Genforschung: Wissenschafts-Kontroverse um Gen-Food und zur Wirkung der „Pille danach“

Von Dr. med. Edith Breburda

Wird Wissenschaft zunehmend abhängig von ihren Geldgebern?  – Man denke an Dr. Arpad Pusztai, eine Weltberühmtheit in Sachen Lebensmittel-Sicherheit. Er arbeitete im Rowett-Institut in England  –  die erste Adresse für Food-Safety.

Dr. Edith Breburda

Dr. E. Breburda

Er warnte vor dem Verzehr von genetisch manipulierten Lebensmitteln, sie seien zu wenig getestet. Pusztai behauptete immer, er berufe sich nur auf seine Wissenschaft, er  betreibe keine Reklame gegen diese Lebensmittel. Ideologische Gründe für die Ablehnung von GMO-Food seien nicht ausschlaggebend für seine Haltung.

Er finde es unfair, seine Mitmenschen als Versuchstiere zu benutzen. Er würde niemals genetisch manipulierte Lebensmittel essen, wenn er die Möglichkeit zu wählen hätte. Dr. Pusztai sagt, es sei seine Pflicht, vor diesen Lebensmitteln zu warnen. Es handle sich um eine irreversible Technologie.

Es würde auch nichts nützen, in 50 Jahren zu sagen: „Wir hätten das wissen sollen. Wir haben diese Methoden doch noch gar nicht getestet. Mit der Zeit werden auch die langsam wirkenden Schadstoffe ans Tageslicht kommen.“

Dr. Pusztai arbeitete mit Lezithin-Kartoffeln. Ratten, die mit diesen Kartoffeln gefüttert wurden, zeigten ein defektes Immunsystem. Auch das Wachstum der Tiere hörte auf.

Warnungen von Dr. Arpad Pusztai

Doch es hieß, der Wissenschaftler hätte sich mit seiner Warnung viel zu weit aus dem Fenster gelehnt. Seine Aussagen würden den teuren Werbekampagnen der Biotechnologie-Konzerne eminenten Schaden zufügen.

Nachdem der Forscher davon abriet, GMO-Techniken einseitig anzuwenden, wurde er sofort entlassen. Weiterhin wurde ihm im Augst 1998 verboten, mit den Medien zu sprechen, um sich zu verteidigen.

Das Rowett-Institut verkündete, Pusztai sei ein alter, seniler Mann. Damals war er 68 Jahre alt. 24 Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern bestätigten unabhängig voneinander Pusztai’s Aussagen. Ein Ärzte-Komitee bescheinigte, dass Pusztai keinerlei Demenz-Symptome oder sonst etwas dergleichen aufweise.

Mit diesem Urteil war der Biotechnologische Konzerne nicht zufrieden. Die Königliche Gesellschaft in England wurde beauftragt, ein zweites Untersuchungskomitee einzuberufen. Die Forschungsergebnisse von Pusztai’s wurden von diesem Komitee als nicht beweiskräftig und fehlerhaft eingestuft.

Lancet, eines der weltweit bekanntesten wissenschaftlichen Magazine, war empört über ein derartiges unverschämtes Urteil.

Das Rowett Research Institut in Aberdeen, Schottland, war früher einmal gemeinnützig und unabhängig. Margaret Thatcher und ihre Regierung kürzten die Mittel  – und so wurde die Forschungseinrichtung von der Industrie abhängig.

Diffamierung eines kritischen Wissenschaftlers

Nachdem Pusztai rausgeflogen war, hörte man Gerüchte, dass ein führendes Saatgutunternehmen dem Institut enorm viele US-Forschungsgelder bewilligt hatte. Deshalb zog man die Aussagen von Pusztai ins Lächerliche.

Weltweit wurde berichtet, der Wissenschaftler sei nicht mehr Herr seiner Sinne und seine Erklärungen über die Schädlichkeit von gentechnisch manipulierten Organismen seien nichts anderes als ein Hirngespinst. Sie würden jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren.

Man fürchtet, ein Multimilliarden-Projekt zu verlieren  – und so musste man den „Whistleblower“ vernichten. Es wäre eher ungewöhnlich, wenn man gegen Pusztai nicht mit maximaler Schärfe vorgegangen wäre, erklärte die Gesellschaft der Ärzte und Wissenschaftler für Verantwortungsbewußte Forschung und Technologie im Jahr 2000. Man nennt sie „Physicians and Scientists for responsible application of science and technology“, abgekürzt PRSAST[1].

Kritischer Genforscher Prof. Gilles-Eric Séralini

2013 machte Professor Gilles-Eric Séralini Schlagzeilen. Der umstrittene französische Genforscher hatte 2012 in einem angesehenen wissenschaftlichen Journal Rattentumorfotos mit der dazugehörigen Schockstudie „Genmais verursacht Krebs“ publiziert.

Die Aussagen seiner Studie wurden von einigen Fachwissenschaftlern aufgrund „ungeeigneter Designs, unzureichender Auswertung, lückenhafter Darstellung der Ergebnisse und fehlender aussagekräftiger statistischer Tests“ angezweifelt.

Dieter Janey nahm die Publikation total auseinander. Alles sei falsch, die Qualität der Daten, die zu geringe Zahl der Versuchstiere, die Verwendung von Tieren, die ohnehin leicht Krebs bekommen, der Inhalt, Studiendesign und die Interpretation der Daten. Das Einzige, was er nicht anfechten konnte, war die Fülle der Daten, die Séralini in seiner Langzeitstudie gesammelt hatte.

Prof. Séralini wurde empfohlen, seine Forschungsergebnisse zu widerrufen. Er weigerte sich. Die Fachzeitschrift „Food and Chemical Toxicology“ hat daraufhin im November 2013 den Artikel zurückgezogen. Dabei gibt es keinerlei Belege für ein wissenschaftliches Fehlverhalten von Prof. Séralini.

Wissenschaftler, welche die Korrektheit der Studie bestätigten, wurden mundtot gemacht. Man argumentierte, Amerikaner konsumieren GMO-Produkte und es haben sich noch keine Hinweise auf gesundheitliche Wirkungen ergeben. GMO- Lebensmittel sind jedoch nicht in den USA ausgezeichnet. Die krankheitserregende Wirkung von gentechnisch veränderten Nahrungsmittelen kann somit lange Zeit unbemerkt bleiben.

Gesundheits-Sendung „Dr. OZ“ klärte auf

Die meistgesehenen Fernsehsendungen in den USA sind Talk-Shows über gesunde Ernährung, wie die Sendung von „Dr. OZ“. Sie berichtete über Séralini’s Ratten-Versuche. Die Studie wurde als bemerkenswert und ungemein wichtig bezeichnet.

Gleich zu Beginn erfuhr der Zuschauer über die Spargue-Dawley-Ratten und ihre spontane, mehr altersbedingte Krebsrate von 15-20%. Bei den Langzeit-Fütterungsversuchen mit GMO-Nahrungsmitteln erkrankten jedoch 80% der Tiere.  – Dr. OZ fragte seinen Gast Dr. Bernhoft, warum unter solchen Umständen derartige Versuche unter den Tisch gekehrt werden.

Dr. Bernhoft ist ehem. Präsident der Amerikanischen Akademie für Umweltmedizin. Bernhoft verbindet das Auftreten von Allergien, Asthma, Autoimmunkrankheiten, gastrointestinalen Erkrankungen, Diabetes vom Typ-2, einen hohen Cholesterinspiegel und vieles mehr mit dem Verzehr von genetisch modifizierten Nahrungsmitteln.

Es ist unter solchen Umständen unverständlich, dass nicht bereits vor 20 Jahren Sicherheitsstudien über genmanipulierte Lebensmittel begonnen haben. Aber wie war es damals?

Mitarbeiter der Amerikanischen „Food and Drug Administration“ bedrängten ihre Vorgesetzten, Langzeitstudien durchzuführen. Sie vermuteten, genmanipulierte Nahrungsmittel seien gefährlich, weil sie zu Vergiftungen und zum Ausbruch von neuen unbekannten Krankheiten führen könnten. Die FDA, so meinte Dr. Bernhoft, spielte die Befürchtungen herunter.

Die Warnungen der Wissenschaftler wurden ignoriert. Man bezeichnet in den USA Kurzzeitstudien, die die Leute beruhigen sollen, als Tabakwissenschaften [2].

Debatte um die „Pille danach“ in Deutschland

Derartige Kontroversen kann man auch auf anderen Gebieten beobachten. Weltweites Aufsehen erregte im Dezember 2012 eine Auseinandersetzung bezüglich der Abgabe der ‚Pille danach’ (PD) in Köln. Ein katholisches Krankenhaus erlaubte schließlich die Freigabe der Pille danach im Fall einer Vergewaltigung.

Kardinal Meisner wurde von Frauenärzten über ein neues verfügbares Präparat zur Notfallkontrazeption in Kenntnis gesetzt. Es handelt sich um die angeblich ausschließlich ovulationshemmende Pille ellaOne®, die Ulipristalacetat (UPA) als Wirkstoff enthält.

Dabei bestehen eindeutige Äußerungen der ellaOne® vertreibenden Firmen Watson- und HRA-Pharma, wonach Ulipristalacetat auch eine nidationshemmende (frühabtreibende) Wirkung aufweist. Nur wenige Wissenschaftler erwähnen diesen Zusammenhang.

Nachweis frühabtreibender Wirkung

Prof. Dr. Rudolf Ehmann hat  im November 2013 in einer langen Abhandlung mit dem Titel „Kontroverse um Wirkungsmechanismen von Postkoitalpillen“ die nidationshemmende Wirkung des UPA eindeutig bestätigt.

Es handelt sich um einen selektiven Progesteron-Rezeptor-Modulator (SPRM), der die Progesteronwirkung im inneren Genitale der Frau außer Kraft setzt, wodurch insbesondere die Tubenfunktion und das Endometrium so verändert werden, dass eine Einnistung des Embryos nicht erfolgen kann. Die agonistische Wirkung auf die Progesteronrezeptoren im Ovar bewirkt eine negative Rückkopplung. Damit wird die LH-Ausschüttung reduziert. bzw. der LH-Peak verhindert (Hypothalamus-Hypophysen-Achse).

Die Ovulationshemmung ist in diesem Fall der Hauptwirkmechanismus, jedoch nicht der alleinige Wirkmechanismus. Wird UPA während des LH-Anstiegs verabreicht, findet in 79% kein Eisprung statt. Damit hätte man in 21% „Durchbruchsovulationen“, bei denen dann ein nidationshemmender Effekt zum Tragen kommt, beschreibt Prof. Ehmann.

Angriff auf menschliches Leben

Die Wirkungsdauer von ellaOne® bis 120 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr beruht demnach nicht nur auf der Ovulationshemmung. Die angegebene hohe Sicherheit des UPA deutet auf eine Nidationshemmung hin. Diese übernimmt jetzt die Rolle der Hauptwirkung. Somit hat das Ulipristalacetat eine lebensvernichtende Wirkung aufgrund der Nidationshemmung«. Es handelt sich um einen indirekten Angriff auf entstandenes Leben, indem ihm die nötigen Voraussetzungen zu seinem Weiterleben entzogen werden.

EllaOne® beschleunigt des weiteren die Tubenpassage der Eizelle  –  und das Endometrium wird nicht auf eine Einnistung vorbereitet.

Aus der Tierzucht weiß man, dass Embryos, die am 3. Tag in den Uterus eingebracht werden, schlechtere Überlebenschancen haben, weil sie sich in einem zu frühen  Entwicklungsstadium befinden [3]. Bei Menschen und Primaten findet die Einnistung zwischen dem 7-9 Tag im Blastozystenstadium statt [4].

Die Schlussfolgerung zu der Prof. Ehmann in seiner Studie kommt ist, dass ellaOne® dem  medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs-Präparat Mifepriston (RU 486, Mifegyne®) ähnelt. Aus katholischer Sicht sollte somit auch ellaOne® abgelehnt werden.

Führenden Wissenschaftlern wie Dr. James Trussell, Direktor des Princeton’s Office of Population Research sowie Dr. Elizabeth G. Raymond bestätigen diese Ergebnisse.

Ganz klar heißt es in ihrem Statement vom Februar 2013: „Die Morning After Pill  (Pille danach) verhindert nicht immer den Eisprung – und der Embryo wird somit an einer Einnistung gehindert. Frauen, die solche Präparate einnehmen, müssen darauf hingewiesen werden, damit sie eine fundierte Entscheidung treffen können.“ [5]

HIER unser INFO zu Dr. Breburdas jüngstem Buch: https://charismatismus.wordpress.com/2013/12/01/unser-buch-tip-globale-chemisierung/


[1] Edith Breburda, Promises of New Biotechnologies, Scivias Veralg, September 2011, ISBN-10: 0615548288, ISBN-13: 978-0615548289
[2] Edith Breburda, Globale Chemisierung,vernichten wir uns selbst. Kindle E-book, Scivias Veralg, Nov. 2013
[3] Edith Breburda, Verheissungen der neuesten Biotechnologien, Christiana Verlag 2010
[4] Breburda EE, Dambaeva SV, Golos TG. Selective: Distribution and Pregnancy-Specific Expression of DC-SIGN at the Maternal-Fetal Interface in the Rhesus Macaque: DC-SIGN is a Putative Marker of the Recognition of Pregnancy. Placenta 2006, 27, 11-21
[5] Craine P. B.: World’s top authority on morning after pill says women must be told it may cause abortions. 22. Feb. 2013

JU besteht auf Rezeptpflicht für „Pille danach“

Beschluß des Deutschlandtages der JUNGEN UNION (JU) vom 15. bis 17.11.2013 in Erfurt:

„Die Junge Union spricht sich gegen die Aufhebung der Rezeptpflicht für die „Pille danach“ aus. Die Bundesregierung wird aufgefordert, einer entsprechenden Verordnung des Bundesrates nicht zuzustimmen und keine anderweitigen derartigen Initiativen zu unterstützen.

Die CDU-Bundestagsabgeordneten und Mitglieder der Verhandlungsgruppen der aktuellen Koalitionsverhandlungen werden aufgefordert, sich gegen diese Verordnung zu engagieren.

Die Bundesgeschäftsstelle der JU Deutschlands versendet bis Ende November diesen Antrag mit beiliegender Begründung via EMail und postalisch an die Bundestagsabgeordneten und Mitglieder der Verhandlungsgruppen mit der Bitte um Unterstützung.“

Quelle: http://data.junge-union.de/pdf/2013/11/25/4713-52937522ac328.pdf


Erzbischof Zimowski widerspricht Kardinal Meisner: „Es ist bekannt, daß die „Pille danach“ abtreibend wirkt.“

Kurien-Erzbischof Zygmunt Zimowski, der Präsident des Päpstlichen Rates für die Kranken-Pastoral, kritisierte bei der 66. Weltgesundheitsversammlung in Genf eine Resolution über „lebenserhaltende“ Maßnahmen.

Seine Ansprache vom 22. Mai 2013 wurde von der Nachrichtenseite lifesitenews.com veröffentlicht. Der Vatikanvertreter erklärte: „Es ist bekannt, dass die Pille danach abtreibend wirkt.images

Erzbischof Zimowski betonte, daß die „Pille danach“ wohl kaum unter dem Begriff der „lebensrettenden“ Produkte geführt werden könne: „Wenn eine Befruchtung bereits stattgefunden hat, dann verursachen gewisse Substanzen in der ‚Pille danach‘ eine abtreibende Wirkung.“

„Direkte Attacke gegen das Leben eines Kindes“

Es sei für seine Delegation völlig inakzeptabel  –  so der Erzbischof  –  ein medizinisches Mittel, das eine „direkte Attacke gegen das Leben eines Kindes im Mutterleib“ darstellt, als „lebensrettend“ zu bezeichnen oder gar zur Verbreitung solch tödlicher Substanzen in allen Teilen der Welt zu ermutigen.

Fast zeitgleich mit Erzbischof Zimowski leugnete Kardinal Joachim Meisner erneut hartnäckig die frühabtreibende Wirkweise der Pille danach:

Am 20. Mai 2013 erklärte der Kölner Erzbischof gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“, es sei „klar“, daß es „mittlerweile eine Pille danach ohne abtreibende Wirkung“ gäbe.

„Alle Bischöfe wussten bis zum Januar nicht, dass es so eine Pille gibt“, fuhr der Kardinal fort. Meisner sah sich jedoch außerstande, den Namen der angeblichen „Pille-danach ohne abtreibende Wirkung“ zu nennen.

Quellen: Lifesitenews, Stuttg. Zeitung


Der Kölner Kardinal vergreift sich im Ton: Burschikose Äußerungen zu Papst Benedikt und Vatikan

Meisner zu Papst em. Benedikt: „so eine halbe Portion“, „ganz der Alte“

Nachdem der Kölner Erzbischof das kirchentreue katholische Spektrum sowie die Lebensrechtsbewegung weltweit durch seine deplazierten Äußerungen über die „Pille danach“ maßlos enttäuschte (hier unsere Artikelfolge), geht er jetzt anscheinend nach der Devise vor: „Ist der Ruf erst ruiniert, spricht es sich ganz ungeniert.“

Am gestrigen Mittwoch, den 8. Mai, zitierte die Tageszeitung „Die Welt“-online  Kardinal Meisners jüngste Äußerungen unter dem Titel: „Benedikt XVI. ist nur noch „so eine halbe Portion““ 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Was eine seriöse Zeitung sich kaum erdreisten würde, nämlich Benedikt XVI. selber herablassend als „so eine halbe Portion“ zu bezeichnen, erlaubt sich das Oberhaupt des Erzbistums Köln.

Wie „Die Welt“ weiter berichtet, zeige sich Erzbischof  Joachim Meisner „erschrocken über den Gesundheitszustand von Benedikt XVI.“   –  Er habe ihn am 18. März besucht und dabei gesehen, wie schmal er geworden sei,so eine halbe Portion„.

Sodann erwähnt der Kardinal erneut, was er sogleich nach Benedikts Amtsverzicht bereits in den Medien breitgetreten hatte, nämlich daß er „mit seinem Rücktritt erst gar nicht einverstanden war“.  

„Na und?“, möchte man wohl zurückrufen. Hätte Papst Benedikt den Kölner Erzbischof vorher fragen sollen?

Meisner plaudert weiter aus dem Nähkästchen: „Aber als ich ihn so sah, sind meine Vorbehalte weggeschmolzen.“  –  Geistig sei Benedikt allerdings „ganz fit, ganz der Alte„.

Welch unpassenden Ton gestattet sich der 79-jährige Kardinal gegenüber einem emeritierten Pontifex von 86 Jahren!

Damit nicht genug, bezeichnet Erzbischof Meisner den Vatikan flapsig als „den Laden da“.

Wir zitieren wörtlich die „Welt“:

„Meisner wies darauf hin, dass Franziskus immer noch im vatikanischen Gästehaus Santa Marta wohne. „Das bringt den Laden da ganz durcheinander, weil es mit vielen Sicherheitsauflagen verbunden ist.“ 

Bereits am 11. Februar 2013 hatte der Kardinal sich in einem Interview mit der linksgerichteten „Frankfurter Rundschau“ unangemessen und herablassend über den damals amtierenden Papst Benedikt geäußert, als ob dieser seine Belehrungen bitter nötig habe. (Siehe hier unser Bericht darüber. )

In einem KNA-Interview am vergangenen Mittwoch wurde Meisner auch zum Kölner Diözesanrat befragt, der sich für die Abschaffung der priesterlichen Zölibats-Verpflichtung und zugleich für die Einführung des Frauenpriestertums stark machte. Hierzu der Kardinal: „Das ist nicht Sache dieses Gremiums, sondern das ist Sache der Bischöfe.“ 

Einspruch, Euer Ehren  –  dies ist keineswegs „Sache der Bischöfe“, sondern des Papstes und des katholischen Lehramts als Ganzes, wobei ein sakramentales Weiheamt für Frauen schon aus biblischen und dogmatischen Gründen nicht möglich ist, also insofern erst recht nicht „Sache der Bischöfe“ ist, streng genommen nicht einmal „Sache des Papstes“, da dieser nicht der HERR, sondern DIENER der kirchlichen Glaubenslehre ist.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Ergänzender Artikel:

https://charismatismus.wordpress.com/2013/02/13/2-teil-des-verwirrspiels-kardinal-meisners-pillen-erklarung-war-keineswegs-mit-dem-papst-abgesprochen/

 

  


„Pille danach“ im Deutschen Bundestag: potentielle Frühabtreibung bald rezeptfrei?

Anläßlich der Anhörung im Gesundheitsausschuß des Deutschen Bundestages am 24. April 2013 zu den Anträgen von SPD und Die LINKE pro rezeptfreie Abgabe der „Pille danach“ erklärt Susanne Bajog, die Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben (CDL):

 „SPD und Linke fordern in ihren Anträgen ein Ende der Verschreibungspflicht für die „Pille danach“ auf Basis des Wirkstoffes Levonorgestrel. Beide Fraktionen begründen ihre Anträge u.a. damit, daß bei einer rechtzeitigen Einnahme der „Pille danach“ eine Schwangerschaft verhindert werden könne. Baby (2)

Fakt ist jedoch, daß der Einnahmezeitpunkt durch die möglicherweise Schwangere völlig unkontrollierbar ist, und die Wirksamkeit dieser „Pille danach“ laut Hersteller mindestens bis zu 72 Stunden nach der Befruchtung nachgewiesen ist.

In diesem Zeitraum ist daher in vielen Fällen bereits ein lebensfähiger Embryo  gezeugt  – und es kommt damit zu einer offensichtlich erwünschten Frühabtreibung.

Eine starke Lobby der Befürworter behauptet zwar, daß die „Pille danach“ die Einnistung eines Embryos in die Gebärmutter nicht verhindere, sondern ausschließlich die Befruchtung unmöglich mache.

„Zur Pille danach kann es keine Zustimmung geben“

Beweise für diese Aussage sind allerdings bisher nicht erbracht worden. Im Gegenteil: Bislang haben selbst die Hersteller auf die zusätzliche Möglichkeit der Verhinderung der Einnistung hingewiesen.  Schon allein deshalb kann es keine Zustimmung zur „Pille danach“ geben.

Zusätzlich bestehen hinsichtlich der differenzierten Wirkmechanismen dieses erst seit wenigen Jahren am Markt befindlichen hochdosierten Pharmazeutikums  etliche Unklarheiten und Risiken, wie die internationale, wissenschaftliche und politische Debatte darüber zeigt.

Darüber hinaus muß auf die erheblichen gesundheitlichen Risiken auch für die Frauen hingewiesen werden, die mit der Einnahme der „Pille danach“ verbunden sind.  Mögliche gefährliche Nebenwirkungen auch für sie  werden derzeitig kaum thematisiert. Immerhin entspricht die Einzeldosis Levonorgestrel von 1,5 mg in etwa der Hormondosis einer ganzen Monatspackung normaler Verhütungspillen.

Gerade in der letzten Zeit sind beispielsweise in Frankreich (gerade von Bayer „Diane 35“) und den USA schon niedrigdosierte, gängige „Anti-Babypillen“ von den Aufsichtsbehörden vom Markt genommen worden, da es u.a. zu Thrombosen mit Todesfolgen gekommen ist. 

Ferner gibt es Gegenanzeigen, bei denen ohnehin die  „Pille danach“ nicht eingenommen werden darf. Bei rezeptfreier Abgabe entfällt eine ärztliche Abklärung der Risiken,  die Rezeptfreiheit ermöglicht den Pharmaunternehmen lebhaftes Marketing für ihre Produkte und  Minderjährige ohne Altersbeschränkung hätten jederzeit freien Zugang.

Auch mit Rezeptpflicht wurde die „Pille danach“ allein in 2011 bereits über 367.427 Mal verschrieben. Auch wenn sogar Produzenten vor einem zu häufigen Einsatz warnen, steht zu befürchten, daß diese Präparate, da sie günstiger (im Internet schon für unter 15 € angeboten) und gezielter einsetzbar sind, bald von vielen Frauen als gängiges Mittel eingenommen werden. Sichere Verhütung und „sichere“ Frühabtreibung kommen so in einem Produkt  wirksam und preiswert zusammen.

Es ist mehr als erstaunlich, wie sich jetzt ausgerechnet in einem so sensiblen, medizinischen Bereich gerade SPD und Die LINKE für völlige, unkontrollierte Marktliberalisierung von Pharmaprodukten  einsetzen, wo es doch immerhin um die Gesundheit und das Leben von Frauen und Kindern geht. Hoffentlich erteilt der Bundestag dieser Fehlentwicklung mit einer klaren Mehrheit eine deutliche Absage!“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.
CDL – Christdemokraten für das Leben
Schlesienstr. 20, D-48167 Münster
Tel.: 0251 / 6 28 51 60  / Fax: 0251 / 6 28 51 63
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Fakten und Klarstellungen des BVL zur „Pille danach“

Pressemitteilung des Bundesverbandes Lebensrecht:

Nach dem Frühjahrsforum des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen (TCLG) mit dem Schwerpunkt „Pille danach  –  Fakten, Hintergründe, Konsequenzen“, an dem zahlreiche Vertreter von Beratungsstellen für Schwangere in Notlagen, Initiativen und Ärztevereinigungen zum Lebensrecht teilgenommen haben, erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL) , Martin Lohmann:

Forderung an Bundestag nach Ablehnung der rezeptfreien „Pille danach“

Der Bundesverband Lebensrecht appelliert an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, dem Gesetzesvorhaben von SPD und Linkspartei nicht zuzustimmen, die sog. „Pille danach“ in Deutschland verordnungsfrei zugänglich zu machen. (Anhörung im Gesundheitsausschuss am 24.4.2013)  embryofoto

Ärztliche Beratung im Hinblick auf hochdosierte Hormonpräparate mit unwägbaren Risiken für die Gesundheit von Frauen wäre praktisch abgeschafft, eine vervielfachte Anwendung, oftmals angstmotiviert und überflüssig, wäre die absehbare Folge. Allein im Jahr 2011 wurde die Pille danach mehr als 360.000 mal verschrieben und verkauft.

Kein Ausschluss frühabtreibender Wirkung möglich

Bis heute gibt es keine überzeugende oder sichere wissenschaftliche Evidenz, die eine ausschließlich befruchtungsverhindernde Wirkung belegen könnte.

Es ist im Gegenteil nach wie vor, auch nach Hersteller- und pharmakologisch-medizinischen Angaben, von einer auch zusätzlich frühabtreibenden Wirkung im Sinne einer Störung der Weiterentwicklung eines bereits gezeugten Embryos auszugehen.  images

Daher sprechen sich nicht nur die Mitgliedsverbände des Bundesverbandes Lebensrecht gemeinsam grundsätzlich gegen den Einsatz der aktuell am Markt befindlichen „Pillen danach“ aus.

Gewissensfreiheit für Ärzte und Apotheker sicherstellen

Zusätzlich ist angesichts der jetzigen Initiativen zur Forcierung des Einsatzes der „Pille danach“ als einem jederzeit verfügbaren pharmakologischen Präparat zur Verhinderung und Abbruch einer Schwangerschaft zu unterstreichen, dass Ärzte und Apotheker (nicht nur in kirchlichen Einrichtungen) uneingeschränkte Sicherheit haben und keine Nachteile befürchten müssen, wenn sie aus Gewissensgründen die Mitwirkung bei Verordnung oder Aushändigung der „Pille danach“ ablehnen.

Präzisierung von Aussagen der DBK und EKD erforderlich

Es ist dringend nötig, sowohl seitens der Kirchen als auch seitens der Ärzteverbände, kürzlich erfolgte relativierende Aussagen zu präzisieren. In diesem Sinne ist die am 10.4.13 eingesetzte gemeinsame Arbeitsgruppe von DBK, EKD und Bundesärztekammer zu begrüßen.

Der Bundesverband Lebensrecht fordert, am Markt erhältliche Präparate konkret zu benennen, die das Kriterium der ausschließlichen Befruchtungsverhinderung zweifelsfrei erfüllen würden, was international vor allem von Abtreibungsbefürwortern behauptet wird, die die Verhinderung einer Einnistung des Embryos in die Gebärmutter (Nidation) ohnehin nicht als Abtreibung definieren.

Angeführte Studien sind auf Herkunft, Finanzierung, Validität und Befangenheit sorgfältig zu untersuchen und öffentlich zu benennen.

Konsequente Neuausrichtung am Lebensrecht dringend geboten

Der Bundesverband Lebensrecht nimmt die aktuelle Diskussion zum Anlass, in Erinnerung zu rufen, dass die im § 218 (1) getroffene Festlegung, dass „Handlungen, deren Wirkung vor Abschluss der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes gelten“, schon seit Jahrzehnten weder den biologischen Erkenntnissen über die Embryonalentwicklung (und damit dem Beginn des menschlichen Lebens) entspricht  –  auch nicht der jüngsten Gerichtssprechung des Europäischen Gerichtshofs. Demzufolge dürfen embryonale Stammzellen nicht patentiert werden. Da für die Gewinnung Embryonen zerstört werden, verstößt dies gegen den Schutz der Menschenwürde, die bereits jedem Embryo in seiner frühen Lebensphase zukommt.

Den weitreichenden Implikationen und rechtlichen und medizinethischen Folgerungen dieses Urteils versucht eine der ersten europäischen Bürgerinitiativen Geltung zu verschaffen, die der Bundesverband Lebensrecht daher nachdrücklich unterstützt: http://www.oneofus.eu / http://www.1-von-uns.de

 


Mythos Testosteron: Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Hormon und männlicher Aggressivität?

Von Dr. med. Edith Breburda

Das Männer-Hormon Testosteron wird oft mit ungezügelter Gewalt in Zusammenhang gebracht. Gerade jetzt wird viel  über Vergewaltigung und die „Pille danach“ diskutiert.

Wird die Zudringlichkeit von Männern durch ein Hormon gesteuert?  – Das „Handbook of Crime Correlates“ untersucht, ob Testosteron und Kriminalität zusammenhängen.

Dr. Edith Breburda

Dr. Edith Breburda

Oscar Pistorius wurde plötzlich zum Paradebeispiel des Mythos um Testosteron. Der Titel der „Münchner Abendzeitung“ lautete: „Schoss Pistorius im Testosteron-Wahn?“     und das zu einem Zeitpunkt,  als man noch gar nicht wußte, welchen Inhalt die Ampullen enthielten, die man bei Pistorius fand.

In der Tiermedizin redet man von „Hengstmanieren“ und kastriert ein Tier, um es umgänglicher zu machen. Oft nimmt man dafür in Kauf, wertvolles Genmaterial zu verlieren. Besonders erfolgreiche Pferde werden deshalb für Unmengen von Geld geklont.

Dass männliche Vögel während der Paarungszeit aggressiver werden, haben Verhaltensforscher als „Challenge-Hypothese“ bezeichnet.

Manche Wissenschaftler meinen, Männer werden zunehmend aggressiver, wenn ihre Testosteron-Werte signifikant erhöht sind.  US-Verteidiger plädieren daher bei Gewalttätern mit hohen Testosteron-Werten auf mildernde Umstände.

Karin Kneissel, eine führende Nahostexpertin, betitelte eines ihrer Bücher mit „Testosteron macht Politik“.  –  Die Autorin beobachtete, dass sexueller Frust Männer in den Aufstand treiben kann.

Als Beispiel gibt sie den Arabischen Frühling an: Bei der Revolution auf dem Tahrir-Platz in Kairo waren auffällig wenig Frauen anwesend.

Kneissel ist der Meinung: „Das hat weniger mit den Moralvorstellungen als vielmehr mit sexuellem Frust zu tun. Strengere Moralvorschriften als noch vor 30 Jahren verwehren unverheirateten jungen Menschen in Ägypten jeglichen sexuellen Kontakt. Die sexuelle Frustration bei jungen Männern treibt den Umsturz voran.“

Mit zunehmender Besorgnis beobachtet sie die Zunahme von Männern in China infolge der staatlich verordneten Ein-Kind-Politik. „Männer weisen fast zehnmal soviel Testosteron auf als Frauen  –  und das führt zu einer größeren Risiko- und Aggressionsbereitschaft“, erklärt sie in ihrem Buch.

Wissenschaftler streiten darüber, ob diese These wahr ist:  „Der Nachteil vieler Studien ist, dass sie lediglich den Testosteronspiegel der Probanden mit deren Verhalten vergleichen. Denn Testosteron beinflusst nicht nur das Verhalten, sondern auch den Hormonspiegel“, erläutert Dr. Matthias Wibral vom Zentrum für  Neurowissenschaften der Universität Bonn.

Eine interessante Frage stellt Michael van den Heuvel in seinem Artikel: „Testosteron: Der Aggro-Mythos“(erschienen im DocCheck vom 25.2.2013): Können Hormone  zum Mörder machen?  – Wir assoziieren  Oscar Pistorius mit Spitzensport, Mord und Doping.

Kann der durch Testosteron-Einnahme auftretende Hemmschwellverlust toleriert werden?  –  Und fallen nicht auch Hemmschwellen, wenn eine Vergewaltigung durch die Einnahme der „Pille danach“ keine weiteren Folgen für den Vergewaltiger mit sich bringen? Jeder Samenspender muss fürchten, dass er dazu herangezogen wird, Alimente zu zahlen.

Mitunter wird gesagt, eine Schwangerschaft entsteht erst, wenn der Embryo sich am 7. bis 9. Tag nach der Empfängnis in der Gebärmutter einnistet. Einige reden sogar fälschlicherweise von einem „Prä-Embryo-Status“ vor der Nidation (Einnistung). Wobei es sich bei einem sog. „Prä-Embryo“ in Wahrheit um eine befruchtete Eizelle handelt, um die kleinste Erscheinungsform des Menschen.  Es ist ein biologisches Faktum, dass neues Leben mit der Befruchtung entsteht  –  dies darf nicht vertuscht werden.

Hormonpräparate, welche  – nebenbei gesagt  –  horrende Nebenwirkungen haben, sind auf einem zweifachen Wirkprinzip aufgebaut: Einerseits beeinflussen sie die Aktivität der Eierstöcke und danach die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos. Wenn der Eisprung trotzdem stattfindet, kann sich der Embryo nicht einnisten. Die „Pille danach“ kann somit eine frühabtreibende Wirkung entfalten.

Dr. Edith Breburda lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin) – hier geht es zu ihrer Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/


Zur Pille „davor“ und „danach“, Frühabtreibung, Eisprung-Hemmung und gesundheitliche Nebenwirkungen

Von Dr. med. Edith Breburda

Die Medien beschäftigt heutzutage mehr denn je die Fruchtbarkeit der Frauen. Unter „reproduktiver Freiheit“ versteht man, dass die Frau selbst bestimmen kann, wann und wo sie schwanger wird.

So will man den Eisprung nach einer Vergewaltigung verhindern. Oder wenn man seine Eizellen spendet für die künstliche Befruchtung oder die humane embryonale Stammzellforschung.

Bei der Eizellspende mit Hilfe der Super-Ovulation wird die Eizellreifung zunächst unterdrückt und danach stimuliert, damit man multiple Eizellen gewinnen kann. 

Dr. Edith Breburda

Dr. E. Breburda

Das Präparat, das zur Unterdrückung der Ovulation verabreicht wird, ist ein synthetisches (künstlich hergestelltes) Hormon, das die Ausschüttung der sog. gonadotropen Hormone LH und FSH aus der Hirnanhangsdrüse hemmt.

LH und FSH steuern die Aktivität der Eierstöcke und bereiten die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos vor.

Das Präparat wird im Fall der Eizellgewinnung so appliziert, dass der Eisprung auch tatsächlich nicht stattfindet.

Führende Wissenschaftler  –   wie Dr. James Trussell, Direktor des Princeton’s Office of Population Research sowie Dr. Elizabeth G. Raymond  –   erklärten im Februar 2013, dass die Pille danach keineswegs immer den Eisprung verhindert   –  und so den Embryo an einer Einnistung hindern kann.

Frauen, die solche Präparate einnehmen, müssen darauf hingewiesen werden, damit sie eine fundierte Entscheidung treffen können (P. B. Craine, World’s top authority on morning after pill says women must be told it may cause abortions. 22. Feb. 2013).

Judy Norsigan, die Direktorin der US-Vereinigung „Our Bodies Ourselves“  –   einer Organisation, die sich um Frauengesundheit und deren Gesundheitsberatung kümmert  –  weist bereits 2005 im Rahmen der Eizellspende auf die gesundheitlichen Gefahren von synthetischen (künstlichen) Gestagenen hin und spricht von einer langen Liste von Nebenwirkungen, die da sind:

Ausschläge, Vasodilatation (Ausdehnung der Gefäße mit der Folge von «Hitzewallungen»), Brennen, Prickeln, Jucken, Kopfweh und Migräne, Schwindel, Haarausfall, Gelenkschmerzen, Schwierigkeiten beim Atmen, Brustschmerz, Brechreiz, Depressionen, emotionale Instabilität, Libido-Verlust, Sehschwäche,  Amnesie, Hypertonie, Anstieg der Herzfrequenz, Muskelschmerzen, Knochenschmerzen, Unterleibsschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwellung von Händen, allgemeine Ödeme, chronische Vergrößerung der Schilddrüse, Leberfunktions-Abnormität, Angst und Gleichgewichtsstörungen (vgl. E-book, Verheissungen der neuesten Biotechnologien).

Einige Nebenwirkungen der Pille „davor“ führten bereits  weltweit zu unzähligen Klagen gegen den Pharmakonzern Bayer.


ORA ET LABORA: Beten und handeln für Kirche + Papst und für mehr Respekt vor der Schöpfungsordnung Gottes

Wochenkommentar von Martin Lohmann in Radio Horeb am heutigen 23. Februar 2013

Liebe Hörerinnen und Hörer,

was sind das für Zeiten, in denen wir leben! Verwirrung, wohin man schaut. Alles scheint durcheinandergeworfen zu werden. Irgendwie scheint nichts mehr zu gelten.   Lohmann5

Die deutschen Bischöfe sind offenbar schlecht beraten und genehmigen, so ist die eigentlich etwas andere Botschaft draußen angekommen, eine Abtreibungspille.

Eine kirchliche Pressestelle bringt im Zusammenhang mit einer Vergewaltigung fahrlässig den Begriff der „verbrecherischen Befruchtung“ in die Öffentlichkeit und stößt eine immer betonte Wirklichkeit um.

Denn bislang galt, dass  –  und so wäre es richtig formuliert  –  auch nach einem Verbrechen der im Augenblick der Befruchtung entstehende Mensch von Gottes Liebe und Gnade umhüllt wird, eine unsterbliche Seele bekommt und nichts Verbrecherisches an sich hat. 

Der angekündigte Rücktritt unseres geliebten Heiligen Vaters weckt allenthalben Begehrlichkeiten zum Selberbasteln unserer endlich ganz modernen und rein Weltlichem angepassten Kirche.

Die Hatz auf treue und mutige Katholiken, die sich noch trauen, in der Öffentlichkeit dem Mainstream der Wertezerstörung zu widersprechen, ist eröffnet. Bischöfe fallen bekennenden Christen öffentlich in den Rücken und verleugnen die Wahrheit. Sie lassen lieber allein als dass sie schützen oder gar stärken.

Ein falsch beratener alter und verdienter Bischof distanziert sich vorsichtshalber lieber öffentlich von einem treuen Katholiken, der auch noch diesen Bischof und seine eigentlich klare Überzeugung verteidigt hatte, ohne dass der Hirte überhaupt wissen, sehen oder hören will, was dieser denn in einer Sendung tatsächlich gesagt hatte. Distanzierung auf Verdacht hin wird zur Unkultur des Verdachts.

Der Papst bekommt für seinen mutigen Schritt viel Applaus  –  von jenen, die nie wissen wollten, was ein Petrusnachfolger eigentlich ist und welchen Respekt er verdient. Zur selben Zeit tanzen nackte antipäpstliche und anti-kirchliche Frauen mit bösen Parolen auf ihrem Körper in der Pariser Kathedrale Notre Dame gegen alles Heilige. 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

In die Peterskuppel donnert ein Blitz. Das einst katholische Frankreich bekennt sich zur sog. Homo-Ehe, ein hohes Gericht in Deutschland macht den Weg frei zur Adoption von Kindern für Schwule und Lesben. Die christliche Ehe wird so gut wie weggerichtert.

Die Schöpfungsordnung und ihre Konsequenzen im Blick auf die Ehe von Mann und Frau wird geleugnet. 

Und nun: In wenigen Tagen der tatsächliche Rücktritt des Petrus, seine letzte Audienz, sein Abschied von den Kardinälen, sein Verlassen des Vatikans. Alles getimt. Anders als Jahrhunderte früher wissen wir, wann exakt ein Pontifikat, ein „Tu es Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“ konkret endet.

Am kommenden Donnerstag um 20 Uhr beginnt die papstlose Zeit. Ja, die Verwirrung insgesamt und die jeweils persönliche Irritation sind exorbitant groß. Machen wir uns da nichts vor.

„Ich komme mir seit Tagen vor wie in einem grausamen Alptraum“, sagte mir jemand noch heute, „und ich wünschte, er hört bald einmal auf“. – Ein Wunsch, den wohl viele haben, nicht wahr?!

Verleugnen des Lebensrechtes eines jeden Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, Zulassen einer überall erkennbaren Kathophobie und die sich abzeichnende völlig veränderte Vorstellung dessen, was ein Papst ist  –  all das verlangt viel von uns ab.

Denn auch künftig ist der Petrusnachfolger weit mehr als ein Vorstandsvorsitzender eines globalen Konzerns sein. Darauf verweist nicht zuletzt dieser große und so glaubenstiefe Papst, der in seinem Pontifikat wie kaum ein anderer mit dem Wort der Wahrheit Orientierung geben wollte und der uns einen reichen Schatz an Sensibilität, Schönheit und Vertrauen im Umgang mit dem HERRN und auf Ihn hin hinterlässt.

Ein Papst, den zu verlieren in der Seele schmerzt, auch weil er so wahnsinnig geduldig und demütig versuchte, Glaube und Vernunft zu versöhnen. Ein Papst, der uns beinahe acht Jahre ein edles Geschenk Gottes war, um das ziemlich ins Wanken geratene Schifflein Petri zu steuern.

Ein Papst, der die Größe hat, auf Macht zu verzichten, weil es ihn offenbar umtreibt, wie verworren so vieles geworden ist und der auch künftig auf das alles Entscheidende verweisen will: Gebet. Gebet. Gebet.  borMedia1742201

Benedikt XVI., das wissen Sie, habe auch ich stets gut gekannt. Und seit meiner Kindheit seit beinahe einem halben Jahrhundert verehrt. Und zwar gerade wegen seines Tiefgangs, seines Gottvertrauens, seiner Schönheit der Sprache und seiner Weisheit des Geistes und der Weitsicht des Herzens. Deshalb suche auch ich nach der sich wohl erst später ganz erhellenden Botschaft, die er uns nun hinterlässt.

Am gestrigen Fest der Cathedra Petri haben wir im Evangelium von jener Berufung des Petrus gehört, die wir alle kennen. Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass unser Noch-Petrus leichtfertig die Schlüssel des Himmelreiches zurückgibt. Nein, nein, das würde ganz und gar nicht zu Joseph Ratzinger und Benedikt passen. Leichtfertig hat dieser Mensch mit so viel Vorbildcharakter nie gehandelt. Wohl aber sehr überlegt und nach einer intensiven Zwiesprache mit Gott, um den es ihm immer und überall ging und geht.

Der Schrifttext von gestern machte deutlich, was ein Papst ist und worauf es vor allem ankommt: auf einen starken und unerschütterlichen Glauben. „Du bist der Messias“, sagt Simon, der daraufhin zum Felsen wird.

Und da unser deutscher Petrus, unser deutscher Felsen uns niemals einen starken und schönen und unerschütterlichen und tiefen Glauben schuldig geblieben ist, scheint er zu ahnen und zu wissen, dass es heute – in diesen Zeiten der Totalverwirrung bis hinein in unsere katholische Kirche – wohl wesentlich mehr braucht als „nur“ einen unendlich starken Glauben. Warum sonst sollte er, der so Glaubensklare und Glaubensstarke, die Schlüssel des Himmelreiches in anderen Händen sehen wollen?!

Es gibt so viele Gründe, diesem Benedictus, diesem Gesegneten, der auf so vielfache Weise selbst zum Segen für andere wurde, zu danken. Es gibt unendlich viele Gründe, weiter für ihn zu beten. Aber es gibt vor allem unglaublich viele Gründe und geradezu eine bedrängende Notwendigkeit, für einen vom Geiste Gottes ausgesuchten und treuen neuen Petrus zu beten  –  geschweige denn die ungezählten Gründe, für eine in Jesus Christus und an seinem Herzen erneuerte und glaubensstarke, furchtlose und barmherzige Kirche zu beten. Ja, wir sollten den Himmel bestürmen in diesen Tagen, in denen so viele auch emotional so berührt sind.

Und wir sollten die Heiligen dort oben regelrecht aktivieren, nicht einfach zuzusehen, sondern mitzuwirken, dass nach all diesem Nebel und all dieser Unsicherheit und all den eingeschlagenen Irrwegen wieder viel Licht da ist, um  –  gelegen oder nicht  –  die Wahrheit zu verkünden, Zeugnis abzulegen für Jesus Christus und die Liebe des gerechten Gottes zu jedem und jeder.

Ich denke da meinen Namenspatron, den so überzeugenden heiligen Bischof Martin, die mutige und unerschrockene Caterina von Siena, den heiligen Johannes den Täufer, unseren unvergessenen Johannes Paul den Großen, an den wortgewaltigen Apostel Paulus und nicht zuletzt an den, auf den Christus seine Kirche gebaut hat: den bisweilen wankelmütigen und doch so letztlich starken Petrus.

Und ich glaube fest, dass die Mächte der Unterwelt die Kirche nicht überwältigen werden. Ich glaube an die Zusagen des HERRN. So wie Benedikt XVI., der uns viel mehr hinterlässt als nur ein Pontifikat. Es kommt irgendwie auch auf jeden von uns an, die richtige Botschaft zu erkennen und zu bezeugen.

Danke für diesen Papst! Gebet für unseren neuen Petrus! Für einen in jeder Weise würdigen Nachfolger Benedikts!Gott sei Dank, dass wir gerade jetzt Ja sagen können und dürfen! Gott sei Dank für Benedikt, Gott sei Dank für seinen Nachfolger, Gott sei Dank für Zeiten der Klärung und der Entscheidung.

Deus Caritas Est.
Gott ist die Liebe.
Und die Wahrheit.
Und die Freiheit.
Es ist und bleibt Christus selbst, der die Kirche führt.

Es gibt viel zu tun   –  nicht nur bei Radio Horeb und unserem kath. Fernsehsender K-TV! 

Deo Gratias. Deo Gratias. Deo Gratias.

Gerade jetzt: Uns allen eine gesegnete Zeit.  


Mit brennender Sorge: Kardinal Meisner und der Dammbruch in Deutschland

Von Carmella Smith  (US-katholische Lebensrechtlerin)

Die Meldung ging um die Welt: „Konservativer Kardinal Meisner erlaubt die Pille danach“. Meisner sprach zwar vordergründig von einer „Pille danach“, die nicht abtreibend wirke. Doch eine solche Pille gibt es nicht.

Gleichzeitig führte er die real existierende „Pille danach“ in den katholischen Krankenhäusern seiner Erzdiözese ein. Seither wird dort mit dem Segen des Kardinals medikamentös abgetrieben. images

Die Erzdiözese Köln rechtfertigte Meisners Schritt mit einer Studie von Kristina Gemzell Danielsson, der Präsidentin von FIAPAC, einem Zusammenschluss europäischer Abtreibungsärzte. Doch Abtreibungsorganisationen leugnen seit Jahren die erwiesene abtreibende Wirkung verschiedenster Anti-Baby-Präparaten.

Sogar James Trussell, ein amerikanischer Befürworter der künstlichen Empfängnisverhütung, stellte die Sachlage hier klar: ec.princeton.edu/questions/ec-review.pdf.

Seine Kernaussage: Die „Pille danach“ verhindert, wenn nötig, die Einnistung einer befruchteten Eizelle und tötet den Menschen in den ersten Augenblicken seines Lebens. Ohne diese Wirkung wäre die hohe Effizienz des Präparats gegen Schwangerschaften unerklärbar.

Kardinal Meisner muss mit Nachdruck gebeten werden, seine falschen Aussagen über die „Pille danach“ zu korrigieren und die Verteilung dieses abtreibenden Mittels in seinen Krankenhäusern zu unterbinden. Die Anwendung der „Pille danach“ ist moralisch nie zu rechtfertigen.

Bereits  fünf deutsche Bischöfe haben die Pille danach in den katholischen Krankenhäusern ihrer Diözesen eingeführt.

Quelle: http://www.cardinal-meisner.org/

Es handelt sich hierbei um eine internationale Initiative des US-amerikanischen Portals: http://webmail.catholic.org/