Evangelische Kirche findet keine Bestätigung für die Vorwürfe der „Süddeutschen Zeitung“ gegen die Lukasschule

AKTUELLE MELDUNG der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA: 

Die bayerische Landeskirche hat die Vorwürfe gegen die evangelikal orientierte Lukas-Schule in München nicht bestätigt. Aufgrund eines kritischen Artikels der „Süddeutschen Zeitung“ hatte die Kirche eine Untersuchung eingeleitet.

Über die Ergebnisse berichtete der Schulreferent, Oberkirchenrat Detlef Bierbaum, am 15. November 2012 in München vor der Presse.

Unter Hinweis auf anonym gebliebene Eltern hatte die Zeitung geschrieben, die Schule sei fundamentalistisch, kreationistisch und angsteinflößend.

Dazu sagte Bierbaum, dass die evangelikale Ausrichtung der Schule  –  sie arbeitet auf der theologischen Grundlage der Evangelischen Allianz  – nicht als fundamentalistisch bezeichnet werden könne.

Die Lukas-Schule   –  sie umfasst eine Grund-, Haupt- und Realschule sowie ein im Aufbau befindliches Gymnasium  –  wird von rund 900 Kindern und Jugendlichen besucht.

„Kein generelles Klima der Angst“

Im Blick auf einzelne Vorwürfe sagte Bierbaum, dass an der Schule „ein generelles Klima der Angst nicht erkennbar“ sei. Schüler hätten dies eindeutig bestätigt.

Im Fall eines Jugendlichen, der die Schule verlassen musste, habe die staatliche Schulaufsicht bestätigt, dass der Träger den Schulvertrag rechtmäßig gekündigt habe.

Zur Kritik an einem Schullandheimaufenthalt im österreichischen Zentrum der Missionsbewegung „Fackelträger“ teilte Bierbaum mit, dass nach Auskunft der Evangelischen Kirche in Österreich „keine theologischen Bedenken“ hinsichtlich dieser Bewegung vorliegen.

Ferner habe die Untersuchung ergeben, dass es in zwei Fällen „zu pädagogisch-didaktisch beziehungsweise theologisch missverständlichen Äußerungen von Lehrkräften zu Kreationismus und Homosexualität“ gekommen sei. Da diese Vorgänge mindestens eineinhalb Jahre zurücklägen, sei ihre Bewertung nicht einfach.

Mit dem Verteilen einer „kreationistisch ausgerichteten Bibelkommentierung“ des US-Theologen John MacArthur habe sich die Schule aber in Widerspruch zu den allgemeinen Bildungs- und Erziehungszielen der bayerischen Lehrpläne gesetzt. Die „Süddeutsche“ hatte ihre Kritik damit begründet, dass MacArthur auch einen Erziehungsratgeber geschrieben habe, in dem das Schlagen von Kindern gerechtfertigt werde.

Eltern enttäuscht, weil sich die Landeskirche nicht sogleich schützend vor die Lukasschule stellte

Laut Bierbaum hat die Kirche mit ihren Untersuchungen am Tag nach dem Erscheinen des kritischen Zeitungsberichts begonnen. Sie habe sich vergewissern wollen, ob die Voraussetzungen für eine staatliche Anerkennung der Schule nach wie vor gegeben seien. Dazu habe das Schulreferat Gespräche geführt, Unterrichtsstunden besucht und Lehrmaterialien geprüft.

In zahlreichen Schreiben an die Kirchenleitung hätten Eltern die gute Arbeit der Lukas-Schulen gelobt. Sehr häufig sei Unverständnis darüber ausgedrückt worden, dass sich die Landeskirche nicht unverzüglich schützend vor die Schulen gestellt habe.

Der Pädagogische Direktor im Landeskirchenamt, Eckhardt Landsberger, bezeichnete die pädagogische Arbeit an der Lukas-Schule als „hervorragend“.

Die Schüler würden zu vorbildlichem Sozialverhalten erzogen. Den Lehrern gelinge es, auch mit schwierigen Schülern sensibel umzugehen. Verbesserungen seien „selbstverständlich immer möglich“.

Juristische Schritte der Schule gegen die „Süddeutsche“

In einer Stellungnahme der Schulleitung heißt es, dass die Vorwürfe der „Süddeutschen Zeitung“ nicht zuträfen. Bei den Untersuchungen seien sie von den betroffenen Lehrern zurückgewiesen sowie von Eltern und Schülern nicht bestätigt worden.

Gegen die „infame Behauptung“ der Zeitung, an der Schule werde mit dem Teufel gedroht, werde man juristisch vorgehen.

Nichts Negatives über den Leiter des Gymnasiums

Bei der Untersuchung wurde auch eine ehrenamtliche Tätigkeit des vor einem Jahr berufenen Leiters des Gymnasiums, Jörg Birnbacher, beleuchtet.

Der Germanist und Historiker ist seit 1999 Vorsitzender des theologisch und politisch konservativen Vereins „Die Wende“.

Ihm hatte die „Süddeutsche“ vorgeworfen, auf der Internetplattform „kreuz.net“ homosexuellenfeindliche Artikel veröffentlicht zu haben. Dazu erklärte Bierbaum, dass der Evangelischen Schulstiftung in Bayern keine Erkenntnisse darüber vorlägen, dass Birnbacher innerhalb oder außerhalb des Dienstes gegen ihm obliegende Pflichten verstoßen habe. Zu diesen Pflichten gehöre auch, zurückhaltend bei Äußerungen zu Fragen des öffentlichen Lebens zu sein.

„Süddeutsche Zeitung“ gab Unterlassungserklärung ab

Laut Birnbacher hat „kreuz.net“ Pressemitteilungen, die er als damaliger Vorsitzender des „Forums Geistige Wende“ an zahlreiche Medien verschickte, fälschlich als Namensbeiträge abgedruckt.

Die Schule teilte inzwischen mit, es sei „nachgewiesen, dass Birnbacher zu keinem Zeitpunkt Autor des radikalen Internetportals kreuz.nez gewesen war“.

„In Bezug auf Behauptungen in diesem Zusammenhang hat sich die Süddeutsche Zeitung gegenüber Herrn Birnbacher zur Unterlassung verpflichtet“, so die Schule.

Quelle: http://www.idea.de


Pressemeldung der Münchner Lukas-Schule vom heutigen 15. November 2012

Klares Votum: Die Lukas-Schule ist Teil der „Marke: Evangelische Schulen“
 

LUKAS-SCHULE: Private evangelische GRUND-,  HAUPT- und REALSCHULE sowie GYMNASIUM 

Zur heutigen Pressekonferenz der evangelischen Landeskirche in Bayern

Die Lukas-Schule bedankt sich bei der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) für die klare Feststellung, dass sie weiterhin als Teil der „Marke: Evangelische Schulen“ gesehen wird.

Die Empfehlung der ELKB, die Lehrer mit dem Rahmenkonzept evangelischer Schulen vertrauter zu machen, greifen wir gerne auf; wir sehen das als Teil der bereits jetzt praktizierten guten Zusammenarbeit mit der Evangelischen Schulstiftung.

Auch uns ist wichtig:

Wir sehen uns als Teil der evangelischen Schullandschaft, auch wenn nicht alle Lehrkräfte der ELKB angehören (es gibt auch Lehrer aus evangelischen Freikirchen, der römisch-katholischen Kirche sowie der griechisch-orthodoxen Kirche).

Mit ihrer geistlichen Prägung  –  basierend auf den theologischen Grundsätzen der Evangelischen Allianz  –  sieht sich die Lukas-Schule in einer langen Tradition evangelischen Schulwesens, das zu einem maßgeblichen Teil durch den Pietismus geprägt wurde.

Was die in der Süddeutschen Zeitung erhobenen Vorwürfe angeht, stellen wir erneut in aller Klarheit fest:

Diese Vorwürfe treffen nicht zu. Sie basieren auf Behauptungen von drei Eltern, die nicht nur von den betroffenen Lehrern entschieden zurückgewiesen worden sind, sondern von anderen Eltern und Schülern im Zuge der Untersuchung gerade nicht bestätigt wurden.

Im Gegenteil:

Bei mehreren Vorwürfen konnte zum Beispiel durch Hefteinträge von Schülern der jeweiligen Klassen dokumentiert werden,
dass die Vorwürfe unzutreffend sind.

Gegen die infame Behauptung, an unserer Schule würde mit dem Teufel gedroht, gehen wir im Übrigen juristisch vor.

Es sind persönliche Vorwürfe gegen den Leiter des Lukas-Gymnasiums erhoben worden. Wir stellen zum ersten fest, dass es keinerlei Vorwürfe im Zusammenhang mit der dienstlichen Tätigkeit von Herrn Birnbacher gibt.

Zum zweiten ist nachgewiesen, dass Herr Birnbacher zu keinem Zeitpunkt Autor des radikalen Internet-Portals kreuz.net war.

In Bezug auf Behauptungen in diesem Zusammenhang hat sich die Süddeutsche Zeitung gegenüber Herrn Birnbacher zur Unterlassung verpflichtet (siehe dazu die anliegende Stellungnahme zur Erklärung von Herrn Birnbacher vom heutigen Tag).

Wie schon in unserem Offenen Brief an die Eltern vom 24. Oktober (siehe http://www.lukasschule.de) halten wir ebenso fest:

Auch wenn wir die Unterstellungen und Vorwürfe entschieden zurückweisen, wollen wir nicht den Eindruck erwecken, als ob an unserer Schule keinerlei Fehler gemacht würden. Im Schulalltag sind auch Missverständnisse möglich.

Wir möchten uns ganz ausdrücklich bei den Eltern und Schülern bedanken, die uns auf Fehler und Missverständnisse hinweisen und gehen diesen selbstverständlich nach. Das gehört auch zu unserem Verständnis einer christlichen Schule.

Zur privaten evangelischen Lukas-Schule gehören eine Grund- und Hauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium mit derzeit rund 900 Schülerinnen und Schülern.

Die Lukas-Schule ist eine evangelische Bekenntnisschule. Unser besonderes Ziel ist es, im schulischen Alltag gelebten christlichen Glauben erfahrbar zu machen.

Wir bieten den Kindern professionellen und innovativen Unterricht durch staatlich geprüfte und erfahrene Lehrkräfte, die Christen sind und ihr Leben in Verantwortung vor Gott gestalten.

Wir betonen das Gemeinsame der christlichen Konfessionen, nicht das Trennende; das hat in den vergangenen 22 Jahren maßgeblich zum Erfolg der Schule beigetragen.

München, den 15.11.2012

Fördergemeinschaft Lukas-Schule e.V.
Thomas Holmer
Geschäftsführer

Stellungnahme zur Erklärung von Herrn Birnbacher (Rektor des Lukas-Gymnasiums) vom heutigen Tag:

Die „Süddeutsche Zeitung“ hat am 4. und 7.11. über den Schulleiter unseres Gymnasiums in erheblich diffamierender Weise berichtet.

Gegenstand der Berichterstattung war auch das Engagement unseres Schulleiters in dem Verein „Die Wende“.

Herr Birnbacher hat sich entschieden, im Interesse des Lukas-Gymnasiums den Vorsitz des Vereins niederzulegen. Dazu hat er gegenüber dem Trägerverein der Schule erklärt:

Erklärung

Ich bin seit der Gründung im Jahr 1999 Vorsitzender des Vereins „Die Wende e.V.“. Dem Verein geht es insbesondere um die Bewusstmachung der Bedeutung des Christentums und seiner Traditionen für unsere Kultur und den demokratischen Rechtsstaat.

Der Verein ist als ausschließlich gemeinnützigen Zielen dienend anerkannt. Seit seiner Gründung war der Verein ausschließlich auf der Grundlage der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland tätig.

Aufgrund von Presseveröffentlichungen zu meiner Tätigkeit im Verein „Die Wende“ habe ich entschieden, den Vorsitz des Vereins mit sofortiger Wirkung niederzulegen.

Mir liegt daran, jeden auch nur entfernten Eindruck zu vermeiden, meine ehrenamtliche Tätigkeit könne nur irgendwie meine Aufgabe als Schulleiter des Lukas-Gymnasiums beeinflussen.

Ich bin sicher, dass dies in der Vergangenheit nicht der Fall war. Im Interesse der Schule habe ich mein Amt jedoch aufgegeben.

In aller Deutlichkeit stelle ich außerdem fest:

Der Versuch, mich als homosexuellenfeindlich darzustellen, ist unzutreffend und beleidigend.

Zu keinem Zeitpunkt habe ich eine Person aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. Als Schulleiter des Lukas-Gymnasiums würde ich eine solche Diskriminierung von Lehrern oder Schülern gegenüber Schülern oder Lehrern nicht zulassen.

Die Grundwerte der Lukas-Schule sind für mich leitend: Die Schule steht für den Glauben an einen Gott, der alle Menschen liebt  –  unabhängig von ihrer Herkunft, Leistung oder anderen Eigenschaften.

Der Süddeutsche Verlag hat zwischenzeitlich zu Behauptungen über angebliche Veröffentlichungen von Herrn Birnbacher im radikalen Internetangebot „kreuz.net“  –  wenn auch „ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage“  –  eine rechtsverbindliche Unterlassungserklärung abgegeben und sich zur Erstattung von Kosten verpflichtet.

München, den 15.11.2012

Fördergemeinschaft Lukas-Schule e.V.
Thomas Holmer
Geschäftsführer


Lukasschule: Gibt es bald einen Anti-Homophobie-Eid für evang. Lehrer ?

Mathias von Gersdorff  

Die unfaire Hetzkampagne gegen die Lukasschule in München wurde von der Süddeutschen Zeitung am 19. Oktober 2012 losgetreten mit dem Vorwurf, die Schule sei biblizistisch und insgesamt zu fromm. Bildungsplan-Demo-1.2.1448b

Es handelte sich also um den klassischen Vorwurf des christlichen „Fundamentalismus“, um die weitverbreitete „Fundi-Keule“, die besonders oft gegen Evangelikale  – also theologisch konservative Protestanten  – angewandt wird.

Doch inzwischen fokussiert sich die Auseinandersetzung immer mehr um die Einstellung des Rektors des Lukas-Gymnasiums zur Homosexualität: 

Jörg Birnbacher sei „homophob“, weil er sich vor Jahren gegen Attacken von Homosexuellengruppen auf den evangelikalen Kongreß „Christival“ ausgesprochen habe.

Zudem habe er die „Marburger Erklärung: Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“ unterzeichnet.

Dabei ging es jeweils um das Angebot von Therapien für Personen, die ihre homosexuelle Lebensweise ändern wollten. Die Empörung der Homo-Lobby über diese Angebote  –  zudem auf evangelikalen Großveranstaltungen präsentiert  –  war gigantisch. Manche drohten, diese Events zu verhindern. Schließlich konnten sie nur unter massiven Polizeischutz stattfinden.

Das Landeskirchenamt der EKD in Bayern untersucht nun, ob Rektor Birnbacher „homophob“ sei.

Der Vorwurf einer angeblichen „Homophobie“ ist innerhalb des Protestantismus eine heikle Sache und kann schnell zum Verlust das Arbeitsplatzes führen:

So hat der sächsische Landesbischof Jochen Bohl seinen Chef-Evangelisten, den in protestantischen Kreisen sehr bekannten Religionspädagogen Lutz Scheufler gefeuert. Der Jugendevangelist hatte massiv gegen das Zusammenleben homosexueller Pastoren-„Partner“ in Pfarrhäusern protestiert und dabei oft die Bibel zitiert.

Das Thema Homo-Paare im Pfarrhäusern hat viele Protestanten bewegt, deutlich zu protestieren. Die Diskussion eskalierte derart, dass eine (erneute) Spaltung zu befürchten war.

