Linke Randale gegen Prozession für das Leben Farbanschlag auf den Dom in Münster

Von Felizitas Küble

Am Samstag, dem 23. Oktober 2021, wurde in Münster erneut der Gebetszug für das Leben mit weißen Holzkreuzen durchgeführt. Veranstalter ist seit Jahrzehnten der Verband „EuroProLife“ von Wolfgang Hering, der diese Gedenkaktion für die Ungeborenen auch in Erinnerung an Kardinal von Galen durchführt, den Bischof und „Löwen von Münster“, der mit seinen weltberühmten Predigten mutig gegen den Massenmord an behinderten Menschen in der NS-Diktatur aufstand.

Auch heute wollen sich Christen mit dem Unrecht der Massenabtreibung nicht abfinden. Gleichwohl betont Versammlungsleiter Hering, daß es sich bei dieser Prozession nicht um einen „politischen Marsch“ handelt, auch nicht um eine Diskussionsplattform, sondern um Gebete für die bedrohten Babys im Mutterleib und für alle Betroffenen, seien es Täter/innen oder Opfer. Es gehe nicht um Anklage, sondern um Fürbitte und darum, auch in der Öffentlichkeit ein Zeugnis zu geben für das Leben.

Die Initiative begann mit einer Kundgebung auf dem Kirchplatz von St. Aegidii in der Innenstadt von Münster mit über 100 Teilnehmern. Wolfgang Hering erinnerte an die tödlichen Euthanasie-Maßnahmen in unseliger Zeit: 1938 habe der NS-Staat die Hebammen dazu verpflichtet, behinderte Frühgeborene dem Gesundheitsamt zu melden; sie wurden abgeholt und starben nach einigen Wochen an einer angeblichen „Lungenentzündung“ etc. So wurde die Vernichtung „unwerten“ Lebens gegenüber dem Volk vertuscht.

Heute wird gerne vom „Selbstbestimmungsrecht“ der Frau über ihren „Körper“ gesprochen. Hering erklärte, die Forderung sei zunächst völlig berechtigt – sofern es wirklich um den Körper der Schwangeren geht – und nicht um das Kind im Mutterleib, das über (s)einen eigenen (!) Körper verfügt.

Abtreibung ist nicht etwa Ausdruck von Selbstbestimmung, sondern Fremdbestimmung gegen das Lebensrecht der Ungeborenen. Das gilt auch für die Tötung behinderter Kinder im Mutterleib, die sogar über den 3. Monat hinaus straffrei möglich ist. Hering betonte: „Ungeborene sind Menschen wie Du und ich.“

Der Präsident von EuroProLife erwähnte sodann seine Eindrücke aus der Begleitung von Abtreibungsbetroffenen der letzten 25 Jahre. Viele Frauen seien verzweifelt, würden um ihr getötetes Kind weinen und ihre Tat zutiefst bereuen.

Seit Jahrzehnten gibt es linksradikale Randale gegen diese friedliche Prozession, die aus Gebeten, Liedern sowie Phasen stiller Besinnung besteht – und durch die Innenstadt von Münster führt, vorbei an mehreren Kirchen (z.B. Lamberti, Ludgeri, Liebfrauen) und auch an der Synagoge.

BILD: Ein Polizist in Hab-Acht-Stellung schützt unsere Prozession

Nur durch starken Polizeischutz von hunderten Beamten ist es den Lebensrechtlern überhaupt möglich, den Domplatz für ihre Abschlußkundgebung zu erreichen (dies wurde früher mehrfach von Chaoten blockiert).

Die Polizei reagierte sehr hurtig und aufmerksam; sie flankierte unseren Gebetszug auf beiden Seiten; zudem fuhren zwei große Polizeiwagen und Motorräder unserer Prozession vorneweg und weitere Mannschaftswagen folgten hinten.

Überdies waren Polizeiautos in mehreren Seitengassen quer abgestellt und zusätzlich Gitter aufgebaut, um die Abtreibungs-Aktivisten zurückzudrängen. Wie die „Westfälischen Nachrichten“ heute schrieben, haben die Sicherheitskräfte teils „rigoros durchgegriffen“, um unsere Prozession zu schützen.

Die Gegendemonstranten störten unseren Gebetszug mit lautstarkem Geschrei und Krach (Sirenen, Trillerpfeifen, auf Töpfe schlagen etc). Sie riefen ständig ihre üblichen Sprüche „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“ – „Ob Kinder oder keine entscheiden wir alleine“ – oder Frechheiten wie „Haltet die Fresse!“.

Besonders irrsinnig war die Parole: „Für die Freiheit, für das Leben, Selbstbestimmung muß es geben“ – Ausgerechnet die Forderung nach Abtreibung soll „für das Leben“ sein?!

Die Passanten in den Fußgängerzonen und Geschäftsstraßen schauten dem „aufregenden“ Treiben erstaunt zu, teils mit offenen Mund standen sie verblüfft da und konnten es wohl nicht fassen, daß diese harmlosen Beter unentwegt von Chaoten verbal attackiert wurden.

Graffiti-Anschlag an der Mauer des Doms in Münster

Am Schluß trafen sich die Lebensrechtler auf dem Domplatz von Münster am steinernen Denkmal des Kardinal von Galen, das seit Jahren von der Gegenseite übel beschmiert wird und auch jetzt massiv mit Farbe verunstaltet war.

Noch schlimmer traf es allerdings den Sankt-Paulus-Dom unweit des Galen-Denkmals: Dort hatten Chaoten ihre Parolen hinterlassen: „PATRIARCHAT ZERSCHLAGEN“ – und für totale Abtreibungsfreiheit: „§ 218 ABSCHAFFEN“ eine schwere Sachbeschädigung an einem Gotteshaus.Auch an der Aegidii-Kirche gab es wieder Farb-Attacken mit Abtreibungsparolen.

Als die Beter mit ihren weißen Holzkreuzen und Gesängen zum Domplatz zogen, erwartete sie bereits ein ohrenbetäubender Lärm von der „Antifa“ und sonstigen ultralinken Gruppen. Die Polizei schützte unsere Abschlußkundgebung durch ein Gitter und durch ihre massive Präsenz vor dem Näherrücken von Randalierern. Der Krach war trotz des Abstands noch so enorm, daß wir die Ansprache von Herrn Hering akustisch kaum verstehen konnten.

Die Parolen auf den Plakaten der Gegner (siehe Foto) waren z.T. äußerst primitiv: So z.B. „Christentum ist eine Sch…-Religion“ (dort natürlich keine Pünktchen) sowie „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“ – oder im übelsten Gossenjargon: „Auch Maria hat gef….“ (im Original ausgeschrieben). Es geht hier anscheinend nur um aggressive Provokation.

Gleichwohl rief Herr Hering alle dazu auf, die meist jungen Leute nicht zu verurteilen, sondern zu beten, denn alle Menschen sind Gottes Geschöpfe, auch die irrenden.
Das Vaterunser fordert uns auf: „….wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ – So seien diese Störaktionen gleichsam ein „Trainingscamp“ für den christlichen Vergebungswillen, erläuterte der Versammlungsleiter.

Der HERR schaue auf unseren Einsatz und ER höre unsere Fürbitten, sagte Hering weiter: „Der Teufel haßt betende Christen.“ Für die „Höllenpost“ (wenn es eine solche Zeitschrift gäbe) seien die Gebete und das Zeugnisgeben der Gläubigen eine echte Katastrophenmeldung, meinte er in anschaulicher Bildersprache: „Erst recht, weil uns die Polizei auch noch wirksam beschützt.“

Am Schluß dankte Hering allen Teilnehmern und besonders den Beamten für ihren Einsatz, wobei – wie jedesmal am Kardinal-von-Galen-Denkmal üblich – zum Abschluß ein Vaterunser und Ave Maria für die Polizisten und ihre Familien gebetet wurde.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferusewrk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Erfolgreicher Marsch für das Leben in Wien

Mit mehr als 2500 Teilnehmern war der Marsch fürs Leben 2021 in Wien ein voller Erfolg und ein deutliches Zeichen für das Lebensrecht der schwächsten Glieder unserer Gesellschaft – der Ungeborenen und der Alten und Kranken. 

Wie jedes Jahr gingen zahlreiche Familien und Menschen aller Altersgruppen gemeinsam auf die Straße, um ein Ende der Abtreibung, Unterstützung für schwangere Frauen in Notsituationen und – angesichts aktueller Entwicklungen – den Schutz der Alten und Kranken vor der Einführung der Euthanasie zu fordern. 

Vor Beginn der Kundgebung gab es dieses Jahr ein breites Angebot an Feierlichkeiten. einen Gottesdienst der Evangelischen Allianz, eine orthodoxe Liturgie und zwei katholische hl. Messen. Daran nahmen zahlreiche Teilnehmer des Marsches teil. Hauptzelebrant der Hl. Messe in der Peterskirche war Weihbischof Scharl. 

Um 13:30 Uhr begann die Kundgebung die wieder am Stephansplatz stattfinden konnte. Moderator Ludwig Brühl begrüßte die Teilnehmer, unter denen sich auch Weihbischof Scharl und Abgeordnete zum Nationalrat, Gudrun Kugler, und weitere Politiker befanden. 

Durch Erzpriester Alexander Lapin liess der orthodoxe Metropolit Arsenius eine Grußbotschaft zukommen: „Die grundsätzliche Heiligkeit des Lebens gehört zu den Fundamenten unseres Glaubens und ist nach unserer christlichen Überzeugung unantastbar und genießt Gültigkeit – bedingungslos.“

Der freikirchliche Pastor Raimund Harta betonte auch in Bezug auf Euthanasie, die durch ein Urteil des VfGh bald legalisiert werden könnte:

„Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, die Menschen nahelegt, von ihrer „Autonomie“ Gebrauch zu machen, indem sie sich selber mit Hilfe anderer umbringen, sondern in einer Gesellschaft, die ihnen Mut macht, Nähe und Zuwendung schenkt. Alte und kranke Menschen sollen nicht das Gefühl haben, eine Last und überflüssig zu sein!“ 

Zu unserer großen Freude ist Anna Bonetti speziell aus Italien zu unserem Marsch nach Wien angereist, um über ihre Geschichte zu sprechen. Sie selbst wurde aufgrund eines genetischen Defekts gehörlos geboren. Vor 4 Jahren entdeckte sie den Lebensschutz für sich und kritisiert:

„Abtreibungsbefürworter verkünden, dass wir eine Schwangerschaft abbrechen können und später versuchen können, Kinder zu bekommen. Aber eine Schwangerschaft ist nicht etwas, was wir einfach unterbrechen können. Ein durch Abtreibung verlorenes Kind ist für immer weg! Jeden Tag verlieren wir tausende Kinder, die nie die Chance bekommen, unsere Freunde, Partner oder Schulkameraden unserer Kinder zu sein.“ 

Danach wollten die Teilnehmer vom Stephansplatz über den Ring zurück zum Stephanplatz ziehen, wurden aber von aggressiven Gegendemonstranten grob blockiert und belästigt. Dennoch waren Stimmung und Atmosphäre ungebrochen gut und die Teilnehmer bedankten sich mit fröhlichem Applaus bei der Polizei. 

Bei der Schlusskundgebung forderte Theresa Habsburg noch einmal den österreichischen Gesetzgeber dazu auf, alles zu unternehmen, um die Einführung der sogenannten Sterbehilfe in Österreich zu verhindern und endlich für einen wirksamen Schutz ungeborener Kinder und ihrer Mütter zu sorgen. 

Der nächste Marsch für Leben findet am 15. Oktober 2022 statt.


Papst bekräftigt: „Abtreibung ist Mord“

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat Krankenhauspersonal zu „Wachsamkeit und Rechtschaffenheit“ beim Dienst am menschlichen Leben aufgerufen. Bei einer Audienz für italienische Krankenhaus-Apotheker bekräftigte er seine Ablehnung von Abtreibungen: „Es handelt sich um einen Mord, und es ist nicht zulässig, sich zum Komplizen zu machen.“

„Du stehst immer im Dienst des menschlichen Lebens“, wandte sich der Papst an jeden einzelnen seiner Gäste. In einigen Fällen könne dies auch zu kontroversen Entscheidungen führen, führte er weiter aus – nämlich „zu einer Verweigerung aus Gewissensgründen (…), die nicht illoyal ist, sondern im Gegenteil eine Treue zu Ihrem Beruf bedeutet, wenn sie gerechtfertigt ist. (…) Es ist auch eine Anklage gegen das Unrecht, das unschuldigem und wehrlosem Leben angetan wird.“

Zugleich rief er aber auch zu mehr Unterstützung der betroffenen Frauen auf:

„Es ist unsere Pflicht, den Menschen nahe zu sein, vor allem den Frauen, damit wir nicht an die Abtreibungslösung denken, denn das ist in Wirklichkeit nicht die Lösung. Dann zieht das Leben nach zehn, zwanzig, dreißig Jahren an einem vorbei. Und man muss schon in einem Beichtstuhl sitzen, um zu verstehen, wie hoch der Preis dafür ist – er ist sehr hoch.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2021-10/papst-abtreibung-krankenhaus-pharmazeuten-audienz-lebensschutz.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Münster: Gebetszug für das Leben am 23.10.

Die Lebensrechtsverein EuroProLife führt bald wieder seine jährliche Prozession gegen Abtreibung durch, wobei die Gläubigen weiße Holzkreuze tragen.

Der Gebetszug beginnt am Samstag, den 23. Oktober 2021, um 14:30 Uhr auf dem Sankt-Aegidii-Kirchplatz in Münster.

Die Teilnehmer gehen nach einer Kundgebung betend und singend durch die Innenstadt und beenden Ihre Pro-Life-Prozession auf dem Domplatz am Kardinal-von-Galen-Denkmal mit einer Abschlußkundgebung.

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Die Vernichtung „unwerten“ Lebens und Menschenzucht: Erfahrungen aus der NS-Zeit

Von Lucia Tentrop

Eine „Reproduktionmedizin“ für Frauen, von der man immer öfter liest, war mir bislang fremd. Eine Freundin, die Agrarwissenschaft studiert hat, erklärte mir, dass das Wort aus der Tierzucht kommt: Man züchtet die Kühe und Schweine dem Markt entsprechend, so dass sie mehr Milch und mageres Fleisch liefern.

Wenn wir das auf uns selbst übertragen, werden wir Menschen züchten, die unserem am Markt orientierten Bildungssystem entsprechen und intellektuell, technisch und sprachlich kommunikativ sind  – während die unsere Geisteswelt tragenden Kräfte der Innerlichkeit, der Seele, der musisch-religiösen Tiefe, verflachen und nicht mehr die Kraft haben, uns in der zunehmend destruktiven Sucht nach dem äußeren „Mehr“ innerlich tief genug im Lot zu halten.      

Ich kann es Peter Schallenberg nachfühlen, wenn ihn gezielte „Produktion“  und Abtreibung von Menschen an die Nazis erinnert, die Hunderttausende von psychisch kranken Menschen als nutzlos umgebracht haben.

Meine Großmutter war auch dabei. Weil die jungen Männer im Krieg waren und sie den Hof mit den Kindern und ihrem Großvater allein bearbeiten und dabei noch eine äußerst anspruchsvolle Tante pflegen musste, war sie so überfordert, dass sie wegen einer Depression in die Raphaels-Klinik nach Münster gebracht wurde. Von dort kam dann bald die schriftliche Nachricht, dass sie in der Klinik plötzlich verstorben war.

Meine Eltern sprachen lebenslang nie darüber. Sie hatten verinnerlicht, dass „unwertes Leben“ für eine Familie eine Schande und vielleicht sogar eine Gefahr war. Ich erfuhr es später von meinem älteren Bruder und meiner Patentante.

Als Kind in der  Nachkriegszeit habe ich sogar eine Nierenkrankheit unterdrückt, weil ich nicht krank sein wollte. Erst als jemand bemerkte, dass ich mich auf der Treppe vor unserer Haustür vor Schmerzen wand,  haben meine Eltern „geschaltet“ und den Arzt gerufen. Krieg und Wiederaufbau belasteten alles. 

