Zeitgeist-Kirchen sind Abbruchunternehmen

Von Peter Hahne

In Massen flüchten die Gläubigen aus ihren Kirchen. Die Zahlen waren bereits in den letzten Jahren dramatisch hoch. Jetzt geht es an die Substanz.

Diesmal ist es so, als würden die Bundesländer Bremen und Saarland geschlossen ausgetreten sein oder die Metropole München, wenn man nämlich Kinder und Muslime etc. abzieht: insgesamt 441.000 Mitglieder kehrten beiden Großkirchen im Jahr 2020 den Rücken.

Fast zu gleichen Teilen Katholiken und Protestanten. Das überrascht, versteckte sich die EKD doch immer gern hinter dem Argument, der katholische Mißbrauchsskandal wäre Hauptursache der Austritte. Nun ist es gerade der ach so fortschrittliche und moderne Protestantismus mit seinen Bischöfinnen, Pastorinnen, Flüchtlings-Rettungs-Schiffen, Bibeln „in gerechter Sprache“ und dergleichen, der nicht weniger zur Ader gelassen wird als ein Katholizismus, der ja gerade erst beginnt, die EKD links zu überholen.

Nein, die WELT bringt es auf den Punkt: „Nicht einmal Not lehrt noch beten!“ – Und gibt dem vernichtenden Kommentar die Überschrift: „Die Kirche selbst hat das Signal gesendet, man brauche sie nicht mehr.“ Genau das ist das Dilemma, und darüber wird all das klerikale Erklärungs- und Ursachen-Geschwätz für das Drama zu Makulatur.

Lächerlich die katholische Beruhigungs-Variante, den Leuten gingen die Reformen nicht schnell genug. Dann müßte die EKD ja Zulauf haben, so kommentiert auch die FAZ. – Oder die evangelische Version, es seien ja weniger Austritte als erwartetet. Nein, Kirche war einfach nicht da, als sie am nötigsten gebraucht wurde.

„Wenn das Christentum nicht einmal in einer Zeit der Pandemie wieder mehr (!) Menschen existenziell zu berühren vermag, wann denn dann?“, fragt die WELT. Ja, die Menschen suchten noch, heißt es richtig, „aber sie werden in ihrer Kirche nicht mehr fündig.“ – Das erkannte übrigens schon Verleger Axel Springer, als er in den 1970er die EKD verließ und der selbständig-lutherischen SELK beitrat.

Inzwischen hat sich dieses Phänomen in einer Weise beschleunigt, dass einem schwindelig wird: Regenbogen-Pfarrer und Gender-Bischöfe heißen alles gut, was der Zeitgeist gebietet, der Heilige Geist jedoch verbietet. Wer meint, die Grundurkunde des christlichen Glaubens, das Evangelium, nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich der Mode anpassen zu müssen, verliert jegliche Attraktivität und Glaubwürdigkeit. Wozu eine Kirche, die in einer schwedischen Schulschwänzerin eine neue Heilige sieht?!

Unvergessen, wie der damalige Linken-Chef Gregor Gysi mir einmal sagte: „Wenn ich in die Kirche gehe, erwarte ich, dass man über Sünde redet und mir die Leviten liest.“ Weil das eben sonst niemand kann. Doch Sünde ist heute reduziert, pervertiert und minimiert auf Klimasünder, Coronasünder, Dieselsünder oder AfD-Wähler-Sünder und Anti-Impf- und Anti-Regenbogen-Sünder. Für das alles braucht man im Sinne des Kollegen Poschardt keine Kirche, das kann man bei Grünen und Jusos billiger haben.

Dazu kommen Gender-Sprach-Richtlinien, die alles staatlich Verordnete weit in den Schatten stellen. Zum Jahresende hat der kämpferische Vorsitzende des Vereins deutsche Sprache (VDS), Prof. Walter Krämer, gegenüber dem Bischof von Hildesheim seinen Kirchenaustritt angekündigt —- „wegen der kirchlich angeordneten Vergewaltigung der deutschen Sprache.“ Er weiß mit seiner Gender-Kritik bekanntlich mehr als zwei Drittel der Bürger auf seiner Seite.

„Geld erstickt den Glauben,“ dieser Schlüsselsatz von Papst Benedikt XVI. bringt das ganze Dilemma auf den Punkt. Der Selbstbedienungsladen einer vom staatlichen Finanzamt eingezogenen Kirchensteuer läßt die klerikale Kaste so lange auf ihren synodalen Irrwegen wandeln, bis der letzte das Licht ausmacht.

Nur aus dieser Position heraus konnte man ungerührt den obrigkeitlichen Corona-Verordnungen vorbehaltlos zustimmen. Die einsamen und hilfsbedürftigen Gläubigen in Seniorenheimen, Kliniken oder den Trauerhäusern waren piep-egal, und nun kommt die Quittung. Das war gerade jetzt zu sehen, „als Bischöfe öffentliche Gottesdienste allzu klaglos absagten und manche Pfarrer ihre Kirchen allzu lange geschlossen ließen“ (WELT). Jetzt, wenn alles vorbei ist, braucht man Kirche tatsächlich nicht mehr.

Was soll eine Kirche, die sich in Corona-Zeiten auf die Empfehlung reduzierte, auf Balkonen „für die Helden“ zu singen oder das Internet zu nutzen und mitnichten daran dachte, auf „Systemrelevanz“ zu klagen? – Die Zeit ist reif für einen neuen Buchtitel: Kirche schafft sich ab.

Wir danken dem evangelischen Theologen und ehem. ZDF-Moderator Peter Hahne für seine freundliche Abdruckserlaubnis. – Den vollständigen Artikel des Bestsellerautors finden Sie hier: https://www.gemeindenetzwerk.de/?p=18209


Hirnforschung und Spiritualität: Der Mensch neigt von Natur aus zur Religion

Ist der Mensch nicht nur als eine höhere Stufe seiner Kulturentwicklung, sondern vielmehr seit alters her „unheilbar religiös“? Sind das Bedürfnis nach Glaube und Frömmigkeit, nach einem „höheren“ Lebenssinn und „Spiritualität“ tief in seinem Wesen verankerte Neigungen?

Hat der Schöpfer in der menschlichen Natur und sogar in den „Hirn-Regionen“ gleichsam seine Spuren hinterlassen – auch in physiologischer Hinsicht? Oder läßt sich die menschliche Religions-Sehnsucht allein neurologisch oder psychologsich erklären?

Diese Fragen werden zwischen Theologen, Philosophen, Psychologen, Ethnologen und Neurowissenschaftlern seit langem teils kontrovers, teils übereinstimmend diskutiert.

In einem Artikel des Deutschlandfunks vom 15. Juli 2021 heißt es unter dem Titel „Spiritualität ist tief in der menschlichen Natur verwurzelt“ u.a.:

„Neurowissenschaftler konnten nachweisen, dass Spiritualität und Religion in einem überraschend alten Teil des Gehirns verankert sind.“

Christian Röther schreibt weiter über das „aquäduktale Grau“, mit dem ein „ziemlich alter Teil des menschlichen Gehirns“ definiert ist und das auch „zentrales Höhlengrau“ genannt werde:

„Dieses Grau ist an ganz grundlegenden Gefühlen beteiligt, wie Schmerz, Angst und Fluchtreflexen. Und offenbar hat es auch mit Religion und Spiritualität zu tun. Das hat ein US-amerikanisches Forscherteam jetzt herausgefunden, um den Neurowissenschaftler Michael Adam Ferguson.

Laut Verfasser ist Prof. Ferguson Dozent an der medizinischen Fakultät der Harvard University und Neurowissenschaftler in Boston: „Er hat sich spezialisiert auf „Neurospiritualität“ – also auf eine Mischung aus Hirnforschung und Spiritualitätsforschung.“

Der Neuro-Forscher erklärt, die „biologischen Grundlagen“ für die „religiöse Musikalität“ seien nicht in einem „einzelnen Gottesknopf“ zu suchen, vielmehr seien „unterschiedliche Hirnareale an religiösen Gefühlen beteiligt“.

Gleichzeitig gelte natürlich: „Dass alle Menschen diese Hirnareale haben, bedeute aber nicht automatisch, dass auch alle Menschen religiös sein müssten.“

Gemälde: Evita Gründler


VDS-Vorsitzender droht mit Kirchenaustritt

Prof. Walter Krämer enttäuscht über würdeloses Anbiedern von Kirchenoberen an die Gendersprache

Aus Kirchenkreisen erreicht uns das Schreiben von Prof. Dr. Walter Krämer (siehe Foto) aus Dortmund an den Bischof von Hildesheim. Der Statistik-Experte Krämer ist zugleich Vorsitzender des VDS (Verein Deutsche Sprache) und Sprecher der „Stiftung Deutsche Sprache“. Wir dokumentieren hier nun seinen Brief im vollen Wortlaut:

Ihre Exzellenz
Bischof Dr. Heiner Wilmer

Domhof 25
31134 Hildesheim

12. Juli 2021

Ihre Handreichung zu geschlechtersensibler Sprache

Exzellenz, verehrter Bischof Dr. Wilmer,

für mich war die katholische Kirche immer ein Fels in der Brandung des modernen turbulenten Zeitgeschehens. Ich war Messdiener, bin seit Dutzenden von Jahren Mitglied des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, zahle als einer der letzten in meinem Freundes und Bekanntenkreis seit 45 Jahren regelmäßig meine Kirchensteuer und verteidige diese glorreiche Institution, wo immer ich kann.

Umso größer ist meine Enttäuschung, ja mein Entsetzen über das würdelose Anbiedern an den schwankenden Zeitgeist, das sich in der von Ihnen zu verantwortenden Bistums­broschüre über geschlechtersensible Sprache äußert.

