Lina Barouch spricht am 13. Juli in Hamburg über deutsch-hebräische Sprachwelten

Am Donnerstag, den 13. Juli 2017,  hält Lina Barouch einen Vortrag über das Thema: „Zwischen Deutsch und Hebräisch. Über die „Gegensprachen“ von Gershom Scholem, Werner Kraft und Ludwig Strauss“. – Im Anschluß findet ein Gespräch statt.

Zwei Sprachen, zwei kulturelle Identitäten? So einfach ist es nicht. Es gibt ein „Dazwischen“, eine Zone des Unbenennbaren, des Schweigens zwischen den Sprachen. Umso mehr, wenn ein durch Emigration und Vertreibung erzwungener Sprachwechsel hinzukommt – ein heute wieder sehr aktuelles Thema.

Ausgehend von Paul Celans Rede vom „Gegenwort“ hat Lina Barouch mit dem Begriff einer „Gegensprache“ das Schreiben der drei deutsch-jüdischen Autoren Gershom Scholem, Werner Kraft und Ludwig Strauss  im sprachlichen Spannungsfeld zwischen Deutsch und Hebräisch untersucht.

Alle drei waren – wie Scholem 1923 freiwillig oder wie Kraft und Strauss nach 1933 gezwungenermaßen – aus Deutschland ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina ausgewandert.

Auf die damit verbundene Sprachkrise antworteten die Schriftsteller und Dichter auf jeweils sehr unterschiedliche Weise mit der einzigartigen Entwicklung einer „Gegensprache“, die dazu verhalf, die Erfahrung der eigenen sprachlichen Marginalisierung im spannungsvollen Verhältnis der zwei Sprachen kreativ zu gestalten. Dabei geht es sowohl um kulturelle Kontaktzonen als auch um Unüberbrückbares zwischen diesen Sprachen.

Lina Barouch ist Literaturwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt deutsch-jüdische Literatur; sie arbeitet im Franz-Rosenzweig-Minerva-Forschungszentrum für deutsch-jüdische Kultur an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Vortrag und Gespräch am Donnerstag, den 13. Juli 2017, um 20 Uhr

Ort: Jüdischer Salon am Grindel e.V.
Grindelhof 59 in 20146 Hamburg

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Israel: Junge Grenzpolizistin durch Terrorangriff in Jerusalem ermordet

Palästinenserführung feiert Mörder als Helden

Am vorigen Freitagnachmittag ist eine Grenzpolizistin bei einem Terrorangriff in der Altstadt von Jerusalem getötet worden.

Hadas Malka, das Opfer (siehe Foto), wurde bei einem Angriff mit einem Messer tödlich verletzt und verstarb später im Hadassah-Krankenhaus.

Sie hatte Angreifer der Grenzpolizei zufolge mehrere Sekunden lang mit dem Angreifer gekämpft und erfolglos versucht, ihre Waffe zu ziehen. Der Terrorist wurde kurz nach dem Angriff von Soldaten erschossen.

Malka war mit weiteren Soldaten auf dem Weg zu einem Einsatz, bei dem Terroristen ebenfalls Grenzpolizisten angegriffen hatten. Auch bei diesem Einsatz wurden die beiden Terroristen getötet.

Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte bei der wöchentlichen Kabinettsitzung:

„Im Namen der Regierung und der Nation möchte ich der Familie der verstorbenen Grenzpolizistin Hadas Malka mein herzliches Beileid aussprechen. Ihre Trauer ist die unsrige, ihr Leid ist das der gesamten Nation. Hadas war eine junge Frau voller Leben. Sie war erfüllt von einem Sendungsbewusstsein, den Staat Israel zu verteidigen. Ihre Kommandanten und jene, die ihrem Befehl unterstanden, liebten sie und vertrauten ihr. […]

Statt die Tat zu verabscheuen, veröffentlichte die Fatah – unter Führung von Abu Mazen [Mahmud Abbas] – eine Stellungnahme, in der sie die Grenzpolizisten, die die Terroristen getötet haben, verurteilen und die Mörder als Helden feiern.

Die Palästinensische Autonomiebehörde weigert sich natürlich, den Mord zu verurteilen; die gleiche Autonomiebehörde wird nun finanzielle Entschädigung für die Familien der Mörder zahlen.

Ich rufe alle Länder der Welt dazu auf, den Mord und jene, die ihn preisen, zu verurteilen, und fordere die sofortige Einstellung von Zahlungen der Palästinensischen Autonomiebehörde an die Familien von Terroristen – etwas, das bloß zum Terror ermuntert.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin


Israel zum Tod von Ex-Kanzler Helmut Kohl: Ein großer Freund des jüdischen Staates

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu (siehe Foto) hat sich zum Tod des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl geäußert. In einer Stellungnahme erklärte er:  Als einer der besten Freunde Israels war er der Sicherheit des jüdischen Staates voll verpflichtet. Kohl war ein Staatsmann, der Deutschland mit fester und entschlossener Hand vereinigte.“

Der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman erklärte zum Tod des Altkanzlers:

Die Welt verliert mit ihm einen der großen Staatsmänner seiner Generation, der weit über seinen Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung hinaus in Erinnerung bleiben wird. Helmut Kohl war nicht nur ein Mann der Worte, sondern auch der Taten. Seine innere Überzeugung galt der Einheit Europas, für die er sich zeitlebens eingesetzt hat.

Als wahrer Freund Israels und des jüdischen Volkes war er der Sicherheit des Staates Israel zutiefst verpflichtet. Helmut Kohl kann als einer der Gestalter des zweiten Abschnitts der deutsch-israelischen Beziehungen gelten, welcher sich durch die Vertiefung der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kooperationen zwischen unseren beiden Ländern auszeichnet.

Sein Verdienst ist es auch, Israel enger an Europa gebunden zu haben. Nicht umsonst ist das Institut für Europäische Studien an der Hebräischen Universität Jerusalem nach ihm benannt.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Gaza: Hamas baute erneut Terror-Tunnel

Die Terrororganisation Hamas hat im Gazastreifen einen Tunnel zum Schmuggel von Waffen und anderen Materialien gebaut, der unter zwei aneinandergrenzenden –  vom UNO-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) erbauten  –  Schulen verläuft. Dies wurde in der vergangenen Woche entdeckt.

Der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Botschafter Danny Danon, hat sich in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat gewandt und ihn dazu aufgerufen, den wiederholten Missbrauch ziviler Infrastruktur zu verurteilen und die Hamas als Terrororganisation einzustufen.

Die UNRWA hat den Bau der Tunnels verurteilt.

Die Hamas hatte in der Vergangenheit bereits häufig Schulen und andere zivile Einrichtungen zur Basis terroristischer Aktivitäten gemacht und Kinder und andere Zivilpersonen als menschliche Schutzschilde verwendet.

Im Jahr 2014 war ein Fall bekannt geworden, bei dem UNRWA Raketen, die auf dem Gelände einer ihrer Schulen gefunden worden waren, an die Hamas zurückgegeben hatte.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Israel dankt der amerikanischen Botschafterin

Die US-amerikanische Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hat in der vergangenen Woche Israel besucht. Am Mittwochmorgen traf sie mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu zusammen.
Der Regirungschef erklärte:

„Vielen Dank dafür, dass Sie für Israel und die Wahrheit einstehen, was bedeutet, für Amerika einzustehen. Eigentlich bin ich der Meinung, es bedeutet, für die UN einzustehen, wie sie eigentlich gedacht war.

Menschen schätzen die Wahrheit. Wir haben ein altes hebräisches Sprichwort, das besagt, wenn jemand die Wahrheit sagt, kann man das fühlen. Menschen fühlen es also, sie verstehen es nicht nur, sie fühlen es. Und wir fühlen es.

Wir freuen uns, die Früchte Ihrer Bemühungen, einen sonst so seltenen gesunden Menschenverstand zu sehen. Und so reagieren Menschen eines sehr weiten Spektrums. Präsident Trump und Sie haben, denke ich, den Diskurs verändert, neue Standards gesetzt und die anderen knüpfen daran an, und das ist großartig.“

Botschafterin Haley sagte:

„Sie wissen, ich habe nicht mehr getan, als die Wahrheit zu sagen, und die Reaktion ist ein wenig überwältigend. Wir sind so sehr daran gewöhnt, das zu tun. Wenn es irgendetwas gibt, wofür ich keine Geduld habe, sind das Rüpel, und die UNO hat sich rüpelhaft gegenüber Israel verhalten.

Wir sehen jetzt in New York einen Wandel. Ich glaube, sie wissen, dass sie nicht weiterhin so reagieren können, wie sie es bisher getan haben. Sie fühlen, dass der Ton sich geändert hat.“

Quelle: Amt des Premierministers  – Foto: GPO / Amos Ben Gershom


UNO-Hilfswerk UNRWA betrügt mit einem Rühr-Foto, um Israel anzuprangern

Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten hat ein Bild von einem Mädchen in einem zerbombten Haus in Syrien verwendet (siehe Foto) und erklärt, es handle sich um ein Mädchen im Gazastreifen. Dies erklärte die Gruppe „UN-Watch“ am vorigen Freitag.

In einem Posting auf Facebook, auf Twitter und auf ihrer Website verwendete UNRWA ein Foto des Mädchens, das als „Aya“ vorgestellt wurde, und erklärte, dieses habe sein Leben land unter der israelischen Blockade des Gazastreifens gelitten. Die UN-Organisation warb mit dem Foto um Spenden für Menschen im Gazastreifen.

„Ayas Kindheitserinnerungen“, so heißt es u.a. in dem inzwischen gelöschten Post, „sind solche von Konflikt und Schwierigkeiten, Mauern, aus denen sie nicht ausbrechen kann, und der Angst, dass das einzige Heim, das sie kennt, wie klein es auch immer sein mag, nicht mehr da sein könnte, wenn sie aus der Schule heimkehrt.“

Die Aufnahme wurde von UNRWA sogar zum Coverfoto auf der Facebook-Seite gemacht. Das Bild stammte allerdings nicht aus dem Gazastreifen. Das Hilfswerk hatte es bereits im Januar 2015 in einem Twitter-Post zu Syrien verwendet.

Nachdem UN-Watch den Fehler publik gemacht hatte, entfernte UNRWA die Posts und veröffentlichte eine Entschuldigung.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Jerusalem-Post


Israelischer Militärexperte M. von Creveld warnt den Westen vor Verweichlichung

Der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld hat vor einem Bürgerkrieg in Europa und dem Zusammenbruch des Westens gewarnt. Hauptursächlich dafür sei eine Verweichlichung der Gesellschaft.

Dies geschehe in erster Linie „aufgrund der Art und Weise, wie wir Menschen des Westens unsere Kinder erziehen, sie gegen jede potentielle Gefahr beschützen, sie davon abhalten, erwachsen zu werden und sie zu unselbständigen Wesen erziehen“, sagte van Creveld in einem Interview mit der konservativen Wochenzeitung JUNGEN FREIHEIT über sein neues Buch „Wir Weicheier“.

Dasselbe passiere mit den Armeen. „In den meisten europäischen Ländern, Deutschland ausdrücklich eingeschlossen, ist der Begriff Militarismus in der Bedeutung eines gesunden Stolzes des Soldaten auf seinen Berufsstand, zu einem Tabu geworden.“

Der Westen folge dem Beispiel vieler früherer Kulturen, die untergegangen seien. Die entscheidenden Faktoren seien stets dieselben gewesen: „Übermäßiger Wohlstand, der zu weniger strengen Sitten sowohl in geistiger als auch in körperlicher Hinsicht führt; eine wachsende Kluft zwischen Reich und Arm; der zunehmende Widerwille, Wehrdienst zu leisten, sowie eine Vorliebe für Söldner.“

Quelle: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2017/israelischer-militaerhistoriker-warnt-vor-zusammenbruch-des-westens/