USA: Ex-Abtreibungsarzt Anthony Levatino spielt sich selbst im Kino-Hit „Unplanned“

Der Gynäkologe Anthony Levatino führte schon früh in seiner ärztlichen Laufbahn rund 1.200 Abtreibungen durch. Dann erlebte er einen atemberaubenden Sinneswandel. Verzweifelt änderte er sein Leben und wurde zu einem Verfechter des Rechts auf Leben.

Immer neue Tatsachen werden rund um den in den USA erfolgreichen Film «Unplanned» bekannt. Dadurch kommt die Geschichte von Levatino erneut ins Gespräch. Der heute noch als Mediziner tätige Levatino spielt in «Unplanned» sich selbst, denn einst arbeitete er als Abtreibungsarzt – ähnlich wie die Hauptperson Abby Johnson, die Leiterin in einer Abtreibungsklinik war.

Levantino führte damals eine Abtreibungspraxis. Gleichzeitig bekamen er und seine Frau keinen Nachwuchs. Das Paar adoptierte ein Kind. Doch bald danach wurde seine Frau schwanger. Als Familienvater mit Sohn und Tochter führte er weiter Abtreibungen durch – bis Tochter Heather mit fünf Jahren mit tödlichem Ausgang von einem Auto angefahren wurde.

BILD: Das Buch von Abby Johnson „Un-Planned“ (Ungeplant) wurde inzwischen verfilmt

Als er seine Arbeit wieder aufnehmen sollte, fühlte er sich krank bei dieser „Tätigkeit“. Ein paar Monate später hörte er auf, Abtreibungen im zweiten Trimester durchzuführen.

Bald hörte er ganz auf: «Sobald man herausfindet, dass es falsch ist, ein Baby von der Grösse einer Hand zu töten, braucht man nicht lange, um zu erkennen, dass es egal ist, wie gross es ist. Es ist immer noch ein Sohn oder eine Tochter.»

Quelle (Text / 1. Foto): https://www.jesus.ch/themen/people/erlebt/345016-die_wahre_geschichte_des_abtreibungsarztes_von_unplanned.html


Buch-TIP für Lebensrechtler und solche, die es werden wollen: LEBENSLINIE

Buch-Daten: Lebenslinie, Abby Johnson, Sankt-Ulrich-Verlag, ISBN: 978-3-86744-210-7, gebunden, 272 Seiten, 14 cm x 22 cm, 19,95 Euro

Die Abteilungsleiterin einer Abtreibungsklinik tritt zurück und schließt sich Lebensrechts-Demonstranten auf der Straße an. Eine dramatische Kehrtwende, die es bis ins Fernsehen schafft.  

Darüber berichtet Abby Johnson (siehe Foto) in ihrem Buch, das in den USA für erhebliches Aufsehen sorgte. Hier erfährt der Leser Einzelheiten aus dem Alltag einer Abtreibungsklinik und blickt tief in die Seele einer Frau, die beide Seiten des Konflikts um Mütter und ihre ungeborenen Babys erlebte.

Cordula Mohr aus Rheine (siehe Foto), dreifache Familienmutter und aktive Lebensrechtlerin, hat diese Neuerscheinung gelesen und berichtet von ihrem Eindruck:

„Ich bin beeindruckt von diesem Werk und kann es jedem Lebensrechtler empfehlen. Das Buch beginnt zunächst mit dem grausamsten Kapitel des Buches: Abby schaut einer Abtreibung zu und hält den Ultraschallkopf für den Arzt. Sie beschreibt genau, was geschieht. Danach ist der Leser geschockt. Ich brauchte zwei Tage, um das Buch weiterzulesen  – man muß es erst mal absacken lassen.

In weiteren Kapiteln beschreibt sie ihren Werdegang im Studium und der Klinik; sie ist Psychologin geworden und leitet die Beratungsabteilung in der Planned-Parenthood-Klinik in Bryan (US-Bundesstaat Texas).

Abby schildert einige Begegnungen mit schwangeren Frauen und ihre tiefe Überzeugung, Menschen helfen zu wollen und Abtreibungszahlen niedrig zu halten.  Doch die Verfasserin ließ selber zwei Abtreibungen vornehmen. Beide Kinder kamen von ihrem ersten Ehemann, von dem sie sich scheiden ließ. Längere Zeit kann sie ihre beiden Abtreibungen tief verdrängen.

In einigen Kapiteln beschreibt sie Ideologie und Arbeitsweise von Planned Parenthood, der Mutterorganisation jenes Abtreibungsvereins mit dem unpassenden Namen Pro familia. Auch diese Seiten sind sehr interessant.  

Als Abby dann spektakulär zur Seite der Pro-Lifer wechselt, kann man das Buch nicht mehr weglegen. Man verschlingt geradezu die Seiten, in denen es um ihre Bekehrung zum christlichen Glauben geht.

Das letzte Kapitel handelt von juristischen Maßnahmen ihres einstigen Arbeitgebers, des Verbands Planned Parenthood gegen Abby Johnson  –  auch das ist spannend und ermutigend zu lesen. Danach ist Abby in der Pro life Coalition tätig. Das Haus liegt fast gegenüber der betreffenden Abtreibungsklinik.

Interessant beschreibt sie die 40-Tage-Gebets-Aktionen der Lebensrechtler, die sich mehrmals jährlich in 90 Städten der USA ereignen. Soviel Einsatz ist in Deutschland leider kaum vorstellbar.

Eine Detail-Kritik am Rande und zum Schluß: Der Untertitel des Buches „Warum ich keine Abtreibungsklinik mehr leite“ ist irreführend. Man gewinnt anfangs den Eindruck, Abby Johnson sei Abtreibungsärztin gewesen, obwohl sie in der Klinik die Beratungsabteilung leitete.“