Wir wollen keine Massenmenschen sein

Poster des ECCLESIA-Plakatdienstes (KOMM-MIT-Verlag, Münster):

1590 - Kopie

 


Der Reichtum des Glaubens: Wir haben eine Quelle, die niemals je versiegt

Wir haben einen Felsen, der unbeweglich steht.
Wir haben eine Wahrheit, die niemals untergeht.
Wir haben Wehr und Waffen in jedem Kampf und Streit.
Wir haben eine Wolke von Gottes Herrlichkeit.

Wir haben eine Speise, der Welt hier unbekannt.
Wir haben einen Schatten im heißen Sonnenbrand.
Wir haben eine Quelle, die niemals je versiegt,
wir haben Kraft zum Tragen, die keiner Last erliegt.

Wir haben einen Tröster voll heiliger Geduld,
wir haben einen Helfer von liebevoller Huld.
Wir haben eine Freude, die niemand von uns nimmt,
wir haben eine Harfe, vom König selbst gestimmt.

Wir haben eine Zuflucht in jedem Sturm und Not,
wir haben einen Reichtum, der nie zu schwinden droht.
Wir haben eine Gnade, die alle Morgen neu,
wir haben ein Erbarmen, das mächtig ist und treu.

Wir haben hier die Fülle, seitdem der Heiland kam,
wir haben dort ein Erbe so reich und wundersam.
Wir haben Glück, das leuchtend und unbeschreiblich ist,
wir haben alles, alles in dir, Herr Jesu Christ.

Gottlob Lachemann (1845-1935)


Der Segen des HERRN hat sich ergossen über Davids Haus

Ein Segen hat ergossen sich über Davids Haus;
die Blume ist entsprossen, das Morgenrot bricht aus.

Die Zeit will sich enthüllen, die lang im Dunkel lag;
das Wort will sich erfüllen, das Gott zur Schlange sprach.

ER sprach: Aus allen Nöten wird einst mein Volk erlöst;
die Frau wird dich zertreten, der du mit List nachgehst.

krippe_weihnachten - Kopie

Maria ist empfangen von jeder Makel rein;
von der Propheten sangen, die laßt uns benedein.

Laßt uns den HERRN nun loben für soviel Gütigkeit
mit allen Engeln droben jetzt und in Ewigkeit.

Heinrich Bone (1836)


GOTTES GEBURT: Wunder der Wunder!

Mitte der Welt

So ferne bleiben uns Mutter und Kind,
wie ein Traum von Friede und Gnade,
von Hirten und Engeln, von Esel und Rind
hinter gleißender Glitterfassade.

Auf Jagd nach dem Leben und Flucht vor dem Tod,
gehetzt und gepeitscht im Getriebe,
entleerte Gehäuse, versachlicht, bedroht
von der Angst und der Sucht ohne Liebe.

Ins Nichts geschleudert vom rasenden Rad
der Geschichte, dem Pole entglitten,
verblendet vom Fluche unseliger Tat
verrat´ner, verlorener Mitten.

So stehn wir verwirrt und verworren abseits
und können den Jubel kaum hören:
Die Christnachtsbotschaft von Krippe und Kreuz
in erdumspannenden Chören.

Bild aus PolenJa, Wunder der Wunder, durch diesen Stall
führt jetzt noch der Weg an die Wende.
Am Drehpunkt der Zeit fand der heillose Fall,
Vergeltung und Hassen sein Ende.

Wo Maske und Stolz von der Stirne uns fällt
und Demut verwandelt den Willen,
kann Gottes Geburt unser Herz und die Welt
mit Freiheit und Frieden erfüllen.

Siegfried Ernst

Aus dem Gedichtband „Sprechende Steine, lebendiges Glas, Vermächtnis aus Holz“ – Die Botschaft des Ulmer Münsters an unsere Zeit.


Wie tief sich der Höchste hier beuget!

Sehet dies Wunder,
Wie tief sich der Höchste hier beuget.
Sehet die Liebe,
Die endlich als Liebe sich zeiget.
Gott wird ein Kind,
Träget und hebet die Sünd.
Alles anbetet und schweiget.

Gott ist im Fleische;
Wer kann dies Geheimnis verstehen?
Hier ist die Pforte
Des Lebens nun offen zu sehen.
Gehet hinein,
Eins mit dem Kinde zu sein,
Die ihr zum Vater wollt gehen!

Gerhard Tersteegen


ADVENTs-Gedicht von Theodor Fontane

Verse im Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Scannen0001 - Kopie - Kopie
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiss sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane


Deutschland – wohin gehst du?

Wohin gehst Du?

So ernst war es niemals zuvor,
denn sie, sie machte auf – das Tor;
sie fühlten sich wie eingeladen,
den weiten Weg zu uns zu wagen,
und Germany, so heißt‘s nun dort,
ist ein verheißungsvoller Ort.
Jetzt kommen sie, und zwar in Scharen,

wie sollen wir denn nun verfahren?
Verzweiflung macht sich langsam breit,
ganz Deutschland beinah tobt und schreit,
der grenzenlose Grenzenfall
hat Folgen nämlich – überall.
Verfahren ist die Situation,

nicht nur die Nachbarn sagen schon,
die Deutschen sind verrückt geworden,
und möglichst schnell neu einzunorden.
Was macht sie nur? Ist sie malad?
Die Frau von hinterm Stacheldraht.
„Wir schaffen das“ hört gar nicht auf,

sendet Signale noch zuhauf.
So komm’n sie auch in Herbst und Winter,
was steckt nur dieser Stirn dahinter?
In welche Richtung drückt sie dich?
Quo vadis, Deutschland, frag ich mich.

Dr. Detlef Malinkewitz


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