HERR, gib mir einen neuen, beständigen Geist!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 51 (50),12 ff.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!
,
Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir
,
Befreie mich von Blutschuld, du Gott meines Heiles,
dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.
HERR, öffne mir die Lippen,
und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.

Selbstbestimmungsrecht für alle: Warum diese Intoleranz bei Konversionstherapien?

Von Uwe C. Lay

Die Konversionstherapie soll in Deutschland künftig verboten werden: „Verbot der Konversionstherapie. Gegen solche Praktiken braucht es empfindliche Strafen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die sogenannten Konversionstherapien für Homosexuelle noch in diesem Jahr verbieten. Dass so etwas überhaupt noch erlaubt sei, sage viel aus über den Stand von Schwulen und Lesben, kommentiert Christoph Schäfer. Umso wichtiger sei Spahns Vorstoß jetzt.“(Deutschlandfunk 14.6.2019

Was dem gläubigen Muslim das Verbot des Abfalls vom Islam bzw. die Konversion zu einer anderen Religion ist, verbunden mit dem Anliegen, wenn es die politischen Verhältnisse erlauben, jede Art von Mission unter Muslimen staatlich zu verbieten, das ist der Homosexlobby der Kampf gegen Konversionstherapien: Wer einmal homosexuell ist, der muß es auch bleiben.

Wenn nun ein Homosexueller an seiner eigenen Neigung leidet und sie los werden möchte, soll es zukünftig verboten sein, ihm eine Therapie anzubieten. 

Homosexualität sei keine Krankheit und deshalb dürfe sie auch nicht therapiert werden, so lautet der Slogan der Homosexobby.

Was wäre dann aber von einem vergleichbaren Argument zu halten: Die Schönheitschirugie sei zu verbieten, weil ein Mangel an gutem Aussehen, zumal wenn er nur subjektiv empfunden wird, keine Krankheit sei, so daß sie zu verbieten sei: Jeder solle sich mit seinem Aussehen zufrieden geben.

Der Wikipedia Artikel zur Konversionsterapie diffamiert dieselbe in den ersten Sätzen sogleich: „Konversionstherapie (von lateinisch conversio‚ Umwendung, Umkehr) oder auch „Reparativtherapie“ wird eine Gruppe von umstrittenen Methoden der Psychotherapie genannt, welche die Abnahme homosexueller Neigungen und die Entwicklung heterosexueller Potentiale als Ziel postulieren. Sie wird auch Reorientierungstherapie genannt und von verschiedenen Gruppen der überwiegend evangelikal eprägten Ex-Gay-Bewegung propagiert.

A) Was umstritten ist, gilt von vornherein als negativ – so der heutige Sprachgebrauch. Aber was ist bei echter Meinungsfreiheit nicht „umstritten“? Nur politisch Korrekte kennen Unumstrittenes, das sind ihre eigenen Dogmen  – und was nicht denen entspricht, wird kurzerhand als umstritten diskreditiert.

B) Was von Evangelikalen propagiert wird, ist anscheinend per se verwerflich. Liberale und Linke propagieren nie etwas, so negativ verhalten sich nur Konservative bzw. Rechte und dazu gehören ja dann auch die Evangelikalen.

Aber nun erlauben wir uns, den Text gegen die offensichtliche Absicht der Autoren zu lesen:

Da wird von einer Ex-Gay-Bewegung gesprochen, also von Menschen, die einst homosexuell waren und nun öffentlich bekunden, daß sie es gut finden nunmehr , heterosexuell zu sein. Für die Homosexlobby ein klarer Fall: Verräter, Renegaten – nichts verachtet jede vitale ideologische Bewegung mehr als Abtrünnige. So spricht auch jeder Zeuge Jehovas mit jedem liebend gern über die Bibel, aber auf keinen Fall mit einem Ex-Zeugen!

BILD: Uwe Lay ist Autor des theologischen Buches „Der zensierte Gott“

Wenn nun Ex-Homosexuelle ihre Umwendung zur Heterosexualität bejahen und bezeugen, diese Konversion sei durch eine Therapie gelungen, dann ist das für die Homosexlobby sozusagen die unverzeihliche Sünde wider den Heiligen Geist.

Gehört eine freiwilige Änderung der eigenen sexuellen Orientierung aber nicht zum Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen?

Jeder gläubige Muslim wird sagen, daß es kein Recht gibt, sich von der wahren Religion abzukehren. Genauso urteilt da im Grunde die Homosexlobby.

Der Skandal der Konversionstherapien ist also, daß es Homosexuelle gibt, die heterosexuell wurden und bekunden: Das ist gut so! Eine Therapie kann helfen! Dieses Angebot soll nun verboten werden. Warum? Weil die Homosexlobby keine Mitglieder verlieren will, denn das bewirkt in der Regel einen Verlust an Einfluß in pluralistisch verfaßten Gesellschaften.    


Ein zerknirschtes Herz verschmäht GOTT nicht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 51(50),12-13.14-15.18-19.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!
.
Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir.
.
Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, HERR, nicht verschmähen.

Todesstrafe für den Abfall vom Islam?

Von Prof. Dr. Christine Schirrmacher

Hat ein Muslim das Recht, den Islam zu verlassen und sich dem christlichen Glauben zuzuwenden? Ist der Glaube an Gott eine Angelegenheit privater Überzeugungen, oder haben Staat und Behörden darüber zu wachen? 

In der Beurteilung dieser Frage unterscheiden sich Islam und Christentum erheblich voneinander. In der „aufgeklärten“ westlichen Welt mit ihrer Trennung von Kirche und Staat gehört der persönliche Glaube des Einzelnen zu den privatesten Dingen überhaupt. Im Islam sind dagegen Glaube und Religion grundsätzlich öffentliche Angelegenheiten.

Dort, wo der Islam Staatsreligion und tragende Säule der staatlichen Ordnung ist, bedeutet Glaubensabfall Erschütterung der muslimischen Gemeinschaft und Lebensordnung. Als loyaler Staatsbürger gilt, wer am Islam festhält. Wer vom Islam abfällt, begeht Staatsverrat.

Unter Apostasie (arab. irtidâd) versteht man die bewiesene, willentliche Abkehr eines als Muslim Geborenen oder später zum Islam Konvertierten vom islamischen Glauben. Abfall bedeutet die Nichtanerkennung Gottes und Muhammads als seinen Propheten im Vollbesitz der geistigen Kräfte, ohne Zwang und nicht unter Alkoholeinfluss. Kinder und geistig Behinderte können sich also gar nicht und Frauen nur unter bestimmten Umständen der Apostasie schuldig machen, wobei die Rechtsschulen über die Schuldfähigkeit von Frauen sehr unterschiedliche Aussagen machen.

Die drei sunnitischen Rechtsschulen der Shâfi’iten, Malikiten und Hanbaliten halten Frauen wie Männer gleichermaßen für schuldfähig, während die Hanafiten die Todesstrafe nur für männliche Muslime vorsehen. Sie und die Schiiten treten in Analogie zu Sure 24,2 und 4,15 für die Umstimmung der abgefallenen Frau durch Schläge ein (alle drei Tage oder auch täglich) oder fordern Gefängnis bzw. den Verkauf der Abgefallenen in die Sklaverei.

BILD: Moschee mit Minarett in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

In der Praxis ist die Auffassung darüber, was Glaubensabfall ist, allerdings nicht ganz so einhellig. Der Koran nennt zwar die Tatsache des Abfalls, definiert ihn aber nicht näher. Die Überlieferung formuliert hier wesentlich schärfer und beurteilt z.B. den, der das tägliche rituelle Pflichtgebet absichtlich vernachlässigt, als Ungläubigen. Wer daher für das Versäumnis des fünfmal täglichen Pflichtgebets keinen Entschuldigungsgrund nennen kann und keine Einsicht und den Wunsch zur Besserung zeigt, gilt nach Meinung der Rechtsschulen der Malikiten, Shâfi’iten und Hanbaliten als Abgefallener. Keine Apostasie, sondern nur Sünde liegt dagegen vor, wenn die fünf Säulen des Islam nicht vorsätzlich vernachlässigt werden.

Schon der Unglaube (arab. kufr) eines Menschen an sich, der sich Gott nicht unterwirft, gilt im Koran als schwere Sünde. Wer jedoch diesen Glauben kennt, sich dann aber wieder von ihm abgewandt hat, versündigt sich viel schwerwiegender. Der Koran greift den Abfall vom Glauben an mehreren Stellen auf: „Und wenn sie sich abwenden, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemand von ihnen zum Freund oder Helfer!“ (4,89).

Dieser Vers wurde als unmittelbare Anweisung zur Behandlung von Apostaten (Abgefallenen) aufgefasst und die Todesstrafe als eigentliches Strafmaß für Apostasie festgesetzt. Der berühmte, zur Apostasiefrage häufig zitierte Kairoer Theologe Muhammad Abû Zahra (1898 – 1974) spricht von drei Fällen, in denen über einen Muslim die Todesstrafe verhängt werden darf: bei Apostasie, bei Unzucht nach rechtlich gültiger Eheschließung und bei Mord, der keine Blutrache ist.

BILD: Titel eines der zahlreichen Bücher von Prof. Schirrmacher über den Islam (SCM-Verlag)

Sure 16,106 spricht von Gottes „Zorn“ und seiner „gewaltigen Strafe“, die ein Apostat zu erwarten hat. Sure 2,217 warnt eindringlich davor, Muslime zum Glaubensabfall zu verführen, denn dieses Vergehen „wiegt schwerer als Töten“.

Sure 3,86 – 91 bezeichnet als „Lohn“ der Abtrünnigen, dass der Fluch Gottes, der Menschen und der Engel auf ihnen liegt (9,68) und dass es keine Möglichkeit des Freikaufs, der Fürsprache und der Hilfe für die Verfluchten gibt.

Auch Gott wird den Abgefallenen unter gar keinen Umständen vergeben (4,137), denn sie sind Ungläubige und Insassen des Höllenfeuers. Dennoch nennt der Koran außer der Strafe im Jenseits kein konkretes Strafmaß für das Diesseits und auch kein Prozedere für ein Strafverfahren.

Dass Abtrünnige mit dem Tod zu bestrafen sind, wurde allerdings nicht in erster Linie aus dem Koran, sondern vor allem aus der islamischen Überlieferung abgeleitet. Dort heißt es: „Wer seine Religion wechselt, den tötet“ und „Wer sich von euch trennt (oder von euch abfällt), der soll sterben“. 

Muhammad soll nach der Überlieferung selbst auf unrechtmäßige Art und Weise vom Islam Abtrünnige verstümmelt und getötet haben, die einige seiner Gefolgsleute umgebracht und einige Kamele der Muslime weggetrieben haben sollen.

Nach den Quellen zu urteilen, scheint die Todesstrafe für Abtrünnige nach Muhammads Tod auch vollstreckt worden zu sein. Heute besteht in der sunnitischen und schiitischen Rechtswissenschaft weitgehend Einigkeit darüber, dass Apostasie, Gotteslästerung, die Verspottung des Propheten und der Engel mit dem Tod zu bestrafen seien – was in der Praxis jedoch längst nicht immer zur Ausführung kommt; jedenfalls nicht durch ein Gerichtsverfahren.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://www.igfm.de/themen/abfall-vom-islam/wenn-muslime-christen-werden/


HERR, mach mich froh mit deinem HEIL

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche:
Psalm 51 (50),12-13.14-15.17.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir.

HERR, öffne mir die Lippen,
und mein Mund wird dein Lob verkünden.


Das Opfer, das GOTT gefällt, ist ein zerknirschter Geist

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 51 (50),12-13.14-15.18-19.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir.

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

 


HERR, mach mich froh mit deinem Heil

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 51 (50),12-13.14-15.16-17:

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir.

Befrei mich von Blutschuld, HERR, du Gott meines Heiles,
dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.
HERR, öffne mir die Lippen,
und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.


„Fern bleibt den Frevlern das Heil“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 119 (118),53.61.134.150.155.158:

Zorn packt mich wegen der Frevler,
weil sie deine Weisung mißachten.
Auch wenn mich die Stricke der Frevler fesseln,
vergesse ich deine Gebote nicht.

Erlöse mich aus der Gewalt der Menschen;
dann will ich deine Befehle halten.
Mir nähern sich tückische Verfolger;
sie haben sich weit von deiner Weisung entfernt.

Fern bleibt den Frevlern das Heil;
denn sie fragen nicht nach deinen Gesetzen.
Wenn ich Abtrünnige sehe, empfinde ich Abscheu,
weil sie dein Wort nicht befolgen.