursierenden Brief bestätigt Pater Pio angeblich die Echtheit von “Garabandal” und eine Anerkennung der Ereignisse nach Eintreffen, obwohl es dann zu spät sein soll.

Dass es sich bei diesem anonymen Brief um ein Schreiben von Pater Pio handeln soll, wurde der “Hauptseherin” Conchita Gonzales angeblich auf ihre Nachfrage von der “Gottesmutter” bei einer Erscheinung bestätigt.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass es sich um die gleiche “Gottesmutter” handelt, die Conchita bereits die “neuen Augen” für den blinden, aber inzwischen verstorbenen Joey Lomangino versprochen hat, sowie die Botschaft über das “Datum der Warnung im Geheimnis Gottes”, welches nachgewiesenermaßen auch der verstorbenen “Seherin” Mari Loli bekannt gewesen sein soll.

Dieser im Original der Garabandal-Hauptseherin Conchita Gonzales vorliegende anonyme “Pater-Pio-Brief” von 1962 wird von dem Amerikaner Glenn Hudson über ein Forum verbreitet, in dem er aktiv mitwirkt und als offizielles Internetsprachrohr von Conchita Gonzales fungiert und anerkannt ist.

Quelle: http://motheofgod.com/threads/dedicated-garabandal-resource.4263/page-2

Nachstehend der Link auf den Brief in Originalgröße in der von Glenn Hudson verbreiteten Fassung: http://www.gelobtseijesuschristus.mynetcologne.de/Padre_Pio.pngOriginal_rechts_Pater_Pio

Bei einer ersten Internetrecherche zu diesem anonymen Brief fiel auf, dass das Schriftbild erheblich von einem weiteren Schriftdokument abweicht, das von Pater Pio im Netz zu finden ist.

Dieses Schriftdokument wurde von Frau Dr. Lidia Fogarolo, eine anerkannten italienischen Graphologin, Expertin für Handschriften und Direktorin der “Morettian Graphology School in Padua – Italy” ins Internet gestellt.

Es lag also nichts näher, als Frau Dr. Fogarolo das anonyme Schriftstück zuzusenden und um eine Stellungnahme als Expertin zu dem angeblich von Pater Pio handgeschriebenen “Garabandal-Brief” aus dem Jahr 1962 zu bitten. In ihrem Antwortschreiben vom 1. Dezember 2014 teilt sie unter anderem mit:

“….,the handwriting you sent me is not of Padre Pio.”

Darüber hinaus verweist Frau Dr. Fogarolo auf ein weiteres , ihr vorliegendes Buch mit dem Titel “Dolcissimo Iddio” und 41 Handschriften von Pater Pio, wovon nicht eine (!) Handschrift dem anonymen Brief von Pater Pio gleicht.

Zitat aus dem besagten Antwortschreiben:

“I have another book, “Dolcissimo Iddio”, that conteins 41 letters of him; and none is comparable to that you sent me.”

Weiterhin den Beweis führend, dass das anonyme “Garabandal-Schriftstück” aus dem Jahr 1962 nicht von Pater Pio stammen kann, fügt Frau Dr. Fagarolo der Antwort die Kopie eines Schreibens von Pater Pio aus dem Jahr 1963 bei, das sie dem Buch von Nicola Lamacchia, “Sulle orme di Padre Pio”, entnommen hat.

Somit ist auch ein Schriftenvergleich auf der Grundlage sich verändernder Schriftbilder mit fortschreitendem Lebenszeitalter gegeben.

Der im nachstehend verlinkten Bild auf der rechten Seite zu sehende Text wurde von Pater Pio im Jahr 1963 im Alter von 76 Jahren geschrieben – somit ein Jahr nach dem anonymen “Garabandal-Schreiben” aus dem Jahr 1962: http://www.gelobtseijesuschristus.mynetcologne.de/Original_rechts_Pater_Pio.png

Selbst für einen in der Graphologie unkundigen Laien ist leicht zu erkennen, dass die gegenübergestellten Schriftbilder erheblich voneinander abweichen und der Text auf der linken Seite nicht von Pater Pio stammen kann, so wie es auch die italienische Expertin bestätigt hat. 

Dieser Artikel und die Recherche hierzu stammen von unserem langjährigen Autor “GsJC”, der uns persönlich bekannt ist.

 


“Garabandal” und die Geheimniskrämerei um das Datum der “Warnung”

Jahrzehntelanges Verwirrspiel der Garabandal-“Seher” entlarvt

Hinter diesem geheimnisvollen Datum verbirgt sich das von Anhängern der Garabandal-“Erscheinungen” seit Jahrzehnten sehnsüchtig erwartete Ereignis der weltbewegenden “Warnung”.

Dieses einzigartige religiös-dramatische Geschehnis bietet neben der bekannten Gewissenschau, die auch tödlich enden kann und tausend Mal schlimmer als ein Erdbeben sein soll, eine Nacht der Schreie, nebst Stillstand aller Motoren und kurze Zeit danach ein in Garabandal Bsp-7stattfindendes einzigartiges “Wunder”.

Der Zeitpunkt dieser globalen “Warnung”  –  Experten sprechen in diesem Zusammenhang von “Zeiten und Fristen”   –  ist jedoch so geheim, dass weder dem “himmlischen Sohn” (!) noch der “himmlischen Mutter” bekannt ist, wann dieses Ereignis eintreffen soll.

Als Geheimnisträger wird nach den “Botschaften” aus Garabandal allein der “himmlische Vater” genannt, da der Zeitpunkt der “Warnung” einzig (!) im “Plan des allmächtigen Gottes” verborgen liegt.

So steht es auf den Internetseiten der Experten   –  und so wird dieses zukünftige Geschehnis auch weiterhin von unbelehrbaren “Garabandal-Anhängern” verbreitet und beworben, die selbst nach dem unerwarteten Tod von blinden Joey Lomangino noch von einer “Großen Warnung” und dem darauf folgenden “Großen Wunder” träumen.

Die “Botschaft” über den im “Plan des allmächtigen Gottes” verborgenen Zeitpunkt der “Großen Warnung” stammt angeblich von der “Gottesmutter”. So verbindlich sagte es die “Hauptseherin” Conchita Gonzales am Tag nach der letzten Erscheinung im November 1965 dem Buchautor Albrecht Weber, der auch Inhaber des WETO-Verlags in Meersburg ist. (Quelle: http://www.garabandal-zentrum.de/html/body_warnung_-_das_aviso.html) christus

Albrecht Weber ist ein in der “Garabandal-Szene” anerkannter “Experte” mit Zweitwohnsitz in Garabandal. DerAutor hat zum Thema einige Bücher veröffentlicht und verfügt über beste Kontakte zur Garabandal-Hauptseherin Conchita Gonzales und ihrem Internetsprachrohr, dem Amerikaner Glenn Hudson.

Da die Begleiterscheinungen rund um die globale “Warnung” auf den ersten Blick sehr gewichtig, dramatisch, einschüchternd und beeindruckend klingen, werden sie so manche empfindsame Seele davon abhalten, dieses wohlgehütete Geheimnis kritisch zu hinterfragen.

Denn wer wird sich schon gerne mit dem “Himmel” anlegen, wenn von Anhängern so gewichtige Persönlichkeiten wie Papst Paul VI. und Pater Pio als vermeintliche Zeugen für die Echtheit des “Garabandal-Spektakels” angeführt werden?

Datum der Warnung: Garabandal-Ente

Daher folgt hier nun eine Zusammenfassung der bekannten Fakten. Es wird sich herausstellen, dass es sich auch bei diesem “Geheimnis”, das so tief im “Plan des Allmächtigen” verborgen liegt, nur um eine weitere, von den Anhängern sorgsam gepflegte, sich selbst entlarvende und überaus alberne “Garabandal-Ente” handelt.???????

So stellt sich hierzu die interessante Frage: Was dürfen der “göttliche Sohn” und die “himmlische Mutter” wissen, was nicht auch jeder Sterbliche weiß, der sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzt?

Dabei ist die Antwort auf eine Frage erhellend, welche die im Jahr 2009 verstorbene “Seherin” Marie Loli über den Zeitpunkt dieses Ereignisses gab und über welches Wissen die “Hauptseherin” Conchita Gonzales dann sinnigerweise auch verfügen muss. Ein Wissen freilich, das doch angeblich so geheim im “Plan des Allerhöchsten” verborgen ist, dass selbst der “SOHN” und die “Mutter”  n i c h t darüber in Kenntnis gesetzt sind.

Unter der genannten Quelle lässt sich Albrecht Weber im Überschwang der Begeisterung für “Garabandal” und dem Versuch, dieses Geheimnis zu erklären, sogar dazu hinreißen, die Geheimnistuerei des “himmlischen VATERS” um dieses Datum mit Matthäus 24,3-12 und der Apostelgeschichte 1,7 zu vergleichen:“Apg 1,7: Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.”pic_526a50cce0863

Wie sehr dieser herbeigezogene Vergleich betreff des Zeitpunkts der “Warnung” nicht nur hinkt, sondern hinfällig ist, sei hier erläutert: 

  1. Der “Hauptseherin” Conchita Gonzales soll das genaue Datum des “Wunders” mit Tag, Monat, Jahr und Stunde bekannt sein. Dieses Ereignis soll an einem “Donnerstag um 20.30 Uhr” in Garabandal stattfinden. Wobei Conchita  –  einst vom zuständigen Bischof zum Datum des “Wunders” befragt  –  an einer merkwürdigen Erinnerungslücke litt, die ihr im nachhinein sehr peinlich war.  Zudem verschwand vor dieser Befragung ein Brief mit dem “Wunder-Datum” an das bischöfliche Ordinariat von Santander auf rätselhafte Weise. Diese peinliche Empfindung hielt die “Hauptseherin” aber kurze Zeit später nicht davon ab, sich auskunftsfreudig gegenüber weder zuständigen noch in der Verantwortung stehenden Personenkreisen über Zeiträume (Fristen ) zu äußern, in denen das “Wunder” zu erwarten ist. So legt die “Hauptseherin” wohldokumentiert fest, dass das “Wunder” nur in den Monaten März, April, Mai und dann nur zwischen dem 8. und dem 16. des Monats stattfinden kann.

Zitat:  On August 10, 1971, while talking to a group of Americans, she (Conchita Gonzales) offered this revealing information: “It (the miracle) will take place on or between the eighth and sixteenth of March, April or May. It will not happen in February or June.”

Quelle: http://www.garabandal.us/prph_great_miraclemedia-377708-2

  1. Die im Jahr 2009 verstorbene “Seherin” Marie Loli antwortet in einem Interview am 27. Juli 1975 auf die Frage nach der “Warnung”, dass ihr das Jahr dieses Ereignisses bekannt ist, sie aber in ihrem Innern  f ü h l t, nicht darüber sprechen zu sollen, da die “Warnung” und das “Wunder”  i m   s e l b e n   J ah r  (!)  stattfinden werden (… are within the same year! ).

Zitat von Mari Loli aus jenem Interview:

  1. Did the Blessed Mother tell you not to speak about the Warning?
    A. No, she didn’t, but, because the Warning and the Miracle are within the same year, I feel it inside not to say anything.

Quelle: http://www.garabandal.us/pdfs/The-Warning-and-the-Miracle.pdf

Dem aufmerksamen Leser wird schon jetzt nicht entgangen sein, dass Mari Loli das Jahr der “Warnung” bekannt ist, obwohl Conchita 1965 gegenüber Albrecht Weber noch erklärt hat, dass dieses höchstgeheime “Warnungs- Datum” im “Plan des Allmächtigen” verborgen ist.

Da hat die “Erscheinung” vergessen zu ergänzen, dass es sich bei dem verborgenen Datum nur um einen Teil des geheimen Plans handelt, der sich lediglich auf Monat und Tag dieses Ereignisses beschränkt.

Aus diesen Informationen der “Seherinnen” können nachfolgende Schlüsse gezogen werden:0022

  1. Dem “HERRN” und seiner “Mutter” muss  –  wie auch Conchita  –  das Datum des “Wunders” mit Tag, Monat, Jahr und Stunde bekannt sein, da Conchita das Datum des “Wunders” von der “himmlischen Mutter” empfangen hat.
  2. Die verstorbene Marie Loli gab vor zu wissen, dass ihr das Jahr der “Warnung” bekannt ist. Da sie weiterhin mitteilte, dass die “Warnung” und das “Wunder” im selben Jahr stattfinden werden, musste Sie auch wissen, in welcher zeitlichen Frist (!) die dem “Wunder” vorausgehende “Warnung” zu erwarten ist. Diese Auskunft erhielt Mari Loli aus einem Interview der “Hauptseherin” Conchita aus dem Jahr 1971, worin Conchita das “Wunder” spätestens bis zum 8. Mai eines Kalenderjahres ankündigen muss.
  3. Der gleiche Schluss lässt sich auch auf Conchita anwenden – nur mit einem kleinen Rechenunterschied. Da Conchita der genaue Zeitpunkt des “Wunders” bekannt ist, abzüglich acht Tage Vorankündigung, kann sie den Zeitraum, die “Zeit und die Frist”  –  in der die “Warnung” zu erwarten ist  –  noch weiter eingrenzen.

Diese Informationen, die durch die “Seherinnen” selbst mitgeteilt wurden, lassen zusätzlich den logischen Rechenschluss zu, dass es ab dem 7. Mai eines Kalenderjahres nicht mehr zu einem der genannten Ereignisse (“Warnung” und “Wunder”) im Verlauf des Kalenderjahres kommen kann.

Das zeigt auch, wie absurd und lächerlich die “Warnungs-Ankündigungen” sind, die schon so oft von Anhängerseite und aus “Warnungs-Ir(r)land” zum Ende eines Jahres hin – ganz aufgeregt beschworen wurden.

Fazit:

Dieses “Große Geheimnis” um das Datum der “Großen Warnung”, das im “Plan des Allerhöchsten” verborgen sein soll, ist so geheim, dass es Conchita im günstigsten Fall auf die ersten 59 Tage des Kalenderjahres und im ungünstigsten Fall auf die ersten 127 Tage des Kalenderjahres präzise eingrenzen kann, da ihr angeblich der genaue Zeitpunkt des von ihr anzukündigen “Großen Wunders” bekannt ist.media-375643-2

Es ist bestimmt nicht zu viel vom Leser verlangt, daraus zu folgern, dass die tiefschürfende Erkenntnis über diese sehr präzisen “Zeiten und Fristen” (59 bis 127 Tage)  –  nicht nur Conchita, sondern auch dem “HERRN” und seiner “Mutter” bekannt sein dürften.

Dem himmlischen Vater zu unterstellen, hier eine “Daten-Geheimniskrämerei” gegenüber “Sohn und Mutter” zu betreiben, wobei es sich minimal um 59 Tage und maximal um die ersten 127 Tage eines nicht nur der sterblichen Conchita bekannten Kalenderjahres handelt, das ist schlichtweg nicht nur albern, sondern ist geeignet, den wahren Glauben der Lächerlichkeit preiszugeben.

So ist und bleibt das ganze “Garabandal-Theater” eine Inszenierung von unten, die sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter selbst entlarvt hat. Die Geschwätzigkeit der “Seherinnen” hat ihren Teil dazu beigetragen. Das wird die Unbelehrbaren jedoch nicht davon abhalten, sich weiterhin Hintertürchen zu suchen, um dieses Spiel aus trüben Quellen weiter zu pflegen.

So schaut auch Glenn Hudson, das Internetsprachrohr von Conchita Gonzales, ganz gespannt auf die im Oktober 2014 in Rom stattfindende, außerordentliche Bischofssynode und terminiert die “Warnung” nach diesem Ereignis. Er bezieht sich dabei auf eine “Botschaft” an die verstorbene Marie Loli, welche die “Warnung” bald nach einer wichtigen Synode angekündigt hat.

Blick in die Zukunft:

Es wird keine in Garabandal angekündigte globale “Warnung” geben. Ich sehe nur die Gefahr, dass ein jederzeit möglicher, erdgerichteter koronarer Massenauswurf (CME) die Erdatmosphäre farblich beeindruckend aufleuchten lässt (Polarlicht).

Einige aufgeregte “Warnungsjünger”, die seit Jahren nicht nur die ganze Verwandtschaft verrückt gemacht haben, könnten dann glauben, dass die “Warnung” im Anmarsch ist und vor lauter innerer Anspannung einen Herzinfarkt bekommen. Es würde dann unverhofft die Falschen treffen.

Ein solch beeindruckendes Ereignis  –  auch als “Fatima Storm” bekannt  –  fand im Januar 1938 statt. Nähere Infos sind unter den Stichworten “Aurora borealis 1938″ im Internet zu finden.

Ein “Wunder” wird es mit Sicherheit geben. Es wird dann eintreffen, wenn sich auch die “Hauptseherin” Conchita Gonzales aus diesem Erdenleben verabschiedet hat. Die noch verbliebenen Anhänger werden dann einsehen, dass ihnen kein “Großen Wunder” vergönnt ist, sondern sie vielmehr auf ihrer Rat- und Fassungslosigkeit sitzen bleiben.

Nach dieser Erkenntnis wird sich der Garabandal-Fanclub wirklich lang anhaltend “w u n d e r n”  dürfen, nachdem klar ist, daß er mehr als ein halbes Jahrhundert lang dem Lügentheater um ein “Wunder-Datum” aufgesessen ist, das es niemals gegeben hat.

Dieser Beitrag stammt von unserem, dem Leserkreis des CHRISTLICHEN FORUM seit Jahren bekannten Autor “GsJC”, dem wir für seine präzisen Recherchen herzlich danken.

 


Garabandal, der Tod des “blinden Joe” und die Einflußnahme von Conchitas Mutter

Aktuell finden in einigen erscheinungsbewegten Internetforen rege Diskussionen über das von der Anhängerschaft völlig unerwartete Ableben des blinden Joe Lomangino statt, der laut Garabandal-Botschaft beim künftigen “Wunder” geheilt sein werde.

Wie hier im “Christlichen Forum” vorausgesagt, versuchen die unbelehrbaren Anhänger, nach der ersten “Schockstarre” den Tod von Joe Lomangino im Sinne der “Botschaften” wieder hinzubiegen. DSC_1185-3

Es geht dabei um den Versuch, weg von der nicht erfüllten “Neue-Augen-Botschaft” zu kommen, die an Joe Lomangino gerichtet und jahrzehntelang von den Anhängern wie ein Gütesiegel gepflegt, für die Echtheit der “Botschaften” herhalten musste.

Anstatt in sich zu gehen und einzugestehen, dass die “Hauptseherin” Conchita Gonzales selbst eine in die Irre geleitete “Seherin” ist, wird von den Anhängern der Tod des getäuschten blinden Amerikaners zum Anlass genommen, sein Todesdatum zu verklären und in einen positiven Bezug zum Beginn der “falschen Botschaften” zu setzen.

Das “Garabandal-Spektakel” begann am 18. Juni 1961 mit einem “himmlischen Donnerschlag”, den die vier “Sehermädchen” bei den Apfelbäumen in Garabandal vernahmen.

Joe Lomangino verstarb am 18. Juni 2014.

Das ist nicht mehr als Zahlenspielerei auf niedrigem Niveau.

Dabei kann man die Zahl “18” auch so deuten, dass das Spektakel an einem 18. = 6+6+6 (666) begann und auch an einem 18. (666) ein überraschendes Ende fand.  0022

Lomangino sollte am Tag des “Großen Wunders” wieder sehen können. Dabei sollte er zuerst das “Große Wunder” mit den neuen Augen (!) selber schauen dürfen. Dass daraus nichts wird, dürfte unzweifelhaft feststehen.

Oder möchte jetzt noch jemand behaupten, dass sich Lomangino, wie ebenfalls jahrelang verbreitet wurde, nach der “Warnung” auf dem schnellsten Weg aus den USA nach “Garabandal” begeben wird, beim “Wunder” seine neuen Augäpfel empfängt, um dann dauerhaft (!) wieder sehen zu können? Geht es noch alberner und respektloser?

Voraussage als Lüge von unten entlarvt

Ja – denn diese Voraussage und Verheißung an einen blinden Mann, der Zeit seines Lebens hoffnungsvoll auf die Erfüllung des “himmlischen Versprechens” wartete, ist jetzt nicht nur als Lüge von “unten” enttarnt, sondern sollte zu allem Überfluss auch noch der “größeren Ehre Gottes” dienen.

Diese vollmundige falsche Ankündigung hat bestimmt nicht der “Größeren Ehre Gottes” gedient – eher wurde der Name Gottes im Zusammenhang mit diesem Spektakel missbraucht.

Die jahrzehntelang von den Anhängern gepflegte “Neue-Augen-Botschaft” aus angeblich “himmlischer Quelle”, die der Gottesmutter im Jahr 1964 zugeschrieben wurde, hat sich als Lüge  –  bestenfalls als unterirdisches und in die Irre führendes Märchen erwiesen.

Wie viele Jahre wird dieser gutgläubige blinde Mann nicht nur seinen mittlerweile erwachsenen Söhnen und seiner Frau vertrauensvoll von dem Versprechen erzählt haben, am “Tag des Wunders” wieder sehen zu können. Walberberg-DSC_0311-2-2-7

So wurde es ihm schriftlich im Jahr 1964 von Conchita Gonzales mitgeteilt.

Wie oft wird Joe Lomangino gehofft haben, auch seine Lieben in diesem Leben noch wirklich mit neuen Augen sehen zu dürfen.

Conchitas Äußerungen gegen “kirchliche Verbote”

Doch er wurde getäuscht. Getäuscht von einer “Seherin”, die bereits im Januar 1971, im Alter von 21 Jahren, sehr seltsame und widersprüchliche Aussagen in einem Rundbrief an ihre Anhängerschaft verbreitete und darin hochmütig Empfehlungen abgab, wie mit kirchlichen Noten und Verboten umzugehen ist.

Seit wann steht es einem katholischen (?) Laien zu, sich derart unqualifiziert und deplatziert zu “kirchlichen Noten und Verboten” zu äußern, noch dazu schriftlich und in einer sich widersprechenden Weise?

Dabei konnte sich diese kecke Anmaßung auf nicht mehr beziehen, als auf ein stimmungsmachendes und reißerisch aufgemachtes unterirdisches Spektakel aus Garabandal, das im Juni 2014 endgültig untergangen ist.

Quelle: Irmgard Hausmann. Die Ereignisse von Garabandal.1. Auflage 1972, Seite 190.

Zitat aus dem dort veröffentlichten Rundbrief der Garabandal-Hauptseherin Conchita Gonzales vom 1. Januar 1971:

“Liebe Mithelfer der heiligsten Jungfrau,
[…]
Laßt euch in Eurer Tätigkeit nie beeinflussen durch kirchliche Noten und Verbote. Seid aber immer den Befehlen des Heiligen Vaters und eurer Obrigkeit gehorsam.
[…]
gez. Conchita Gonzales

Ist es vorstellbar, dass ein Pater Pio, dem Gehorsam gegenüber der kirchlichen Obrigkeit über alles ging und der von den Anhängern so gerne mit dem “Garabandal-Spektakel” in Verbindung gebracht wird, derartige Aufrufe gegen Weisungen der kirchlichen Obrigkeit unterstützen würde? Sicher nicht! Wahrscheinlich würde er sagen: “Vade retro me, Satana!”

Die Einflußnahme von Conchitas Mutter Aniceta

Damit liegt Conchita Gonzales ganz auf der Linie ihrer Mutter, in deren Bestreben es ebenfalls lag, sich in Dinge einzumischen, die ihr als “brave Katholikin” nicht zustanden. DSC_0202-2-6

Aniceta Gonzales hat es durch ihre Einmischung immer wieder verstanden, die “Garabandal-Ereignisse” in eine von ihr gewünschte Richtung zu lenken und mit ihrer Verhaltensweise, nicht nur die vom zuständigen Bischof veranlasste Prüfung der Ereignisse zu torpedieren:

1. Aniceta hindert Conchita daran, noch im Ordinariat zum Bischof zurückzugehen, um ihm im Gehorsam das Datum des “Wunders” mitzuteilen, das ihr vor dem Bischof entfallen war. Anicata begründet dies mit einem Hinweis auf eine “Botschaft” der “Gottesmutter”, wonach Conchita dieses Datum dem Bischof nicht mitteilen darf.

Was die beiden Damen dann überhaupt beim Bischof wollten ist unklar, da es um das Datum des “Wunders” ging. Ein zuvor an den Bischof geschriebener Brief mit dem Datum, war auf unerklärliche Weise verschwunden.

Es ist davon auszugehen, dass der Brief an den Bischof nie geschrieben wurde und das Ereignis nach dem Besuch beim Bischof, seinen Ursprung im Reich der Phantasie von Mutter Aniceta hatte.

2. Aniceta hindert Conchita am weiteren Besuch der Klosterschule in Pamplona.

Grund: Der für Garabandal zuständige Bischof hatte es im Jahr 1966 “gewagt”, Conchita  –  ohne die schriftliche Genehmigung (!) ihrer Aniceta   –  in der Klosterschule noch einmal zu den Ereignissen zu befragen.

Maßlos überheblich hatte Aniceta zuvor ebenfalls versucht, die Oberin des Klosters darauf zu verpflichten, erst bei ihr um Genehmigung vorstellig zu werden, bevor autorisierte Vertreter der Kirche in den Anliegen von “Garabandal” zu Conchita vorgelassen werden.

So endete der Klosteraufenthalt von Conchita nach sieben Monaten, da es der für die Ereignisse zuständige Bischof und die Oberin des Klosters versäumt hatten, sich zuvor eine Besuchsgenehmigung bei Aniceta Gonzales einzuholen, deren Tochter Conchita kurz vor der Vollendung des achtzehnten Lebensjahres stand.

Quelle: Irmgard Hausmann. Die Ereignisse von Garabandal. 1. Auflage 1972. Seite 119.

Conchita Stellungnahme gegenüber Glenn Hudson

Aber das Drama geht weiter. Über Glenn Hudson, der von Conchita Gonzales als ihr “Internet-Sprachrohr” bezeichnet wird und dieser Dame (noch) geistig verfallen ist, äußert sich erstmalig die “Hauptseherin” nach dem unerwarteten Tod von Joe Lomangino zum Thema.

Der Inhalt des Telefongespräches wurde von Glenn Hudson in einem von ihm mitgeleiteten Internetforum am 25. Juni 2014 veröffentlicht.

Glenn Hudson hatte sich noch im April 2014 sehr weit aus dem Fenster gelehnt und die Kritiker dazu aufgefordert, sich bei der “Gottesmutter” zu entschuldigen. Am 23. Mai 2014 hatte Hudson auf eine Frage hin jedoch eingeräumt, dass ihn ein vorzeitiges Ableben von Joe Lomangino schockieren würde, da Joe Lomangino so ein wesentlicher Bestandteil der Prophezeiungen ist.

Ja – und was teilt die “Hauptseherin” Conchita Gonzales dem schockierten Glenn Hudson daraufhin mit: “In Garbandal geht es im wesentlichen darum, ein guter Mensch zu sein!”

Originaltext: “The message of Garabandal is just to be a good person.”
Quelle: http://motheofgod.com/threads/june-18-2014-joey-lomangino-has-passed-away.6191/page-8

Was für eine Antwort und was für eine “Erkenntnis”!
Nach diesem Telefonat wird Frau Conchita Gonzales das finstere Geheimnis um das “Große Wunder” und ein Datum, das acht Tage vorher verbreitet werden sollte, mit in das Grab nehmen. Mein Wort darauf.

Es reicht!

Der Autor dieses Beitrags schreibt seit Jahren aufklärende Artikel und Leserkommentare im “Christlichen Forum” unter dem Kürzel “GsJC”

Fotos Nr. 1,3,4 von Dr. Bernd F. Pelz

 


Garabandal: Die „Madonna“ erschien mit schwarzen Augen und 12 Pentagrammen

Von Felizitas Küble

Zunächst zum Fünfzack-Stern, auch Pentagramm oder Drudenfuß genannt: Dies ist bekanntlich ein kommunistisches Zeichen (Sowjetstern) oder ein laizistisches bis freimaurerisches Symbol, jedenfalls kein christliches Zeichen; es gilt vielmehr als Darstellung des “autonomen” Menschen (ohne Bindung an Gott und seine Gebote).

Man kennt das Pentagramm bereits aus dem alten Heidentum (Stern der Isis, Istar- und Venus-Symbol), zudem aus Revolutionen, aus dem Okkultismus, Spiritismus, der Esoterik usw.

Angesichts dessen sind folgende Fakten hinsichtlich der kirchlich nicht anerkannten “Marienerscheinungen” von Garabandal aufschlußreich: mtcarmelpic1

Das nach Angaben der Hauptseherin Conchita gezeichnete Gemälde von Isabel de Daganzo zeigt eine Madonnenfigur ohne Schleier, aber mit 12 Sternen um ihr Haupt: alles Pentagramme!  (Abgedruckt ist dieses Bild zB. vorne im Buch „Die Ereignisse von Garabandal“ v. Irmgard Hausmann.)

Die Malerin hat sich in diesem Detail durchaus nicht geirrt: Genau so erschien die Garabandal-“Maria” den vier Sehermädchen tatsächlich:

In dem Buch „Garabandal, der Zeigefinger Gottes“ (2. Auflage) von Albrecht Weber heißt es (Seite 43):

“Die vier Seherinnen beschrieben die sehr schöne Dame so: „Sie trägt ein weißes Kleid, das wie aus lauter weiß leuchtenden Blumen gewebt ist, einen blauen Mantel und eine Krone (Kranz) von 12 goldenen fünfzackigen Sternen, die wie spitze Kristalle funkelten.”

Auf S. 15 können wir in dem bereits erwähnten Garabandal-Buch von I. Hausmann über die erste Erscheinung „Unserer lieben Frau“ am 2. Juli 1961 lesen, diese habe ein „weißes Kleid und einen lichtblauen Mantel“ getragen:

“Sie trug keinen Schleier, sondern nur ein Diadem goldener Sterne über dem welligen, in der Mitte gescheitelten Haar von dunklem Kastanienbraun….Ihrem wunderschönen Gesicht nach scheint sie ungefähr achtzehn Jahre alt zu sein. Die Augen und Augenbrauen sind schwarz.“

Kindlicher Engel mit rosa Flügeln und schwarzen Augen

Auch der Engel, der schon vor der Madonna erschien, tritt mit schwarzen Augen auf. Die Visionärin Conchita schildert ihn wie folgt:

„Er hatte ziemlich große, rosafarbene Flügel. Seine Augen waren schwarz. Er hatte feine Hände und kurze Fingernägel. Er sah etwa neun Jahre alt aus, trotzdem wirkte er sehr stark.“ (Zitat aus dem Buch „Erscheinungen der Jungfrau Maria“ von Kevin McClure, S. 147)

Das Jesuskind, das “Maria” trägt, hat laut Hausmanns Garabandal-Buch (S. 15 f) blondes Haar und trägt einen Kronreif, aber keine Sterne um sein Haupt: „Bekleidet ist es mit einer blaßblauen Tunika.“

Aufschlußreich: “Christus” kommt in seiner Erscheinungsweise deutlich weniger gut weg als die “Madonna”: Sie trägt ein weißes Kleid und einen lichtblauen Mantel, er hingegen nur eine “blaßblaue” Tunika; sie hat 12 goldene Sterne um ihr Haupt, das Jesuskind keinen einzigen…1548

Abgesehen davon lebt Christus nicht als Kleinkind, sondern als erwachsener Gott-Mensch mit seinem verklärten Auferstehungsleib in der himmlischen Herrlichkeit.

Warum sollte ER  –  der gekreuzigte und verherrlichte Erlöser  –  dann als gleichsam hilfloses und von seiner Mutter abhängiges Baby erscheinen? Wäre das angemessen für unseren göttlichen Erlöser und den einstigen Weltenrichter?

“Maria” erscheint mit liturg. Priester-Symbol

Auf S. 17 erwähnt die Verfasserin, daß “Maria” an ihrem Ärmel das Skapulier trägt, „das der Form nach einem priesterlichen Manipel ähnelt“.

Da hätte man aber gerne gewußt: Was haben amtspriesterliche (!) Kennzeichen bei der seligen Jungfrau zu suchen? Oder soll sie auf Schleichwegen zur “Priesterin” umgedeutet werden?

Wobei der Priester-Manipel (wie er in der überlieferten Meßform üblich ist) ein Kreuz in der Mitte enthält – genau wie bei der Garabandal-Vision. Damit maßt sich diese “weibliche” Erscheinung priesterliche Liturgie-Merkmale aus der Meßfeier an, was theologisch zumindest verdächtig ist.

Die Autorin Hausmann erläutert den Lesern zudem, wie vielseitig und passend das „Outfit“ und Aussehen der Madonna jeweils ist:
„Je nach den Schönheitsidealen der Schauenden erschien sie zB. in Guadelupe (Mexiko) als Indianerin, in Frankreich (Ile Bouchard) als blondlockig und blauäugig, in Garabandal als brünette Spanierin – nicht irdischer, sondern verherrlichter Natur.“

Die verklärte Natur in der Ewigkeit ist das eine  –  doch eine Allgegenwart besitzt bekanntlich allein der allmächtige Gott.

Das scheint der Autorin freilich theologisch nicht klar zu sein, denn sie schreibt auf S. 22, daß Maria den einzelnen Seherkindern „oft gleichzeitig an verschiedenen Orten erschienen“ sei – und fügt erklärend hinzu:

„Aber die Gegenwart des Gottessohnes in den zahllosen Hostien der Welt ist dem ähnlich.“

Vonwegen: Christus ist GOTT-Mensch und besitzt daher als göttliche Wesenseigenschaft die Allgegenwart – nicht jedoch die Gottesmutter, da sie ein Geschöpf ist   –  wenngleich das edelste und am meisten vom HERRN begnadete Geschöpf. Doch Allgegenwart steht allein dem dreieinigen Gott zu.

Der grundlegende ontologische (seinsmäßige, wesenseigene) Abstand zwischen Gott und seinen Geschöpfen ist auch im Falle der seligen Jungfrau zu wahren und zu beachten!

Felizitas Küble leitet den KOMM-MiT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster

2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz  – 1. Foto: https://suzannetony.wordpress.com/category/garabandal/

 

 


Garabandal: Ein Sehermädchen verbrannte sich an der Sternenkrone der “Madonna”…

Von Felizitas Küble

Wie bereits kürzlich berichtet (https://charismatismus.wordpress.com/2014/06/20/garabandal-wenn-kinder-mit-der-erscheinungs-madonna-verstecken-spielen/), scheint sich “Maria” bei ihren Erscheinungen mitunter auch als Spielgefährtin kindlicher Visonäre zu verstehen, etwa in Heroldsbach oder in Garabandal:

In diesem spanischen Bergdorf beschäftigten sich die Sehermädels z.B. mit der “Gottesmutter” vom Abend über die Nacht hinweg bis zum frühen Morgen mit “Verstecken spielen”. media-377708-2

Die in unserem Artikel bereits erwähnte, erscheinungsbewegte Publikation  “Schwarzer Brief” (Nr. 19/83) betrachtete diese Spielereien allen Ernstes als besonders herziges Auftreten der Himmelsmutter, die sich nicht zu schade sei, auch das normale tägliche Leben mit den jugendlichen Sehern zu teilen.

So habe sich die Madonna “manchmal lachend” die “alltäglichen Geschichten der Mädchen angehört” – eben so ganz “wie eine Mutter”, schrieb der selbsternannte “Mystik-Experte” und SB-Herausgeber Claus P. Clausen aus Lippstadt.

Der SB teilte außerdem mit: “Die kleinen Mädchen scheuten sich auch nicht, die Gottesmutter und das Jesuskind zu bitten, die Kronen anfassen zu dürfen, die beide bei ihren Erscheinungen trugen.”

Das hätte man gerne genauer gewußt  –  und erfährt es in einem dicken Erscheinungswälzer von Georg Schmertzing unter dem Titel “Geheimnis Maria”. Dort heißt es auf S. 227 hierzu:

“Und wieder zeigt uns Maria, ähnlich wie in Heroldsbach,  wie sie mit unschuldigen, von der Zivilisation noch nicht verbildeten Kindern, natürlich und ungezwungen umgehen kann.

Als zum Beispiel zwei der Mädchen sie fragten, ob sie ihr Sternendiadem einmal haben dürften, gab es ihnen Maria, damit sie es aufsetzen konnten. Dabei “verbrannte” sich ein Mädchen an den funkelnden Sternen.”

Es kam auch vor, daß die fromme Schar, welche die Seherinnen neugierig umringte, von der “Himmelskönigin” ausgelacht wurde, weil sie beim Gesang wohl nicht den richtigen Ton traf. Auch das findet der Autor offenbar recht knuffig:

“Ein andermal lachten die Seherkinder, während die Gläubigen sangen. Als sie anschließend zur Rede gestellt wurden, antworteten sie, daß sie mit Maria nur über das falsche Singen mitgelacht hätten.”

Der erscheinungsbeflissene Verfasser weiß auch dies Ereignis auf das freundlichste zu deuten:

“So lernten sie das Marianisch-Mütterliche kennen, das größte Innigkeit und Versenkung stets mit völlig lockerer Haltung verbindet.”

Das Auslachen jener Pilger als “mütterlich” zu bezeichnen, erscheint wohl doch etwas merkwürdig…

 


Garabandal: Wenn Seherkinder mit der Erscheinungs-“Madonna” Verstecken spielen…

Von Felizitas Küble

Bei kirchlich nicht anerkannten Visionen und angeblich himmlischen “Offenbarungen” werden nicht nur häufig theologisch unzutreffende “Botschaften” zum Besten bzw. Schlechten gegeben.

Es findet mitunter auch der größte Unfug statt, wovon viele Erscheinungsgläubige allerdings nichts wissen. In “gelehrten” Propaganda-Schriften ist von diesen Ereignissen verständlicherweise nie oder jedenfalls sehr selten die Rede. medaille_miraculeuse_01

Denken wir z.B. an Heroldsbach, jene Marienerscheinungen vor über 60 Jahren im Bistum Bamberg, die damals nicht allein vom zuständigen Diözesan-Bischof, sondern auch vom Vatikan und von Papst Pius XII. als unecht verworfen wurden.

Daß es sich bei den Heroldsbacher Vorgängen (1949 bis 1951) nicht um Manifestationen des Himmels handeln konnte, geht allein schon aus der Tatsache hervor, daß die dortigen „Seherkinder“ mit dem „Jesuskind“ und den „Engeln“ mehrfach Ballspiele veranstalteten sowie „Fangen“ spielten.

Als eine Nachbarin den kindlichen Visionärinnen das weitere Betreten ihres Ackers untersagte, erklärte die „Jesus“-Erscheinung den gekränkten “Sehermädchen”, es handle sich um eine „böse Frau“, zudem sei sie noch dazu „vom Teufel besessen“.  – Man fragt sich, wer hier wirklich von unten gesteuert war  –   gewiß nicht die harmlose Bäuerin!

Versteck-Spiel am 8. Dezember: “Conchitas Namenstag”

Ähnlich unsinnig ging es in dieser Hinsicht im spanischen Garabandal zu, jenen “Erscheinungen” von Anfang bis Mitte der 60er Jahre, die kirchlich ebenfalls nicht anerkannt sind.

Auch dort gab es reichlich “Spiele” der Sehermädchen mit dem himmlischen Personal  –  genauer: mit der Erscheinungs-“Madonna”  – und das sogar zuweilen die ganze Nacht hindurch! DSC_1185-3

Übrigens stammen diese Info-Hinweise nicht etwa aus Garabandal-kritischen Quellen (wo gibt es diese überhaupt?), sondern ganz im Gegenteil aus dem “Schwarzen Brief”, verfaßt von Chefredakteur Claus P. Clausen, der sich selbst als “Mystik-Experten” ansah und mehrfach auch so bezeichnete.

In seinem Leitartikel (Nr. 19/1983) unter dem Titel “Ich, eure Mutter, liebe euch!” verteidigt der als erscheinungsbewegt bekannte Autor die Ereignisse in Garabandal auf das eifrigste.

Dabei findet er es besonders goldig, eindrucksvoll und der Glaubwürdigkeit jener “Erscheinungen” dienlich, daß die “Gottesmutter” sich jahrelang voll auf das Alltagsleben der Sehermädels eingestellt habe. Clausen weiß hierüber zB. Folgendes zu berichten:

“Die Mädchen haben oft berichtet, daß die Gottesmutter nicht einfach nur erschien, um Botschaften zu übermitteln oder sie zu unterweisen im gläubigen Lebenswandel, sondern Conchita sagte: “Sie war wirklich eine Freundin. Als ob sie mit uns lebte.” - Und so erschien es den Mädchen auch als ganz normal, daß Maria mit ihnen spielte.

So erlebten die fassungslosen Zeugen, unter ihnen auch Priester, daß die Gottesmutter mit den Mädchen Verstecken spielte, eines der ältesten Kinderspiele, das man auf der ganzen Welt spielt.

Und da Zeit im Himmel (und in der Ekstase) eine andere Bedeutung hat, spielten Maria und die Kinder an einem Tag von neun Uhr abends  bis zum Morgen und die Mädchen waren nach dem Aufwachen aus der Ekstase keineswegs ermüdet.

Das Mitspielen war ein Geschenk oder eine Belohnung der Gottesmutter, denn der Spieltag war der 8. Dezember, der Namenstag von Conchita.”

Uns erscheint es weniger bedeutsam, daß der 8. Dezember als Namenstag eines der Sehermädels fungiert –  sondern durchaus wichtiger, daß an diesem Tag in der katholischen Weltkirche das Hochfest der makellos empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria gefeiert wird. Ein passendes Datum zum Spielen vom Abend bis zum nächsten Morgen also? 

Ganz abgesehen von der ohnehin unsinnigen Vorstellung, die himmlische Madonna käme eigens auf die Erde, um mit einigen Dorfmädchen “Verstecken zu spielen”  –  gehts noch?

“Zur Heiligen Jungfrau gibt es keine Distanz”

In dem Buch “So sprach Maria in Garabandal” heißt es überdies auf S. 59, die “Gottesmutter” habe die Sehermädchen bei ihrem “Kosenamen” genannt und sei überhaupt sehr zutraulich: “Die Heilige Jungfrau ist wie eine von uns, es gibt da keine Distanz”, so eine Visonärin.

Zudem wird geschildert: “Sie vertraute ihnen eines Tages an, daß sie die Quasten der Pantoffel, die sie auf der Erde trug, parfürmierte.”

Dieselbe Distanzlosigkeit zeigen die visionären Mädchen und vor allem Hauptseherin Conchita nicht nur gegenüber der Erscheinungs-“Maria”, sondern sogar hinsichtlich des dreieinigen Gottes selbst.

So berichtet das erwähnte Buch auf S. 36, Conchita habe 1966 gesagt, “wenn sie im Himmel ankomme, werde sie die Heiligste Jungfrau und die Drei umarmen.” (Gemeint waren mit “die Drei” die drei göttlichen Personen der Dreieinigkeit.)  – “Umarmen”? – Den dreieinigen Gott und HERRN der Herrlichkeit werden die Seligen im Himmel durchaus nicht quasi auf gleicher Augenhöhe “umarmen”, sondern  a n b e t e n !

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk und den KOMM-MIT-Verlag in Münster

 

2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Garabandal endgültig widerlegt: Der blinde Joe Lomangino ist verstorben

Über 50 Jahre mit Garabandal-Seherin Conchita befreundet

Der blinde Amerikaner Joe Lomangino ist im Alter von 84 Jahren am gestrigen Mittwoch, den 18. Juni 2014, verstorben. Diese Nachricht wurde heute vom Garabandal-Zentrum Lindenhurst in New York (USA) per Internet bzw. Mail verbreitet. weisselberg_memoriam

Plötzlich und unerwartet kam der Tod Lomanginos nicht, da er seit dem Jahr 1999 an einer Herzschwäche litt und in den letzten Monaten aus Gesundheitsgründen keine Besucher mehr empfangen konnte.

Ich wünsche ihm, dass er in Frieden heimgegangen ist  –  und mein Mitgefühl gilt seiner Familie. (R.I.P.)

Drei Stufen: Warnung – Wunder – Strafgericht

Es darf im Zusammenhang mit dieser Todesnachricht nicht unerwähnt bleiben, dass der Name Joe Lomangino untrennbar mit den in “Garabandal” angekündigten Ereignissen von “Warnung – Wunder – Strafgericht” verbunden war.

Besonders das Ereignis der “Warnung”, welches dem “Großen Wunder” innerhalb eines Jahres vorausgehen sollte, wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder spektakulär angekündigt.

Die drei Ereignisse wurden von vielen Verlegern, Gutachtern und (Laien-)Theologen für echt befunden und oftmals gegen jede kritische Nachfrage energisch verteidigt.

Weiterhin wurden seitens derAnhänger z.B. der hl. Pater Pio, hl. Mutter Theresa, hl. Maria Maravillas, Mutter Angelica (EWTN ), hl. Josemaria Escrivá, Kardinal Ottaviani, Papst Paul VI., hl. Papst Johannes Paul II. und weitere Persönlichkeiten als zustimmende Zeugen der angekündigten Ereignisse genannt.

Joe Lomangino war über fünfzig Jahre mit der Hauptseherin Conchita Gonzales befreundet, die er im Jahr 1963 in Garabandal kennengelernt hatte.

Die Hauptseherin kündigte ihm seine Heilung an

Am “St. Josephs-Tag 1964″ wurde ihm von Conchita Gonzales schriftlich (!) mitgeteilt, dass er am Tag des “Großen Wunders” wieder sehen wird.

Foto: Dr. Bernd F. PelzJoe Lomangino war nicht von Geburt an blind. Ein Unfall hatte ihm im jugendlichen Alter von sechzehn Jahren beide Augäpfel zertrümmert. Conchita Gonzales bezog sich in der schriftlichen Mitteilung an Lomangino auf eine “Botschaft” der “Gottesmutter”, die sie bei den Pinien in Garabandal erhalten haben will.

Lomangino lebte nach dem “St.-Josephs-Tag 1964″ in Erwartung der Erfüllung dieser “verheißungsvollen Botschaft”.

Zur Unterstützung der Verbreitung der Garabandal-Botschaften gründete er das Magazin “Needles” und im Jahr 1968 das “Garabandal-Zentrum” in Lindenhurst, New York / USA.

In den Anliegen der Verbreitung der Botschaften aus Garabandal hielt Lomangino Vorträge, unternahm Auslandsreisen, so daß Garabandal ein sehr wichtiger Teil seines Lebens wurde.

Garabandal-Anhänger: Selbstkritik ist angesagt

Die richtigen Schlüsse aus dem Tod von Joe Lomangino, welche Bedeutung sein Tod in Bezug auf die “Botschaften”, sowie die  –  nicht nur Pater Pio zugeschriebenen  –   Aussagen und Briefe zu “Garabandal” jemals hatten, müssen die Anhänger jetzt sehr selbstkritisch ziehen.

Gleiches trifft selbstverständlich auch auf das niveaulose und vom zuständigen Bischof verworfene “Garabandal-Warnungs-Anhängsel” aus Irland zu, sowie andere angebliche Erscheinungsstätten und deren “Seher” (Medjugorje, Manduria, Naju, JNSR, Don Gobbi, Vassula Ryden, Christina Gallagher, Little Pebble usw), die sich nach “Garabandal” ebenfalls ins “Warnungs”-Kielwasser begaben und sich damit rühmten, von was auch immer die Fortsetzung oder Erfüllung zu sein.

So schrieb z.B. der verstorbene Schriftsteller und “Medjugorje-Anhänger” Alfons Sarrach (ein laisierter Priester) noch im Jahre 2009 in der August-Ausgabe seiner Publikation “Der Christ von Morgen”:  media-375643-2

“Garabandal gehört zu den großen mystischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts neben Fatima und Medjugorje.”

Wie die Garabandal-Anhänger guten Willens jetzt wissen, war diese Feststellung nicht nur knapp daneben  –  sondern voll daneben!

Auf Garabandal bezogen bedeutet der Tod von Joe Lomangino:

“Garabandal” war niemals die Fortsetzung oder Erfüllung von “Fatima”, sondern ein Szenario von “ganz unten”, das über viele Jahrzehnte Generationen beschäftigt, alle Jahre wieder leichtgläubige Schwärmer in seinen Bann gezogen und in helle Aufregung versetzt hat.

Erscheinungen als Täuschungen entlarvt

Ich wünsche mir deshalb, dass es eine ehrliche Aufarbeitung durch die Anhänger gibt, da es sich bei den Erscheinungen und “Botschaften” aus “Garabandal” unzweifelhaft um Täuschungen handelt, die sich nach über fünfzig Jahren mit dem Tod von Joe Lomangino endgültig als falsch erwiesen haben. 0023

So könnte selbst aus der Aufarbeitung dieser Falschprophetie noch eine erkenntnisreiche Mahnung und echte “Warnung” werden, in Zukunft nüchterner und kritischer mit solchen “Erscheinungen” umzugehen und eine gesunde Skepsis walten zu lassen, besonders von Seiten der Laien, die oftmals auf sehr einfache Weise mit “Botschaften” zu begeistern sind.

Hilfreich können in diesem Zusammenhang die kritischen Artikel und Beiträge sein, die zu diesem Thema hier im “Christlichen Forum” veröffentlicht und im Kommentarbereich kontrovers diskutiert wurden:
1. https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/10/garabandal/
2. https://charismatismus.wordpress.com/2014/01/06/eine-kritische-betrachtung-zu-garabandal/

Trotzdem gibt es für mich als Garabandal-Kritiker und Verfasser dieses Artikels keinen Grund zu triumphieren, denn geirrt oder getäuscht hat sich bestimmt schon jeder einmal.

Die Bodenhaftung nicht verlieren

In einer Zeit, in der “Erscheinungsstätten” wie Pilze aus dem Boden schießen, angebliche “Botschaften” des Himmels inflationsartige Verbreitung finden (siehe zB. Medjugorje ) und sich dabei wichtigtuerisch geradezu überschlagen, können Katholiken nicht vorsichtig genug sein, um nicht “trunken” vor lauter “Botschaften” die Bodenhaftung zu verlieren.

Das zeigen auch die Worte von Glenn Hudson, der noch am 24. April 2014 den Kritikern die abgehobene Empfehlung erteilte, sich bei der “Gottesmutter” für Bedenken zu entschuldigen und um Vergebung zu bitten. (Original Glenn Hudson: “To all those who doubted our Blessed mother’s promise and words … pray to her for forgiveness!”)

Einen Irrtum zuzugeben: das ist ein respektables Zeichen innerer Größe und zeugt von Einsicht.

Im Irrtum unbelehrbar, uneinsichtig zu verharren und sich nicht eingetroffene Ereignisse irgendwie wieder hinzubiegen und passend zu machen, ist dagegen ein Zeichen von Belehrungsresistenz, Verblendung und Verstocktheit, mit dem niemand dem Himmel einen Gefallen erweist. Eher ist das Gegenteil der Fall, denn der Himmel und der wahre Glaube werden vor aller Welt lächerlich gemacht.

Dabei sind jene Laien besonders eifrig, die sich einer “kirchenrettenden Restarmee” zugehörig fühlen, Papst Franziskus öffentlich als “falschen Propheten” verunglimpfen (irischer Warnungs-Unfug der “MDM” ) oder die alberne Überzeugung verbreiten, mit dem Besuch einer nicht anerkannten Erscheinungsstätte in Bosnien-Herzegowina einen besonderen Geist der Einsicht und Erkenntnis empfangen zu haben. Welchen Wert der Empfang dieser “erhellenden Geister” hat, wissen wir jetzt – wieder einmal!

Halten wir uns an die eine wahre und zeitlose Botschaft, die vom HERRN selber kommt: “Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!” (Mk 1,15 )

Daran sollten wir uns als Katholiken orientieren und in diesem Geist auch schwierige Zeiten in Kirche und Welt durchstehen, bis ER – wie ER es versprochen hat   –  wiederkommt in Herrlichkeit! (vgl. Mt 24,3-31)

Der Autor dieses Beitrags schreibt bei uns unter dem Kürzel GsJC seit Jahren kompetente Artikel und Leserkommentare

 


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