Das charismatische „Haus Raphael“ ist keine katholische Einrichtung

Vatikanischer bzw. bischöflicher Entzug des Titels „katholisch“

Nach Kanon 216 und 330 des Kirchenrechts (CIC) darf sich ohne die Zustimmung der zuständigen kirchlichen Autorität keine Organisation „katholisch“ nennen. Eine Anerkennung als „katholischer“ Verein kann auch wieder aberkannt werden. bildma1

1. Dies geschah Anfang Mai 2011, als der Vatikan der „Weltunion der katholischen Presse (UICP)“ untersagte, sich weiter katholisch zu nennen. Bei der jüngsten Vollversammlung der UICP in Birkina Faso waren noch 1000 Teilnehmer aus allen Kontinenten und 455 Journalisten angereist. Der Vatikan wirft dem Verband mangelnde Transparenz und undurchsichtige Kommunikation vor.

2. Mit einem Schreiben vom 4. Mai 2011 wendet sich Offizialatsrat Janson von der Abteilung Kirchenrecht der Diözese Fulda an den CM-Kurier, um mitzuteilen, „daß es sich beim „Haus St. Raphael“ in Bad Soden-Salmünster um keine Einrichtung der katholischen Kirche handelt“.

Das „Haus Raphael“ wurde von der indischen Ordensfrau Margaretha Valappila gegründet und wird bis heute von ihr geleitet.

Weiter stellt die Bistumsleitung Fulda in dem Schreiben fest:

„Das Haus St. Raphael ist aus einer privaten Initiative entstanden… Eine Anerkennung der zuständigen kirchlichen Autorität liegt nicht vor. Es ist daher irreführend, wenn das Haus St. Raphael als ein ‚katholisches Evangelisationszentrum‘ bezeichnet wird.“

Da bei Besuchern von charismatischen „Heilungsgottesdiensten“, Gebets- und Einkehrtagen dieses Evangelisationszentrums in Bad Soden-Salmünster immer häufiger psychische und religiöse Schädigungen auftreten, weist Sr. M. Valappila sogar selber in ihrer Webseite darauf hin, daß kranke Menschen dort nicht willkommen sind.

Wörtlich heißt es: „Personen, die psychisch krank sind und deshalb Medikamente nehmen, sollen bitte nicht teilnehmen“ (www.haus raphael-ke.de).

Wirkt der für „Heilungen“ so gerne in Anspruch genommene  HEILIGE GEIST etwa nur an gesunden Personen?

Quelle:  Juni-Ausgabe (2011) des  Kuriers der Christlichen Mitte