Amoktäter – und die verfehlte Pädagogik und Schulwirklichkeit heute

Von Christa Meves
Meves
Die grauenhafte Methode, sich unter Einbeziehung anderer Menschen das Leben zu nehmen, hat es schon immer gegeben. Unauslotbarer Schmerz, nicht zu bändigende Wut und vor allem das Bedürfnis, sich an der bösen Welt zu rächen, pflegten meist die Motive zu sein.

Hierzulande ist aber seit einigen Jahren neu, dass die umfangreichsten und grausamsten Taten von Schülern begangen und die Opfer unter Mitschülern und Lehrern gesucht wurden.

Müsste uns diese Gegebenheit bei der Aufarbeitung der Bluttaten nicht kümmern? Muss das derzeitige intensive Bemühen der Instanzen, vorbeugende Maßnahmen zu entwickeln, nicht auch hier einsetzen? Was für eine Rolle spielt die Schule bei diesen Amokläufern?

In allen Fällen ist daran kein Zweifel: Die Schule war der Ort vieler ihrer Misserfolge, der daraus entstandenen Verzweiflung, der Enttäuschung, des Neids auf die Erfolgreichen auch  – und das offenbar jahrelang!

Wer hier nun zu loten anfängt, muss unweigerlich den Schluss ziehen und die Wahrheit aus der Verdrängung holen, dass auch in der Schule eine Ursache liegen muss, wenn auch gewiss neben vielen weiteren gewichtigen Faktoren (der Art des Elternhauses, der viel zu frühen allgemeinen Kollektivierung der Kinder, dem unkontrollierten Überlassensein mit Killer- und anderen satanischen, bösen Computerspielen).

Auch schulische Inhalte gehören auf den Prüfstand

Dennoch wäre es unverantwortlich, in der jetzigen Situation die schulische Erziehung der Kinder nicht auf den Prüfstand zu stellen. Es darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden, dass in den vergangenen Jahrzehnten die schulischen Inhalte eine fundamentale Revolution erlebt haben: Der zu sich selbst befreite, der „autonome Schüler“ ist zum neuen Erziehungsziel geworden. DSC00254

Ihm zu dieser Freiheit zu verhelfen, ist das neue Ideal, und zwar in jeder Hinsicht: in seinem Denken, seinem Handeln allein zum Zweck des eigenen Fortkommens samt der Befreiung zu jeglicher Sexualität auch – das bestimmt einen Haupttenor vieler Lehrpläne. Dem modernen Kind soll hier die Gelegenheit geboten werden, sich zu einem Selfmademan bis zu einem Abschlussstempel hinaufzurobben.

Aber das Konzept von der Autonomie des Kindes funktioniert eben nicht, weil das dem Wesen des Kindes nicht entspricht. Jedes gesunde Kind hat das Urbedürfnis, gezielt, konkret und direkt von dem lernen zu wollen, der größer ist als es selbst. Es will von Personen angeregt sein, die das vermitteln können, was auf dem Weg zu lernen nötig ist, um das Leben zu bestehen.

Aber unsere Lehrpläne und die Ausbildungen zu ihrer Verwendung sind von einer grundlegend falschen Vorstellung getragen – durchseucht von einer den Kindern unbekömmlichen Ideologie: der Entbindung von allem und jedem …

Aber Kinder brauchen Vorbild, Liebe und moralische Erziehungsziele. Sonst werden sie unverträglich, was sich auch längst auf vielen Ebenen der zerlärmten Schule zeigt; denn auf die wirklich kompetenten Mahner hat man schließlich jahre- und jahrzehntelang nicht hören wollen.

Die Schülermorde hierzulande in ihrer sich steigernden Unsäglichkeit sind deshalb ein Menetekel auf einer längst blutigen Wand. In später Stunde muss dies dringend wahrgenommen werden, wenn die Schule für unsere Kinder wieder ein sicherer Ort werden soll.

Es muss eine geistige Umkehr für die Schulwirklichkeit erfolgen, die dem Wesen des lernwilligen Kindes und dem Sinn des Menschenlebens gerecht wird.


Affenliebe: Zählt das Leben eines Gorillas mehr als das eines Jungen?

Von Dr. med. Edith Breburda

Wir haben uns allmählich daran gewöhnt, dass wir unsere Tiere fast abgöttisch lieben. Die Nachricht, dass ein Gorilla im Zoo von Cincinnati erschossen wird und eine Frau wegen ihres Hundes stirbt, erregt dennoch die Gemüter. dr-breburda1

Als der Engländer Eric Blair, der unter dem Synonym George Orwell bekannt wurde, als Polizist in der Kolonie Burma tätig war, musste er einen Elefanten erschießen, weil dieser einen Tagelöhner getötet hatte. Orwell gibt uns in seinem Bericht „Shooting an Elephant“ einen Einblick in die Gepflogenheiten des Imperialismus. Seine Kollegen waren damals sehr entrüstet; ihr Kommentar: „Es ist eine Schande, einen wertvollen Elephanten wegen eines einfachen Mannes zu töten“, beschreibt die damalige Gefühlsleere gegenüber den Mitmenschen.

Diese Art der Kosten-Nutzen-Rechnung ist leider nicht etwa ein Relikt aus der Kolonialzeit. Sonst würden Tierpfleger nicht angeklagt werden, weil sie einen 17-jährigen Gorilla töteten, um einem vierjährigen Jungen zu helfen. Seitdem häufen sich die Beschwerden, dass das falsche Leben gerettet wurde.

„Es leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Wieso müssen wir deshalb einen vom Aussterben bedrohter Gorilla töten, um einen Jungen zu befreien?“, schrieb ein US-Bürger auf einer Medienseite.

Wesley J. Smith, ein US-amerikanischer Anwalt und Autor, erläutert in der Onlinezeitung First Things:

„Derartige Reaktionen verwischen die sozialen und rechtlichen Unterschiede zwischen Mensch und Tier und deuten auf das Ende des humanen Exzeptionalismus hin. Die dreiste Behauptung, das Leben eines Affen sei wertvoller als das eines Kindes, ist schon weiter in der Gesellschaft verbreitet, als wir annehmen.

Dieser Sinneswandel ist in einer Welt, die nicht mehr christlich geprägt ist und die einen Schöpfergott, der uns Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, zunehmend verleugnet, vorhersehbar. So gesehen ist die Empörung vieler Tierfreunde plausibel, wenn ein vom Aussterben bedrohter westlicher Tiefland-Gorilla erschossen wird. Wir denken nur noch daran, bestimmte Quoten einzuhalten, deshalb Sorgen wir uns um unsere Menschenaffen.“Affen 3

Papst Johannes Paul II. schreibt bereits in seiner Enzyklika: „Evangelium-Vitae“ von einer „neuen Form von Anschlägen auf die Würde des Menschen“.

In der Öffentlichkeit herrsche zunehmend die Meinung, Verbrechen gegen das Leben im Namen der Rechte und der individuellen Freiheit am Ende sogar zu genehmigen. Der Pontifex warnt vor einer Tyrannei der Starken über die Schwachen, wenn wir menschliches Leben nur nach seinen Leistungen bewerten.

Vor 20 Jahren erläuterte der hl. Johannes Paul II, dass wir in der modernen Gesellschaft eine Kultur des Todes haben, in der ein Feindbild gegenüber Behinderten aufgebaut wird. Aber nicht nur ihnen gegenüber, sondern jedem, der durch seine Existenz den Wohlstand und Lebensstil des begünstigteren Mitmenschen beeinträchtigt.

Das Paradoxe ist, dass sich Tierschützer eigentlich immer als Gegner einer derartigen Kultur sahen. Sie setzten sich für die Rechter der Armen, Ausgebeuteten ein und verliehen denen eine Stimme, die keine haben. Plötzlich wird dem Leben eines Gorillas im Namen der Gerechtigkeit Vorrang gegeben.

Die Frage kommt auf, wieviel ein Menschenleben wert ist?

Der Irische Nobelpreisträger für Literatur von 1925, George Bernhard Shaw, erstellte ein Zukunft-Szenario, in dem wir uns vor einer Kommission rechtfertigen müssen, ob wir überhaupt weiterleben dürfen. Denjenigen, die nicht fähig sind, sich selbst zu erhalten, sollte man sagen: “Ihr Leben ist für uns nicht profitabel und damit auch für sie selbst nutzlos.” (1)

Dass wir den Respekt voreinander verlieren, sieht man in vielen US-Schulen. Kinder dürfen nicht mehr diszipliniert werden. Lehrer haben sich daran gewöhnt, von ihrepicture-45n Schülern angeschrien, bedroht und geschlagen zu werden. Es gibt Berichte, dass sie sich nicht einmal mehr trauen, die Polizei zu holen, und wenn sie es doch tun, storniert der Direktor der Schule den Notruf. Zu groß ist die Sorge, so etwas könnte dem Ruf seiner Schule schaden. Auch Lehrer müssen mittlerweile Angst um ihre Stelle haben, wenn sie Kindern schlechte Noten geben (2).

Vielleicht haben wir heute mehr Respekt vor Tieren. Wenn man in den USA einen Hund aus dem Tierheim „adoptieren“ will, ist das eine lange Prozedur. Bei den leisesten Anzeichen einer Misshandlung von Tieren droht dem Besitzer eine Gefängnisstrafe, zumindest verliert er sofort seine Stelle.

Tierbesitzer werden heute ganz selbstverständlich als Hundeeltern bezeichnet. Sie selber reden von ihren Babys. Der 43-jährigen Liz Krenzke aus Yorkville ging es nicht anders. Am ersten Juni besuchte sie ihre Freundin. Gegen 3 Uhr früh wollte sie ihren Hund Jax aus dem Auto holen, doch dieser entwischte und rannte davon. Als sie ihn auf der Straße gefunden hatte und ihn holen wollte, wurde sie von einem Lastwagen erfasst, der sie tötete.

„Sie liebte ihren Hund so sehr, dass sie für ihn starb“, sagte Liz Freundin Haney. „Ich hörte den Unfall und dachte, Jax sei überfahren worden. Aber er saß auf der Veranda, als ich heimkam. Jax hatte den Unfall überstanden. Er war nur sehr schmutzig.“ Krenzek war seit 20 Jahren Gefängnisaufseherin. „Sie erhellte uns stets die dunkelsten Stunden. Dein Tag wurde sofort besser, wenn sie mit dir sprach.“ (3)

Literatur:

  • Lindeman M. How tears for Gorilla waters seeds for the culture of death. 31 May 2016, Aleteia, Society
  • Vicky McKenna: Blood on the blackboard: Violence against teachers in Milwaukee public schools, Milwaukee’s News/talk show station.AM 1310, 2. June 2016BookCoverImage
  • Leary P. Yorkville woman hit, killed by truck while chasing her dog. Wisconsin State Journal, 1. June 2016

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

 


Konrad Adenauer über die Vertreibung von 13,3 Mio Deutschen aus dem Osten

Aus einer Rede des deutschen Bundeskanzlers Adenauer in Bern am 23.3.1949:

„Es sind aus den östlichen Teilen Deutsch­lands, aus Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn usw. nach den von amerikanischer Seite ge­troffenen Feststellungen insgesamt 13,3 Millionen Deutsche vertrieben worden. vertriebene_d-Kopie

7,3 Mil­lio­nen sind in der Ostzone und in der Hauptsache in den drei Westzonen angekommen. 6 Millionen Deut­sche sind vom Erdboden verschwunden. Sie sind gestorben, verdorben.

Von den 7,3 Mil­lionen, die am Leben geblieben sind, ist der größte Teil Frauen, Kinder und alte Leute.

Ein großer Teil der arbeitsfähigen Männer und Frauen sind nach Sowjetrußland in Zwangsarbeit ver­schleppt worden. Die Austreibung dieser 13 bis 14 Millionen aus ihrer Heimat, die ihre Vorfahren zum Teil schon seit Hunderten von Jahren bewohnt haben, hat unendliches Elend mit sich gebracht.

Es sind Un­taten verübt worden, die sich den von den deutschen Nationalsozialisten verübten Untaten würdig an die Seite stellen.

Die Austrei­bung beruht auf dem Potsdamer Abkommen vom 2.August 1945. Ich bin überzeugt, daß die Weltgeschichte über dieses Dokument ein sehr hartes Urteil dereinst fällen wird.

In­folge dieser Austreibung sind insbesondere in der britischen und amerikanischen Zone große Menschenmengen auf eng­stem Raum zusammengedrängt. Die Wohnungsnot ist zum Teil durch die Zerstörungen des Krieges, zum Teil durch das Hineinpressen der 7,3 Millionen Flüchtlinge in diese bereits unter Wohnungsnot leidenden Gebiete unerträg­lich. Es kommen im Durchschnitt auf jeden Wohnraum 2 Personen.“

Quelle: http://www.konrad-adenauer.de/dokumente/reden/rede-bern


Rechtliche Hinweise zum kaum bekannten „Jedermann-Festnahmerecht“

Deutsche Bürger sind rechtlich in der Lage, die Polizei bei ihrer schweren Arbeit aktiv zu unterstützen. So gibt es in Deutschland das sogenannte 026_23AJedermann-Festnahmerecht. Dieses Recht dient der Effektivität der Strafverfolgung. Polizei oder Staatsanwaltschaft können bedauerlicherweise nicht überall sein.

Nach § 127 Abs. 1 Satz 1 der deutschen Strafprozessordnung ist jedermann befugt, eine Person ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen, wenn diese Person auf frischer Tat angetroffen oder verfolgt wird und wenn sie der Flucht verdächtig ist oder ihre Identität nicht sofort festgestellt werden kann.

Quelle: http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/deutschland/24660-Deutschland-Was-jetzt-eingetreten-ist-bersteigt-die-bisherige-Vorstellungskraft.html

Jedermann–Festnahme § 127 StPO:

Was ist erlaubt?

Die meisten Leute denken, dass nur die Polizei oder andere Strafverfolgungsbehörden das Recht zur Festnahme haben. Grundsätzlich ist dies richtig, denn das Recht auf Freiheitsberaubung ist Ausfluss des staatlichen Gewaltmonopols. Der Staat soll die Verfolgung und Ahndung von Straftaten übernehmen.

Es gibt aber eine Ausnahme. Das sog. Jedermann–Festnahmerecht berechtigt auch Privatpersonen andere festzunehmen. Dies dient der Effektivität der Strafverfolgung, da auch die Polizei und Staatsanwaltschaft nicht immer und überall sein kann.

Wann gilt das Jedermann–Festnahmerecht?

Gemäß § 127 Abs. 1 Satz 1 der Strafprozessordnung (StPO) ist jedermann befugt, eine Person ohne rechtliche Anordnung vorläufig festzunehmen, wenn die Person auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wird, der Flucht verdächtig ist oder ihre Identität nicht sofort festzustellen ist.

Für die Annahme eines Festnahmerechts ist maßgeblich, dass eine „Tat“ vorliegt. Fraglich ist dabei, ob eine Tat tatsächlich vorliegen muss oder ob ein Tatverdacht ausreicht. Der BGH lässt einen Tatverdacht genügen. Dafür müssen starke Verdachtsmomente vorliegen. 

Quelle und vollständiger Text hier: http://strafverteidigung-hamburg.com/2097/jedermann-festnahmerecht-%C2%A7-127-stpo/


USA: Vergewaltigungen auf dem Unigelände – durch die Sexuelle Revolution mitverursacht?

Von Dr. med. Edith Breburdadr-breburda1

Das Wisconsin State Journal veröffentlichte am 22. September 2015 eine Umfrage, wonach jede vierte Studentin der US-Universität von Wisconsin, Madison, von ihren männlichen Mitstudenten sexuell belästigt wird. Tausende von Studentinnen wurden befragt. Ein Viertel von ihnen wurde schon einmal sexuell misshandelt. Damit liegt die Uni über dem Durchschnitt von derartigen Vorfällen anderer Universitäten der USA.

Rebeca Blank, Kanzlerin der UW Madison, kennt diese Zahlen:

„Viele wissen von den sexuellen Übergriffen. Sie stellen ein wirklich ernstzunehmendes Problem dar. Wir haben dennoch Fortschritte gemacht, indem wir die Studentinnen aufklären. Das entschuldigt natürlich nicht, weiterhin alles zu tun, was zur Sicherheit unserer Studierenden beitragen kann. Jeder sexuelle Angriff auf dem Unigelände ist einer zuviel.“

Die Gesellschaft für Amerikanische Universitäten hat 27 Universitäten untersucht. Vor allem die Studentinnen der ersten Semester sind die Opfer. 23.1 Prozent gaben an, dass sie nicht mit der sexuellen Handlung einverstanden oder sogar bewusstlos waren.

In Madison waren 27,6 Prozent der Studentinnen betroffen. Wobei 12,6 Prozent vergewaltigt wurden. Oft haben die Opfer Angst, den Täter anzuzeigen. Vor allem, wenn Zwang im Spiel war. I-Phone

Die Regierung untersucht nun, ob die Universität von Madison den Vorfällen entsprechend nachgeht. Vor allem jetzt, wo die Gesellschaft über den sexuellen Missbrauch an der Universität informiert ist und man Vorsichtsmaßnahmen mit den Studentinnen bespricht.

Valencia Raphael, eine Doktorandin, stellt fest, dass sich einiges geändert hat, seitdem sie ihr Studium angefangen hat: „Um wirklich die Anzahl der Sexualverbrechen zu reduzieren muss man alle miteinbeziehen und nicht nur diejenigen, die davon betroffen sind, wie Frauen, Lesben, homosexuelle, bisexuelle oder transgene Studenten. Ein Opfer ist immer auch eine Schwester, ein Kommilitone, eine Freundin. Um das Verbrechen einzudämmen, müssen wir jedem klar machen, wie sehr es die Opfer belastet“.

Sarah van Orman, Direktorin des Gesundheitsdienstes der Universität, ist der Meinung, dass man Studenten dazu bringen muss, einzugreifen, wenn sie ein derartiges Verbrechen beobachten. (1)

Manchmal ist man auch zu übereifrig. Ein Richter aus dem US-Städtchen Fond Du Lac sprach am 9. Oktober 2015 einen jungen Studenten frei, der angeblich 14 Monate zuvor eine Studentin auf dem Unigelände vergewaltigt haben soll. Die Beweise waren nicht eindeutig genug. Eigentlich war alles, was man hatte, eine Videoaufzeichnung von den Beinen des Opfers und des angeblichen Täters. Anhand der Schuhe wollte man den Angeklagten überführen. Vor Gericht war das nicht beweiskräftig.

Die Mutter des Angeklagten war entrüstet. Ihr Sohn hätte gar nicht festgenommen werden dürfen. „Wir mussten 40.000 Dollars für Anwälte ausgeben, obwohl mein Sohn unschuldig war. Außerdem lagen keinerlei Beweise vor. Was machen dann Studenten, die kein Geld haben, ihre Unschuld zu beweisen?“, fragt die Mutter entrüstet. (2)

Der Publizist Janathon von Maren fragt sich, wie es denn überhaupt so weit kommen konnte, dass Studentinnen heute vermehrt vergewaltigt werden. Das, was heute auf dem Unigelände sattfindet, bezeichnet er als einen Kulturkrieg. Scannen0005

„Man spricht von einer Rape-Kultur, wenn man die sexuellen Übergriffe auf dem Universitätsgelände beschreibt. Obwohl Konservative diesen Ausdruck nicht favorisieren, weil Feministinnen dieses Wort gebrauchen. Sie wollen damit beweisen, dass zur patriarchalen Gesellschaft Vergewaltigungen dazugehörten. Alle Männer wurden damals als potentielle Vergewaltiger betrachtet.

In der angeheizten Debatte von heute werden Überlegungen angestellt, ob man in allen Fällen wirklich von einer Vergewaltigung ausgehen kann. Einige der Anschuldigungen haben sich als falsch erwiesen. Aber der Campus von amerikanischen Universitäten hat sich verändert. Saufgelage, Hook-Up-Kulturen und Pornographie sind an der Tagesordnung.

In diesem Milieu, welches die Sexuelle Revolution geschaffen hat, sind Frauen nicht mehr sicher. Wir entschuldigen, objektivieren, tolerieren, trivialisieren, ja billigen Vergewaltigungen in der sogenannten Rape-Kultur.

Die Wissenschaft hat zahlreiche Studien erstellt, die Pornographie mit der ansteigenden Gewaltbereitschaft von Männern gegenüber Frauen im Zusammenhang bringt. Pornographie wirkt wie eine Droge. Sie veranlasst, dass sich die Hirnstruktur verändert. Männer koppeln Sex mit Gewalt und fangen an, Frauen mit anderen Augen zu betrachten. Sie werden ihnen gegenüber aggressiver und meinen, Frauen wünschen sich, sexuell belästigt zu werden.

80% der Männer beschäftigen sich mindestens einmal im Monat mit Pornographie. Sie sehen es als ein Freizeitbeschäftigung und eine Art Erholung an.

Feministinnen haben die Pornographie im Zusammenhang mir der Sexuellen Revolution angepriesen und nun sehen sie das Chaos, welches die sexuelle Befreiung angerichtet hat. Damals hieß es, Pornographie sei gut und gesund. Feministinnen behaupteten, dass man die Sexualität aus dem traditionellen Kontext herausnehmen muss.

Die Folgen sehen wir in der sogenannten Vergewaltigungs-Kultur, die an den Universitäten herrscht. Müssen wir dem nicht entgegentreten, wir, die wir eine Weltanschauung haben, in der sexuelle Übergriffe als ein grausames Verbrechen gelten; die wir noch eine Moral haben und an eine schöne und gesunde Sexualität glauben, die Pornographie ablehnt, weil sie entmenschlicht und den anderen objektiviert?“ (3) Maria Goretti

Doch was kann man tun? Talk is cheap, heißt es so oft. Ist es ein Zufall, dass die Reliquie der heiligen Maria Goretti (siehe Foto), die gerade als Vorbereitung auf das „Jahr der Barmherzigkeit“ durch die USA tourt, auch nach Madison kommt?  – Es geht um eine 11-Jährige, die lieber das Martyrium erlitt, als ihre Unschuld zu verlieren.

“Heutzutage ist unsere Moral verdorben”, sagt Monsignore Burke, Pfarrer der Maria-Goretti-Kirche in Madison, Wisconsin. Seine große Kirche an der West-Seite der Hauptstadt von Wisconsin muss alle Aufgaben erfüllen, die sonst der Dom der St. Raphaels Diözese inne hätte. Doch die Kathedrale brannte 2005 ab. Seitdem hat Bischof Robert Morlino keinen Bischofssitz mehr. Priesterweihen finden in der Maria-Goretti-Kirche statt.

Und so kommt auch am 16. Oktober 2015 die Reliquie der Hl. Maria Goretti nach Madsion, in eben diese Kirche. Die jüngste Heilige der Kirche hätte am 16. Oktober ihren 125. Geburtstag. Und den verbringt sie in Madison. Es werden Tausende Pilger erwartet. 

Msgr. Burke sagte gegenüber dem Wisconsin-State-Journal: „Es ist gut, jemanden zu haben, der genau das Gegenteil der heutigen verkommenen Gesellschaft darstellt. Maria Goretti ist meiner Meinung nach für alle von uns ein Vorbild.“ (4)

  • Quellenhinweise:
  • 1) Savidge N.: Survey: one in for women at UW-Madison experience sexual assault. Wisconsin State Journal, 22. Sept. 2015
  • 2) Schmultz R.: Campus assault charge dropped. Wisconsin State Journal, 10. Oktober 2015BookCoverImage
  • 3) Von Maren J.: Why social conservatives should embrace the term “rape culture”. LifeSiteNews, 9. Oct. 2015
  • 4)Erickson D.: Body of Saint to be displayed at namesake Madison parish as part of first U.S. tour. Wisconsin State Journal, 11. Oktober 2015

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Fotos: Dr. E. Breburda (1,3,4)


Familien voller Leben einerseits – und hilflose US-Elitestudenten andererseits…

Von Dr. med. Edith Breburda

Eine sechsköpfige Familie aus Argentinien liess es sich nicht nehmen, mit ihrem VW-Bus nach Philadelphia zum Weltfamilientreffen zu reisen: Für die 20.921,5 km brauchten sie 194 Tage. dr-breburda1

Der 41-jährige Catire Walker und seine 39-jährige Frau Noel Zemborian gaben ihre Stellen auf, um ihren Kindern (Carmin 3; Mia 5; Dimas 8 und Cala 12) eine unvergessliche Reise zu ermöglichen. Sie wollten zum Weltfamilientag. Ein Ereignis, das den Familienzusammenhalt festigen sollte.

“Dieses Treffen ist gedacht, andere Familien kennenzulernen. Dies ist genau das, was wir auf unserer Pilgerreise nach Philadelphia erleben wollten. Das Motto der Veranstaltung ist: Liebe ist unsere Mission: Familie voller Leben. – Genauso fühlen wir uns als Familie“, sagt Noel.

Viele Familien nahmen die Pilgernden während ihrer Fahrt auf. In Panama feierte Cartire seinen 41. Geburtstag. Nach der hl. Messe in New Orleans ging die Familie mit neuen Freunden zum Frühstück. Ihr VW-Bus „Franziska“, der 1980 gebaut wurde, blieb oft stehen, doch dann hatte der Schutzengel dafür gesorgt, dass immer jemand kam, der wusste, wie man das Gefährt wieder flott bekommt.

Eigentlich war es eine schwere Entscheidung, ob die Familie wirklich diese lange Fahrt wagen sollte. Schließlich war es riskant, alle Ersparnisse in diese Pilgerreise zu stecken. Daneben mussten noch die Kinder unterrichtet werden. „Es sprach eigentlich viel dagegen und wir machten uns große Sorgen, ob wir das tun sollen. Dann entschieden wir uns, dass es die Sache wert ist, Risiken auf sich zu nehmen.“ Foto von Elstrud Consoir

Andrea Blanco und ihr Mann hat die Familie aufgenommen, als sie in North Carolina waren. In Philadelphia haben sie sich wiedergetroffen.

Für Andrea ist die argentinische Familie genau das, wie man sich eine katholische Familie vorstellt: „Sie verbringen jeden Moment ihres Lebens, wie es der Herrgott von uns erwartet. Sie lassen alles liegen und stehen und leben als eine richtige Familie, die Werte und Tugenden gemeinsam teilt.“

Die argentinische Familie wird noch bis November unterwegs sein. Sie will von Miami aus wieder nachhause fliegen. Ihren VW-Bus wollten sie erst verschiffen, aber dann bot sich ein Verwandter an, ihn nach Buenos Aires zu fahren (1).

Unkritisch, technikgläubig, ängstlich und unsicher

Nur noch selten hört man, dass Eltern alles tun, um ihre Kinder auf das Leben vorzubereiten. Die heutigen Studenten von US-Elite-Universitäten wissen nicht mehr, wie man Schwierigkeiten bewältigt.

Milleniumskinder sind sehr technikgläubig. Sie glauben alles, was ihnen die modernen Biowissenschaftler erklären und wägen nicht ab, ob es überhaupt stimmt. Diese Informationen veranlassen die Jugendlichen, sehr ängstlich zu reagieren. So riefen neulich Studenten der Harvard-Universität den Notdienst, als eine Maus in ihrem Studentenwohnheim herumlief. Sie waren so hilflos, dass sie sich zu Tode erschreckten, als sie eine Maus sahen.

Bisher wurden sie von ihren Eltern total umsorgt. Sie leben in ständiger Angst, dass es stimmen könnte, was die Nachrichten sagen. Irgend etwas sei da draußen, das sie und den Planeten, auf dem sie leben, zerstört. Wie man auch nur auf so eine Idee kommen kann, scheint unbegreiflich. MSN Stud

Neulich war auf der Internetseite „Gizmodo“ folgender Bericht zu finden: “Meanwhile in the future to stop climate change, we must genetically engineer humans.“ (2) ( = Um den künftigen Klimawandel zu stoppen, müssen wir genetisch veränderte Menschen schaffen).

BILD: Studenten am Campus, der am See liegt (Foto: Dr. E. Breburda)

Manche Wissenschaftler denken, ein Leben nach dem Klimawandel könne nur dann möglich sein, wenn man Tiere und Lebensmittel genetisch verändert.

Obwohl es in den letzten 19 Jahren kein bisschen wärmer geworden ist und viele Wissenschaftler eher davon ausgehen, dass wir in einem Interglazial, einer Zwischeneiszeit leben. Das Klima in den Interglazialen war etwa so wie heute oder etwas wärmer. Das große Interglazial zwischen Mindel- und Risseiszeit dauerte rund 200.000 Jahre. Das Ende der letzten Würm/Weichsel Vereisung liegt 10.000 Jahre zurück.

Panik aufgrund einer angeblichen Erderwärmung

Dennoch glauben US-Elite-Studenten, dass sich unsere Erde unweigerlich erwärmt. Man müsse anfangen, Vorbereitungen zu treffen, denn in 30 Jahren werden wir alle davon betroffen sein. Dabei sind die einzigen Beweise, die es für ein Global Warming gibt, Computermodelle.

Wenn ein Hurrikan im Anmarsch ist, wie z.B. „Joaquin“ im Oktober 2015, gibt es große Vorhersagen, aber keiner weiß wirklich, wann und wo genau der Sturm auf das Land trifft. Das sind aber Vorhersagen, die den nächsten Tag betreffen. So kann man nicht wirklich annehmen, dass Prognosen über eine globale Erwärmung, die in 20 – 50 Jahren auftreten soll, akkurat sind.

Die heutigen US-Jugendlichen nehmen hingegen das, was die Wissenschaft prophezeit, nicht nur unkritisch, sondern auch bitter ernst auf. Alles, was sie hören, jagt ihnen einen Schrecken ein.

BILD: Graduierung von Medizinern in Phoenix (Foto: Dr. E. Breburda)

Zu all dem scheint es keinen Weg zu geben, um dem zu entkommen, was man selber gar nicht verschuldet hatte. Problemlöser sind gefragt, egal wie utopisch ihre Ratschläge klingen und zu welchen Mitteln sie greifen.

Wenn man jungen Leute erzählt, dass sie keine Zukunft haben und es sinnlos ist. etwas dagegen zu unternehmen, weil geheime unkontrollierbare Mächte hinter allem stehen und uns alles aufoktroyieren, dann setzten die Jugendlichen all ihre Hoffnung und Vertrauen auf diejenigen, die eine Antwort auf all das haben.

Gentechnik als vermeintliche Lösung globaler Probleme

Sie hören auf Wissenschaftler, die ihnen sagen, dass unsere Überlebenschance in der Gentechnik liegt. Man redet von einer 30-jährigen Zeitspanne, weil bis dorthin wohl keiner mehr von den Propheten lebt.

Ganz neu ist die Idee, die Menschen genetisch zu manipulieren. 2012 sprach der Philosoph Matthew Liao das Thema in einem Artikel das erste Mal an. Er schlug vor, dem Klima-Wandel entgegen zu wirken, indem die menschliche Natur verändert wird. 51CbuMSEzzL__BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_SX385_SY500_CR,0,0,385,500_SH20_OU03_

BILD: Sachbuch von Dr. Breburda: GLOBALE CHEMISIERUNG

Um dem Planeten zu helfen, soll der neue Mensch weniger CO2 ausatmen. Er soll in der Dunkelheit sehen können, womit Elektrizität eingespart wird. Er soll auf Rindfleisch allergisch reagieren. Dadurch wird es weniger Rinder und am Ende weniger Methan geben. Auch soll der genetisch veränderte Mensch kleiner sein, um der Umweltverschmutzung entgegenzuwirken.

Als der aufsehenerregende Bericht erschien, meinten dann doch einige, es handle sich um einen Aprilscherz. Bill McKibbon, ein berühmter Umweltadvokat, findet, dass man die Vorschläge ernst nehmen muss. Viele Studenten sind derselben Meinung (3).

So unterliegen US-Elite-Studenten Ängsten, wenn sie eine Maus im Zimmer haben:

„Sie fühlen sich hilflos. Es wurde ihnen bisher erzählt, sie seien die Besten. Nun sind sie an der Harvard oder Purdue- Universität und merken, dass auch andere gut sind und sie nicht mehr weiterhin auffallen.

Amerikanische Universitätsstudenten sind unreife Schlappschwänze. Jedes Mal, wenn sie mit einem Problem konfrontiert werden, versagen sie und brauchen eine psychologische Beratung.

Das Problem ist, dass US-Harvard-Studenten im Jahr 63.000 US Dollars Studiengebühren pro Jahr bezahlen müssen. Sie erwarten eine entsprechende Gegenleistung. Für sie bedeutet es ein Versagen, wenn sie keine Bestnoten erzielen. Das geht soweit, dass die Professoren Angst haben, schlecht bewertete Studenten könnten Selbstmord begehen. Sie denken, durch eine schlechte Note sei ihr Leben vorbei. Sie bitten den Professor um bessere Noten. Oft schreien die Studenten ihre Dozenten auch an, weil ihrer Meinung nach die Prüfungsfragen nicht klar genug gestellt wurden.

Es ist so schlimm, dass junge Professoren den Studenten nur noch Bestnoten geben. Manchmal auch aus Angst, selber von den Studenten schlecht beurteilt zu werden und dann ihre Stelle zu verlieren“, erläutert Prof. Gray vom Boston-College in einem Artikel in der Zeitschrift: „Psychology Today“.BookCoverImage

Im Grunde sind die Studenten nur so geworden, weil ihre sogenannten Helikoptereltern sie für das Leben unfähig machen. Die Eltern breiten bildlich gesprochen den roten Teppich vor ihrem Kind aus. So nahmen in den letzten fünf Jahren die Notfallanrufe und psychologischen Beratungen deutlich zu. Eine Studentin suchte ihren Psychologen auf, weil ihre Zimmernachbarin sie eine Hexe nannte (4).

Quellenangaben:

  1. Limbaugh R.: Helicopter Parents produce helpless kids. LifeLock, 30. September 2015
  2. Matheson K.: Argentine family of 6 completes pilgrimage. Wisconsin State Journal, Friday Sept. 25, 2015
  3. Eveleth R.: Meanwhile in the future: to stop climate change, we must genetically engineer humans. Gizmodo, 29. Sept. 2015
  4. Limbaugh R.:Lunatic Libs want to genetically engineer human beings to stop climate change. LifeLock, 30. September 2015

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


Dem deutschen Wald geht es prächtig

Von Hans Bernd Ulrich

Dem deutschen Wald geht es prächtig. Von Waldsterben keine Spur. Die alljährlichen Waldschadensberichte sind für Insider reine Satire. Nur Alibi und Beschäftigungstherapie für die von der grünen Lobby gesponserten Ökofundamentalisten, die immer noch die Litanei von der großen Katastrophe herunterbeten. Doris-Sohnemann

Inzwischen nimmt das in Fachkreisen niemand mehr ernst. Wer’s nicht glaubt, der wird hier u.a. fündig: http://www.novo-magazin.de/79/novo7916.htm

Und wem haben wir das zu verdanken? Eine ganz einfache Erklärung: Der atmosphärischen Düngung durch Stickoxide, verursacht vornehmlich durch den Autoverkehr, und da insbesondere die Dieselmotoren. Das ist sogar in amtlichen Dokumenten nachzulesen: http://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/lwf-spezial_02.pdf .

Aus dem Text: „Ein aktuelles Problem ist, dass die in den traditionellen Wuchsmodellen festgelegten Zuwachsraten inzwischen weit unter dem liegen, was heute im Wald an Massenzuwächsen stattfindet (siehe LWF, 2005, Daten der Bundeswaldinventur, 2002). Der Hauptgrund dafür liegt in der extrem hohen Stickstoffanreicherung der unteren Atmosphäre, bedingt durch Stickstoffemissionen aus Industrie, Landwirtschaft und Straßenverkehr, denn Stickstoff steigert das Pflanzenwachstum. Die Zuwachsraten der alten Ertragstafeln liegen noch bei etwa 7 bis 8 fm pro Hektar und Jahr, wohingegen in Bayern heute im Mittel ca. 10 bis 12 fm pro Hektar und Jahr üblich sind. In manchen Gegenden werden bis zu 25 fm erreicht.“

Zähneknirschend muß sogar das Umweltbundesamt eingestehen: Die unbeabsichtigte Stickstoffdüngung kann zu mehr Wachstum führen.

Zugegeben: Es gab mal eine Zeit, da ging es dem Wald nicht ganz so gut. Damals, zu Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Hauptursache: Saurer Regen, verursacht durch Schwefeldioxid. Inzwischen sind alle Kraftwerke entschwefelt und sämtliches Benzin und Heizöl ist ebenfalls schwefelfrei. In Folge ging der Eintrag von Schwefeldioxid durch die Luft um 95% zurück. Mancherorts bringen die Landwirte sogar wieder Schwefel auf den Feldern als Dünger aus.

Das als Klimakiller verschriene Kohlendioxid ist für Bäume so überlebenswichtig wie für uns der Sauerstoff in der Atemluft. Und so ein Baum muß sich mächtig anstrengen, um das Kohlendioxid aus der Umgebungsluft herauszufiltern. Denn nur etwa vier von zehntausend Luftmolekülen entfallen auf das begehrte CO2. Vor Jahrzehnten waren es sogar nur drei von zehntausend. Den Baum wie alle anderen Pflanzen, die mittels Photosynthese aus CO2, Wasser und Sonnenlicht ihre Biomasse aufbauen müssen, freut das zusätzliche Angebot.

Quelle und vollständiger Text hier: https://hansberndulrich.wordpress.com/2015/09/30/der-deutsche-wald-dankt-dem-diesel/


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