LKR plädiert nach VW-Skandalen für einen Ausstieg der Politik aus dem Konzern

Der LKR-Parlamentarier Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel (siehe Foto) plädiert für den Ausstieg der Politik aus Volkswagen als Konsequenz auf den Skandal um die Versuche an Affen mit Abgasen. 

Nach Ansicht des Europa-Abgeordneten der LKR (Liberal-konservativen Reformer), Hans-Olaf Henkel, steht der Skandal um die Abgas-Versuche in einer langen Reihe von Verfehlungen bei VW, die sich auf die in der deutschen Industrie einmalige Konzernstruktur zurückführen lassen. 

Der Ökonom erinnerte in einer Aussprache im Europäischen Parlament am Montag unter anderem an  den Korruptionsskandal um den Betriebsrat 2005 und die Dieselaffäre der jüngsten Vergangenheit. Durch die Verbindung von politischen und betrieblichen Interessen entstehe ein idealer Nährboden für Skandale und Betrug, weil der Anreiz für effektive Aufsicht und Kontrolle fehle.

Laut Prof. Henkel sollte sich die Politik aus dem Volkswagen-Unternehmen zurückziehen. Dazu sagte er:

„Die Verbindung von Staat, Kapital und Gewerkschaften im Volkswagen-Konzern führt zwangsläufig immer wieder zu skandalösen Vorgängen. Mit Unterstützung des Aufsichtsratsmitgliedes Gerhard Schröder heuerte Volkswagen den IG-Metaller Peter Hartz als Vorstand an. Dann wurden nicht nur Prostituierte für Betriebsräte bezahlt, VW stellte auch die Geliebte eines Betriebsrates ein.

Bei VW kann man die deutsche Mitbestimmung in ihrer Perfektion und ihrer Perversion studieren: Zehn Arbeitnehmervertreter und dazu noch zwei sozialdemokratische Politiker stehen acht Leuten aus der Wirtschaft gegenüber.

Das führt zwangsläufig zuerst zu Kungelei, dann zu Korruption und schließlich zur Verwahrlosung der Sitten, wie der neue Skandal um die Versuche mit Affen wieder einmal zeigt. Wie die meisten seiner Konkurrenten muss VW privatisiert werden.“


Kirchliche Kritik an Klonierung zweier Affen durch chinesische Wissenschaftler

Die nach eigenen Angaben erfolgreiche Klonierung zweier Affen durch chinesische Wissenschaftler der Universität Shanghai ist in Deutschland überwiegend auf Kritik gestoßen. 

Wie die Forscher um Zhen Liu in der Fachzeitschrift „Cell“ schreiben, hätten sie bei ihren Versuchen eine leicht modifizierte Form der Technik verwendet, mit der Forscher um Ian Wilmut 1996 das Klonschaf Dolly erschaffen hatten. Mit dem sog. somatischen Zellkerntransfer haben Forscher seitdem rund 20 Tierarten mehr oder weniger erfolgreich kloniert. Primaten waren allerdings bisher nicht darunter.

Bei dem somatischen Zellkerntransfer wird zunächst der Zellkern einer Körperzelle eines Lebewesens isoliert. Anschließend wird der Zellkern, der die gesamte genetische Information des Spenders enthält, in eine entkernte Eizelle derselben Spezies transferiert und mit dieser fusioniert. Danach wird die Eizelle, die nun das genetische Programm des Spender des Zellkerns enthält, einem Leibmuttertier eingesetzt.

Wie die Forscher in ihrer Publikation schreiben, hätten sie bei ihren Versuchen insgesamt 301 Klonembryos erzeugt. 260 von ihnen seien anschließend auf 63 Leihmutteraffen transferiert worden. Dabei sei es zu 28 Schwangerschaften und vier Geburten gekommen. Zwei der vier Affen seien jedoch kurz nach der Geburt gestorben. Ein auf der Website der Fachzeitschrift veröffentlichtes Video zeigt angeblich die beiden Überlebenden beim Spielen.

Im Interview mit dem Deutschlandfunk nannte der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, die Meldung von der erfolgreichen Klonierung zweier Affen „symbolisch bedeutsam“. Erstmals sei ein Primat geklont worden, mit dem Menschen mehr verbinde als mit allen anderen Tieren.

Der evangelische Theologe und Bioethiker verwies darauf, dass sich China im Bereich der Lebenswissenschaften mit „dramatischer Schnelligkeit“ fortentwickle. Dabei gelt es, nicht nur dieses Experiment anzuschauen, sondern auch, was die Chinesen auf dem Gebiet des Genome Editings machten. Auf dem chinesischen Wissenschaftsmarkt wüchsen diese Dinge zusammen. Es sei wichtig, dies im Blick zu behalten.

Der Sprecher der Dt. Bischofskonferenz, Matthias Kopp, erklärte gegenüber dpa: „In human-bioethischer Sicht besteht der Verdacht, dass dieser Forschungserfolg letztlich auf die Entwicklung einer Technologie zur Klonierung von menschlichen Embryonen ausgerichtet ist“. Weil eine solche Technologie dem „Schutz menschlicher Würde zuwiderläuft“, werde sie von den Bischöfen strikt abgelehnt.

Quelle: ALfA-Newsletter


Orang-Utans bewegen sich gern auf dem Boden, nicht nur auf Bäumen

Ein internationales Forscherteam untersuchte, in welchem Maße Orang-Utans mit den von Menschenhand verursachten Lebensraum-Änderungen zurechtkommen.

Orang-Utans halten sich weit häufiger auf dem Boden auf als bislang bekannt. Das ist die wichtigste Erkenntnis, die jetzt in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde. Orang-utan mit Nachwuchs (C) Andreas Wilting_IZW-15275367

BILD: Orang-Utan mit Nachwuchs. (Foto: Andrew Hearn & Joanna Ross)

Ihre Bodenaktivität ist in ungestörten Regenwäldern erstaunlicherweise sogar höher als in nachhaltig bewirtschafteten Waldgebieten – und damit auf einem ähnlichen Niveau wie in stark eingeschlagenen Wirtschaftswäldern.

Das fand ein internationales Wissenschaftlerteam heraus. Einer von ihnen ist Dr. Andreas Wilting vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), der maßgeblich zum Erfolg der Studie beigetragen hat.

„Es wurden sowohl weibliche Orang-Utans, sogar mit Jungtieren, als auch männliche Orang-Utans aller Altersstufen bei ihren Ausflügen auf den Boden beobachtet, wobei die viel schwereren erwachsenen männlichen Orang-Utans mit Wangenwülsten am häufigsten fotografiert wurden“, kommentiert Andreas Wilting.

Dass auch weibliche Orang-Utans die Baumkronen verlassen, um sich auf dem Boden fortzubewegen, war für die Wissenschaftler neu. Die bisherigen Erkenntnisse über das Verhalten der Orang-Utans basierten hauptsächlich auf direkten Beobachtungen, was im Fall der scheuen Menschenaffen anscheinend zu einem verzerrten Bild der wahren Situation geführt hat.

Für die Ergebnisse der neuen, in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlichten, Studie haben die Wissenschaftler Fotos und Videos aus 16 Gebieten in Malaysia und Indonesien zusammengetragen. Erstellt wurden die Bilder mit Hilfe von mehr als 1400 Fotofallen.

Welche Auswirkungen hat der häufige Aufenthalt auf dem Boden für die Baumbewohner? 

Neben einigen „Vorteilen“ für die Orang-Utans, wie beispielsweise die Möglichkeit der Nahrungssuche in Bodennähe und das Potential, sich auch in leicht fragmentierten Wäldern fortzubewegen, birgt das Bodenleben für die Orang-Utans auch  Risiken. So könnten Orang-Utans beispielsweise leichter gejagt werden. Auch die Nähe zum Menschen kann gefährlich sein, sie könnten sich mit neuen Krankheitserregern infizieren.

Orang-Utans gehören zu den größten auf Bäumen lebenden Säugetieren. Auf Borneo leben etwa 70 Prozent der Orang-Utans in kommerziell genutzten Wäldern. Offensichtlich besitzen die Orang-Utans die Fähigkeit, mit moderaten, durch Menschenhand verursachten Veränderungen des Lebensraumes zurechtzukommen.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, wie wichtig es ist, auch kommerziell genutzte Waldgebiete für den Schutz der Orang-Utans zu berücksichtigen und die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Nutzungsstrategien für solche Wälder zu betonen.

Publikation:
Ancrenaz M, Sollmann R, Meijaard E, Hearn AJ, Ross J, Samejima H, Loken B, Cheyne SM, Stark DJ, Gardner PC, Goossens B, Mohamed A, Bohm T, Matsuda I, NakabayasiM, Lee SK, Bernard H, Brodie J, Wich S, FredrikssonG, Hanya G, Harrison ME, Kanamori T, Kretzschmar P, Macdonald DW, Riger P, Spehar S,  Ambu LN, Wilting A (2014): Coming down from the trees: Is terrestrial activity in Bornean orangutans natural or disturbance driven? SCI REP-UK 4, 4024; Doi:10.1038/srep04024.

Quelle: http://www.izw-berlin.de/pressemitteilung/orang-utans-leben-nicht-nur-auf-baeumen.html
Kontakt-Daten:
Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW), Dr. Andreas Wilting, Tel.:  030 5168-333
wilting@izw-berlin.de

Eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) erklärt: Affen und Schweine können früher Juden oder Alkoholiker gewesen sein

Dokumentation des Instituts für Islamfragen der Dt. Evangelischen Allianz:

Fatwa des Rechtsgutachters Muhammad Salih al-Munajjid, einem populäreren Gelehrten und Verkündiger des Islam, der vor allem in arabischen Fernsehsendungen auftritt. Zudem bietet er im Internet zahlreiche Gutachten zu den unterschiedlichsten Themen rund um das Thema Islam an.

Frage: „Sind Affen und Schweine verwandelte Menschen?“

Antwort:  „Allah sei Dank! Die Verwandlung ist die Veränderung des sichtbaren Äußeren eines Menschen. Allah hat uns in mehreren Koranstellen offenbart, dass er einige der Kinder Israels als Bestrafung für ihren Ungehorsam gegenüber Allah in Affen verwandelt hat. Er [Allah] sprach zu den Israeliten: ‚Und gewiss habt ihr diejenigen unter euch gekannt, die das Sabbat-Gebot brachen. Da sprachen Wir zu ihnen: Werdet ausgestoßene Affen.‘ (Sure 2, 65-66).

Allah teilte uns zu dieser Geschichte in Sure 7 einige Einzelheiten mit:

‚Und frage sie nach der Stadt, die am Meer lag, und [danach], wie sie den Sabbat entweihten, wie ihre Fische scharenweise an ihrem Sabbattage zu ihnen kamen. Doch an dem Tage, da sie den Sabbat nicht feierten, da kamen sie nicht zu ihnen. So prüften Wir sie, weil sie gefrevelt hatten. Und als eine Gemeinschaft unter ihnen sagte: Warum ermahnt ihr Leute, die Allah vernichten oder mit einer strengen Strafe bestrafen will? – da sagten sie [die Ermahner]: Zur Entschuldigung vor eurem Herrn, und damit sie gottesfürchtig werden mögen. Und als sie das vergaßen, womit sie ermahnt worden waren, da retteten Wir jene, die das Böse verhindert hatten, und erfassten die Ungerechten mit peinlicher Strafe, weil sie gefrevelt hatten. Und als sie trotzig bei dem verharrten, was ihnen verboten worden war, da sprachen Wir zu ihnen: Werdet denn verächtliche Affen!‘ (Sure 7, 163-166).

Allah sagte auch:

‚Sprich: O Leute der Schrift, ihr grollt uns nur deswegen, weil wir an Allah und an das glauben, was zu uns herab gesandt und was schon vorher herab gesandt wurde, und weil die meisten von euch Frevler sind. Sprich: Soll ich euch über die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? Es sind, die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen, Schweine und Götzendiener gemacht hat. Diese befinden sich in einer noch schlimmeren Lage und sind noch weiter vom rechten Weg abgeirrt.‘ (Sure 5, 59-60)

Diese Verwandlung ist die Bestrafung Allahs für ihr Begehren dessen, was Allah für verboten erklärt hat. Diese Bestrafungsart [die Verwandlung von Menschen in Affen] ist nicht auf die Israeliten beschränkt. Allahs Prophet  –  Allahs Segen und Heil seien auf ihm  –  hat uns übermittelt, dass der Jüngste Tag erst stattfinden werde, wenn die [neue] Verwandlung vollzogen sei. Er versprach, diejenigen mit dieser Bestrafungsart zu bestrafen, die nicht an das Schicksal glauben, die Alkohol trinken und die dem Gesang lauschen. Allah möge uns davor bewahren.

Quelle: http://islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5c82abe8c3b.0.html