US-Bischofskonferenz: Keine Kommunion für Pro-Abtreibungs-Politiker

Die Abstimmungsergebnisse der Frühjahrsvollversammlung der US-Bischofskonferenz liegen vor. Demnach stimmten die Bischöfe mit überwältigender Mehrheit für den Entwurf eines Lehrdokuments über die Eucharistie.

Wegen der Frage, ob katholische Politiker wie US-Präsident Joe Biden, die sich für Abtreibung einsetzen, die heilige Kommunion empfangen dürfen, war es zuvor zu großen Meinungsverschiedenheiten unter den Bischöfen gekommen.

Nach der Debatte erklärten viele Oberhirten laut CNA-Recherchen, sie hätten erwartet, dass der Antrag nur mit einer einfachen Mehrheit angenommen würde. Stattdessen stimmten sogar etwa 75 Prozent der Bischöfe für die Ausarbeitung eines Textes, der bei der nächsten Sitzung geprüft werden soll.

Diejenigen Bischöfe, welche die Abstimmung über den Entwurf eines Eucharistie-Dokuments unterstützten, beriefen sich auf die Notwendigkeit, Klarheit in dieser Angelegenheit zu schaffen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/us-bischoefe-fuer-ausarbeitung-von-dokument-zu-eucharistie-fuer-abtreibungsbefuerworter-8644


Österreichs Bischöfe gegen Matic-Bericht: Abtreibung keine „Gesundheitsdienstleistung“

Österreichs Bischöfe haben sich von der umstrittenen Eingabe des kroatischen Abgeordneten Predrag Matic an das Europäische Parlament distanziert.

Im Matic-Bericht über „Die Situation der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte in der EU im Rahmen der Frauengesundheit“, der am 24. Juni im Europäischen Parlament zur Abstimmung steht, fänden sich neben wichtigen Fragen auch fragwürdige Positionierungen „im hochsensiblen Bereich der Abtreibung“.

Die „sehr einseitige Sichtweise“ des Berichts auf Schwangerschaft, Abtreibung und die Rechte aller dabei involvierten Personen lehnen die Bischöfe „entschieden ab“, wie es in einer gestern im Anschluss an die Vollversammlung der österreichischen Bischöfe in Mariazell veröffentlichten Erklärung heißt.

Das Plädoyer für die Freigabe der Abtreibung als Gesundheitsdienstleistung lehne die Kirche ab, zumal die Kompetenz im Gesundheitsbereich fast ausschließlich bei den Mitgliedsstaaten und nicht bei der EU liege.

Ebenso unhaltbar sei die Behauptung im Bericht, wonach Abtreibung eine „Gesundheitsleistung“ sei, zu der Staaten aufgrund internationaler Menschenrechtsverträge verpflichtet sind. Die Bischofskonferenz hält dem entgegen: Kein internationaler Vertrag oder Menschenrechtsvertrag kenne ein solches „Recht auf Abtreibung“ und sehe eine damit einhergehende Verpflichtung der Mitgliedsstaaten vor.

Weiterhin garantiert bleiben müsse auch das Recht, dass medizinische Einrichtungen und das dortige Personal aus Gewissensgründen die Mitwirkung an einer Abtreibung verweigern können. Dieses Recht habe die EU in ihrer Grundrechte-Charta verankert.

Quelle: ALFA-Newsletter


CDL protestiert gegen Matic-Bericht in der EU

Gefahr für Gesundheitsschutz von Frauen sowie Aushöhlung des Menschenrechts auf Leben für ungeborene Menschen (Embryonen) – Steilvorlage für Intoleranz und Diskriminierung und Gefährdung für Meinungs- und Gewissensfreiheit

„Quasi unbemerkt wird am 23. Juni im Europäischen Parlament über einen Gesetzentwurf, den sog. Matic-Bericht, abgestimmt, der unter dem Vorwand von Antidiskriminierung und reproduktiver Gesundheit einen ethischen Dammbruch hinsichtlich der Gesundheit von Frauen und dem Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft anstrebt. Wenn der Matic-Bericht durchgeht, dann gibt es künftig ein ‚Menschenrecht auf Abtreibung’“, erklärt Christiane Lambrecht, Landesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben in Bayern.

Die CDL fordert die Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Politiker und Menschenrechtsaktivisten auf, sich dafür einzusetzen, dass der Matic-Bericht abgelehnt wird. „Frauen- und Menschenrechte dürfen nicht auf dem Altar von irreführenden Frames wie „reproduktive Gesundheit oder Menschenrecht auf Abtreibung“ gefährdet werden!“

Hinter diesem in sich widersprüchlichem Begriff des ‚Rechts auf Abtreibung‘ steht tatsächlich, dass jede Frau ohne Beratung und damit ohne Schutz, ohne Unterstützung, ohne Angebote auf Hilfe direkt ihr ungeborenes Kind abtreiben lassen kann.

Ebenfalls kann man dann künftig die Abtreibungspille ohne Beratung oder Rezept erhalten und die Frau kann alleine zu Hause mit allen Risiken und Nebenwirkungen abtreiben. Die Wahrheit ist aber, dass jede Abtreibung ein erhebliches gesundheitliches Risiko für die Frauen ist.

„Spätere Unfruchtbarkeit und das Risiko einer lebenslangen psychischen Belastung sind Nebenwirkungen, die fairerweise genannt werden müssen. Abtreibung ist immer ein gewaltvoller Eingriff, kein Beitrag zur Gesundheit und daher keine Gesundheitsleitung“, betont Lambrecht.

Quelle und FORTSETZUNG des Beitrags hier: https://archive.newsletter2go.com/?n2g=phn69b6b-cxtrkj4i-7xx


EU: Matic-Bericht will „Recht auf Abtreibung“

Hedwig von Beverfoerde

Am kommenden Mittwoch, den 23. Juni, wird das EU-Parlament über den Bericht des kroatischen Sozialisten Predrag Matić abstimmen, der es wirklich in sich hat.

Neben der ungeheuerlichen Forderung eines „Menschenrechts auf Abtreibung“ und ungehindertem, kostenfreiem Zugang zu Abtreibungen in allen Mitgliedsstaaten, geht es im Matić-Bericht ausdrücklich auch darum, Familienschutz- und Lebensrechtsorganisationen, die sich gegen Gender und LGBT-Propaganda einsetzen – also z.B. DemoFürAlle – zu „bekämpfen“.

Obwohl das EU-Parlament dafür gar nicht zuständig ist, werden überdies alle Mitgliedsstaaten darin aufgefordert, Sexualerziehung bereits in der Grundschule nach den Vorgaben der WHO verpflichtend zu machen und zwar so, „dass bei der Vermittlung von Informationen die Vielfalt der sexuellen Ausrichtungen, der Geschlechtsidentitäten, der Ausdrucksformen und der Geschlechtsmerkmale zum Ausdruck kommt“.

Hormonbehandlung und Operationen sollen frei zugänglich sein und die Kosten von den staatlichen

Krankenversicherungen übernommen werden.

Gute Argumente bietet diese ausführliche Analyse des Matić-Berichts. In vielen europäischen Ländern laufen jetzt Protestaktionen – am 21. Juni finden z.B. in Wien und am 23. Juni in Brüssel jeweils Kundgebungen statt.

Vor sieben Jahren ist es uns mit einer kraftvollen und überraschenden Protestaktion schon einmal gelungen, den sehr ähnlich lautenden Estrela-Bericht zu verhindern.

Unsere Autorin Hedwig von Beverfoerde leitet die Initiative „DemoFürAlle“, die sich seit langem für Ehe, Familie und christliche Werte einsetzt


Lebensrechtsfilm „Unplanned“ in TOP-Liste

Der Anti-Abtreibungsfilm „Unplanned“ schafft es trotz des mehr oder weniger stillschweigenden Boykotts der sog. Mainstreammedien auf die DVD-Bestsellerlisten. Die Tötung ungeborener Kinder bewegt offensichtlich die Menschen. Das Interesse an dem Geschäft hinter dem tödlichen Handeln steigt.

„Der Spiegel“ führt Beststellerlisten nicht nur für Bücher, sondern auch für DVDs. In der aktuellen Wochenliste steht an vierter Stelle „Unplanned – Was sie sah, änderte alles“.

Der Film basiert auf dem autobiografischen Buch von Abby Johnson, die jahrelang für die Abtreibungsorganisation „Planned Parenthood“, zuletzt als Klinik-Leiterin, gearbeitet hatte, ehe sie erstmals persönlich bei einer Abtreibung assistierte.

Sie kündigte und engagierte sich ab dem Zeitpunkt in der Lebensrechtsbewegung. Die von ihr ins Leben gerufene Organisation „And then, there were none“ hat mehr als 500 ehem. „Planned Parenthood“-Mitarbeiter überzeugt, der Abtreibungsindustrie den Rücken zu kehren.

