Johnny Designed: ein spannendes Buch – nicht nur für Lebensrechtler

Rezension von Cordula MohrIMG_2265

  • Titel etc: Johnny Designed, 315 Seiten, 12 €
  • Autorin, Verlag: Grohsebner Veronika; Erscheinungsdatum: 4.10.2013
  • ISBN-10: 3200032561
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Dieser Roman ist ein außergewöhnlich gut gelungenes und spannendes Lebensrechtsbuch für alle Menschen, besonders jedoch für Jüngere, denen dieses Thema am Herzen liegt.
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Die Autorin Veronika Grohsebner schreibt spannend über all jene Konsequenzen, die eine Karriere-Frau mit ihrem Sohn Johnny tragen muss, die sich einmal im Leben für eine Abtreibung entschieden hat. Danach ist nichts mehr so wie es war.
 
Im ersten Teil wird dem Leser durch eine Biologiestunde in der Klasse 6A des Gymnasiums aufgezeigt, wie leichtfertig viele Jugendliche über Sex und Verhütung denken. Zudem wird in der Klasse die Abtreibung in manchen Fällen voll akzeptiert. index
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Einige Schüler werden aber nachdenklich, nachdem der erschütternde Dokumentar-Film “Der stumme Schrei” gezeigt wurde. Auch Klassenkameradin Lisa, die gegen den allgemeinen Strom schwimmt, sorgt bei ein paar Mitschülern für ein Umdenken.
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In den folgenden Kapiteln steht Johnny als Person im Mittelpunkt, der es gelernt hat, “seine Seelennot vor ihr zu verbergen, dann war endlich Schluss mit den belastenden Therapiestunden. Aber seine Angstattacken tauchten immer wieder in unregelmäßigen Abständen auf.”
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Es folgen mehrere Kapitel über die Freundschaft zwischen Johnny und dem kleinen Theo, einem Jungen mit Down-Syndrom sowie dessen Schwester Lisa, die zu Johnnys Schulklasse gehört. Es ist eine Freude zu lesen, wie gut es für Johnny in seinen seelischen Problemen wirkt, diese Familie kennengelernt zu haben, denn er war auf einen abtrünnigen Weg geraten.
Die Autorin muss Down-Syndrom-Kinder gut kennen, denn sie beschreibt sehr treffend ihre Fähigkeiten, Ausdrucksweisen und besonderen Liebenswürdigkeiten. images
 
Die weiteren Kapiteln verfolgen die aufkommende Frage Johnnys an seine Mutter: Wo ist mein Vater, der uns verlassen hat, als ich 5 Jahre alt war?  – Er bekommt keine Antwort und macht sich selbst auf die Suche nach ihm.
Dabei erfährt er Schreckliches; auf S. 169 heißt es: “Ich …wollte wissen, wo mein Vater jetzt lebt… seit er fort ist, hab ich nichts mehr gehört oder gesehen von ihm…elf Jahre lang kein Wort… von einem Moment zum anderen war er fort…,flüsterte er heiser und stockend. Meine Mutter…o Gott, meine Mutter…!”
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Johnnys Großmutter ermutigt und tröstet den Jungen: “Du bist mein geliebter Enkel, egal, wie du entstanden bist. Gott liebt dich, und wir alle hier lieben dich auch! Daran halte jetzt fest.”
 
In den letzten Kapiteln folgt der Racheakt von einer Ex-Freundin und deren Freundeskreis  an Johnny und Theo. Damit ist das Leben der alleinerziehenden Mutter und der Familie von Theo völlig aus der Bahn geraten.
Die Autorin schreibt sehr spannend und anschaulich über Entscheidungen, die getroffen werden müssen, wenn es um Leben oder Tod geht. Der tiefe christliche Glaube der Familie von Theo wirkt gleichsam “Wunder”.
 