Nun soll möglicherweise eine „Säuberungsaktion“ stattfinden: Wer sich irgendwie der neuzeitlichen Todsünde der „Homophobie“ schuldig gemacht hat, wird rausgeschmissen.

Diese perfide Einschüchterungstaktik wird nicht ganz ohne Folgen bleiben: Aus Furcht werden viele von nun an stillhalten bzw. eine Art „Selbstzensur“ betreiben.

Dabei ist „Homophobie“ ein Begriff, der argumentativen Manipulationen Tür und Tor öffnet. Die eigentliche Bedeutung des Wortes ist „irrationale, zwanghafte Angst vor Homosexualität und Homosexuellen“, eine psychologisch gestörte Angst, eine „Phobie“ eben.

Doch heutzutage versuchen linksgerichtete Medien und Politiker, jeden als „homophob“ abzustempeln, der sich gegen die absurden Forderungen der politisch organisierten Homosexuellenverbände ausspricht.

Auf diese Weise wird seitens der EKD eine wahre „Stasi im Kopf“ hergestellt. Jeder soll selber sein „Gewissen“  –  jenseits von Gott und Bibel, aber diesseits des Zeitgeistes  –  prüfen, ob in ihm nicht „homophobe“ Tendenzen schlummern. Jedenfalls soll er auf keinen Fall der Homo-Lobby widersprechen, egal wie absurd deren Aussagen sind.

Diese Angelegenheit ist ein unglaublicher Kniefall vor dem antichristlichen Zeitgeist, der die göttliche Schöpfungsordnung bekämpft. 

Es ist zu hoffen, dass Menschen mit Bekennermut dies erkennen und den gebotenen Widerstand leisten. Andernfalls landet Deutschland bald in einer Psycho-Diktatur.

Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist, Buchautor und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“


Evangelische Allianz München: Die Artikel der SZ über die Lukas-Schule sind unterstes Niveau

Vorwurf: Süddeutsche Zeitung betreibt „antikirchliche Kampagne“

Eine „antikirchliche Kampagne“ wirft der Vorsitzende der Evangelischen Allianz München, Siegfried Winkler, der Süddeutschen Zeitung vor.  (Die Evangelische Allianz ist ein Dachverband theologisch konservativer evangelischer Gemeinschaften und Werke.)

Das Blatt hat seit dem 19. Oktober in mehreren Artikeln behauptet, die evangelikal orientierte Schule in München sei fundamentalistisch ausgerichtet, flöße Kindern mit dem Teufel Angst ein, vertrete den Kreationismus und dulde homosexuellen-feindliche Propaganda.

Am 7. November forderte das Blatt die „Rote Karte“ für den Leiter des Gymnasiums der Lukas-Schule, Jörg Birnbacher. Begründung der Zeitung: Toleranz höre auf, wenn das Wertefundament, das Staat und Gesellschaft zusammenhalte, offen attackiert und verhöhnt werde.

Nach Ansicht Winklers hat die Zeitung keine Beweise für ihre Anschuldigungen vorgebracht. Stattdessen berufe sie sich auf Aussagen anonym bleibender Eltern sowie auf Internetseiten, wobei vieles falsch dargestellt würde.

So werde dem Schulleiter unterstellt, Autor beim umstrittenen Internetportal kreuz.net gewesen zu sein, weil dieses im Jahr 2006 mehrere von Birnbacher –  damals Vorsitzender des „Forums Geistige Wende“  –  verschickte Pressemitteilungen abdruckte.

Zudem würden daraus einzelne Sätze willkürlich herausgegriffen, um Birnbacher als religiösen Eiferer zu diskreditieren. „Diese Art des Journalismus ist unterstes Niveau“, sagte Winkler gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Es sei unverständlich, dass die „Süddeutsche“ ihre Qualität opfere, um eine von Staat und Kirche anerkannte Privatschule in Verruf zu bringen.

Hintergrund:

Die Lukas-Schule in München umfasst außer dem im Aufbau befindlichen Gymnasium eine Grund-, Haupt-, und Realschule mit insgesamt 913 Schülern. Nach eigenen Angaben will sie Kindern „vom Wort Gottes her klare Orientierung geben und so ein Fundament legen, von dem aus der junge Mensch seine Umwelt annehmen, bewerten und sein Leben gestalten kann“.  –  Für die konfessionell verschieden geprägten Lehrer gilt als gemeinsamer Nenner die Glaubensbasis der Evangelischen Allianz.

Quelle: www.idea.de


Evangelische Familienmutter verteidigt die von der SZ attackierte Münchner Lukasschule

Offener Brief von Almut Rosebrock (siehe Foto) an die „Süddeutsche Zeitung“ und deren Redakteurin Tina Baie

Bezugnehmend auf diesen Artikel von Tina Bayer gegen die Lukasschule und deren Rektor Jörg Birnbacher: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/diskussion-um-lukas-schule-schulleiter-streitet-vorwuerfe-ab-1.1515908

Sehr geehrte (es fällt mir schwer, das zu schreiben, ehrlich gesagt, wenn man Ihre Texte gelesen hat) Tina Baier,
sehr geehrte Süddeutsche Zeitung!

Zur Kenntnisnahme und Ermutigung an die Lukasschule                            
Sehr geehrte Verantwortliche der Bayerischen Landeskirche!
Sehr geehrter Herr Kauder und andere Politiker!
Sehr geehrte Mitadressaten!

„Christlich-fundamentalistisches Hassportal„, damit beginnt der Artikel – was ist denn das?
Das passt überhaupt nicht zusammen.

Christlich- fundamentalistisch sind Menschen, die an die Realität der Bibel in ihrer Vielfalt und Komplexheit glauben. Auch „Evangelikale“ genannt.

Hass gibt es da nicht – weil Gott uns zuerst geliebt hat.

Wie wir hier sehen, ist man allerdings dem Hass der Welt ausgeliefert – wie Jesus es auch war.
Ihn hat es ans Kreuz gebracht… .

Haben wir hier in Deutschland nicht Rede-, Glaubens- und Meinungsfreiheit?

Wie kann es sein, dass Sie derart gegen einen einzelnen Menschen, den ehrbaren und engagierten Rektor einer Schule, hetzen (dieser Begriff ist mir, als engagierter Christin, total fremd; da Sie selbst ihn aber ständig benutzen, nehme ich ihn hier)  – und das bereits seit 3 Wochen?!?

Mit welcher Berechtigung tun Sie das?
Und wirken damit absolut rufschädigend auf diese Schule, wo Eltern sich aktiv entschieden haben, ihre Kinder dorthin zu schicken – und die Schule hat einen guten Ruf, nach wie vor!

Die Zuschriften von Eltern der Lukasschule, die Sie bekommen haben, belegen, dass die Schule sich sehr gut und liebevoll um einzelne Schüler kümmert. Sie haben viele Zuschriften von Eltern und Schülerinnen und Schülern der betroffenen Schule erhalten (Leserbriefe, auch abgedruckt).

Schüler LEIDEN unter den Folgen Ihrer „Hetzerei“! (Das Wort finde ich schrecklich – hier trifft es leider zu)

Das finde ich am allerschlimmsten.

Es wurde Ihnen bereits mitgeteilt – und Sie machen immer weiter. Schockierend.
Wo ist Ihre Mit-Menschlichkeit? Haben Sie gar kein Herz?

Sie hetzen hier gegen Christen, um die „Freiheit“ von homosexuell lebenden Menschen zu fordern. „Freiheit“ durch solche „Aktionen“, durch Redeverbote?

Übrigens können Sie gerne sehr viele Missstände in der aktuellen Politik,in allen Bereichen, anprangern, beschreiben, an die Öffentlichkeit bringen. Ich hätte eine riesenlange Liste dazu…

Eine Journalistin, die (mit welchen Beweggründen?) eine derartige Hetzjagd veranstaltet, lässt die Homo-Lobby in problematischerem Licht erscheinen.

Christen sind menschenliebend. (Das wäre auf Latein „homophil“).
Wir lieben die Menschen so, wie Gott sie geschaffen hat.
Und hier steht im Schöpfungsbericht zur Polarität zwischen Mann und Frau: „Und es war gut so!“

Und es ist gut so. Die Menschheit hat sich entwickelt und vermehrt.
Das Gewissen, die „Augen des Herzens“, sind geschult, u.a. durch das Lesen von Gottes Wort, der Bibel.

Lesen Sie doch mal selbst einen der Briefe von Paulus, zum Beispiel einen der Timotheusbriefe oder den an Titus.
Oder das Hohelied der Liebe, 1 Kor. 13.

Kann man da noch hassen?

Es heißt: Gott hasst die Sünde – aber Er liebt den Sünder.
Durch Jesu Tod am Kreuz hat er unsere Schuld auf SICH genommen. Das macht uns frei, Seine Kinder zu sein (Joh. 1).
So ist es.

Bitte beenden Sie endlich dieses absolut unrühmliche Kapitel Ihrer Zeitung!

Bitte wenden Sie sich wirklich wichtigen Themen zu:  Bitte fragen Sie mal, wie es Lehrern an Schulen allgemein geht – ob der herrschenden Arbeitsbedingungen? Bitte fragen Sie, wie es Schülern geht mit dem G8-Druck, unter dem sie stehen!

Ich hoffe, die SZ verliert durch dieses Vorgehen viele Abonnenten!
Normalerweise denke ich so nicht – aber hier bleibt mir fast nichts anderes mehr.

Grüße aus Bonn!

Almut Rosebrock, Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“, www.glmk.de


Die „Süddeutsche Zeitung“ setzt ihr Kesseltreiben gegen die Münchner Lukasschule fort

Erneut zwei infame Rundumschläge der SZ gegen den Rektor des Lukas-Gymnasiums

Am heutigen Mittwoch gefiel es dieser linksbewegten Tageszeitung, ihre seit fast drei Wochen anhaltende Kampagne gegen die evangelische Lukas-Privatschule in München durch zwei erneute Attacken zu bereichern.

Dabei erhielt die  – bei diesem Thema wohl mittlerweile unvermeidliche  –  SZ-Autorin Tina Baier redaktionelle Verstärkung durch einen Kommentar von Peter Fahrenholz, dessen Wahrheitsgehalt und Sachkenntnis sich freilich auf ähnlich unterirdischem Niveau befindet.

Lukas-Schule in München

Die jüngste „Berichterstattung“ Baiers unter dem Titel „Birnbacher streitet Vorwürfe ab“ (Print-Ausgabe) beginnt mit folgenden aufschlußreichen Worten:

Zweieinhalb Stunden hat das Dienstgespräch gedauert, zu dem Jörg Birnbacher, der Leiter des Lukas-Gymnasiums in Laim, am Donnerstag von Vertretern der evangelischen Landeskirche gebeten worden war.“

Hier stellt sich sogleich die Zwischenfrage, woher die SZ weiß und wissen kann, daß und wann der Rektor des Lukas-Gymnasiums in München-Laim zu einem „Dienstgespräch“ beordert wurde und wie lange diese Unterredung dauerte.

Da zwischen dem von der Süddeutschen ständig attackierten Schulleiter und deren Redakteurin Baier wohl kaum vertrauliche Details ausgetauscht werden, dürfte die Münchner Redaktion diese Internas seitens der evangelischen Kirchenleitung erhalten haben.

Ist dieses merkwürdige Gebaren bei „Dienstgesprächen“ neuerdings üblich? Werden wir es vielleicht noch erleben dürfen, daß die SZ zu solchen brisanten Unterredungen gleich mit eingeladen wird, um danach ein –  durch die rote Brille geprägtes –  „Protokoll“ zu veröffentlichen?

Sodann setzt Baier ihre bisherige Taktik, die infame Kreuz.net-Keule gegen Rektor Birnbacher zu schwingen, die von diesem bereits klar widerlegt wurde, schon im nächsten Satz unbeeindruckt fort:

„Birnbacher sollte sich dazu äußern, warum im Jahr 2006 unter seinem Namen mehrere Artikel auf der Internet-Plattform kreuz.net erschienen sind, auf der gegen Juden, Homosexuelle und Kirchenreformer gehetzt wird. Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich gerade davon distanziert und Kreuz-Net-Aktivisten aus den eigenen Reihen mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen gedroht.“

Abgesehen davon, daß sich die Deutsche Bischofskonferenz nicht „gerade“, sondern bereits vor vier Jahren öffentlich von kreuz.net distanziert hat, entsteht durch Baiers Artikel der suggestive Eindruck, als habe sich die Dt. Bischofskonferenz von Birnbachers (angeblichen) Artikeln auf diesem Internetportal distanziert, wovon natürlich keine Rede sein kann  – abgesehen davon, daß der Schulleiter ohnehin kein Autor von kreuz.net ist.

Fakt ist vielmehr, daß dieses unseriöse Radauportal seit ca 10 Jahren ungefragt zahlreiche öffentliche Stellungnahmen von Unbeteiligten übernimmt und zudem häufig deren Texte mit eigenen Kommentaren vermischt. Da aber diese Webseite, deren Server im Ausland steht und den zudem mehrfach wechselte, ihrerseits anonym agiert und agitiert, ist hiergegen juristisch kein Kraut gewachsen, weshalb die Betroffenen sich nicht wirksam dagegen absichern können.

SZ-Journalisten wissen selbstverständlich um dieses Problem, schlachten es aber zynisch aus, um so medienwirksam die kreuz.net-Keule gegen unliebsame Konservative zu schwingen und ihnen Äußerungen vorzuhalten, die sie so keineswegs getätigt haben, die vielmehr aus der sprachlichen Gossenküche des Radauportals stammen, mit dem die Attackierten nichts zu tun haben.

Offenbar findet es die SZ-Autorin nicht der Mühe wert, obgleich sie sich  gerne mit dem Anschein intensiver „Recherche“ präsentiert, die kreuz.net-Version mit dem jeweiligen Original-Text des Betroffenen zu vergleichen. Würde sie dies tun, gäbe es freilich kein geeignet erscheinendes „Futter“ für das wilde Kesseltreiben gegen die Lukas-Schule.

Abschließend zitiert Baier die evangelische Kirchenleitung Bayerns wie folgt:

 „Das Gespräch mit Herrn Birnbacher ist Teil unserer gründlichen und ausführlichen Untersuchung der Vorwürfe, die einige Eltern gegen die Lukas-Schule erhoben haben“, heißt es aus dem Landeskirchenamt. Eltern, die dazu noch etwas beizutragen haben, können sich noch bis zum Ende dieser Woche unter der E-mail-Adresse poep@elkb.dean die evangelische Kirche wenden.“

Hier stellt sich erneut die Frage, mit welcher Berechtigung die Süddeutsche diese interne Mailanschrift für Eltern erstens erfahren hat und zweitens auch noch veröffentlicht, so daß sich jeder SZ-Leser bei dieser Beschwerdestelle-Adresse per Mail melden und seinen Sermon gegen die Lukasschule loslassen könnte, ohne daß zeitnah geklärt werden kann, ob es sich wirklich um Eltern dieser evangelikalen Privatschule handelt, die von der Grundschule bis zum Gymnasium insgesamt über 900 Schüler unterrichtet.

Von ähnlicher journalistischer „Qualität“ ist der ebenfalls heute in der SZ erschienene Kommentar „Rote Karte für Eiferer“ von Peter Fahrenholz, der einleitend erklärt, die Toleranz in der Demokratie müsse dort ihre Grenzen finden, wo  – so wörtlich  – „das Wertefundament, das Staat und Gesellschaft zusammenhält, offen attackiert und verhöhnt wird.“ 

Der Autor meint damit freilich nicht das redaktionelle Treiben der Süddeutschen und ähnlicher Gazetten, sondern vielmehr die fromme evangelische Lukasschule, denn dort sei dieser „Hohn“ auf das Wertefundament „ganz offenkundig“ der Fall, wie er munter drauflosbehauptet; dies geschehe hier und heute in einer, wie er schreibt, „staatlich genehmigten Schule“  –   er meint wohl staatlich „anerkannt“.

Es könne nicht „hingenommen“ werden, so Fahrenholz weiter in seinem rasenden Agitationseifer, wenn „ein Schulleiter in seiner Funktion als Sprecher eines christlich-konservativen Kreises gegen Homosexuelle hetzt“.

Abgesehen davon, daß die SZ die vermeintliche „Hetze“ des Rektors in ihrer mehrwöchigen Kampagne bislang mit keinem einzigen Original-Zitat Birnbachers belegen konnte, entsteht nunmehr direkt der falsche Eindruck, als sei der christliche Schulleiter hier und heute Sprecher eines solchen  –  Schreck laß nach!  – „konservativen Kreises“.

In Wirklichkeit gibt es diesen „Kreis“ seit etlichen Jahren nicht mehr; es handelte sich überdies um ein ökumenisches Gesprächsforum ohne Vereinsstrukturen, dem Birnbacher außerdem angehörte, bevor er an der Lukasschule tätig war.

Diese Beispiele belegen erneut, mit welch hinterhältigen und unfairen Methoden die Süddeutsche ihren Dauer-Feldzug gegen die Lukasschule führt und hierbei einfachste Regeln journalistischer Sorgfaltspflicht und Fairneß mit Füßen tritt.

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

Link zum hier kritisierten Baier-Artikel der SZ: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/diskussion-um-lukas-schule-schulleiter-streitet-vorwuerfe-ab-1.1515908


Erneute Stimmungsmache der „Süddeutschen Zeitung“ gegen die Lukasschule in München

Eine von der SZ verunglimpfte Erklärung wurde von Jörg Birnbacher und zahlreichen hochrangigen Persönlichkeiten unterzeichnet

Tina Baier kann es offenbar nicht lassen: Die SZ-Autorin veröffentlichte erneut einen diffamierenden und manipulierenden Artikel in der heutigen Samstags-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ (3.11.2012) gegen die fromm-evangelische Lukas-Schule, wobei besonders unfair mit Jörg Birnbacher, dem Leiter des Lukas-Gymnasiums, verfahren wird.

Bereits im Untertitel der SZ wird dem Rektor „Stimmungsmache gegen Homosexuelle“ vorgehalten. In Wirklichkeit ist es Tina Baier, die wahrheitswidrige Stimmungsmache betreibt  –  und erneut gegen die Lukasschule und Jörg Birnbacher agitiert.

Die Beschuldigung gegen den Leiter des Lukas-Gymnasiums wird damit begründet, daß „Birnbacher vor einigen Jahren auf der Internet-Plattform kreuz.net Stimmung gegen Homosexuelle gemacht hat.“

Sodann wird darauf verwiesen, daß die Deutsche Bischofskonferenz sich „gerade wieder von kreuz.net distanziert“ habe, „weil dort gegen Juden, Schwule und Kirchenreformer gehetzt wird“.

Tatsächlich handelt es sich bei „kreuz.net“ um ein unseriöses und anonymes Radauportal, das vor allem durch Judenfeindlichkeit und eine völlig unterirdische Gossensprache negativ auffällt.

Allerdings betreibt die „Süddeutsche“ in diesem Artikel eine denkbar hinterhältige Hetze gegen Rektor Birnbacher und die Lukas-Schule, weil mehrfach nicht berücksichtigt wird, daß die Webseite „kreuz.net“ selbstverständlich öffentlich verbreitete Pressemitteilungen und Aufrufe übernimmt, ohne daß sich Autoren und Unterzeichner dagegen wehren können, zumal das unsägliche Internet-Portal anonym ist.

Selbstverständlich weiß die angeblich so intensiv „recherchierende“ SZ-Mitarbeiterin hierüber Bescheid, weil dieser journalistische Sachverhalt auch ohne langwierige Recherche klar ersichtlich auf der Hand liegt.

Gleichwohl heißt es in Baiers dreistem Artikel mit verleumderischer Zielstrebung:

„Nach Recherchen der SZ hat Birnbacher im Jahr 2009 eine auf kreuz.net veröffentlichte Erklärung „gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“ unterzeichnet. In dem kreuz.net-Beitrag (…) geht es um „Homo-Ideologen“, die „Menschen, die von widernatürlichen Versuchungen geplagt werden, den Weg zu Therapie und Heilung verbauen“ wollen.“

Hierbei wird suggestiv der wahrheitswidrige Eindruck vorgetäuscht, als habe Jörg Birnbacher  – der damals überdies weder Lehrer noch Rektor der Lukasschule war –  eine auf kreuz.net zurückgehende Erklärung unterzeichnet. 

Pausenhof der Lukas-Schule

In Wirklichkeit handelt es sich um eine Pressemitteilung der „Initiative für Freiheit und Selbstbestimmung“, die mit Kreuz.net rein gar nichts zu tun hat.

Im Text dieser Erklärung findet sich zudem kein einziges Wort von „widernatürlichen Versuchungen“; vielmehr handelt es sich hierbei um eine Kommentierung von Kreuz.net.

Folglich steht fest:

1. Die SZ wählte als Titel für ihren erneuten Rundumschlag gegen die Lukas-Schule mit Anführungszeichen das Zitat: „Von widernatürlichen Versuchungen geplagt“.

Im Untertitel ist vom „Leiter des Lukas-Gymnasiums die Rede“, der „Stimmungsmache gegen Homosexuelle“ betreibe.

Somit entsteht bereits im Ober- und Untertitel durch heimtückisch-raffinierte Manipulation der irreführende Eindruck, als sei dieses Zitat (“widernatürliche Versuchungen“) auf den Schulleiter des Lukas-Gymnasiums zurückzuführen.

2. Diese falsche Unterstellung wird sodann im Artikel noch verstärkt, obwohl Birnbacher jene Äußerung nie getätigt oder unterzeichnet hat.

Stattdessen unterschrieb er  – damals noch Lehrer an einem staatlichen Gymnasium  –  eine engagierte, aber völlig sachorientierte Stellungnahme der „Initiative für Freiheit und Selbstbestimmung“, die in ihrer Erklärung auf das grundgesetzlich garantierte Versammlungsrecht sowie auf die Rede-  und Forschungsfreiheit in Deutschland hinweist, die durch Aktionen der hessischen Grünen und diverser homosexueller Verbände tatsächlich mit Füßen getreten wurde.

Dieser Appell für Meinungs- und Versammlungsfreiheit beginnt mit den Worten:

“Erneut versuchen Vertreter der Lesben- und Schwulenverbände zusammen mit Bündnis 90/ Die Grünen, die Rede-, Wissenschafts- und Therapiefreiheit zu beschränken.

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) attackiert in einem Offenen Brief vom 26. März 2009 an den Oberbürgermeister der Stadt Marburg und die Universitätsleitung den „6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“, der vom 20. bis 24. Mai 2009 in Marburg stattfinden wird.“

Sodann wendet sich Erklärung dagegen, daß seitens grüner und homosexueller Kreise massiver Druck auf die Veranstalter ausgeübt wird mit dem Ziel, jene Persönlichkeiten, die sich kritisch zur praktizierten Homosexualität geäußert haben, nicht auf dem Kongreß sprechen zu lassen.

Die Initiative schreibt dazu:

„Solche Aktionen stellen einen Angriff auf fundamentale Freiheitsrechte dar, die in der Verfassung garantiert sind. Wieder wird versucht, die Freiheit der Versammlung, der Rede, des wissenschaftlichen Diskurses und der Wahl der Therapie zu beschneiden.“

Sodann wird schon unter Punkt 1 festgehalten:

„Niemand bestreitet die Würde von Menschen mit homosexueller Orientierung und ihre persönliche Freiheit, eine homosexuelle Lebensweise zu praktizieren.“

Sieht so etwa „Stimmungsmache gegen Homosexuelle“ aus, wie die SZ behauptet?  – Natürlich unterschlägt deren Autorin Baier diese Passagen komplett, um das von ihr gelieferte Zerrbild nicht zu beeinträchtigen.

Die Stellungnahme fährt fort: „Es gibt aber Menschen, die unter ihrer sexuellen Orientierung leiden und therapeutische Hilfe suchen.“  –  Daher sollen „therapeutische Angebote für Menschen“, die diese freiwillig anstreben, „nicht unterdrückt“ werden.

Vielmehr sei es, so heißt es in dem Aufruf weiter, „eine Missachtung der Wissenschaftsfreiheit und der Meinungsfreiheit“, wenn sogar „die wissenschaftliche Information und Auseinandersetzung“ hierüber unmöglich gemacht werden solle.  „Dies darf in einem freiheitlichen Staat nicht hingenommen werden!“, so die Schlußfolgerung des Appells vom 19. April 2009.

Freilich wurde diese Erklärung nicht allein von Jörg Birnbacher unterzeichnet, sondern von zahlreichen hochrangigen Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, so daß sich der heutige Rektor der Lukas-Schule in bester Gesellschaft befindet.

Bernhard Meuser

Zu jenen, die diesen Aufruf unterschrieben haben, gehören beispielsweise der Salzburger Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun, der renommierte Staats- und Verfassungsrechtler Prof. Dr. Martin Kriele sowie der katholische Verlagsleiter Bernhard Meuser (siehe Foto).

Mit dabei ist auch der Papstberater und bekannte Philosoph Prof. Dr. Robert Spaemann, der CSU-Parlamentarier Norbert Geis, die Chefin der CDL (Christdemokraten für das Leben), Mechthild Löhr  –  und der Schweizer Domherr und bischöfliche Medienbeauftragte Christoph Casetti (Bistum Chur).

Unterzeichner dieses   –  von der SZ als „Stimmungsmache gegen Homosexuelle“ diskreditierten  –   Aufrufs sind überdies der evangelische Theologe Philip Kiril Prinz von Preußen sowie die katholischen Religionsphilosophinnen Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und Prof. Dr. Edith Düsing, außerdem Prof. Dr. Hubert Gindert, der Vorsitzende des Forums Deutscher Katholiken.

Auch Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit, unterzeichnete diese Erklärung, die Rektor Jörg Birnbacher angekreidet wird   –  zudem weitere bedeutende Persönlichkeiten aus Kirche, Wissenschaft, Kultur und Politik.

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

Der hier kritisierte SZ-Artikel ist   –  mit veränderten Überschriften, aber sonst inhaltsgleich   –  inzwischen online zu lesen: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/stimmungsmache-gegen-homosexuelle-gymnasiumsleiter-soll-auf-kreuznet-publiziert-haben-1.1513300