Quelle und vollständiger Artikel von J. Garcia hier: https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/medien/abtreibung-wird-aus-der-berichterstattung-verbannt-vergebens;art378,218478


Ärzte für das Leben warnen vor einer Aushöhlung des Embryonenschutzes

Der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Professor Dr. med. Paul Cullen (siehe Foto), hält den Akademien der Wissenschaften vor, mit ihrer neuerlichen Stellungnahme den Embryonenschutz auszuhöhlen.

In einem Gastkommentar mit dem Titel „Angriff auf den Lebensschutz“ im evangelikalen Nachrichtenmagazin IDEA weist Cullen darauf hin, der Bericht „Neubewertung des Schutzes von in-vitro-Embryonen in Deutschland“ stelle „die Fortsetzung“ einer 2019 publizierten Stellungnahme („Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung“) dar:

„Von der argumentativen Grundlage her unterscheiden sich beide Papiere nur graduell. Im neuen Bericht wird wieder das Embryonenschutzgesetz ausgehöhlt, aber dieses Mal, um die Verwendung von ,überzähligen‘ Embryonen, die außerhalb des menschlichen Körpers für Fortpflanzungszwecke erzeugt wurden, für die Forschung zu ermöglichen.“

Allerdings wiesen die Verfasser auch auf Tatsachen hin, die tatsächlich „ein Problem“ darstellten. Nämlich „die Widersprüchlichkeit vieler rechtlichen Positionen rund um das Lebensrecht“.

So führten die Autoren der Stellungnahme „neben der Zulassung von Medikamenten, die die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter hemmen (,Pille danach‘) an, dass das Embryonenschutzgesetz bereits heute das Überleben des durch künstliche Befruchtung entstandenen Embryos vollkommen von der Einwilligung der Frau zur Einsetzung abhängig macht und die Weitergabe ,überzähliger‘ Embryonen an adoptionswillige Dritte nicht fordert. Möchte die Frau diese Einsetzung nicht, und wird der Embryo nicht eingefroren (,kryokonserviert‘), so wird er verworfen und damit getötet.“

Ferner wiesen die Autoren zurecht darauf hin, dass die Einschränkungen des Embryonenschutzgesetzes nicht für auf natürlichem Wege gezeugte Embryonen gelten und somit auch nicht für solche, die (…) abgetrieben werden.“

Nur könnten, so Prof. Cullen weiter, alle diese Widersprüche genauso gut andersherum aufgelöst werden:

„Wenn wir den Embryo konsequent schützen wollen, wieso ist die Abtreibung noch ohne Rechtsfolgen, wieso sind Nidationshemmer noch verfügbar, und wieso ist der „Deutsche Mittelweg“ mit der Produktion „überzähliger Embryonen“ in der Reproduktionsmedizin noch gangbar?“, fragt der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“.

Wie Cullen weiter schreibt, gebe es keine Notwendigkeit, „vor einem scheinbaren Megatrend des Zeitgeistes“ zu kapitulieren. Gerade in diesen Tagen zeige „die recht erfolgreiche #NoNipt-Kampagne gegen die Kassenzulassung der nicht-invasiven vorgeburtlichen Gendiagnostik, dass es eine neue Sensibilisierung in der Gesellschaft gegen die Selektion und Diskriminierung von andersartigen Menschen gibt. Ihre Protagonisten teilen mit den Lebensrechtlern ein tiefes Unbehagen der zunehmenden ,Verzweckung‘ des Menschen gegenüber.

Quelle: Newsletter der ALFA (Aktion Lebensrecht für Alle)


Jutta: Ich habe einst abgetrieben – leider!

Ich war in meinem jungen Leben, in dem die Abtreibung stattfand, eine Schauspielerin – richtig ausgebildete Schauspielerin und ich habe auch einige Engagements gehabt, konnte tatsächlich eine Zeit lang von dem Beruf leben, was nicht selbstverständlich ist.

Zur ganz großen Karriere, obwohl man mir die mehrmals prophezeit hat, kam es nie. Ich war schön, süß, auch begabt – sicher nicht brillant, hatte aber – so hieß es – das gewisse Etwas, das Geheimnisvolle.

Das haben mir vor allem die weiblichen Kollegen bestätigt – ganz wichtig, denn Männer sind sehr unzuverlässig in der Beurteilung von Frauen, da in dieser Branche – ebenso wie in der Musik – alles selber schuld ist, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist … und der Sinnenrausch erfasst einen … unterstützt durch Drogen und Alkohol.

Ich war süchtig nach Leben, aber sehr gehemmt – süchtig nach großen Erlebnissen, aber viel zu langweilig und normal und vernünftig, um in die völlig “abgefahrenen” Kreise aufgenommen zu werden. Ich hatte zu nichts eine wirkliche Beziehung. Ich war eine schöne, leblose Maske. Das ist die eine Hälfte.

