Wie entstand der Aberglaube um den „Freitag, der 13.“ ?

Abergläubische Menschen können durchatmen: Der im Volksmund häufig als Unglückstag titulierte Freitag, der 13. kommt heute letztmalig in diesem Jahr vor.

Maximal drei mal pro Jahr könne der Freitag auf einen 13. fallen, sagte der Volkskundler Stephan Bachter der Nachrichtenagentur dapd.

Dem Experten für Aberglaube der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) zufolge gilt Freitag, der 13. in Deutschland erst seit wenigen Jahrzehnten als Unglückstag.

Entstanden ist der Aberglaube demnach um 1900 in den USA. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei die Angst vor „Freitag, dem 13.“ über den Atlantik gekommen.

Allgemein ist der angebliche „Pechtag“ dem Volkskundler zufolge nur etwas älter als 100 Jahre. Vorstellungen vom Freitag als Unglückstag und der 13 als Unglückszahl gebe es zwar bereits länger, sagte Bachter. Doch deren Kombination zum Unglückstag schlechthin sei erst Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA erfolgt.

Einer der Ursprünge des Aberglaubens liegt laut Bachter in der Tafelrunde einer Gruppe skeptischer US-Bürger begründet. Diese wollten empirisch die Behauptung widerlegen, daß der 13. an einem Tisch binnen eines Jahres stirbt. Dafür gründeten sie den „13 Club“ und speisten ab Freitag, dem 13. Januar 1881 regelmäßig mit 13 Personen in einem Raum mit der Nummer 13.

Quelle: gekürzt aus „Die Welt“ vom 11.7.2012