Bayern: Die Kardinäle Müller und Sarah sprachen in der Abtei Weltenburg

Neues Buch des afrikanischen Kurienkardinals vorgestellt

Am Donnerstagabend (21. November) hat der guineisische Kardinal Robert Sarah sein neues Buch „Herr bleibe bei uns. Denn es will Abend werden“ im Kloster Weltenburg vorgestellt.

Vor fast 300 Gästen und Medienvertretern sprach der Kardinal dabei über die gegenwärtige Krise der Kirche in Europa.

Der Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation rief die Gläubigen mehrfach dazu auf, zum Ursprung in Christus zurückzukehren.

Kardinal Gerhard Müller feierte zu Beginn der Veranstaltung in der Kapelle des Klosters ein Pontifikalamt und hielt eine vielbeachtete Predigt.  (CNA Deutsch hat ihren vollen Wortlaut dokumentiert).

Bei der anschließenden Buchvorstellung begrüßte der Chef des Fe-Medienverlags, Bernhard Müller, die beiden Kardinäle. Es sei ein gutes Zeichen für den kürzlich in Bochum bei einem Vortrag ausgeladenen Kardinal Müller, „wenn ihm die Leute hier die Bude einrennen“.

Mit Kardinal Robert Sarah wiederum verbindet Bernhard Müller „eine lange Geschichte“. Sarah sei für ihn zudem „eine der wichtigsten und freimütigsten Stimmen in der Katholischen Kirche“.

Anschließend ergriff Kardinal Müller das Wort. Er begreife es als eine „schöne Fügung“, so der Würdenträger, dass Kardinal Sarah sein Buch ausgerechnet „in diesem uralten Kloster vorstellt, fernab von allen Metropolen und der Gesprächskultur und dem Lärm ihrer neuen Talkshows„.

Der frühere Präfekt der Glaubenskongregation sagte, Sarah sei ein Missionar, der „tröste und stärke“; seine zentralen Themen seien nicht Umweltschutz, Migrationspolitik oder Machtpositionen für Laien.

Stattdessen mache er immer wieder deutlich, dass die Kirche keine NGO ist, die sich die „Agenda glaubensfeindlicher Ideologien“ zu eigen machen müsste.

„Mit seiner Klarheit, das muss ich kaum betonen, ist er inzwischen eine einsame Stimme in der Katholischen Kirche geworden, auch unter den Hirten.

Lautstärker machen neben ihm kirchliche Dokumente und Reform-Programme von sich reden, die die Kirche wieder näher an die Menschen bringen wollen und dabei den Namen Gottes bewusst vermeiden.“

Kardinal Sarah dankte Müller; sie beide „teilen die gleichen Sorgen“: „Diese Krise ist tief, nicht nur in Deutschland.“

Während die Menschheit Fortschritte in der Technik und der Medizin mache, würde die Beziehung zu Gott zu sehr vernachlässigt werden. „Wir sind sehr selbstzufrieden“, mahnte er, „uns macht es keinen Kummer mehr, dass wir den Glauben verloren haben.“

Stattdessen rede man in der Kirche viel lieber über politische Themen.

Sarah wurde auch gefragt, was er vom sogenannten „synodalen Weg“ in Deutschland halte. „Es ist nicht verboten, eine Synode abzuhalten“, gab er zur Antwort, schließlich könne eine Synode helfen, den Glauben zu vertiefen. „Wenn eine Synode darauf abzielt, die Glaubenslehre zu verändern, dann ist es keine Synode mehr.“

Doch letztlich gebe es keinen Weg aus der Krise ohne Neuevangelisierung: „Christus ist der einzige Retter. Es gibt keinen anderen.“

Kirchliche Mega-Events, die sich auf das sinnliche Erfahren des Glaubens konzentrieren, seien zwar nicht grundsätzlich abzulehnen, wenn sie aber das bloße Gefühlsempfinden überbetonen, könne dies den Weg zu Gott versperren.

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Quelle und vollständiger Text hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/der-schafstall-ist-verwustet-buchvorstellung-von-kardinal-sarah-im-kloster-weltenburg-5371


Die Kardinäle Sarah und Müller kommen am 21. November in die Abtei Weltenburg

Der Fe-Medienverlag lädt ein zur Buchvorstellung mit den Kardinälen Robert Sarah und Gerhard Müller ins Weltenburger Kloster St. Georg im Bistum Regensburg.

