Kritik an GEW-Aussagen zu Abitur-Verzicht

Zur Forderung der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), in diesem Jahr notfalls auf Abiturprüfungen zu verzichten, erklärt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Götz Frömming:

„Die Forderung der GEW, notfalls auf Abiturprüfungen zu verzichten, ist unverantwortlich. Dadurch werden die Schüler, die sowieso schon unter den Corona-Einschränkungen an den Schulen leiden, zusätzlich verunsichert.

Ein Notabitur ohne Prüfung benachteiligt die Schüler, die in diesem Jahr ihren Abschluss machen, und belegt sie mit einem lebenslangen Makel. Sie wären für immer der Abschlussjahrgang ohne ‚richtiges‘ Abitur. Das können wir den Schülern nicht zumuten. Wir sind nicht im Krieg.

Dass dieser Vorschlag von der GEW kommt, verwundert nicht. Den Gewerkschaftsfunktionären geht es einmal mehr darum, ihre verfehlten egalitären Bildungsvorstellungen zu propagieren. Das Abitur muss Reifezeugnis sein, das die Studierfähigkeit bescheinigt. Ein Abitur, das fast alle schaffen oder geschenkt bekommen, ist am Ende nichts wert.

Die Schüler haben ein Recht auf Bildung und reguläre Prüfungen. Kultusminister, Schulverwaltungen und Lehrer sind jetzt gefordert, alle notwendigen Hilfen bereitzustellen, die es den Abiturienten ermöglichen, auch unter Corona-Bedingungen ihre Schullaufbahn mit einem regulären Abschluss erfolgreich zu beenden.


AfD-Ansage zu aktuellen Corona-Beschlüssen

Zu den Ergebnissen der heutigen Ministerpräsidenten-Konferenz erklärt Tino Chrupalla, Bundessprecher der AfD:

„Auch auf dem Höhepunkt der Corona-Krise gibt Bundeskanzlerin Merkel ein kümmerliches Bild ab. Zu entscheidungsschwach, zu zögerlich ist ihr Handeln, als dass sie Deutschland in dieser schweren Zeit aus der Gefahr führen könnte. Und zu unvollkommen sind die Hilfen für die deutsche Wirtschaft, als dass eine Rezession verhindert werden könnte.“

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Dr. Alexander Gauland, stellt fest:

„Es entspricht den Forderungen unseres Zehn-Punkte-Plans, dass eine allmähliche Lockerung stattfinden soll. Wir befürworten die Öffnung von Geschäften, in denen die Abstandsregeln eingehalten werden können. Sollten Restaurants tatsächlich bis Ende August geschlossen bleiben müssen, halten wir das für falsch, das würde die Gastronomiekultur in Deutschland zum Erliegen bringen.“

Der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Detlev Spangenberg, führt aus:

„Risikogruppen müssen besonders geschützt werden, insbesondere Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen. Diese Gruppen müssen besonders betreut werden. Aber auch die Wirtschaft muss in Gang gebracht werden, denn auch das Gesundheitswesen braucht eine funktionierende Wirtschaft. Wir halten es für richtig, dass Schutzmasken in geschlossenen öffentlichen Räumen getragen werden, lehnen aber überzogene Tragepflichten beispielsweise bei Waldspaziergängen ab.“

Der bildungspolitische Sprecher, Götz Frömming, betont:

„Die AfD-Fraktion hat als erste Partei die Schulschließungen befürwortet und tritt auch jetzt als Vorreiter für eine Rückkehr zum Normalzustand ein. Möglichkeiten zum Teleunterricht müssen geschaffen werden. In allen Schulen, die jetzt öffnen, müssen ausreichend Hygienemittel vorhanden sein. Klassengrößen müssen durch Notfallpläne verringert werden.

Anders als die Leopoldina befürworten wir eine Rückkehr der Schüler der höheren Schulklassen, insbesondere die Abiturienten dürfen nicht länger auf die Folter gespannt werden. Sie sind auf die Prüfungen vorbereitet, und diese müssen unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen auch abgehalten werden können.“


Unionsfraktion widerspricht der EU: Realschulabschluß muß auch künftig für den Pflegeberuf reichen

SPD will Akademisierung der Pflegeberufe

 In Brüssel treten die Beratungen über die Novellierung der Berufsanerkennungsrichtlinie in die entscheidende Phase. Es geht dabei um die Frage, ob in Deutschland nur noch Abiturienten zu Krankenschwestern und Krankenpflegern ausgebildet werden können.

Foto: Konrad Ruprecht

Hierzu erklärt der bildungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Albert Rupprecht, in einer Pressemitteilung:

„Ein mittlerer Schulabschluss ist eine gute Grundlage für die Ausbildung in der Krankenpflege. Die Mehrheit der deutschen Krankenschwestern und Krankenpfleger hat kein Abitur. Trotzdem sind sie nicht schlechter qualifiziert als ihre englischen, französischen oder spanischen Kollegen.

Die EU-Forderung, von Auszubildenden künftig Abitur zu verlangen, ist deshalb nicht nur in der Sache unangemessen. Damit würden viele für den Beruf geeignete junge Menschen ausgeschlossen, auf die wir überhaupt nicht verzichten können.

Die Kakophonie innerhalb der SPD im Europaparlament ist daher unverantwortlich.

Während überall in Europa das Interesse an der deutschen Berufsausbildung wächst, reden die SPD-Vertreter im Binnenmarkt- und Beschäftigungsausschuss einer Akademisierung der deutschen Pflegeberufe das Wort.

Offenbar sind die Bekenntnisse zur deutschen Berufsausbildung nur Lippenbekenntnisse. Für einige Genossen beginnt der Mensch tatsächlich wohl erst beim Abitur.“

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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Präsident des Dt. Lehrerverbands kritisiert Schulpolitik der drei Stadtstaaten

Angesichts des miserablen Abschneidens von Hamburg, Berlin und Bremen beim Grundschulvergleich haben Lehrerfunktionäre harsche Kritik an der Schulpolitik der Stadtstaaten geübt. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, bemängelte den Trend zur Absenkung von Anforderungen, um möglichst viele Schüler zum Abitur zu bringen.

„Der infiziert die ganze Republik„, so Kraus gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“: „Und die Kultusministerkonferenz macht da auch noch mit.“

Er prangerte zudem „völlig anspruchslose Lehrpläne und eine lasche Unterrichtsdidaktik“ in den Stadtstaaten an. Die Kultusminister der Stadtstaaten müssten ihre Stundentafel in den Kernfächern Deutsch und Mathematik deutlich erhöhen und sich auf detailliertere Lehrpläne festlegen.

Zudem sei „Früh-Englisch“ überflüssig, „diese Stunden sollten dem Fach Deutsch zugute kommen„.

Auch der Vorsitzende des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, kritisierte: „Die Politik wünscht sich hohe Übertrittsquoten zum Gymnasium. Um diese zu erreichen, überbieten die Stadtstaaten sich mit immer neuen Innovationen.“  – Dies führe zu Qualitätsverlusten.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur