Matic-Report: Ärzte für das Leben befürchten weitere Aushöhlung des Lebensrechts

Am Nachmittag des 24. Juni 2021 wurde der Bericht „Über die Lage im Hinblick auf die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte in der EU im Zusammenhang mit der Gesundheit von Frauen“ des kroatischen Sozialisten Predrag Fred Matić mit einer klaren Mehrheit von 378 zu 255 Stimmen und 42 Enthaltungen vom Europäischen Parlament angenommen.

Prof. Dr. Paul Cullen (siehe Foto), Vorsitzender von Ärzte für das Leben, erklärte hierzu in Münster:

„Die Annahme des Matić-Berichts ist ein großer Rückschlag für die Menschenrechte, das Lebensrecht und die ärztliche Gewissensfreiheit in Europa.

Der Bericht postuliert erstmalig ein „Menschenrecht auf Abtreibung“, das in unzulässiger Weise auf die souveräne Rechte der Mitgliedsstaaten in dieser Frage unter Verletzung des Subsidiaritätsprinzips einwirken wird.

Zudem wird die Annahme des Berichts dazu führen, das in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerte Recht von Ärzten, aus Gewissensgründen eine Mitwirkung an Abtreibungen abzulehnen, EU-weit zu beschneiden.

Gerade der letzte Punkt muss alle Ärzte in Europa alarmieren. Denn ist die Gewissensfreiheit in einem Bereich des ärztlichen Tuns angetastet, so ist sie in allen anderen Gebieten der Medizin kaum aufrecht zu erhalten.

Die Tötung eines wehrlosen Menschen kann nie ein Recht sein, und ist das Gegenteil von einem Menschenrecht, denn sie bedeutet immer, einen anderen mutwillig aus der Menschheitsfamilie auszuschließen.

Eine solche sprachliche Konstruktion ist nur möglich, wenn man in der komplexen Situation der Schwangerschaft das elementarste Menschenrecht eines der Beteiligten, nämlich das Recht, überhaupt zu existieren, vollkommen ausblendet.

So wie es entweder Gewissensfreiheit für alle Bereiche der Medizin gibt oder für gar keine, haben entweder alle Menschen gleiche Menschenrechte oder es hat keiner richtig welche.

Der Matić-Bericht spricht von Menschenrechten, doch ist seine Annahme einer der größten Angriffe auf die Menschenrechte in Europa seit Jahren. Der Trend, die Tötung von sich selbst oder eines anderen Menschen als „Recht“ oder gar als „Menschenrecht“ rechtlich zu definieren, wird uns in den kommenden Jahren teuer zu stehen kommen.“

Der Verein „Ärzte für das Leben“ fordert eine uneingeschränkte Kultur des Lebens in der medizinischen Praxis und Forschung auf der Grundlage der hippokratischen Tradition. Er finanziert sich ausschließlich über die Beiträge seiner Mitglieder sowie durch Spenden.

Kontakt:
Ärzte für das Leben e.V., Prof. Dr. med. Paul Cullen, 48163 Münster
Tel.: 02536-319 5008 – E-Mail: p.cullen@aerzte-fuer-das-leben.de
http://www.aerzte-fuer-das-leben.de


PEI: Bis Ende Mai 80.000 Verdachtsfall-Meldungen wegen Impf-Nebenwirkungen

Wie die ZDF-Nachrichtenseite am 16. Juni 2021 meldet, ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) damit „überlastet“, die App-Mitteilungen von Corona-Geimpften seit Januar dieses Jahres hinsichtlich von Nebenwirkungen zu erfassen.

„Die Daten wurden zunächst nur erhoben – aber noch nicht ausgewertet und veröffentlicht“, heißt es in dem Bericht von Oliver Klein.

Eine halbe Million Menschen hätten sich die betreffende App SafeVac aufs Handy geladen und Daten zu den Covid-Impfstoffen geliefert.

Das ZDF schreibt zudem: „Bis Ende April habe es insgesamt rund 50.000 Verdachtsfallmeldungen gegeben, allein im Mai seien innerhalb eines Monats fast 30.000 neue dazu gekommen, die die PEI-Mediziner abarbeiten.“ Im Mai habe es 4000 Meldungen speziell für „schwerwiegende“ Reaktionen auf die Impfung gegeben.

Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig spricht wegen der schwachen Datenauskunfts-Situation von einem „Desaster“. Das ZDF zitiert den Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft wie folgt:

„Mit den 500.000 App-Nutzern könnte man sich gezielt Nebenwirkungen in Gruppen anschauen, von denen man noch zu wenig Daten hat, weil sie in den bisherigen Studien unterrepräsentiert waren.“ Es sei wichtig, so der Mediziner, „die Daten jetzt zu haben – nicht irgendwann“.


„Ärzte für das Leben“ kritisieren die Zulassung der PID in der Schweiz

Am 5. Juni 2016 haben 62% der Schweizer Wähler für die Einführung der bislang verbotenen Praeimplantationsdiagnostik (PID) gestimmt. Nach einer künstlichen Befruchtung wird diese Selektionsmaßnahme an den erzeugten Embryonen vor deren Einpflanzung in die Gebärmutter durchgeführt, um familiäre Erbkrankheiten oder eine Chromosomenstörung wie das Down-Syndrom auszuschließen. Book

Zudem wird die Erzeugung von zwölf Embryonen statt bisher drei erlaubt, um die Übriggebliebenen für eine eventuelle spätere Einpflanzung über Gefrieren zu erhalten. Andernfalls werden diese „überschüssigen“ Embryonen einfach verworfen.

Diese Entscheidung lässt eine Aufweichung der bisherigen strengen Ablehnung der PID in weiten Kreisen der deutschen Ärzteschaft befürchten.

„Jede Art der Selektion steht in eklatantem Widerspruch zur begrüßenswerten Forderung der Inklusion in unserer Gesellschaft“, sagte Prof. Paul Cullen aus Münster, Vorsitzender des Vereins „Ärzte für das Leben“  – und warnte vor einer Ausweitung dieser Diagnostik in Deutschland. „Es kann doch keiner sich eine Gesellschaft wünschen, in dem die Eltern behinderter Kinder sich fragen lassen müssen, „ob so was heute sein muss““, sagte Cullen.