Zwischenruf eines deutsch-israelischen Judenchristen zur aktuellen Politik

Von Klaus Moshe Pülz

Deutschland könnte das reichste Land der Erde sein, wenn der „deutsche Michel“ nicht durch seine jeweilige Obrigkeit derart manipuliert werden könnte. Einst war es das Kaisertum, das uns in den Ersten Weltkrieg stürzte; schließlich dann die Verführung durch einen ungebildeten Obdachlosen aus Österreich namens Adolf Hitler, der letzten Endes 60 Millionen gewaltsam getöteter Menschen und sämtliche deutsche Städte zerstört hinterließ.

Und heute regiert seit 16 Jahren eine ehemalige Mitläuferin des letzten Despoten der DDR, Erich Honecker, in Deutschland, eine gewisse Angela Merkel, als gäbe es keine fähigeren Köpfe in Deutschland.

Es ist eine Tragödie, was aus Deutschland seit Ludwig Erhardts Tagen geworden ist. Eingeleitet hat diese desaströse Politik Helmut Kohl mit der Abschaffung der soliden deutschen Währung in Form der „Deutschen Mark“. Es war stets nicht nur den Franzosen ein Dorn im Auge, daß Deutschland niemals seine harte Währung gegenüber den anderen europäischen Währungen abwerten mußte. Selbst Israel deckte seine heimische Währung Schekel zu 20 Prozent mit der DM ab.

Der wirtschaftliche Niedergang war nur möglich, weil Frau Rita Süßmuth  –  auch auf meine Anfrage hin –  Referenden (Volksbefragungen) ablehnte. Und so mauserte sich die deutsche Demokratie zu einer Art Diktatur, wonach der Deutsche seine Möglichkeiten auf den Urnengang beschränkt bekam.

Bereits zu Beginn ihrer Amtszeit erhöhte Frau Merkel die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent, was zur Verteuerung sämtlicher Waren und Dienstleistungen führte. Daher hätte diese Dame kein zweites Mal zur Bundeskanzlerin gewählt werden dürfen.

Dieser Entwicklung folgte die Kreation der unseligen Europäischen Union, deren Zahlmeister mit 26 Prozent in die Brüsseler Kasse Deutschland ist. Damit finanziert der deutsche Steuerzahler das Verwaltungsmonster in Belgien, und ein Italiener regiert wie einst Ludwig XIV. (l’état c’est moi!) ein gewisser Mario Dragi, der kurzum seit vielen Jahren zum ersten Mal in Deutschlands Geschichte die Verzinsung der deutschen Sparguthaben annullierte. Auf einen Protest der Massen warte ich noch heute vergebens.

Ein Land mit der höchsten Besteuerung der Welt lebt sozusagen von seiner Substanz, nämlich was die Nachkriegsgeneration aufgebaut hat.

Heute indes werden Menschen von dieser Regierung präferiert, die gar nicht zum deutschen Volke gehören. Als Nahost-Experte, der ich als Deutsch-Israeli sein darf, der aber seit dem Ableben des Verlegers Axel C. Springer nicht mehr gefragt ist, kenne ich allzu gut die Mentalität der arabischen Menschen im Nahen Osten.

Das Gerücht, wonach man in Deutschland Geldzuwendungen, Sprachunterricht, Unterbringung, medizinische Versorgung sowie sogar universitäre Ausbildung ohne Arbeitseinsatz erhält, ist nicht nur im Munde dieser Leute, sondern auch halb Afrika schließt sich dem Wunsche an, in Deutschland eine Art Scharaffenland zu sehen.

Und wenn „Pro Asyl“ dieses Streben nach Ausbeutung Deutschlands massiv unterstützt, so dient dies dem Niedergang des deutschen Wohlstands. Solchen Institutionen müßte der Status der Gemeinnützigkeit entzogen werden!

Fatal dabei ist der Umstand, daß die christliche Kirchen aller Couleur diesen Influx von antichristlich eingestellten Muslimen offen unterstützt, so daß sie sich dabei selbst das Wasser zu ihrem eigenen Nachteil abgräbt, was auch auf die beiden christlichen Parteien CDU und CSU zutrifft, die sich noch wundern über den enormen Zuwachs der Grünen, da Muslime bekanntlich keine christlichen Parteien wählen (dürfen).

