Münster: Wilde Plakate des Bündnisses gegen Kreuze-Gebetszug wurden entfernt

Von Felizitas Küble

Gestern habe ich einen Artikel über die zahlreichen Riesen-Plakate veröffentlicht, die von linker Seite massenhaft auf öffentlichen Lampen und sogar auf Verkehrsschildern aufgehängt wurden.

Darin wird zum Protest aufgerufen gegen die Kreuze-Prozession für das Leben am kommenden Samstag. Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/12/rechtswidriges-plakatieren-von-links-mit-anti-lebensrechtler-aufruf/

Ein FOTO im gestrigen Bericht zeigte als Beispiel ein Mega-Poster an der Wolbeckerstraße direkt bei einer Kreuzung auf zwei Verkehrsschildern neben einer Ampel – also schlimmer gehts nimmer.

Ich informierte gestern die Polizei Münster telefonisch darüber, daß ein großer Abschnitt der Wolbeckerstraße sowie Teile der Aegidii-Straße in der Innenstadt rechtswidrig mit diesen Plakaten „verziert“ sind. Ein Beamter sagte mir, man werde sich um die Angelegenheit kümmern. Vielleicht haben sich weitere Bürger bei der Polizei oder dem Ordnungsamt beschwert.

Als ich heute Nachmittag in Münster die entsprechende Strecke der Wolbeckerstraße entlangfuhr, sah ich, daß alle Plakate entfernt worden sind  – vermutlich durch Polizei oder Ordnungsamt.

Das erste FOTO zeigt dieselbe Stelle wie beim Bild in meinem gestrigen Artikel – nur jetzt ohne Plakate. 

Das zweite FOTO belegt ein interessantes Detail:

Jene Abtreibungsbefürworter, welche die Riesen-Plakate unerlaubt an Verkehrsschilder anbrachten (und zwar so fest anklemmten, daß man sie nur mit größter Mühe komplett entsorgen könnte), haben ihre Poster auf Ständer geklebt, die auf der jeweils anderen Seite (siehe hier die beiden Innenseiten) mit Plakaten der Linkspartei bestückt waren.

Somit ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß die Linkspartei eine treibende Kraft hinter diesem linksfeministischen Aktionsbündnis ist und vermutlich auch hinter der wilden Plakatiererei  – abgesehen davon, daß „Die Linke“ sowieso (neben SPD, DGB, Grünen, Pro Familia usw….) als Unterstützergruppen auf dem Plakat vermerkt sind.

Näheres dazu lesen Sie in unserem Artikel von gestern (siehe Link oben).

Hinter dem Hauptbahnhof zu Beginn der Schillerstraße sah ich ein großes Plakat der Linkspartei mit antikapitalistischen Parolen – ebenfalls direkt an ein Verkehrsschild angebracht: siehe letztes Foto.

Offenbar pflegen Anhänger dieser Partei – wen wunderts? – ein merkwürdiges Verhältnis zu Recht und Ordnung.

 


„Spiegel“-Artikel contra Lebensrechtler: Mitleid mit Tätern, nicht mit Opfern

Von Felizitas Küble

Daß das linksorientierte Polit-Magazin „Der Spiegel“ seit Jahrzehnten zu den schärfsten Abtreibungsbefürwortern gehört, ist bekannt. Daß darin Lebensrechtler immer wieder attackiert werden, insofern wenig erstaunlich.A.L.Content_Was_wir_wollen

In seiner jüngsten Ausgabe Nr.12/2015 vom 14. März äußert das Hamburger Blatt sein tiefes Mitgefühl mit Dr. Friedrich Stapf, denn der „Feldzug“ von „Lebensschützern“ habe Wirkung gezeigt: „Deutschlands bekanntester Abtreibungsarzt mußte seine Praxis in Stuttgart aufgeben“.

Schluchz, denn ein Tötungszentrum weniger hierzulande ist für den „Spiegel“ Grund zur Klage genug. Mit den Redakteuren des Nachrichtenmagzins (das oft mehr Meinungen als Nachrichten bietet) sprach Dr. Stapf über seine  – so der „Spiegel“  – drohende „größte Niederlage“, denn er habe bislang in München keinen Vermieter für eine neue Praxis gefunden, nachdem er vor zwei Monaten seine Abtreibungsambulanz in Stuttgart schließen mußte, weil der Vermieter wegen Eigenbedarfs gekündigt hatte und er in der schwäbischen Hauptstadt keine neuen Räumlichkeiten fand.

Der „Spiegel“ berichtet ganz ungeschminkt  – oder gar stolz im Sinne einer „Leistungsbilanz“: „Insgesamt hat er während seiner 35-jährigen Berufslaufbahn rund 100.000 Schwangerschaften beendet.“

Das Blatt beginnt seinen Artikel mit der Interviewfrage an den Abtreiber, wie er es denn finde, wenn er „im Internet als Massenmörder beschimpft“ werde. Doch der „Spiegel“ unterläßt es in seinem zweiseitigen Artikel, für diese Behauptung einen einzigen Beleg vorzulegen. pro-life

Die „härteste“ Kritik an Stapf, die er auflisten kann, lautet „Tötungsspezialist Nr. 1“.  – So nennt ihn die Onlineseite „abtreiber.com“ von Günter Annen.

Abgesehen davon, daß auch das Hamburger Magazin den 69-Jährigen  als „Deutschland bekanntesten Abtreibungsarzt“ (insofern „Nr. 1“) bezeichnet, kann die Tatsache, daß jede Abtreibung eine Tötung menschlichen Lebens darstellt, auch von linker Seite nicht bestritten werden.

Sogar im durchliberalisierten, wachsweichen Paragraphen 218 ist die Abtreibung unter „Straftaten gegen das Leben“ aufgelistet, worüber sich der „Spiegel“ namens einer Merseburger Professorin Ulrike Busch bitter beklagt (der Paragraph stände, so heißt es, „kurz hinter Mord und Totschlag“).

Außerdem kritisiert das Blatt, daß sich im „Süden der Republik“ viele Gynäkologen einschüchtern ließen: „Nur wenige Ärzte sind so abgehärtet wie Stapf“, heißt es weiter. „Abgehärtet“  –  oder abgebrüht?

Zwei Abschnitte weiter werden Abtreibungsgegner als eine „Plage“ bezeichnet, weil sie vor der Stuttgarter Abtreibungsklinik von Stapf demonstriert hatten. Aufgrund der Proteste von Lebensrechtlern habe der potentielle Vermieter sein Angebot für neue Praxisräume zurückgenommen, schildert der „Spiegel“.iStock_000014086034XSmall

Sodann beschwert sich die Polit-Zeitschrift über die wenig abtreibungsfreundlichen Verhältnisse in großen Teilen Bayerns, zB. in Passau:

In dieser Universitätsstadt mit 50.000 Einwohnern gäbe es zwar 12 Frauenärzte, aber lediglich einen einzigen Abtreibungsarzt namens Michael Spandau, bejammert das Blatt. Obwohl er vor fünf Jahren habe in Rente gehen wollen, mache er weiter, „weil sonst keiner hilft“.

„Wenn es ihn nicht gäbe“, so der „Spiegel“ weiter, müßten Frauen 120 km weit nach Regensburg fahren, was eine zusätzliche Belastung für sie darstelle. Das Hamburger Magazin zitiert den Abtreibungsarzt: „Eine Schweinerei in einer solchen Lebenssituation.“

Wohlgemerkt: Die vorgeburtliche Kindstötung ist eine „Hilfe“, aber eine Autofahrt von allenfalls zwei Stunden ist eine „‚Schweinerei“. Ganz in diesem Sinne bzw. Unsinne endet der Artikel mit einem Zitat Spandaus: „Ich kann die Frauen doch nicht im Stich lassen.