Evangelikaler ABC gegen kirchliche Segnung bzw. Trauung von Homo-Partnerschaften

Der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) hält öffentliche Trau- und Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare aus biblischen, theologischen, kirchenrechtlichen und ökumenischen Gesichtspunkten für ausgeschlossen.

In einer Stellungnahme erinnert der ABC daran, dass Segnungen bzw. Trauungen homosexueller Paare noch vor wenigen Jahren innerhalb der evangelischen Kirche prinzipiell ausgeschlossen waren. Mit den Entscheidungen der jüngeren Zeit werde das traditionell geltende Verständnis von Ehe und Trauung auf der Grundlage von Schrift und Bekenntnis aufgegeben.

Nach Einschätzung des ABC geht es bei der Frage nach der Einführung gottesdienstlicher Segenshandlungen für homosexuelle Paare, die nach der Einführung der sog. „Ehe für alle“ neu diskutiert wird, ganz wesentlich um das Verständnis und die Auslegung der Heiligen Schrift und des kirchlichen Bekenntnisses.

Eine Bekenntnisfrage lasse sich aber nicht durch synodale Mehrheitsbeschlüsse entscheiden.

In diesem Zusammenhang verweist der ABC auf eine Stellungnahme des Erlanger Kirchenrechtlers Heinrich de Wall, der zu dieser Thematik geschrieben hat, dass selbst im Fall, „in dem die einen, möglicherweise sogar eine große Mehrheit in der Kirche, davon ausgehen, dass eine Neuregelung das Bekenntnis nicht betrifft, andere aber aus der Schrift nachvollziehbar begründeten Widerspruch dagegen erheben, (…) das Ganze als Bekenntnisfrage behandelt werden (muss): Denn ein Konsens darüber, was Schrift und Bekenntnis aussagen, lässt sich in diesem Fall gerade nicht feststellen.“

Der Versuch, diese Problematik dadurch zu umgehen, dass Gegnern möglicher Segnungs- und Traugottesdienste für homosexuelle Paare eine Art Gewissensschutz zugebilligt wird, ist nach Einschätzung des ABC ebenso wenig statthaft wie die Verlagerung der Entscheidung in die Gemeinden vor Ort: dies verschiebe den Streit um diese Bekenntnisfrage lediglich auf eine andere Ebene.

Es werde sogar erst erhebliche Konflikte in Kirchengemeinden erzeugen und sei darum als Weg der Bewahrung der Einheit gerade ungeeignet.

Der ABC hat seine Stellungnahme dem Ausschuss aus Mitgliedern des Landeskirchenrats und der Landessynode zur Verfügung gestellt, der seit kurzem über die Frage möglicher Segnungs- bzw. Traugottesdienste für homosexuelle Paare berät.

Der vollständige Text ist hier zu lesen: www.abc-bayern.de/stellungnahmen

 

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Geldhahn zugedreht: Peter Hahne kritisiert EKD-Entscheidung gegen IDEA

ZDF-Moderator spendet 50.000 € für Existenzsicherung

Der bekannte ZDF-Moderator Peter Hahne äußert sich mit deutlicher Kritik zur Synoden-Entscheidung der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland), der evangelikal orientierten Nachichtenagentur IDEA den jährlichen Zuschuß von 132.000 Euro zu streichen.41USf3v0XrL._SX348_BO1,204,203,200_ Die bisherige Unterstützung soll bis Ende 2019 auf Null zurückgefahren werden.

Für den theologisch konservativen Bestseller-Autor Hahne ist dieser Beschluß eine feige Attacke gegen die Meinungsfreiheit, zumal „noch nicht einmal eine wirkliche Begründung geliefert“ worden sei. Zudem habe es auf der Synode keine Gegenstimme, sondern nur ein einzige Enthaltung gegeben.

BILD: Das Buch „Niemals aufgeben“ ist eine der zahlreichen Publikationen von Peter Hahne

Damit zeige die EKD ihr „wahres Gesicht“, so Hahne, der dabei aus seinem Erfahrungsschatz berichtet: 

Über 20-mal habe ich erlebt, wie es beim Thema „idea-Zuschuss“ auf den Synoden knallte. Immer wieder gab es Stimmen, die das Geld streichen wollten. Immer wieder gelang es besonnenen Leuten wie dem (sozialdemokratischen) Präses Jürgen Schmude, das abzuwenden: „Die Vielfalt in der Publizistik muss gerade eine Volks-Kirche aushalten.“  – Damit ist es jetzt vorbei!“

Der ZDF-Moderator kritisiert, daß IDEA wohl schon länger „an die Kandare genommen und auf Linie gebracht werden“ sollte  –  „oder der Geldhahn geht zu.“

Hahne erinnert daran, wie es im weltlichen Bereich zugeht, nämlich besser:

„Als die linke Tageszeitung „taz“ 2009 in finanzielle Turbulenzen kam, hat deren Erzfeind, der damalige BILD-Chef Kai Diekmann, spontan Geschäftsanteile gekauft, „um die Pluralität im Journalismus zu fördern“…Das fromme Gegenstück fand am kohlrabenschwarzen Mittwoch in Bonn statt….Ich hätte nach 24 Synodenjahren nie gedacht, dass eine EKD, die sich auch noch „Kirche der Freiheit“ nennt, so tief sinken könnte.“

Er will mit gutem Beispiel vorangehen und IDEA tatkräftig mit 50.000 Euro unterstützen: Ein Beitrag für Meinungsfreiheit ist mir lieber als für eine Organisation, die sie per Geldhahn abwürgen will.“

Quelle für die Zitate: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/peter-hahne-ein-anschlag-auf-die-pressefreiheit-103251.html


Mehr als 2/3 der Deutschen gegen eine Umbenennung des Sankt-Martins-Festes

Eine Mehrzahl der Deutschen lehnt eine Umbenennung des Sankt-Martin-Fests ab. 66,3 Prozent sind dagegen, das Fest zugunsten von Einwanderern als „Lichterfest“ oder „Sonne, Mond und Sterne-Fest“ zu bezeichnen, ergab eine Insa-Umfrage laut Focus Online.

8,9 Prozent sprechen sich für eine Umbenennung aus. Vor allem Wähler von FDP (85,1 Prozent), AfD (78 Prozent) und CDU/CSU (74,9 Prozent) wollen den traditionellen Namen beibehalten.

In der Vergangenheit hatten Politiker und Lehrkräfte immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, die den christlichen Bezug am Gedenktag des heiligen Martin von Tours streichen wollten.

Der Linkspartei-Politiker Rüdiger Sagel schlug etwa vor, den Martinstag abzuschaffen und das Fest statt dessen „Sonne, Mond und Sterne-Fest“ zu nennen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2017/deutsche-lehnen-umbenennung-des-sankt-martin-fests-ab/

Foto: Schwäbischer Albverein Bergatreute


Katholischer Erzbischof und judenfeindlicher Großmufti erhalten Arafat-Preis

Großmufti Hussein hat zum Judenmord aufgerufen

Wie der kath. Fidesdienst heute meldet, hat der palästinensische Premierminister Rami Hamdallah am vergangenen Freitag, dem 10. November, den „Arafat-Preis“ an den ehem. Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah, verliehen. Er würdigte damit  – so heißt es – dessen herausragende Rolle im Dienst „der Sache von Palästina und Jerusalem.“ 

Die feierliche Preisverleihung fand im Ramallah-Kulturpalast statt. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Großmufti von Jerusalem, Muhammad Ahmad Hussein.

In seine Dankesrede erklärte der katholische Würdenträger:

„Der Preis, den ich heute entgegennehmen durfte, erinnert uns daran, dass Präsident Arafat den Traum eines palästinensischen Staates auf den Weg gebracht hat eingeweiht. Dieser Traum ist noch in weiter Ferne, doch wir glauben, dass der Traum Wirklichkeit werden kann“.

Hierzu stellen wir fest:

1. Beim palästinensischen Erzbischof Sabbah ist man seit Jahrzehnten hinsichtlich seiner islamfreundlichem und (passend dazu) israel-feindlichen Stellungnahmen Kummer gewohnt. Von daher hat er einen Preis der Arafat-Stiftung gewiß wohl verdient. Der frühere Palästinenserpräsident Arafat  – vorher PLO-Terroristenführer unseligen Angedenkens  –  verkrachte sich zwar mit der noch militanteren Hamas (seiner Konkurrenz im Gazastreifen), war sich aber in der Ablehnung des Existenzrechts Israel mit radikalen Islamisten grundsätzlich einig.

2. Daß ein katholischer Oberhirte eine solch moralisch und politisch belastete „Ehre“ überhaupt annimmt, ist gewöhnungsbedürftig genug. Anscheinend ist ihm eine Verständigung mit dem Islam weitaus wichtiger als der christlich-jüdische Dialog.

Abgesehen davon: Er hat den Preis gemeinsam mit dem islamistischen Großmufti von Jerusalem (und allen Palästinensergebieten) angenommen:

Dabei ist dieser Muhammad Ahmad Hussein für seine geradezu mörderisch judenfeindliche Einstellung weltbekannt. Das kann auch einem katholischen Oberhirten nicht entgangen sein.

Hierzu ein Beispiel: Am 9. Januar 2011 zitierte der Großmufti in einer Rede vor Palästinensern folgenden Spruch aus der Hadithe (mündlichen Überlieferung Mohammeds). Dort heißt es hinsichtlich des Endgerichts und der Auferstehung:

„Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr die Juden bekämpft habt. Die Juden werden sich hinter Steinen oder Bäumen verstecken. Dann werden die Steine oder Bäume rufen: ‚Oh, Muslim, Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.'“

3. Am 25.10.2015 leugnete der Großmufti in einem Interview mit dem israelischen TV-Sender Channel-2, daß sich auf dem Jerusalemer Tempelberg überhaupt jemals ein jüdischer Tempel befunden habe. Diese Stätte sei vielmehr schon vor 30.000 Jahren (!) eine Moschee gewesen. Die Al-Aqsa-Moschee aus dem 7. Jahrh. sei laut Hussein bereits zur Zeit Adams (!) von Engeln erbaut worden.

Anscheinend ist sich der katholische Palästinenser-Erzbischof in seinem arabischen Wahnwitz und seiner isralfeindlichen Allergie nicht klar darüber, daß mit solchen Entgleisungen nicht allein das jüdische, sondern automatisch auch das christliche Erbe geleugnet wird. Oder befand sich Christus mit 12 Jahren nicht im Tempel zu Jerusalem, sondern in Wahrheit in einer Moschee? Waren Maria und Josef etwa Muslime? Und Christus ein Großmufti?

Es ist überfällig, daß der Vatikan dem jahrzehntelangen israelfeindlichen Treiben des Patriarchen Sabbah endlich widerspricht. Andernfalls wird das wohlfeile Redenschwingen von den Juden als unseren „älteren Brüdern“ und das salbungsvolle Dialog-Getöse immer unglaubwürdiger!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

 


Passau: Jüdische, ex-islamische, kath. und evang. Experten sprachen über Religion heute

Der ägyptisch-deutsche Autor Hamed Abdel-Samad hat den Kirchen beim Thema Islam vorgeworfen, eine Organisation wie die Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) in der Gesellschaft erst hoffähig gemacht zu haben. Er sieht DITIB als „verlängerten Arm der Türkei“ an. 

Der politische Islam sei nicht interessiert an einer Integration der Muslime in die deutsche Gesellschaft. Er lebe von der Kluft zwischen dem Islam und der modernen Gesellschaft.

„Die Kirchen hatten spät eine kritische Haltung zur Ditib, vor der ich lange gewarnt habe“, sagte Abdel-Samad bei einer Diskussionsrunde am Montagabend in Passau. Der Ratsvorsitzende der Evang. Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erwiderte: „Ich finde es gut, wenn man mit den muslimischen Verbänden im Gespräch ist.“  – Auf diese Weise könne die Kirche die Muslime fördern, die „Ja“ zur Demokratie und zum Rechtsstaat sagen.

Diese beiden Herren diskutierten mit Kardinal Gerhard Müller und dem deutsch-jüdischen Historiker Dr. Michael Wolffsohn (siehe Fotos).

Abdel-Samad vertrat auch die These, dass die Menschen keine politisch aktive Kirche wollen: „Je politischer die Kirchen sind, umso leerer sind sie.“ Damit bezog er sich auf die konstante Zahl von Kirchenaustritten. Als Gegenbeispiel führte er China an. Dort wachse gegen alle Widerstände die christliche Gemeinde, weil sich die Kirchen nicht auf Politik, sondern auf Spiritualität konzentrierten.

Prof. Wolffsohn erklärte: „Die frohe Botschaft des Evangeliums muss den modernen Menschen verständlich gemacht werden.“ – Kirchen sollten sich auf den Kern des religiösen Lebens der Menschen konzentrieren und keine Politik betreiben.  

Auf den Vorwurf Wolffsohns, es gebe immer mehr Geistliche, die Parteimitglieder seien, entgegnete Bedford-Strohm, er sei zwar mit 17 Jahren in die SPD eingetreten, aber habe sein politisches Amt rechtzeitig ruhen lassen.

Auf die jährlichen Austrittszahlen der christlichen Kirchen angesprochen, erklärte Kardinal Müller: „Weltweit wächst das Christentum.“ – Die Geistlichen sollten mutig das Evangeliums verkünden. Prof. Wolffsohn hakte ein und bezeichnete die Situation als „verheerend“: „Was weiß der durchschnittliche Bundesbürger über das Weihnachtsfest, was weiß er über Pfingsten?“, fragte er.

Die theologische „Ahnungslosigkeit“ bezog er sowohl auf Christen wie auf Juden. Sein Befund ist klar: „Wir leben in einer Gesellschaft, in der Religion eine immer geringere Rolle spielt.“

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/2017/11/07/abdel-samad-kirchen-machten-ditib-hoffaehig/


Libanon: Maronitischer Patriarch befürchtet Verlust der Stabilität des Landes

Am vergangenen 4. November gab der libanesische Premierminister Saad Hariri während eines Aufenthalts in Saudi-Arabien überraschend seinen Rücktritt bekannt. Der sunnitische Politiker tat dies im Rahmen eines Interviews mit dem TV-Sender al-Arabiya.

Dabei beklagte er das Vorgehen der  –  mit dem Iran-Regime verbundenen  –  schiitischen Hishbollah-Bewegung, die “ihre Waffen gegen die Einwohner des Jemen, Syriens und des Libanons richtet“. Er selbst befindet sich seiner Ansicht nach in Lebensgefahr.

Der maronitische Patriarch Bechara Boutros Rai bedauerte den Rücktritt des libanesischen Regierungschefs und warnte vor destabilisierenden Folgen. Nun müsse vor allem darauf geachtet werden, „dass die Stabilität im Libanon nicht untergraben wird“, 

In seiner Predigt beim Sonntagsgottesdienst am 5. November erinnerte der Primas an den Appell des libanesischen Staatspräsidenten Michel Aoun, der darum bittet, die Einheit des Landes zu wahren und der ausgewogene Entscheidungen wünscht, um zu verhindern, dass das Land in die Spirale der Konflikte gerät, die den Nahen Osten prägen.

Der Libanon dürfe nicht zu Bündnissen “in regionalen oder internationalen Achsen“ gezwungen werde, „die nicht seinem Wesen, seinen Werten und der Rolle bei der Kooperation und der Stabilität sowie beim Zusammenleben im Nahen Osten entspricht”.

Quelle: Fidesdienst


Wolfratshausen: Vortrag von Dr. Rothe zur „Spiritualität des Whiskys“ am 9. November

Der katholische Priester, Theologe und Publizist Dr. Wolfgang Rothe spricht am Donnerstag, dem 9. November, ab 19 Uhr in der Stadtbücherei von Wolfratshausen über die „Spiritualität des Whiskys“.

Der im Sauerland gebürtige Kirchenrechtler und Pfarrvikar in München verknüpft die Liebe zum Glauben mit der Wertschätzung des edlen Whisky. Der Eintrittspreis von 15 Euro beinhaltet u.a. auch die Verkostung von zwei Whiskys.

BILD: Dr. Rothe überreicht Papst Benedikt sein Buch „Liturgische Versöhnung“ (darin würdigt er dessen Motu proprio zugunsten der überlieferten Liturgie bzw. „alten Messe“).

Der Geistliche schrieb zu diesem Thema bereits ein fundiertes Buch mit dem Titel „Wasser des Lebens“ und erläutert darin die Entstehung des Getränks in den schottischen Klöstern des Mittelalters.

Näheres dazu hier: https://www.amazon.de/Wasser-Lebens-Einf%C3%BChrung-Spiritualit%C3%A4t-Whiskys/dp/3830677669

Interview des Kölner Domradios mit Dr. Rothe: https://www.domradio.de/themen/%C3%B6kumene/2017-10-30/whisky-und-reformation