Diener der Wahrheit: Auch der Papst ist an die Offenbarung Gottes gebunden

Glaubenspräfekt Müller über die Sendung des Petrusamtes

Kardinal Gerhard Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation, hat gerade von einer Konferenz über die “theologische Natur der Doktrinkommission und die Rolle des Bischofs als Glaubenslehrer” berichtet, die er am 13.1.2015 in Esztergom (Ungarn) geleitet hat. RadioVatikan

Dabei stellt er jede Sache an ihren Platz, zB. die zusätzliche Macht der Bischonfskonferenzen und ihrer Organe. Eine ganz andere Ebene ist die Macht göttlichen Rechts der Apostel-Nachfolger (Bischöfe) in Gemeinschaft mit dem Papst als Oberhirten.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt in Rom die folgende Passage, die das Lehramt des Pontifex Maximus (größten Brückenbauers, Papst) betrifft:

“In ihren Überlegungen über den Primat des Nachfolgers Petri bestätigt die Glaubenskongregation, daß der Primat des Nachfolgers Petri  –  wie alle Gläubigen  – dem Wort Gottes unterworfen ist, dem katholischen Glauben, und Garant des Gehorsams der Kirche ist und  – in diesem Sinne – servus servorum (Diener der Diener Gottes).
 .
Er entscheidet nicht nach seinem eigenen Willen, sondern spricht den Willen des HERRN aus, der zum Menschen durch die Schrift spricht, die durch die  Tradition interpretiert wird.
 .
Mit anderen Worten: das Bischofsamt des Primats hat seine vom göttlichen Recht und der unantastbaren göttlichen Konstitution der Kirche  –  die in der Offenbarung enthalten sind  –  gegebenen Grenzen. Der Nachfolger Petri ist der Fels, der – gegen Willkür und Konformismus –  die unbeugsame Treue zum Wort Gottes garantiert.”
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Quelle und vollständiger Text hier: http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/03/kardinal-muller-das-fundament-fur-die.html#more
Foto: Radio Vatikan

Markus Günther (FAS): Papst Franziskus liefert Pannen und stiftet Verwirrung

Von Felizitas Küble

Die FAS (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) vom 8. März 2015 veröffentlichte auf Seite 2 einen ausführlichen, die ganze Seite umfassenden Artikel von Dr. Markus Günther über das Pontifikat des derzeitigen Papstes unter dem Titel “Die Kanone ist los.” zeitungen

Auf Seite 1 wird der Beitrag des 1965 geborenen Historikers und Politikwissenschaftlers mit den Worten angekündigt: “Der Papst ist los – Niemand weiß, was der Papst als nächstes raushaut”.

Bereits diese Überschriften zeigen, daß jene Phase, in welcher die Überraschungen des neuen Pontifex in den Medien gelobt und gepriesen wurden, mittlerweile vorbei ist. Zumindest in der sog. “Qualitätspresse” macht sich angesichts der pästlichen Pannenserie offenbar Überdruß breit.

Ob mancher Journalist sich inzwischen wohl heimlich nach den Zeiten von Papst Benedikt mit seinen klaren, gehaltvollen und geschliffenen Aussagen zurücksehnt, selbst wenn er ihn  –   wie die meisten Presseleute  –  damals kritisiert hat?

Die FAS kündigt den Beitrag ihres Redakteurs Dr. Günther, der eine Art “Generalabrechnung” mit zwei Jahren päpstlicher Amtsführung enthält, wie folgt an:   

“Papst Franziskus hatte von Anfang an die Sympathien auf seiner Seite. Dann folgte ein Ausrutscher nach dem anderen. Allmählich ahnen auch seine größten Fans, dass daran nicht allein Medien und Missverständnisse schuld sind. Sonder1_0_809751n der Papst selbst.”

Der Artikel beginnt mit einer nüchtern formulierten, aber gleichwohl unverkennbaren Ironie:

“Die letzten Wochen im Vatikan sind vergleichsweise gut gelaufen: Ein Dementi und eine kleine Richtigstellung, eine scharf formulierte Protestnote des mexikanischen Außenministers und eine prompte Entschuldigung vom Heiligen Stuhl, schließlich ein versöhnlicher Brief des Kardinalstaatssekretärs und herzliche Grüße des Heiligen Vaters an das mexikanische Volk  – aber sonst ist der Papst ganz durchgekommen.”

Die beschriebene Pannenserie läßt sich bereits sehen, ist aber aus Sicht des FAS-Redakteurs noch vergleichsweise harmlos. Er spricht in seiner Aufzählung die (un)diplomatischen Verstimmungen an, die der Papst mit einer E-Mail an seinen Freund G. Vera gegen eine “Mexikanisierung” Argentiniens auslöste.

Sodann folgt der Hinweis, daß der Papst sich kürzlich in Fastenexerzitien zurückgezogen habe, wie das um diese Zeit im Vatikan üblich sei. So blieb ihm schlicht weniger Zeit für öffentliche Äußerungen  –  und Ausrutscher.

Doch die Hoffnung des Autors hält sich in Grenzen, denn die erwähnte “Verschnaufpause” sei schon vorbei:

“Man muss nun wieder täglich mit allem rechnen, mit handfesten Erziehungsratschlägen und deftigen Exkursen zum Paarungsverhalten zwei- und vierbeiniger Säugetiere, mit gutgemeinten Anekdoten und schlecht erzählten Witzen, mit theologischem Ernst und südamerkanischer Lässigkeit. Franziskus hat alles im Angebot.”

Der Verfasser beschreibt sodann, daß des Papstes Spontanität diesem zunächst durchaus Sympathien einbrachte, zumal er nicht sprach wie ein “hochtrabender Theologe”, sondern wie ein “echter Seelsorger”.

Als sich die ersten Mißverständnisse nicht mehr leugnen ließen, habe man diese anfangs irgendwie zugunsten des Papstes “umdeuten” können. Doch allmählich habe sich diese Auslegungskunst schwieriger gestaltet, schließlich könne man diverse _papa_francisco_peq_51656bafbd575unverständliche Äußerungen des Pontifex nicht immer mit deren ungünstiger Darstellung  in den Medien erklären und entlasten.

Neue Stimmung: “Das Maß ist voll”

Daher ebbe die anfängliche “beispiellose Sympathiewelle” jetzt deutlich ab. Zum ersten Mal greife eine “neue Stimmung” um sich: “Das Maß ist voll.”

Gemeint ist vor allem das Maß an verwirrenden Überraschungen und sprachlichen Mißgriffen:

“Wann immer der Papst das vorbereitete Manuskript aus der Hand legt und beginnt, frei weiterzureden (und das tut er trotz aller schlechten Erfahrungen immer wieder), halten die Berater im Hintergrund die Luft an.”

Der Autor rätselt in den nächsten Abschnitt über den rätselhaften Pontifex in Rom:

“Wird der Papst falsch beraten? Versteht er nicht die Tragweite seiner Worte?  – Diejenigen, die es wissen müssten, zeigen sich schon seit längerem weitgehend entmutigt… Franziskus lässt sich nicht sagen, was er zu tun oder zu lassen hat.”

Franziskus liebe das “freie, spontane, oft auch unbedachte Wort”, meint der Verfasser  – und fügt hinzu:

“Er fühlt sich pudelwohl, wenn er einfach drauflosreden kann, frei von jeder Rücksicht auf liturgische Vorschriften oder diplomatische Gepflogenheiten.”  Petrischlüssel

Gewisse Regeln und Gewohnheiten, die den Vatikan zum Teil schon seit Jahrhunderten prägen, empfindet der Papst als überflüssig bis lästig. Hierzu erläutert FAS-Redakteur Dr. Günther: “Jeder äußere Zwang  – seien es die päpstlichen Gewänder oder die Dienstwohnung in Apostolischen Palast, die vorbereiteten Ansprachen oder die strengen Rituale im Vatikan – ist ihm im Kern zuwider. “

Das könne man, so der Autor, durchaus “sympathisch finden”. Doch für das Oberhaupt von weltweit 1,2 Milliarden Katholiken sei diese Denk- und Verhaltensweise “vielleicht keine ideale Voraussetzung.”

Auf den Verfasser wirkt es “eigensinnig”, so schreibt er, “dass der Papst über einen erheblichen Teil seiner Zeit, vor allem an den Nachmittagen, komplett selbst verfügt.”

Zwar verdächtige ihn niemand, daß er dabei “faulenzt”, doch bleibe “unklar”, was er in dieser Zeit “genau macht”, ob telefonieren oder E-Mails-Schreiben; jedenfalls führe eben dies zu den “vielbeklagten Pannen”, weil private Äußerungen von ihm später die Öffentlichkeit erreicht hätten.

Dr. Günther bringt das entstandene Grundproblem sodann wie folgt auf den Punkt: “Der Papst hat es bislang nicht akzeptiert, dass es für ihn kein Privatleben mehr gibt.”

Doch nicht nur ständige Ausrutscher und Mißverständnisse führen zu Irritationen im Kirchenvolk und in der Medienwelt, sondern auch die Unklarheit über den päpstlichen Kurs bei wesentlichen Themen, die zur Debatte stehen. Hierzu der FAS-Autor: 220px-Archbishop_Raymond_Leo_Burke

“Viele, die nach dem ersten, auch schon reichlich turbulenten Jahr noch hoffnungsvoll auf das neu begonnene Pontifikat geblickt hatten, zeigen sich inzwischen zerknirscht. Das liegt nicht nur an den verbalen Fehlgriffen des Papses, sondern auch an einer wachsenden Unsicherheit, was er überhaupt will und ob er seiner Aufgabe gewachsen ist.”

Mehrfache Absetzung eines konservativen Kardinals

Wir erinnern uns, daß der namhafte Kardinal Raymond Burke (siehe Foto) den Papst im vorigen Herbst während der Familiensynode dringend darum bat, anläßlich der dort debattierten kirchlichen Ehelehre für Eindeutigkeit zu sorgen, denn die Gläubigen hätten Anspruch auf eine klare Wegweisung durch das Oberhaupt ihrer Kirche.

Der Kurienkardinal bezog sich hierbei vor allem auf den umstrittenen Zwischenbericht (die sog. “Relatio”) während der Familiensynode. Mit seiner Kritik an Inhalt und Methoden war der US-amerikanische Kirchenmann beileibe nicht allein. (Siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2014/10/15/kardinale-und-bischofe-kritisieren-den-zwischenbericht-zur-familiensynode/

Doch statt einer Antwort auf diesen berechtigen Appell folgte die Absetzung:

Einige Wochen nach jener Bischofssynode wurde der theologisch konservative Kardinal Anfang November 2014 in seiner Eigenschaft als Präfekt der Apostolischen Signatur (oberster vatikanischer Gerichtshof) von Franziskus amtsenthoben und auf einen unbedeutenden Ehrenposten abgeschoben. (Näheres dazu HIER.)

Schon ein Jahr zuvor  –  im Dezember 2013  –  wurde der vor allen in den USA hochgeschätzte Würdenträger von Papst Franziskus aus der wichtigen vatikanischen Bischofskongregation entfernt. Diese Absetzung Burkes löste besonders unter Lebensrechtsverbänden weltweit große Enttäuschung aus. (Infos hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/12/20/lebensrechtler-weltweit-entsetzt-papst-entlast-kardinal-burke-aus-der-bischofskongregation/

Auch für Dr. Günter bleibt die päpstliche Position in dem langanhaltenden Ringen zu den Themenfeldern Ehe und Familie und in der “um sich greifenden Verwirrung” durchaus unklar: 

“Konservative und Liberale streiten seit Monaten heftig über die Themen der Synode  –  doch auf keiner Seite durchblickt man bislang, was der Papst selbst eigentlich will. Ist es Machtkalkül oder Führungsschwäche, dem Streit tatenlos zuzusehen?”

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Fotos: KOMM-MIT-Verlag, Radio Vatikan (2,3), Archiv


Internationale Bittschrift an Papst Franziskus zur Bekräftigung der kirchlichen Ehelehre

Diese internationale Petition wurde in kurzer Zeit von über 72.000 Menschen unterzeichnet, darunter kirchliche Würdenträger (z.B. Kardinal Medina Estévez) und Präsidenten großer Verbände. (Einige Beispiele siehe hier: http://www.ergebenebitte.org/personalities-who-have-signed,3229,c.html)Vat_Flagge

Hier folgt der Wortlaut dieser Bittschrift an Papst Franziskus:

Heiliger Vater,

Im Hinblick auf die Synode über die Familie vom Oktober 2015 wenden wir uns an Sie, um unsere Sorgen und Hoffnungen über die Zukunft der Familie darzulegen.

Unsere Sorgen basieren auf der Tatsache, dass wir seit Jahrzehnten eine sexuelle Revolution erleben, die von einem Zusammenschluss mächtiger Organisationen, politischer Kräfte und Medien vorangetrieben wird. Sukzessive bedroht diese Revolution die Existenz der Familie, die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft.

Seit der sog. 68er Revolution sind wir einer graduellen und systematischen Nötigung von moralischen Sitten ausgesetzt, die den Gesetzen Gottes und der Natur widersprechen. Diese Nötigung ist dermaßen unerbittlich, dass es heute beispielsweise schon vielerorts möglich ist, dass Kinder im zartesten Alter die abartige „Gendertheorie“ vermittelt bekommen.

Angesichts dieses finsteren ideologischen Bildes gleicht die katholische Lehre im Bezug auf das 6. Gebot Gottes einer brennenden Fackel, von der sich unzählige Personen, die von der hedonistischen Propaganda unterdrückt werden, RadioVatikanangezogen fühlen. Es sind Menschen, die zu einem keuschen und fruchtbaren Familienmodell stehen, so wie es im Evangelium gepredigt wird und der natürlichen Ordnung entspricht.

Heiliger Vater, aufgrund von Informationen, die anlässlich der vergangenen Synode verbreitet wurden, mussten wir mit Schmerzen feststellen, dass für viele Millionen von Gläubigen das Licht dieser Fackel zu wanken scheint, ausgelöst durch die unheilsamen Winde der von den antichristlichen Lobbies verfechteten Lebensstile.

Tatsächlich konnten wir eine allgemeine Ratlosigkeit feststellen, aufgrund der Möglichkeit, dass im Schoße der Kirche eine Bresche aufgerissen wurde, die eine Duldung des Ehebruchs erlauben würde: Durch die Zulassung zur Eucharistie von geschiedenen – wiederverheirateten Paaren  und die Annahme von homosexuellen Partnerschaften wird ein Zustand erzeugt, der kategorisch verurteilt werden muss, da er im Widerspruch zu den Geboten Gottes und den Gesetzen der Natur steht.

Aus dieser Orientierungslosigkeit entspringt paradoxerweise eigentlich unsere Hoffnung. 120505288_BV_July und Mike

Ja! Denn in dieser Situation wird ein Wort Ihrerseits das einzige Mittel sein, um die wachsende Verwirrung unter den Gläubigen zu überwinden. Es würde verhindern, dass die Lehre Jesu Christi selbst relativiert wird, und es würde die Finsternis vertreiben, die über die Zukunft unserer Kinder schwebt, für den Fall, dass die Fackel ihre Wege nicht mehr ausleuchtet.

Dieses Wort, Heiliger Vater, erbitten wir mit andächtigem Herzen, im Hinblick auf alles, was Sie sind und darstellen, in der Gewissheit, dass so ein Wort niemals von der Pastoral, von der von Jesus Christus und seinen Stellvertretern überlieferten Lehre, getrennt werden kann, was ansonsten nur die Verwirrung verschlimmern würde.

Jesus hat uns in der Tat mit aller Klarheit den unbedingten Zusammenhang zwischen Wahrheit und Leben gelehrt (vgl. Joh 14, 6-7), so wie auch davor gewarnt, dass der einzige Weg, um keinen Zusammenbruch zu erleiden, die Aufnahme und Anwendung seiner Lehre (vgl. Mt 7, 24-27) ist.

Mit der Bitte um Ihren apostolischen Segen verbinden wir das Versprechen unserer Gebete zur Heiligen Familie  –  Jesus, Maria und Josef  – , auf dass sie Sie, Heiliger Vater, in einem so wichtigen Anliegen segnen möge.

Quelle und Online-Unterstützung HIER: http://www.ergebenebitte.org/


Das Gendarmeriekorps des Papstes

Von Ulrich Nersinger

Millionen von Menschen zieht es Jahr für Jahr in die Ewige Stadt. Wenn sich Touristen und Pilger auf den Petersplatz begeben und damit den Vatikan betreten, wissen viele nicht, dass sie italienisches Hoheitsgebiet verlassen haben und sich nun in einem eigenständigen Land, dem souveränen „Staat der Vatikanstadt“, befinden. RadioVatikan

Ebenso sind sie zumeist nicht darüber informiert, dass dieser kleinste Staat der Erde neben der weltberühmten Päpstlichen Schweizergarde auch über eine eigene Polizeitruppe verfügt: den Corpo della Gendarmeria dello Stato della Città del Vaticano, das Gendarmeriekorps des Vatikanstaates.

Knapp und präzise erklärt der Einsatzleiter ein letztes Mal seinen Männern das Vorgehen. Die vermummten Gestalten, geschützt durch kugelsichere Westen, nicken. Dann klappen sie die Visiere ihrer Sturmhauben herunter und beginnen mit der Erstürmung.

Eine gut 20 Kilogramm schwere Metallramme lässt das Türschloss zersplittern. Sekundenschnell dringen die Männer in die Räume ein; nur wenige Augenblicke vergehen, dann sind die  Attentäter gestellt – ohne dass ein einziger Schuss gefallen ist oder Sprengsätze gezündet werden konnten. Das Kommando, das hier sein Können unter Beweis stellte, hat einen ungewöhnlichen Dienstherrn.

Auf dem linken Ärmel ihrer Uniform tragen die unbekannten Einsatzkräfte die Tiara mit den gekreuzten Schlüsseln Petri; das Abzeichen auf dem rechten Ärmel zeigt das Wappen des Vatikanstaates, unterlegt mit einem Schwert und dem Spruch Semper parati („Immer bereit“). Radio Vatikan

Die Männer gehören zur „Schnellen Eingreiftruppe“ der vatikanischen Gendarmerie. Nachdem die Elite-Polizisten die Räume gesichert haben, rückt eine zweite Sondereinheit der päpstlichen Polizei an. Die „Anti-Terror-Einheit“ kümmert sich um die rasche Entschärfung der sichergestellten Sprengsätze.

Die Übung der Special Forces des vatikanischen Gendarmeriekorps spiegelt die Antwort auf außergewöhnliche Bedrohungen wieder, vor denen man heute auch im Vatikan nicht sicher sein kann. Denn vor Attentaten und Terrorismus können auch die hohen Mauern des Kirchenstaates keinen unangefochtenen Schutz bieten. Im Alltag sind die Anforderungen an die Gendarmen des Papstes aber anderer Natur.

„Die vatikanische Gendarmerie hat eine ganze Reihe von Aufgaben; sie ist im kleinsten Staat der Erde Verkehrs-, Kriminal-, Justiz- und Grenzpolizei“, betont Domenico Giani, der Kommandant des Korps. „Die wichtigste Aufgabe aber ist der Schutz des Heiligen Vaters und der Personen, die ihn hier im Vatikan besuchen“, fügt er an.

An Arbeit mangelt es den päpstlichen Ordnungshütern nicht. Alljährlich besuchen gut 19 Millionen Pilger und Touristen den Petersdom und die Vatikanischen Museen, und das bei einer Sollstärke des Korps von 198 Mann. Für die Gendarmen sind die gewaltigen Menschenmassen eine enorme Herausforderung.

Die Fortsetzung dieses informativen Artikels lesen Sie hier bei Radio Vatikan: http://de.radiovaticana.va/news/2015/01/27/vatikan_die_gendarmen_des_papstes/1119146

Nersingers Beitrag gibt es auch auf Latein (Übersetzung von Dr. Gero Weishaupt): http://de.radiovaticana.va/news/2015/01/27/die_vatikan-gendarmerie_auf_latein_mit_audio/1119145

Fotos: Radio Vatikan

 


Papst Franzikus würdigt die Lebensleistungen und den Glaubensdienst der Mütter

Von Christa Meves

Christa Meves

In der Generalaudienz am 7. Januar 2015 hat Papst Franziskus der Welt einen großen Dienst erwiesen. Er hat diese Generalaudienz zu einem Fanal für die Mütter gemacht:

Für alle Mütter – vermutlich nicht einmal der katholischen allein – die vor allen Dingen in Deutschland seit 40 Jahren so sehr ins Hintertreffen geraten, so sehr abgewertet worden sind, dass sich das in einer außerordentlich üblen Weise auf die Familie und ihre Gesundheit ausgewirkt hat.

Hier die wichtigsten Passagen aus diesen Aussagen:

“Jeder Mensch verdankt sein Leben einer Mutter, und fast immer verdankt er ihr viel von seiner folgenden Existenz, von seiner menschlichen und geistlichen Bildung. Ihr wird jedoch im täglichen Leben wenig Gehör geschenkt – sie erfährt wenig Hilfe und wird in ihrer zentralen Rolle in der Gesellschaft wenig gewürdigt.

Häufig wird die Opferbereitschaft der Mütter für Ihre Kinder sogar ausgenutzt, um Sozialausgaben zu sparen. Auch in den christlichen Gemeinschaften kommt es vor, dass die Mutter nicht gebührend geachtet wird, dass man wenig auf sie hört. Vielleicht müssten die Mütter, die zu so vielen Opfern für ihre Kinder bereit sind, mehr Gehör finden.Foto: Radio Vatikan

Die Mütter sind das stärkste Heilmittel gegen die Ausbreitung eines egozentrischen Individualismus. Sie sind es, die Mütter, die den Krieg, der ihre Kinder tötet, am meisten hassen. 

Ja, Muttersein bedeutet nicht nur, ein Kind auf die Welt bringen, sondern es ist auch eine Lebensentscheidung. Eine Gesellschaft ohne Mütter wäre eine unmenschliche Gesellschaft; denn Mütter wissen immer, auch in den schlimmsten Momenten, Zärtlichkeit, Hingabe und moralische Stärke zu bezeugen.

Die Mütter vermitteln häufig auch den tiefen Sinn der religiösen Praxis: In die ersten Gebete, in die ersten Gesten der Frömmigkeit, die ein Kind lernt, ist der Wert des Glaubens im Leben eines Menschen eingeschrieben.

Ohne die Mütter gäbe es nicht nur keine neuen Gläubigen, sondern der Glaube würde einen guten Teil seiner Einfachheit, seiner Tiefe, seiner Wärme verlieren.

Liebe Mütter, danke, danke für das, was ihr in der Familie darstellt und für das, was ihr der Kirche und der Welt gebt!”

Hier ist von unserem Papst ein wahres Wort gelassen ausgesprochen worden! Wie einfach wäre es, den immer mehr heraufdrohenden Geburtenschwund und die daraus resultierenden zukünftigen Existenzprobleme in unserer Gesellschaft zu stoppen: Indem durch betonte Anerkennung – vor allem von der Politik her – den Müttern wieder Ehre zuteil werden würde! DSC_0553
Ohne Mütter gibt es keine Zukunft!
Ohne Mütter erkaltet die Liebe in der Welt!

Mutterschaft ist der wichtigste, der unaufgebbarste Beruf aller Berufe!

Wir könnten bald wieder zu einer gesunden Hochachtung für die Mütter und damit zu familiärem Zuwachs finden, wenn wir nur dem gesunden Menschenverstand folgen würden. Noch heute spielen kleine Mädchen vornehmlich und langanhaltend mit Puppen.

Sie würden als junge Frauen dem gesunden ursprünglichen Wunsch nach Mutterschaft und Familie auch heute noch wieder in großer Zahl mit Freude folgen, wenn dieses neu als ein anerkannter Beruf eingerichtet werden würde, mit finanzieller Unterstützung, solange die Mutter wegen der Erziehung der Kinder aus der Erwerbstätigkeit ausscheidet  – wie auch mit einer favorisierten Hilfe zum Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit nach der häuslichen Pause und mit einer eigenständigen Rente.

Dieses Modell “Mutter als Beruf” ist von unserem Freundeskreis bereits vor 30 Jahren entwickelt und mit Zigtausenden von Unterschriften der Regierung (damals noch in Bonn) zugeleitet worden – leider ohne jedes Echo und ohne jede Wende von dort – im Gegenteil.

Frühe Erwerbstätigkeit der jungen Mütter und die so bedenkliche Kollektivierung der Kleinkinder wurde gegen jedes Kindeswohl und mit der Minderung von gesunder Familienbildung als Folge einer kurzsichtige finanzielle Begünstigung und neuer Gesetze bis heute zu einer verhängnisvollen Weiterführung des vor 45 Jahren eingeschlagenen Trends.

Welche Hilfe nun durch Papst Franziskus! Er gibt der existenziellen Notwendigkeit von Familienbildung durch die verdiente Hochachtung der Mütter – der in später Stunde angstvoll aufwachenden Bevölkerung einen hervorragenden Anstoß.
Danke, Heiliger Vater!


Die Regensburger Rede von Papst Benedikt über den Islam war vorausschauend

Alessandra Ricciardi hat Sandro Magister (Vaticanist des “L´Espresso”) für Italia Oggi interviewt  – hier geht´s zum Original: klicken

Die Überschrift lautet übersetzt: “Benedikt XVI. hat in seiner Regensburger Rede alles vorausgesehen, als er für den Islam eine aufklärerische Revolution vorschlug.” 75743_14122011

Untertitel: “Aber dann haben die Aktivitäten des Hl. Stuhls alle vorausschauenden Visionen verloren.”
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Frage von Ricciardi: “Ist nach dem Angriff auf die französische Satirezeitung das Risiko eines Attentates gegen den Vatican größer geworden?”
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Antwort von S. Magister: “Das Risiko ist real, aber die Kirche ist schon seit geraumer Zeit im Visier. Sich zu verteidigen, ist immer komplizierter, und es ist offensichtlich, daß die Attentate keiner globalen Strategie folgen, es gibt eine Zersplitterung der Initiativen, sie sind nicht vorhersehbar und werden von nur wenigen Personen ausgeführt.”.
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Frage: “Welcher Rolle hatte die Kirche bei der Bekämpfung der islamischen Gewalt ?”
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S. Magister: “Die letzten großen vorausschauenden Perspektiven des Hl. Stuhls endeten leider 2006, mit  der erinnerungswürdigen Vorlesung Benedikts XVI in Regensburg, in der er auch für die moslemische Welt eine Art aufklärerische “Revolution” (…) forderte  – beginnend mit den Menschenrechten. Der vom Papst eingeschlagene Weg wurde aus dem Inneren der Kirche heraus unterbrochen.
Frage: “Warum wurde er blockiert?”
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S. Magister: “Im Großen und Ganzen aus Angst vor toten Christen, die es dann effektiv auch gab. Und dann, weil man den Weg des Dialogs vorzog  -  oder besser gesagt, die Rhetorik des Dialogs um jeden Preis, was sich  – in der Realität  – in einen rein zeremonialen Dialog umwandelte, der keine Resultate erzielte.”

Frage: “Welche Politik verfolgt Papst Franziskus?”
S. Magister: “Eine Politik der Interreligiosität, die sich.bis heute darauf beschränkt, den Dialog zu beschwören, ohne den Mut zu haben, den Menschen zu sagen, was erreicht werden muß.
Es wäre zu wünschen, daß die Kirche mit ihren Mitteln wieder ein aktivere Rolle gegen den islamischen Extremismus spielt. Auch deshalb, weil die Hauptgruppe der Opfer die Christen sind.”

Frage: “Sind wir in einem Glaubenskrieg?”
S. Magister:Die katholische Kirche ist im Belagerungszustand. Die Opfer sind durch die Taufe gekennzeichnet. Es genügt zu sehen, was in Nigeria passiert ist.”
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Quelle und vollständiger Text hier: http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/01/interview-mit-sandro-magister.html#more
Aufschlußreicher Artikel über ISLAM und TERROR von Ayaan Hirsi Ali, einer ehem. Politikerin, islamkritischen Muslima und schwarzafrikanischen Bestsellerautorin hier: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136176806/Doch-dieses-Massaker-hat-mit-dem-Islam-zu-tun.html

Kardinal Raymond Burke nimmt ca. 30.000 Unterstützer-Unterschriften entgegen

Am vergangenen Donnerstag präsentierte die kanadische Lebensrechtler-Internetseite “Lifesite-News” dem amerikanischen Kardinal Raymond Burke in gebundenener Buchform mehr als 29.000 Unterschriften von Menschen in aller Welt.

In dieser “Fanpost”, an der sich auch unser Christoferuswerk in Münster und zahlreiche deutsFeatured Imageche Katholiken beteiligten, wurde dem vatikanischen Würdenträger gedankt für seinen Einsatz pro Ehe und Familie.

Zugleich wurde versichert, für ihn und seinen treuen Dienst in der Kirche zu beten, damit er weiter eine “starke Stimme zur Verteidigung der Wahrheiten für das Leben und die Familie” bleiben möge.

Der theologisch konservative Kardinal äußerte seine “tiefste Dankbarkeit” für dieseUnterstützung und vor allem für Ihre Gebete.” 

Diese Online-Petition wurde im November 2014 von der katholischen Nachrichtenseite “Lifesite-News” gestartet, um sich so mit dem Kurienkardinal zu solidarisieren, weil dieser sich seit langem als eindeutiger Lebensrechtler und Verteidiger der katholischen Ehelehre bewährt hat.

Anlaß für die Aktion war zudem die Nachricht aus dem Vatikan, daß der profilierte Kirchenmann als Präfekt der Apostolischen Signatur entlassen und auf den lediglich repräsentativen Posten eines Patrons des Malteserordens abgeschoben wurde.

Die Absetzung Kardinal Burkes vom höchsten vatikanischen Gerichtshof hatte weltweit für große Enttäuschung unter glaubenstreuen Katholiken und Abtreibungsgegnern gesorgt.

Nachdem John-Henry Westen, der Chefredakteur von Lifesite-News, dem Kardinal das Unterschriftenbuch überreichte, bekräftigte dieser erneut seinen grundsätzlichen Standpunkt: 

“Wir müssen jetzt alle auch zukünftig vereint sein mit unserem Herrn Jesus Christus und die Wahrheit unseres Glaubens verteidigen, vor allem in Bezug auf Ehe und Familie. Auch wenn uns die Zeiten dunkel erscheinen, können wir mit Hilfe der Gnade Gottes wahre Verteidiger der Botschaft Christi sein. Bleiben wir also standhaft und lassen wir uns nicht entmutigen.

Das Treffen fand statt in dem von Burke selbst gegründeten regionalen Heiligtum der Madonna von Guadalupe in der Bischofsstadt La Crosse (Bundesstaat Wisconsin).

Quelle für die Zitate und das Foto: https://www.lifesitenews.com/news/cardinal-burke-receives-petition-signed-by-30000-supporters-this-was-his-re


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