Chef der „Jüdischen Rundschau“ zu den aktuellen Landtagswahlen

Zur gestrigen Wahl in Sachsen erklärt der Herausgeber der Monatszeitung JÜDISCHE RUNDSCHAU, Dr. Rafael Korenzecher:

„Das mit dem famosen Sieg der CDU in Sachsen hat Wilhelm Busch — ohne es selbst zu wissen — schon seinerzeit viel nüchterner, sozusagen ent-ideologisiert gesehen:

‚Wenn einer, der mit Mühe kaum geklettert ist auf einen Baum, schon glaubt, dass er ein Vogel wär, so irrt sich der‘  – reimte er bereits damals treffsicher in seiner köstlich-bewährten Art.

Eine krachende Niederlage als Sieg zu verkaufen, nur weil das letzte kosmetische Pünktchen an dem Sieg der AfD fehlt, ist nicht nur dreist, armselig und unlauter, es ist auch selbst für die politischen Zwecke der CDU kontraproduktiv.

Faktum ist: die gegenwärtige Regierung hat versagt und ist in hohem Bogen abgewählt worden.

Und das Zusammenkehren der Splitter und deren Hinzu-Addition zu der gerupften CDU wird wohl – gerade mal so – eine Koalition der Wahlverlierer ermöglichen. Aber da wird zusammenkommen, was nicht zusammen gehört.“ (…)

Quelle: https://www.facebook.com/jrundschau/