Am Donnerstag, dem 21. November 2019, gibt es um 18 Uhr ein Pontifikalamt mit Kardinal Müller in der  – idyllisch an der Donau gelegenen  –  Abteikirche.
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Um 19.30 Uhr wird Kardinal Müller (siehe Foto) gemeinsam mit Kardinal Sarah dessen neues Werk vorstellen  – es ist bereits der dritte Gesprächsband –  und im Gartensaal des Klosters eine Laudatio halten.
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Es geht um die Neuerscheinung: „Herr, bleibe bei uns. Denn es will Abend werden“ (Fe-Verlag, Kißlegg).
Im Anschluss daran stellt sich Kardinal Sarah den Fragen der Journalisten und er wird Bücher signieren.

Zu dieser Buchpräsentation ist jedermann herzlich eingeladen. Nützen Sie die Gelegenheit, diese beiden profilierten Würdenträger der katholischen Weltkirche direkt zu erleben und mehr über ihre theologische und persönliche Sicht auf Glaube und Kirche zu erfahren.

Das Kloster Weltenburg liegt am Eingang des Donaubruchs etwa 30 km von Regensburg entfernt (Kloster Weltenburg, Asamstr. 32 in 93309 Kelheim).

Weitere Infos zum Gesprächsband von Kardinal Sarah mit Nicolas Diat: Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden:

Unsere Welt befindet sich am Rande des Abgrunds: Glaubenskrise, Untergang des Abendlandes, moralischer Relativismus und entfesselter Kapitalismus. Im Bewusstsein der Tragweite der aktuellen Krise zeigt Kardinal Robert Sarah auf, dass es möglich ist, einer höllischen Welt ohne Hoffnung zu entrinnen.

Im Gespräch mit Nicolas Diat widmet er sich den Krisen unserer heutigen Zeit und lehrt uns, dass der Mensch auf seinem Lebensweg eine Erhebung der Seele erfahren muss, um besser aus dieser Welt zu scheiden, als er sie betreten hat.

Hierzu erklärt der afrikanische Kurienkardinal Sarah:

„Dem Untergang des Abendlands liegt eine kulturelle Krise und eine Identitätskrise zugrunde. Der Westen hat vergessen, wer er ist, weil er nicht mehr weiß, wer ihn so geformt und begründet hat, wie er war und wie er ist.

Diese Selbstvergessenheit führt zweifellos zu einer Dekadenz, welche neuen, barbarischen Zivilisationen die Türen öffnet.“ 

HIER zur Buchbestellung beim Fe-Verlag: https://www.fe-medien.de/herr-bleibe-bei-uns


Kardinal Gerhard Müller wurde von Bochumer Pfarreigremien ausgeladen

Von Felizitas Küble

Für Mittwoch, den 6. November 2019, war in der St.-Elisabeth-Kirche in Bochum-Gerthe (Ruhrgebiet) eine Podiumsveranstaltung mit Kardinal Gerhard Müller  – dem ehem. Präfekten der vatikanischen Glaubenskongegation – und der Regensburger Fürstin Gloria von Thurn und Taxis vorgesehen.

Thema des Gesprächsabends: Die gegenwärtigen Herausforderungen der Weltkirche.

Daraus wird aber nichts, wie verschiedene Lokalmedien sowie das offiziöse kirchliche Portal „Katholisch.de“ heute berichten.

Kurienkardinal Müller (siehe Foto), der frühere Bischof von Regensburg, muß von der Kirche in eine Halle ausweichen, nämlich in die „Alte Lohnhalle“ in Bochum-Wattenscheid. (Beginn ist dort um 19 Uhr. Eintrittspreis 15 Euro; Abendkasse ab 18 Uhr geöffnet. – Adresse: Lyrenstraße 13 in 44866 Bochum.)

Zu verdanken haben die Interessenten diesen „Umzug“ den innerkirchlichen Protesten gegen den theologisch konservativen Würdenträger Müller  – genauer: Der Gegenwind kam zunächst aus den Gremien der Elisabeth-Gemeinde. Sowohl Kirchenvorstand wie Pfarrgemeinderat wandten sich gegen die geplante Podiumsveranstaltung, wobei es eher praktische Gründe gewesen sein sollen.

Als wäre es nicht schon merkwürdig genug, wenn ein vatikanischer Kardinal von einer katholischen Kirchengemeinde ausgeladen wird, hat sich der Katholikenrat von Bochum damit auch noch ausdrücklich solidarisiert – und damit wird die Sache ernster.

Der Vorsitzende Lothar Gräfingholt – ein Rechtsanwalt und kommunaler CDU-Politiker  –  erklärte sogar, der Katholikenrat habe zunächst erwogen, eine Protestmahnwache von „Maria 2.0“ gegen die Müller-Veranstaltung zu unterstützen. Nachdem dessen Tagung aber verlegt wurde, sei diese Überlegung  „hinfällig“ geworden.

Man fragt sich nicht nur, welch merkwürdiger Geist bzw. Ungeist bei diesem „Katholikenrat“ herrscht, sondern wartet darauf, was der zuständige Essener Bischof Franz-Josef Overbeck zu diesen Äußerungen Gräfingholts zu sagen weiß.

Oder „solidarisiert“ er sich etwa auch mit dieser Aktion gegen Kardinal Müller?

Ausgerechnet jene „reformkatholischen“ Kreise, die so gerne von Toleranz und Dialog reden, lassen einen hochrangigen Theologen und Kirchenmann  – Müller ist nach wie vor Mitglied der Glaubenskongregation  –  nicht einmal zu Wort kommen.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

 


Ist Kardinal Müller eine „störrische Brut“?

Von Felizitas Küble

Das kirchenamtliche Kölner Domradio ist seit vielen Jahren auf einem linksprogressiven Kurs. Das zeigte sich wieder einmal beim Wochenkommentar von Ingo Brüggenjürgen:  https://www.domradio.de/video/papst-heiratet-wuppertal-maria-20

Wenn der Chefredakteur des Papstes umstrittene Äußerung, Kardinal Müller habe gute Absichten, sei aber „wie ein Kind“, ganz toll findet („was für ein wunderbarer Satz“), so kann er das halten wie ein Dachdecker bzw. wie einen Blumenstrauß, also egal, ob so herum oder anders herum.

Doch danach wird es merkwürdig. Zunächst informiert Brüggenjürgen seine Hörer und Leser darüber, daß Müller einer der „mächtigsten Männer der Weltkirche war“ (was auch zutrifft) und zudem „als konservativer Hardliner gilt“ – und das läßt dann wohl Schlimmstes befürchten?

Genau!

Der Domradio-Chef lobt Franzisus, weil er Müller von seinem Posten als oberster Glaubenswächter „souverän abservierte“.  Was daran „souverän“ sein soll, einen theologisch hochkompetenten Gelehrten loszuwerden, nur weil er nicht völlig stromlinienförmig mitschwimmt, erschließt sich nicht ohne weiteres.

Doch für Brüggenjürgen ist der „verdiente große Kurienkardinal“ immer noch für „verrückte Schlagzeilen“ gut und gibt sich „stur und trotzköpfig“. Klar doch: Was bei linken Zeitgenossen Beweis für einen herrlich kritischen, unabhängigen Geist ist, das gerät bei Konservativen ins Zwielicht.

Noch einmal lobt er das Papst-Zitat („herrlich“) – und fügt dann hinzu:

„Der Papst als Papa, der seine störrische Brut nicht vom Hof jagt, sondern – nun ja – liebevoll den Spiegel vorhält.“

Ob es wirklich sonderlich „liebevoll“ ist, eine theologische Kapazität wie Müller öffentlich lächerlich machen zu wollen („wie ein Kind“), sei dahingestellt. Daß es aber unverfroren ist, den einstigen Chef der Glaubenskongregation nur seiner kritischen Gedanken wegen als „störrische Brut“ zu bezeichnen, liegt auf der Hand.

Ja, so sieht sie aus – die besondere „Toleranz“ der Reformkatholischen!


Kardinal Müller reagiert auf die Aussage des Papstes, er sei „wie ein Kind“

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Gestern äußerte sich Papst Franziskus auf seinem Flug nach Afrika über seine Einschätzung von Kurienkardinal Gerhard Müller, früherer Präfekt der Glaubenskongregation.
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Damit reagierte der Pontifex auf eine Frage des „Bild“-Reporters Andreas Englisch, der die kritischen Einwände ansprach, die Müller bisweilen zur Amtsführung des Papstes vorbringt. Franziskus bescheinigte seinem Ex-Glaubenshüter, „gut“ zu sein, aber er sei „wie ein Kind“.
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Heute antwortete Kardinal Müller auf eine entsprechende Anfrage von „Kath.net“ hierzu folgendermaßen:
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„Mit Jesus könnte man seinen Stellvertreter fragen: Was nennst du mich gut? ‚Niemand ist gut außer der eine Gott‘ (Lk 18,19) –  und sich mit dem Schriftwort trösten: ‚Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es.‘ (1 Joh 3, 1).
Die Gotteskindschaft in Christus ist die höchste Würde, zu der uns der Sohn Gottes erhoben hat (Röm 8, 17).
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Auch ich halte den Papst für einen guten Menschen und mag ihn herzlich besonders für alles, was er für die Armen und Verletzten tut. Ob viele oder wenige in seiner Umgebung ‚Kinder‘ sind im Sinne Jesu (Lk 18, 15-17), weiß Gott allein.“

 


Papst Franziskus meint, Kardinal Müller sei gut, aber „wie ein Kind“

Wie von verschiedenen Medien berichtet wird, habe Papst Franziskus kürzlich geäußert, Kardinal Gerhard Müller sei zwar gut, aber „wie ein Kind“. 

So meldet z.B. PAZ-Online folgendes:

„Franziskus hat sich in der päpstlichen Maschine auf dem Weg nach Maputo (Mosambik) über sein Verhältnis zu dem im Jahr 2017 aus dem Amt entlassenen Chef der Glaubenskongregation Kardinal Gerhard L. Müller geäußert. Der ehem. Regensburger Bischof hatte den Papst zwischen 2012 und 2017 häufiger kritisiert.

“Kardinal Müller ist wie ein Kind. Er hat gute Absichten, der Papst mag ihn, er ist gut, aber er ist wie ein Kind“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) auf die Frage, was er davon halte, dass Kardinal Müller wiederholt geäußert hatte, dass er theologisch das Pontifikat von Papst Franziskus zu retten versucht habe.“

Ob der Pontifex den früheren Glaubenspräfekten wirklich „mag“, sei dahingestellt, wenn er ihm gleichzeitig unterstellt, wie ein Kind zu sein, was immer das heißen mag.

Foto: Bistum Regensburg

 

 


Kardinal Müller bekräftigt Zölibat der Priester

Nun hat sich Kardinal Gerhard Müller präzise, scharfsichtig und pointiert zu Wort gemeldet… Verschiedene Medien haben den neuesten Beitrag des ehem. Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre dokumentiert: Die Lektüre lohnt sich…

Kardinal Müller benennt viele Schwächen, aber ein eklatantes Defizit des Amazonien-Arbeitspapiers. Wenn über den priesterlichen Dienst gesprochen werde, so widmeten sich die Verfasser den „soziologischen Notwendigkeiten der globalen Welt oder den traditionellen Organisationsformen amazonischer Volksstämme“.

Hätte Christus erst eine Umfrage veranstaltet, dann wäre er der Kreuzigung entgangen – und die „soziologischen Notwendigkeiten“ für einen politischen Befreier hätten auch bestanden. Der HERR wäre dann auf einem Schlachtross nach Jerusalem eingezogen und nicht auf dem Fohlen einer Eselin. Er hätte auch nicht die Bergpredigt gehalten, sondern eine kämpferische Rede.

Der Aufstand der Massen hätten die römischen Besatzer vielleicht vertrieben…Aber Erfolg ist keiner der Namen Gottes, das wusste auch der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber….

Die Kirche sei, so Kardinal Müller, als Stiftung Christi nicht befugt, sich aus „soziologischen Notwendigkeiten“ heraus neue Weihe-Ämter auszudenken oder den Zölibat abzuschaffen. Wenn in Südamerika sich eine Tür für „viri probati“ öffne, dann würde das auch in Deutschland begeistert aufgenommen, „wo der Zölibat keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr hat und viele verheiratete Theologen bereitstünden, um als Priester die Lücken im zölibatären Klerus zu füllen“.

Kardinal Müller bekräftigt zudem: „Die Substanz der Sakramente entzieht sich der Vollmacht der Kirche. Und man kann nicht mit isolierten Elementen aus Schrift und Tradition und bei Nichtunterscheidung von dogmatisch verbindlichen Entscheidungen und Entwicklungen in Nebensachen sich jeweils ein neues Modell von Priestertum zusammenbasteln.

Nicht die von Pastoralstrategen entwickelten Priesterbilder sind wichtig, sondern nur das eine Bild Christi, des Hohepriesters des Neuen Bundes, das der Seele des Geweihten unauslöschlich eingeprägt ist und in dessen Namen und Kraft die Bischöfe und Priester die Gläubigen heiligen, lehren und leiten (Presbyterorum ordinis 2; 12).“ 

Quelle und vollständiger Artikel aus CNA hier: https://de.catholicnewsagency.com/article/der-zolibat-ist-der-lebensstil-jesu-christi-0622