Eine Frau aus unserm Dorf, die der Staat wegen der zerstörten Häuser mit ihrem Mann in unser Einfamilienhaus einquartiert hatte, erzählte uns Jahre später bei ihren Besuchen, wie Menschen von den Nazis gezüchtet wurden:

Weil sie blond war, kam sie nach der Realschule zur praktischen Ausbildung in eine Einrichtung, in der es auch eine Abteilung für blonde junge Männer gab, die nach bestimmten körperlichen Vorzügen ausgesucht und als Hitlers Elite für die Erhaltung der germanischen Rasse sorgten.  

Diese Mädchen waren ständig unter strenger Aufsicht, mussten hart arbeiten und jeden Morgen mit  nacktem Oberkörper auf dem Hof Lauf-Übungen machen, damit – wie Frau B. immer betonte –   die Brüste wackelten, während die jungen Männer aus den Fenstern zuschauten.

Von Zeit zu Zeit fragte die Aufseherin dann immer mal wieder: „Ist jemand von euch bereit, dem Führer ein Kind zu schenken?“

Wenn sich dann ein Mädchen bereit erklärte, wurde sie offiziell bevorzugt und von der harten Arbeit in ein  besseres Leben erlöst. – Soweit der Erlebnisbericht. Was mit den Babies passierte, ob und wie lange sie bei der Mutter blieben, weiß ich nicht. Unsere ehemalige Mieterin hatte dieses  Zuchtverfahren nicht mitgemacht und so die Folgen nicht miterlebt.

Heute wird man fast mit den Tätern in einen Topf geworden, wenn man darüber im Klartext spricht.   In dieser Erinnerung erlaube ich mir den Vorschlag, als Christen nicht nur das „Produkt“, sondern auch die „Reproduktion“ in Anwendung auf Menschen mit Gänsefüßchen zu schreiben oder von  „sogenannter  Reproduktionsmedizin“ zu sprechen, um uns davon zu distanzieren. Für uns ist der  Mensch ist kein verfügbares „Produkt“, sondern im tiefsten Sinne des Wortes Person (vgl. Gal 2,20). 

Unsere Autorin Lucia Tentrop ist katholische Theologin, Musikerin, Malerin und Pädagogin; hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de                                  


EU-Handelspolitik mit den USA degeneriert zum Vehikel einer linken Kulturrevolution

Heute wurde im EU-Parlament über die Beziehungen zwischen der EU und den USA debattiert. Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto), Bundessprecher der AfD und Leiter der AfD-Delegation im EU-Parlament, erklärt dazu:

Gute Beziehungen zu den USA sind in unserem Interesse. Wichtig ist dabei, dass unsere Interessen von Washington respektiert werden.

Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall: Man denke an die Versuche der USA, Nord Stream 2 zu verhindern oder uns in interventionistische außenpolitische Abenteuer zu verstricken, deren Folgen vor allem uns mehr geschadet als genutzt haben.

Damit ging eine nicht ganz unbegründete Skepsis gegenüber der US-Außenpolitik einher. Diese Skepsis darf jedoch nicht dazu verleiten, auf Konfrontationskurs mit den USA zu gehen.

Handel ist der Schlüssel für gute Beziehungen. Wenn Waren nicht die Grenzen passieren, werden es Soldaten tun, sagte dereinst ein französischer Ökonom.

Der heute im EU-Parlament diskutierte Picula-Bericht zu den EU-US-Beziehungen setzt unter anderem hier an: Intensivierung und Verbesserung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA, und gegenseitige Aussetzung und Abbau von Zöllen sind richtig.

Dennoch kann man dem Picula-Bericht nicht zustimmen, weil er Interessenpolitik mit linker Ideologie vermengt: Wo es um Interessenausgleich auf Augenhöhe gehen sollte, geht es um LGBTIQ-Fetisch, Gendergleichheit, indirekten Impfzwang, Internetzensur wegen angeblicher Hassrede, Abtreibung als Menschenrecht, sogenannten Antirassismus und Klimadirigismus. Handelspolitik wird so zum Vehikel einer linken Kulturrevolution.

Wir lehnen das ab und fordern engere, aber entideologisierte Beziehungen mit den USA.

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Unsere Defizite in der Innen- und Außenpolitik

Von Herbert Nowitzky

Die LINKE ist durch die Bundestagswahl deshalb ziemlich unbedeutend geworden, weil vor allem die CDU neben der SPD und den Grünen unter Merkel sehr linkslastig geworden ist und etliche Programmpunkte quasi übernommen hat, die vorher in der CDU/CSU undenkbar waren.

Zu erwähnen sind u.a. die nahezu uneingeschränkte „Abtreibung“, das Morden von Kindern vor der Geburt; die Einführung der „Ehe für alle“; der hysterische Kampf gegen das Klima, das von Menschen nicht beeinflusst werden kann, sondern von Anbeginn ein elementares Naturereignis ist; die

Verweigerung, die Kultur des einst christlich geprägten Abendlandes weiterhin als gesellschaftliche Grundlage und als hohes Gut zu erhalten; die Aufnahme von Millionen kultur- und glaubensfremder Muslime, die bereits heute unsere Gesellschaft stark negativ verändert haben – ganz im Gegensatz zu anderen Ausländern, denen wir durchaus vieles zu verdanken haben, die sich auch in unsere demokratische Gesellschaft einbringen.

Nicht alle Muslime lehnen unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung ab, aber dann sind sie gemäß Koran bereits „Abtrünnige“ und werden als „Ungläubige“ behandelt. Bitte bei denen informieren, die als ehemalige Muslime Kritik am Islam üben.

Besonders in den letzten Jahren ist unsere Demokratie dem Sozialismus nahe gekommen. Wichtige Entscheidungen wurden von der Kanzlerin ohne Parlament allein gefällt. Kein Land in Europa hat inzwischen seine Nationalität so sehr in den Hintergrund gestellt wie Deutschland. Dazu gingen üppige Zahlungen deutscher Steuergelder nach Brüssel. Sogar die Nationalmannschaft wurde zur „Mannschaft“.

Besonders schmerzlich ist, dass unter der CDU/SPD-Regierung die deutsche Staatsraison, fest an der Seite ISRAELS zu stehen, aufgegeben wurde. Milliarden (!) deutscher Steuergelder wurden unkontrolliert und nicht zweckgebunden an die Terroristen in Gaza und in die PA-Autonomie gepumpt. Nach Recherchen des IWF (2004) konnte Arafat so immerhin 900 Millionen Euro „Entwicklungshilfe“ auf seine Privatkonten in der Schweiz umlenken. Eine Rückzahlung wurde nach seinem Tode nicht verlangt.

Die Einstellung von US-Hilfsgeldern an die „Palästinenser“ in Höhe von ca. 350 Millionen Euro jährlich, die Ex-Präsident Trump angeordnet hatte, wurde von der Bundesregierung stillschweigend übernommen – auch ganz ohne Parlamentsbeschluss. Der deutsche UN-Botschafter Heusgen, ein Vertrauter der Kanzlerin, hat auftragsgemäß bei Resolutionen gegen ISRAEL gestimmt oder sich der Stimme enthalten. Das sagt eigentlich alles.

Wer u.a. im Bundestag die Reden z.B. von Dr. Curio gehört hat, weiß, dass die AfD viele gute Vorschläge sowohl zur Innenpolitik als auch zur Außenpolitik gemacht hat und deshalb gesprächsbereit war. Nur die anderen wollten es nicht annehmen. Dazu gehört allerdings auch die ständig betriebene Isolation der AfD durch unsere zwangsbezahlten öffentlich-rechtlichen Medien, die eigentlich ihrem Auftrag entsprechend zu Neutralität, Wahrheit und Ausgewogenheit verpflichtet sind.

Was die öffentlich-rechtlichen Medien anbetrifft, so muss sich hier dringend etwas ändern. Es gibt zu viele Sendeanstalten, die alle in ihrer Produktion nur geringe Unterschiede aufweisen, aber über 35.000 sehr gut bezahlte Mitarbeiter haben. Die Aufgabe der Medien ist es auch, die Regierungsarbeit kritisch zu begleiten. Inzwischen haben sie sich zum Sprachrohr der Regierung entwickelt – zum Schaden für unser Land.

Die Politik sollte mehr Rechte für die Polizei einfordern, gegen Gewalttäter vorzugehen. Zur Erinnerung: beim G-8-Gipfel in Hamburg (Bürgermeister Scholz!) wurden mehr als 750 Polizisten von gewalttätigen „Autonomen“ zum Teil schwer verletzt. Geschäfte wurden von Linken geplündert, Autos und Geschäfte in Brand gesteckt – wie es auch in Berlin an der Tagesordnung ist. Olaf Scholz hatte damals die Polizei zur Zurückhaltung aufgefordert, obwohl es hier um schwersten Landfriedensbruch ging.
Die jährlichen „Feiern“ zum 1. Mai in Berlin, Hamburg und Hannover sind zu einem Fanal der linken Gewalttäter gegen die Gesellschaft geworden. Dort werden Polizisten auch mit Stahlkugeln aus Katapulten beschossen.

Zu erwähnen sind auch die jährlichen martialischen al Quds-Märsche in Berlin (Jerusalem-Märsche, von Ajatollah Chomeini 1979 angeordnet), wo ganz offen von Moslems und LINKEN (!) die Vernichtung ISRAELS gefordert wird. Ich habe dort auch schon Transparente mit der Forderung „Juden ins Gas!“ gesehen.

Die begleitende Polizei hatte wohl die Anweisung vom Innensenator, nicht einzugreifen. Die Staatsanwaltschaft Berlin lehnte später eine Strafverfolgung wegen „mangelnder Beweise“ ab. Diese Märsche werden aber immer wieder genehmigt.Und der Bundespräsident gratulierte nun schon zweimal den Mullahs in Teheran zum Jahrestag der Islamischen Revolution.


Aktuelle Buch-Empfehlung: Der Verrat am C

Buch-Daten: Der Verrat am C. Eugen Abler. 320 Seiten. ISBN 978-3-87336-723-4. DIN A 5 Klappenbroschur. Preis: 18,90 Euro – Gerhard-Hess-Verlag

Bundesweit bekannt geworden ist der oberschwäbische Autor durch seine unbeugsamen Bekenntnisse als Lebensrechtler in vielen kritischen Redebeiträgen auf den CDU-Bundesparteitagen. (Wir haben hier im CF darüber berichtet.)

Aus Sicht von Eugen Abler hat die langjährige Bundesvorsitzende Merkel die CDU im Kielwasser des Zeitgeistes nach links geführt und damit das „C“ zum Erlöschen gebracht.

Als Beispiele nennt der Verfasser die Umsetzung der Genderideologie, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare, die Ehe für Alle, die Abtreibungsthematik, die Frühsexualisierung der Kinder und die Einführung eines „dritten Geschlechts“.

Dieser Verrat am „C“ wiegt schwer. Im August 2020 ist der Autor nach 43 Jahren aus der CDU ausgetreten, um beim Blick in den Spiegel kein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Eugen Abler, Jahrgang 1952, aufgewachsen und lebend in Bodnegg, Landkreis Ravensburg, Diplom-Kaufmann, im 47. Jahr Gemeinderat in Bodnegg, 15 Jahre Mitglied in der CDU-Fraktion des Kreistages, weitere ehrenamtliche Funktionen in Kirche und Gesellschaft. Umfassendes Engagement in der CDU als langjähriger Vorsitzender des Gemeindeverbandes Bodnegg, als stellv. Kreisvorsitzender, Mitglied im Bezirksvorstand, Delegierter auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene.

Das Buch kann hier bestellt werden: http://www.gerhard-hess-verlag.de/


ALfA veröffentlichte Wahlprüfsteine online

Einige Tage vor der Bundestagswahl veröffentlichte die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) die Wahlprüfsteine der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien zu Fragen, die Lebensrechtlern unter den Nägeln brennen.

Dazu erklärt die Bundesvorsitzende der ALfA, Cornelia Kaminski (siehe Foto) in Augsburg:
„Abtreibung bis zur Geburt? Embryonenschutz? Selektion von Menschen mit Handicap? Wir haben die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien gefragt, wie sie zu Themen stehen, die Lebensrechtlern unter den Nägeln brennen. Und da uns nicht von allen Antworten zu allen Themen vorliegen, haben wir recherchiert, was diese Parteien andernorts haben verlauten lassen.

Das Ergebnis sind hieb- und stichfeste Positionen, die wir auf unserer Homepage veröffentlicht haben und die Interessierte dort (https://www.alfa-ev.de/die-haltung-der-parteien-in-lebensrechtsfragen/) einsehen können.

Wer also wissen will, welche Standpunkte die im Bundestag vertretenen Parteien zu Themen wie Abtreibung als Menschenrecht, Streichung des Werbeverbots für vorgeburtliche Kindstötungen (§ 219a StGB), Verbot von Gehsteigberatungen, Abtreibung im Home Office, nicht-invasive pränatale Tests (NIPT), assistierter Suizid sowie dem Schutz künstlich erzeugter Embryonen, Eizellspende und Leihmutterschaft vertreten, der ist gut beraten, der ALfA-Homepage einen Besuch abzustatten, bevor er in der Wahlkabine sein Kreuz macht.

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Irak: Chaldäischer Patriarch Sako erinnert bei Abtreibungen an Kains Mordtat

Bei der Abtreibung wiederhole sich die Geschichte von Kain, der den ersten „vorsätzlichen Mord“ beging, von dem die Bibel berichtet. Und für die Kirche „hat jedes menschliche Leben, auch das ungeborene, seine Würde und das Recht, geschützt zu werden“.

Dies schreibt der chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako in einem Beitrag, in dem er auch den Absatz der Enzyklika „Evangelium Vitae“ zitierte, worin Papst Johannes Paul II. daran erinnert, dass bei einer Abtreibung „ein menschliches Geschöpf getötet wird, das gerade erst dem Leben entgegengeht, das heißt das absolut unschuldigste Wesen, das man sich vorstellen kann: es könnte niemals als Angreifer und schon gar nicht als ungerechter Angreifer angesehen werden! Es ist schwach, wehrlos, so daß es selbst ohne jenes Minimum an Verteidigung ist, wie sie die flehende Kraft der Schreie und des Weinens des Neugeborenen darstellt. Es ist voll und ganz dem Schutz und der Sorge derjenigen anvertraut, die es im Schoß trägt“ (Evangelium vitae, 58).

Dies werfe radikale Fragen über das Geheimnis des Bösen auf, das die Geschichte der Menschheit begleitet. „Die Bibel“, so der irakische Kardinal weiter, „stellt im Buch Genesis fest, dass Hass und Gewalt ein Teil der menschlichen Geschichte sind“.

Das Böse – so lehre der biblische Text – sei nicht durch den Willen Gottes in die Welt gekommen, der den Tod in seinem Schöpfungswerk wollte. Die Türen zu Gewalt und Tod seien vielmehr durch die Undankbarkeit und den Stolz des Menschen geöffnet worden, auch durch die Erbsünde und deren verderbliche Früchte, wie sie sich erstmals in der Ermordung Abels durch seinen Bruder Kain manifestierten.

„Das menschliche Leben ist ein heiliges Geschenk Gottes, und niemand hat das Recht, es wegzunehmen“, so Kardinal Sako weiter. Der Mensch sei aber nicht in der Lage sei, sich selbst zu „vermenschlichen“.

Nur das Heilsgeschehen, das Christus in die Welt gebracht habe, könne den Samen der Vergebung im Herzen der menschlichen Beziehungen sprießen lassen. Ohne das Wunder der Gnade Gottes könne jeder Appell an den Dialog und die Brüderlichkeit leicht in erstickenden Moralismus oder in „Parteinahme“ umschlagen.

Quelle: Fidesdienst