Medjugorje: Neue Monatsbotschaft an Marija mit Lob- und Schauermeldungen

Von Felizitas Küble

Bereits seit dem 24. Juni 1981 erscheint angeblich die Madonna in der Pfarrei Medjugorje einigen „Seherkindern“, die natürlich inzwischen längst erwachsen und zumeist verheiratet sind und eine eigene Familie gründeten. Diese Privatoffenbarungen mtcarmelpic1 in Bosnien-Herzegowina werden vom zuständigen katholischen Bischof seit jeher öffentlich als unecht abgelehnt, was jedoch den Medju-Fanclub nicht weiter stört.

Die Visionärin Marija Pavlovic-Lunetti erhält sogar tägliche Besuche der „Königin des Friedens“, dort als „Gospa“ bezeichnet. Stets am 25. Tag eines jeden Monats empfängt sie von der Erscheinungs-„Maria“ zudem eine Botschaft, die   – so lautet die Meldung aus Medjugorje  – „in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet ist“.

Die Monatsbotschaft vom 25. April 2016 lautet folgendermaßen:

„Liebe Kinder! Mein Unbeflecktes Herz blutet während ich euch in Sünde und sündhaften Gewohnheiten anschaue. Ich rufe euch auf, kehrt zu Gott und dem Gebet zurück, dass es euch gut ergehe auf Erden. Gott ruft euch durch mich, dass eure Herzen Hoffnung und Freude seien für all jene, die fern sind.

Mein Ruf möge euch Balsam für die Seele und das Herz sein, damit ihr Gott, den Schöpfer, der euch liebt und zur Ewigkeit aufruft, verherrlicht. Meine lieben Kinder, das Leben ist kurz; ihr, nutzt diese Zeit aus, um Gutes zu tun. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Dazu einige Hinweise: Foto: Dr. Bernd F. Pelz

  1. Trotz täglicher (!) Besuche der „Himmelskönigin“ im Laufe von immerhin fast 35 Jahren scheint es mit den (Seher-)“Kindern“ schlimm auszusehen, bestätigt sie ihnen doch „Sünde und sündhafte Gewohnheiten“  –  wobei die Grammatik des Satzes zudem auch den Schluß zuließe, die Erscheinungsmadonna selber befände sich „in Sünde und sündhaften Gewohnheiten“. Wir gehen aber davon aus, daß das Visions-Phantom sich lediglich sprachlich nicht ganz auf der Höhe befindet und sich keinesegs selbst anklagen wollte.
  2. Die „Gospa“ appelliert an ihre „Kinder“, sie sollen zu Gott und dem Gebet „zurückkehren“ – also haben sie sich offenbar zwischenzeitlich von beidem entfernt? – Die Umkehr soll bezwecken, so heißt es weiter, „dass es euch gut ergehe auf Erden“.  Ist unser einstiges Wohlergehen in Reiche Gottes nicht weitaus wichtiger?
  3. Zudem ruft uns Gott nicht „zur Ewigkeit auf“, denn diese ist ohnehin vorhanden. Auch die Hölle befindet sich schließlich im Jenseits. Gott ruft uns vielmehr in die ewige Seligkeit, also in den Himmel.
  4. Am Schluß wird das Gegenteil von dem erzählt, was zu Beginn der „Botschaft“ gesagt wird. Jetzt werden die „Kinder“ gelobt, weil sie dem Ruf der Madonna gefolgt seien. Offenbar leidet diese Erscheinungsmaria an Gedächtnisstörungen.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Die „Erscheinung“ in Medjugorje bietet wieder eine kuriose „Monatsbotschaft“

Von Felizitas Küble

Bereits seit dem 24. Juni 1981 soll in Medjugorje die Gottesmutter erscheinen  – freilich ohne kirchliche Anerkennung. Weit über 40.000 mal soll sich die Madonna  den Sehern in der dortigen Pfarrei in Bosnien-Herzegowina gezeigt  haben  – zweifellos ein einmaliger Vorgang in der zweitausendjährigen Kirchengeschichte. media-372515-2

Zur visionären Schar gehört auch die Familienmutter Marija Pavlovic-Lunetti. Die Seherin empfängt am 25. Tag jeden Monats eine Botschaft, die „an die ganze Welt gerichtet“ ist.

Am 25. Februar lautete die Ansprache der „Königin des Friedens“ folgendermaßen:

„Liebe Kinder! In dieser Zeit der Gnade rufe ich euch alle zur Bekehrung auf. Meine lieben Kinder, ihr liebt wenig, ihr betet noch weniger. Ihr seid verloren und ihr wisst nicht, was euer Ziel ist. Nehmt das Kreuz, schaut auf Jesus und folgt Ihm. Er gibt sich euch bis zum Tod am Kreuz, weil Er euch liebt.

Meine lieben Kinder, ich rufe euch auf, kehrt zum Herzensgebet zurück, damit ihr im Gebet Hoffnung und den Sinn eures Existierens findet. Ich bin mit euch und bete für euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Man kann sich erneut darüber wundern, daß solch unsinnige „Botschaften“ immer noch von zahlreichen Menschen wie bare Münze bzw. himmlische Wahrheiten aufgenommen werden.

Dabei bestätigt die vermeintliche Madonna den „lieben Kindern“ bzw. ihrer Seherschar nicht zum ersten Mal, daß sie „verloren“ seien. Keine guten Aussichten also nach jahrzehntelangen Erscheinungen, wobei sie  – so behauptet das Phänomen –  immer noch nicht wissen, was ihr „Ziel“ ist. Doch offenbar weiß es die angebliche Himmelsmutter auch nicht, da sie die Visionäre einerseits für „verloren“ erklärt, sich aber zugleich bei ihnen bedankt, daß sie ihrem Ruf „gefolgt“ seien.

Zudem ist die Gegenwartsform hinsichtlich des Heilswirkens Christi („Er gibt sich euch bis zum Tod am Kreuz“) theologisch zumindest mißverständlich, denn der Kreuzestod  unseres Heilandes ist als historisches Ereignis längst geschehen. Die Vergegenwärtigung dieses Opfers in der hl. Messe ist keine Wiederholung, sondern eine unblutige Gedächtnisfeier, ein sakramentales Opfer Christi und der Kirche, was nichts an der Einmaligkeit des Kreuzestodes von Golgotha ändert.

 

 


Medjugorje: Mirjanas neue Himmelsbotschaft

Von Felizitas Küble

Medjugorje ist ein kirchlich nicht anerkannter, aber allseits bekannter Erscheinungsort in Bosnien-Herzegowina. Dort soll seit über 34 Jahren der „Himmel die Erde berühren“, wie es in Fankreisen gerne heißt.

Zur Seherschar gehört auch Mirjana Dragicevic-Soldo; sie erhielt am 2. Oktober 2015 von der Gospa (wie die Madonna in jener Region genannt wird) wieder eine „Privatbotschaft“, die auch online verbreitet wird. Wir veröffentlichen den vollen Wortlaut (Linien zur Hervorhebung von uns):  Scannen0004

„Liebe Kinder! Ich bin hier bei euch, um euch zu ermutigen, euch mit meiner Liebe zu erfüllen und von neuem aufzurufen, Zeugen der Liebe meines Sohnes zu sein.

Viele meiner Kinder haben keine Hoffnung, sie haben keinen Frieden, sie haben keine Liebe. Sie suchen meinen Sohn, aber sie wissen nicht, wie und wo sie Ihn finden. Mein Sohn breitet für sie die Hände aus; helft ihnen, dass sie in Seine Umarmung kommen.

Meine Kinder, deshalb müsst ihr um die Liebe beten. Ihr müsst viel, viel beten, damit ihr noch mehr Liebe habt, denn die Liebe besiegt den Tod und bewirkt, dass das Leben fortbesteht. Apostel meiner Liebe, meine Kinder, vereint euch mit aufrichtigem und einfachem Herzen im Gebet, wie weit ihr auch immer voneinander entfernt seid.

Ermutigt einander im geistigen Wachstum, so wie ich euch ermutige. Ich wache über euch und bin mit euch wann immer ihr an mich denkt. Betet auch für eure Hirten, für diejenigen, die wegen meinem Sohn und wegen euch allem entsagt haben. Liebt sie und betet für sie. Der himmlische Vater hört eure Gebete. Ich danke euch.“

Hierzu einige Anmerkungen:Wetzlar-DSC_0640-2 - Kopie

1. Die wahre Gottesmutter wird nur jene Menschen als ihre „Kinder“ bezeichnen, die auch Kinder Gottes sind. Alle Menschen sind zwar Geschöpfe Gottes, aber die geistliche Kindschaft erhalten wir durch die Taufe; durch die schwere Sünde wird die Freundschaft mit Gott zerstört. Daher sind jene Getauften, die sich nicht  mehr in der Gnade Gottes befinden, keineswegs im Zustand der Gotteskindschaft (theologisch als „Gnadenstand“ bezeichnet). Wenn also jemand weder Hoffnung, noch Frieden, noch Liebe hat, dann ist er kein Kind Gottes – und folglich auch kein Kind der Madonna. Es wird hier aber das Gegenteil behauptet.

2. Wer Christus sucht, findet ihn in der Kirche  – wo sonst?  Warum wird diese klare Lösung in der Medju-Botschaft nicht erwähnt? Stattdessen ruft diese Erscheinung ihre Seherschar fast flehentlich um Hilfe an. Wozu hat Christus dann überhaupt eine Kirche gegründet, wenn die „Madonna“ jahrzehntelang auf die Erde steigt, um ein halbes Dutzend Visionäre als geistliche Hilfstruppen zusammenzurufen?

3. Die Liebe Christi besiegt den Tod und schenkt uns das ewige Leben bei Gott. Hier wird aber gesagt: „…daß das Leben fortbesteht“. – Welches Leben? Das irdische? – Falls hier die ehelich-intime Liebe gemeint sein sollte, welche für Nachkommenschaft sorgt, so überwindet diese Form der Liebe keineswegs den Tod, denn sie existiert im Jenseits nicht mehr.

4. Das „geistige Wachstum“ ist freilich etwas, das Mirjana und die anderen Visionäre von Medjugorje dringend benötigen, was aber durch derart banale Botschaften kaum zustandekommen kann. Im übrigen erscheint es merkwürdig, wenn die angebliche Madonna nur dann über ihre Schar wacht, sofern diese „an mich denkt“. Wo ist hier von Gott, wo von Christus oder vom Hl. Geist die Rede?

Felizitas Küble leitet hauptberuflich den KOMM-MIT-Verlag und ehrenamtlich das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Medjugorje: Vatikan verbietet Sehern das Verbreiten von „Botschaften“ in der Pfarrei

Wie der Vaticanist Gianluca Barile bei „Rorate coeli“ berichtet, hat Kardinal Gerhard Müller dem Gemeindepfarrer Marinko Sarosa und den 6 angeblichen Visionären, die seit 34 Jahren behaupten, die „Gospa“ (Madonna) zu sehen, verboten, innerhalb der Pfarrei Medjugorje „Zeugnisse und Botschaften“ zu verbreiten. 884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

(Hier geht´s zum Original: klicken)

Das ist ein sehr harter Schlag, die dem „Propagandaministerium“ in Medjugorje, der Kommunikationsmaschinerie der angeblichen Seher, zugefügt wird, das so genannt wird, weil von dort die Botschaften  –  fast zeitgleich in verschiedene Sprachen übersetzt  –  in jeden Winkel der Welt gesendet werden können.

Nachdem einigen der Seher kirchlich verboten wurde, in italienischen Diözesen öffentliche Versammlungen abzuhalten, ist es die -zigste Bestätigung, daß sich die sog. Erscheinungen darauf zubewegen, sich in „schwarzen Rauch “ aufzulösen.

Die von Kardinal Müller geleitete Glaubenskongregation wird sich innerhalb der nächsten Wochen treffen; das letzte Wort dazu wird Papst Franziskus haben, der kein Geheimnis aus seiner – wenn auch verschleierten – Skepsis bezüglich der Echtheit des Phänomens Medjugorje gemacht hat.