Nein, es gibt nicht nur einen Hans-Georg Maaßen, der geschasst wurde, selbst ein kompetenter Politiker wie Herr Merz war und ist noch Opfer der Frau Merkel!

Nicht zu vergessen die einstigen Kommunisten, die sich als Partei „Die Linke“ plötzlich menschenfreundlich gibt, wobei die „DDR“-Diktatur einst die eigenen Landsleute bei ihrer Republikflucht an der Grenze abknallte wie die Hasen.

Inzwischen verfügt jeder fünfte Deutsche über einen Migrationshintergrund. Damit wird das Lernniveau in den deutschen Ausbildungsstätten derart herabgesenkt, daß Deutschland auf dem internationalen Parkett bald nicht mehr konkurrenzfähig ist. Ich weiß durch meine hebräischen Kenntnisse, wie schwierig es ist, eine orientalische Sprache zu erlernen. Ich kenne auch das Lernniveau in arabischen Universitäten, wo der Professor wichtige Kernaussagen ihres Studienganges in die Feder diktieren muß. Ein freies akademisches Denken und Forschen gibt es nicht!

So ist die Kurzsichtigkeit deutscher Politik geradezu unverantwortlich für ein Land, das seit Jahrhunderten eine christlich-jüdische abendländische Kultur gepflegt hat, auch wenn deren antisemitische Ausrichtung letztendlich den Segen Gottes entzogen erhält!

Es ist ein Gericht Gottes, daß die Anhänger der Kantschen Aufklärung im Zeitalter der Digitalisierung und des Robotertums noch gar nicht gemerkt haben, wie dabei unsere Gesellschaft sukzessive entseelt wird. Wo sind jene deutschen Wissenschaftler, die diesen Mißstand ebenfalls erkannt haben?

Dies geht sogar so weit, daß man die deutsche Sprache für Ausländer sozusagen „mundgerecht“ gemacht hat, indem man das „daß“ wieder abschaffte und zum „das(s)“ veränderte. Weder Franzosen noch Engländer kämen in den Sinn, aus Gründen der Sprachvereinfachung ihre Landessprache zu verändern.

Kaum einem Menschen hierzulande fällt auf, daß neuerdings speziell Migranten unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung dazu mißbrauchen, deutschen Frauen Gewalt anzutun und zudem Messer mit sich führen, von denen sie gegenüber deutschen Bürgern eifrig Gebrauch machen.

Auch das unselige Schengen-Abkommen macht es möglich, daß man heutzutage ohne Gefahr Drogen und Sexsklavinnnen über Landesgrenzen chauffieren kann. Es gibt schlichtweg keine Grenzkontrollen im Raum der Europäischen Union mehr, was naturgemäß die internationale Kriminalität (Mafia) potenziert. „Europol“ ist dabei nur eine Art „Feigenblatt“.

Daher gilt es in summa den Status quo wiederherzustellen, d.h. einen Zustand, wonach jeder europäische Staat seine Integrität und Souveränität sowie seine eigene monetäre Währung zurückerhält. Dazu gehört auch die eigene Gerichtsbarkeit ohne einen luxemburgischen Internationalen Gerichtshof in einem Land, das als „Steuerparadies“ gilt, wo Großkonzerne vor ihrem Fiskus Gewinne hinterziehen. Juncker ist demnach eine völlige Fehlbesetzung als EU-Präsident!

„Denke ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um meinen Schlaf gebracht“, sagte einst der Jude Heinrich Heine. Was würde er erst heute über die Mischkultur dieses heutigen Deutschlands sagen?

Ich bitte um eine möglichst große Verbreitung dieses Statements aus einem tränenreichen Herzen!

