CHRISTUS lebt weiter in den Gläubigen

Im Mutterleib Marias bonlanden_089-150x150
wohnte Christus neun Monate;
im Zelt seiner Kirche
weilt ER bis ans Ende der Welt;
in der gläubigen Seele
bleibt ER auf ewig!

Isaak von Stella, Zisterzienserabt, 12. Jahrhundert


WEIHNACHTEN mit Joachim Ringelnatz

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.krippe_weihnachten - KopieHand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die größte ist.

Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)


Unser neues PLAKAT zur Adventszeit

POSTER aus dem ECCLESIA-Plakatdienst (KOMM-MIT-Verlag):

 

adventsplakat

DIESES PLAKAT für den Advent kann bei uns bestellt werden. Es ist im großen Din-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet pro Stück 3 Euro inkl. Versandkosten, 4 Stück nur 6 Euro inkl. Porto. – Per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de


Der Segen des HERRN hat sich ergossen über Davids Haus

Ein Segen hat ergossen sich über Davids Haus;
die Blume ist entsprossen, das Morgenrot bricht aus.

Die Zeit will sich enthüllen, die lang im Dunkel lag;
das Wort will sich erfüllen, das Gott zur Schlange sprach.

ER sprach: Aus allen Nöten wird einst mein Volk erlöst;
die Frau wird dich zertreten, der du mit List nachgehst.

krippe_weihnachten - Kopie

Maria ist empfangen von jeder Makel rein;
von der Propheten sangen, die laßt uns benedein.

Laßt uns den HERRN nun loben für soviel Gütigkeit
mit allen Engeln droben jetzt und in Ewigkeit.

Heinrich Bone (1836)


GOTTES GEBURT: Wunder der Wunder!

Mitte der Welt

So ferne bleiben uns Mutter und Kind,
wie ein Traum von Friede und Gnade,
von Hirten und Engeln, von Esel und Rind
hinter gleißender Glitterfassade.

Auf Jagd nach dem Leben und Flucht vor dem Tod,
gehetzt und gepeitscht im Getriebe,
entleerte Gehäuse, versachlicht, bedroht
von der Angst und der Sucht ohne Liebe.

Ins Nichts geschleudert vom rasenden Rad
der Geschichte, dem Pole entglitten,
verblendet vom Fluche unseliger Tat
verrat´ner, verlorener Mitten.

So stehn wir verwirrt und verworren abseits
und können den Jubel kaum hören:
Die Christnachtsbotschaft von Krippe und Kreuz
in erdumspannenden Chören.

Bild aus PolenJa, Wunder der Wunder, durch diesen Stall
führt jetzt noch der Weg an die Wende.
Am Drehpunkt der Zeit fand der heillose Fall,
Vergeltung und Hassen sein Ende.

Wo Maske und Stolz von der Stirne uns fällt
und Demut verwandelt den Willen,
kann Gottes Geburt unser Herz und die Welt
mit Freiheit und Frieden erfüllen.

Siegfried Ernst

Aus dem Gedichtband „Sprechende Steine, lebendiges Glas, Vermächtnis aus Holz“ – Die Botschaft des Ulmer Münsters an unsere Zeit.


Wie tief sich der Höchste hier beuget!

Sehet dies Wunder,
Wie tief sich der Höchste hier beuget.
Sehet die Liebe,
Die endlich als Liebe sich zeiget.
Gott wird ein Kind,
Träget und hebet die Sünd.
Alles anbetet und schweiget.

Gott ist im Fleische;
Wer kann dies Geheimnis verstehen?
Hier ist die Pforte
Des Lebens nun offen zu sehen.
Gehet hinein,
Eins mit dem Kinde zu sein,
Die ihr zum Vater wollt gehen!

Gerhard Tersteegen


ADVENTs-Gedicht von Theodor Fontane

Verse im Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Scannen0001 - Kopie - Kopie
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiss sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane