Causa Medjugorje: Die jüngste “Himmelsbotschaft” an die Seherin Mirjana

“Verschwendet keine Zeit, indem ihr zuviel nachdenkt”

In der katholischen Pfarrei Medjugorje in Bosnien-Herzegowina soll  – einer Schar von männlichen und weiblichen Sehern zufolge  –  bereits seit dem 24. Juni 1981 die Gottesmutter als “Königin des Friedens” erscheinen – und dies bei einigen der Visionäre sogar täglich. 884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

Die zuständigen Oberhirten des Bistums Mostar (erst Bischof Zanic, danach sein Amtsnachfolger Bischof Peric) lehnen die  “Offenbarungen” des Himmels bzw. die mittlerweile über 40.000 Erscheinungen strikt ab.

Zu den Sehern, denen angeblich “Botschaften” der Madonna anvertraut werden, gehört auch die Familienmutter Mirjana Dragicevic-Soldo; sie soll zehn Geheimnisse von ihr erhalten haben.

Jeweils am zweiten Tag eines Monats erlebt sie  – eigenen Angaben zufolge – eine Erscheinung der “Gospa”, wie die selige Jungfrau Maria in jener Gegend bisweilen genannt wird. Diese sog. “Privatbotschaft” wird per Medjugorje-Newsletter verbreitet.

Wir dokumentieren hier die jüngsten Aussagen der “Gospa” vom 2. August 2015 im vollständigen Wortlaut (das Hervorheben einiger Äußerungen durch Linien erfolgt durch uns):

 “Liebe Kinder! Ich, als Mutter, die ihre Kinder liebt, sehe, wie schwer die Zeit ist, die ihr lebt. Ich sehe euer Leid, aber ihr sollt wissen, dass ihr nicht allein seid. Mein Sohn ist mit euch. Er ist überall. Er ist unsichtbar, aber ihr könnt Ihn sehen, wenn ihr Ihn lebt. DSC06228

Er ist das Licht, das eure Seele erleuchtet und den Frieden gibt. Er ist die Kirche, die ihr lieben sollt und für die ihr immer beten und kämpfen sollt – aber nicht nur mit Worten, sondern mit Werken der Liebe. Meine Kinder, wirkt, damit alle meinen Sohn erkennen, wirkt, damit Er geliebt werden kann, denn die Wahrheit ist in meinem Sohn, geboren von Gott – dem Sohn Gottes.

Verschwendet keine Zeit, indem ihr zu viel nachdenkt; ihr werdet euch von der Wahrheit entfernen.

Nehmt mit einfachem Herzen Sein Wort an und lebt es. Wenn ihr Sein Wort lebt, werdet ihr beten. Wenn ihr Sein Wort lebt, werdet ihr mit barmherziger Liebe lieben, ihr werdet einander lieben. Je mehr ihr liebt, je weiter werdet ihr vom Tod entfernt sein. Für diejenigen, die das Wort meines Sohnes leben werden und die lieben, wird der Tod Leben sein. Ich danke euch. Betet, dass Ihr meinen Sohn in euren Hirten sehen könnt. Betet, dass ihr Ihn in ihnen umarmen könnt.”

Hierzu einige Hinweise:

1.Es heißt in der Botschaft: “Er (Jesus) ist die Kirche.”  –  Christus ist das Haupt der Kirche, die Gläubigen sind die Glieder dieses geheimnisvollen Leibes; in Wort und Sakrament wirkt der Erlöser auch nach seiner Himmelfahrt weiter in der Welt für das Heil der Menschen. mtcarmelpic1

2. Die Aussage, Christus sei “geboren von Gott” ist zumindest mißverständlich, wenn nicht sogar irreführend. Christus selber ist ja GOTT, die zweite Person der göttlichen Dreieinigkeit. Es muß also richtig heißen: Christus ist “geboren vom Vater”, wie es auch das CREDO (Glaubensbekenntnis) lehrt: “Aus dem Vater geboren vor aller Zeit…”  

3. Was soll die Warnung vor “zu viel Nachdenken“, weil dies angeblich “Zeitverschwendung” sei, verbunden mit der Mahnung, sich sonst von der “Wahrheit” zu entfernen?  –  Soll hier womöglich einem kritischen Nachdenken hinsichtlich der Echtheit jener Erscheinungen vorgebeugt werden?