Dieses Buch ist bis zur letzten Seite lesenswert und die Ereignisse stehen in einem interessanten Zusammenhang. So ziemlich alle zukunftsweisenden und möglichen medizinischen Entwicklungen kommen zur Sprache. Einfühlsam werden die Konsequenzen geschildert, die jeder einzelne tragen muss, wenn er sich für oder gegen ein Kind entscheidet.
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Cordula Mohr (siehe Foto) ist katholische Familienmutter und Regionalvorsitzende der ALfA (Aktion Lebensrecht für Alle) in Rheine

Rheine: Lebensrechtler informierten über Abtreibung und Selektion von Behinderten

ALFA-Aktion in der City verlief erfolgreich

Der Regionalverband Rheine der “Aktion Lebensrecht für Alle” (ALfA) hat am Samstag, den 9. Mai, um 9,30 Uhr auf dem Börneplatz in der Innenstadt von Rheine eine Informationsaktion gestartet. Schon beim Stand-Aufbau kamen die ersten interessierten Passanten, die sich über das Abtreibungsthema erkundigen wollten und Flugblätter mitnahmen. 100_1824

Drei Lebensrechtlerinnen waren am Stand aktiv: die Krankenschwester und Familienmutter Andrea T. sowie Cordula Mohr als ALfA-Regionalvorsitzende (siehe Foto) und ihre Tochter Laura.

Auch eine junge Reporterin der Lokalzeitung besuchte schon am frühen Vormittag den Infostand und führte ein ausführliches Hintergrundinterview mit Frau Mohr. Die Journalistin war sehr aufgeschlossen und interessierte sich vor allem für das Thema Behinderte und Schwangerschaftsdiagnostik.

Deren Lebensrecht wird durch neuere Entwicklungen und Diagnose-Methoden weiter gefährdet, zB. durch den vorgeburtlichen Praena-Bluttest, welcher der Selektion dient und im Falle einer Behinderung des ungeborenen Babys meist zur Abtreibung führt. Die seit Jahrzehnten mit demselben Ziel praktizierte Fruchtwasseruntersuchung ist jedoch nach wie vor verbreitet.

Diese Amnioszentese ist für Mutter und Kind nicht ganz ungefährlich, zB. steigt das Risiko einer Fehlgeburt; die Diagnose wird aber meist von den Kassen bezahlt, was beim Praena-Test nicht der Fall ist. Dieser sucht gezielt nach Merkmalen für das Down-Syndrom, wogegen die Fruchtwasseruntersuchung breiter angelegt ist und weitere Krankheitskennzeichen selektiert. baby

Bei den Diskussionen am Stand ging es auch darum, daß Behinderte im Mutterleib hierzulande unbegrenzt abgetrieben werden können, nämlich bis zu den Eröffnungswehen vor der Geburt, sofern eine “medizinisch-soziale” Indikation festgestellt wird. Auch über die Grausamkeit der Spätabtreibungen wurde diskutiert, einige Gesprächspartner zeigten sich darüber sehr erschüttert.

Auch eine Reihe ALfA-Mitglieder besuchten den Stand; sie und andere Interessierte erhielten kostenlose Lebensrechtsbücher des katholischen Publizisten Mathias von Gersdorff, der in Frankfurt die Aktion “Kinder in Gefahr” leitet.

Fast alle Passanten äußerten sich kritisch zur Abtreibung und informierten sich weiter durch Flugblätter und Broschüren, die am Stand auslagen. Eine Mutter erzählte den ALfA-Aktiven, daß sie um das 30. Lebensjahr herum ungeplant schwanger wurde, sich aber gemeinsam mit ihrem Mann zugunsten des Kindes entschied. Hingegen erklärte ein Paar gleichsam im Vorübergehen: “Wir haben vor kurzem abgetrieben.”

Erfreulich war jedoch, daß viele körperbehinderte Menschen gekommen waren, darunter Taubstumme mit Gebärdensprache, Kranke im Rollstuhl und gelähmte Personen; einige von ihnen luden die ALfA-Frauen sogar zum Kaffeetrinken ein, doch diese mußten sich weiter um die vielen Passanten am Stand kümmern. Die Aufklärungsaktion ging über die Mittagszeit hinaus, bis der Stand um ca 13,20 Uhr abgebaut war.

Kontakt: ALfA Rheine, Cordula Mohr, Antoniusstr. 8 in 48429 Rheine, Tel. 05971-806857


München: Polizei schützte Gebetszug der Lebensrechtler vor Linksextremen

Rund 250 christliche Lebensrechtler haben am 9. Mai in der Münchner Innenstadt für eine Kultur des Lebens demonstriert. Zu dem „Gebetszug“ unter dem Motto „1000 Kreuze für das Leben“ hatte die ökumenische Vereinigung „EuroProLife“ eingeladen. PICT0273

Mitgeführte weiße Kreuze erinnerten daran, dass in Deutschland an jedem Werktag etwa 1000 ungeborene Kinder abgetrieben werden.