Gleichzeitig war da natürlich, wie bei jedem Menschen, egal, ob Mann, Frau oder Kind … die Sehnsucht nach Liebe, nach Angenommensein. Nach einem Zuhause. Ich war auch sensibel, fürsorglich, feinfühlig, kontaktfreudig, neugierig, interessiert an Menschen, an Philosophie …

Ja, ich bin ohne Gott aufgewachsen. Aber meine Eltern sind für meine Entscheidung nicht mitverantwortlich zu machen. Wir hatten kein gutes Verhältnis. Aber meine Eltern sind seit über 60 Jahren verheiratet und dabei die größte Zeit glücklich. Sie nehmen einander bedingungslos an und sind gemeinsam durch alles durchgegangen. Es war ganz allein meine eigene Entscheidung damals … und wer weiß, hätte ich über meinen Schatten springen können….vielleicht hätte ich das Kind bekommen.

Allerdings war ich in keiner festen Beziehung, ich hatte, was man landläufig eine Affäre nennt, und eine zweite, parallel dazu, bahnte sich an. Denn ich wusste, dass aus der Liebelei, die ich hatte, das Kindes enstand, wie ich nach längerem Überlegen herausfand – und daß der Vater sich von seiner damaligen Freundin nicht trennen würde. Das hat er mir deutlich zu verstehen gegeben, als wir dieses Verhältnis begannen. Naja, Frauen denken dann oft: Ich schaff das schon, dass er sich ganz zu mir bekennt … und hoffen und hoffen …

Ich betrieb das, was die Bibel Hurerei und Unzucht nennt. Nicht wahllos … es gab auch lange Zeitabschnitte, in denen ich allein war und das auch gut aushalten konnte … aber ich hatte nie eine gesunde Sexualität, weil ich meiner Begierde und der des Mannes meist sofort nachgegeben habe.

Wobei es die Frau ist, die aussucht .. wenn es normal läuft und wenn sie das Signal gibt .. auf welch geheimnisvolle Weise das auch immer ablaufen mag, kommt der Stein ins Rollen. Auch das hat nur mit mir zu tun, mit meinen Neigungen, mit meiner eigenen Schwäche und nichts mit der Erziehung. Denn meine Eltern haben mir ja eine treue Ehe vorgelebt.

Als ich schwanger war, habe ich das die ersten zweieinhalb Monate gar nicht registriert. ich hatte kein gutes Verhältnis zu meinem Körper, und dass die Regel ausblieb,habe ich nicht so bewusst wahrgenommen, bis es mir dann doch merkwürdig vorkam.

Damals lebte ich in einer Einzimmerwohnung, hatte die Ausbildung abgeschlossen, war bei einer renommierten Schauspielagentur, die mich vermitteln sollte … und lebte von Arbeitslosenhilfe. Alle Bewerbungen und Versuche, an Arbeit zu kommen, waren bislang fruchtlos gewesen.

Meinen Liebhaber habe bei den ersten Dreharbeiten, die ich erlebte, kennengelernt – als Hauptrolle. Er hat nie erfahren, dass ich schwanger war.

Es gab dann noch eine hilfreiche Frau – heute würde ich behaupten wollen, dass GOTT mir damit einen Ausweg zeigen wollte, ich war aber zu verstört, um ihr zu vertrauen; sie traute mir auch etwas zu … sie hielt meine Begabung auch sprechtechnisch für entwicklungsfähig und sie hatte ein sehr feines Ohr – mir zu helfen. Ich solle das Kind bekommen und dann würden wir weitersehen.

Ich sehe uns noch in ihrer kleinen Küche sitzen, in ihrer Wohnung, die ziemlich überfüllt war – eine kultivierte, leise und doch etwas seltsame Frau. Ich wünschte heute, ich hätte diese Hilfe angenommen.

Es hätte einem Menschen das Leben gerettet und es hätte für mich bestimmt auch andere Arbeit gegeben als die der Schauspielerin, denn wirklich geeignet war ich ohnehin nicht – mir fehlte dieser “Killerinstinkt”, dieser unbedingte Ehrgeiz, es zu schaffen. Ohnehin liebte ich das Theater mehr und wollte mithelfen, die Welt zu verändern: Der Welt einen Spiegel vorhalten. Das Katharsiserlebnis.

Heute weiß ich, dass das niemals funktioniert und dass auch Brecht sich getäuscht hatte, als er sein episches Theater “erfand”, um die Welt und die Gesellschaft zu erziehen, zu verändern, aufzurütteln. Brecht ist damit gescheitert.

Ich wollte zwar mithelfen, die Welt zu verändern, bin aber selbst tragisch daran gescheitert, mein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen, und habe mich – nachdem ich aufgrund meines Unwohlseins und meiner Irritation endlich den Ganz zum Frauenarzt gewagt habe – fast ohne Gefühl, bzw. mit dem Gefühl der Hilflosigkeit, des Überfordertseins, des Ärgers – zur Abtreibung entschieden.

Ich musste mich schnell entscheiden – auch damit war ich überfordert, denn ich war schon in der 10. Woche – und Abtreibungen sind „nur“ bis zur 12. Woche erlaubt. Und wir hatten verhütet … zu der Zeit habe ich keine Pille genommen … aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten… Hätte ich noch etwas gewartet ….

Ich bin dann zum vorgeschriebenen Termin bei Pro Familia gewesen … konnte glaubhaft machen, dass ich mit dem Kindsvater keine Beziehung habe und auch keine will. Anstatt die Konsequenzen anzunehmen, war ich bereit, lieber zu töten, als zu riskieren, das Kind ohne Vater zu bekommen… und es wäre ja auch möglich gewesen, noch jemanden kennenzulernen …

Und dann ging alles ganz schnell … ich habe sofort einen Termin in der Klinik bekommen .. meine damalige Agentur und die Schauspiellehrerin haben mich “beglückwünscht”, dass ich eine “vernünftige“ Entscheidung getroffen habe. Ich war wie gefühllos. Weder Erleichterung noch Trauer. Schmerzen hatte ich – wie es mir schien – nur körperliche.

Danach verlief das Leben wie immer. Ich habe keine einzige lange, funktionierende Partnerschaft erlebt, geschweige denn eine Ehe. Ich habe keine Kinder. Ich bin aber auch nie wieder schwanger geworden – ich habe mir dann später die Spirale einsetzen lassen, weil ich diese Hormone der Pille nicht mehr wollte. Heute weiß man, dass mit Pille und Spirale auch so etwas wie Frühabtreibungen stattfinden können, das ist dann der Preis für die sichere Verhütung. Wobei es doch die natürliche Empfängnisregelung gibt und die Temperaturmessmethode kann auch funktionieren. Allerdings ist man dann halt weder allzeit bereit noch allzeit verfügbar.

Ich bin absolut sicher, dass meine Depressionen, meine Selbstmordgedanken, meine Lebensangst vielleicht nicht ursächlich von der Tötung meines Kindes herrühren, aber diese Neigung dadurch massiv verstärkt wurde.

Was mich davon überzeugt hat, dass wir, vor allem die Frauen, im tiefsten Inneren wissen, dass es Mord ist und etwas zutiefst Verbotenes und Abscheuliches. Wenn man jemandem von der Vergangenheit erzählt, wird diese Sache meist verschwiegen.
Selbst (oder vor allem?) Mitchristen konnte ich davon kaum erzählen aus Angst, verurteilt zu werden und eine nicht vergebbare Sünde begangen zu haben. Interessanterweise hatte ich weniger Furcht vor GOTT als vor den Menschen.

GOTT hat mich durch die Trauer geführt und ER weiß, dass ich zutiefst und lange getrauert habe. In meiner Vorstellung wäre es ein Mädchen gewesen, mit lockigen braunen Haaren, darin hätte es seinem Vater geähnelt.

Als ich dann eine Weile im Glauben lebte, begann mich die Frage zu bewegen: Wo ist mein Kind jetzt ? Was wird der Jesus mir sagen, wenn ich dereinst vor IHM stehe. Werde ich das Kind kennenlernen, welches Alter wird es haben, in welchem Zustand werde ich es antreffen?

Ich habe mir durch eigene Schuld ein Glück und eine Wachstumsmöglichkeit genommen – und es verweigert, eine Aufgabe zu erfüllen, die mir wohl durchaus zugedacht war: Mutter zu sein.

Und ich hatte keinen Seelsorger, der mich aufgefangen hat. So hat vieles wahrscheinlich auch länger gedauert und ich habe manches erst langsam verstanden. Ich habe immer die neubekehrten Christen beneidet, die zum Glauben kamen, flugs die Bibel gelesen und verstanden und entweder – als Mann – sofort gepredigt haben – oder als Frau tausend “Werke” in Angriff genommen.

Da hinke ich absolut hinterher. Ich habe genug damit zu tun, meinen Alltag auf christliche Art und Weise zu bewältigen (Gal 5, 22) und zu erkennen, wo und wie ich Zeugnis geben kann. Seitdem Christus mein Heiland geworden ist, hat mein Leben wieder einen Sinn erhalten.

Die Autorin Jutta S. ist unserer Redaktion mit Name und Anschrift bekannt


Die Abtreibung und ihre fatalen Auswirkungen

Von Klaus Hildebrandt

Die unmittelbaren und weitreichenden Folgen von Abtreibung sind vielen Bürgern immer noch nicht bewusst. Die Politik umschreibt Abtreibung mit Vokabeln wie „reproduktive Gesundheit“, die viele nicht verstehen.

Wie hartnäckig und zutiefst menschen- und bürgerfeindlich die EU ist, das sieht man an dem im Jahre 2013 gescheiterten sog. Estrela-Bericht, der nun unter anderem Namen neu aufgelegt wurde und über den schon am kommenden Montag das Europäische Parlament abstimmen wird, obwohl es unter der Präsidentschaft von Martin Schulz (SPD) seinerzeit klipp und klar feststellte, dass die EU keine Kompetenz beim Thema Abtreibung habe.

Woher holt sie sich nun diese Kompetenz?

Hier wird sich einfach über geltendes Recht hinweggesetzt, wie wir dies zurzeit in Deutschland schon bestens kennen. Mit der dt. Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen, die eifrig an der Genderfront kämpft, ist eben vieles möglich. Als sie Bundesverteidigungsministerin war, forderte sie die Umrüstung von Kampfpanzern auf „schwangerengerecht“, was für mein Empfinden schlichtweg „exotisch“ ist.

Nun sollen Ungeborene unter dem Deckmantel der „Menschenrechte“ sogar ganz verschwinden.

Vielen Bürgern ist nicht bewusst, welche weitreichenden Konsequenzen und Auswirkungen, welche direkten und indirekten Folgen die Abtreibung auf den Einzelnen, aber auch auf uns alle hat. Hier einige Beispiele, die mir spontan einfallen und auch jedem einleuchten dürften:  

– Der unwiederbringliche Verlust menschlichen Lebens
– die psychischen Folgen insbesondere für die Frau
– die Verhärtung des zwischenmenschlichen Umgangs (siehe Feminismus)
– der Verlust jeglichen Respekts vor dem Leben und die enge Verwandtschaft zur Euthanasie
– massive Diskriminierung von Kranken und Behinderten (siehe Trisomie 21)
– negative Auswirkungen auf die partnerschaftlichen Beziehungen 
– Gezielte (Früh-)Sexualisierung der Gesellschaft
– zunehmender gesellschaftlicher Egoismus an breiter Front
– Massenmigration infolge fehlender Kinder (Bevölkerungsschwund)
– allgemeiner Verstoß gegen das Grundgesetz und gegen die Würde des Menschen
– Verstoß gegen Gott und die Natur
– sich der Verantwortung für die Folgen des eigenen Handelns und für die Schwächsten zu entziehen
– Ausgrenzung und Kriminalisierung von abtreibungskritischen Personen
– Diskriminierung von Ärzten, die aus Gewissensgründen keine Abtreibungen vornehmen wollen
– politischer Genderzwang und Förderung des Linksextremismus 
– Anschläge auf Abtreibungsgegner bzw. Lebensrechtsorganisationen und deren Gebäude, Büros und   Privateigentum (Auto, Haus)
– volle und überteuerte Altenheime, wobei eine Betreuung der Alten und Gebrechlichen zuhause bzw. in der Familie viel menschenfreundlicher und auch finanziell billiger wäre
– Zunahme des staatlichen Einflusses auf das Privatleben der Bürger
– sich der Freude am eigenen Nachwuchs und der Familie zu berauben
– tiefer Eingriff in die Fortpflanzungstechnik und eklatanter Missbrauch der Medizin, die eigentlich dem    Lebensschutz dienen sollte   

Last but not least: Kinder sind eine Freude und große Bereicherung fürs Leben. Wer keinen Nachwuchs möchte, der/die sollte sich das gut überlegen und  sich nicht auf ein schnelles Abenteuer einlassen, und schon gar nicht abtreiben.

Eine kinderlose Gesellschaft ist eine arme Gesellschaft, die nur ihren eigenen Vorstellungen und Lüsten nachgeht. Wer sich aber die Mühe macht und Kinder richtig und verantwortungsvoll erzieht, gewinnt dadurch in der Regel die besten Freunde fürs Leben.

BILD: Unser Robben-Aufkleber – seit 30 Jahren ein Renner, vor allem bei der Jugend

Deutschland mit einer Geburtenrate von nur rd. 1,5 Kinder pro Frau gehört zu den extrem kinderarmen Länder. Entsprechend ist auch der Umgang miteinander, nämlich alles andere als freundlich.  

Kinder sind nicht perfekt und machen Fehler, was in Deutschland nicht gerne gesehen wird. Kinder sorgen auch für Erneuerung, weil sie unvoreingenommen sind. Wer Kinder liebt, der liebt auch sein Land und seine Nachbarn, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.    

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CDL-Appell: Embryonenschutz beibehalten

In einer gemeinsamen Stellungnahme haben Mitglieder der Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) und die Union der Dt. Akademien der Wissenschaften in der vergangenen Woche die Aufhebung des Verbotes der verbrauchenden Embryonenforschung gefordert.

Für die Christdemokraten für das Leben (CDL) erklärt deren Pressesprecherin Susanne Wenzel dazu:

„Seit Jahren sind Wissenschaftler der Leopoldina als Befürworter der verbrauchenden Embryonenforschung, embryonaler Stammzellforschung und von Verfahren wie PID bekannt. Erst 2019 wurde ein Fortpflanzungsmedizingesetz gefordert, das die Anwendung neuerer Methoden regelt und den Forschern unbegrenzten Zugriff auf den menschlichen Embryo erlauben will. Die aktuelle Stellungnahme ist in dieser Hinsicht einzuordnen.

Das Papier will die zentrale Diskussion um den rechtlichen und moralischen Status des Embryos neu entfachen. Dass die „Zellkugel“, wie es  geringschätzend im Papier heißt, in der Petri-Schale menschliches Leben ist, zweifeln zwar auch die Verfasser der Stellungnahme nicht an.

Gleichzeitig wird aber dort erneut über einen möglicherweise graduellen Würde- und Schutzanspruch gesprochen.

BILD: CDL-Pressesprecherin Susanne Wenzel im Gespräch mit CDL-Geschäftsführerin Odila Carbanje

Diesmal soll durch das Bundesverfassungsgericht eine diesbezügliche Festlegung erfolgen. Doch auch dort wird man nicht vorbei können an der Tatsache, dass der Mensch sich als Mensch und nicht zum Menschen entwickelt. Dieser Prozess ist kontinuierlich ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Zu keinem Zeitpunkt der Entwicklung entsteht etwas völlig Neues.

Hierbei ist auch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes im Fall Brüstle im Oktober 2018 zu berücksichtigen, in dem die Richter feststellten: „Jede menschliche Eizelle vom Stadium ihrer Befruchtung an, jede unbefruchtete menschliche Eizelle, in die ein Zellkern aus einer ausgereiften menschlichen Zelle transplantiert worden ist, und jede unbefruchtete menschliche Eizelle, die durch Parthenogenese zur Teilung und Weiterentwicklung angeregt worden ist, ist ein ,menschlicher Embryo‘…“.

An mehreren Stellen verweisen die Autoren darauf, dass in verschiedenen Ländern deutlich niedrigere bzw. keinerlei Grenzen für die Forschung mit Embryonen bestehen. Dadurch wird die Vernichtung von Embryonen zu Forschungszwecken allerdings nicht ethisch richtig.

Bereits in der Vergangenheit hat sich die CDL für Festlegung internationaler Standards in diesem Bereich ausgesprochen, die eine verbrauchende Embryonenforschung, in der menschliches Leben vernichtet wird, ausdrücklich verbieten.

Das ist gerade vor dem Hintergrund chinesischer Genediting-Experimente in den vergangenen Jahren geboten. Von deutschen Vertretern der Wissenschaft und der Politik erwarten wir, dass die deutschen Regelungen und die ihnen zugrundeliegenden Werte dabei besonders offensiv vertreten werden.

Schlussendlich betonen die Verfasser der Stellungnahme die in Artikel 5 GG festgeschriebene Forschungsfreiheit, die nicht eingeschränkt werden dürfe. Dabei verkennen die Wissenschaftler nach Ansicht der CDL allerdings, dass die Freiheit der Forschung nicht gleichzusetzen ist mit fehlenden Grenzen.

Forschung findet ihre Grenzen sehr wohl nicht nur in ihren Methoden, sondern sie hat auch moralische Grenzen. Es kann nicht sein, dass eine Gesellschaft ihre ethischen Grundsätze regelmäßig dem Aufkommen neuer Forschungsmöglichkeiten anpassen.

