Israelischer Botschafter ist in Quarantäne

Der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff (siehe Foto) und der Gesandte der Botschaft des Staates Israel in Berlin, Aaron Sagui, wurden am Dienstag positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Sie befinden sich zurzeit in häuslicher Quarantäne. Beide fühlen sich gut.

Der Botschafter und sein Stellvertreter wurden getestet, nachdem sie an einem Treffen mit einer Person teilgenommen hatten, bei der kurz darauf COVID-19 diagnostiziert wurde.

Die israelische Botschaft in Berlin-Schmargendorf wird bis auf Weiteres geschlossen. Die Angestellten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Quelle: Botschaft des Staates Israel


Konrad Adenauer und David Ben Gurion: ihre erste historische Begegnung vor 60 Jahren

Am 14. März 1960 begegneten sich in New York der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der israelische Ministerpräsident David Ben Gurion erstmals persönlich.

Bei diesem historischen Aufeinandertreffen der beiden Staatsmänner, die sich zur Aufgabe machten, eine zunächst pragmatische Annäherung zwischen Deutschland und Israel nach der Zäsur der Shoah einzuleiten, hatte sich noch nicht absehen lassen können, ob und wann es auch diplomatische Beziehungen zwischen beiden Ländern würde geben können.

Wenn auch die Zeit für volle diplomatische Beziehungen noch nicht reif war, wurde bei dem sog. „Waldorf-Astoria-Gespräch“ über wirtschaftliche Hilfe für Israel sowie Unterstützung auf dem Gebiet der Sicherheit gesprochen.

Tatsächlich jedoch entwickelte sich eine Verbundenheit zwischen Ben Gurion und Adenauer, die das Fundament für die deutsch-israelischen Beziehungen wurde.

Die letzte persönliche Begegnung fand 1966 statt, als beide keine Regierungschefs mehr waren. Adenauer besuchte David Ben Gurion im Rahmen seiner Israelreise im Kibbutz Sde Boker (siehe auch Bilanz einer Reise).

In den ersten Jahren der Annäherung wurde wegen der außergewöhnlichen Persönlichkeiten von Adenauer und Ben Gurion Erstaunliches erreicht. Es besteht bis heute ein gemeinsamer Imperativ, diese Erfolge herauszustellen und an der Stärkung dieses einzigartigen Bundes zu arbeiten.

Anlässlich des 60. Jubiläums dieser Begegnung und dem 55. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel hat Dr. Michael Borchardt (Konrad-Adenauer-Stiftung) ein Buch im Herder-Verlag verfasst, das gesammelte unterschiedliche Perspektiven, Einblicke und Anekdoten aus dem Umfeld der beiden Regierungschefs unter dem Titel „Eine unmögliche Freundschaft“ zusammenstellt.

Quelle: http://www.botschaftisrael.de/2020/03/16/adenauer-und-ben-gurion-eine-historische-begegnung-vor-60-jahren/

BESTELLUNG beim Herder-Verlag: https://www.herder.de/geschichte-politik-shop/eine-unmoegliche-freundschaft-gebundene-ausgabe/c-34/p-15558/

 


Israel: Forschung im Kampf gegen Coronavirus

Während sich der Ausbruch des Corona-Virus weiterhin weltweit ausweitet, was zu einer PHEIC-Erklärung (Public Health Emergency of International Concern) und einer globalen Panik führt, leistet die israelische Innovationskraft ihren Beitrag zur Bekämpfung des Virus und seiner gefährlichen Verbreitung.

Es ist kein Geheimnis, dass die Welt in solchen Situationen nach Lösungen in Israel sucht.

Israelische Innovationskraft ergreift die Initiative

Als das Chaim Sheba Medical Center in Tel Hashomer, dem größten medizinischen Zentrum im Nahen Osten, in dem das ARC-Innovationszentrum (ARC = Anesthesia and Respiratory Care) untergebracht ist, erfuhr, dass betroffene Reisende des Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess in ihre Einrichtung geschickt werden würden, wandte es sich an die ARC-Telemedizin-Startups, um herauszufinden, ob sie ihre Technologien, darunter TytoCare, Datos, Uniper, EarlySense und BioBeat, testen wollten.

Weitere Infos (jeweils auf englisch)

Innovationskraft in Israel

Als sich das Virus weltweit auszubreiten begann, passte sich die israelische Innovationskraft der Realität an. Das gilt z.B. für eine antivirale Seife Soapy, und eine automatische Handreinigungs-Mikrostation, die bereits in vielen Ländern eingesetzt wird. Sie hat bewiesen, dass ein spezieller pflanzlicher Inhaltsstoff, der ebenfalls in Israel hergestellt wird, in Verbindung mit den Fähigkeiten der Maschine ein Virus tötet, das resistenter ist als Corona.

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Vorbeugende israelische Neuerungen

Das Israel Institut für biologische Forschung (The Israel Institute for Biological Research), ein staatliches Forschungsinstitut, dessen Fähigkeiten, wissenschaftliche Errungenschaften sowie jahrzehntelange Forschung und Entwicklung zu nationalen und internationalen Ansehen sowie namhaften Kollaborationen geführt haben, arbeitet im Kampf gegen das Coronavirus mit Dyadic International zusammen, einem globalen biotechnologischen Unternehmen.

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Das MIGAL Galilee Forschungsinstitut hat unverzüglich die Neu-Darlegung eines Impfstoffs begonnen, das sie im Laufe der vergangenen 4 Jahren gegen die Vogelgrippe entwickelten. Der Prototyp-Impfstoff, der bereits Gegenstand erfolgreicher Versuche am Menschen und behördlicher Vorschriften ist, könnte in Kürze auf den Weg gebracht werden, obwohl der Vorgang mindestens ein oder zwei Jahre dauern könnte. Nichtsdestotrotz ist die Bestrebung sinnbildlich für Israels Anpackmentalität in Zeiten des Krisenmanagements.

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Des Weiteren gibt es eine bewährte Schnelldiagnose-Technologie die von der Bar-Ilan Universität entwickelt wurde, die von dem amerikanisch-israelischen Unternehmen MagBiosense genutzt wird, um ein Gerät für eine schnelle Vor-Ort-Diagnose zu entwickeln. Während die bereits vorhandenen Methoden zur Diagnose von COVID-19 eine Stunde dauern, setzt diese Technologie – durch die Nutzung einer Kombination aus optischen und magnetischen Partikeln – die Diagnosezeit auf 15 Minuten herab. Dies erlaubt dem Diagnosegerät in kürzester Zeit 100 Proben von potentiell infizierten Patienten auszuwerten.

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Corona hacken

In der letzten Februarwoche organisierte das ARC einen Corona-Hackthon, für den sich innerhalb von 24 Stunden 25 Teilnehmer/innen registrierten. Die vorgeschlagenen Lösungen variierten von Impfungen über Therapeutika bis hin zu Fernüberwachungstechnologien. Es ist zu hoffen, dass die von Shebas Isolationsstation generierte, riesige Anzahl an Patientendaten dazu führen wird, dass eine Vorhersage darüber möglich ist, bei welchen der dem Coronavirus ausgesetzten Patienten sich die Krankheit zu COVID-19 entwickelt und welche schwerwiegender ist

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Quelle: http://www.botschaftisrael.de/2020/03/16/israelische-innovationskraft-im-kampf-gegen-corona/?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+16.3.202


Neue Einreisebestimmungen nach Israel

Zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 (Coronavirus) in Israel hat das israelische Gesundheitsministerium folgende Richtlinien veröffentlicht (Stand: 5. März 2020):

  1. Nicht-israelischen Staatsangehörigen aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz wird die Einreise nach Israel verweigert werden, es sei denn, die betreffende Person kann belegen, dass sie in der Lage ist, in Israel eine 14-tägige häusliche Quarantäne anzutreten. Dies geschieht entweder einige Tage vor der Reise über das ausgefülltes, verlinkte Formular auf Englisch oder Hebräisch an die Konsularabteilung der israelischen Botschaft in Berlin (per E-Mail an consular4@berlin.mfa.gov.il) oder an der Grenzkontrolle in Israel. Die Entscheidung über die Einreise wird grundsätzlich am Grenzübergang getroffen.
  2. Diese Maßnahme tritt am 6. März 2020 (Freitag) um 7 Uhr MEZ in Kraft.  Sie gilt bereits für Reisende aus China, Thailand, Hongkong, Singapur, Macau, Japan, Südkorea und Italien.
  3. Israelische Staatsangehörige, die aus oben genannten Ländern zurückkehren, müssen sich nach ihrer Einreise in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben. Dies gilt rückwirkend ab dem Moment der Ausreise aus einem der oben genannten Länder.
  4. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind Reisende, die mit Transit-Flügen über eines der oben genannten Länder einreisen, nicht verpflichtet, nach ihrer Einreise eine häusliche Quarantäne anzutreten. Diese Richtlinie kann sich in naher Zukunft ändern, sollte die Zahl der Infizierten in den relevanten Ländern ansteigen.
  5. Das Abhalten internationaler Konferenzen in Israel ist verboten.
  6. Israelische Einwohner, die von internationalen Konferenzen aus dem Ausland zurückkehren, müssen sich nach ihrer Rückkehr in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben.
  7. Großveranstaltungen mit über 5.000 Teilnehmenden sind verboten.
  8. Alle Personen, die aus dem Ausland einreisen, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen nicht an Veranstaltungen mit über 100 Personen teilnehmen.
  9. Touristen, die innerhalb der vergangenen 14 Tage Iran, Irak, Syrien oder Libanon bereist haben, dürfen nicht einreisen.
  10. Israelischen Mitarbeitern des Gesundheitswesens ist die Ausreise aus Israel nicht gestattet.
  11. Touristen, die sich derzeit in Israel aufhalten, sind aufgefordert, sich an folgende Vorgaben zu halten:

a. Touristen, die Krankheitssymptome wie Fieber, Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen und Schmerzen im Oberkörper verspüren, sollen Rettungsdienste unter der Telefonnummer 101 kontaktieren.

b. Touristen und israelische Bürger sollen auf strikte Handhygiene achten und auf Handschütteln verzichten.

Für aktuelle Informationen informieren Sie sich bitte auf unseren Social Media Seiten (Facebook oder Twitter ).


Bald Impfstoff gegen Corona-Virus aus Israel?

Wie die Berliner Zeitung am 28.2.2020 berichtete, gehen Wissenschaftler in Israel davon aus, daß sie in ein paar Wochen einen oralen Impfstoff gegen Covid-19 herstellen können, der dann massenhaft produziert wird.

Das Forschungsteam MIGAL meint, ein solcher Durchbruch würde gleichsam ein Glücksfall sein, ein Zufallsprodukt, denn – so die Berliner Zeitung weiter  – eigentlich entwickeln diese Wissenschaftler Impfstoffe gegen Hühnerseuchen und Bronchialinfekte in der Geflügelwirtschaft:

„Der Chef der Gruppe, Chen Katz, versucht seit vier Jahren, eine Impftechnologie zu entwickeln, die nicht nur gegen spezifische Viren, sondern grundsätzlich gegen typische Transmissionsarten der Vogelgrippen wirkt.“


Israelischer Autor kritisiert „parteiische“ Reaktionen auf Verbrechen in Deutschland

Von Chaim Noll

Der Täter von Hanau war offensichtlich geisteskrank, wie sein vorher aufgezeichnetes Bekenner-Video belegt, ein konfuser, bösartiger, sinnloser Rundumschlag gegen Afrikaner, Juden, Frauen und andere dem 43-jährigen Bankkaufmann verhasste Gruppen.

Er bezichtigte die USA, ihre Bevölkerung durch Geheimdienste zu kontrollieren („mind control“), um ein „modernes System der Sklaverei“ zu errichten, was ihn eigentlich in die Nähe linker Ideologien rückt. Sein pathologischer Menschenhass ging so weit, dass er zum Schluss auch noch seine eigene Mutter erschoss.

Das hindert die Grabenkämpfer „gegen rechts“ nicht daran, seine komplexe Geistesstörung auf ein simples Muster von „Rechtsextremismus“ und „Rassismus“ zu reduzieren. Die Medien sind sich darin einig, er hätte (um pars pro toto die Frankfurter Allgemeine vom 21.2. zu zitieren), aus „rechtsradikalen und rassistischen Motiven neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen.“

Dagegen war am 29. Juli 2019, als auf dem Frankfurter Hauptbahnhof ein achtjähriger Junge vor den einfahrenden Zug gestoßen und getötet wurde, die „psychische Krankheit“ des aus Nordafrika stammenden Mörders sofort entschuldigend in aller Munde. Sie bestimmte schon am nächsten Tag die Berichterstattung der deutschen Medien.

Niemand hätte gewagt, dem Täter „Rassismus“ vorzuwerfen, obwohl er als Afrikaner gezielt ein weißes Kind tötete. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt weigerte sich (in ihrem öffentlichen Statement vom 28. November 2019), die Untat als „Mord“ einzustufen.

„Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 40 Jahre alten Beschuldigten keine Anklage erhoben“, berichtete die Zeitschrift Focus. „Laut einem psychiatrischen Gutachten leidet der Mann an einer paranoiden Schizophrenie, die als krankhafte seelische Störung zu werten ist. Der Gutachter geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter zur Tatzeit schuldunfähig war.“

Die parteiische Art, wie mit solchen Verbrechen umgegangen wird, offenbart nicht nur Deutschlands tiefe Spaltung in unversöhnliche, einander hassende politische Lager, die in Tagen heraufziehender Krisen lebensgefährlich für das ganze Land werden kann, sie zeigt auch einen unzivilen Mangel an Fairness und Anstand, der die heutige politisch-mediale Landschaft in Deutschland charakterisiert.

Während im einen Fall ängstlich vor einem „Generalverdacht“ gewarnt wird, ist er im anderen Fall nur allzu schnell bei der Hand. Während der eine Mord rasch mit einer psychischen Störung entschuldigt, der Mörder nicht einmal angeklagt wird, stuft man im anderen Fall einen Psychopathen als voll verantwortlich ein, als typischen Vertreter einer unliebsamen politischen Gesinnung.

Das wird gedreht, wie es gerade passt. Skrupellos, wie im Reflex, ohne Erbarmen.

FORTSETZUNG des Beitrags hier: https://www.achgut.com/artikel/variationen_des_wahnsinns

Wir danken dem deutschjüdischen Schriftsteller Chaim Noll aus Israel freundlich für seine Abdruckserlaubnis hier im CHRISTLICHEN FORUM


Israel: Uralter Tempel der Kanaaniter entdeckt

Das biblische Buch Joshua erzählt die Geschichte des Einzugs der Israeliten ins Heilige Land, nachdem sie 40 Jahre durch die Wüste gewandert waren. 

Jetzt hat ein Archäologen-Team unter der Leitung von Prof. Yosef Garfinkel in Jerusalem und Prof. Michael Hasel in Tennessee einen Blick auf die Gesellschaft der Kanaaniter freigelegt, die das Land während dieser Ära bewohnte.

In einer Studie, die im letzten Monat in Levant publiziert wurde, enthüllten Garfinkel und seine Kollegen erstmalig großflächige Ruinen eines kanaanitischen Tempels, der ins 12. Jahrhundert v. Chr. datiert wird und im Nationalpark Tel Lachish entdeckt wurde. Die große Siedlung der Bronzezeit befindet sich neben der heutigen israelischen Stadt Kiryat Gat.

Lachish war eine der wichtigsten kanaanitischen Städte des Landes Israel während der mittleren und späten Bronzezeit. Die Bevölkerung der Stadt kontrollierte einen Großteil der Tiefebene Judäas.

Die Stadt wurde ungefähr 1800 v. Chr. gebaut und später um ca. 1550 n. Chr. von den Ägyptern zerstört. Sie wurde zweimal wieder aufgebaut und erneut zerstört, bis sie ca. 1150 v. Chr. endgültig zerstört wurde. Die Siedlung wird in der Bibel sowie in verschiedenen ägyptischen Quellen genannt und war eine der wenigen kanaanitischen Städte, die bis ins 12. Jahrhundert v. Chr.  überlebte.

Der Grundriss des Tempels ist ähnlich wie andere kanaanitische Tempel im Norden Israels. Die Vorderseite der Anlage ist durch zwei Säulen und zwei Türme markiert, die in eine große Halle führen. Der Innenteil hat vier Stützsäulen und verschiedene unbehauene Hinkelsteine, die als Repräsentationen von Tempelgöttern gedient haben könnten. Die Form des Lachish-Tempelsist eher quadratisch und hat verschiedene Seitenräume, die denen späterer Tempel ähneln.

Neben den archäologischen Ruinen entdeckte das Team Artefakte wie Bronzekessel, Hathor-inspirierter Schmuck, Dolche und Axtköpfe mit Vogelbildern bestückt, Skarabäen und ein goldene Flasche mit der Aufschrift Ramses II – Ägyptens Pharao. Neben dem Allerheiligsten des Tempels wurden zwei Bronzefiguren gefunden. Anders als die beflügelten Cherubim in Solomons Tempel waren die Lachish-Figuren mit „schlagenden Göttern“ ausgerüstet.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin