Was sagen uns Nahtod-Erfahrungen und Visionen über die Realität der Hölle?

Von Felizitas Küble

In gläubigen christlichen Kreisen wird immer wieder der gewiß wohlmeinende Versuch gestartet, die Glaubenslehre von der Existenz der Hölle dadurch zu „beweisen“ oder zumindest nahezulegen, indem auf negative Nahtod-Erlebnisse oder entsprechende Visionen/Erscheinungen verwiesen wird. 

Was ist davon zu halten?

Insgesamt eher wenig. Zum einen sind solche Erfahrungen kein „Beweis“ im eigentlichen Sinne. Nahtod-Erlebnisse sind keine objektiven Jenseits-Trips, da der Mensch noch nicht tot ist, also auch nicht aus einer wirklichen „Ewigkeit“ ins irdische Leben zurückkehrt.

Zweifellos handelt es sich dabei vielfach um Bewußtseinserweiterungen und -überschreitungen  – und insofern um einen Anhaltspunkt dafür, daß der Mensch „unheilbar religiös“ ist. Aber ein Hin-weis ist kein Be-weis.

Daß derartige Erzählungen persönlich-subjektiv ehrlich gemeint sind, kann durchaus angenommen werden, tut aber nichts zur Sache hinsichtlich der objektiven Beweiskraft.

Der springende Punkt ist ohnehin, daß wir auf Erden „im Glauben wandeln, nicht im Schauen“, wie Paulus klarstellt.

Ein Glaube, der krampfhaft nach Erlebnissen und außergewöhnlichen „Beweisen“ sucht, steht auf wackeligen Beinen. Echte Überzeugung ruht in sich selber, gegründet auf der Selbstoffenbarung Gottes in Christus.

Sodann muß man nüchtern sehen, daß diese „Höllen-Visionen“  – ob sie nun auf Nahtoderlebnisse oder auf „Erscheinungen“ zurückgehen – auch inhaltlich/theologisch betrachtet oft seltsam bis irreführend wirken.

Am 26. März 2019 veröffentlichte das erscheinungsbewegte Portal Kath.net eine Story unter dem Titel: „Ich war tot und landete in der Hölle“: http://www.kath.net/news/67423

Darin ist die Rede von dem Nahtod-Schrecken, den Matthew Botsford erlebte: Der US-Amerikaner wurde von einer Kugel getroffen und lag anschließend 27 Tage im künstlichen Koma. Auf dem Weg ins Krankenhaus sei er dreimal wiederbelebt worden.

Er beschreibt, er sei in der „Ewigkeit“ gewesen: „Ich befand mich sofort in einer Art riesigen Höhle, hing mit ausgestreckten Armen wie bei einer Kreuzigung an die Felswand gekettet, unter mir der endlose Abgrund.“

Er spricht von Geruch nach verrottendem Fleisch und davon, daß in der Dunkelheit Augenpaare auftauchen und Krallen, die ihm die Haut vom Körper rissen. In dieses „Höllenverlies“ habe sich aber eine starke Hand ihren Weg geahnt und ihn gerettet. Er sei wieder ins Leben zurückgerufen worden, wozu das Gebet seiner Frau beigetragen habe.

Kath.net hat diese Story – wie zu erwarten war –  völlig unkritisch veröffentlicht.

Doch dazu stellen sich folgende Fragen:

  1. Mister Botsford befand sich nicht in der „Ewigkeit“, wenngleich ihm das subjektiv sicherlich so vorkam und er sich entsprechend „fühlte“ etc. Er wurde aber wiederbelebt, also war er vorher noch nicht wirklich verstorben, sondern befand sich in Todesnähe.
  2. Wäre er im tatsächlichen Jenseits der Hölle gewesen, hätte ihn dort keine „rettende Hand“ herausgeholt, denn eine Befreiung gibt es nur im Zustand der Läuterung, also des „Fegefeuers“.
  3. Für das Fegefeuer ist seine Schilderung jedoch viel zu gräßlich, zudem spricht er selber vom „Höllenverlies“.
  4. Die entscheidende Problematik der Hölle ist die endgültige und ewige Gottesferne  – und nicht sinnliche Strafen und Schreckensdarstellungen wie aus einem Horrorfilm.

Das gilt ähnlich auch für Höllen-Erlebnisse im Zusammenhang mit Marienerscheinungen und Visionen, wie sie von Sr. Faustine über den Vortragsreisenden Helmud Lungenschmid bis hin zu Medjugorje gang und gäbe sind. Auch die vermeintlichen Jenseits-Erfahrungen von Frau Gloria Polo machen im „frommen Lager“ seit Jahren die Runde: Näheres HIER.

Das Wohlfühl-Christentum führt in die Irre

Damit wir nicht falsch verstanden werden:

Die heute weit verbreitete Wohlstandstheologie, das Wohlfühlchristentum und eine einseitige Frohbotschafterei sind ein gefährlicher Irrweg, der die Menschen leichtfertig einlullt und ihnen die nötige Wachsamkeit ausredet.

