„Verband Familienarbeit“ kritisiert den grün-schwarzen Koalitionsvertrag im „Ländle“

Thomas Strobl, der Chefunterhändler der CDU bei den grün-schwarzen Koalitionsverhandlungen, lobt deren Ergebnisse dröhnend: Es sei der CDU zu verdanken, dass künftig mehr für die Familien getan werde, und er belegt dies mit den 75 €, die Eltern als monatlichen Zuschuss zu den Kindergartengebühren im letzten Jahr vor der Einschulung bekommen sollen. Vermutlich von Odilia bekommen

Kein Wort davon, dass im Wahlkampf den Eltern der Zwei- und Dreijährigen, die keinen öffentlichen Betreuungsplatz beanspruchen, der Erhalt des Betreuungsgeldes als so gut wie sicher in Aussicht gestellt worden ist.

Dazu erklärt Gertrud Martin, die Bundesvorsitzende im Verband Familienarbeit: 

„Mit dem Zuschuss zu den Kita-Gebühren wurde von Grün-Schwarz ein zugleich fauler und raffinierter Kompromiss geschlossen. Als Ersatzlösung für ein Landesbetreuungsgeld erlaubt er der CDU, ihr angeblich familienfreundliches Gesicht zu wahren, ohne dass die grüne Betreuungsideologie dadurch beschädigt wird.

Es wird Familienfreundlichkeit vorgetäuscht, aber an der Bevormundung der Eltern festgehalten. Die Wahlfreiheit für Eltern, die durch das Betreuungsgeld gestärkt werden sollte, spielt keine Rolle. Die außerfamiliäre Betreuung, das heißt die öffentlich organisierte und massiv subventionierte Trennung der Kinder von ihren Eltern ist die Fahne, hinter der  –  zusammen mit allen anderen etablierten Parteien  –  stramm marschiert wird.

Auch die CDU hat nichts mehr am Hut mit einer am Grundgesetz orientierten Vorstellung von Familie, nach der nicht der Staat, sondern vorrangig die Eltern bestimmen, wie ihre Kinder erzogen werden.“


Lobgesang auf die Erschaffung des Menschen

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Psalm 8,4-5.6-7.8-9.

Seh‘ ich den Himmel, das Werk deiner Hände,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt:

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

 


Intern. Konferenz: Monster und Zauberwesen in der europäisch-jüdischen Geschichte

Über Monster, Dämonen und Wunderwesen in der europäisch-jüdischen Geschichte diskutieren vom 22. bis 24. Mai 2016 zwanzig Forscher aus Deutschland, Großbritannien, Israel und den USA an der Goethe-Universität.

Initiiert wurde die internationale Konferenz von der israelischen Historikerin Dr. Iris Idelson-Shein, die seit 2013 als Humboldt-Fellow an der Martin-Buber-Professur für jüdische Religionsphilosophie der Frankfurter Universität wirkt. Zu den Referenten zählt auch der Historiker David B. Ruderman (University of Pennsylvania), der derzeit auf Einladung der Buber-Professur und des Instituts für Judaistik als Träger eines Humboldt-Preises in Frankfurt weilt.

Die internationale Konferenz zum Thema „Monsters, Demons and Wonders in European-Jewish History” bringt erstmals Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Sie werden Perspektiven diskutieren, die Monster, Dämonen und Wunderwesen für die Deutung jüdischer Geschichte eröffnen. Die europäischen Juden, die selbst im Verlauf ihrer Geschichte lange Zeit als Monster betrachtet worden waren, beschworen in ihren religiösen Texten, ihrer Kunst und in ihren volkstümlichen Erzählungen magische, furchterregende und hybride Wesen herauf.

Diese Darstellungen spiegeln einige einzigartige jüdische Reaktionen auf die radikalen Umbrüche wider, die sich – zwischen Mittelalter und Moderne – in der europäischen Gesellschaft im Allgemeinen und in der jüdischen Gemeinschaft im Besonderen ereigneten. Indem sie sich immer wieder das Monster, den Dämon oder das Wundersame ausmalten, brachten jüdische Autoren und Künstler einige der stärksten Ängste und Fantasien zum Ausdruck, die sich um solche Themen wie jüdisch-christliche Beziehungen, Stellung und Wesen von Religion, Verständnis des Körpers und der Sexualität, Vorstellungen von Identität und Differenz, Familie und Geschlechterverhältnissen rankten. 038_35

Während der dreitägigen Konferenz gilt es, die Geschichte und die Eigenheiten dieser Bilder und Vorstellungen zu enträtseln, aber auch deren politische, kulturelle und religiöse Bedeutung zu bestimmen. Die Geschichte des jüdischen Monsters wird aus vergleichender Perspektive analysiert und – mit dem methodischen Instrumentarium der Geschlechterforschung, der postkolonialen Theorie und der vergleichenden Literaturwissenschaften – vor dem Hintergrund ihrer nichtjüdischen Pendants gedeutet.

Im Laufe der Konferenz sollen u.a. folgende Fragestellungen erörtert werden: Wie sind Monster zu definieren? Wie verhalten sich Monster zu anderen subversiven Wesen wie Dämonen, Wunderwesen, Fremdlingen oder Hexen? Welchen historiografischen Nutzen verspricht die Erforschung von Monstern? Was bedeutet die Betrachtung einer Kultur im Spiegel für unsere Vorstellungen von Periodisierung, geografischem Raum, historischen Fakten, Bedeutung in der Geschichte, Kontinuität und Wandel?

Die internationale Konferenz, die von der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg „Theologie als Wissenschaft“ durchgeführt wird, versteht sich als innovativer Beitrag zum Profil der Jüdischen Studien an der Goethe-Universität, bei dem neue interdisziplinäre Methoden der Kulturwissenschaft auf internationalem Niveau einbezogen werden.

Die Tagung soll auch sichtbar machen, welche neuen Impulse die israelische Historikerin Dr. Iris Idelson-Shein diesem Forschungsfeld gibt. Sie hat sich intensiv während ihrer Zeit als Humboldt-Stipendiatin an der Goethe-Universität mit Aspekten der „Monster studies“ auseinandergesetzt. Bsp-7

„Monster studies“ sind ein relativ neues, aber blühendes Forschungsfeld. Es beschäftigt sich mit dem vielgestaltigen transhistorischen Phänomen der Darstellungen des Monströsen und Dämonischen, dem man in zahlreichen Genres begegnet: in Romanen und Flugschriften, in volkstümlichen Erzählungen und Archivdokumenten, in naturwissenschaftlichen Büchern und theologischen Werken. Das sind Texten, in denen etwas zur Sprache kommt, was gängigen Vorstellungen von Säkularisierung, Modernisierung oder des Rationalen in der Moderne zuwider läuft, in denen eine andere Geschichte erzählt: nicht die von sich kontinuierlich entfaltenden Narrativen, sondern jene von sich wandelnden Ängsten, von Urängsten ebenso wie von konkreten Ängsten, von alter und neuer Furcht.

Angeregt durch neuere Entwicklungen in den Kulturwissenschaften Forschung zu Behinderungen, aber auch in der Geschlechterforschung und in den „Postcolonial Studies“, haben Forscherinnen und Forscher aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft, Anthropologie, Folklore, Literaturwissenschaft und der Filmwissenschaften begonnen, ihre Aufmerksamkeit dem Bild und der Bedeutung von Monstern in unterschiedlichen Kulturen und Epochen zu widmen.

Ihre Studien thematisieren die Geschichte von Monstern von der Antike bis in die Moderne, von Afrika bis Island, von Japan bis zur Welt des Islam. Sie befassen sich mit Zombies und Vampiren, kopflosen Völkern und monströsen Geburten und werfen ein Licht auf überaus finstere Kreaturen, welche die Grenzbereiche der Geschichte bevölkern.

Wenig Aufmerksamkeit ist bisher hingegen der kulturellen Bedeutung von Monstern im Bereich der jüdischen Geschichte mzuteil geworden. Vereinzelte Arbeiten beschäftigen sich mit der Thematik von Monstern in der biblischen und rabbinischen Literatur, vor allem aber im frühneuzeitlichen jüdischen Denken – etwa im Zusammenhang der Teratologie (Lehre von körperlichen Missbildungen) und der Anthropologie, Naturwissenschaft und Religion, Magie und Philosophie.

Neuere Studien zeigen, auf welche Weise Naturwissenschaft, Horrorvorstellungen, Magie und religiöses Denken in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen jüdischen Texten wie Kunstwerken miteinander verschränkt sind.

Die Konferenz findet statt:
von Sonntag (22. Mai) bis zum Dienstag (24. Mai)
auf dem Campus Westend (Casino 1.801)

Die Tagung ist ohne Anmeldung frei zugänglich.

Infos: Prof. Dr. Christian Wiese, Martin-Buber-Professur für jüdische Religionsphilosophie, Fachbereich Evangelische Theologie, Campus Westend, Tel. (069) 798-33331 oder 798-33342 ; E-Mail: c.wiese@em.uni-frankfurt.de,

Programm: www.uni-frankfurt.de/61176169/buber_monster-program.pdf.

Quelle: http://www.muk.uni-frankfurt.de/61477008/122?


Im Labor erzeugte Embryonen entfachen eine neue bioethische Debatte

Von Dr. med. Edith Breburda

Es ist leicht, eine Regel zu beachten, wenn man nicht das nötige Wissen besitzt, sie zu umgehen. Seit langem haben sich Forscher darauf geeinigt, Embryonen, die derdr-breburda1 Forschung zur Verfügung stehen, am 14. Lebenstag abzutöten. Bisher war das kein Problem, weil sie höchstens sieben Tage nach der In-Vitro-Fertilisation überlebten.

Am siebten bis neunten Tag nistet sich ein Affen- oder Menschen-Embryo in der Gebärmutter ein. Deshalb ist es bisher keinem Wissenschaftler gelungen, Embryos über den 7. Tag hinaus das lebenserhaltende Nährmedium bereitzustellen.

Jetzt ist dies jedoch zwei Forschungsgruppen gelungen, was die alte Debatte um die „14-Tage- Regel“ neu entfacht.

Der Embryo muss das Blastozystenstadium erreichen, bevor er sich einnisten kann. In den Tagen nach der Befruchtung wandert der Embryo normalerweise den Eileiter hinunter, um sich später im Uterus (Gebärmutter) zu implantieren. Im Acht-Zellenstadium bzw. am dritten Tag sind seine Zellen omnipotent. In der Tierzucht kann man den Embryo teilen und auf diese Weise acht Zwillingstiere erhalten, wenn Leihmütter-Tiere die Trächtigkeit fortsetzen.

Die Blastozyste ist das Stadium, in dem sich der Embryo ab dem fünften Tag befindet. Ein «Präimplantation’s Embryo» besitzt 150 Zellen.

Die Blastozyste sieht aus wie ein Siegelring. Die Siegelringstruktur stellt den Embryoblasten dar. Es handelt sich um eine Anhäufung von etwa 30 Zellen, die man auch «inner cell mass» nennt und woraus wir uns entwickeln.  Tube 1

Die Zellen des Embryoblasten sind pluripotent, weil sich die Zellen in mehr als 220 Körperzellen differenzieren können. Um daraus Stammzelllinien für die Forschung gewinnen zu können, muss der Embryo zerstört werden.

Wie man Stammzellen differenziert, ist nach wie vor schwierig herauszufinden. Sobald dies erreicht ist, sei man am Ziel der Forschung angelangt. Die Forscher könnten es sich leichter machen, indem sie „Embryos“ länger am Leben erhalten. Am 14. Tag der menschlichen Embryogenese fangen die Zellen an, sich in die drei Grundformen Mesoderm, Ektoderm und Entoderm zu differenzieren.

Weil die weitere „Ernährung“ des Embryos außerhalb des Uterus – und damit ohne eine Einnistung – bisher noch nicht gewährleistet werden konnte, war es bis jetzt technisch nur möglich, Embryos so lange im Labor am Leben zu erhalten, wie sie entwicklungsphysiologisch ohne Nahrung auskommen können  –  also bis zum Tag ihrer Implantation.

Die Blastozyste besteht zudem aus dem Trophoblasten, einem äußeren Ring von Zellen, welche die Zellhöhle, auch Blastocoel genannt, umgeben.

Aus der Ringstruktur, dem Trophoblast, bildet sich die Plazenta und die Eihäute. Der Trophoblast dringt in die durch Hormone vorbereitete Uteruswand ein: Zellproliferation, Uterusdrüsenbildung, Gefäßneusprossungen sind auf Hochtouren, um die Einnistung des Embryos zu gewährleisten. Die Plazenta übernimmt die Ernährung, womit die embryonale und fötale Entwicklung gewährleistet wird.

Das ganz spezielle Uterine-Environment und die Plazentation, die für ein Weiterleben des Embryos notwendig ist, im Labor nachzuahmen, ist eine große Herausforderung an Wissenschaftler.

Seit 1990 darf man in Großbritannien im Kontext der Fertilitätsforschung mit bis zu 14 Tage alten menschlichen Embryos experimentieren. Verwendet werden durften paragraph_300x3001allerdings nur gespendete Embryos, die bei der In-Vitro-Fertilisation übriggeblieben waren und ansonsten vernichtet worden wären. In England wurden mehr Embryos erzeugt, als eigentlich gebraucht wurden. Der Anspruch der Wissenschaftler entzündete schon damals eine enorme bioethische Debatte.

Man einigte sich, den Embryo bis zum Erscheinen eines markanten Entwicklungsstadiums, der Primitivrinne, die am 14. Tag nach der Befruchtung vorliegt, wachsen zu lassen. Danach sind die Entwicklungsstufen ineinander übergehend.

Wenn Biomediziner diese Einigung nicht akzeptieren, kann es passieren, dass Forscher den Zeitpunkt der Zerstörung des Embryos hinauszögern in der Hoffnung, dass sich der Embryo von selbst differenziert. Forscher argumentierten schon damals, dass der festgesetzte Termin ein Hindernis für sie sein könnte, um den Weg der Zelldifferenzierung herauszufinden (1).

Magdalena Zernicka-Goetz, Entwicklungsbiologin an der englischen Cambridge-Universität, war die erste Wissenschaftlerin, der es vor vier Jahren gelang, Mäuseembryonen über ihr Einnistungsstadium hinaus am Leben zu erhalten. Allerdings ist das natürlich nicht der 14. Tag, weil Mäuse überhaupt nur 21 Tage trächtig sind.

Seitdem hat sie ihre Methode modifiziert und konnte in Kooperation mit dem Stammzellforscher Ali Brivanlou von der New-Yorker Rockefeller-Universität die Lebensdauer von humanen Embryos verlängern.

Beide Forscherteams entfernten die äußere Membran, welche den Embryo umgibt und kultivierten ihn anschließend in zwei verschiedenen Nährmedien. Eines der Medien bestand aus Kälberserum. Forscher konnten eine Art Anhaftung des Throphoblasten auf dem transparenten Plastikmedium dokumentieren. Sie hatten damit ein Modell, um die Einnistung selber zu studieren. Book

Viele Entwicklungsdefekte gehen auf eine fehlerhafte Nidation zurück. Eine Alternative dazu boten bisher histopathologische Untersuchungen an Affen- bzw. am Primaten-Embryo, der sich zum selben Zeitpunkt einnistet.

Nach der Pseudo-Einnistung reorganisierten sich Mäuseembryonen. Ein humaner Embryo wurde auf Gebärmuttergewebe gegeben und entwickelte verschiedenen Zelltypen, obwohl die Ernährung durch das tote Gewebe nicht gewährleistet war.

Beide Forschungsgruppen stellten ihre Versuche nach 14 Tagen ein. Wie sie beobachteten, boten Mäuseembryonen keinen adäquaten Ersatz. „Wir müssen diese Forschung an humanen Embryos durchführen, um sie richtig deuten zu können. Die „14-Tage-Regel“ hält uns davon ab, die Eigenheiten eines menschlichen Embryos und seine spätere Entwicklung zu studieren. Aber die Regelung hat es uns auch ermöglicht, überhaupt Forschung mit menschlichen Embryos durchzuführen“, sagt Zernicka-Goetz.

Mit der neuen Methode der beiden Forscherteams fordern Wissenschaftler jetzt, die sogenannte „14-Tage-Regel“ neu zu überdenken.

George Daley, Stammzellforscher der Harvard-Universität, berichtete:

„Embryos besitzen so etwas wie einen Autopiloten. Sie länger am Leben zu erhalten, könnte Wissenschaftlern helfen, wichtige Fragen zu erforschen, z.B. wie sich das Nervensystem aufbaut. Die 14-Tage-Schwelle abzusetzen, würde eine ausführliche Diskussion erfordern, nicht nur mit Politikern. Die Gesellschaft müsste der Wissenschaft ihr Vertrauen entgegenbringen.“

Insoo Hyun, Bioethiker der Case-Western-Reserve-Universität von Cleveland im US-Bundestaates Ohio, ist Kommentator eines Artikels in der Fachzeitung „Nature“. Er ruft dazu auf, mit der 14-Tage-Regel zu brechen:media-389705-4

„Wir sind eher da, als wir dachten. Wenn wir Embryos länger am Leben erhalten können, müssen wir uns darüber unterhalten, ob die „14-Tage-Regel“ wissenschaftlich noch tragbar ist. Sie wurde eingeführt, um der Forschung zu helfen  –  und war nicht als absolut feststehende moralische Aussage gedacht. Doch wenn wir die Regel ändern wollen, brauchen wir viele Fürsprecher.“

Man kann Stimmen hören, dass nicht mit dem Zeitpunkt der Befruchtung, sondern mit der Erscheinung der Primitivrinne menschliches Leben beginnt. Deshalb besteht man auf der „14-Tage-Regel.“

Pfarrer Tadeuz Pacholcyzk vom Nationalen Katholischen-Bioethischen-Zentrum in Philadelphia nennt die Regel ein „Lippenbekenntnis, um Embryonen eine Art moralischen Status zu geben. Man hätte von Anfang an dagegen sein sollen.“

Literatur:BookCoverImage
Edith Breburda: Verheißungen der neuesten Biotechnologien, Christiana-Verlag: ISBN-10: 3717111728, ISBN-13: 978-3717111726 oder Ebook. 2010
Patrick Monahan: Why this lab-grown human embryo has reignited an old ethical debate. Science 4. May 2016

 

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


Sensationsfunde in Israel: Taucher entdeckten uralte Schätze unter Wasser

Zwei Taucher haben vor Pessach im Hafen von Caesarea einen spektakulären Fund gemacht: Sie entdeckten die Ladung eines antiken Schiffswracks, das wohl während der spätrömischen Ära vor etwa 1600 Jahren gesunken ist.

Sobald sie aufgetaucht waren, informierten die beiden Taucher Ran Feinstein und Ofer Ra’anan aus Ra’anana die Israelische Antikenbehörde und berichteten von ihrem Fund.

BILD: Statue der Göttin Luna (l.) und Bronzelampe mit dem Bild des Sonnengottes Sol. (Foto: Clara Amit, courtesy of the Israel Antiquities Authority)

Ein gemeinsamer Tauchgang mit Archäologen von der Antikenbehörde zeigte, dass durch einen Sandrutsch ein Schiff freigelegt worden war:

Sie fanden eiserne und Holzanker sowie Überreste dessen, was zum Bau und zum Betrieb des Segelschiffs benötigt wurde. Unterwasser-Ausgrabungen während der vergangenen Wochen brachten dann verschiedene Teile der Ladung des antiken Handelsschiffs zutage, darunter Statuen und tausende Münzen.

Es handelt sich um den größten maritimen Fund in den vergangenen dreißig Jahren. Die beiden Taucher werden mit einer Anerkennungsmedaille der Antikenbehörde ausgezeichnet.

Viele der Artefakte sind aus Bronze und außergewöhnlich gut erhalten. Darunter sind etwa eine Bronzelampe mit dem Bildnis des Sonnengottes Sol, eine Figur der Mondgöttin Luna, eine Lampe mit dem Bild des Kopfes eines afrikanischen Sklaven, Fragmente dreier lebensgroßer Statuen, Objekte in Tiergestalt, wie ein Wal und ein Bronzewasserhahn in der Form eines Wildschweins mit einem Schwan auf dem Kopf.

Zudem wurden Bruchstücke großer Gefäße gefunden, die genutzt wurden, um Trinkwasser für die Besatzung zu transportieren. Eine der größten Überraschungen war die Entdeckung zweier insgesamt 20 Kilo schwerer metallischer Klumpen aus tausenden Münzen, welche die Form der Tongefäße angenommen hatten, in denen sie transportiert worden waren.

Jacob Sharvit, Leiter der Einheit für Meeresarchäologie bei der Antikenbehörde, und sein Stellvertreter Dror Planer erklären: 1426245_577880468934571_1029821405_n

„Es handelt sich um sehr aufregende Funde, die, abgesehen von ihrer außerordentlichen Schönheit, auch historisch signifikant sind. Die Lage und Verteilung der antiken Funde auf dem Meeresgrund legen nahe, dass ein großes Handelsschiff mit einer Ladung von Metall, das eingeschmolzen werden sollte, an der Ausfahrt zum Hafen in einen Sturm geriet und abdriftete, bis es an den Felsen zerschellte.“

Eine erste Untersuchung der Eisenanker zeigt, dass versucht wurde, das Abdriften des Schiffes durch Setzen der Anker zu verhindern, diese aber zerbrachen. Sharvit und Planer betonen:

„Einen solchen Unterwasser-Fund hat es in Israel in den vergangenen dreißig Jahren nicht gegeben. Statuen aus Metall sind seltene archäologische Funde, weil sie immer eingeschmolzen wurden. Wenn wir Bronze-Artefakte finden, geschieht dies in der Regel unter Wasser. Da diese Statuen gemeinsam mit dem Schiff gesunken sind, wurden sie vor dem Einschmelzen ‚gerettet‘.“

Sharvit und Planer fügen hinzu: „Bei den vielen Unterwasser-Ausgrabungen, die in Caesarea durchgeführt wurden, wurden nur sehr wenige Bronzestatuen gefunden, während bei dem jetzigen Fund eine große Anzahl spektakulärer Statuen gefunden wurde, die sich in der Stadt befunden hatten, und auf dem Seeweg abtransportiert werden sollten. Der Sand hat sie geschützt; daher befinden sie sich in einem großartigen Zustand – obwohl sie bereits vor 1.600 Jahren gegossen wurden.“

Die gefundenen Münzen tragen die Konterfeis von Konstantin dem Großen und Licinius, römischen Eroberern, die im 4. Jahrhundert n. Chr. regierten. Licinius war ein Rivale Konstantins, bis er von diesem besiegt wurde.

Sharvit erklärt: „In den vergangenen Jahren gab es im Hafen von Caesarea viele Zufallsfunde. Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe: Weniger Sand auf dem Meeresgrund führt dazu, dass alte Artefakte freigelegt werden. Darüber hinaus sind mehr Taucher vor Ort.

Bei dem jetzigen Fund haben die Taucher sich als gute Bürger erwiesen und verdienen unser Lob. Sie erhalten eine Anerkennungsmedaille und sind eingeladen, die Lagerräume der Antikenbehörde zu besichtigen. 

Die Öffentlichkeit sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie alle Funde sofort der Einheit für Unterwasserarchäologie in der Antikenbehörde melden muss, um uns maximale archäologische Erkenntnisse über den jeweiligen Ort zu ermöglichen.“

Quelle: Israelische Antikenbehörde


Kardinal Müller auf Mallorca: Die Gebote Gottes nicht „herunterhandeln“ lassen

Kurienkardinal Gerhard Müller hat bei seinem Besuch auf Mallorca am Donnerstag (19.5.) eine Messe in der Basilika von Sant Francesc in Palma abgehalten. Bei seiner Predikt betonte er die Bedeutung des Priestertums für die Kirche. AL-0005

In einer Zeit der Identitätskrise dürfe man auf keinen Fall von den strengen Glaubensgrundsätzen der Kirche abweichen, erklärte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation:

„Es kann nicht darum gehen, sich wie bei einem Sommerschlussverkauf herunterhandeln zu lassen bei den Auflagen der Sakramente, dem Leben als Christ, den Geboten oder der Seligkeit: Ein ‚Christentum light‘ interessiert niemanden.“

Offiziell besuchte Kardinal Müller die Insel, um an einer Feier anlässlich des Gedenkjahres zum 700. Todestag des mallorquinischen Denkers Ramón Llull teilzunehmen.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.mallorcazeitung.es/gesellschaft/2016/05/20/christentum-light-interessiert-niemanden/43279.html


Der Apostel Jakobus über die Krankensalbung im Namen des HERRN

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jak 5,13-20:

Brüder! Ist einer von euch bedrückt? Dann soll er beten. Ist einer fröhlich? Dann soll er ein Loblied singen.

Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Presbyter der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des HERRN mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der HERR wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben. P1020947

Darum bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet. Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.

Elias war ein Mensch wie wir; er betete inständig, es solle nicht regnen, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht auf der Erde. Und er betete wieder; da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Früchte hervor.

Meine Brüder, wenn einer bei euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zur Umkehr bewegt, dann sollt ihr wissen: Wer einen Sünder, der auf Irrwegen ist, zur Umkehr bewegt, der rettet ihn vor dem Tod und deckt viele Sünden zu.

 


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