Mirjanas Botschaft: Sind die Seher von Medjugorje „Träger der Wahrheit“?

Von Felizitas Küble

Die jüngste sog. „Privatbotschaft“ von Medjugorje, die am 2. September 2015 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo erging, enthält eine Reihe seltsamer theologischer Aussagen  – nebst dem nichtssagenden Wortschwall, den man in dieser (kirchlich nicht anerkannten) Pilgerstätte seit Jahrzehnten gewohnt ist. 3341030867_659e6e056e

Wir dokumentieren die auf einer Medjugorje-Seite HIER veröffentlichte „Botschaft“ im vollen Wortlaut:

„Liebe Kinder! Meine lieben Apostel der Liebe, meine Träger der Wahrheit, wieder rufe ich euch und versammle euch um mich, damit ihr mir helft, all meinen Kindern helft, die durstig sind nach Liebe und Wahrheit – dürstend nach meinem Sohn.

Ich bin die Gnade vom himmlischen Vater gesandt, euch zu helfen, das Wort meines Sohnes zu leben. Liebt einander! Ich habe euer irdisches Leben gelebt. Ich weiß, es ist nicht immer leicht, aber, wenn ihr einander liebt, werdet ihr mit dem Herzen beten, werdet ihr geistige Höhen erreichen und euch wird sich der Weg in den Himmel öffnen. Dort warte ich auf euch, eure Mutter, denn ich bin da.

Seid meinem Sohn treu und lehrt andere die Treue. Ich bin mit euch, ich werde euch helfen. Ich werde euch den Glauben lehren, damit ihr ihn den anderen richtig zu vermitteln wisst. Ich werde euch die Wahrheit lehren, damit ihr unterscheiden könnt. Ich werde euch die Liebe lehren, damit ihr erkennt, was wahre Liebe ist. Meine Kinder, mein Sohn wird es tun, Er wird durch eure Worte und eure Taten sprechen. Ich danke euch.“ image001

Hierzu stellen wir folgende Einwände und Fragen:

  1. Die Seher, welche die Erscheinung „um sich versammelt“, sind keineswegs „Träger der Wahrheit“, denn nur EINER kann von sich sagen: „Ich bin der Weg, die WAHRHEIT und das Leben“.  – In einem weiteren Sinne ist zweifellos auch die Kirche Träger der Wahrheit, weil sie von Christus beauftragt wurde, die Offenbarung Gottes zu verkünden. Ein solches „Amt“ haben aber die Visionäre von Medjugorje nicht inne!
  2. Schlicht unsinnig ist die Äußerung der „Gospa“ (wie die Madonna in jener Region genannt wird), die „lieben Kinder“ (Seherschar) mögen u.a. auch ihr helfen – weil sie „durstig“ nach Wahrheit und Liebe ist?     –  Selbst dann, wenn sich dieser Nachsatz allein auf die „lieben Kinder“ bezieht (was sprachlich unklar erscheint), bleibt immer noch die Frage, in welcher Weise denn die Visonäre der himmlischen Maria „helfen“ sollen.
  3. Die selige Jungfrau ist zwar „von Gottes Gnaden“, genauer gesagt durch Gottes Huld voll der Gnaden, aber sie ist keineswegs an sich „die Gnade“, weil die Quelle der Gnade allein der dreieinige Gott selber ist.
  4. „Ich werde euch den Glauben lehren“, so heißt es in dieser Botschaft nach über 34 Jahren Erscheinungen – was hat die „Gospa“ denn bislang getan? –  Wozu gibt sie sich ein tägliches (!) Stelldichein zu Medjugorje, wenn sie jetzt  ankündigt, der Seherschar künftig den Glauben zu lehren? – Zudem ist hierfür keine Sonderbotschafterin erforderlich; vielmehr existiert zum Zwecke der Glaubensunterweisung seit zweitausend Jahren die katholische Kirche mit ihren Geistlichen.
  5. Sodann ist die Aussage wohl nicht frei von Anmaßung, wonach Christus selbst durch die Worte und Taten der Sehergruppe „sprechen“ werde. Auch hierfür fehlt den Visionären der himmlische Auftrag, weil dieser bereits an die Kirche und ihre geweihten Diener verliehen worden ist, die bei der Sakramentenspendung „in persona Christi“ sprechen und handeln.

 


Causa Medjugorje: Die jüngste „Himmelsbotschaft“ an die Seherin Mirjana

„Verschwendet keine Zeit, indem ihr zuviel nachdenkt“

In der katholischen Pfarrei Medjugorje in Bosnien-Herzegowina soll  – einer Schar von männlichen und weiblichen Sehern zufolge  –  bereits seit dem 24. Juni 1981 die Gottesmutter als „Königin des Friedens“ erscheinen – und dies bei einigen der Visionäre sogar täglich. 884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

Die zuständigen Oberhirten des Bistums Mostar (erst Bischof Zanic, danach sein Amtsnachfolger Bischof Peric) lehnen die  „Offenbarungen“ des Himmels bzw. die mittlerweile über 40.000 Erscheinungen strikt ab.

Zu den Sehern, denen angeblich „Botschaften“ der Madonna anvertraut werden, gehört auch die Familienmutter Mirjana Dragicevic-Soldo; sie soll zehn Geheimnisse von ihr erhalten haben.

Jeweils am zweiten Tag eines Monats erlebt sie  – eigenen Angaben zufolge – eine Erscheinung der „Gospa“, wie die selige Jungfrau Maria in jener Gegend bisweilen genannt wird. Diese sog. „Privatbotschaft“ wird per Medjugorje-Newsletter verbreitet.

Wir dokumentieren hier die jüngsten Aussagen der „Gospa“ vom 2. August 2015 im vollständigen Wortlaut (das Hervorheben einiger Äußerungen durch Linien erfolgt durch uns):

 „Liebe Kinder! Ich, als Mutter, die ihre Kinder liebt, sehe, wie schwer die Zeit ist, die ihr lebt. Ich sehe euer Leid, aber ihr sollt wissen, dass ihr nicht allein seid. Mein Sohn ist mit euch. Er ist überall. Er ist unsichtbar, aber ihr könnt Ihn sehen, wenn ihr Ihn lebt. DSC06228

Er ist das Licht, das eure Seele erleuchtet und den Frieden gibt. Er ist die Kirche, die ihr lieben sollt und für die ihr immer beten und kämpfen sollt – aber nicht nur mit Worten, sondern mit Werken der Liebe. Meine Kinder, wirkt, damit alle meinen Sohn erkennen, wirkt, damit Er geliebt werden kann, denn die Wahrheit ist in meinem Sohn, geboren von Gott – dem Sohn Gottes.

Verschwendet keine Zeit, indem ihr zu viel nachdenkt; ihr werdet euch von der Wahrheit entfernen.

Nehmt mit einfachem Herzen Sein Wort an und lebt es. Wenn ihr Sein Wort lebt, werdet ihr beten. Wenn ihr Sein Wort lebt, werdet ihr mit barmherziger Liebe lieben, ihr werdet einander lieben. Je mehr ihr liebt, je weiter werdet ihr vom Tod entfernt sein. Für diejenigen, die das Wort meines Sohnes leben werden und die lieben, wird der Tod Leben sein. Ich danke euch. Betet, dass Ihr meinen Sohn in euren Hirten sehen könnt. Betet, dass ihr Ihn in ihnen umarmen könnt.“

Hierzu einige Hinweise:

1.Es heißt in der Botschaft: „Er (Jesus) ist die Kirche.“  –  Christus ist das Haupt der Kirche, die Gläubigen sind die Glieder dieses geheimnisvollen Leibes; in Wort und Sakrament wirkt der Erlöser auch nach seiner Himmelfahrt weiter in der Welt für das Heil der Menschen. mtcarmelpic1

2. Die Aussage, Christus sei „geboren von Gott“ ist zumindest mißverständlich, wenn nicht sogar irreführend. Christus selber ist ja GOTT, die zweite Person der göttlichen Dreieinigkeit. Es muß also richtig heißen: Christus ist „geboren vom Vater“, wie es auch das CREDO (Glaubensbekenntnis) lehrt: „Aus dem Vater geboren vor aller Zeit…“  

3. Was soll die Warnung vor „zu viel Nachdenken„, weil dies angeblich „Zeitverschwendung“ sei, verbunden mit der Mahnung, sich sonst von der „Wahrheit“ zu entfernen?  –  Soll hier womöglich einem kritischen Nachdenken hinsichtlich der Echtheit jener Erscheinungen vorgebeugt werden?

4. Sodann wird zum Gebet für die „Hirten“ aufgerufen, auf daß man in ihnen Christus „umarmen“ könnte. Auf der einen Seite verweigern alle Medjugorje-„Seher“ seit Jahrzehnten den kirchlichen Gehorsam, indem sie die ablehnenden Stellungnahmen ihrer zuständigen Oberhirten (erst Bischof Zanic, danach Bischof Peric) ignorieren bzw. links liegenlassen.  – Auf der anderen Seite werden „Umarmungs“-Aufforderungen zum Besten gegeben. Soll damit vielleicht der dauerhafte Ungehorsam verschleiert werden?

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das gemeinnützige Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt. 

 

 


Theologisch unausgegorene Äußerungen der „Madonna“ von Medjugorje

Von Felizitas Küble

Kürzlich haben wir uns mit dem Buch „Gedanken über Medjugorje“ von Dr. Ewald Kurtz befaßt, dem man immerhin zugutehalten kann, daß er sich innerhalb der Medju-Literatur um ein höheres Niveau bemüht: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/26/medjugorje-ist-die-erscheinende-gestalt-eine-lebendige-person/

Der Autor will in seiner 92-seitigen Schrift jenen Nachweis erbringen, den er in seinem Untertitel thematisiert: „Die erscheinende Gestalt als lebendige Person.“  884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

Dem Verfasser zufolge zeigt sich die Glaubwürdigkeit bzw. Echtheit einer Erscheinung auch daran, ob in ihr die individuellen Züge einer lebendigen Persönlichkeit erkennbar sind, also nicht nur ein schablonenhafter Ablauf erfolgt bzw. bloß schematische Äußerungen vorliegen.

Wie bereits in unserem ersten Artikel dargelegt, eignen sich die vom Autor erwähnten Gospa-Zitate allerdings nicht, um seinen Anspruch zu begründen, weil jene Aussagen sich entweder als unsinnig oder als theologisch irrtümlich erweisen.

Medjugorje-Zitate belegen das Gegenteil des Erwünschten:

Hier folgen dazu ein paar weitere Beispiele aus dem zweiten Teil des Buches:

Auf Seite 39 bringt der Medjugorje-Anhänger folgende Gospa-Aussagen, welche die Glaubwürdigkeit der Erscheinungen stützen sollen: „Opfert euer Leben für die Rettung der Welt!“ 

Erstens hält sich das „Opferleben“ der Medju-Seher offensichtlich in ganz engen Grenzen  – und zweitens können selbst die frommsten Christen mit noch so hochherziger Askese keine „Rettung der Welt“ vollziehen, zumal Christus vor zweitausend Jahren dieses Heilswerk bereits vollbracht hat.

Sodann fordert die vermeintliche Himmelsmutter dazu auf, daß alle „mit mir durch das Gebet eine neue Welt des Friedens aufbauen“ mögen; zudem sollen sie fasten, denn das wolle sie  –  die Madonna  – „ihrem Sohn Jesus für das Kommen einer neuen Zeit, einer Zeit des Frühlings, darbringen“.

Diese Endzeitschwärmerei bzw. Ankündigung eines kommenden Friedensreiches und einer „Zeit des Frühlings“ ist erstens weltfremd und zweitens bibelfremd, denn die Heilige Schrift kündigt für das Ende der Zeiten einen schlimmen Glaubensabfall an  –  und nicht etwa eine „neue Welt des Friedens“ etc. ???????

Auf Seite 40 wird die Erscheinung wie folgt zitiert: „Ich lade euch ein, euch mir ganz zu öffnen, damit ich durch jeden von euch die Welt bekehren und retten kann, die von Sünde und von all dem voll ist, was nicht gut ist.“

Abgesehen von der banalen Ausdrucksweise besitzt die Himmelsmutter weder mit noch ohne diese Seherschar eine Vollmacht, um die Welt zu „retten“, weil dies allein ihr göttlicher Sohn vermag. Kein Geschöpf ist hierzu imstande, auch nicht Maria, das edelste und am meisten von Gott begnadete Geschöpf.

1997: „Bald werdet ihr diesen Botschaften nachtrauern“.

Am 25.8.1997 sagte die Erscheinung: „Bald wird die Zeit kommen, in der ihr diesen Botschaften nachtrauern werdet.“  –  Der Autor fügt eigens hinzu: „Klarer kann sie das ihr bekannte Ende kaum ausdrücken.“ (S. 41)

Nun sind inzwischen weitere 18 Jahre vergangen  – und von „bald“ wird man insofern kaum sprechen können!

Bekanntlich haben die Sehermädchen Vicka und Marija im ersten Jahr der Erscheinungen (nämlich 1981) bereits öffentlich verkündet, es stände endgültig fest, daß sie ins Kloster gehen. Darauf wartet die Welt heute noch (es ist ohnehin nicht mehr möglich, denn beide Damen sind längst verheiratet).

Auch die Medjugorje-Visionärin Ivanka wurde keine Ordensfrau, obwohl es offenbar der „Wunsch“ der Erscheinung war, wie der Autor selber zitiert:

„Wenn ihr ins Kloster gehen wollt, so wäre das auch mein Wunsch. Aber wenn ihr es nicht wollt, ist es besser, ihr tut es nicht.“ (S. 50)

„Erlaubt nicht, dass mein Herz blutige Tränen weint…“

Gemälde: Evita Gründler

Gemälde: Evita Gründler

Der Verfasser hält die „erscheinende Gestalt“ auch deshalb für eine „lebendige Person“, weil sie immer wieder besondere Empfindungen wie „Trauer, Leiden und Freude“ ausdrücke. Freilich erscheinen manche Gefühlsäußerungen theologisch recht merkwürdig, zB. folgende:

„Ich bitte euch, erlaubt nicht, dass mein Herz blutige Tränen über jene Seelen weint, die in der Sünde verloren gehen.“ (S. 54)

Wie sollte die im Himmel hochgradig glückselige Gottesmutter denn überhaupt „blutige Tränen“ weinen?  –  Zudem findet das Weinen mit den Augen und nicht mit dem Herzen statt.

Die besonders interview-freudige Seherin Vicka wird auf S. 55 wie folgt zitiert: „Das Gesicht der Gospa sieht aus wie bei  jemandem, der anfangen wird zu weinen. Und am nächsten Tag sieht es nicht besser aus, im Gegenteil:  jeden Tag leidet sie mehr.“

Da fragt man sich: Wenn eine tägliche Leidenszunahme auf dem Antlitz der Erscheinung erkennbar ist, wie wird das Gesicht der Erscheinung jetzt nach über 34 Jahren wohl aussehen?!

Reichlich unausgegoren ist auch jene Gospa-Aussage, die der Autor auf S. 68 erwähnt:

„Liebe Kinder, ihr wißt, daß ich euch unermesslich liebe und dass ich einen jeden von euch für mich will. Aber Gott hat allen die Freiheit gegeben, die ich in Liebe achte und ich verneige mich in meiner Demut vor eurer Freiheit.“

Erstens läßt es tief blicken, daß die Erscheinung einräumt, daß sie die Seher eigentlich „für mich“ will (also nicht für Gott?!).

Zweitens respektiert der Himmel zweifellos die menschliche Freiheit, aber nicht in der Weise, daß er sich davor „verneigt“, als stände der Mensch samt seiner (von Gott verliehenen!) Freiheit auf einem ganz hohen und verehrungswürdigen Podest.

Drittens wird die wahre Gottsmutter sich nie ihrer eigenen Demut rühmen, denn wer dies tut, ist schon nicht mehr wirklich demütig!

 

 


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