Das gilt erst recht für die Esoterik, bei der ohnehin alles nach Friede-Freude-Eierkuchen klingt, Harmonie pur – und das „Göttliche“ ist im Menschen von Natur aus selber verankert etc.

Doch die Heilige Schrift und Christi Lehre verkündet einerseits die Frohbotschaft der Erlösung, aber auch den Ernst von Sünde und Gericht, Tod und Teufel, Hölle und ewiger Verlorenheit.

Dennoch überwiegt insgesamt die Glaubensfreude und Zuversicht auf das Heil: „Fürchtet euch nicht“ heißt es nicht ohne Grund so häufig in der Bibel.

Die Alternative zum irreführenden Allerlösungs-Humanitäts-Christentum ist keineswegs das andere Extrem, nämlich Drohbotschaften durch „Seher“ mit einer ständigen düsteren Theologie.

Gerechtfertigt wird diese Panikmache manchmal damit, die Menschen müßten doch gewarnt werden, um der Hölle zu entgehen:  Ganz gewiß –  aber nur mit seriösen Methoden!

Christus sagte im Gleichnis vom ungerechten Prasser: „Sie haben Moses und die Propheten“  – das muß reichen, also Gesetz (Gebote) und Gottes Botschaft (Lehre).

Warum sollte das nicht auch heute gelten?

Zur Höllenvision der Seherkinder von Fatima

Nun könnte der Einwand auftreten, zumal nach dem jüngsten Kinofilm über Fatima, in dem auch die Höllen-Vision der drei Seherkinder vorkommt: 

Aber die drei Kinder von Fatima haben doch auch die Hölle erlebt!

Sehen wir uns also an, was die Seher damals – laut dem Bericht von Lucia (siehe Foto)  –  nach einer Marienerscheinung am 13. Juli 1917 geschaut haben:

„Als die Muttergottes die letzten Worte aussprach, öffnete sie die Hände. Das Strahlenbündel, das von dort ausging, schien in die Erde einzudringen, und wir sahen etwas wie ein grosses Feuermeer, und in ihm versunken schwarze, verbrannte Wesen, Teufel und Seelen in Menschengestalt, die fast wie durchsichtige, glühende Kohlen aussahen.

Sie wurden innerhalb der Flammen in die Höhe geschleudert und fielen von allen Seiten herab wie Funken bei einer grossen Feuersbrunst, gewichtlos und doch nicht schwebend; dabei stiessen sie so entsetzliche Klagelaute, Schmerzens– und Verzweiflungsschreie aus, dass wir vor Grauen und Schrecken zitterten. Die Teufel hatten die schreckliche und widerliche Gestalt unbekannter Tiere, waren jedoch durchsichtig wie glühende Kohle.“   (Quelle: https://fatima.ch/2018/07/13-juli-hollenvision-in-fatima/1314)

Während diese Schweizer Fatima-Seite die Höllen-Vision vom 13. Juli 1917 ausführlich zitiert, hält sich das Fatima-Weltapostolat in Deutschland deutlich zurück und reduziert den „Vorgang“ auf etwa ein Drittel – der Original-Wortlaut wird zudem nur indirekt zitiert: https://www.fatima-weltapostolat.de/fatima-botschaften.html

Zum Sachverhalt ergeben sich folgende Fragen und Einwände: 

1. Ausgerechnet das „Strahlenbündel“ Mariens soll in die Hölle geführt bzw. diese gezeigt haben? Was hat die Gottesmutter mit der ewigen Gottesferne zu tun?  – Und dabei schienen ihre Strahlen „in die Erde einzudringen“ – als ob die Hölle sich im Erd-Inneren befinden würde. Dabei gehört die Hölle – die zudem eher ein Zustand als ein „Ort“ ist – eindeutig in die Dimension der Ewigkeit, also gerade nicht in unsere begrenzte raumzeitliche Welt. Mit anderen Worten: Die Hölle ist nicht den irdischen Naturgesetzen unterworfen.

2. Die Schauer-Darstellungen von Sr. Lucia sind völlig „sinnlich“ geprägt, komplett am vermeintlich äußeren Geschehen und Anschein orientiert – kein Wort davon, daß die Hölle im Zustand der GOTTESFERNE besteht, stattdessen fantasieanregende Panik-Schilderungen mit überflüssigen bis irreführenden Einzelheiten. Unklar ist auch, warum die Dämonen die „widerliche Gestalt unbekannter Tiere“ aufweisen sollen. Auch die gefallenen Engel – also die Teufel – sind nun einmal keine Tiere, sondern Geistwesen!

Einmal abgesehen davon, daß eine solche Panik-Attacke wohl nichts für kleine Kinder ist, was nicht nur psychologisch zu verstehen ist, sondern auch theologisch: Denn Kinder sollen früh genug lernen, in erster Linie aus Liebe zu Gott und den Menschen (und nicht aus einer sinnenhaften Schreckens-Angst vor der Hölle) gläubig und gerecht zu leben.

In formaler Hinsicht sei darauf hingewiesen, daß es sich bei dieser Höllen-Vision nicht um die „Botschaften“ von Fatima handelt (die 1930 bischöflich genehmigt wurden), sondern konkret um das „erste Geheimnis“, das Sr. Lucia aber erst über zwanzig Jahre nach jener Erscheinung erstmals niederschrieb bzw. ihrem Oberhirten brieflich mitteilte.

Da die Approbation (Billigung der Fatima-Botschaften) aber vorher erfolgte, ist die Höllenvision  – genau genommen – gar kein Bestandteil des „anerkannten“ Bereichs, denn die Kirche kann nur etwas erlauben, was ihr bekannt ist – nicht aber  vorwegnehmend etwas billigen, was sie erst hinterher erfährt.

Aber selbst wenn es anders wäre, wenn Lucia dieses „1. Geheimnis“ (Höllenvision) zeitnah  – nämlich Anfang der 20er Jahre  – der kirchlichen Untersuchungskommission mitgeteilt hätte, würde dies keinen Katholiken zum Glauben verpflichten, da auch die kirchlich genehmigten Privatoffenbarungen nicht verbindlich sind.

Eine Approbation „gestattet“ es den Gläubigen lediglich, den Botschaften und Geschehnissen ihre Zustimmung zu schenken – sie können auf diese Zustimmung aber ebenso gut verzichten.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt; ihre Mailanschrift: felizitas.kueble@web.de


Lungenschmids „Jenseitsreisen“: Allerlei Richtigkeiten sowie theologischer Unsinn

Von Felizitas Küble

Seit Jahren tourt Helmut Lungenschmid durch deutsche und österreichische Lande, um von Ort zu Ort jenes „Sterbe-Erlebnis“ zu schildern, das er als 15-jähriger Junge erfahren haben will – und zwar beim Zahnarzt. Sicherlich für eine Nahtoderfahrung eine recht ungewöhnliche Stätte, doch der Redner begründet das Vorkommnis mit einer Überdosierung der Betäubung…

Wie dem auch sei: Tatsache ist jedenfalls, daß die Visionen und Einsprechungen, die Lungenschmid   – eigenen Angaben zufolge  –  seinerzeit als Jugendlicher erlebte und nach 42 Jahren erstmalig veröffentlichte, auf ein fromm-naives Publikum eindrucksvoll wirken mögen, aber nicht einmal einer einfachen theologischen Prüfung standhalten.

Derzeit befindet sich der Autor wieder auf einer Vortragsreise von Deutschlands Süden bis zum Norden: An Fronleichnam (14.6.) sprach er im westfälischen Hembergen vor rund 100 Zuschauern, am Tag zuvor war er in Obereschach bei Ravensburg (Oberschwaben).

Wir haben uns im CHRISTLICHEN FORUM bereits im Jahre 2011 über Lungenschmids „Nahtoderfahrung“ geäußert: https://charismatismus.wordpress.com/2011/11/03/gelang-helmut-lungenschmids-ein-%e2%80%9eblick-ins-jenseits%e2%80%9c/

Auf die im Raum stehende „Frage“, warum er seine Jenseitsvisionen erst nach über 40 Jahren in Buchform brachte, antwortet der Verfasser gleich auf der Titelseite (siehe Foto): „Den Zeitpunkt, mit diesem Erlebnis an die Öffentlichkeit zu gehen, bestimmte im Jenseits die Gottesmutter selbst.“  – Diese praktische, um nicht zu sagen unschlagbare Ausrede „Auskunft“ erwähnt Lungenschmid auch in seinen Einladungszetteln zu den Vorträgen.

Kritisches Nachfragen scheint sich insoweit zu erübrigen  – wobei gleichwohl ungeklärt bleibt, ob der hohe Preis (22 €) der ziemlich billig produzierten Publikation (große Schrift, Paperback, nur 1 Foto) samt den überdimensionalen Versandkosten (von Österreich nach Deutschland: 9,50 €) wohl auch auf Eingebung höherer Gewalten entstanden sein mag.

Für den kommenden 2. Band werden übrigens satte 33 € angekündigt  – alle Daten sind auf des Autors Webseite nachlesbar: http://www.meinsterbeerlebnis.com/medien-bestellung/

Nun wissen wir es also  – dank Helmut Lungenschmid und dem Untertitel seines Buches: „Himmel – Hölle – Fegefeuer  –  gibt es doch!“

Seit zweitausend Jahren lehrt die Kirche genau dies auch ohne Jenseitsvisionen, doch so mancher Fromme sucht wohl unterschwellig  – also doch Kleinglaube?  – nach einer Art „Bestätigung“ mittels besonderer Erlebnisse.

Die kann der Autor auf über 350 Seiten freilich kreativ liefern  – den 2. Band nicht mitgerechnet.

Lungenschmid: Christus ist nicht GOTT in Ewigkeit

Was der Knabe damals auf dem Zahnarztstuhl in kurzer Zeit alles an bücherfüllenden Erlebnissen und Erkenntnissen erfuhr, scheint ihm gleichwohl ein merkwürdiges „Gottesbild“ vermittelt zu haben, ganz zu schweigen von zahlreichen theologischen Irrtümern, sogar über den Erlöser selbst, wobei indirekt, aber in der Sache eindeutig sogar die Gottheit Christi geleugnet wird:

Auf S. 93 heißt es schon im Zwischentitel in fetter Schrift: „Jesus hat im Gegensatz zu Gott Vater einen Anfang.“ 

Da Christus GOTT ist, existiert ER in Ewigkeit, folglich ohne Anfang und Ende. (Anders ist dies bei der menschlichen Natur Jesu, die natürlich einen Beginn kennt, was aber eine Selbstverständlichkeit darstellt und keiner erstaunten Erwähnung bedarf.)

GOTT ist nicht nur unsterblich wie die menschliche Seele (ohne Ende), sondern ewig  – also unerschaffen, ohne Anfang. Gott-Vater ist innerhalb der heiligen Dreieinigkeit zwar gleichsam das Ursprungsprinzip, was aber nicht bedeutet, daß die anderen beiden göttlichen Personen einen „Anfang“ hätten, denn die ganze dreifaltige Gottheit ist unerschaffen und ewig, also ohne Anfang  – dies ist ein unabdingbares Wesensmerkmal das Göttlichen.

Lungenschmid schreibt zunächst zutreffend, daß es für den Menschen als geschaffenes Wesen einen Anfang gibt. Er fährt fort: „Aber nicht so verhält es sich bei Gott, der keinen Anfang und kein Ende hat.“ – Auch richtig, doch dann folgt jener erwähnte häretische (irrlehrende) Satz über Christus „mit Anfang“.

Er führt diese für die Christenheit „bahnbrechende“ Erkenntnis auf Gott-Vater selbst zurück, denn dieser habe ihm erklärt: „Jesus hatte einen Anfang und jetzt aber auch kein Ende.

Dies stelle, so schreibt der Autor mit Berufung auf „Gott-Vater“ weiter, gewiß ein „großes Geheimnis“ dar, das ihn freilich „sehr nachdenklich“ gemacht habe  – immerhin räumt Lungenschmid ein, daß er „bis zu diesem Zeitpunkt der Meinung war, dass es Jesus doch auch immer schon gegeben hätte“.

Folglich ließ sich der Jenseitsreisende durch einen Irrgeist (sei es nun sein eigener oder ein „unter-natürlicher) von einer richtigen zu einer falschen Ansicht verführen.

Offenbar knabberte der Verfasser durchaus an dieser neuen „Einsicht“, denn er schreibt zum dritten Mal: „Nein  – Jesus hatte tatsächlich einen Anfang, wie mir Gott ganz persönlich versichert hatte“  –  nun denn, gegen Visionen ist natürlich kein theologisches Kraut gewachsen.

Der Versuch der Lungenschmid-Anhänger, diesen Satz auf die menschliche Natur Jesu zu beziehen (die natürlich einen Anfang hat), leuchtet nicht ein, denn das wäre beileibe kein „großes Geheimnis“, sondern eine derart schlichte Einsicht, daß sie nicht einmal die Ungläubigen leugnen.

Betet Maria den Rosenkranz mit den Armen Seelen?

Das Buch wimmelt von weiteren inhaltlichen und logischen Fehlleistungen, wobei schon die Seite zuvor wieder ein handfestes Beispiel liefert:

Auf S. 92 heißt es nämlich, daß die Madonna bei ihren „Erscheinungen im Fegefeuer jedes Mal den Rosenkranz gemeinsam mit den Armen Seelen betete“.

Auf S. 217 erzählt der Autor von einer Vision, bei welcher die Gottesmutter selber den „Engel des HERRN“ betete, wobei gar die „Grundfesten der Hölle erschüttert“ worden seien, so daß die Unterwelt „einzustürzen drohte“. Leider hat es nicht ganz geklappt, die Hölle ging bei der schönen Gelegenheit nicht wirklich unter  –  aber fest steht jedenfalls, daß die selige Jungfrau weder den Rosenkranz noch den „Engel des Herrn“ bzw. Angelus selber betet.

Jeder möge sich die dazugehörenden Anrufungen selber aufsagen, z.B. hinsichtlich der Vaterunser-Bitte „Vergib uns unsere Schuld“ oder „Erlöse uns von dem Bösen“ sowie „Bitte für uns Sünder“ im Ave-Maria. Die Seligen im Himmel; bedürfen keiner Sündenvergebung, sie sind bereits Erlöste.; das gilt erst recht für Maria, die Vor-Erlöste, die Immaculata.

Offenbar ist Herr Lungenschmid  –  Jenseitserlebnisse hin oder her  –  mit diesem einfachen Gedankengang überfordert.

Wir werden sein Buch bei nächster Gelegenheit gerne einer weiteren Durchsicht unterziehen….

Unsere Autorin Felizitas Küble ist Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster


Sehnsucht nach Unsterblichkeit: Sind „Nahtod-Erlebnisse“ ein Beweis fürs Jenseits?

Von Felizitas Küble

Diese Frage läßt sich nicht mit einem Satz beantworten, denn Nahtoderlebnisse sind eine differenzierte Angelegenheit.

Das Thema ist seit Jahrzehnten aktuell, vor allem durch Erlebnis-Berichte oder Sachbücher von Experten, die solche Sterbe-Erfahrungen gesammelt haben.

In den 70er Jahren gab es z.B. bereits das bekannte Buch von Moody „Leben nach dem Tod“, danach weitere Werke, die allerdings vielfach aus der esoterischen Szene kamen.  cropped-buxheim-dsc_1168-2-2.jpg

Insgesamt meine ich, daß derlei Nahtod-Erlebnisse zwar keine Auskunft über das objektive Jenseits vermitteln (können), denn die betreffenden Personen waren noch nicht endgültig tot (sonst hätten sie nicht mehr zurückkommen können); sie standen vielmehr an der Schwelle des Todes, selbst wenn sie bereits „klinisch tot“ waren bzw. als tot galten. 

Von daher kann man Nahtoderfahrungen in objektiver Hinsicht nicht ohne weiteres „eins zu eins“ nehmen, was aber ihre subjektive Glaubwürdigkeit nicht schmälert.

Denn eines ist klar: Durch diese zahlreichen, zu allen Zeiten und in allen Kulturen (!)  – auch bei Naturvölkern  –  vorkommenden Phänomene erweist sich die Seele des Menschen als existent.

Der Erdenbürger empfindet eine tiefsitzende Sehnsucht nach dem Ewigen, die sich durch diese Sterbe-Erlebnisse eindrucksvoll ausdrückt. Auf der bewußten Ebene ist dieser Wunsch ohnehin klar, siehe die Jenseitsvorstellungen der Völker schon in grauer Vorzeit, Grab-Beigaben für ihre „Jenseitsreise“, Totengebete bereits in heidnischen Religionen etc.

Die Nahtoderlebnisse bezeugen nun, daß der Wesenskern des Menschen auch auf quasi „unbewußter“ Ebene von diesem Bewußtsein des Ewigen, also des Fortlebens nach dem Tod geprägt ist.

Gemälde: Evita Gründler

Gemälde: Evita Gründler

Nun ist es im alltäglichen Leben immerhin so, daß es für alle wichtigen Grundbedürfnisse eine objektive „Entsprechung“ gibt  –  hierzu einige beliebige Beispiele:

Das Bedürfnis nach Nahrung: hierfür haben wir etwas zu essen und trinken.
Das Bedürfnis nach Schutz vor Unwetter: hierfür gibts ein Dach überm Kopf bzw. der Mensch hat die Fähigkeit, eines zu errichten.  Holz, Stroh und Steine gab es als Rohmaterial immer schon etc.
Das Bedürfnis nach Fortpflanzung: siehe die Fähigkeit von Zeugung und Geburt.
Das Bedürfnis nach Liebe wird erfüllt z.B. durch die Elternliebe, Verlobung, Ehe, Geschwisterliebe, Liebe zu Gott, Freundschaft etc.

So ließe sich die Liste fortsetzen. Nun kann man folgerichtig weiter überlegen:

Wenn für alle wesentlichen Sehnsüchte und Bedürfnisse ein objektives „Gegenüber“ besteht, wenn also grundsätzlich eine Möglichkeit der Erfüllung gegeben ist  – warum sollte es dann beim existentiellen Wunsch nach einer jenseitigen Fortdauer, nach ewigem Leben nicht auch so sein?

Da nun diese Nahtod-Erlebnisse zwar nicht im naturwissenschaftlichen Sinne „beweisen“, sondern eher bezeugen, eben „erweisen“, daß die menschliche Natur diese Sehnsucht nach Ewigkeit in ihrem Wesenskern besitzt, ist es zwar deshalb alleine noch nicht hundertprozent zwingend, aber sehr naheliegend und logisch, daß auch dieses Grundbedürfnis eine „Entsprechung“ findet, daß ewiges Leben also tatsächlich existiert.

Das Ergebnis dieser Überlegungen lautet:

Auch wenn diese Sterbe-Erfahrungen keine eigentlichen (objektiven) „Jenseits-Erlebnisse“ sind, sondern eher grenzpsychologische Schwellenerfahrungen, so sind sie doch ein „Indiz“ für den tiefsitzenden menschlichen Glauben an die Ewigkeit  –  und damit natürlich auch an Gott, denn die Existenz einer Ewigkeit ohne das Göttliche, ohne GOTT als den absoluten Geist wäre absurd.

Wenn schon der Mensch als geschaffenes Wesen eine hohe Geistigkeit besitzt, dann muß jener Schöpfer, der den Menschen „nach seinem Bild und Gleichnis“ erschuf, erst recht und im höchsten Maße eine unendliche, eine vollkommende Geistigkeit in sich tragen, ja der personifizierte Geist an sich sein  – und erst recht natürlich ewig lebend.


Blick in den Himmel? – Eigene Nahtoderfahrung führt amerikanischen Neuro-Chirurgen zum Jenseitsglauben

Ein US-amerikanischer Neurochirurg will einen Blick in den Himmel geworfen haben. Nach einer Nahtoderfahrung ist der frühere Harvard-Dozent, Prof. Eben Alexander, fest davon überzeugt, daß es ein Leben nach dem Tod gibt.

Der 58-Jährige, der jetzt als Arzt in Lynchburg (Bundesstaat Virginia) arbeitet, hatte im November 2008 aufgrund einer schweren Hirnhautentzündung sieben Tage im Koma gelegen.

Die Computertomographie zeigte, wie er später erfuhr, keinerlei Aktivität im Neocortex, das das Bewußtsein kontrolliert.

Doch habe er dabei eine „Odyssee“ erlebt, wie er u.a. der Zeitung Sunday Times mitteilte:

Zunächst habe er die Welt aus der Sicht eines Wurms wahrgenommen; alles um ihn herum sei schmutzig, trüb und dunkelbraun gewesen.

Dann sei er  –  von einer Melodie angezogen  –  auf dem Flügel eines Schmetterlings mit Millionen anderer bunter Schmetterlinge aufgestiegen über eine Welt voller Wiesen, Wasserfälle und Wasserflächen in unbeschreiblichen Farben.

Über ihm standen weiße Wolken an einem dunkelblauen Himmel. Millionen durchscheinende Wesen – wahrscheinlich Engel – seien in goldenen und silbernen Formationen über dem Himmel geflogen. Eine junge Frau habe ihn durch die neuen Dimensionen geleitet.

Als er im Krankenhaus aufgewacht sei, sei er wütend und verwirrt gewesen und habe zurück in die andere Welt gewollt.

Früher habe er seinen Patienten nicht geglaubt, die von ähnlichen Nahtod-Erfahrungen berichteten; er habe dies als Halluzination abgetan. Professor Alexander: „Jetzt weiß ich, dass es anders ist  –  ganz anders.“

Er hat seine Erlebnisse in einem Buch aufgeschrieben, das Ende Oktober unter dem Titel „Proof of Heaven“ (Beweis des Himmels) in den USA erscheint.  

Der Mediziner stellt vermeintlich feststehende „wissenschaftliche“ Thesen jetzt infrage   –  etwa  jene Vorstellung, daß Bewußtsein und Gehirntätigkeit untrennbar verknüpft seien. Für ihn zeigen sich „erste Risse“ im Gebäude dieser Theorie.

Soweit unser Auszug aus der Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur www.idea.de

Die seit Jahrzehnten debattierten „Nahtod-Erfahrungen“ sind aus unserer Sicht kein eigentlicher „Beweis“ für ein Leben nach dem Tod, zumal sich der Betreffende eben noch nicht objektiv im Jenseits befindet, sondern lediglich subjektiv in einer anderen als seiner üblichen Erlebniswelt, gleichsam in einer Grenzerfahrung.

Freilich sind diese Nahtod-Berichte durchaus ein Hinweis darauf, daß in der höheren Bewußtseinsebene des Menschen der Jenseitsglaube fest verankert ist, daß er gleichsam zur Natur des Menschen gehört.

Daher findet sich dieser Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod (zumindest eine Ahnung davon) in allen Kulturen, bei den Naturvölkern und ebenso bei den Zivilisationen.

Derartige Erfahrungen sagen also mehr über die menschliche Natur aus als über die Wirklichkeit der jenseitigen Welt.

Allerdings stellt sich zugleich die Frage: Woher kommt diese „Konstante“ unseres Bewußtseins? Wer hat sie in den Menschen hineingelegt?

Ist es nicht so, daß die anderen existentiellen Wünsche und Bedürfnisse durchaus eine Entsprechung in der Realität finden?  – So gibt es für den Hunger die Erfüllung in der Nahrung, für den Wunsch nach Fruchtbarkeit die Sexualität, für die Sehnsucht nach dauerhafter Bindung die Ehe usw.  – Die existentiellen Wünsche des Menschen finden also stets eine Erfüllungsmöglichkeit  – warum sollte dies für das so grundlegende „Jenseits-Bedürfnis“ nicht auch gelten?

Das bedeutet: Nahtod-Erfahrungen vermitteln uns kein konkretes Wissen über das „Jenseits“, doch sie bestätigen, daß die Sehnsucht nach Ewigkeit in der menschlichen Natur tief verankert ist und immer sein wird.

Felizitas Küble


Veronika Ferres trat nach einem Nahtod-Erlebnis wieder in die kath. Kirche ein

Ein Tropenvirus führte die Schauspielerin zum Glauben

Veronica Ferres (47 J.) glaubt an Gott. Beinahe erlag sie einem Tropenvirus. In einer Nahtod-Erfahrung vor 13 Jahren hatte sie ein Glaubenserlebnis, sagte die Schauspielerin kürzlich in einem Interview.Zoom

Im Fernsehen spielt sie die Polizeiseelsorgerin Lena Fauch. Im wirklichen Leben stand Ferres beinahe in der Ewigkeit: „Ich war irgendwo zwischen dem Hier und dem Jenseits. Da habe ich Gott gespürt“, sagte Ferres in einem Interview mit Bild.

Mehrere Tage lag sie im Koma. Es war nicht sicher, ob sie zurückkommen würde. Einst war sie aus der katholischen Kirche ausgetreten. Heute ist sie wieder Mitglied. Ihre Mutter starb an den Folgen eines Schlaganfalls: „Ohne Gott hätte ich den Verlust meiner Mutter nicht verarbeiten können.“

„Der Glaube lehrt uns, dass der Tod nicht das Ende bedeutet. Das ist ein tröstlicher Gedanke“, sagte Ferres. 

Veronica Ferres erhielt für ihr Werk als Schauspielerin zahlreiche Ehrungen, u.a. den Adolf-Grimme-Preis in Gold für ihre Rolle der Nelly Mann in „Die Manns – ein Jahrhundertroman“, zwei Bambi und zweimal die Goldene Kamera. Zudem setzt sie sich für soziale Projekte ein, zB. für das christliche Kinderhilfswerk Die Arche.

Autor: Daniel Gerber
Quelle: evangelikale Nachrichtenseite www.jesus.ch 

Nina Hagen: „Eine Nacht mit Jesus“?

Die Punkerin und ihr „Nahtoderlebnis“

Nina Hagen ist heute 56 Jahre alt und will mit 17 Jahren eine Art übernatürliche Jesuserfahrung gemacht haben, genauer: ein Nahtoderlebnis.

In einem Gespräch mit dem „Kultur-SPIEGEL“ vom 29.12.2011 erzählt die Rocksängerin, wie sie als Teenager „Gott gefunden“ habe.

Auf die Frage des Interviewers Jörg Böckem Wie ist Ihnen das gelungen?“ gibt sie folgende Antwort:

“Durch ein Nahtod-Erlebnis. Ich bin gestorben, kurz mal im Heimatland der Seele aufgetaucht, habe Gott um Hilfe gerufen, und er hat geantwortet und mich gerettet. Diese eine Nacht mit Jesus Christus bestimmt mein ganzes Leben. Die Sängerin, der Mensch, der ich geworden bin, bin ich geworden, weil ich mich danach gesehnt habe, mit dem lieben Gott eine Beziehung einzugehen.“

Doch die Redaktion hakt nach: „Bei Ihrer Nahtod-Erfahrung ist auch LSD im Spiel gewesen.“

Nina Hagen räumt dies ein: „Stimmt. Da sieht man mal wieder, dass Gottes Wege mysteriös sind!“

Äh? „Gottes Wege“?  – Die Wege des HERRN mögen manchmal unergründlich sein, doch der Ewige wirkt sicher nicht durch LSD, Hasch oder Heroin usw.

GOTT handelt nicht gegen den menschlichen Verstand, den ER selber geschaffen hat  – zudem gehört zu den biblisch bezeugten  „Sieben Gaben des Heiligen Geistes“ auch die Gabe des Verstandes.

Drogen können freilich religiös erscheinende Pseudo-Erlebnisse vermitteln: aufregende Empfindungen,  schöne Gefühle, „himmlische“ Musik, herrliche Farben und-so-weiter, aber keine wirkliche übernatürliche, von Gott her bewirkte Erfahrung.

Das spätere Leben der Punkerin  –  nach ihrem jugendlichen „Nahtoderlebnis“   – war ohnehin alles andere als fromm und seriös.

Inzwischen ließ sie sich in einer evangelischen Gemeinde taufen und vertritt nach wie vor unreife und unbiblische Ansichten (zB. pro Homosexualität).  Auf solche exzentrischen „Wanderpredigerinnen“ können wir verzichten!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 


Gelang Helmut Lungenschmid wirklich ein „Blick ins Jenseits“?

Von Felizitas Küble

Immer wieder wird in Berichten über Nahtod-Erlebnisse zumindest indirekt der irreführende Eindruck erweckt, als ob die Betreffenden doch irgendwie im „Jenseits“ gewesen seien oder ihnen jedenfalls ein „Einblick“ in die Ewigkeit möglich war. Doch der Schein oder Anschein trügt. kleines-rituale

Nahtoderlebnisse sind zwar ein Indiz dafür, daß der Mensch mehr ist als ein höher entwickeltes Tier, daß er eine natürlich-übernatürliche (von Gott geschaffene) „Antenne“ für die geistige Welt besitzt  –  doch sie gewähren keinen wirklichen „Blick ins Jenseits“.

Warum nicht?  –  Ganz einfach: weil sie sich im Diesseits abspielen, wenngleich auf einer anderen Bewußtseinsstufe als der üblichen.

Sobald sich jemand wirklich im Jenseits befindet, kommt er nicht mehr ins irdische Leben zurück. Das bestätigt auch die Heilige Schrift: „Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach folgt das Gericht.“ (Heb 9,27)  – Man kann also nicht zweimal sterben.

Wir haben uns hier im CHRISTLICHEN FORUM bereits kritisch mit den „Jenseits-Visionen“ der bekannten Gloria Polo befaßt, die in ihren Vorträgen allerlei Richtiges mit viel Merkwürdigem und Irrtümlichen vermischt: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/10/gloria-polo-und-ihre-erlebnisse-im-%e2%80%9ejenseits%e2%80%9c/

Nun zieht auch Helmut Lungenschmid durch die Lande, demnächst  – am 6. November 2011 – referiert er in Altötting im Rahmen einer charismatischen Veranstaltung (mit „Lobpreis“), wobei seine Vorträge zweieinhalb bis drei Stunden dauern. Er will als 14-Jähriger ein Nahtoderlebnis beim Zahnziehen gehabt haben. Wie dem auch sei: im Jenseits befand er sich gewiß nicht.

Angeblich wurde Helmut Lungenschmid damals als Knabe nebst persönlichen Ankündigungen sogar Zukünftiges aus Kirche und Welt gezeigt.

Nahtoderlebnisse sind keine Jenseitstrips

Es geht darum, daß man zwischen Nahtod-Erlebnissen (die meist bei Herzstillstand eintreten) und „Kenntnissen aus dem Jenseits“ klar unterscheiden sollte.

Dies gilt umso mehr, als sog. „Jenseitsreisen“ und scheinbar übersinnliche Visionen etwa bei einem Drogen-Trip nicht selten sind. Entsprechende Halluzinationen per LSD, Meskalin oder Haschisch sind diversen Berichten über Nahtoderlebnisse verwandt bis vergleichbar, darunter auch der „ablaufende Film“ über das eigene Leben sowie „Treffen“ mit verstorbenen Verwandten, Freunden usw.

Die evangelikale Webseite „www.jesus.ch“ berichtet außerdem Folgendes zum Thema Nahtoderlebnisse:

Eine Studie von slowenischen Forschern der Universität Maribor hat eine Verbindung zwischen Nahtod-Erfahrungen und einem Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration im Blut ergeben.

Demnach wiesen Patienten, die während eines Herzstillstands Nahtod-Erfahrungen machten, eine signifikant höhere CO2-Konzentration im Blut auf als jene ohne solche Erlebnisse. Dies könne ungewöhnliche Eindrücke hervorrufen wie etwa Lichtblitze, Visionen oder eine scheinbare Trennung vom Körper, erläutern die Forscher.

Laut „Spiegel-online“ gelang es dem schwedischen Forscher Henrik Ehrsson, im Labor eine außerkörperliche Erfahrung zu erzeugen: Mit Hilfe von Kameras und Videobrillen vermittelte er gesunden Freiwilligen das Gefühl, sich außerhalb ihres eigenen Körpers zu befinden und sich selbst von dieser Position aus zu betrachten. Verantwortlich für diese   –  auch als „Out-of-Body-Experience“ bezeichnete   –   Illusion ist seiner Ansicht nach ein multisensorischer Konflikt, also die Unfähigkeit des Gehirns, widersprüchliche Sinneseindrücke miteinander zu verbinden.

In der Zeitschrift „Science“ berichtete ein Team aus deutschen und Schweizer Forschern um Bigna Lenggenhager von der Polytechnischen Hochschule in Lausanne über einen ähnlichen Ansatz. Auch hier gelang es, das gefühlte „Ich“ von der Position des Körpers zu trennen, wenn auch die Illusion hierbei nicht ganz so ausgeprägt war.

Unsere Autorin Felizitas Küble ist Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster