In ewigem Erbarmen – die Gottesgnade lebt

Ob auch die Berge schwanken, / Und Wetterstürme wehn, / dennoch bleibt ohne Wanken / Die Gottesgnade stehn. /

Ob Feuerschlünde lohen, / Daß bang die Erde bebt, / Ob Tod und Hölle drohen / Die Gottesgnade lebt./

Wenn Stab und Weg entschwinden, / Und wir um Hilfe schrein / Im Angstdruck unsrer Sünden, / Dann tritt die Gnade ein. /

Die mit durchbohrten Armen / Das Kleid des Heils gewebt, / In ewigem Erbarmen / Die Gottesgnade lebt. /

Und geht das Glück zu Ende, / Und kommen Not und Schmerz; / Und legt die Würgehände / Der Tod aufs bange Herz – / Aus Leid und Todeshügeln / Die Gnade trostvoll hebt / Auf lichten Glaubensflügeln / Die Gottesgnade lebt.

O Gnade, wundersüße, / Die Sonne, himmelschön, / Laß unsre Wanderfüße / In deinem Glanze gehen. / Bis deine Himmelsklarheit / Uns sternengroß umschwebt; / Und unser Herz in Wahrheit / In Gottesgnade lebt.

Fritz Woike


Unser PLAKAT für die Liebe zur Hl. Schrift

POSTER aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses Poster aus dem Ecclesia-Plakatdienst kann auch einzeln bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 €, vier Stück nur 6 €  – jeweils inkl. Porto (Betrag evtl. in Briefmarken beilegen). –
Bestellung gerne per Tel. 0251 – 616768 oder Fax 0251-614020 oder Mail: felizitas.kueble@web.de
Es gibt auch die Möglichkeit, bei uns vier verschiedene Kennenlern-Plakate für nur 6 Euro zu bestellen.


GEBET: Ein frohes Herz, zum Dank bereit

Das gib mir, HERR, für meine Zeit:
Ein frohes Herz, zum Dank bereit.

Die Augen hell von Deinem Licht,
die Hände stark zu treuer Pflicht.

Im kleinen Tag die Seele weit
für Deine große Ewigkeit.

Fritz Woike

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Uns ist noch verborgen der Weg zum Morgen

Gezählt sind unsere Tage.
Und dennoch bleibt die Frage,
wie lange wir auf Erden
noch leben werden.

Und was wir uns erlesen;
doch ist uns noch verborgen
der Weg zum Morgen.

Was bleibt, ist das Vertrauen.
Gott führt gewiß zum Schauen,
weil ER, was ER versprochen
noch nie gebrochen.

Theophil Tobler

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Wanderlied: Laßt uns dem HERRN lobsingen!

Singt leise den Morgensegen

Wer recht in Freuden wandern will
Der geh der Sonn entgegen.
Da ist der Wald so kirchenstill,
Kein Lüftchen mag sich regen.
Noch sind nicht die Lerchen wach,
Nur im hohen Gras der Bach
Singt leise den Morgensegen.

Die ganze Welt ist wie ein Buch,
Darin uns aufgeschrieben
In bunten Zeilen manch ein Spruch,
Wie Gott uns treu geblieben;
Wald und Blumen nah und fern
Und der helle Morgenstern
Sind Zeugen von seinem Lieben.

Da zieht die Andacht wie ein Hauch
Durch alle Sinnen leise;
Da pocht ans Herz die Liebe auch
In ihrer stillen Weise,
Pocht und pocht, bis sich’s entschliesst
Und die Lippe überfließt
Von lautem, jubelndem Preise.

Und plötzlich lässt die Nachtigall
Im Busch ihr Lied erklingen;
In Berg und Tal erwacht der Schall
Und will sich aufwärts schwingen;
Und der Morgenröte Schein
Stimmt in lichter Glut mit ein:
Lasst uns dem HERRN lobsingen.

Emanuel Geibel


Der HERBST als Bild unseres Lebensabends

Du, dieses Jahres Abend, Herbst
Sei meines Lebensabends Bild!
Wie langsam du den Hain entfärbst,
Und deine Sonn‘ ist frühlingsmild:
Es lacht das grünende Gefild
Tief im Oktober ohne Frost,
Und in der Traube reift der Most,
Wie in der Brust Begeisterung schwillt.

Friedrich Rückert


Bestandsaufnahme: Immer noch ein Traum…

Bestandsaufnahme

Urlaubsreise
Immer noch ein Traum
Egal wohin
Nichts wie weg
Andere Länder sehen
Fremde Menschen
ihre Kunst und Lebensweisen
jede/r auf seine/r Art  und Weise.

Es lohnt sich
Bekanntzuwerden
Sich aufzuschließen
Gemeinsam Neues entdecken

Oder auch tiefe Dankbarkeit.
Gott zu begegnen
Wo auch immer
In der Kirche, am Kreuz
Auf dem Friedhof
Und in Dankbarkeit
Seiner großen Zuneigung uns gegenüber.
Ja, da möchte ich singen ..

Waltraud Weiß

Gemälde: Evita Gründler

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Unsere Gelassenheit aus dem Glauben

GOTT zuerst gib Rechenschaft

Geh gelassen nur voran,
frag dich nicht: Wie komm ich an?
Nicht auf Anderer Urteil schau,
nein, zuerst dem Höchsten trau.

Hab den Mut, selbst zu entscheiden,
mögen dich auch Andere meiden,
IHM, der uns schenkt alle Kraft,
IHM zuerst gib Rechenschaft.

Toben gegen dich auch Wogen,
handle einfach gottbezogen,
traue nicht Sirenenklängen,
niemals stell dich unter Zwängen.

Denn die Angst vor anderen Leuten
kann dem Christen nichts bedeuten.
GOTT gibt uns die Richtung an,
geh gelassen nur voran.

Pfr. Winfried Pietrek


Die frohe Botschaft des Engels an Maria

Ein Wiedersehen!

Der Engel in der Regensburger Kathedrale

Bringt immer noch seine fröhliche Botschaft

Der Gottesmutter.

Und sie lächelt –

Und wie sie lächelt!

Ihre Vorfreude ist unermesslich.

Und meine auch,

denn dass ich noch einmal in meinem Alter die beiden Frauen sehe,

ist ein Teil des großen Glücks des Altwerdens.

Es ist nichts vorbei,

Solange es in dir wächst und gedeiht.

Und die frohe Botschaft der Verkündigung ist übermächtig –

F r o h

Und soooo schön!

Schaut, wie sie lächelt!

Waltraud Weiß

Foto: Evita Gründler


HERBST: Wenn des Daseins ganze Fülle….

Wenn des Daseins ganze Fülle
lodert auf in tausend Farben,
und die Mittagssonnenstille
flimmernd zieht durch neue Garben –
fängt der Sommer an zu räumen
und der Herbst liegt noch in Träumen
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Wenn die Körner hart und heiter
aus den trocknen Spelzen gleiten,
und die Trauben immer weiter
hin zur goldnen Süße leiten –
will der Sommer nicht nicht gehen,
doch der Herbst fängt an zu wehen.

Wenn die Hagebutten reifend
ihre Röte aufpolieren,
und die Käuze so ergreifend
sich in Wehmut ganz verlieren –
ist der Sommer schon im Neigen,
und der Herbst wird stetig steigen.

Wenn sich lange müde Schatten
wieder überm Lande zeigen,
wenn aus einstmals saftig satten
Wiesen Nebelschwaden steigen –
ist der Herbst wohl eingezogen,
und der Sommer ist verflogen.

Dr. Renate Myketiuk (Erlangen)