FOTO: Auch der Kreuze-Gebetszug in Münster (März 2015) wurde von Polizeibeamten vor linksradikalen Randalen beschützt

Dank eines gut organisierten Polizeieinsatzes blieben Störungen von linksextremen Aktivisten weitgehend aus. In den vergangenen Jahren hatten sie versucht, Kreuze zu entwenden und in die Isar zu schmeißen. Diesmal blieb es bei vereinzelten Pfiffen und Rufen.

Teilnehmer des Gebetszuges boten den Gegendemonstranten am Schluss des Gebetszuges Schokoladetafeln an. Man habe ihnen versichern wollen, dass man nichts gegen sie habe, sagte der Vorsitzende von „EuroProLife“, Wolfgang Hering, der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Einige hätten das überraschende Geschenk abgelehnt, andere erfreut angenommen.

Hering betonte den Gebetscharakter der Veranstaltung. Man habe das Leid unzähliger Frauen und ungeborener Kinder vor Gott beklagt und um Umkehr all jener gebetet, „die glauben, dass das Töten des sich entwickelnden menschlichen Lebens in ihrer Entscheidungsbefugnis liege“.

Quelle: http://www.idea.de


BVL: Wir brauchen keine Hände, die töten, sondern Herzen, die helfen!

Motto der Woche für das Leben: “Sterben in Würde”

Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) begrüßt die diesjährige „Woche für das Leben“, die von den Kirchen am kommenden Samstag in Hamburg eröffnet wird und sich dem Thema „Sterben in Würde“ widmet. 010_7

Aus diesem Anlass lädt der BVL ebenfalls nach Hamburg zu einer Fachtagung ein, die eigens unterbrochen wird, um gemeinsam an der Eröffnung teilnehmen zu können.

Der BVL-Vorsitzende und katholische Publizist Martin Lohmann (siehe Foto) betont, dass „unser gemeinsames Zeugnis für das Leben immer wichtiger“ wird.

FOTO: Martin Lohmann im Gespräch mit Cordula Mohr an unserem Infostand auf dem Katholikentag 2014

Das selbstverständlich jedem Menschen gegebene Lebensrecht sei „längst in unserer Gesellschaft alles andere als selbstverständlich“.

Nicht zuletzt Christen seien aufgerufen, in einem „Ozean der Unmenschlichkeit und Zerstörung Inseln der Humanität zu bilden und gegen den Verlust von Freiheit und Leben mutig anzukämpfen“, so Lohmann.

Marsch für das Leben in Berlin am 19.9.2015

Er wünsche sich, dass das gemeinsame Zeugnis nicht nur am Ende des irdischen Lebens eindeutig und unerschrocken hell sei, sondern auch am Anfang: „Ich wiederhole unsere herzliche Einladung an alle, denen das Leben etwas wert ist: Kommen Sie zum „Marsch für das Leben“ am 19. September nach Berlin und lassen Sie uns ein gemeinsames friedvolles und starkes Zeugnis geben!“  baby

Die Fachtagung, die der BVL in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsverbänden ausrichtet, widmet sich dem Thema „’Du sollst nicht töten …. lassen’ – Grenzen der Selbstbestimmung“.

Der Philosoph Robert Spaemann erklärt, warum es kein „gutes Töten“ geben kann. Der Sozialethiker Manfred Spieker macht deutlich, warum Selbsttötung kein neues Menschenrecht sein kann und darf, und der Mediziner Axel Bauer benennt die ethischen und rechtlichen Aspekte des „Notausgangs Assistierter Suizid“.

Einladung an Michael de Ridder besorgniserregend

Mit Besorgnis nimmt der BVL zur Kenntnis, dass die Kirchen dem umstrittenen Mediziner Michael de Ridder eine offizielle Bühne bieten. Man hoffe sehr, dass seine Gesprächspartner wie der Münchner Kardinal Marx die Gelegenheit nutzen werden, zweifelhafte Ideen, die zur Aufweichung und Beschädigung des Lebensschutzes führen können, entschieden zurückzuweisen. Logo Christustag

Der BVL-Vorsitzende sagt hierzu: „Wir fordern das Verbot jeglicher Beihilfe zum Selbstmord, nicht nur der organisierten. Ärzte dürfen nicht zu einer Lebensgefahr werden müssen, sondern sind Helfer zum Leben“.

Der geplante neue Paragraph 217 des Strafgesetzbuches dürfe den gebotenen Schutz des Lebens in keiner Weise verdunkeln. Daher habe der Staat hier eine Pflicht hat, jeden Missbrauch zu verhindern. Eine Beihilfe zur Selbsttötung dürfe „keineswegs bagatellisiert“ werden.

Der BVL plädiert für eine „Kultur der menschenwürdigen Begleitung in schweren Zeiten“ und hofft, dass die „Woche für das Leben“ hier wegweisend helfen kann.

Palliativmedizin statt Verführung zur Selbsttötung

Lohmann dazu: „Wir brauchen viel mehr Solidarität statt einer noch so geschmeidig verbrämten Einladung zur Selbsttötung! Mehr Palliativmedizin, bitte! Aber keine Suizidverführung!“  DSC00254

Wer das Tötungsverbot mit dem Selbstbestimmungsrecht wegdrücken wolle, betrete eine für die Humanität gefährliche Zone. Und aus der Suizidpräventionsforschung wisse man, dass die allermeisten Suizide aufgrund nicht erkannter und daher unbehandelter schwerer psychischer Krisen oder Erkrankungen begangen werden. Von wirklicher Selbstbestimmung könne da keine Rede sein.

Der BVL-Vorsitzende erklärte im Zeitungs-Interview mit der „Tagespost“: „Gebraucht werden keine Hände, die töten, sondern Hände und Herzen, die beim Sterben da sind und der Würde entsprechend würdig helfen. Begleitung statt Beseitigung! Solidarität statt Selbsttötung. Der Tod gehört zum Leben, nicht aber das Töten.“


Die wachsende Macht des Islam beruht auch auf der Feigheit vieler Christen

Von Peter Helmespeter-helmes-227x300

Eine Meldung von scheinbar geringer Bedeutung: Die einst mutigen, eher konservativen Freikirchen in Deutschland folgen nun offensichtlich auch dem Trend der protestantischen und katholischen Kirchen hin zum Zeitgeist. Sie wollen in Zukunft nicht mehr von „Missionswerk“ sprechen. Kein Missionswerk mehr, keine Missionsstationen, keine Missionare – ergo, keine „Mission“?

Das mit rund 350 Mitarbeitern größte protestantische Missionswerk in Deutschland  –  die Deutsche Missionsgemeinschaft (DMG)  –  heißt seit Ende 2013 “DMG Interpersonal”. Warum? 

Nach den Worten des Missionsleiters Detlef Blöcher hat der Begriff “Mission” in etlichen Einsatzländern zunehmend Probleme verursacht. “Mission ist dort zu einem Unwort geworden. Es hat eine schlechte Presse”, so Blöcher. Wenn DMG-Beschäftigte sich dort bei den Behörden anmeldeten, habe es kritische Rückfragen gegeben. Zwei Drittel der DMG-Mitarbeiter seien unter Völkern tätig, unter denen es ganz wenig Christen gebe und fast keine Gemeinden. (Quelle: http://www.idea.de)

Vertreter der christlichen Kirchen in „Entwicklungsländern“ sind heute „Sozialingenieure“, „Sozialarbeiter“ oder schlicht „Helfer“ – aber doch bittschön keine Missionare  –  und schon gar nicht des Christentums! Man faßt es nicht. Wie hieß noch der Spruch Jesu?

„Darum gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“ (Mt 28:19)

Der Islam auf der Überholspur

So wie sich die christlichen Kirchen dem Islam anzupassen scheinen, läuft es bei  jenem genau anders herum: Der Islam ist auf der Überholspur. Fachleute schätzen, daß es etwa um das Jahr 2070 herum  –  eher früher  –  weltweit mehr Muslime als Christen geben wird. Moschee-Bonn-4

Nach einer Meldung des evangelischen Informationsdienstes IDEA wird sich in den kommenden Jahrzehnten die religiöse Zusammensetzung der Weltbevölkerung grundlegend ändern.

Bis 2050 wird der Islam mit dem Christentum, der derzeit zahlenmäßig größten Religion, gleichziehen. Nach 2070 könnten die Moslems die Zahl der Christen übertreffen, wenn die gegenwärtigen Entwicklungen anhalten.

BILD: Moschee in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Ursachen seien zum einen das schnellere Bevölkerungswachstum der Moslems, zum anderen der Religionswechsel, meint IDEA. Das geht aus einer Langzeitstudie des US-Forschungsinstituts Pew (Washington) hervor. Danach wird die Zahl der Atheisten und religiös ungebundenen Menschen bis 2050 weltweit sinken. (Quelle: idea.de/thema-des-tages/artikel/religionsentwicklung-islam-auf-der-ueberholspur-83211.html)

Der Buddhismus wird stagnieren, der Hinduismus sowie das Judentum werden zahlenmäßig etwas zulegen. In Indien werden Hindus zwar weiterhin die Mehrheit stellen, aber gleichzeitig werden mehr Moslems in diesem Land leben als etwa in Indonesien, das heute der Staat mit der größten moslemischen Bevölkerung ist. In Europa wird etwa jeder zehnte Einwohner ein Moslem sein. Etwa 40 Prozent aller Christen leben 2050 in Afrika südlich der Sahara.

Den Berechnungen der Pew-Forscher zufolge wird die Zahl der Christen von jetzt 2,17 Milliarden auf 2,92 Milliarden steigen, die Zahl der Moslems aber stärker zulegen – von 1,6 Milliarden auf 2,76 Milliarden. Der Anteil der Christen an der wachsenden Weltbevölkerung sinkt leicht von 31,45 Prozent auf 31,4 Prozent, während die Prozentzahl der Moslems von 23,2 Prozent auf 29,7 Prozent steigt.

Zahl der Moslems steigt um 73 Prozent

Die Weltbevölkerung wird bis 2050 nach Angaben des Pew-Instituts um 35 Prozent auf 9,3 Milliarden wachsen. Die Zahl der Moslems steigt jedoch überproportional um 73 Prozent, während Hindus und Christen mit einem Plus von 35 bis 34 Prozent ungefähr mit dem Anstieg der Bevölkerung Schritt halten. Alle anderen Religionen liegen weit unter dieser Rate.

Generell werden vor allem jene Religionsgruppen wachsen, die viele Anhänger in Entwicklungsländern haben, wo die Geburtenraten hoch sind. Moslems haben die höchste Rate mit 3,1 Kindern pro Frau im gebärfähigen Alter. Christen liegen weltweit mit 2,7 an zweiter Stelle vor Hindus mit 2,4. Der Weltdurchschnitt liegt bei 2,5 Kindern pro Jahr.

Negative Geburtenrate, hohe Zahl von Abtreibungen

2,1 Kinder pro Frau sind nötig, um die Bevölkerung stabil zu halten. Zum Vergleich: Die Geburtenrate in Deutschland (aller Frauen, nicht nur Deutsche) betrug im Jahr 2012 gerademal 1,38 pro Frau, also fast nur die Hälfte der weltweiten Geburtenrate. DSC_0048

Langfristig führt der Trend rapide in den Keller; davon geht das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung aus. Eine alarmierende Entwicklung, sowohl demographisch als auch unter Religionsgesichtspunkten. Die durchschnittliche Kinderzahl hat sich kaum verändert: 2013 bekamen Frauen im Mittel 1,41 Kinder. Seit den 1990er Jahren liegt dieser Wert relativ konstant um 1,4 herum.

Die schlechteste Nachricht: Die Frauen warten immer länger bis zum ersten Kind. Das durchschnittliche Alter Erstgebärender lag 2013 bei rund 29 Jahren – noch 2009 waren die Frauen bei ihrem ersten Kind ein halbes Jahr jünger.

Trotz dieses Negativtrends erlauben wir uns aber weiterhin hunderttausende Tötungen ungeborener Kinder – verharmlosend „Abtreibung“ genannt. Da es keine verläßliche Statistik hierüber gibt – warum wohl nicht? – liegt die Zahl der jährlichen (!) Tötungsdelikte an Ungeborenen zwischen 200.000 und 400.000 – und dies in einem sog. christlichen Land mit sog. christlichen Politikern an der Spitze!

Religionswechsel: Christen verlieren

Auch der Religionswechsel spielt für die zahlenmäßige Entwicklung der Religionen eine Rolle. Hier sind die Christen die großen Verlierer. Im Zeitraum von 2010 bis 2015 werden sich 106 Millionen Christen von ihrem Glauben abwenden; hinzu kommen jedoch nur etwa 40 Millionen. Das macht unter dem Strich ein Minus von 66 Millionen. 026_23A

Eine negative Bilanz weisen auch Buddhisten mit einem Minus von knapp 2,9 Millionen und Juden mit 310.000 auf. Hindus gewinnen 10.000 Anhänger hinzu, andere Religionen 1,9 Millionen, Naturreligionen 2,6 Millionen und Muslime 3,2 Millionen. Den stärksten Zulauf haben die religiös Ungebundenen mit 61,5 Millionen.

Die Migration hat vor allem in Europa große Auswirkungen. So wird erwartet, dass 2050 etwa mehr als zehn Prozent aller Einwohner dieses Kontinents Muslime sind; ohne Zuwanderung wären es 8,4 Prozent.

Und die Konsequenz der Christenheit aus diesen Erkentnissen? Anpassen! Zurückweichen! Keine „Missionen“ mehr!

Sie haben die lateinische Sprache verlernt – wie in der hl. Messe: „Mission“ kommt von (lat.) „missio“  –  das Abschicken bzw. Aussenden. Wahrscheinlich haben das einige zeitgeistige Christen etwas falsch verstanden. Und da macht man sich als Christ dann seine Gedanken  – keine schönen Sonntagsgedanken.

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der JU (Jungen Union); er betreibt die liberal-konservative Webseite https://conservo.wordpress.com/


Buch über aktuelle Lebensrechts-Debatten

Oft heißt es, die Streitfragen Lebensrecht und Abtreibung würden die Menschen weder bewegen noch interessieren. 07_capa_Neue_Debatten_Abtreibung

Genau das Gegenteil belegt das neue Buch von Mathias von Gersdorff „SOS LEBENSRECHT – Neue Debatten um die Abtreibung“. Darin werden die jüngsten Diskussionen vor allem in den Medien einschließlich Internet dokumentiert

Lebensrecht und Abtreibung sind Dauerthema in der öffentlichen Diskussion und bei den Menschen. Das Buch „SOS Lebensrecht“ zeigt: Es lässt sich nicht einfach wegschieben, dass laut offizieller Statistik allein von 1996 bis 2014 in Deutschland fast 2,3 Millionen Kinder im Mutterleib getötet wurden!

Aber die Mehrheit der Politiker will den Anschein erwecken, als ob sie nichts mit der Massentötung ungeborener Menschen zu tun hätten.

SOS LEBEN – eine Lebensrechtsaktion der „Deutschen Vereinigung für eine Christliche Kultur“, verbreitet das Buch aktionsmäßig gegen Spende, um eine breite Wirkung zu erreichen.

Das Deckblatt wurde bewusst modern gestaltet, um die Aktualität des Themas zu betonen.

Das 125-seitige Broschüre kann gegen Spende bestellt werden unter:

  • DVCK / SOS LEBEN
  • Emil-von-Behring-Str. 43 in 60439 Frankfurt am Main
  • Tel.: 06172/ 680 41 70  / Fax: 06172/ 680 41 71
  • http://www.dvck-sosleben.de/

Protest gegen Politikerin: “Menschen mit Gewissen sind keine Djihadisten!”

Petition an die schwedischen Botschafter in Deutschland, Österreich und der Schweiz

„Djihadisten mit Abtreibungsgegnern gleichgesetzt“ – unter dieser Überschrift berichtet die schwedische Zeitung “Varlenidag” am 9.2.2015 über Aussagen der “nationalen Koordinatorin gegen gewalttätigen Extremismus” beim schwedischen Justizministerium, Mona Sahlin, im Rahmen einer Podiumsdiskussion über Religion und Demokratie. Christen mit Gewissen sind keine Djihadisten

Da Frau Sahlin  – wie gesagt  –  nationale Koordinatorin gegen gewalttätigen Extremismus ist, könnte man dieser Überschrift nach meinen, sie habe über radikale, gewalttätige Menschen gesprochen.

Genau das hat Frau Sahlin, die immerhin in Schweden stellv. Premierministerin und langjährige Vorsitzende der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens war, aber nicht getan.

Vielmehr bezog sich ihre Äußerung ganz konkret auf die schwedische Hebamme Ellinor Grimmark, die sich unter Berufung auf ihr Gewissen weigert, an Abtreibungen mitzuwirken.

Einige Hintergründe:

In der Resolution 1763 hat die parlamentarische Versammlung des Europarates festgelegt, dass im medizinischen Dienst niemand gegen die Entscheidung seines Gewissens gezwungen werden darf, u.a. an Abtreibungen mitzuwirken. Weiter wurde festgelegt, dass niemand für diese Weigerung aus Gewissensgründen diskriminiert werden darf.

Quelle und FORTSETZUNG des Artikels plus Petition hier: http://www.citizengo.org/de/19049-christen-mit-gewissen-sind-keine-djihadisten?m=5&tcid=11598905


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