Als Eva GOTT spielen wollte: Bibeltexte haben viel mit unserem realen Leben zu tun

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Sind wir noch lernfähig? Das ist eine existenzielle Frage. 

Mit dieser Frage ist nicht gemeint, ob wir uns noch Digital- und Computerfähigkeiten aneignen wollen. Es geht um mehr: Wollen wir uns noch mit dem beschäftigen, was in die Ewigkeit hineinreicht?

Die Bibel sagt uns im Schöpfungsbericht Wesentliches über die Grundbefindlichkeit des Menschen. Die meisten werden diese Texte mit einer Handbewegung abtun: Märchen! Sie haben mit dem realen Leben nichts zu tun. Ist das wirklich so?

BILD: Prof. Gindert leitet das Forum Deutscher Katholiken

Im Schöpfungsbericht (Genesis) fragt die Schlange Eva: „Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?“ – Eva lässt sich auf einen Dialog ein, bei dem sie den Kürzeren ziehen muss. Auf der einen Seite stehen Verführbarkeit und Neugier – menschliche Eigenschaften – auf der anderen Seite raffinierte Lügen und das überlegene Wissen des gefallenen Engels, vor dem Gott den Menschen bewahren wollte.

Eva antwortet: „Von den Früchten der Bäume dürfen wir essen… nur von den Früchten des Baumes in der Mitte des Gartens dürfen wir nicht essen, hat Gott gesagt, sonst müssen wir sterben“.

Darauf die Schlange: „Auf keinen Fall werdet ihr sterben. Denn Gott weiß, sobald ihr davon esst, werden euch die Augen aufgehen und ihr werdet wie Gott sein und wissen, was Gut und Böse ist“.

Da sah die Frau, dass die Früchte des Baumes lieblich anzuschauen, begehrenswert wären und zum Verkosten einladen, um so klug zu werden. Sie nahm von seiner Frucht, aß und gab auch ihrem Mann und der aß auch davon. Dann gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren.

Die Versuchung der absoluten Selbstbestimmung, die Faszination dessen, was „schön anzusehen ist“, räumte das Stoppschild Gottes weg.

Die Realität unserer Tage – sein wollen wie Gott!

Wir stehen im zweiten Jahr der Corona-Pandemie. Will uns Gott damit etwas sagen? Wenn Gott mit dem Leben zu tun hat, steht er vor dem Elend nicht unbeteiligt beiseite. Das ist jedoch kein Thema für Politik, Gesellschaft und Medien – auch nicht für die meisten Bischöfe, die uns die Zeichen der Zeit erklären sollten. Auch sie hoffen auf den medizinischen Fortschritt.

Zeitungsüberschriften wie „Bund und Länder ringen um Wege aus dem Lockdown“ (AZ, 4.3.2021) oder „Im Coronastreit liegen die Nerven blank“ (AZ, 5.3.21), „Warum die Corona-Notbremse bislang versagt hat“ (AZ, 5.3.21) müssten beitragen, dass uns die Augen hinsichtlich der „Machbarkeit menschlichen Handelns“ aufgehen.

Sein wie Gott, die Gesetze, die der Schöpfer in die Natur gelegt hat, durch Wissenschaft und Technik aushebeln zu können, lässt das Gefühl von Selbstbestimmung und totaler Freiheit aufkommen. Das ist die Schöne Neue Welt.

Diese absolute Autonomie betrifft besonders den Anfang und das Ende des Lebens. Das Lebensende kann einsam, verbittert und schmerzvoll erlebt werden. Priester, Ärzte und Verwandte wissen das. Selbst einfühlsame Wegbegleiter im Hospiz können den Naturablauf nicht ändern.

Als das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 Beihilfe zum „selbstbestimmten Tod“ erlaubte, wurde das mit dem Recht auf Selbstbestimmung begründet und von vielen als Erweiterung des Freiraums gedeutet. Wenige Tage später verfügte der Staat aufgrund der Corona-Pandemie Einschränkungen, auch von Grundfreiheiten für alle, wie sie die Deutschen seit Einführung der Bundesrepublik noch nicht erlebt haben. Da gingen ihnen – hoffentlich – die Augen auf.

Am Lebensanfang schwingen sich heute Menschen zum Herrn über Leben und Tod auf. Sie werden zu Beherrschern der Kinder. Eltern bestimmen, ob Kinder, die sich anmelden, durch die Lebenstür hereingelassen werden. Hunderttausenden wird das jährlich in Deutschland nicht erlaubt. Denn sie stören das gewohnte Leben, die noch nicht abgeschlossene Ausbildung, den geplanten Urlaub.

Es kann auch sein, dass die Vorselektion von PID den Neuankömmling mit Down-Syndrom sieht. Die rechtswidrige, aber straffreie Abtreibung, die viele als Fortschritt sehen, „befreit“ von der Abhängigkeit vom Kind. Menschen entscheiden also, was sie als „gut oder böse“ ansehen. Das hat die Schlange Eva versprochen.

Wenn dem selbstbestimmenden Menschen die Fähigkeit, ein Kind zu bekommen, verweigert ist, kann er den Weg gehen, den ihm Gentechnologie und „liberale“ Gesetzgebung anbietet: Die Implantation befruchteter Föten, d.h. von Menschen im embryonalen Entwicklungsstadium. Dabei wird mit einer Überzahl von Föten „gearbeitet“, weil sich nur ein befruchtetes Ei entwickeln soll, die übrigen werden abgetötet.

Wer genügend Geld hat, kauft sich das gewünschte Genmaterial und lässt das Kind von einer Leihmutter austragen. Jene, die das „Austricksen“ der Natur als gewaltigen Fortschritt und als „schön“ empfinden, fordern, dass die bei uns dafür noch bestehenden gesetzlichen Schranken beseitigt werden.

Die Letzten in dieser realen „schönen Welt“ sind die Kinder. Der Umgang mit ihnen nimmt „Warencharakter“ an. Ihre Grundbedürfnisse wie Bindung, Geborgenheit und selbstlose Liebe stehen nicht im Vordergrund. Im extremen Fall lernen sie nie ihren Vater und ihre Mutter kennen. Bei homosexuellen Paaren fehlt „ihren“ Kindern das Naturrecht auf die Eltern.

Kommen Kinder schon im ersten Lebensjahr in die kollektive Fremdbestimmung der Kitas, müssen sie sich die Zuwendung der Ersatzmütter erkämpfen. Der erzwungene Liebesentzug kann durch das von Spielzeug überquellende Kinderzimmer nicht ausgeglichen werden. Ab Smartphone-Zeit wird die Phantasiewelt der „verlassenen Generation“ (Gabriele Kuby) durch hochgeladene Bilder in Beschlag genommen und zum wichtigsten Erziehungsmittel.

Am härtesten betrifft es die Kinder, wenn Eltern ihre Selbstbestimmungswünsche nicht zurückstecken wollen oder sie einen neuen Partner finden und sich trennen. Das ist selbst für Kinder eine Katastrophe, wenn ein Partner das Zusammenleben unmöglich macht. Für die Kinder bricht eine Welt zusammen. Den Kindern gehen die Augen auf über den autonomen Menschen, der Gott spielt.

Der „verlassenen Generation“ wird nicht geholfen, wenn ihnen „Kinderrechte“ eingeräumt werden. Diese alte Idee der Linken, um sich die „Lufthoheit über Kinderbetten“ zu erschleichen, dient dem Zweck, Kinder frühzeitig zu kollektivieren. Was Kinder wirklich brauchen, nämlich Zuwendung, Verstehen, sich mit ihnen abgeben, bekommen sie so nicht.

Die „schöne Neue Welt“ wird durch die Genderideologie vorbereitet. Sie ist die Vergewaltigung der Sprache, um die Bedeutung des Wortes zu verändern und den Menschen ihre Identität zu nehmen, gemäß dem Ausspruch der Simone de Bauoir: „Man wird nicht als Frau geboren, sondern dazu gemacht“.

In dieser Genderwelt gibt es z.B. nicht mehr Vater und Mutter, sondern Gender 1 und Gender 2. Die Genderideologie nistet sich überall ein, selbst in der Kirche, wo wir eigentlich davor bewahrt werden sollten, dass die Schöpfung auf den Kopf gestellt wird.

Gott verweigert nicht Fragen und Forschen. Die eigentliche Frage ist, wozu die Ergebnisse dienen: Allen Menschen, besonders den Schwachen und Hilfsbedürftigen oder um Macht auszuüben über Menschen, über die Natur, um so Gott zu spielen. Die Versuchung dazu liegt auf der Hand. Der Genesisbericht zeigt uns dies deutlich.

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Münster: Christlich-jüdische Gedenkstunde an den Synagogenbrand vom 9. November 1938

Von Felizitas Küble

Am Donnerstag, dem 9. November, veranstaltete die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit ein Gedenken an die Zerstörung der Synagoge und anderer jüdischer Einrichtungen in Münster und in Deutschland durch die NS-Diktatur am 9. November 1938. 

Dieses schauerliche Unrecht, bei dem 7000 jüdische Synagogen und Geschäfte brannten bzw. zerstört wurden, nannte man früher (wegen der zerbrochenen Fensterscheiben) „Kristallnacht“, heute wird meist von Pogromnacht gesprochen.

Dabei wurden rd. 20.000 deutsche Juden aus ihren Wohnungen herausgeprügelt, meist verhaftet oder ins KZ transportiert, ca. hundert jüdische Bürger wurden ermordet.

Der Vorstand der christlich-jüdische Initiative besteht – wie auch in anderen Städten üblich – aus einem katholischen, einem evangelischen und einem jüdischen Vertreter. 

Der jüdische Gemeindeleiter Sharon Fehr (siehe Foto) erinnerte die Besucher in der vollbesetzten Synagoge an antisemitische Entgleisungen damals und heute; er forderte alle Bürger zur Wachsamkeit auf.

Zugleich begrüßte er den Oberbürgermeister von Münster, Markus Lewe (CDU)  – der eine kurze Ansprache hielt –  sowie eine Reihe Theologen und Verbandsleiter. Der Gemeindevorsteher erinnerte als moralisches Leitbild für uns alle an die Zehn Gebote, die im jüdischen Gebetshaus einen zentralen Platz einnehmen (Foto: hebräische 10-Gebote-Symbolik).

Die vor allem theologisch geprägte Hauptrede mit dem Titel „Wurzeln der Entmenschlichung“ hielt Alfred Buß (siehe Foto), der frühere Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Der evang. Ex-Präses Buß betonte in seiner Grundsatzrede die verhängnisvollen Auswirkungen des kirchlichen Antijudaismus. Dabei setzte er sich vor allem kritisch mit Martin Luther auseinander:

Der Reformator habe anfangs durchaus eher positiv über Juden geschrieben, sich aber im Laufe der Jahrzehnte immer stärker in eine judenfeindliche Verhärtung hineingesteigert. Die Ursache hierfür sah der Kirchenmann u.a. darin, daß Luther mit einer Bekehrung zahlreicher Juden durch seine Bewegung gerechnet habe; als dies nicht eintrat, wandte er sich gegen die Juden.

Anläßlich des Gedenkens an die Progromnacht von 1938 erklärte er, Luthers Schrift „Wider die Juden und ihre Lügen“ lese sich wie eine Anleitung dazu, zumal in diesem Druckwerk ausdrücklich das Anzünden von Synagogen vorgeschlagen wird.

Dabei erwähnte Buß, daß Luther mit seinem rabiaten Antijudaismus und den von ihm geforderten Zwangsmaßnahmen gegen Juden seiner eigenen Zwei-Reiche-Lehre widersprochen habe, wonach die weltliche Obrigkeit niemanden zum Glauben zwingen dürfe. Der kirchliche Antijudaismus sei zwar, so der Redner, vom späteren Antisemitismus zu unterscheiden, doch habe er dem rassistischen Judenhaß gleichsam den Weg bereitet.

Dabei hätte doch der Rückblick auf die Schöpfungsgeschichte Gottes eine andere Grundhaltung lehren müssen, denn im Buche Genesis wird der Mensch als Gottes Ebenbild gewürdigt. Der Ewige schuf den Menschen als Mann und Frau „nach seinem Bilde“.

BILD: Die Menora (siebenarmiger Leuchter) in der Synagoge von Münster

Daher besitze der Mensch als Gottes Geschöpf eine unverlierbare Würde, die ihm nicht etwa erst durch Staat oder Gesellschaft zukomme, sondern die in seiner geschöpflichen Natur begründet sei.

Die Heilige Schrift halte an dem einen Stammelternpaar fest, zumal dann niemand sagen könne: „Mein Urvater ist größer als der deinige“.  – Alle Menschen führen sich auf dieselben Stammeltern zurück. 

Als Lebensraum des Menschen sei die Welt nicht „des Teufels“, sondern Gottes Schöpfung. Allerdings rufe Gott den Menschen zur Verantwortung  –  so wie einst im Garten Eden nach dem Sündenfall: „Adam, wo bist du?“

Teils kritisch befaßte sich der ehem. Präses mit dem Zeitalter der Aufklärung, weil damals die Vernunft überbetont worden sei. Der Mensch erhalte seine Würde aber nicht erst aufgrund seiner verstandesmäßiger Fähigkeiten. Gewisse Postulate der Aufklärung seien sodann von Antisemiten vereinnahmt worden.

Der Redner rundete seine Ansprache ab mit Versen aus dem Psalm 43. Er spielt in der klassischen katholischen Liturgie eine herausragende Rolle (Stufengebet).

In diesem biblischen Psalm heißt es u.a.:

Verschaffe mir Recht, Gott, und führe meinen Rechtsstreit gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor den bösen und tückischen Menschen! Denn du bist der Gott meiner Zuflucht…Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten; sie sollen mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen. So will ich hintreten zum Altare Gottes, zum Gott meiner Freude und meines Jubels. 
 

In Christus unterwarf sich Gott seinen eigenen Gesetzen und Geboten

In der heutigen Liturgie der katholischen Kirche stand Christi Aussage über die alttestamentlichen Gebote und Gesetze im Mittelpunkt: „Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu erfüllen“ P1020947

Dazu erklärte der hl. Cyrill von Alexandrien (380 – 444 n. Chr.), der ein großer Bischof und Kirchenlehrer war, in seiner Homilie 12 (PG 77, 1041f.):

„Wir haben gesehen, dass Christus den Gesetzen des Moses gehorcht hat; Gott, der Gesetzgeber, unterwarf sich also  –  wie ein Mensch  –  seinen eigenen Gesetzen.

So lehrt es uns der hl. Paulus: „Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen“ (Gal 4,4-5).

Christus hat also die vom Fluch des Gesetzes freigekauft, die unter dem Gesetz standen, es aber nicht befolgten. Wie hat ER sie freigekauft? Dadurch, dass ER eben dieses Gesetz erfüllte; anders gesagt: um die Gesetzesübertretung Adams wiedergutzumachen, zeigte ER sich an unserer Stelle dem Vater gegenüber gehorsam und fügsam.

Denn es heißt: „Wie es also durch die Übertretung eines einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung kommen“ (Röm 5, 18). Mit uns beugte ER das Haupt vor dem Gesetz, und das geschah nach dem göttlichen Plan der Menschwerdung. So „sollte ER die Gerechtigkeit ganz erfüllen“ (vgl. Mt 3,15).

Nachdem ER wie ein Sklave geworden war (Phil 2,7)  –  genau gesagt: weil er als Mensch lebte und so zu denen gehörte, die das Joch tragen  – , entrichtete er den Steuereinnehmern, so wie es jedermann tat, seine Steuern, obwohl er als der Sohn Gottes an sich davon befreit war (Mt 18,23–26).“

 


Galileo-Satellitenflotte wächst: Auch „Adam“ und „Anastasia“ sind ins Weltall gestartet

Am 27. März 2015 sind um 22.46 Uhr mitteleuropäischer Zeit (18.46 Uhr Ortszeit) die neuen Galileo-Satelliten „Adam“ und „Anastasia“ mit einer russischen Sojus-Rakete vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guyana ins All gestartet.

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Nach einem drei Stunden und 48 Minuten dauernden Flug wurden sie auf ihrem Zielorbit in der mittleren Erdumlaufbahn ausgesetzt. Damit ist die Flotte des europäischen Satellitennavigationssystems, an dem auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt ist, von sechs auf acht Satelliten angewachsen.

Nachdem „Adam“ und „Anastasia“ ihren Zielorbit erreicht hatten, entfalteten sich planmäßig die Solarpaneele, die die Satelliten mit Energie versorgen. In 23.222 Kilometern Höhe kreisen „Adam“ und „Anastasia“ nun um die Erde, die sie in etwa 14 Stunden einmal umrunden. Dabei senden sie hochpräzise Navigationssignale aus, die weltweit empfangen werden können.

Benannt wurden auch diese Satelliten nach den Kindern, die im Jahr 2011 den Galileo-Malwettbewerb der Europäischen Kommission gewonnen hatten.

„Nach dem Fehleinschuss der beiden Galileo-Satelliten im letzten Jahr ist der erfolgreiche Start der Satelliten sieben und acht ein wichtiges Signal für den weiteren Aufbau von Galileo“, betont René Kleeßen, Galileo-Programm-Manager beim Raumfahrtmanagement des DLR.

„In der weiteren Planung für 2015 sind noch zwei weitere Starts im September und Dezember vorgesehen. Setzt sich der Aufbau des Systems so fort, plant die Europäische Kommission im Jahr 2016, eine offizielle Erklärung zu den ersten Galileo-Diensten abzugeben.“

30 Satelliten sollen jeden Punkt auf der Erde mit Navigationssignalen abdecken Insgesamt 30 Satelliten soll die Flotte des europäischen Navigationssystems bei Erreichen der vollen Funktionsfähigkeit im Jahr 2020 umfassen.

Galileo wird dann Ortungs- und Navigationsdienstleistungen in bisher nicht erreichter Präzision ermöglichen. Mindestens vier Satelliten decken dann rund um die Uhr jeden Punkt der Erde mit Signalen ab.

Das Satellitensystem soll insgesamt vier Dienste anbieten: Einen offenen Dienst mit einer Genauigkeit bis zu vier Metern, einen kommerziellen Dienst mit höherer Genauigkeit von bis zu einem Meter, einen Dienst mit verschlüsselten und zuverlässigen Signalen – beispielsweise für Behörden – sowie einen Such- und Rettungsdienst.

Galileo macht Europa aber auch unabhängig von den militärisch genutzten Diensten GPS (USA), GLONASS (Russland) sowie Beidou (China) und garantiert damit, dass die Navigationsdaten jederzeit zur Verfügung stehen.

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Artikel hier: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-13214/year-all/#/gallery/19053


IMMACULATA: Hochfest der makellos empfangenen Jungfrau und Gottesmutter

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Gen 3,9-15.20:

Nachdem Adam von Baum gegessen hatte, rief Gott, der HERR, ihm zu und sprach: Wo bist du?  media-373855-2

Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.

Darauf fragte ER: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?

Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen.

Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan?  –  Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt, und so habe ich gegessen.

Da sprach Gott, der HERR, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.

Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. ER wird dir den Kopf zertreten –  und du triffst ihn an der Ferse.

Adam nannte seine Frau Eva – das heißt „Leben“ – , denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

 


Christmette im Regensburger Dom: „Offen sein für d a s Geschenk aller Geschenke“

Bischof Rudolf Voderholzer hat die Christmette mit den Gläubigen im vollbesetzten Regensburger Dom gefeiert. In seiner Predigt ermutigte der Bischof die Menschen, zu weihnachtlichen, zu neuen Menschen zu werden: Christmette Dom 2012

„Das Kind in der Krippe ist das Weihnachtsgeschenk schlechthin, das Urbild und die Quelle jeder Herzensgabe, mit der wir zum Weihnachtsfest Freude, Liebe und Zuneigung bekennen.

Öffnen Sie Ihr Herz für dieses Geschenk aller Geschenke. Nicht das Ansichreißen erlöst den Menschen. Kein Geld der Welt kann Glück, Lebensfülle oder Liebe kaufen. Alles, was im Leben wichtig ist, muss man sich vom Himmel schenken lassen.“

Der Christbaum ist wie ein sinnliches Bild weihnachtlichen Geschehens, ja der Geschichte Gottes mit den Menschen. Seine Kugeln verweisen auf den Apfel des Paradiesbaumes, den der alte Adam an sich riss. Seine Lichter durchdringen das Dunkel, das Adams Selbstherrlichkeit der Welt bescherte.

Die Kerzen stehen für den „neuen Adam“, für die Quelle allen Lichts, für Christus, geboren in Bethlehem; zu Deutsch: Brothausen, Haus des Brotes.  –  Darauf verweisen die Lebkuchen.

Die Sterne des Christbaums führen den Weg zum Kind in der Krippe, das ewiges Leben schenkt, immergrün wie die Tanne. Sein Holz deutet auf den Stamm des Kreuzes, an dem Christus seine Liebe zu den Menschen bis zum bitteren Tod erfüllte.

Der Regensburger Oberhirte erklärte:

„Der Christbaum des Petersplatzes in Rom stammt in diesem Jahr aus der bayerisch-böhmischen Grenzregion. Er ist ein wahrhaft grenzüberschreitender Baum, der die Universalität des göttlichen Geschenks beleuchtet. Gott meint jeden Menschen, wirklich jeden, zu allen Zeiten, überall und in jeder Phase des Lebens.“

Quelle (Text und Foto): Bistum Regensburg:

Dr. Veit Neumann
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2
93047 Regensburg


Der hl. Bischof Germanus aus dem Frühmittelalter: „Thron des Kreuzes“

Der hl. Germanus war Bischof von Konstantinopel und starb im Jahre 733 n. Chr.  – Er schreibt in „In Domini corporis sepulturam, PG 98, 251-260″ passend zu Karfreitag Folgendes über Christi „Thron des Kreuzes“:

„Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf“ (Jes 9,1)  –  das Licht der Erlösung. Wenn es den Tod anblickt, der es  –  tödlich verletzt  –  unterdrückte, kommt dieses Volk aus der Finsternis wieder zum Licht; aus dem Tod zurück ins Leben.

Foto: Kloster Ettal

Foto: Kloster Ettal

Das Holz des Kreuzes trägt den, der das Universum geschaffen hat. Der den Tod um meines Lebens willen erleidet, ER ist ans Kreuz gefesselt wie ein Toter: ER, der das Universum trägt; ER haucht den Geist aus am Holz, ER, der den Toten das Leben einhaucht.

Das Kreuz beschämt ihn nicht, sondern bezeugt vielmehr wie eine Trophäe seinen vollkommenen Sieg. ER thront als gerechter Richter auf dem Thron des Kreuzes.

Die Dornenkrone, die ER auf seiner Stirn trägt, bestätigt seinen Sieg: „Habt Vertrauen, ich habe die Welt besiegt und den Fürsten dieser Welt, indem ich die Sünden der Welt trug“ (Joh 16,33; 1,29).

Das Kreuz soll zum Triumph werden, selbst die Steine schreien es heraus, diese Steine von Kalvaria, wo nach einer alten Väter-Tradition einst Adam begraben wurde, unser Stammvater; Christus ruft ihm am Kreuze gleichsam zu:

„Ich bin nicht gekommen, um über deine Sünde zu Gericht zu sitzen, sondern um dich zu retten; ich bin nicht gekommen, um dich zu verfluchen deines Ungehorsams wegen, sondern um dich zu segnen durch meinen Gehorsam.

Ich bedecke dich mit meinen Flügeln, du wirst Zuflucht finden in meinem Schatten, meine Treue beschirmt dich mit dem Schutzschild des Kreuzes und du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu ängstigen (vgl. Ps. 90 (91)1,1-5), denn du wirst den immerwährenden Tag sehen.

Ich werde dein Leben suchen, das sich in Finsternis und im Schatten des Todes verbirgt (vgl. Lk 1,79). Ich werde nicht eher Ruhe finden, bis ich dich in den Himmel zurückgeführt habe.


Papst Benedikt: Christus ist der „neue Adam“ für uns alle – und das Tor zum Leben

„Christus wurde Mensch im Schoß der Jungfrau Maria“

„Diese ersten Tage des neuen Jahres stehen noch ganz im Licht von Weihnachten.“   –  Das sagte Papst Benedikt am heutigen Mittwoch bei seiner ersten Generalaudienz im neuen Jahr.

„Wir schauen auf das Kind in der Krippe, dessen Geburt die Geschichte erneuert hat.“ –  Immer wieder tauche die Frage nach der Herkunft Jesu auf, so Benedikt, der diesem Thema erst kürzlich den dritten Band seines Werkes „Jesus von Nazareth“ gewidmet hat: 6a40d593df - Kopie

„Viele seiner Zuhörer erkannten ihn nicht als Messias, da sie zu wissen meinten, woher er stammt (vgl. Joh 7,27). Die Evangelien geben uns aber klar Auskunft, dass Jesus vom Vater, vom Himmel kommt.“

Er kommt, so formuliert der Papst, „aus dem Geheimnis Gottes“ –  und zwar auf andere Weise als ein Prophet oder Gottesgesandter:

„Seine Herkunft aus dem Geheimnis Gottes wird besonders deutlich bei der Verkündigung des Engels an Maria: „Der Heilige Geist wird über dich kommen … Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35). Deshalb bekennen wir im Credo: „Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist aus der Jungfrau Maria“.“

Die Menschwerdung des Erlösers verwirkliche sich „im Schoss der Jungfrau“, so der Papst:  „Maria gehört unverzichtbar zu unserem Glauben an den Gott, der handelt und in die Geschichte eintritt. Sie war bereit, Wohnstatt, Zelt Gottes zu werden. Und das, was durch das Wirken des Geistes in Maria geschieht, ist neue Schöpfung.“

Das hätten schon die Kirchenväter häufig ausgeführt. „Gott setzt damit den Beginn einer neuen Menschheit. Christus ist der neue Adam. In ihm werden wir durch die Taufe zu neuen Menschen. Als seinen Brüdern und Schwestern schenkt Christus uns die wahre Gotteskindschaft.“

Quelle: Radio Vatikan


Gegrüßet seist Du MARIA, Du Gnadenvolle, der HERR ist mit Dir!

Hochfest der makellos empfangenen Gottesmutter Maria

Advocata

Aus dem Buch Genesis 3,9-15.20:

Gott, der HERR, rief Adam zu und sprach: Wo bist du?
Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin  –  und versteckte mich.
Darauf fragte ER: Wer hat dir gesagt, daß du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?
Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen.

Gott, der HERR, sprach zu der Frau: Was hast du getan?

Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt  – und so habe ich gegessen.

Da sprach Gott, der HERR, zur Schlange:

Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.

Feindschaft will ich setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachwuchs und ihrem Nachwuchs. ER trifft dich am Kopf  –  und du triffst ihn an der Ferse.

Und Adam nannte seine Frau Eva (= Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

Das Foto von Paul Badde zeigt die Madonna als „Advocata“ (Beistand, Fürsprecherin)