USA und Israel beschwören gemeinsame Allianz gegen islamischen Terrorismus

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu befindet sich auf Staatsbesuch in den USA. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus in Washington am gestrigen Mittwoch erklärte Netanyahu u.a.:

„Präsident Trump, ich schätze Ihre Freundschaft zu mir und dem Staat Israel sehr. Es war so deutlich in den Worten, die Sie gerade gesprochen haben: Israel hat keinen besseren Verbündeten als die Vereinigten Staaten, und ich möchte Ihnen versichern, die Vereinigten Staaten haben keinen besseren Verbündeten als Israel.

Donald Trump und Ministerpräsident Benjamin Netanyahu

US-Präsident Donald Trump und Ministerpräsident Benjamin Netanyahu

Ich begrüße Ihren offenen Aufruf, sicherzustellen, dass Israel in internationalen Foren fair behandelt wird und den Verleumdungen und Boykotten gegen Israel durch die Macht und moralische Position der USA energisch widerstanden wird.

Wie Sie bereits gesagt haben, basiert unsere Allianz auf einer engen Verbindung gemeinsamer Werte und gemeinsamer Interessen. Und diese Werte und Interessen werden zunehmend durch eine heimtückische Kraft angegriffen: den radikalislamischen Terror.

Herr Präsident, Sie haben große Klarheit und großen Mut darin gezeigt, diese Herausforderung offen anzugehen. Sie rufen dazu auf, sich dem iranischen terroristischen Regime entgegenzustellen und Iran daran zu hindern, dieses fürchterliche Abkommen auszunutzen, um ein Kernwaffenarsenal anzulegen; und Sie haben gesagt, dass die USA entschlossen sind, Iran daran zu hindern, Kernwaffen zu erlangen.

Sie rufen außerdem dazu auf, den IS zu besiegen.

Ich glaube, unter Ihrer Führung können wir den Aufstieg des radikalen Islam abwenden. Und bei dieser großen Aufgabe steht Israel, stehe ich an Ihrer Seite, wie bei so vielen anderen Aufgaben.

Historische Chance: „Neue Abenteuer des Friedens“

Herr Präsident, im Zuge des Zurückdrängens des radikalen Islams können wir eine historische Chance nutzen, da arabische Länder in der Region zum ersten Mal in meinem Leben und zum ersten Mal seit Bestehen meines Landes Israel nicht als Feind sehen, sondern zunehmend als Verbündeten.

Ich glaube, dass unter Ihrer Führung dieser Wandel in unserer Region eine nie dagewesene Gelegenheit schafft, die Sicherheit zu stärken und Frieden voranzubringen. Lassen Sie uns diesen Moment gemeinsam nutzen, lassen Sie uns die Sicherheit stärken; lassen Sie uns nach neuen Abenteuern des Friedens streben; und lassen Sie uns die bemerkenswerte Allianz zwischen Israel und den Vereinigten Staaten in noch größere Höhen führen.“


Demnächst römischer Titusbogen im UNESCO-Hauptquartier in Paris

Das israelische Außenministerium hat beschlossen, eine Replik eines Ausschnitts des Titusbogens als permanentes Ausstellungsstück an das UNESCO-Hauptquartier in Paris zu geben. Ausschnitt aus der Darstellung des Triumphzuges auf dem Titusbogen (Foto: Dnalor_01/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 3.0)

Der Titusbogen in Rom enthält in seiner Darstellung des römischen Triumphzuges unter anderem jüdische Sklaven, die römische Kriegsbeute aus dem Jerusalemer Tempel transportieren, hierunter die goldene Menora (siehe Foto).

Die Darstellung wird als einer der vielfältigen Belege für die Existenz des Tempels in Jerusalem gesehen, die in jüngster Zeit von arabischer Seite bestritten wird. Jüngster Fall war eine von der UNESCO verabschiedete Resolution zum Tempelberg in Jerusalem, die den jüdischen Bezug zu dem Ort vollkommen ignorierte.

Die Aufstellung der Replik geht auf eine Initiative von Premierminister Benjamin Netanyahu zurück und wurde von Carmel Shama Hacohen, dem Botschafter Israels bei der UNESCO, mit der UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova koordiniert, die einer Aufstellung und feierlichen Einweihung zustimmte.

Der Replik sollen geschriebene Erläuterungen auf Englisch, Französisch, Hebräisch und Arabisch zur Seite gestellt werden.

„Die Szene vom Titusbogen – welche Juden, die Menora und andere heilige Symbole zeigt, wie sie nach der Zerstörung des Zweiten Tempels ins Exil gehen – wie sie in der UNESCO ausgestellt wird, zeigt eine objektive, historische Wahrheit in Stein graviert von einem nichtjüdischen Herrscher 600 Jahre vor Aufkommen des Islam“, so Hacohen.

Quelle: Israelische Botschaft  –  Foto: Dnalor_01/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 3.0


Israel und Großbritannien bekräftigen ihre freundschaftlichen Beziehungen

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu ist am vergangenen Montag in London von seiner britischen Amtskollegin Theresa May empfangen worden. Bei dem Treffen erklärte Netanyahu u.a.:

„Vielen Dank für Ihre warmherzige Begrüßung. Ich würde sagen, dass sie die Tiefe der Partnerschaft zwischen Israel und Großbritannien wiederspiegelt. Ich weiß, dass die Menschen in Israel mit mir gemeinsam Königin Elizabeth heute zum 65. Jahrestag ihrer Thronbesteigung gratulieren.  Die Premierminister May und Netanyahu vor #10, Downing Street (Foto: GPO)

Wir stehen den Herausforderungen durch den militanten Islam und besonders durch den Iran gegenüber. Iran trachtet danach, Israel zu vernichten. Er sagt das offen. Er trachtet danach, den Nahen Osten zu erobern.

Er bedroht Europa und den Westen, er bedroht die Welt. Aus diesem Grund begrüße ich das Beharren von Präsident Trump auf neuen Sanktionen gegen Iran. Ich denke, andere Länder sollten bald folgen, ganz sicher verantwortungsbewusste Nationen.

Gleichermaßen möchte ich Ihnen versichern, dass wir mit Ihnen den Wunsch nach Frieden teilen, und dies ist seit dem ersten Tag unser Traum. Ich denke, es gibt Herausforderungen, doch es gibt einige neue und interessante Gelegenheiten wegen dieser regionalen und globalen Veränderungen.“

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Präsident Trump hat den israelischen Regierungschef in die USA eingeladen

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat am Sonntagabend mit dem neuen US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump telefoniert. Das Gespräch sei sehr herzlich gewesen, erklärte das Amt des Ministerpräsidenten. 

Donald Trump und Ministerpräsident Benjamin NetanyahuNetanyahu erklärte seinen Wunsch, eng mit Präsident Trump zusammenzuarbeiten, um eine gemeinsame Vision für die Schaffung von Frieden und Sicherheit in der Region zu entwerfen, ohne Gräben zwischen den USA und Israel. Die beiden Politiker sprachen auch über den Nuklearpakt mit Iran, den Friedensprozess mit den Palästinensern und weitere Themen.

US-Präsident Trump lud den israelischen Regierungschef ein, ihn im Februar in Washington zu treffen. Ein endgültiger Termin wird in den kommenden Tagen festgelegt.

Glückwunsch von Staatspräsident Rivlin

Schon zuvor hatte der israealische Staatspräsident Reuven Rivlin dem neuen US-Präsidenten zur Einführung in das Amt gratuliert. In einem Schreiben an Trump heißt es:

„Im Namen der Menschen und des Staates Israel, habe ich die Ehre, Ihnen zu Ihrer Amtseinführung als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu gratulieren.

Herr Präsident, als langjähriger Freund des Staates Israel sind Sie nun der Anführer der freien Welt und Israels wichtigsten und engsten Verbündeten. Die Verbindung zwischen unseren Staaten und Nationen gründet nicht nur auf Freundschaft. Sie wurzelt in unseren gemeinsamen Werten und unserer langjährigen Verpflichtung zu Freiheit und Demokratie – den Fundamenten unserer Gesellschaften.

Da Sie dieses geschätzte Amt übernehmen, möchte ich gern meiner Dankbarkeit für die Unterstützung und Freundschaft des amerikanischen Volkes Ausdruck verleihen, gemeinsam mit meiner Hoffnung, dass unsere besondere Beziehung und Kooperation weiterhin erblüht und noch enger wird.“

Text/Foto: Israelische Botschaft / Amt des Ministerpräsidenten


Avi Primor, ehem. israelischer Botschafter, über Antisemitismus und Islamprobleme

Der frühere Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Avi Primor (siehe Foto), hat eine Reihe von Büchern geschrieben, in welchem er sich mit der Judenfeindlichkeit in aller Welt und dem Nahostkonflikt befaßt, zudem mit dem deutsch-israelischen Verhältnis, aber auch mit dem Problem des radikalen Islam.

In seinem Buch „Mit Ausnahme Deutschlands“ würdigt er unser Land auch anhand vieler persönlicher Berichte und Erlebnisse.avi-primor

Primor ist Vorsitzender der Israelischen Gesellschaft für Auswärtige Politik (Israel Council on Foreign Relations). Er erhielt u. a.den Kulturpreis Europa 1998, den Merite Européen in Gold und 2003 das Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband.

In seinen Reden und Schriften äußert sich der ehem. Diplomat betont deutschfreundlich. Dies war bereits während seiner Amtszeit als Botschafter des jüdischen Staates der Fall. Er hat auch uns seinerzeit einen sehr freundlichen Brief geschrieben, in dem er unseren Einsatz sowohl gegen Rechts- wie gegen Linksradikalismus sowie unser Eintreten für demokratische Werte ausdrücklich würdigt.

Primor nimmt auch nach seiner Diplomatenlaufbahn zu aktuellen Ereignissen Stellung, zB. nach dem Tod von Shimon Peres, dem israelischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger: http://www.ndr.de/kultur/Avi-Primor-zum-Tod-von-Shimon-Peres,journal540.html

Das Kulturmagazin CICERO veröffentlichte im Oktober 2010 ein Interview mit Avi Primor. Dabei stellte ihm Daniel Schreiber auch folgende Frage:

„Zusammen mit der Journalistin Christiane von Korff haben Sie sich in Ihrem Buch „An allem sind die Juden und die Radfahrer schuld“ (Piper-Verlag) auf eine überraschend entkrampfte Weise mit Antisemitismus auseinandergesetzt. Deshalb möchten wir Ihnen eine provokante Frage stellen: Ist der Antiislamismus, der sich zurzeit in Westeuropa und den Vereinigten Staaten abzeichnet, mit dem Antisemitismus vergleideutschland-israel-flag-300x214chbar?“

Hierzu gibt Primor folgende Antwort:

„Vergleichbar sind sie nicht, weil die Umstände anders sind; wir sprechen hier von ganz anderen Maßstäben. In Deutschland machten die Juden zu Beginn des 20. Jahrhunderts höchstens ein Prozent der Bevölkerung aus, das sich außerdem noch ungewöhnlich erfolgreich integrierte. Anschläge oder Feindseligkeiten vonseiten der Juden gab es nie.

Auch die meisten Muslime sind nicht gewalttätig, wahrscheinlich gibt es auch eine Mehrheit unter ihnen, die sich integrieren will. Es gibt aber eben diese Minderheit unter ihnen, die das nicht macht. Und die löst eine Empörung aus.“

Zum Thema Antisemitismus im Westen erklärt der ehem. Botschafter:

„Interessanterweise ist der Antisemitismus in Westeuropa und Nordamerika in den vergangenen Jahrzehnten ununterbrochen zurückgegangen. Anhand von Meinungsumfragen haben wir das sorgfältig untersucht. Wenn auch manche Vorurteile bestehen bleiben, so hat sich die Haltung gegenüber den jüdischen Mitbürgern doch zunehmend normalisiert.

Auch haben wir versucht zu erklären, warum im Gegensatz zu dieser Lebensrealität viele Menschen glauben, dass der Antisemitismus zunimmt. Das liegt unter anderem daran, dass es in Westeuropa einen neuen, gelegentlich gewalttätigen Antisemitismus gibt, der von jenem radikalen Teil der muslimischen Bevölkerung ausgeübt wird.“

Sodann sagt Schreiber, Deutschland gelte in puncto Vergangenheitsaufarbeitung vielfach als Vorbild in der Welt: „In kaum einem anderen Land wurden so ausgeprägte Diskussionen über kollektive Schuld geführt, kaum ein anderes Land baut so viele Mahnmale.“

Die Antwort Primos lautet: „Ja, das ist eine unbestrittene Tatsache. Es gibt auch keinen vergleichbaren Fall in der Geschichte, in dem ein Land, das einen Krieg verliert, ohne Zwang Entschädigungen gezahlt hat – und dies nicht einmal einem anderen Land beziehungsweise dem Sieger, sondern einer Bevölkerung von einzelnen Individuen. Dass freilich auch die Verbrechen der Nazis in der Geschichte ohne Vergleich dastehen, muss ich hier nicht extra betonen.“

 


Innovativste Länder weltweit: Schweiz TOP 1, Israel 2. Platz, Deutschland 5. Platz

Zwei kleinere Länder haben die Nase vorn: Israel nimmt in dem vom Weltwirtschaftsforum erstellten Ranking der innovativsten Länder den zweiten Platz ein. Lediglich die Schweiz wird als noch innovativer eingeschätzt. Deutschland landet immerhin auf Platz 5.

Der Bericht von 2016/17, der der Liste zugrunde liegt, legt Einschätzungen der Wettbewerbsstärke von 138 Volkswirtschaften vor und listet sie basierend auf verschiedenen Faktoren.

Länder, die einen Platz weit oben in dem Ranking einnehmen, verfügen über eine Umgebung, die innovative Aktivitäten fördert und sowohl durch den öffentlichen als auch den Privatsektor unterstützt wird. Dies drückt sich beispielsweise durch Investitionen in Forschung und Entwicklung und die Anwesenheit renommierter Forschungsinstitutionen aus.

Quellen: Weltwirtschaftsforum, israelische Botschaft


Christliche deutsche Handwerker helfen nach den Bränden ehrenamtlich in Israel

Derzeit findet eine Israelreise der besonderen Art statt: Zahlreiche Handwerker aus Sachsen haben sich unmittelbar nach den Bränden in Israel im vergangenen November zusammengefunden und ihre Hilfe bei der Wiederherstellung der zerstörten Gebäude und Wohnungen angeboten. BRD + Israel

Zwar gibt es seit 2004 das Projekt „Hände zum Leben“, ein Handwerkerdienst der christlichen „Sächsischen Israelfreunde e.V.“, bei dem sich Handwerker freiwillig vor allem für die Renovierung der Wohnungen von Holocaust-Überlebenden zusammenfinden, doch die Brände haben dazu geführt, dass diese Reise außer der üblichen Reihe zustande kam.

Die Stadt Haifa wirkte bei der Koordination der Einsatzstellen mit und bot den Handwerkern an, an mehreren Stellen zu helfen. Zum einem im jüdisch-arabischen Kultur- und Begegnungszentrum Beit HaGefen, zum anderen in zwei Häusern des Trägers Schikmona mit Appartements für ältere Bürger.

Die Gruppe von 18 Personen setzt sich aus Handwerksmeistern verschiedener Gewerbe sowie Helfern aus anderen Berufen zusammen. Alle bezahlten diesen Einsatz selbst und setzen dafür einen Teil ihres Jahresurlaubes ein, um damit Solidarität zum Volk in Israel zu zeigen.

Webpräsenz der Sächsischen Israelfreunde: http://www.zum-leben.de/

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin