GEBET: Lehr mich glauben, lehr mich lieben!

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                                             Altbewährtes GEBET nach der hl. Kommunion
                                 (Es kann auch bei der „geistigen Kommunion“ angewandt werden):

Du mein Heiland, großer König, bist nun bei mir eingekehrt,
freudig trag‘ ich Dich im Herzen, dem die ganze Welt gehört.

Liebster HERR, Du kamst vom Himmel auf die Erde einst herab,
lebtest für uns, Deine Kinder, starbst am Kreuz und lagst im Grab.

Glorreich bist Du auferstanden, fuhrst empor zum Firmament;
doch als Denkmal Deiner Liebe gabst Du uns dies Sakrament.

Sieh, nun sollst Du alles haben, was in meinem Herzen ist;
alles leg‘ ich Dir zu Füßen, weil Du mein Erlöser bist.

Lehr mich glauben, lehr‘ mich lieben, lehr‘ mich kämpfen für Dein Reich,
daß ich Deiner würdig werde, Deinem Leben werde gleich.

Deine Wahrheit sei die Rüstung, Deine Reinheit sei die Kraft,
Deine Liebe sei mein Leben, treu in Deiner Ritterschaft!

Christus, König aller Länder, aller Völker, aller Zeit,
froh soll alle Welt Dir singen: Hochgelobt in Ewigkeit.

Amen.


Wenn der Engel für uns in die hl. Messe geht

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Dieses Gebet, mit dem wir unseren Schutzengel gleichsam in die heilige Messe „senden“, kenne ich (Felizitas Küble) noch aus meiner Heimat in einem Bauerndorf Oberschwabens.
Meine Eltern beteten es gemeinsam mit ihren Kindern am Werktag vor dem Frühstück.
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Es handelt sich dabei um eine altbekannte Anrufung, die vor allem in kernkatholischen ländlichen Gegenden verbreitet war.
Die Gläubigen haben sich durch diese Andacht geistig mit der hl. Messe verbunden, die der Pfarrer täglich am Werktag in der Kirche für sie zelebrierte.
Am Sonntag „erübrigte“ sich dieses Engels-Gebet, weil man selber an der Eucharstiefeier teilnahm.
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Für heutige Corona-Zeiten eignet sich das Gebet auch am Sonntag, da die Kirchentüren für die Gläubigen verschlossen sind und öffentliche Gottesdienste ausfallen, die Priester aber „Privatmessen“ zelebrieren, an denen wir innerlich teilnehmen können.
Zugleich ist damit eine „geistliche Kommunion“ verbunden:

Eucharistisches Engels-Gebet:

Geh, o heiliger Engel mein, geh für mich in die Kirch hinein,
knie dich hin an meinen Ort, hör die Hl. Messe dort.

Bei der Opferung bring m ich dar, Gott zum Dienste ganz und gar,
was ich hab und was ich bin, lege mit zum Opfer hin.

Bet für die, die mich geliebt, bet für die, die mich betrübt,
denk auch der Verstorbenen mein, Jesu Blut mach alle rein.

Bei der Hl. Wandlung dann, bet mit großer Liebe an
meinen Heiland Jesus Christ, der wahrhaft zugegen ist.

Beim Empfang vom höchsten Gut bring mir Jesu Fleisch und Blut,
und im Geist mich IHM verein, laß mein Herz sein Tempel sein.

Gib das allen Menschen Heil aus dem Opfer werd zuteil,
ist die Hl. Messe aus, bring den Segen mir nach Haus.

Amen.


MORGENGEBET von Joseph v. Eichendorff

Morgengebet

O wunderbares, tiefes Schweigen,
wie einsam ist’s noch auf der Welt!
Die Wälder nur sich leise neigen,
als ging‘ der HERR durchs stille Feld.

Ich fühl mich recht wie neu geschaffen,
wo ist die Sorge nun und Not?
Was mich noch gestern wollt erschlaffen,
ich schäm mich des im Morgenrot.

Die Welt mit ihrem Gram und Glücke
will ich  –  ein Pilger – froh bereit
betreten nur wie eine Brücke
zu Dir, HERR, übern Strom der Zeit.

Und buhlt mein Lied, auf Weltgunst lauernd,
um schnöden Sold der Eitelkeit:
Zerschlag mein Saitenspiel  – und schauernd
schweig ich vor dir in Ewigkeit.

Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

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PLAKAT: Maria und Josef fliehen mit dem Christkind nach Ägypten

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Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 € inkl. Versandkosten (Betrag bitte vorweg in Briefmarken beilegen), vier Stück nur 6 € inkl. Porto (gegen Rechnung). – Per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

 


Ein WINTERABEND von Georg Trakl

Ein Winterabend

Wenn der Schnee ans Fenster fällt,
lang die Abendglocke läutet,
vielen ist der Tisch bereitet
und das Haus ist wohlbestellt.

Mancher auf der Wanderschaft
kommt ans Tor auf dunklen Pfaden.
Golden blüht der Baum der Gnaden
aus der Erde kühlem Saft.

Wanderer tritt still herein;
Schmerz versteinerte die Schwelle.
Da erglänzt in reiner Helle
auf dem Tische Brot und Wein.

Georg Trakl (verfaßt 1913)


Unser neues PLAKAT zum Christfest 2019

POSTER aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

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Gemälde: Evita Gründler

 


Verklärter HERBST von Georg Trakl

Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr
mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
und sind des Einsamen Gefährten. 

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter,
wie schön sich Bild an Bildchen reiht.
Das geht in Ruh und Schweigen unter.

Georg Trakl (1887 – 1914),
österreichischer, frühexpressionistischer Dichter