Benedict Daswa wird als erster südafrikanischer Märtyrer selig gesprochen

Er starb als Bekenner gegen den Aberglauben

Am kommenden 13. September wird in Südafrika der am 2.2.1990 ermordete Benedict Samuel Daswa selig gesprochen: es handelt sich um den ersten von der katholischen Kirche anerkannten südafrikanischen Märtyrer. 027_24

Zu diesem Anlaß bietet eine eigene Internetseite (www.daswabeatification.org.za) Infos zum Leben dieses vorbildlichen Gläubigen.

Im Februar 1990 gab es in der Region seines Heimatdorfes zahlreiche heftige Unwetter, hinter denen sich nach Ansicht der Einheimischen Hexerei verbarg. Der Ältestenrat beschloss, sich mit einem magischen “Medizinmann” zu beraten, und bat die Dorfbewohner um einen finanziellen Beitrag von je 5 Rand für dessen Bezahlung.

Benedict erklärte, es handle sich bei den Gewittern um natürliche Phänomene und betonte, daß sein katholischer Glaube ihm den Beitrag zur Bezahlung des  Schamanen verbiete. RadioVatikan

Am 2. Februar 1990 wurde Benedict in seinem Fahrzeug bei einer Straßenblockade angehalten. Er konnte zu Fuß fliehen und versteckte sich in einem Haus. Doch nachdem die Frau bedroht wurde, die ihn versteckt hielt, stellte sich Benedict seinen Mördern. Er wurde mit Messerstichen getötet und seine Leiche wurde mit kochendem Wasser übergossen.

Am 22. Januar dieses Jahres genehmigte Papst Franziskus der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen die Veröffentlichung des Dekrets über die Anerkennung des “Martyriums des Dieners Gottes Benedetto Daswa (Bakali)“.

Stellvertretend für Papst Franziskus wird der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen, Kardinal Angelo Amato, am 13. September in der Wallfahrtsstätte Benedict Daswa, in Tshitanini in der Provinz Limpopo der Seligsprechung vorstehen.

Quelle: Fidesdienst


Heute Abend: BR-Sendung über den alltäglichen Aberglauben von der Zahl 13 bis zur Schwarzen Katze

Aus dem Ankündigungtext des Bayerischen Fernsehens:

Achten Sie darauf, mit dem richtigen Fuß aufzustehen? Wird Ihnen mulmig beim Anblick einer schwarzen Katze?

Andrea Roth ist der Geschichte des Aberglaubens auf den Grund gegangen und berichtet darüber in der Sendereihe „Stationen“ am heutigen 24. April im 19 Uhr.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Trotz aller Modernität unserer Zeit: Ein bißchen abergläubisch sind doch die meisten. Ein Beispiel hierfür ist die angebliche „Unglückszahl“ 13.

Oder wie ließe sich sonst erklären, daß seriöse Menschen wie die Architekten von Hochhäusern oft auf die Zählung eines 13. Stockwerks verzichten, daß in Flugzeugen voller nüchterner Geschäftsreisender die 13. Sitzreihe fehlt oder daß in der hochtechnisierten Welt der „Formel 1“ die Startnummer 13 nicht vergeben wird.

All diese Menschen dürften seit Monaten ein gravierendes Problem haben  –  immerhin schreiben wir das Jahr 2013!

„Stationen“-Reporterin Roth hat sich der Sache angenommen und bringt Licht in die Geschichten hinter dem Aberglauben vom Mittelalter bis ins Heute.

Das Wort „Aberglaube“ wurde von der katholischen Kirche geprägt. Sie störte sich daran, daß die Menschen ihr Schicksal wie einst im Heidentum weiterhin in der Hand „mystischer“ Kräfte und nicht allein in der Hand Gottes wähnten.

Die Zahl 13 ist dabei bei weitem nicht das einzige Beispiel: Schwarze Katze von links, unter einer Leiter durchgehen, mit dem linken Fuß aufstehen – wer solche Situationen vermeidet, könnte dem Aberglauben zufolge auf einen glücklicheren Tag hoffen.

Der Augsburger Volkskundler Stephan Bachter sieht genau hier eine wesentliche Motivation für Aberglauben: Menschen hoffen so, ihr Schicksal mittels okkulter Mächte relativ simpel beeinflussen zu können.

 


Betrügisches „Gesundbeten“ kostete 60.000 €uro

Wie die österreichische Taeszeitung „Der Standart“ vom 8.2.2012 berichtet, lief jetzt in Wien ein Prozeß, bei dem es um schweren Betrug ging, begangen von einer Frau samt Tochter aus Serbien. Die beiden Angeklagten wurden zur Rückzahlung der hohen Summe und zu unterschiedlich hohen Gefängnisstrafen verurteilt.

Das leichtgläubige Opfer war eine 45-jährige Religionslehrerin, die sich um ihre behinderte Tochter sorgte und sie gewissermaßen „gesundbeten“ lassen wollte. Dabei wurden sie von den beiden Betrügerinnen ständig wegen noch höherer Beträge unter Druck gesetzt, auch mit der Drohung, ihre 20-jährige Tochter sterbe ansonsten schon bald.

Erst als der Ehemann der Religionslehrerin per „Zufall“ von den Vorgängen erfuhr (seine Frau schickte eine SMS aus Versehen an ihn statt an die Betrügerin)  und sofort Anzeige erstattete, flog das Täuschungs- und Erpressungsmanöver auf und wurde der gerichtlichen Klärung zugeführt.

Soviel zum Thema Aberglauben und seine möglichen Folgen!