Unser judenchristlicher Autor Klaus Mosche Pülz leitet die „Messianische Bekenntnis-gemeinschaft“ und ist Herausgeber der deutschsprachigen Zeitschrift „Bote Neues Israel“, die auch im Internet vertreten ist: http://www.zelem.de/


Linz: Staatsanwaltschaft wertet Aufruf zum Judenmord als straffreie „Israel-Kritik“

Von Peter Helmespeter-helmes-227x300

Ich bin mir nicht sicher, ob die folgende Meldung auch so lauten würde, wenn der Friseur ein „autochthoner“ Österreicher (oder ein ebensolcher Deutscher) wäre. Aber Moslems geben ja in solchen Fällen nur ihrer verzweifelten Lage Ausdruck?  – Und überhaupt hat derlei angeblich „nichts mit dem Islam“ zu tun…

Die Webseite „Israel heute“ berichtet  –  bislang unwidersprochen  –  folgenden Vorgang:

„Mittlerweile vergeht kaum noch ein Tag ohne neue erschütternde Meldungen über den wachsenden Antisemitismus in Europa. Heute beschäftigt ein Fall aus Österreich die israelische Öffentlichkeit.

Dort hatte ein Türke auf Facebook Adolf Hitler mit einem Lob für die Ermordung der Juden zitiert. Er habe damit Israel wegen des Gazakriegs kritisieren wollen, erklärte er zu seiner Rechtfertigung.

Die Staatsanwaltschaft Linz stimmte dem zu: „Die Aussagen waren keine Verherrlichung von Hitler, sondern eine Unmutsäußerung gegenüber Israel“, erklärte ein Sprecher der Behörde gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten.

Ibrahim T., 29 Jahre alt, ist der Inhaber eines Friseursalons in Wels bei Linz. Er stellte ein Foto von Hitler auf seine Facebook-Seite und veröffentlichte dazu ein fiktives Zitat des Nazi-Führers: „Ich könnte alle Juden töten. Aber ich habe einige am Leben gelassen, um euch zu zeigen, wieso ich sie getötet hätte.“ israeltag2

Medienberichten zufolge flehte der Friseur zudem zu Allah, dass er den jüdischen Staat vernichten möge. Besorgte Leser seiner Facebook-Veröffentlichungen schalteten die Polizei ein. Der Verfassungsschutz nahm Ermittlungen auf.

Doch erstaunlicherweise fand die Staatsanwaltschaft keine Straftat. Der Sprecher der Linzer Ermittlungsbehörde, Philip Christl, wird in österreichischen Medien zitiert, dass bei Ibrahim T. die „subjektive Tatseite“ fehle.

Die österreichisch-israelische Gesellschaft protestierte gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft. Die österreichische Justiz legitimiere antisemitische Agitation.

Als „schockierend“ bezeichnete Samuel Laster, Chefredakteur der Wiener Zeitung „Die Jüdische“, den Vorgang gegenüber der Jerusalem Post. Er selbst habe in Österreich Demonstrationen gegen Israel erlebt, in denen Slogans wie „Zionisten sind Faschisten“ verwendet wurden und das Hakenkreuz mit dem Judenstern verglichen wurde. Die Polizei habe darin keinen Grund zum Einschreiten gesehen.

Die Empörung über die österreichischen Ermittlungsbehörden schlägt mittlerweile Wellen, die weit über die Alpenrepublik hinaus reichen. Das hat möglicherweise Konsequenzen für den antisemitischen Friseur Ibrahim T.: Die Generalstaatsanwaltschaft hat jetzt angekündigt, sein Fall werde neu aufgerollt.“

In Deutschland würde die Causa als Volksverhetzung geahndet, in Frankreich auch – zumindest auf dem Papier.

Das, was  der islamische Friseur in Linz äußerte, ist nämlich keine Kritik an Israel, sondern Verherrlichung des Holocaust und somit übelster Antisemitismus.

Peter Helmes ist politischer Publizist und betreibt die liberal-konservative Webseite http://www.conservo.wordpress.com

 


Der WDR verunglimpft Pfarrer Paul Spätling

Von Felizitas Küble

Am 16. Februar 2015 brachte der WDR-Rundfunk (in medienkritischen Kreisen auch als „Rotfunk“ bekannt) eine ebenso unsachliche wie unfaire Sendung gegen den Geistlichen Paul Spätling. IMG-20150120-WA0061-440x248

Der katholische Pfarrer aus Emmerich hatte sich auf einer PEGIDA-Veranstaltung in Duisburg (siehe Foto: P. Spätling in der Mitte) islamkritisch geäußert und infolgedessen ein Predigtverbot des insoweit zeitgeistbeflissenen Bischofs von Münster erhalten.

Am 13. Februar demonstrierten einige Leute vor der kath. Kirche von Kervenheim gegen Pfarrer Spätling, was natürlich sofort das Fernsehen auf den Plan rief.

Schon die Parolen auf dieser „Mahnwache“ belegen den geistlosen Unfug, so etwa das dreiste Plakat „Bunt statt braun“:

Was hat sachorientierte Islamkritik, wie Pfr. Spätling sie äußerte, ausgerechnet mit „braun“ zu tun?

Der Judenfeind Hitler bewunderte den Islam

Wissen diese sprücheklopfenden Protestler nicht, daß Adolf Hitler den Islam sehr geschätzt und gewürdigt hat?  – Daß der Diktator mit hochrangigen islamischen Vertretern eng zusammenarbeitete?  – Daß er insbesondere im Judenhaß mit diversen Muslimführern übereinstimmte?

Typisch unlogisch ist zudem die Äußerung einer Demonstrantin, sie trete für „Vielfalt und Toleranz“ ein  – und deshalb wolle sie es „nicht tolerieren„, daß Geistliche im Namen der Kirche an PEGIDA-Kundgebungen teilnähmen. Innerhalb eines einziges Satzes widerspricht diese Dame sich selbst, denn offenbar „toleriert“ sie nur ihre eigene Meinung, ist also intolerant. Auch die „Vielfalt“, die sie angeblich so schätzt, scheint sich auf Gleichgesinnte zu beschränken.

Geradezu unverschämt ist die durch nichts bewiesene Behauptung des WDR-Rundfunks, Pfarrer Spätling habe auf der PEGIDA-Veranstaltung u. a. vor „rechtsradikalen Hooligans“ und „NPD-Anhängern“ gesprochen.

So wird mit infamer Stimmungsmache versucht, einen theologisch konservativen Priester zu verunglimpfen und zugleich die PEGIDA-Bewegung anzuschwärzen bzw. „anzubräunen“.

Wie sich der WDR-Rotfunk in seiner linken Verbissenheit wohl erklärt, daß z.B. der jüdische Landesrabbiner Dr. Walter Rothschild die PEGIDA-Bewegung gegen medienübliche Diffamierungen ausdrücklich in Schutz nimmt? 

Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/02/08/der-landesrabbiner-von-schleswig-holstein-uber-pegida-und-den-islam/

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Foto: PI-News

 


Union gedenkt des 20. Juli: Das Christentum motivierte zum Widerstand vor 70 Jahren

Vor 70 Jahren scheiterte das Attentat und damit der Versuch des aktiven Widerstands gegen Adolf Hitler auf tragische Weise. Die Widerstandsgruppen um den Katholiken Claus Graf von Stauffenberg oder auch die Weiße Rose (siehe Bild: Sophie Scholl) waren christlich motiviert.

Hierzu erklärt der kirchenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung: 020_16A

„Der Jahrestag des Widerstandes vom 20. Juli 1944 ist ein Anlass, dem Mut und der Kraft der Männer und Frauen im gesamten Widerstand zu gedenken.

Es ist bemerkenswert, dass viele von ihnen den Kompass für ihr mutiges Tun und Handeln in den christlichen Werten fanden.

Der Abscheu vor dem menschenverachtenden Charakter des Regimes führte bei vielen Widerstandskämpfern zu einer Neubewertung des christlichen Glaubens.

Christentum war Gegenpol zur NS-Diktatur

In der Betonung der christlichen Werte suchten viele einen sittlichen Gegenpol zum verbrecherischen NS-Regime. Im  20. Juli 1944 lag eine außerordentlich starke christlich-kirchliche Bindung.

Aus den Verhörprotokollen der Gestapo geht hervor, dass ungefähr zwei Dutzend der aktivsten Widerständler eine christliche Motivation als Grund für ihr Denken und Handeln bezeugten.

Gerade in der heutigen Zeit, in der alles Christliche und Kirchliche häufig mit großem Misstrauen beäugt wird, sollte uns diese Haltung zum Nachdenken anregen. Das  Wertefundament unserer christlich-abendländischen Tradition und Kultur ist der Grundpfeiler unseres Zusammenlebens und bildet die Basis unseres Grundgesetzes – damals wie heute.

Uns hieran stets zu erinnern und dieses Bewusstsein fortwährend zu erneuern ist eine der Pflichten, die uns die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 hinterlassen haben.“


Widerstand in der NS-Zeit: Zum Angriff Margot Käßmanns gegen die kath. Kirche

Rezension von Dr. Eduard Werner

Buch-Daten: Margot Käßmann, Anke Silomon (Hrsg.): Gott will Taten sehen. Christlicher Widerstand gegen Hitler. Ein Lesebuch. Verlag C.H. Beck München 2013. 479 Seiten, 19;95 Euro.

In ihrer Einleitung bekräftigt Margot Käßmann eine Behauptung des Historikers Hans Mommsen, wonach beide christliche Kirchen nicht zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu rechnen seien. Diese Behauptung ist  –  was die katholische Kirche anlangt  –  leicht zu widerlegen.

War es denn kein Widerstand, als der Vatikan das ideologische Hauptwerk der Nazis, den „Mythus des 20. Jahrhunderts“ von Alfred Rosenberg schon 1934 auf den Index der für Katholiken verbotenen Bücher setzte?

Deutsche Kirchenhistoriker und Theologen lehnten 1934 in ihren „Studien zum Mythus des 20. Jahrhunderts“ die NS-Weltanschauung entschieden ab. (Siehe Amtsblätter der Diözese Münster und der Erzdiözese Köln)  –  Damit war die nationalsozialistische Rassenlehre, auf der der Antisemitismus basiert, kirchenamtlich verurteilt.

War es auch kein Widerstand, als am 21. März 1937 alle 25.000 katholischen Priester das päpstliche Weltrundschreiben „Mit brennender Sorge“ in allen katholischen Kirchen Deutschlands verkündeten?  – Hier wurden der Öffentlichkeit mit großem Mut die Irrtümer der Nazis aufgezeigt. Und die Rache der Nazis mit Verhaftungen und KZ-Einweisungen ließ nicht lange auf sich warten. 1_0_660406

In der ersten Kriegszeit hat Papst Pius XII. (siehe Foto) den Kontakt zwischen der deutschen Militäropposition und der britischen Regierung vermittelt. Eine hochriskante Handlung! (Siehe Peter Ludlow in Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte München Jahrg. 22 (1974) S.299 – 341 und Richard Basset: „Hitlers Meisterspion- das Rätsel um Wilhelm Canaris“, Deutsche Ausgabe Wien 2008).

Europaweit haben die Nationalsozialisten immerhin 4000 katholische Priester umgebracht. Warum wohl?  –  Die beiden Pfarrer Johannes Schulz und Josef Zilliken haben beispielsweise am 27. Mai 1940 dem „Reichsmarschall“ Hermann Göring den Gruß verweigert. „Sie widerstanden ihm ins Angesicht.“  –  Dafür wurden sie sofort verhaftet und in Dachau umgebracht. War das kein Widerstand?

Oder Pfarrer Wilhelm Caroli?  – 1941 predigte er offen gegen das Euthanasie-Programm zur massenhaften Tötung kranker Menschen. Dafür musste er selbst im KZ Dachau sterben – ebenso wie elf weitere katholische Widerständler, die in Helmut Molls Martyrologium „Zeugen für Christus“ dokumentiert sind. Sie alle haben aus Gewissensgründen ihr Leben hingegeben.

Der Münsteraner Bischof von Galen hat 1941seine berühmten Predigten gegen das nationalsozialistische Mordprogramm gehalten und er hat Strafanzeige gegen die Machthaber gestellt. Das brachte die Nazis zur Weißglut und sie hoben sich die Bestrafung dieses Bischofs für die Zeit nach dem Krieg auf, der glücklicherweise anders ausging, als sich die Nazis vorgestellt hatten.  –  Die heimliche Verbreitung dieser Predigttexte war lebensgefährlich.

Pallotinerpater Franz Reinisch war unter Hitler nicht zum Kriegsdienst bereit. Wie 16 weitere Katholiken lehnte er den Fahneneid auf Hitler bzw. verbrecherische Befehle ab und zog die Hinrichtung vor. Das soll alles kein Widerstand gewesen sein?

Im katholischen Martyrologium „Zeugen für Christus“ sind über 400 katholische Priester und Laien aus Deutschland dokumentiert, die in der NS-Zeit als Märtyrer sterben mussten. Glücklicherweise ist die Zahl der überlebenden Widerständler größer.

Der bekennende Katholik Michael Lottner versuchte am 23. April 1945 dem Domprediger Maier in Regensburg zu Hilfe zu kommen, als dieser verhaftet wurde. Er wurde im Kampf erschossen, während Maier und der Helfer Josef Zirkl zur Abschreckung öffentlich erhängt wurden.

Wenn Mommsen und Käßmann die einschlägigen Dokumentationen nicht zitieren und offenbar auch nicht kennen, so ist das eine Wissenslücke ihrerseits und nicht ein fehlender Widerstand seitens der katholischen Kirche.

Überdies scheinen die beiden Autorinnen Käßmann und Silomon nicht einmal das evangelische Martyrologium „Ihr Ende schaut an“ (Leipzig 2006, erweitert 2008) benutzt zu haben.

Aber Käßmann/ Silomon arbeiten nicht nur mit einer weitgehenden Ausblendung des katholischen Widerstands. Sie behaupten auch Falsches. So steht zum Beispiel auf Seite 57, der Papst hätte auf den bekannten Bittbrief von Edith Stein geschwiegen. Das ist historisch falsch. Papst Pius XI. war allerdings vorsichtig genug, den Antwortbrief nicht der staatlichen Post anzuvertrauen. Er ließ über seinen Staatssekretär den Beuroner Erzabt Raphael Walzer über den Eingang und die Kenntnisnahme der Bittschrift informieren; nachzulesen in den Edith-Stein-Jahrbüchern und von den beiden Autorinnen auch richtig zitiert.

Frau Käßmann kann zwar nicht wissen, welchen Inhalt der Papst Edith Stein ausrichten ließ. Aber sie sollte wissen, dass der Papst das Anliegen von Edith Stein in zahlreichen Protestschreiben aufgegriffen hat. Allein zwischen 1933 und 1937 hat der Papst 55 Protestschreiben nach Berlin geschickt. Wenn die deutsche Reichsregierung nicht angemessen auf die vatikanischen Proteste reagierte, so sollte sie das nicht dem Papst anlasten. 020_16A

Käßmann erwähnt auch die Geschwister Scholl (siehe Foto: Sophie Scholl) und vergisst dabei den katholischen Anteil an der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ mit Christoph Probst, Willi Graf, Prof. Kurt Huber, Theodor Haecker und anderen Widerständlern.

Schlimmer und anfechtbarer ist ihre Behauptung, einzelne Katholiken, die tatsächlich Widerstand geleistet haben, hätten bei ihrem Widerstand „gegen ihre eigene Kirche agieren“ müssen (S.24) , da die Kirche über ein Konkordat mit der Nazidiktatur verbunden gewesen sei. Die Katholiken fühlten sich jedoch durch das Konkordat keineswegs mit der Nazidiktatur verbunden, sondern eher abgegrenzt. Schließlich lehnte Hitler die Ausdehnung des Konkordats auf das Sudetenland und auf Österreich nicht ganz grundlos ab. Wahr ist vielmehr, dass sich Widerständler mit dem Papst immer einig wussten und von den Bischöfen vielfach unterstützt wurden.

Quelle und vollständiger Text hier: http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=1281

München: Gedenkveranstaltung am 11. März für den im KZ Dachau ermordeten katholischen Schriftsteller Fritz Gerlich

Am Montag, den 11. März 2013, gibt es in München eine Gedenkveranstaltung für einen wichtigen Vertreter des publizistischen NS-Widerstands in Deutschland, Fritz Gerlich (1883 – 1934), der am 30. Juni 1934 im KZ Dachau hingerichtet worden war.

Anlaß ist der 80. Jahrestag seiner Verhaftung. Die Tagung wird in jenem historischen Areal stattfinden, auf dem Gerlichs Redaktion ihre Räume hatte.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer wird an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.

Gerlich, der aus Stettin stammte, konvertierte als evangelischer Christ zur katholischen Kirche. Gerlich hatte schon vor 1933 versucht, Hitler durch kritische Berichterstattung zu stoppen.

Einer der Autoren für die von Gerlich herausgegebene Wochenzeitung „Der gerade Weg“ war Otto von Habsburg, Sohn des letzten österreichischen Kaisers Karl.

Otto von Habsburg wurde im Zuge der Verhaftung Gerlichs das Leben gerettet:

Ein Unbekannter sei bei ihm in München aufgetaucht, habe sich als Gestapo-Mann vorgestellt und ihn gebeten, noch am selben Tag aus Deutschland zu verschwinden, denn an diesem Abend sei die Anti-Nazi-Zeitung „Der gerade Weg“ von der SA gestürmt worden. Der Chefredakteur sei dabei verprügelt worden. Er selber stehe ebenfalls auf der Abschußliste. Er habe diesen Rat befolgt und so überleben können.

Quelle: ZENIT.org (Jan Bentz)


Neue Forschungen dokumentieren erneut die Anti-Hitler-Haltung von Papst Pius XII.

Neuere Forschungen zur kirchlichen Finanzpolitik im Zweiten Weltkrieg deuten auf eine größere Nähe des Vatikans zu den Gegnern Hitler-Deutschlands, als bisher vielfach von „kirchenkritischen“ Medien angenommen wurde.

Nach Recherchen der britischen Historikerin Patricia M. McGoldrick von der Universität London hat die vatikanische Vermögensverwaltung zwischen 1941 und 1943 große Summen aus dem besetzten Europa in die USA überwiesen und teilweise dort investiert. Das berichtet die Vatikanzeitung „l‘Osservatore Romano“ am vergangenen Mittwoch. 1_0_660406

Die Rede ist von mehreren Millionen US-Dollar in Wertpapieren, Goldbeständen und anderen Besitztümern. Damit habe der Vatikan die Westalliierten in ihrem Kampf gegen die Nationalsozialisten wesentlich unterstützt.

Das Vatikanblatt bezieht sich auf einen Artikel McGoldricks, der bereits im Dezember in der renommierten Fachzeitschrift „The Historical Journal“ an der Universität Cambridge erschienen ist, aber erst jetzt größere Aufmerksamkeit erfährt.

Dort schreibt McGoldrick von einem „Geldfluss aus dem Vatikan“, den die USA verwendet hätten, „um die Nationalsozialisten zu schlagen und den Mördern des Holocaust für immer ein Ende zu setzen.“

Die Historikerin wertete für ihre Untersuchung u.a.  bislang unbekannte britische Geheimdienstpapiere aus.

Demnach war der seit 1929 an die Spitze der Finanzverwaltung des Heiligen Stuhls tätige Bernardino Nogara federführend bei den Transaktionen während des Krieges. Nogara und seine Mitarbeiter hätten dafür frühzeitig enge Verbindungen der vatikanischen Vermögensbehörde bzw. der Vatikanbank IOR zu großen US-amerikanischen und britischen Banken aufgebaut.

Daraus habe sich eine bevorzugte Zusammenarbeit auch mit der US-Finanzaufsicht ergeben, die gegenüber dem Vatikan auf die üblichen Restriktionen bei Geldgeschäften während des Krieges verzichtet habe.

Quelle: Radio Vatikan