Der ADAC bleibt auf glitschigem Kurs

Von Felizitas Küble

Am 3. September veröffentlichten wir im CHRISTLICHEN FORUM einen kritischen Artikel über den ADAC und beschwerten uns über die Werbung des Clubs unter dem Motto: „Wir sind nicht deutsch“  – ungeachtet dessen, daß der volle Titel des Verbands lautet: Allgemeiner Deutscher Automobil-Club.

Der ADAC hat die Proteste und Austrittserklärungen vieler Bürger ignoriert und setzt diese antipatriotische Reklame auch nach vier Monaten munter fort – passenderweise unter dem Motto „Einfach weiter“. In diesem Video kommt der slogan „Wir sind nicht deutsch“ nochmal vor. Sodann springen Nackedei-Mädels ins Wasser, wobei man sich fragt, welchen ADAC-Sinn das ergeben soll: https://einfach-weiter.de/

Noch schräger ist allerdings, was hier besichtigt werden kann: http://dontcallmom.de/

Wenn man auf dieser ADAC-Webseite ganz nach unten scrollt, stößt man auf zwei Videos: Das erste zeigt ein älteres Elternpaar beim Sado-Maso-Sex (der Mann mit blankem Hintern), wodurch die Würde von Ehe und Familie in Mißkredit gebracht wird. 

Rechts daneben kann man ein weiteres schlüpfriges Video anklicken, das einen Töpferkurs zeigt, wobei der junge Leiter einer offensichtlich verheirateten Dame reichlich nahe tritt und die davon „angeregte“ Frau gerade damit befaßt ist, einen Topf in der eindeutigen Form eines Penis zu kreieren.

Was ist in den ADAC gefahren, sich mit derart sittenlos mit hochgradig geschmackloser Werbung zu präsentieren?!

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Musterfeststellungsklagen ab 1.11.2018 möglich

Ab dem morgigen Donnerstag gibt es mit der Musterfeststellungsklage ein neues kollektives Rechtsschutzinstrument, das wir im Juni im Bundestag beschlossen haben. Verbraucher können sich dann in Deutschland Musterfeststellungsklagen anschließen, die von Verbraucherverbänden geführt werden.

Hierzu erklären die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker, und der zuständige Berichterstatter, Sebastian Steineke:

Elisabeth Winkelmeier-Becker: „Ab morgen können Verbraucher in Deutschland ihre Rechte noch besser und einfacher durchsetzen. Mit der von uns eingeführten Musterfeststellungsklage steht ihnen ein kostengünstiges und effizientes kollektives Rechtsschutzinstrument zur Verfügung, dass es ermöglicht, bei Massenschäden Ansprüche in vereinfachter Form gerichtlich feststellen zu lassen. Gerade im Hinblick auf die Diesel-Geschädigten ist dies ein Meilenstein für den Verbraucherschutz in Deutschland. Wir konnten seitens der Union im Gesetzgebungsverfahren durchsetzen, dass nur besonders qualifizierte Verbände klagebefugt sind. Die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher sehen wir bei der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und dem ADAC in guten Händen.“

Sebastian Steineke: „Die erste große Musterfeststellungsklage von Verbraucherzentrale und ADAC gegen VW war schon lange vor dem 1. November vorbereitet. Allein das zeigt, dass hier großer gesetzgeberischer Handlungsbedarf bestand. Wir sind guter Dinge, dass sich das Instrument in der Praxis bewähren und zu einem noch höheren Maß an Verbraucherschutz in Deutschland führen wird.“


Zur ADAC-Werbung: „Wir sind nicht deutsch“

Von Felizitas Küble

Reklame kann ja gerne etwas schräg sein, vor allem, wenn die Sprüche witzig und originell sind. Allerdings trifft das auf die aktuelle ADAC-Werbung nicht zu, in der es heißt: „Wir sind nicht deutsch.“  – Dabei steht das ADAC-Kürzel bekanntlich für: Allgemeiner Deutscher Automobil-Club.

Der Buchstabe „D“ bedeutet also  natürlich deutsch – müßte man meinen.

Aber in der Plakat-„Beschreibung (siehe Foto) heißt es stattdessen  – durch eine weiße Fläche auch noch eigens hervorgehoben: „Wir sind nicht deutsch.“ – Sodann weiter: „Wir sind überall. Und an Grenzen machen wir nicht halt.“

Daß der ADAC-Service auch Grenzen überwindet, wird die Mitglieder freuen, wenn sie mit ihrem Wagen außer Landes eine Panne erleben bzw. erleiden.

Aber für diese „Botschaft“ hätte dieser Werbe-Slogan  – der auch in einem ADAC-Video auftaucht –  doch besser lauten können: „Wir sind deutsch und noch viel mehr“ – oder „Wir sind deutsch und zugleich grenzenlos“ oder dergleichen. 

So klingt der Spruch links-zeitgeistig, als handle es sich um ein ausländisches Unternehmen, das „grenzenloserweise“ auch in Deutschland seinen Service anbietet.

Das finde ich weder kreativ noch originell, sondern einfach nur noch peinlich.

Foto: Norbert Schwarzer

 


Keime im flachen Wasser: eine unsichtbare Gefahr vor allem für Kinder

EU-Bericht unzulänglich  –  ADAC mißt auch im flachen Wasser

Der ADAC hat in den vergangenen Monaten die Wasserqualität von 41 Badeseen im Einzugsbereich zwölf deutscher Großstädte getestet und dabei teilweise drastische Ergebnisse zu Tage gefördert. Jede siebte Meßstelle lieferte bedenkliche Keimkonzentrationen im ufernahen Flachwasser.

Das birgt vor allem für Kinder, die an diesen Stellen gerne und ausdauernd spielen, ein erhöhtes Infektionsrisiko, ohne daß die Gefahr von außen ersichtlich wäre. Neben den insgesamt zehn Meßstellen mit der Note „bedenklich“ wurden 18 der 65 Meßpunkte mit „ausreichend“ bewertet, 17 schnitten „gut“ und 20 sogar „sehr gut“ ab. Seeschaukeln am Seil

Die Gewinner des ADAC-Badegewässer-Tests mit der besten Wasserqualität waren jeweils eine Meßstelle im Langener Waldsee (Strandbad) bei Frankfurt/Main, im Lußsee (Nordufer) in München sowie im Ammelshainer See (Nordufer), im Cospudener See (Ostufer) und im Kulkwitzer See (Strandbad Markranstädt).

An diesen fünf Meßpunkten bestanden nur sehr geringe Risiken für Badegäste, mit krankmachenden Keimen in Berührung zu kommen. Deshalb erhielten alle die Wertung „sehr gut“ und das Prädikat „Testsieger“.

Testverlierer mit der Note „bedenklich“ und der höchsten Keim-Belastung im Vergleich war die Meßstelle am Südufer des Elfrather Badesees in Krefeld. Zum Testzeitpunkt hielten sich in Nähe des Meßpunkts bis zu 100 Kanadagänse auf, Liegewiese und Uferbereich waren übersät mit Vogelkot.

Die Stadtverwaltung ist sich des Problems bereits bewusst und versucht gegenzusteuern: so rät sie mit einem entsprechenden Warnschild aus gesundheitlichen Gründen vom Baden ab.  – Erstaunlich in diesem Zusammenhang: Der aktuelle EU-Badegewässerbericht bescheinigt dem Elfrather Badesee eine gute Wasserqualität.

Im Gegensatz zu den offiziellen EU-Messungen, die im Schwimmbereich ab einem Meter Wassertiefe vorgenommen werden, mißt der ADAC bereits im ufernahen Flachwasser bis zu 30 Zentimetern Tiefe. Der aktuelle Test zeigt deutlich, daß dieser vor allem von Kindern genutzte Bereich stärker mit gesundheitsgefährdenden Keimen belastet ist, als die Ergebnisse des EU-Berichts vermuten lassen.

Kurt Heinen, ADAC-Vizepräsident für Tourismus, erklärt hierzu: „Die Gemeinden sollten diesen Test zum Anlass nehmen, neben konsequenten Reinigungsmaßnahmen regelmäßig eigene Untersuchungen durchzuführen und ein Belastungsprofil auch für Flachwasser zu erstellen.“

Außerdem fordert der ADAC, einheitliche Grenzwerte für ein Badeverbot entsprechend den Empfehlungen des Umweltbundesamtes in die Landesverordnungen aller Bundesländer zu übernehmen und bei Überschreitungen sofort Badeverbote zu erlassen.

Die ADAC-Wasserexperten entnahmen in der Hochsaison 2012 an 65 Meßpunkten im Abstand von rund vier Wochen drei einzelne Wasserproben. Zu Beginn der Badesaison 2013 wurden an einem Termin nochmals drei parallele Proben pro Meßpunkt gezogen. Alle Proben wurden auf die Keime Escherichia coli und Intestinale Enterokokken untersucht und die Ergebnisse wissenschaftlich ausgewertet. Sämtliche Proben wurden bereits vor dem Einsetzen des Hochwassers in einzelnen deutschen Regionen entnommen.

Quelle:  Pressemeldung des ADAC vom 23.7.2013


Kommt die „Blackbox“ für alle Autos? – Kritik von ADAC und Datenschützern

ADAC warnt vor dem „gläsernen Autofahrer“

Erleben wir bald die serienmäßige Einführung einer „Blackbox“ im Auto? –  Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, soll sich der Bundestag angeblich bereits Ende Mai auf Empfehlung des Petitionsausschusses für den digitalen Unfalldatenspeicher in Pkw ausgesprochen haben. Andere Medien bestreiten dies.

Klar scheint, daß eine Einbaupflicht nicht sofort kommt. So müßten zunächst Kostenfragen und datenschutzrechtliche Aspekte sorgfältig geklärt werden, heißt es.

Wie die Saarbrücker Zeitung weiter berichtet, gibt es auch in Brüssel entsprechende Pläne.

So hat der Verkehrsausschuß des EU-Parlaments die Kommission schon vor geraumer Zeit aufgefordert, einen Vorschlag mit einem Zeitplan und einem detaillierten Zulassungsverfahren bis Ende 2012 vorzulegen, der die schrittweise Einführung der „Blackbox“ zunächst „in Leihfahrzeugen, später auch in gewerblich genutzten und in privaten Fahrzeugen vorsieht“. 

Die Politik verfolgt  –  eigenen Angaben zufolge  –  mit der Blackbox-Pflicht zwei Ziele: Neben der Unfallvermeidung sollen auch Unfälle rekonstruiert werden.

Doch dafür sei die Blackbox aber überhaupt nicht geeignet, kritisiert der ADAC.   Auch wegen der erheblichen Kosten hält der Automobilclub die verpflichtende Ausrüstung aller Neufahrzeugen für unverhältnismäßig. Um Autos noch Crashtest-sicherer zu machen, sei die bisherige Praxis der Unfallauswertung „völlig ausreichend“.

Die bloße Anwesenheit eines Unfalldatenspeichers im Privatfahrzeug bewirkt noch keine Verhaltensänderung im Straßenverkehr. Die wichtigsten Daten, wann welches Fahrzeug die Spur gewechselt hat oder welches Fahrzeug über die rote Ampel gefahren ist, könne die Blackbox ohnehin nicht erfassen, so der ADAC.  Dafür sei eine Kameraüberwachung nötig.

Diese ist wiederum erst recht äußerst umstritten. „Dann hätten wir den gläsernen Autofahrer“, warnt ADAC-Mann Schäpe. Der Datenschutz bleibe auf der Strecke, fürchten andere Kritiker.

„Der Un­fall­da­ten­spei­cher ist aus Da­ten­schutz­sicht ein Problem. Die erhobenen Daten sind dem Fahrer zu­zu­ord­nen und können durch Polizei und Ver­si­che­run­gen aus­ge­le­sen werden“, sagt der Da­ten­schutz­be­auf­tragte des Landes Schles­wig- Hol­stein, Thilo Weichert.

Die Einführung eines zentralen Fahrzeugdatenspeichers könnte zudem Begehrlichkeiten von Polizei und Ordnungsbehörden wecken, diese Daten bei Fahrzeugkontrollen auszuwerten und gegen den Fahrer zu verwenden, erklärt der ADAC weiter. 

Außerdem würde die verpflichtende Einführung einer Blackbox das Grundrecht, sich nicht selbst belasten zu müssen, für die Autofahrer aufheben. Gleichwohl kann schon heute jeder Fahrzeugbesitzer freiwillig eine Blackbox anschaffen.

Quellen: Saarbrücker Zeitung, Tageszeitung „Die Welt“, Webseite Fulda-Info


Gebrauchtwagen: 6 Milliarden Euro Schaden durch Tacho-Betrug

Durch manipulierte Tachometer bei Gebrauchtwagen entsteht nach Berechnungen von Experten jährlich ein volkswirtschaftlicher Schaden von rund sechs Milliarden Euro.
„Deutschland hat mehr finanziellen Verlust zu tragen, als die gesamte Weltwirtschaft beispielsweise durch Piraterie im Meer vor Afrika verkraften muss“, sagte ADAC Präsident Peter Meyer. „Wir dürfen Deutschland nicht von Tachofälschern kapern lassen.“

Nach Berechnungen des ADAC entsteht jedem Autofahrer, der ein gebrauchtes Fahrzeug mit manipuliertem Tacho kauft, im Schnitt ein Schaden von rund 3000 Euro.

Wenn dann noch der Zahnriemen reißt, weil die tatsächliche Kilometerleistung des Autos verfälscht und der Riemen nicht rechtzeitig gewechselt wurde, ist der Verbraucher schnell bei einem Schaden von 10 000 Euro angelangt.

Die Manipulation des Kilometerstandes dauert meist nicht länger als 30 Sekunden. Ein Ausbau des Tachos oder anderer Steuergeräte ist nicht erforderlich. Die Geräte, mit denen Manipulationen durchgeführt werden, sind für Laien leicht zu bedienen. Opfer sind fast ausschließlich Gebrauchtwagenkäufer. Sie können sich nicht zuverlässig vor Tacho-Betrug schützen, denn ein Nachweis ist technisch meist nicht möglich.

Der ADAC fordert deshalb die Auto-Hersteller auf, für zeitgemäßen Schutz des Kilometerstandes zu sorgen. Nach übereinstimmender Auskunft von Experten würde es nur wenige Euro kosten, um Autos sicherer zu machen.

Bei rund drei Millionen Neufahrzeugen, die pro Jahr in Deutschland verkauft werden, entspräche dieser Mehraufwand nur einem winzigen Bruchteil des jährlich entstehenden Schadens.

Quelle: ADAC, Seite http://www.extremnews.com