Verantwortungsvolle Forschung richtet sich in ihrer Suche an ethischen Grenzen aus. Wo das nicht geschieht, wird der Mensch auf geradezu unmenschliche Weise instrumentalisiert zugunsten des wissenschaftlichen Fortschritts.

Die CDL  kritisiert die  einseitige  und Interessengesteuerte  Analyse und den Forderungskatalog  der Leopoldina scharf. Vertretbaren Fortschritt kann es  nicht geben, wenn dabei grundlegende Werte wie Menschenwürde und Grundrechte wie das Recht auf Leben eklatant bestritten oder missachtet werden.“


Matic-Bericht im Europa-Parlament will die Abtreibung zum „Menschenrecht“ erklären

Die internationale Abtreibungs-Lobby stehe knapp vor einem großen Erfolg im Europäischen Parlament.

Ein Bericht des kroatischen Sozialisten Predrag Fred Matić, der voraussichtlich am 23. Juni im Plenum des Parlaments in Brüssel behandelt werden wird, versuche, Abtreibung zum Menschenrecht zu erklären und die Gewissensfreiheit von Ärzten zu untergraben.

Das meldet die katholische „Tagespost“ in ihrer aktuellen Ausgabe (20.5.). Der Bericht sei nach monatelangem Ringen und mehr als 500 Änderungsanträgen im zuständigen „Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter“ vor wenigen Tagen mit 27 gegen sechs Stimmen angenommen worden.

Wie die Zeitung weiter schreibt, umfasse „die sexuelle und reproduktive Gesundheit aller Individuen“ laut dem Bereicht u.a. das „Recht der freien Definition ihrer eigenen Sexualität, einschließlich ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität und deren Ausdruck, das Recht der freien Auswahl ihrer Sexualpartner“ wie auch der freien Entscheidung, „ob, wann und mit welchen Mitteln sie ein Kind oder mehrere Kinder bekommen“, und das „Recht auf lebenslangen Zugang zu Informationen, Ressourcen, Dienstleistungen und Unterstützung, die notwendig sind, um all dies zu erreichen“.

Damit sei nicht nur die Palette der Reproduktionsmedizin gemeint, sondern ausdrücklich auch „sichere und legale Abtreibungsdienste“.

Die so definierten „sexuellen und reproduktiven Rechte“ würden in dem Bericht als Menschenrechte postuliert. Das Recht des ungeborenen Kindes auf Leben fände dagegen in dem Text keine Erwähnung.

Stattdessen behaupte der Bericht, „dass Verstöße gegen die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte Verstöße gegen die Menschenrechte“ darstellten, „insbesondere gegen das Recht auf Leben“.

Wörtlich schreibt die Zeitung:

„In dieser Logik wären Abtreibungsbefürworter die wahren Lebensschützer, während Abtreibungsgegner das Recht auf Leben missachteten. Tatsächlich behauptet der Bericht in der Konsequenz dieser Logik, dass Staaten, die Abtreibungen nur unter bestimmten Umständen straffrei stellen, ,Frauen somit zwingen, heimlich abzutreiben, in andere Länder zu reisen oder ihre Schwangerschaft gegen ihren Willen zu Ende zu führen, was eine Verletzung der Menschenrechte und eine Form geschlechtsspezifischer Gewalt darstellt‘. Der Bericht fordere die Mitgliedstaaten der EU darum auf, „alle Hindernisse zu beseitigen, die dem uneingeschränkten Zugang zu diesen Diensten im Wege stehen“.

Gemeint seien damit „Gesetze, die Abtreibungen nicht pauschal erlauben, sondern reglementieren“. Auch stelle der Bericht die Gewissensfreiheit von Ärzten in Frage. So heiße es dort, Angehörige der Gesundheitsberufe könnten „die Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen verweigern, wenn sie moralische Bedenken haben, zum Beispiel bei der Durchführung von Abtreibungen“.

Eine solche Verweigerung aus Gewissensgründen solle – gehe es nach dem Berichterstatter, bald nicht mehr geben: „In Zukunft sollte sie als Verweigerung der medizinischen Versorgung und nicht als sogenannte Verweigerung aus Gewissensgründen behandelt werden“, zitiert das Blatt den Bericht.

Der Beitrag schließt mit den Worten, am 23. Juni werde sich zeigen, „ob eine Mehrheit im Europäischen Parlament diesem radikalen Vorstoß der Abtreibungs-Lobby und ihrer Attacke auf die Meinungs- und Gewissensfreiheit zu folgen gewillt ist“.

Quelle: ALFA-Newsletter

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