4. Sodann wird zum Gebet für die “Hirten” aufgerufen, auf daß man in ihnen Christus “umarmen” könnte. Auf der einen Seite verweigern alle Medjugorje-“Seher” seit Jahrzehnten den kirchlichen Gehorsam, indem sie die ablehnenden Stellungnahmen ihrer zuständigen Oberhirten (erst Bischof Zanic, danach Bischof Peric) ignorieren bzw. links liegenlassen.  – Auf der anderen Seite werden “Umarmungs”-Aufforderungen zum Besten gegeben. Soll damit vielleicht der dauerhafte Ungehorsam verschleiert werden?

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das gemeinnützige Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt. 

 

 


Theologisch unausgegorene Äußerungen der “Madonna” von Medjugorje

Von Felizitas Küble

Kürzlich haben wir uns mit dem Buch “Gedanken über Medjugorje” von Dr. Ewald Kurtz befaßt, dem man immerhin zugutehalten kann, daß er sich innerhalb der Medju-Literatur um ein höheres Niveau bemüht: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/26/medjugorje-ist-die-erscheinende-gestalt-eine-lebendige-person/

Der Autor will in seiner 92-seitigen Schrift jenen Nachweis erbringen, den er in seinem Untertitel thematisiert: “Die erscheinende Gestalt als lebendige Person.”  884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

Dem Verfasser zufolge zeigt sich die Glaubwürdigkeit bzw. Echtheit einer Erscheinung auch daran, ob in ihr die individuellen Züge einer lebendigen Persönlichkeit erkennbar sind, also nicht nur ein schablonenhafter Ablauf erfolgt bzw. bloß schematische Äußerungen vorliegen.

Wie bereits in unserem ersten Artikel dargelegt, eignen sich die vom Autor erwähnten Gospa-Zitate allerdings nicht, um seinen Anspruch zu begründen, weil jene Aussagen sich entweder als unsinnig oder als theologisch irrtümlich erweisen.

Medjugorje-Zitate belegen das Gegenteil des Erwünschten:

Hier folgen dazu ein paar weitere Beispiele aus dem zweiten Teil des Buches:

Auf Seite 39 bringt der Medjugorje-Anhänger folgende Gospa-Aussagen, welche die Glaubwürdigkeit der Erscheinungen stützen sollen: “Opfert euer Leben für die Rettung der Welt!” 

Erstens hält sich das “Opferleben” der Medju-Seher offensichtlich in ganz engen Grenzen  – und zweitens können selbst die frommsten Christen mit noch so hochherziger Askese keine “Rettung der Welt” vollziehen, zumal Christus vor zweitausend Jahren dieses Heilswerk bereits vollbracht hat.

Sodann fordert die vermeintliche Himmelsmutter dazu auf, daß alle “mit mir durch das Gebet eine neue Welt des Friedens aufbauen” mögen; zudem sollen sie fasten, denn das wolle sie  –  die Madonna  – “ihrem Sohn Jesus für das Kommen einer neuen Zeit, einer Zeit des Frühlings, darbringen”.

Diese Endzeitschwärmerei bzw. Ankündigung eines kommenden Friedensreiches und einer “Zeit des Frühlings” ist erstens weltfremd und zweitens bibelfremd, denn die Heilige Schrift kündigt für das Ende der Zeiten einen schlimmen Glaubensabfall an  –  und nicht etwa eine “neue Welt des Friedens” etc. ???????

Auf Seite 40 wird die Erscheinung wie folgt zitiert: “Ich lade euch ein, euch mir ganz zu öffnen, damit ich durch jeden von euch die Welt bekehren und retten kann, die von Sünde und von all dem voll ist, was nicht gut ist.”

Abgesehen von der banalen Ausdrucksweise besitzt die Himmelsmutter weder mit noch ohne diese Seherschar eine Vollmacht, um die Welt zu “retten”, weil dies allein ihr göttlicher Sohn vermag. Kein Geschöpf ist hierzu imstande, auch nicht Maria, das edelste und am meisten von Gott begnadete Geschöpf.

1997: “Bald werdet ihr diesen Botschaften nachtrauern”.

Am 25.8.1997 sagte die Erscheinung: “Bald wird die Zeit kommen, in der ihr diesen Botschaften nachtrauern werdet.”  –  Der Autor fügt eigens hinzu: “Klarer kann sie das ihr bekannte Ende kaum ausdrücken.” (S. 41)

Nun sind inzwischen weitere 18 Jahre vergangen  – und von “bald” wird man insofern kaum sprechen können!

Bekanntlich haben die Sehermädchen Vicka und Marija im ersten Jahr der Erscheinungen (nämlich 1981) bereits öffentlich verkündet, es stände endgültig fest, daß sie ins Kloster gehen. Darauf wartet die Welt heute noch (es ist ohnehin nicht mehr möglich, denn beide Damen sind längst verheiratet).

Auch die Medjugorje-Visionärin Ivanka wurde keine Ordensfrau, obwohl es offenbar der “Wunsch” der Erscheinung war, wie der Autor selber zitiert:

“Wenn ihr ins Kloster gehen wollt, so wäre das auch mein Wunsch. Aber wenn ihr es nicht wollt, ist es besser, ihr tut es nicht.” (S. 50)

“Erlaubt nicht, dass mein Herz blutige Tränen weint…”

Gemälde: Evita Gründler

Gemälde: Evita Gründler

Der Verfasser hält die “erscheinende Gestalt” auch deshalb für eine “lebendige Person”, weil sie immer wieder besondere Empfindungen wie “Trauer, Leiden und Freude” ausdrücke. Freilich erscheinen manche Gefühlsäußerungen theologisch recht merkwürdig, zB. folgende:

“Ich bitte euch, erlaubt nicht, dass mein Herz blutige Tränen über jene Seelen weint, die in der Sünde verloren gehen.” (S. 54)

Wie sollte die im Himmel hochgradig glückselige Gottesmutter denn überhaupt “blutige Tränen” weinen?  –  Zudem findet das Weinen mit den Augen und nicht mit dem Herzen statt.

Die besonders interview-freudige Seherin Vicka wird auf S. 55 wie folgt zitiert: “Das Gesicht der Gospa sieht aus wie bei  jemandem, der anfangen wird zu weinen. Und am nächsten Tag sieht es nicht besser aus, im Gegenteil:  jeden Tag leidet sie mehr.”

Da fragt man sich: Wenn eine tägliche Leidenszunahme auf dem Antlitz der Erscheinung erkennbar ist, wie wird das Gesicht der Erscheinung jetzt nach über 34 Jahren wohl aussehen?!

Reichlich unausgegoren ist auch jene Gospa-Aussage, die der Autor auf S. 68 erwähnt:

“Liebe Kinder, ihr wißt, daß ich euch unermesslich liebe und dass ich einen jeden von euch für mich will. Aber Gott hat allen die Freiheit gegeben, die ich in Liebe achte und ich verneige mich in meiner Demut vor eurer Freiheit.”

Erstens läßt es tief blicken, daß die Erscheinung einräumt, daß sie die Seher eigentlich “für mich” will (also nicht für Gott?!).

Zweitens respektiert der Himmel zweifellos die menschliche Freiheit, aber nicht in der Weise, daß er sich davor “verneigt”, als stände der Mensch samt seiner (von Gott verliehenen!) Freiheit auf einem ganz hohen und verehrungswürdigen Podest.

Drittens wird die wahre Gottsmutter sich nie ihrer eigenen Demut rühmen, denn wer dies tut, ist schon nicht mehr wirklich demütig!

 

 


Causa Medjugorje: Ist die erscheinende Gestalt eine “lebendige Person”?

Von Felizitas Küble

Medjugorje-Bücher gibt es längst wie Sand am Meer, davon fast alle zustimmend. Obwohl ich bislang über ein dutzend jener Jubel-Bücher las, fand ich in jeder dieser Publikationen zahlreiche Anhaltspunkte, die gerade  g e g e n  eine Echtheit jener Pänomene sprechen, selbst wenn die jeweiligen Autoren dies genau andersherum beurteilen. media-372515-2

Als Beispiel sei das im Jahre 2011 herausgekommene kleine Büchlein “Gedanken über Medjugorje” von Dr. Ewald Kurtz genannt, das innerhalb der Medju-Literatur durchaus zur Abteilung “höheres Niveau” gehört, weil immerhin der ernsthafte Versuch einer logischen (oder gar theo-logischen) Argumentation unternommen wird – wenngleich (aus meiner Sicht) durchaus nicht mit Erfolg.

Der Verfasser dieser Veröffentlichung untersucht die Medju-Gospa unter dem speziellen Gesichtspunkt, “ob das gesamte Verhalten und die Wortwahl der erscheinenden Gestalt wenigstens zuweilen persönliche Merkmale tragen und somit auf das individuelle Wesen eines verstorbenen Menschen schließen lassen.”

Dies ist tatsächlich ein etwas ungewöhnlicher und insofern interessanter Ansatz, wobei der Autor seine Analysen teilweise mit der Zuhilfenahme der Psychologie und Archetypen-Lehre von C. G. Jung vornimmt.

Angenommen, es würde sich bestätigen, daß es sich bei dem Erscheinungsphänomen um eine jenseitig “lebende Person” handelt, so könnte sich dies grundsätzlich sowohl auf Gestalten von “oben” wie von “unten” beziehen. Doch die negative Schlußfolgerung zieht der Autor von vornherein nicht in Betracht und verzichtet hierbei auf jede Begründung:

“Mit Vorwürfen wie diesen, daß die Seherinnen und Seher durch dämonische Mächte zu ihren Mitteilungen angetrieben würden (….), können wir uns hier nicht beschäftigen, weil sie gegenstandslos sind.” (S. 13)  – Punkt, aus  – kein einziger weiterer Satz wird für diese Option “verschwendet”. madonna-medj

Freilich eine merkwürdige Logik, wenn die Möglichkeit eines negativen Ergebnisses von vornherein als “gegenstandslos” vom Tisch gewischt wird.

BILD: weitverbreitetes “Wunderfoto” aus Medjugorje (mit merkwürdig geformten, fast krallenartigen Händen der “Madonna”)

Zu den “individuellen Zügen”, welche die Erscheinung angeblich ausweist und daher als “lebendige Person” präsentiert, zählt der Autor u.a. folgende Zitate der vermeintlichen Madonna zu Medjugorje:

“Diese Pfarre (Medjugorje) ist mir lieber als die anderen, wo ich auch gerne weilte, als der Allmächtige mich schickte.” (S. 27)

Nun freut sich diese hochbegnadete Pfarrgemeinde sicher über diese besondere Auserwählung, welche sogar noch die früheren Marienerscheinungen (also auch jene, die im Unterschied zu Medju von der Kirche genehmigt wurden), übertrifft.

Eine weitere “Gospa”-Aussage lautet: “Ich will euch von jetzt an von der Sünde unbefleckt in der Liebe weiterführen” (S. 31)

Dieses verstiegene Ansinnen kann nicht von der wahren Gottesmutter stammen, weil es dem erbsündlich geprägten Menschen überhaupt nicht möglich ist, “unbefleckt von der Sünde” zu leben.

Das folgende Zitat auf S. 36 klingt genau andersherum: “Der Satan spielt mich euch und euren Seelen, und ich kann euch nicht helfen, denn ihr seid weit weg von meinem Herzen”

Erstens “spielt” der Satan nicht nur mit den Seelen der Menschen, sondern will sie ins Verderben führen. – Zweitens fragt man sich, wenn die Himmelsmutter doch angeblich gegen die “Spiele” des Satans ohnehin “nicht helfen kann”, warum sie dann seit über 34 Jahren in Medjugorje  – teilweise sogar täglich   –  erscheint (insgesamt über 40.000 mal wohlgemerkt!).

Überhaupt scheint das Erscheinungsphantom etwas sprunghaft und empfindlich zu sein, was man natürlich (wie der Autor des erwähnten Buches) als besonders “individuell” auffassen kann, wie etwa jene Gospa-Aussage vom 4. April 1985:

“Heute ist der Tag, an dem ich damit habe aufhören wollen, euch Botschaften zu geben, weil mich einzelne nicht angenommen haben. Die Pfarrei hat angefangen, sich in Bewegung zu setzen und ich will euch Botschaften geben.”

Kommentar überflüssig!


Medjugorje-Seherin bietet wieder eine “weltbedeutende” Himmelsbotschaft

Von Felizitas Küble

Der “Seherin” Marija Pavlovic-Lunetti aus Medjugorje  in Bosnien-Herzegowina erscheint  – eigenen Angaben zufolge – seit dem 24. Juni 1981 täglich (!) die Gottesmutter als „Königin des Friedens”. Weitere Visionäre erhalten ebenfalls nach wie vor übernatürliche “Besuche” der Madonna. 884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

Allerdings sind diese Medju-Erscheinungen kirchlich nicht anerkannt, was die meisten Anhänger jedoch nicht zu stören scheint.

An jedem 25. des Monats empfängt Marija von angeblich von der Himmelsmutter eine Botschaft, die  – so heißt es wörtlich auf der Medjugorje-Webseite  –   “in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet” ist.

Die jüngste bedeutsame Offenbarung vom 25. Juni 2015 wurde wieder in der ganzen Welt veröffentlicht  – und sie lautet wie folgt:

„Liebe Kinder! Auch heute gibt mir der Allerhöchste die Gnade, dass ich euch lieben und zur Umkehr aufrufen kann.

Meine lieben Kinder, möge Gott euer Morgen sein, nicht Krieg und Unfrieden, nicht Traurigkeit, sondern Freude und Frieden sollen in den Herzen aller Menschen zu herrschen beginnen; aber ohne Gott werdet ihr nie Frieden finden.

Deshalb, meine lieben Kinder, kehrt zu Gott und zum Gebet zurück, damit euer Herz mit Freude singen wird. Ich bin mit euch und ich liebe euch mit unermesslicher Liebe. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Hierzu stellen wir fest:

1. Das Erscheinungsphänomen ruft die “lieben Kinder”, also wohl vor allem die Seher, auch nach 34 Jahren (teils täglicher!) Erscheinungen noch zur “Umkehr” auf. Irgendetwas muß demzufolge mächtig “schief gelaufen” sein, was freilich auch der Fall ist…!  vierge_pellevoisin

2. Es ist in dieser Botschaft zwar mehrfach von “Gott” die Rede, ohne den die Menschen keinen Frieden fänden, aber wir erinnern uns, daß es in der Heiligen Schrift heißt: “CHRISTUS ist unser Friede”. – Wenn nur allgemein von “Gott” die Rede ist, dann könnte diese “Botschaft” genauso gut von einem Moslem verbreitet werden. Es fällt allgemein auf und wurde unsererseits mehrfach kritisch erwähnt, daß in den Medju-Privatoffenbarungen auffallend wenig von CHRISTUS die Rede ist. Stattdessen stellt sich die angebliche Himmelsmutter gerne selber in den Mittelpunkt, was aber vom Neuen Testament her so nicht gedeckt ist, denn dort bezeichnet sich die vom HERRN so reich begnadete Gottesmutter als “Magd des HERRN”.

3.  Sodann erhofft das Erscheinungsphantom von ihren “lieben Kindern”, daß ihre Zukunft “nicht Krieg und Unfrieden, nicht Trauer” sei, sondern “Freude und Frieden” (es fehlt noch der Eierkuchen!). – In Wirklichkeit wird es auf dieser  –  von der Erbsünde belasteten  –  Welt immer Krieg und Unfrieden geben; zudem ist dieser nicht die Ursache, sondern die Folge der Sündenverfallenheit des Menschen.

4. Die Aufforderung “Kehrt zu Gott und zum Gebet zurück”, klingt zwar fromm, ist aber bedenklich einseitig, weil hier mit keinem Wort von den GEBOTEN GOTTES die Rede ist. Schließlich genügen Glaube und Gebet alleine keineswegs für das ewige Heil, es bedarf auch der guten Werke und vor allem der Einhaltung göttlicher Gebote. 

Felizitas Küble leitet den KOMM-MiT-Jugend-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Bischof Pavao Žanić aus Mostar klärt auf: “Die Wahrheit über Medjugorje”

Der angebliche Marienerscheinungsort Medjugorje liegt in Bosnien-Herzegowina im Bistum Mostar. Sowohl der jetzige katholische Oberhirte Peric wie auch sein Amtsvorgänger, Diözesanbischof Pavao Žanić (siehe Foto), äußern sich seit Jahrzehnten sehr kritisch über die dortigen Phänomene.    Zanic

Auf der offiziellen Webseite des Bistums gibt es einen aufklärenden Artkel in mehreren Sprachen, auch in deutsch. Daraus zitieren wir nachfolgend, was Bischof Zanic im Mai 1990 über den Fall des Pater Vego berichtet hat.

Dieser Franziskaner wurde durch die römische Zentrale aus seinem Orden entlassen und suspendiert. Obwohl er seine priesterlichen Vollmachten nicht mehr ausüben durfte, hielt er sich nicht an das Verbot und blieb zudem hartnäckig weiter im Kloster. Er hörte auch nicht auf den Bischof, der ihn immer wieder zum Gehorsam gegenüber dem Vatikan und der franziskanischen Leitung in Rom ermahnte.

Dergleichen kann wohl vorkommen, doch der eigentliche “Gag” des Ganzen liegt woanders:

Die angebliche Himmelsmutter soll sich in mehreren Entscheidungen gegen die Ordenszentrale und den Ortsbischof gestellt und jenen Priester entschieden als “unschuldig” verteidigt  haben. Der Geistliche hatte freilich damals bereits ein Liebesverhältnis mit einer Nonne, die von ihm mittlerweile zwei Kinder bekam. 

Wie die “Gospa” einst den Bischof anklagte

Hier die leicht gekürzte Schilderung dieses Vorgangs durch Bischof Zanic:

“Touristenführerin Marina B. brachte zu mir im August 1989 einen Priester aus Panama, Rodriguez Teofilo. Mit ihm kam auch die Journalistin Carmen C. Capriles aus Panama. mtcarmelpic1

Marina stellte sich vor als Touristenführerin, Dolmetscherin für die englische Sprache und Konvertitin von Medjugorje.

Der Priester aus Panama wollte wissen, warum ich an die Gottesmutter-Erscheinungen im Medjugorje nicht glaube. Ich habe ihm geantwortet, daß es wenigstens 20 Gründe gibt, von denen nur einer genügt, warum jeder ehrliche und gut informierte Mensch zum Ergebnis kommen könnte, daß die Erscheinungen nicht übernatürlich sind.

Er bat mich, ihm nur einen Grund ausführlich zu erläutern. Ganz kurz erzählte ich ihm den Fall des ehemaligen Franziskaner in Medjugorje, Ivica Vego:

Aufgrund des Ungehorsams wurde er – durch eine Entscheidung des HI. Vaters  –  von der Generalordensverwaltung in Rom aus dem Orden entlassen, von den Gelübden dispensiert (“a divinis suspensus”). Er wolte aber nicht gehorchen, sondern blieb im Kloster und zelebrierte weiter, teilte Kommunion aus und hatte ein festes Liebesverhältnis.

Nach dem Bericht aus dem Tagebuch von Vicka, wie auch nach der Aussage von allen Erscheinungsehern hatte die Gottesmutter 13-mal über ihn gesagt, er sei unschuldig und der Bischof sei schuldig.

Als seine Geliebte, die Ordensschwester Leopolda, schwanger wurde, haben sie beide Medjugorje und den Orden endlich verlassen. Jetzt leben sie zusammen in der Nähe von Medjugorje und haben 2 Kinder. Das von Ivica Vego redigierte Gebetbuch wird in Medjugorje immer noch in Tausenden von Exemplaren verkauft.

Als ich Dolmetscherin Marina bat, dies ins Englische zu übersetzen, empörte sie sich und sagte: “Ach, sollen wir auch diese schmutzigen Sachen enthüllen!?”

Ich erwiderte: “Es ist nicht recht, es ist sogar eine Sünde, diese Wahrheit zu verdecken, auch wenn sie unangenehm ist. Man muß sie offen sagen!” 

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.cbismo.com/index.php?mod=vijest&vijest=1677


34. Jahrestag der “Erscheinungen” von Medjugorje: Kein Grund zum Jubeln

“Seherin” Vicka: Alle Religionen glauben an “denselben Gott”

Als sich vor genau 34 Jahren die Himmelsmutter angeblich in Medjugorje “niederließ” bzw. dort mehreren Seherkindern täglich erschien und einigen davon heute noch regelmäßig “Botschaften” übermittelt, ahnte niemand, daß diese Privatoffenbarungen sage und schreibe 34 Jahre und wohl noch länger dauern, denn ein Ende dieses Aberglaubens ist nicht in Sicht. 884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

Sicherlich wird die “Gospa” auch dann munter weiter erscheinen, wenn die vatikanische Glaubenskongregation ausdrücklich erklärt, daß die katholische Kirche zu keiner Anerkennung dieses Phänomens bereit ist. Die zuständigen Ortbischöfe von Mostar äußern sich seit über 30 Jahren ablehnend, was euphorische Medju-Anhänger jedoch nicht anficht.

Nebst endlosen Wiederholungen bzw. insgesamt eher gewöhnlichen als ungewöhnlichen Aussagen präsentiert das Erscheinungsphantom mitunter auch theologisch abwegige Äußerungen, die sicherlich nicht “von oben” stammen können.

Man kann jedes x-beliebige Medju-Buch aufschlage, um solch merkwürdige Zitate zu finden; es genügen aber manchmal auch kleine Blättchen – wie zB. die Zeitschrift “Medjugorje” aus der Schweiz. Dort erschien im Mai 2013 ein Interview mit der umtriebigen Seherin Vicka, in dem es auf S. 24 heißt:

“Einmal hat die Gospa gesagt, dass es die Menschen sind, welche die Spaltungen in den Religionen gemacht haben.” (Die Marsmännchen waren es tatsächlich nicht, also müssen es wohl doch Menschen gewesen sein?!)

Die begnadete Visionärin fügt erklärend noch hinzu, diese “Unterschiede” zwischen den Religionen würden “nicht von Gott” stammen. Das wäre andernfalls auch allzu seltsam, nicht?!

Die Seherin stellt sodann erleuchtet bzw. erleichtert fest: “Gott ist einer. Wir beten alle zum selben Gott. Wichtig ist nur, wie wir unseren Glauben leben.” – Also zwei Grundsätze sind jetzt hoffentlich allen klar: 1. Seid nett zueinander! – 2. Ob Jud, ob Heid´, ob Hottentott, wir glauben an denselben Gott.

Zudem vergißt Vicka nicht, zu erwähnen, daß die Gottesmutter  die ganze Welt und alle Menschen “gleichermaßen” liebt, unabhängig von ihrer Religion. Prima, dann laßt uns alle singen  und schunkeln: “Wir kommen alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind…”


Vatikan: Disziplinarische Maßnahmen gegenüber Medjugorje-Bewegung in USA

Dieser Artikel von Felizitas Küble ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Theologisches” (Nr. 5-6/2015) erschienen:

Innerhalb von zwei Jahren hat sich die vatikanische Glaubenskongregation zum dritten Mal an die US-amerikanischen Bischöfe gewandt und darauf hingewiesen, daß katholische Gläubige nicht an Versammlungen teilnehmen dürfen, in denen die Echtheit der „Marienerscheinungen“ von Medjugorje vorausgesetzt wird. 1_0_809751

Medjugorje ist eine kirchlich nicht anerkannte Wallfahrtsstätte in Bosnien-Herzegowina, die seit 34 Jahren große Scharen von Pilgern aus aller Welt anzieht. Dort soll die Gottesmutter seit dem 24. Juni 1981 angeblich zehntausende „Botschaften“ verkündet haben, teils geheimnisvolle Mitteilungen allein für die Seher, teils „an die ganze Welt gerichtete“ Offenbarungen.

Sechs Kinder – sowohl Mädchen wie Jungen – berichteten damals, die „Königin des Friedens“ habe sich ihnen persönlich gezeigt; Maria erscheine auch weiterhin regelmäßig, teils sogar täglich.

Von diesen Privatoffenbarungen hat sich die damalige jugoslawische Bischofskonferenz bereits 1991 nach dem Abschlußbericht einer Untersuchungskommission distanziert und erklärt, es gäbe keine Beweise für eine übernatürliche Ursache jener Phänomene. Kardinal Vinko Puljic richtete 2006 erneut eine Kommission ein. Der Erzbischof von Sarajewo leitet zugleich die Bischofskonferenz von Bosnien-Herzegowina. AL-0004

Wie Radio Vatikan am 25.1.2009 berichtet, äußerte Kardinal Puljic erneut seine “starke Skepsis”. Die von ihm eingerichtete Kommission habe in Medjugorje „nichts Übernatürliches“ feststellen können. Die zuständigen Ortsbischöfe von Mostar (Ratko Peric, zuvor Pavao Zanic) sprechen sich seit über 30 Jahren entschieden gegen die Glaubwürdigkeit der angeblichen Erscheinungen aus.

Um die Seelsorge in der Pfarrei Medjugorje und die pastorale Betreuung der Pilgerscharen hat es immer wieder Kompetenzstreitigkeiten zwischen örtlichen Franziskanern und charismatischen Gruppen einerseits und dem Ortsbischof andererseits gegeben. Die Leitung des Franziskanerordens in Rom, der Diözesanbischof von Mostar und der Vatikan haben wiederholt versucht, mit Disziplinarmaßnahmen ein Mindestmaß an Ordnung in das Geschehen einzubringen.

Kardinal Joseph Ratzinger erinnerte als Präfekt der Glaubenskongregation am 23.5.1990 erneut an das bereits erlassene Verbot amtlicher Wallfahrten nach Medjugorje; demnach sei die Organisation von offiziellen Pilgerfahrten nach Medjugorje untersagt und darüber hinaus (…) das Organisieren von Pilgerzügen und anderen religiös motivierten Manifestationen für nicht erlaubt erklärt” worden.

Kardinal Franjo Kuharic stellte als damaliger Vorsitzender der jugoslawischen Bischofs-konferenz am 29.1.1987 klar: „Es ist nicht gestattet, Pilgerfahrten und andere Manifestationen zu organisieren, die dadurch motiviert sind, daß den Ereignissen von Medjugorje ein übernatürlicher Charakter eingeräumt wird.“

Päpstlicher Gesandter schaltet sich ein

Der Erzbischof von St. Louis (USA), Robert Carlson, hat nun Mitte März 2015 eine Stellungnahme an seine Priester, Diakone und Gemeindemitarbeiter gesandt und ihnen untersagt, an den Marienvisionen des in Nordamerika lebenden Medjugorje-Sehers Ivan Dregicevic oder an anderen Pro-Medju-Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei beruft sich der Oberhirte ausdrücklich auf die Glaubenskongregation in Rom. 1_0_744292

Der Erzbischof fordert dazu auf, diese Informationen auch dem katholischen Kirchenvolk mitzuteilen. Eine für den 18. März 2015 geplante Versammlung mit dem erwähnten Seher wurde aufgrund der vatikanischen Intervention abgesagt.

Es ist bereits das dritte Mal, daß die Kongregation für die Glaubenslehre den nordamerikanischen Bischöfe mitteilt, es sei weder Klerikern noch Laien erlaubt, an Pro-Medjugorje-Veranstaltungen teilzunehmen. Dies geschah auch im Februar und besonders deutlich im Oktober 2013:

Am 21.10.2013 richtete der päpstliche Gesandte für die USA, Nuntius Carlo M. Vigano, einen Brief an den Generalsekretär der amerikanischen Bischofskonferenz, Bischof Ronny Jenkins (Washington). Das Schreiben Erzbischof Viganos erfolgte im Auftrag des Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller.

Darin wird die Anweisung erteilt, daß “weder Geistliche noch Laien an Treffen, Konferenzen oder öffentlichen Feiern teilnehmen dürfen, bei denen die Echtheit der “Erscheinungen” als glaubwürdig erklärt wird”. bischof

Bislang war es durch ein Dekret der Glaubenskongregation allein den Priestern untersagt, in amtlicher Funktion nach Medjugorje zu reisen oder Pilgerfahrten zu organisieren; sie durften lediglich als Privatperson dort hinfahren.

Die Ausweitung der Disziplinarmaßnahmen auch auf Laien (wenngleich vorläufig auf die USA begrenzt) verschärfte die bisherige kirchliche Regelung, zumal die vatikanische Verfügung nicht nur – wie zuvor – “offizielle” Wallfahrten nach Medjugorje betrifft, sondern auch den Besuch sonstiger Pro-Medjugorje-Veranstaltungen, in denen eine himmlische Herkunft der “Erscheinungen” vorausgesetzt wird.

Äußerer Anlaß für das vatikanische Einschreiten war eine angekündigte Vortragsreise des Medjugorje-Visionärs Ivan Dragicevic durch mehrere Kirchengemeinden in den USA. Während seiner Auftritte kam es mehrfach zu angeblichen „Life-Erscheinungen“ der Gottesmutter. Aufgrund der römischen Verfügung wurden die für Ende Oktober 2013 geplanten Auftritte Dragicevics kirchlich untersagt und damit verhindert.

Radio Vatikan meldete hierzu am 7. November 2013 folgendes:

Der Vatikan hat von US-Katholiken eine Distanzierung von angeblichen Marien-erscheinungen in Medjugorje verlangt. Laut CNA-Meldung vom Mittwoch erinnerte der päpstliche Nuntius Carlo Viganò in einem Schreiben an die US-Bischofskonferenz daran, dass es sich nach dem Urteil der Glaubenskongregation bei den Erscheinungen in dem bosnischen Ort nicht um Erscheinungen oder übernatürliche Offenbarungen handle.

„Daraus folgt, dass es Klerikern und Gläubigen nicht erlaubt ist, an Treffen, Konferenzen oder öffentlichen Feiern teilzunehmen, bei denen die Glaubwürdigkeit solcher ‘Erscheinungen’ als gegeben vorausgesetzt wird“, zitiert der Pressedienst aus dem Brief. Vigano erklärt, er schreibe auf Bitten von Erzbischof Gerhard L. Müller, des Präfekten der Glaubenskongregation.“

Quellenangaben/Literaturhinweise:


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