Pfingstsequenz: VENI SANCTE SPIRITUS!

Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit sende Deines Lichtes Strahl.
Vater aller Armen Du, aller Herzen Licht und Ruh, komm mit Deiner Gaben Zahll

Tröster in Verlassenheit, Labsal voll der Lieblichkeit, komm, o süßer Seelenfreund!
In Ermüdung schenke Ruh, in der Glut hauch Kühlung zu,  Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit, mach Dir unser Herz bereit, dring in unsre Seelen ein!
Ohne Deinen Gnadenschein, steht der arme Mensch allein, kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist; heile, was verwundet ist; tränke, was da dürre steht;
beuge, was verhärtet ist; wärme, was erkaltet ist; lenke, was da irre gehtl

Heil’ger Geist, wir bitten Dich: Gib uns allen gnädiglich Deiner sieben Gaben Kraft.
Gib uns Trost in dieser Zeit und dereinst die Seligkeit nach vollbrachter Wanderschaft.


Neues PLAKAT für das PFINGSTFEST

POSTER aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen Din-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 € inkl. Versandkosten (Betrag bitte vorweg in Briefmarken beilegen), vier Stück kosten nur 6 € inkl. Porto (gegen Rechnung). – Per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Plakat-Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Der Geist des HERRN erfüllt das All…

  Der Geist des HERRN erfüllt das All mit Sturm und Feuersgluten;
er krönt mit Jubel Berg und Tal, er lässt die Wasser fluten.
Ganz überströmt von Glanz und Licht erhebt die Schöpfung ihr Gesicht,
frohlockend: Halleluja.

 Der Geist des HERRN erweckt den Geist in Sehern und Propheten,
der das Erbarmen Gottes weist und Heil in tiefsten Nöten.
Seht, aus der Nacht Verheißung blüht; die Hoffnung hebt sich wie ein Lied
und jubelt: Halleluja.

  Der Geist des HERRN treibt Gottes Sohn, die Erde zu erlösen;
er stirbt, erhöht am Kreuzesthron, und bricht die Macht des Bösen.
Als Sieger fährt er jauchzend heim und ruft den Geist, dass jeder Keim
aufbreche: Halleluja.

 Der Geist des HERRN durchweht die Welt gewaltig und unbändig;
wohin sein Feueratem fällt, wird Gottes Reich lebendig.
Da schreitet Christus durch die Zeit in seiner Kirche Pilgerkleid,
Gott lobend: Halleluja.

Marie Luise Thurmair (1946)


Unser PFINGST-Poster: „Größer ist die Gnade und unergründlich Gottes Huld“

Ecclesia-PLAKAT aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

1598


„Zu Pfingsten sang die Nachtigall…“

DER NACHTIGALL PFINGSTGESANG

Zu Pfingsten sang die Nachtigall,
nachdem sie Tau getrunken;
die Rose hob beim hellen Schall
das Haupt, das ihr gesunken!

O kommt ihr alle, trinkt und speist,
ihr Frühlingsfestgenossen,
weil übers ird`sche Mal der Geist
des HERRN ist ausgegossen.

Die Himmelsjünger, groß und klein,
sind von der Kraft durchdrungen,
man hört sie reden insgemein
zu wunderbaren Zungen.

Und da ist kein Zung` am Baum.
kein Blatt ist da so kleines,
es redet auch mit drein im Traum,
als sei`s voll süßen Weines.

Oh, ihr Apostel gehet aus
und predigt allen Landen
mit Säuselluft und Sturmesbraus
von dem, der ist erstanden!

Legt aus sein Evangelium,
auf Frühlingsau`n geschrieben,
daß ER uns lieben will darum,
wenn wir einander lieben.

Wer liebend sich ans nächste hält
und will nur das gewinnen,
umfaßt darin die ganze Welt,
und Gott ist mitten drinnen!

Friedrich Rückert


Altes Gedicht über die Gaben des Hl. Geistes

 
Taube Gottes, schwebe nieder,  afc127c26a
Rühr mit heiligem Gefieder
Unser Auge, unser Ohr,
Zieh das Herz zu Gott empor.
 
Gieß aus ewig-klarer Quelle
Siebenfache Geisteshelle,
Daß des Glaubens Wissenschaft
Unseren Kampf zum Siege macht.
 
Öffne unsere dunklen Sinne, PAX
Daß die schwarze Nacht zerrinne,
Die mit Schleiern sie bedeckt
Und des Zweifels Geister weckt.
 
Laß es dämmern, laß es tagen,
Laß des Glaubens Flammen schlagen,
Bis in’s hohe Firmament,
Wo der Wahrheit Sonne brennt. thumb_gemeinde
 
Wenn der Kampf der Welt zu Ende,
Führ’ uns in des Vaters Hände,
Mach’ uns gleich der heil’gen Schaar,
Die vor Gott keimt immerdar.

Wilhelm Herchenbach am 3. Juli 1852


Mai-Lied: „Da wehet Gottes Atem!“

In dem bekannten Wanderlied „Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus“ heißt es in der letzten Strophe (und das paßt wunderbar zu Pfingsten):

O Wandern, o Wandern, du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Atem so frisch in unsere Brust;
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!