Diese Gendersprache grenzt aus, ist behinderten- und fremdenfeindlich und einer Unterstützung durch die katholische Kirche dermaßen unwürdig, dass ich es bis heute nicht begreifen kann.

Die Ihnen sicher bekannten Argumente des Kollegen Dr. Kunze in der Ausgabe 26/2021 Ihrer KirchenZeitung muss ich hier nicht wiederholen.

Weitere finden Sie anbei oder auf der Netzseite einer von mir begründeten Bürgerinitiative gegen sprachliche Umwelt­verschmutzung (www.vs-ev.de), der auch viele hochrangige Männer und Frauen aus beiden großen Kirchen angehören, etwa der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken oder Kurienkardinal Walter Brandmüller aus Rom.

Nach 72 Jahren plane ich nun für das Ende des Jahres meinen Austritt aus der katholi­schen Kirche. Haben Sie Argumente, warum ich bleiben sollte? Wenn sich die katholi­sche Kirche weiter an der Vergewaltigung der deutschen Sprache beteiligt, bleibe ich jedenfalls nicht.

Ihr Prof. Dr. Walter Krämer
Fakultät für Statistik, Technische Universität Dortmund
Vogelpothsweg 78 in 4221 Dortmund
walterk@statistik.uni-dortmund.de
https://www.statistik.tu-dortmund.de/kraemer.html

Porträtfoto: Endermann / awk – 2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Die neuen Trends und das alte Problem des Heidentum in der Kirche

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die Deutsche Bischofskonferenz hat den vierten „MDG-Trendmonitor“ seit 1999 vorgestellt. Er wurde vom Institut für Demoskopie Allensbach und dem Heidelberger Sinus-Institut erstellt. Repräsentativ befragt wurden 1690 Katholiken beiderlei Geschlechts ab 14 Jahren.

Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ vom 8. Juli 2021) brachte das Ergebnis mit der Überschrift „So enttäuscht sind Katholiken von ihrer Kirche“. Der Untertitel lautet: „Starr, altmodisch, wenig glaubwürdig“.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband FORUM DEUTSCHER KATHOLIKEN

Schauen wir uns die „schockierenden Erkenntnisse“ an, welche die AZ ausbreitet:

„Mehr als jeder dritte befragte Katholik (39%) hat schon einmal mit dem Gedanken gespielt, aus der Kirche auszutreten… Es sei weiterhin mit Austrittszahlen auf hohem Niveau zu rechnen… insbesondere bei den 18 – 29jährigen“.

„Die Glaubensüberzeugungen von Katholiken decken sich lediglich zum Teil mit denen der Kirche“.

Nur 74% der Befragten glauben an Gott; nur 55%, dass es ein Leben nach dem Tod gibt“.

70% haben den Eindruck, die Kirche halte teilweise zu starr an überholten Normen fest“.

„59% vertreten die Meinung, dass sie sich mehr an die Erwartungen der Menschen von heute anpassen müsse… 46% beklagen, dass Frauen von der Kirche nicht ausreichend anerkannt werden“.

46% geben an, dass die Kirche das, was sie vertritt, oft zu wenig glaubwürdig vorlebe. Als Anwalt für die Schwachen und Unterdrückten nehmen sie 18% der Katholiken wahr.“

59% meinen, die Kirche verhindere die Aufklärung von Missständen in den eigenen Reihen“.

Da es sich um eine repräsentative Befragung handelt, können wir davon ausgehen, dass die Zahlen die festgestellten Meinungen richtig wiedergeben. Sind das aber neue „schockierende Erkenntnisse“?

Im Jahr 1958 (!) hat der Vordenker Joseph Ratzinger bereits geäußert:

“Das dem Namen nach christliche Europa ist seit langem zur Geburtsstätte eines neuen Heidentums geworden, das im Herzen der Kirche selbst unaufhaltsam wächst und sie von innen heraus auszuhöhlen droht. Kirche von Heiden, die sich noch Christen nennen, aber in Wahrheit zu Heiden wurden.“

Das heißt, dass die Betroffenen „sich nicht mehr einfach den Glauben zueignen, sondern eine sehr subjektive Auswahl aus dem Bekenntnis der Kirche zu ihrer eigenen Weltanschauung machen…, so dass ein großer Teil von ihnen nicht mehr eigentlich gläubig genannt werden darf.“

Joseph Ratzinger kam zu dieser Erkenntnis vor mehr als 60 Jahren!

Niemand sollte also über die Meinungen des Trendmonitors 2021 „schockiert“ sein. Sie geben die Sicht einer neuheidnisch gewordenen Gesellschaft wieder, die zu einem hohen Prozentsatz nicht an eine Auferstehung nach dem Tod glaubt, was Zentrum des Glaubensbekenntnis aller Christen ist – und eine Kirche will, die ein Leben führt, als ob es Gott nicht gäbe.

Selbstverständlich sind dabei hohe Austrittszahlen vorprogrammiert.

Und wenn 46% davon ausgehen, dass die (!) Kirche das, was sie vertritt, oft zu wenig glaubwürdig vorlebe, dann vergessen sie, dass sie selber Teil dieser Kirche sind.

Auf die Frage, wie die Bischöfe trotz der „gestiegenen Austrittszahlen und die große Zahl derer, denen die Kirche nicht viel bedeutet,“ in die Offensive kommen solle, antwortet Gebhard Fürst, Bischof von Stuttgart-Rottenburg „Patentrezepte haben wir nicht“. „Sie gingen zwar an die Öffentlichkeit, etwa beim Thema Klimawandel, nur erhalten sie dafür nicht die erhoffte breite Aufmerksamkeit, im Unterschied zu den kirchenpolitisch umstrittenen Themen“.

Peter Seewald erwähnt in seiner Biographie „Benedikt XVI.“ die Option des emeritierten Papstes zur Ökologie:

„In einer Ideologie, die aus dem Ökothema eine Art Religion machte und in einem neuen Menschen, dem Homo climaticus, den alleinigen Retter des Planeten sah“, sagte Benedikt: „Es gibt so viele Probleme, die aber alle nicht gelöst werden, wenn nicht im Zentrum Gott steht und neu sichtbar wird in der Welt“. (S. 964)

Bischof Gebhard Fürst meint weiter im AZ-Artikel: „Wir müssen unsere Kirche – und das ist auch Element des Synodalen Weges – so organisieren, dass sie insgesamt attraktiv wird“. – Eine attraktive Kirche sei eine Kirche, in der man mitbestimmen könne.

Die Mitbestimmungsforderungen der synodalen Mehrheit sind bekannt: Freistellung des Zölibats, Frauenpriestertum, Änderung der Sexualmoral der Kirche, Dezentralisierung der Macht.

Kurz: Anpassung an die Forderungen der neuheidnisch gewordenen Christen.

Was eigentliche Aufgabe der Bischöfe ist, finden wir in ihrem Weiheversprechen, wo es heißt:

„Das Evangelium Christi treu und unermüdlich zu verkündigen“ – „Das von den Aposteln überlieferte Glaubensgut rein und unverkürzt weiterzugeben“ – „Mit dem Bischofskollegium unter dem Nachfolger des heiligen Petrus stets ihre Einheit zu wahren“ – „Dem Nachfolger des heiligen Petrus treuen Gehorsam zu erweisen“ – „Für das Volk Gottes wie ein guter Vater zu sorgen und es auf dem Weg des Heiles zu führen“ – „Den Heimatlosen und allen Notleidenden gütig zu begegnen“ – „Den Verirrten als guter Hirte nachzugehen und sie zur Herde Christi zurückzuführen“.

Sie geloben nicht, für die Lösung des „Klimawandels“ zu sorgen. Dafür gibt es Andere.

Der Redakteur der AZ schreibt zum Trendmonitor auch noch den Kommentar: „Die Kirche ist noch nicht verloren… Die Kirche hat denen, die sich als religiös beschreiben, viel anzubieten: Es ist die frohe Botschaft“.

Hier hat er recht. In dieser frohen Botschaft heißt es quer zum Zeittrend: „Passt euch nicht dieser Welt an!“ (Röm 12,2)

Joseph Ratzinger formuliert in seinem Statement von 1958 (!) eine Hoffnung gebende Vision:

„Nur wenn sie (die Kirche) aufhört, eine billige Selbstverständlichkeit zu sein, nur wenn sie anfängt, sich selber wieder als das darzustellen, was sie ist, wird sie das Ohr der neuen Heiden mit ihrer Botschaft wieder zu erreichen vermögen, die sich bisher noch in der Illusion gefallen, als wären sie gar keine Heiden“. (Peter Seewald, Benedikt XVI., S. 318)


Kath. Kirche in den USA: Junge Priester im Spannungsfeld von Gewissen und „Gehorsam“

Von Dr. Edith Breburda

Es gibt viele Pfarrer in den USA, darunter vor allem jüngere Geistliche, die theologisch konservativ denken oder sogar besonders der kirchlichen Tradition verbunden sind, etwa durch die Zelebration der überlieferten Messe.

Doch gerade dies ist es, was einige progressive Bischöfe erzürnt, vor allem, wenn diese Priester sich kritisch mit der Gender- und Abtreibungspolitik der Biden-Administration befassen oder skeptisch über die staatlich-kirchlichen Restriktionen im Gottesdienst äußern.

Solche engagierten Priester sind den zeitgeistlichen Oberhirten ein Dorn im Auge – und so bekommen diese meist jüngeren, unangepaßten Pfarrer womöglich einen Anruf von ihrem Oberhirten, der ihnen kurzerhand mitteilt, dass sie ihre Koffer packen sollen. Es bleiben ihnen nur wenige Tage, um ihr Pfarrhaus zu räumen. Was haben diese so rigide bestraften Diener Gottes verbrochen, fragt man sich...

Ein Paradebeispiel dafür ist Pfr. James Altman (siehe Foto). Er hatte bis zum 8. Juli 2021 seine Gemeinde im idyllischen La Crosse (US-Bundesstaat Wisconsin) zu verlassen – dort, wo Präsident Biden vor ein paar Tagen weilte, um sich unweit von Altmans Pfarrei eine Eiscreme zu kaufen. Was soll man auch anders in Milchland der USA konsumieren?

Der Präsident war bestimmt nicht gekommen, um den Wallfahrtsort von „Our Lady of Guadalupe“ aufzusuchen, den Kardinal Burke in der Stadt am Mississippi errichtet hatte, als er selbst noch Oberhirte der Diözese von La Crosse war, die dem Hl. Josef geweiht ist.

Ein berühmter Sohn des Bistums ist der von Papst Franziskus am 18. November 2017 selig gesprochene Kapuzinerpater Solanus Casey. Er widmte sein Leben den Gläubigen und wurde geliebt, weil es immer ein Ohr für sie hatte. Er verstand sie und teilte vollen Herzens ihre Sorgen, egal, zu welcher Zeit die Menschen bei ihm anklopften.

Der selige Pater Solanus demonstrierte, dass ein gewöhnlicher Mann aus dem Glauben heraus katholische Werte von Generation zu Generation weitergeben kann.

Dies ist ein Anliegen, welches gerade junge Priester in den USA inspiriert. Deshalb ist es für sie unverständlich, dass ihre Oberhirten sie fallen lassen, wenn sie versuchen, die Lehre der katholischen Kirche entschlossen zu verkündigen, sei es gelegen oder ungelegen.

Dabei hat Kardinal Leo Burke den wunderschönen Wallfahrtsort, „Our Lady of Guadalupe“ auch deshalb errichtet, um hierdurch der Ungeborenen zu gedenken. (Siehe das hier abgebildete Denkmal der Mutter mit den kleinen Säuglingen auf ihrem Arm im Park der Pilgerstätte.)

Und rufen nicht auch die Evangelikalen seit langem dazu auf, den Kindermord an den Ungeborenen zu beenden?! Sie sind es vor allem, die von einer lauen, schläfrigen Kirche sprechen, die es nicht wagt, gegen die heutigen verhängnisvollen Praktiken anzugehen.

Vehement prangern gläubige Christen an, dass ein Präsident, der nichts für das Lebensrecht der Ungeborenen tut, sondern dieses weiter unterhöhlt, ein Skandal auf zwei Beinen ist. Sie fordern, dass die Kirchenmänner tapfer auftreten und das Lebenrecht ohne Angstanfälle verteidigen.

Mutter Theresa sah bereits 1979 in ihrer Friedensnovelpreis-Rede die Abtreibung als den größten Zerstörer des Friedens an.

Es ist nicht verwunderlich, dass junge Geistliche dem Stillschweigen der liberalen Oberhirten Einhält gebieten und von der Kanzel aus das verurteilen, was viele ihre Mitbrüder um des lieben bzw. faulen Friedens willen tolerieren. Diese Priester, die nicht mit den Wölfen heulen, riskieren jedoch, durch ihre klaren Predigten von heute auf morgen von ihrem Priesteramt suspendiert zu werden.

Ein Anruf des Bischofs und Pfarrer Altman erging es wie so vielen seiner mutigen Mitbrüder, denen vorgehalten wird, sie würden mit ihrer klaren Linie „ihre Gemeinde spalten“. Dieser Vorwurf ist leicht bei der Hand, zumal wenn sich ein Priester in einer Predigt deutlich ausdrückt und dabei nicht jedes Wort vorher genau abwägt.

James Altman ist ein ausgebildeter Jurist, der 12 Jahre in seiner Kanzlei tätig war und danach Kirchenrecht studierte. Dank seiner Vorbildung weiß er vermutlich, wie er sich kirchenrechtlich verteidigen kann. Dem Vernehmen nach hat er Rekurs (Beschwerde) gegen seine Amtsenthebung in Rom eingelegt.

BILD: Die Kirche von La Crosse, der Pfarrgemeinde von Pfr. Altman

Nun kann er aber zusehen, was mit seinen 90-jährigen Eltern geschieht, die bei ihm im Pfarrhaus gewohnt haben. – Neben seiner riesengroßen Dogge müssen sie nun alle die Pfarrgemeinde verlassen.

Bischof William Patrick Callahan hat Pfarrer Altman mit der Amtsenthebng zugleich die Ausübung einiger priesterlichen Vollmachten entzogen. Er darf die Hl. Messe nur noch alleine (bzw. lediglich im Beisein der Eltern) feiern und erhielt ein Predigtverbot. Er darf keine Sakramente spenden und muss sich einer 30-tägigen Einkehr unterziehen, damit er sozusagen mit sich selbst ins reine kommt.

Er muss innerhalb der Diözese wohnhaft bleiben und sich regelmäßig mit dem Generalvikar treffen. Wenn der Priester den Auflagen nicht nachkommt, wird der Bischof weitere Sanktionen erteilen. (1)

Doch viele Gälubige im mittleren Westen der USA stehen auf und stellen sich hinter ihre gemaßregelten Priester. „Jemand, der Abtreibung duldet, kann keine Kommunion erhalten. Er gibt ein Ärgernis“, sagt Liz Yore zur Debatte um Biden; sie ist die Human Rights Anwältin, Aktivistin und Gründerin von „Yore Children.

„Katholiken haben genug von Regierungen, welche die Religionsfreiheit massiv beeinträchtigen. Genug ist genug, wir lassen uns das nicht mehr gefallen“, berichtet eine sichtlich erregte Dame in dem Video des Blogs Choosing-Him vom 7.7. 2021 (2)

Der amerikanische Bischof Joseph Strickland hat Pfarrer Altman inzwischen grundsätzlich verteidigt, seinen Kampf gegen Abtreibung gewürdigt, ihn aber zugleich aufgefordert, dem Bischof gegenüber gehorsam zu sein, weil das nun einmal die Pflicht eines Priesters sei. (3)

Quellenhinweise:

  1. https://www.complicitclergy.com/2021/07/08/breaking-bishop-callahan-cancels-fr-altman/
  2. https://choosing-him.blogspot.com/2021/07/brave-young-cadre-of-priests-fighting.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+choosing-him+%28……..Choosing-Him%29
  3. https://m.youtube.com/watch?v=yjk7AVuk0EA

Bayern: Evangelikaler ABC wählt erneut Dekan Till Roth als Vorsitzenden

Pressemeldung des Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC)

Der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) wird auch in den kommenden vier Jahren von Dekan Till Roth (Lohr) geführt.

Roth (siehe Foto), der den ABC bereits seit September 2010 leitet, wurde bei der Mitgliederversammlung des ABC am 26. Juni im mittelfränkischen Gunzenhausen einstimmig in seinem Amt bestätigt.

Zweiter Vorsitzender bleibt der Journalist und langjährige Landessynodale Hans-Joachim Vieweger aus München (siehe 2. Foto).

Neue dritte Vorsitzende ist Pfarrerin Ingrid Braun aus Weiltingen (siehe 3. Foto).

Dem Vorstand gehören außerdem an:

Professor Christoph Adt (Nürnberg), Reinhard Haagen (Neudrossenfeld), Daniel Kalkus (Lichtenfels), Pfarrer Dr. Jonathan Kühn (Holzkirchen), der Landessynodale Dr. Martin Seibold (Wilhelmsdorf) und der Religionspädagoge Andreas Späth (Windsbach)

Drei bisherige Vorstandsmitglieder kandidierten nicht erneut: die langjährige Landessynodale Herta Küßwetter (Ehingen), Pfarrer Dieter Kuller (München) und Doris Schlichting (Regensburg). Dekan Till Roth dankte ihnen für ihr großes Engagement für den ABC.

Deutliche Kritik an Matic-Resolution des EU-Parlaments

In verschiedenen Beiträgen wurde heftige Kritik am jüngsten Beschluss des EU-Parlaments zum so genannten „Matic-Report“ geäußert, der u.a. ein Recht auf Abtreibung postuliert. Sie könne nicht verstehen, dass das EU-Parlament die Tötung menschlichen Lebens als Teil der Gesundheitsfürsorge definiere, so die neue dritte ABC-Vorsitzende Ingrid Braun.

Besonders fatal sei, dass in dem entsprechenden Entschließungsantrag der Gewissensschutz von Ärzten hinterfragt werde, wenn diese sich weigerten, an Abtreibungen mitzuwirken. „Es ist eine Verkehrung der Welt, wenn das Lebensrecht ungeborener Kinder überhaupt keine Rolle mehr spielt“, so Pfarrerin Braun (siehe Foto).

Der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) besteht seit 1989. In ihm haben sich Verantwortliche aus rund 20 kirchlichen Gemeinschaften, Verbänden und Werken zusammengeschlossen – u.a. vom CVJM Bayern, der Geistlichen Gemeindeerneuerung und den pietistischen Gemeinschaftsverbänden. Sie vertreten bekenntnislutherische, bruderschaftlich-kommunitäre, charismatische und pietistische Prägungen innerhalb der bayerischen Landeskirche.

www.abc-bayern.de

www.christustag-bayern.de


Weshalb Kardinal Woelki nicht zurücktritt

Kardinal Woelki denkt nicht an einen Rücktritt. Das hat er laut der Online-Ausgabe der Ruhrnachrichten klipp und klar am vergangenen Freitag in einer Konferenz mit den Stadt- und Kreisdechanten im Erzbistum Köln zu verstehen gegeben.

Er stehe zu seiner Verantwortung und werde nicht aus eigener Veranlassung zurücktreten.

Die Dechanten hätten ihn dazu aufgefordert, angesichts der Krise in Erzbistum Köln persönliche Konsequenzen zu ziehen.

Die Kritik an seiner Person führe der Kölner Metropolit darauf zurück, „dass er als erster Bischof den sexuellen Missbrauch aufgearbeitet habe. Zudem werde ihm sein Widerstand gegen den derzeitigen Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland, den Synodalen Weg, verübelt“, so die Ruhrnachrichten.

Quelle: https://www.kathnews.de/kardinal-woelki-lehnt-ruecktritt-ab


Der Fall Galilei zwischen Fakten und Polemik

Von Dr. Josef Bordat

Galileo Galilei ist ein Physiker. Er ist jedoch vor allem ein Sinnbild, ein Symbol, eine Metapher. Er steht paradigmatisch für eine Kirche, die Wissenschaftler unterdrückt, den Fortschritt hemmt und die Moderne ablehnt.

Der historische Verlauf des Prozesses gegen ihn (seine Gründe, die Argumentation in den Verhandlungen, das genaue Ergebnis) ist dabei den wenigsten im Detail bekannt, die Wirkmacht der Metapher reicht diskursiv völlig aus, um die angeblich systematische Wissenschaftsfeindlichkeit der Katholischen Kirche zu zeigen.

Bei genauerer Betrachtung stellen sich jedoch die Dinge ganz anders dar.

Denn der Galilei-Prozess markiert nicht die vermeintliche Bruchstelle zwischen Kirche und Wissenschaft (oder gar Religion und Vernunft), als die er so oft und gern herbeizitiert wird, sondern verdeutlicht vor allem die Differenz von Theorie und Tatsache, einen Unterschied, auf den die Kirche (insbesondere deren Verfahrensbevollmächtigter Robert Kardinal Bellarmin) im Gegensatz zum Angeklagten größten Wert legte, eine Haltung, die auch von der gegenwärtigen Wissenschaftsphilosophie eingefordert wird.

Ob Karl Popper, Paul Feyerabend oder Carl Friedrich von Weizsäcker – sie alle billigen der Kirche des 17. Jahrhunderts implizit oder explizit zu, was der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts selbstverständlich werden sollte: Eine Theorie ist keine Tatsache.

Diese und andere Fakten rund um den „Fall Galilei“ leuchtet der Kirchenhistoriker Walter Kardinal Brandmüller in seinem sehr empfehlenswerten Buch kenntnisreich aus. Die Neuauflage im Verlag Media Maria entspricht der bleibenden Relevanz des „Falls Galilei“ im Diskurs über Glaube und Wissenschaft – und der Notwendigkeit, die historischen Fakten gegen polemische Stimmungsmache zu verteidigen.

Hier geht es zur weiteren Buchbesprechung: https://jobosblog.wordpress.com/2021/06/26/dekonstruktion-eines-paradigmas/


Bischof Bätzings Reise nach Rom: Bekam er wirklich ein Schulterklopfen vom Papst?

Von Dr. Gero P. Weishaupt

Bischof Bätzing war im Vatikan zur Audienz beim Papst. Danach gab der Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz (DBK) über den Verlauf eine kurze Presseerklärung, in der er u.a. Folgendes mitteilte:

Ausführlich habe ich den Papst über den Stand des ‚Synodalen Weges‘ informiert und dabei deutlich gemacht, dass kolportierte Zuschreibungen, wonach sich die Kirche in Deutschland auf Sonderwege begeben wolle, aus der Luft gegriffen sind. Papst Franziskus hat uns ermutigt, den eingeschlagenen Synodalen Weg weiterzugehen, die anstehenden Fragen offen und ehrlich zu diskutieren und zu Empfehlungen für ein verändertes Handeln der Kirche zu kommen.“

Mit dieser Erklärung hinterläßt der DBK-Vorsitzende der Öffentlichkeit den Eindruck, als ob der Papst den Standpunkt eines „Weiter so!“ vertrete und dem Oberhirten aus Limburg auf die Schulter geklopft habe.

Doch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Bischof Bätzing die tatsächliche Krise der Kirche in Deutschland, die gerade durch den Synodalen Weg verschärft worden ist, in seiner Presseerklärung erheblich heruntergespielt hat.

In Wirklichkeit ist die kirchliche Lage in Deutschland dramatisch und hat das Potential zur Kirchenspaltung angesichts der gegenwärtigen Polarisation durch den höchst umstrittenen Synodalen Weg und der ihn flankierenden Aktionen des Ungehorsams gegen den Papst durch Segnungen von homosexuellen Paaren, verbotene Gottesdienstgemeinschaft und Laienpredigten in der Eucharistiefeiern. Der deutsche Sonderweg ist gerade nicht „aus der Luft gegriffen“.

Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Gerade diese rebellischen Aktionen, Provokationen und Verstöße gegen geltendes Kirchenrecht der letzten Wochen sind Ohrfeigen gewesen, die man in Deutschland dem Papst erteilt hat.

Hat der DBK-Vorsitzende zur Kenntnis genommen, dass aus Empörung über die Rebellion der Kirche in Deutschland und aus Sorge um die  Einheit der  Kirche gläubige Katholiken jüngst ein Dubium nach Rom gesandt haben, um klären zu lassen, ob tatsächlich ein Schisma in Deutschland vorliegt?

Ein „Weiter so, Bischof Bätzing!“ kann der Papst kaum gemeint haben. Betreibt der DBK-Vorsitzende hier Schönfärberei über eine in Wirklichkeit sich spaltende Kirche in Deutschland?

Liest man vor diesem Hintergrund noch einmal den Brief, den der Papst 2019 den deutschen Bischöfen geschrieben hat, dann tut man sich schwer mit dem Inhalt der Presseerklärung des DBK-Vorsitzenden.

Die Öffentlichkeit erfährt nur über diese Presseerklärung etwas über den Inhalt der Audienz. Eine amtliche Verlautbarung des Apostolische Stuhles gibt es bislang nicht. Was hat der Papst tatsächlich gesagt?

Die Öffentlichkeit hat aber den Brief des Papstes von 2019 vorliegen. Darin mahnt der Pontifex schon vor zwei Jahren angesichts der spalterischen Tendenz des Synodalen Weges zur Einheit mit der Kirche und ruft zur Evangelisierung auf. Unter anderem schreibt der Papst den deutschen Bischof ins Stammbuch:

Es ist Aufgabe dieses Prozesses, gerade in diesen Zeiten starker Fragmentierung und Polarisierung sicherzustellen, dass der Sensus Ecclesiaeauch tatsächlich in jeder Entscheidung lebt, die wir treffen, und der alle Ebenen nährt und durchdringt. Es geht um das Leben und das Empfinden mit der Kirche und in der Kirche, das uns in nicht wenigen Situationen auch Leiden in der Kirche und an der Kirche verursachen wird.

Die Weltkirche lebt in und aus den Teilkirchen[, so wie die Teilkirchen in und aus der Weltkirche leben und erblühen; falls sie von der Weltkirche getrennt wären, würden sie sich schwächen, verderben und sterben. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Gemeinschaft mit dem ganzen Leib der Kirche immer lebendig und wirksam zu erhalten.“

Die Bischöfe und die Verantwortlichen für den Synodalen Weg haben den Brief bislang ignoriert und nicht umgesetzt. Die Folge: Die kirchliche Lage in Deutschland hat sich seitdem zugespitzt.

Die Hetzkampagne gegen den Kölner Erzbischof –  medial wirksam sogar noch angefeuert – muss vor dem Hintergrund der Ziele des Synodalen Weges verstanden werden.

Doch mit der jüngsten Einbindung des Synodalen Weges in den in die Bischofssynode von 2023 einmündenden weltkirchlichen Synodalen Prozess hat der Papst selber die Zügel in die Hände genommen. So könnte ein Hineinreiten des Synodalen Weges in ein Schisma verhindert werden. Denn mit dessen kirchenspaltenden Programm würde sich die deutsche Teilkirche tatsächlich von der Weltkirche trennen, sie würde sich selber „schwächen, verderben“ und schließlich „sterben“.

Quelle und Fortsetzung des Artikels von Dr. Weishaupt (Kirchenrechtler) hier: https://www.kathnews.de/betreibt-bischof-baetzing-schoenfaerberei


Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen kath. Priester ein: Kein Anfangsverdacht erkennbar

Im Fall eines wegen des Verdachts sexueller Grenzüberschreitungen entpflichteten Dekans aus dem Bistum Augsburg hat die Staatsanwaltschaft Memmingen ihr Ermittlungsverfahren eingestellt. Der Anfangsverdacht eines strafrechtlich relevanten Verhaltens habe sich nicht bestätigt.

Das Bistum gab daraufhin bekannt: „Das laufende kirchenrechtliche Verfahren bleibt von dieser Entscheidung der staatlichen Ermittlungsbehörden unberührt. Das Kirchenrecht bewegt sich in einem anderen Rechtsrahmen als das staatliche Recht und folgt daher zum Teil auch anderen Fragestellungen.

Das Bistum Augsburg hatte am 10. Juni den Priester mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben freigestellt. Entsprechend den kirchlichen Leitlinien habe Bischof Bertram Meier die Glaubenskongregation in Rom informiert und um Entscheidung gebeten.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-06/d-bistum-augsburg-geht-missbrauchsvorwurf-weiter-nach.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE