JA zur KIRCHE: Offener Brief der NkF an den päpstlichen Nuntius in Deutschland

Die Neue katholische Frauenbewegung (NkF) schrieb an Nuntius Dr. Eterović in Berlin

Exzellenz, sehr geehrter Herr Nuntius,

vor wenigen Wochen wurden Ihnen einige tausend Unterschriften von Frauen übergeben, die unsere Kirche reformieren wollen. Das Fernsehen berichtete über diese „Rebellinnen“ der Kirche, wodurch  ­- wie so oft – in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt wurde, als sprächen die Unterzeichnerinnen für die Mehrheit der katholischen Frauen.   

Wir Frauen der „Neuen katholischen Frauenbewegung“(NkF) stimmen den Forderungen der Aktivistinnen nicht zu. Im Gegensatz zu diesen möchten wir beispielsweise nicht Priesterinnen – oder wie manche auch fordern – Päpstin werden.

BILD: Die beiden Sprecherinnen der NkF (Adressen siehe unten)

Nicht nur, weil Papst Johannes Paul II. endgültig erklärt hat, dass es keine theologische Möglichkeit der Priesterweihe für Frauen gibt, sondern weil auch wir in Übereinstimmung mit der jahrhundertealten Tradition wissen, dass Frauen nicht in Persona Christi handeln können.

Dies ist für uns keine Frage der nur im staatlichen Bereich wichtigen Gleichberechtigung, da Frauen und Männer als Abbild Gottes die gleiche Würde haben. So ist für uns auch die sogenannte Frauenfrage in unserer Kirche nicht relevant, denn die Menschenwürde, die wir als Geschöpfe Gottes haben, kann durch nichts und niemanden relativiert werden.

Wir möchten mit all den vielen Frauen, die sich uns angeschlossen haben und wohl auch vielen Männern und Frauen in unserer Kirche, deren leise Stimme meist kein Gehör findet, einfach einen Weg des Glaubens, einen Weg der Evangelisation gehen.

Mit unserer Internetseite www.frauenundkirche.wordpress.com/ versuchen wir, die Evangelisation durch Beiträge über unseren Glauben immer mehr zu fördern.

Sie, sehr geehrter Herr Nuntius, bitten wir dafür um Ihren Segen.

Für die Neue katholische Frauenbewegung, NkF:

Ihre                                                                                                           Ihre

Ursula Zöller                                                                                           Susanne Wenzel

Karlstr. 3                                                                                                  Am Stadtgarten 52

63739 Aschaffenburg                                                                               44575 Castrop-Rauxel


„Christen in der AfD“ üben scharfe Kritik am Synodalen Weg deutscher Bischöfe

In diesen Tagen versammeln sich die Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda, um den „Synodalen Weg“ voranzubringen.

Joachim Kuhs, Mitglied im AfD-Bundesvorstand und Vorsitzender der Christen in der AfD, erklärt hierzu:

„Mit diesem Weg verlässt die römisch-katholische Kirche in Deutschland den Pfad der kirchlichen Treue zu ihrem Auftrag und ihrer Sendung. Sie kündigt den Gehorsam gegenüber ihrem kirchlichen und geistlichen Oberhaupt auf.

Sie lässt ihre treuesten und gläubigsten Mitglieder vereinsamt zurück, um sich partikularen Interessen zu unterwerfen und dem Pluralismus der evangelischen Kirche nachzueifern.“


Warum mischt sich die kath. Kirchenpresse in den US-Wahlkampf ein?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Sollten katholische Kirchenzeitungen den allgemeinen Anti-Trump- bzw. den Pro-Biden-Trend praktizieren?

Natürlich ist die Versuchung gegeben, mit dem großen Haufen zu laufen, wie Frau Noelle-Neumann vor vielen Jahren konstatiert hat.

In einer katholischen Kirchenzeitung geschieht das mit der Titelüberschrift „Mit Rosenkranz gegen Gewehre.“

Der Untertitel lautet: „Joe Biden könnte nach John F. Kennedy der zweite Katholik werden, der ins Weiße Haus einzieht.“

Weiter heißt es: „Der demokratische Bewerber beruft sich auf seinen Glauben, der ihm geholfen habe, mit Schicksalsschlägen fertig zu werden.“

Die katholische Haltung Joe Bidens wird mit Zitaten unterstrichen wie „Er hat immer den Rosenkranz dabei“… „Das Versprechen Jesu spendet ihm Trost“, sagt die Ordensfrau Simone Campbell.

„Seit dem Tod seines Sohnes Beau trägt der Katholik stets dessen Gebetskette bei sich… geprägt wurde Biden durch zwei ‚Johns, den ersten katholischen US-Präsidenten John Kennedy und Papst Johannes XXIII. dessen Einsatz für soziale Gerechtigkeit ihn prägte“  – „Mit seiner Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Demokraten hat der regelmäßige Kirchgänger derzeit gute Aussichten als zweiter Katholik ins Weiße Haus einzuziehen“.

Soweit die seriös klingende Beschreibung Bidens.

BILD: In den USA wird auch mit Kecksen und Kleingebäck für Biden geworben

Auch der Amtsinhaber Trump wird zitiert mit Worten, die ihn eher ins Abseits stellen: „Er (Biden) ist gegen Gott. Er ist gegen Gewehre“. Biden wolle „eine Welt ohne Religion schaffen… Gott würde die Wahl Bidens ins Weiße Haus ‚weh tun‘“.

Niemand kann beurteilen, in welchem Zusammenhang diese Worte gefallen sind.

Nun werden im gleichen Artikel auch katholische Stimmen gebracht, die auf Bidens „angebliche (!) abtreibungsfreundliche Haltung“ hinweisen.

„Tatsächlich verteidigt“, so heißt es, „der demokratische Kandidat politisch die Selbstbestimmung von Frauen – auch wenn er Schwangerschaftsabbrüche persönlich ablehne“.

Hier werden Katholiken, die ihren Glauben ernst nehmen, hellhörig. Sie wissen, dass die Kirche Abtreibung für ein „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ hält.

Es mag stimmen, dass Biden persönlich eine Abtreibung ablehnt, entscheidend ist, was er als Präsident tut.

Informierte Zeitgenossen wissen, dass sich Biden für eine Lockerung der Abtreibungsgesetze ausgesprochen hat. Biden als „katholischen“ Kandidaten herauszustellen, erscheint etwas gewagt. Das kann man wohl nur, wenn man für die „Selbstbestimmung“ der Frauen in der Abtreibung ist, die in Wahrheit eine „Fremdbestimmung“ über das Kind bedeutet.


Erzbischof Lefebvre wird bald umgebettet

Am 24. September 2020 werden die Gebeine von Erzbischof Marcel Lefebvre, dem Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X., feierlich umgebettet.

Bislang befand sich sein Grab in der Gruft des Priesterseminars in Ecône im Schweizer Wallis. Nun sollen die Gebeine in die Krypta der Kirche des Unbefleckten Herzens Mariens in Ecône überführt werden.

„Die Krytpa ist sicher ein noch würdigerer Ort als Grablege für einen Bischof“, erklärt der deutsche Distriktobere, Pater Stefan Pfluger, von der Piusbruderschaft.

Für Besucher wird das Grab weiterhin zugänglich bleiben.

Die Pläne bestehen bereits seit einem Beschluss des Generalkapitels der Bruderschaft aus dem Jahre 2018. Mit der Umbettung ihres Gründers im Herbst 2020 ist auch in anderer Hinsicht ein symbolträchtiger Zeitpunkt gewählt:

Am 1. November feiern die Piusbrüder ihr 50-jähriges Bestehen.

Quelle (Text/Foto): Priesterbruderschaft St. Pius X.


Bayern: Evangelikale Christustage des ABC-Arbeitskreises am 3. Oktober 2020

Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC)

An fünf Orten live und im Internet:

Christustag Bayern am 3. Oktober 2020 (Tag der deutschen Einheit)

Thema: „Wahrheit, die trägt: Christus“

Zum sechsten Mal findet am 3. Oktober an ver­schiedenen Orten in Bayern ein Christustag statt. Wegen der Corona-Beschränkun­gen wird der Christustag darüber hinaus online angeboten.

Der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC), der zusammen mit evangelischen Kirchengemeinden und Gemeinschaften zu dem Tag einlädt, will damit die Einzigartigkeit von Jesus Christus in den Mittelpunkt stellen.

Zum Programm des Christustags, an dem auch an 30 Jahre Deutsche Einheit gedacht wird, gehören Gottesdienste, Vorträge und Diskus­sionen. Beteiligt sind u.a. der ehe­malige sächsische Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (siehe Foto), der Wittenberger Pfarrer Alexander Garth, der mittelfränkische Bezirkstagspräsident Armin Kroder sowie die Theologinnen Prof. Dr. Hanna Stettler und Franziska Stocker-Schwarz.

Der Christus­tag findet live in Berg (Dekanat Hof), Gunzenhausen, Lauf an der Pegnitz, München und Regensburg statt. Das Online-Programm von 10 bis 15 Uhr enthält u.a. einen Gottesdienst aus dem ober­fränkischen Neudrossenfeld, eigens aufgezeichnete Bibel­arbeiten zum Thema sowie ein Kinderprogramm mit „Radieschenfieber“: Matthias Jungermann stellt biblische Geschichten mit Hilfe von Obst und Gemüse dar. Zum Teil wird auch das Programm der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ aufgegriffen.

Mit dem Christustag Bayern knüpfen die Organisatoren an ein ähnliches Modell in Baden-Württemberg an; dort werden bereits seit mehr als 50 Jahren Bibel- und Glaubenskonferenzen unter diesem Titel veranstaltet. Zu den fünf bayerischen Christustagen 2012, 2014, 2015, 2017 und 2018 kamen jeweils zwischen 1.500 und 2.000 Besucher.

Internet-Adresse: www.christustag-bayern.de

Hier einige Details zum Online-Programm und dem Programm an den verschiedenen Orten:

Online von 10 – 15 Uhr unter www.christustag-bayern.de
u.a. mit einem Gottesdienst aus Neudrossenfeld mit Rainer Dick, Bibelarbeiten von Marcus Dresel, Ulrich Parzany, Dr. Carsten Rentzing und Prof. Dr. Hanna Stettler sowie Impulsen von den weiteren Veranstaltungsorten

Berg (Dekanat Hof), St. Jakobus-Kirche (Hofer Str. 8, 95180 Berg)
14 – 16.30 Uhr Gottesdienst mit Dekan Andreas Maar und Dekan Günter Saalfrank, Vortrag von Dr. Benjamin Hasselhorn

Gunzenhausen, Stiftung Hensoltshöhe (Hensoltstr. 58, 91710 Gunzenhausen)
10 – 12.30 Uhr Gottesdienst mit Prof. Dr. Rolf Hille, Podiumsgespräch u.a. mit Dekan Klaus Schlicker

Lauf an der Pegnitz, Evangelische Christuskirche (Martin-Luther-Straße 17)
10 – 12.30 Uhr Andacht, Vortrag mit der Theologin Gabriele Braun, Podiumsgespräch mit dem Dirigenten Prof. Christoph Adt, Bezirkstagspräsident Armin Kroder und dem mittelfränkischen Polizeipräsidenten Roman Fertinger

München, Evangelische Paul-Gerhardt-Kirche Laim (Mathunistraße 23-27)
10 – 12.15 Uhr Gottesdienst mit Pfr. Alexander Garth und Vortrag mit Pfrin. Franziska Stocker-Schwarz, Kinderprogramm mit „Radieschenfieber“

Regensburg, St. Matthäus-Kirche (Graf-Spee-Str. 1, 93053 Regensburg)
10 – 12 Uhr Gottesdienst mit Rainer Dick und Prof. Dr. Hans Schwarz und Vortrag mit Marcus Dresel

Vor Ort sind die jeweils gültigen Hygienebestimmungen zu beachten.

In Gunzenhausen wird bis 27. September um Anmeldung unter christustag@hensoltshoehe.de gebeten.

Sprecher des ABC: Hans-Joachim Vieweger, Tel. 089 – 7000 9188


Mord an hilfsbereitem Priester in Italien

.
Der katholische Priester Roberto Malgesini ist im norditalienischen Como offenbar hinterrücks erstochen worden. Ein obdachloser Tunesier soll den 51-Jährigen plötzlich mit einem Küchenmesser angegriffen haben, als dieser auf einer Piazza Nahrungsmittel an Bedürftige verteilte.

Der Geistliche war als Seelsorger der Armen bekannt. Weit über Como hinaus sorgt der Mord vom vorigen Dienstag für Entsetzen.

„Er war ein glücklicher Mensch und Priester“, sagt Ortsbischof Oscar Cantoni zu Radio Vatikan über den Ermordeten. Der katholische Oberhirte lud am Dienstagabend die Gläubigen von Como in die Kathedrale ein – dort wurde für den Ermordeten und für seinen Mörder gebetet.

Bischof Cantoni war mit Malgesini eng befreundet. „Ich erinnere mich an ihn mit großer Verehrung. Ich glaube, man kann ihn einen Märtyrer der Nächstenliebe nennen.“

Für Pfarrer Malgesini gehörte es zum Alltag, den Bedürftigen in seiner Pfarrei zu helfen. Jeden Morgen drehte er eine Runde, damit sie etwas zum Frühstück hatten – auch während der Corona-Einschränkungen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-09/como-malgesini-mord-priester-italien-migrant-arme-tod-interview.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Europäisches ReIReS-Netzwerk bietet Web-Datenbank zur Religionsforschung

Datenbank vereint große Sammlungen verschiedener europäischer Institutionen und bietet damit verbesserten Zugang für Forschungen zu Judentum, Christentum und Islam sowie antiken und außereuropäischen Religionen

Im EU-Projekt „Research Infrastructure on Religious Studies” (ReIReS) engagieren sich seit mehr als zweieinhalb Jahren verschiedene europäische Institutionen, darunter die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), für die Etablierung einer innovativen Infrastruktur für Religionsforschung in Europa.

Ziel ist der transnationale und virtuelle Zugang zu wichtigen Quellen und Forschungsmaterialien im Bereich der europäischen Religionsforschung. In diesen Tagen startet nun mit ReIReSearch unter https://reiresearch.eu/ eine web-basierte Forschungsdatenbank, die als Suchwerkzeug einen verbesserten Zugang für Forschungen zu Judentum, Christentum und Islam sowie antiken und außereuropäischen Religionen bietet.

Die historische Religionsforschung stellt verschiedene Herausforderungen: Sie untersucht Ereignisse, die über verschiedene Epochen, Kontexte und Kulturen hinweg stattgefunden haben. Dies erfordert eine Vielzahl von Quellen, Datentypen und Forschungsmethoden, die über die Welt verteilt und teils nicht leicht aufzufinden sind.

Die Vielfalt der Katalogsysteme, die Bibliotheken und Archive zur Benutzung ihrer Sammlungen verwenden, erschwert den Zugang. Viele Quellen sind bislang nicht digitalisiert, aber auch Bestände in Open Access sind oftmals schwer zu finden, wenn sie nur durch institutseigene Systeme zugänglich gemacht werden.

Verbesserter Zugang durch technologische Entwicklungen

Um Wissenschaftlern die Suche nach Daten von einem einzigen Standort aus zu erleichtern und gleichzeitig bislang wenig sichtbare Datensätze für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen, wurde nun die ReIReSearch, eine kombinierte Forschungsdatenbank, entwickelt. Hier sollen so viele Daten wie möglich integriert und auf einer einzigen Plattform verfügbar gemacht werden. Das Design der ReIReSearch-Plattform basiert dabei auf den Bedürfnissen der wissenschaftlichen Forschung. In der Datenbank sollen zudem kontinuierlich weitere Materialien veröffentlicht werden, die derzeit nur in lokalen Netzwerken oder an speziellen Standorten ge­hostet werden.

Datenbank wird ständig erweitert

Zum offiziellen Start der Datenbank enthält ReIReSearch bereits Bestände aus den wissenschaftlichen Bibliotheken der Fondazione per le Scienze Religiose Giovanni XXIII, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der KU Leuven und der Universität St. Kliment Ohridski in Sofia. Gegenwärtig sind unter anderem hebräische Manuskripte aus den Jahren 1700 bis 1920 aus der Jüdischen Gemeinde Mainz, eine digitalisierte Version der Quellen von Kirchenräten, eine Auswahl seltener Bücher und Manuskripte aus der Maurits Sabbe Library Leuven sowie Bücher aus den Bereichen Slavistik und Religion erfasst.

ReIReSearch liefert auch Suchergebnisse aus der Datenbank Index Religiosus, die von Brepols Publishers für Nutzerinnen und Nutzer, die Zugang zu dieser abonnierten Datenbank haben, zur Verfügung gestellt wird. Weiterhin fortlaufend sollen zudem Daten aus anderen Bibliotheken und Forschungsdatenbanken importiert und damit der Nutzen der Datenbank stetig gesteigert werden.

Quelle: Universität Mainz


Die Mundkommunion ist in der altrituellen Messe in NRW wieder möglich

Von Felizitas Küble

Der Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Klaus Winterkamp, hat gestern in einem Rundschreiben an Priester, pastorale und sonstige kirchl. Mitarbeiter/innen etc. folgendes zum Thema Mundkommunion mitgeteilt:

„In den letzten Wochen haben sich in allen Bistümern NRWs Anfragen gemehrt, ob ggf. die Mundkommunion für jene, die die Eucharistie auf diese Weise empfangen möchten, wieder gestattet werden könne. Die Anfragen sind nicht zuletzt durch eine entsprechende Erlaubnis der Österreichischen Bischofskonferenz und der Praxis in anderen Nachbarstaaten Deutschlands begründet.“

BILD: Der Paulus-Dom von Münster bei Nacht

Auf einer Sitzung Anfang September haben sich die Generalvikare der Diözesen, die sich in Nordrhein-Westfalen befinden, getroffen und dabei laut Dr. Winterkamp diese Regelung beschlossen:

  • 1. Für die Feier der Heiligen Messe im ordentlichen römischen Ritus gilt weiterhin ausschließlich die Spendung der Kommunion in die Hand, die für den ordentlichen römischen Ritus hierzulande die gebräuchliche Form ist. Mundkommunion ist hier nur außerhalb (ggf. im Anschluss) der Messfeier möglich.

Sollte es in den Pfarreien ggf. den Wunsch nach Mundkommunion geben, werden die Verantwortungsträger vor Ort in den Teams und den Gremien dafür eine angemessene Lösung finden.

  • 2. Nur für den außerordentlichen römischen Ritus wird die Mundkommunion innerhalb der Messfeier geduldet. Dafür sind jeweils von den für die Feier des außerordentlichen römischen Ritus Verantwortlichen eigene Hygienekonzepte zu erstellen. Die Pfarrer, in deren Pfarreien Gruppen in diesem Ritus Liturgie feiern, werden darüber eigens informiert.“

Das bedeutet, daß die Mundkommunion in der neuen Meßliturgie („ordentlicher römischer Ritus“) – wie er in fast allen Gemeinden üblich ist – nicht gestattet wird, wohl aber in der alten Messe (außerordentlicher römischer Ritus). Diese Lösung ist für die betreffenden Gläubigen nach fast genau fünf Monaten Wartezeit (seit Ende April 2020) aber auch höchste Zeit geworden.

Die Mundkommunion wird aber in den Gemeinden ohne alten Ritus auch erlaubt – allerdings dort nicht innerhalb der Eucharistiefeier, sondern außerhalb derselben (etwa nach der Messe, bei der Krankenkommunion sowieso).

Auch ich hatte mich im Juni 2020 mit diesem Anliegen an das Erzbistum Köln gewandt, weil damals gerüchteweise zu hören war, Kardinal Woelki habe die Mundkommunion im alten Ritus für sein Bistum erlaubt. Dies wurde mir vom bischöflichen Ordinariat aber nicht bestätigt. Es wurde lediglich darauf hingewiesen, daß dies außerhalb der Messe  – etwa wenn ein Priester kranke Gläubige besucht – gebilligt werde.

Ich erhielt aber keine Antwort mehr, als ich dort nachfragte, warum die Mundkommunion hierzulande in der hl. Messe nicht  geduldet wird, in Österreich ab 20. Juni 2020 aber allgemein wieder erlaubt wurde und in den USA überhaupt nie untersagt wurde (von wenigen Bistums-Ausnahmen abgesehen).

Aus Pfarrgemeinden in Münster und aus Südbayern erfuhr ich mehrfach, daß dort die Priester jene Gläubigen, welche die Mundkommunion empfangen wollen, darum bitten, nach der Meßfeier etwas zu warten oder in die Sakristei zu kommen, damit sie dort zum Tisch des HERRN gehen können. 

Wir haben mehrfach über das Mundkommunion-Thema zu Corona-Zeiten geschrieben und zugleich praktisch-hygienische Anregungen gegeben, z.B. hier: https://charismatismus.wordpress.com/2020/08/20/staebchen-zange-pinzette-zur-spendung-der-hl-kommunion-in-coronazeiten/


Nur wenige Deutsche interessieren sich für den „Synodalen Weg“ in der kath. Kirche

Fast zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) haben kein Interesse für den katholischen Reformdialog „Synodaler Weg“. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des  INSA-Meinungsforschungsinstituts, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde.  Für die Erhebung wurden 2.036 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 11. und dem 14. September befragt.

Nur gut jeder Zehnte (11 Prozent) gab an, sich für den Reformprozess, der jüngst mit den Regionalforen in fünf deutschen Städten fortgesetzt wurde, zu interessieren; 17 Prozent wissen nicht, wie sie dazu stehen.

Von den katholischen Befragten gaben insgesamt 19 Prozent an, sich für den Synodalen Weg zu interessieren. Unter allen konfessionellen Gruppen ist die Zustimmung bei ihnen somit am größten. Mit 53 Prozent interessieren sich jedoch gleichzeitig mehr als die Hälfte der Katholiken nicht für den innerkirchlichen Reformdialog.

Bei den Protestanten gaben 11 Prozent an, sich für den Synodalen Weg zu interessieren, 63 Prozent haben kein Interesse daran. Am geringsten ist das Interesse bei den Konfessionslosen (6 Prozent).

INSA schlüsselt die Frage auch nach den unterschiedlichen Altersgruppen auf: Demnach ist das Interesse bei den über 60-Jährigen mit 12 Prozent am höchsten, aber immer noch sehr gering. In allen anderen Altersgruppen schwankt der Wert zwischen 9 und 11 Prozent.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Neue Sexaffäre aus dem Vatikan vor Gericht

Wegen Missbrauchsvorwürfen gegen einen hochrangigen Prälaten gab es am heutigen Montag (7.9.) eine erste kirchliche Anhörung im Bischöflichen Ordinariat Eichstätt.

Nach Informationen der BILD-Zeitung bestätigte der Eichstätter Bischof Gregor M. Hanke, es gäbe Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe (siehe hier).

Im Frühjahr dieses Jahres hatte die Staatsanwaltschaft Ingolstadt bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den deutschen Prälaten eröffnet.

Auch die theologisch konservative Nachrichtenseite „Lifesitenews“ schreibt online am 5. September über diese Causa eines ehem. Kirchen-Diplomaten, der derzeit den „Vatikan erschüttern“ würde. Zugleich behandelt das amerikanisch-kanadische Portal, das sonst vor allem Lebensrechtsthemen aufgreift, die Frage, ob die Kurie hierbei eine Strategie der „Vertuschung“ angewandt habe oder nicht.  

Der bekannte Erzbischofs Carlo Maria Viganò soll diese Vorwürfe am 3. Juli 2006 den Vorgesetzten des vatikanischen Staatssekretariats vorgelegt und am 22. Januar dieses Jahres in einer kirchlichen Untersuchung ein Zeugnis für die ihm dazu vorliegenden Informationen gegeben haben.

Zudem habe der Erzbischof mittlerweile auch Kardinal Pietro Parolin über diese Causa unterrichtet. Viganò war einst Personalchef von Papst Benedikt und wurde weltweit bekannt, als er den Missbrauchskandal um Ex-Kardinal McCarrick aufdeckte.

Auf Lifesitenews-Anfrage habe die vatikanische Pressestelle geantwortet, die Vorwürfe hinsichtlich des Monisgnore würden inzwischen von kirchlichen und weltlichen Behörden geprüft.

 Aus Sicht der bekannten Lifesitenews-Autoren John Henry Westen und Dr. Maike Hickson handelt es sich um ernst zu nehmende Vorwürfe bezüglich eines „homosexuellen Missbrauchskandals“ innerhalb vatikanischer Mauern aus der Amtszeit von Papst Benedikt, die sich auf einen früheren Mitarbeiter  des Staatssekretariats beziehen würden.

Der erwähnte Artikel weist zudem darauf hin, daß sich Papst Johannes Paul II. einst in der Causa Marcial Maciel nicht gerade mit Ruhm bekleckerte. Pater Dr. Macial war Gründer und Leiter der Legionäre Christi, der im Vatikan wohlgelitten war, auch nachdem schon jahrelang homo- und pädosexuelle Missbrauchsvorwürfe gegen ihn vorlagen. Dem Pontifex fehlte wohl die nüchterne Menschenkenntnis, zumal sich Macial „als Konservativer tarnte“, wie Lifesitenews schreibt.

Erst nach der Wahl von Benedikt XVI. wurden kirchenrechtliche Strafmaßnahmen gegen den Legionärs-Gründer verfügt und der täuschende Spuk dieses Heuchelspieles fand damit im Jahre 2006 endlich ein Ende.

.